3. Deadman`s Hand

Dieses Thema im Forum "Float" wurde erstellt von Brody, 6. Juni 2018.

  1. Brody

    Brody Piratenkapitän

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    Ein Fischerboot auf dem East-Blue in der Nähe der Insel Float.

    Balthasar wachte mal wieder aus seinem Schlaf auf, der ihm von der allgemeinen Langeweile diese kleines Bootes sowie geschenkt wurde. Der Sonne nach war es wohl gerade Mittag, da sie hoch am Himmel stand. Er wusste nicht genau wieviel Tage vergangen waren nachdem er und seine neue Crew die Insel Dawm verlassen hatte. Es war auf jeden Fall schon mehr als eine Woche vergangen, seit ihrem Aufbruch.

    Sie waren dort mit Orden ausgezeichnet worden für ihre Taten für das Könireich und die Rettung der Silberschwan. Er hatte die Zeromie über sich ergehen lassen, den Orden jedoch nach der Zermonie abgenommen und in seinen Seesack geworfen. Mit diesen Ehrbeweisen konnte er nichts anfangen, schließlich war er Pirat und kein schleimiger Marinesoldat.

    Jetzt befand er sich mitten auf dem East-Blue, auf einem kleinen Boot, dass er sich mit seiner sechsköpfigen Crew teilen musste, sieben wenn man Izumi dazuzählte. Für ihn war Izumi ein zu groß gewachsenes Haustier, aber Bunny konnte sich irgendwie mit dem Tier kommunizieren.

    Gerade wollt er sich die Mütze wieder über die Augen schieben um weiter zu schlafen, da hörte er eine Möwe. Waren sie etwa in der Nähe von Land. Ein Blick verriet ihm das, dies nicht der Fall war. Auf der Reling hockte eine Zeitungsmöwe und suchte jemand, der die Zeitung kaufte. Da ihm sowieso gerade langweilig war, holte er eine Hundert-Berry Münze heraus und bezahlte die Möwe. Diese nickte und flog wieder davon.

    Schnell entfaltete er die Zeitung und fing an zu lesen. Auf der ersten Seite sah er die Überschrift. Piratenkapitän Beauregard `Beubo´ Null tot? Der Artikel ging um den vermuteten Tod des genannten Kapitäns, der anscheinend auf der Grand-Line Insel Senjero gestellt worden war. Er blätterte eine Siete weiter, hie sah er als Artikel: Merkwürdige Ereignisse auf der Insel Carya . Als Unterüberschrift: Mehrer Ritaulmorde verübt.

    Nach weiteren Artikel und einer guten Stunden vertriebene Zeit, legte der junge Brody die Zeitung zur Seite und stand auf. Auf der nun aufgeschlagenen Seite sah man jetzt einen weiteren Artikel mit Bild. Die Überschrift lautete: Neue Arbeiter für Tequilla Wolf. Auf dem dazugehörigen Bild sah man große bärtige Männer in Handschellen, die gerade von einem Schiff herunter gingen oder eher geführt worden. Balthasar spuckte aus in die ruhige See des East-Blue. Er wusste warum er die Weltregierung nicht mochte, Zwangsarbeiter zu benutzen um irgendetwas sinnloses zu bauen, konnte nur der Weltregierung einfalle.

    Er ging Richtung Heck des Schiffes und sah dort Aaron am Steuer stehen, die anderen Mitglieder lümmelten an den Ihnen jeweils genehmen Orten herum. Er nickte ihm zu und lief weiter, da das Schiff nicht besonders groß war, dauerte sein Weg nicht sehr lange. Da er noch nicht richtig wach war drehte er Runde um Runde. Es musste etwas passieren, sonst bekam er noch einen Lagerkoller und dann war er gar nicht zu ertragen. Nach seiner gefühlt zweihundertsen Runde hörte er wieder Möwenschreie, war die Zeitungsmöwe zurückgekehrt. Nein das waren mehrer Vögel, dies konnte nur eins bedeuteten, sie befanden sich in der Nähe einer Insel. Schließlich kam auch der erlösende Ruf von Aaron „Land in Sicht !“ Nun sah er es auch am Horizont schälte sich aus Nebelschwaden ein Umriss, der eine Insel sein könnte. „Dann nichts wie hin“
     
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  2. Triane

    Triane Pirat

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    Die Gruppe hatte Dawn verlassen und es war ein toller Abschied! Der neue König war ein echt netter Kerl und es gab jede Menge zu futtern! Außerdem eine neue Marke für Izumi... der König nannte es zwar Orden und wollte es erst Triane anstecken, aber jetzt an einem Lederband um Izumis Hals sah es doch viel besser aus. Triane konnte auch ihre medizinischen Vorräte auffüllen, hier gab es zwar nicht so tolle Heilpflanzen wie auf Ren, aber Triane fand schon ein paar nützliche Sache. Bandagen, Spritzen, Nadel und Faden und so weiter konnte man ja auf jeder Krankenstation finden, die was auf sich hält, oder zumindest den Marinestandart erfüllt.

    Fürs erste würde Triane also mit der kleinen Gruppe um Mütze reisen, so richtig hatte sie keine Ahnung wer das war, aber zumindest war es eine bunte lustige Truppe, mit der es wohl nicht so schnell langweilig werden sollte.
    Sie war der Arzt in dieser kleinen Runde und machte sich deswegen Notizen über den körperlichen und geistigen Gesundheitszustand ihrer Patienten.

    Da war einmal Mütze selber, er hieß eigentlich Brody, aber er trug immer diese Schirmmütze und legte es damit ja quasi darauf an so einen Namen zu bekommen! Triane konnte über ihn sagen dass er ein netter Kerl war, immerhin hatte er den Posten als König ausgeschlagen und wollte lieber auf die See hinaus fahren! Ob er wohl auch auf der Suche nach irgendwas war? Eine Verwandte Seele auf den Spuren der Götter? … … Wohl eher nicht, aber trotzdem ein netter Kerl! Er schlief viel an Bord und Triane machte sich schon sorgen wegen einer gewissen Thrombosegefahr, oder letargischem Verhaltensmustern, aber im Endeffekt schien Mütze einfach nur lange Weile zu haben.

    Dann war da Vicky, Vicky war kein so netter Kerl, er sah gruselig aus mit seinen schwarzen Augen und Triane hatte gesehen wie er sowohl auf der Silberschwan als auch auf Dawn Leute getötet hat ohne das leiseste Zeichen von Reue... außerdem gab es da diesen Vorfall in dem Hotel an dessen Ende Victor nackig fest genommen wurde. Dennoch war seine Gesellschaft für Tria nicht unangenehm, sie ärgerte ihn gerne ein wenig, weil sie das Gefühl hatte, dass er das brauchte. Sie konnte schon über ihn erfahren dass er, so wie sie selbst, sehr religiös war. Ein Mönch war er aber nicht, also wirklich nicht... überhaupt nicht! Er schien einen Gott anzubeten der Freude an Mord und Blut hatte, ein sehr strenger Gott, von dem Tria zuvor nichts gehörte hatte. Mönch Nakamura hatte ihr über solche Götter und deren Anhänger erzählt, man musste vorsichtig in ihrer Nähe sein und solle sie nicht verurteilen „Ein Kind das von Hass erzogen wird und hasserfüllt wird, ist dennoch nur ein Kind.“ Vielleicht könnte Tria ihm zeigen, dass der Wille der Götter nicht immer mit Blut geschrieben wird? Ansonsten schien Vicky, abgesehen von dieser Augenfärbung Gesund, er schwänzelte ziemlich viel um Lzzy herum, aber das schien normal.

    Lzzy war die Tochter von Ben, aber aus irgend einem Grund war Ben auf Dawn geblieben, das war schade, den, Ben war ein guter Kerl und Tria wäre gerne noch ein Weilchen länger mit ihm gereist. Seine Tochter war etwas anderes, hätte Tria sie mit einem Wort beschreiben müssen wäre das „Zimtzicke“ gewesen. Doch seit dem ihr Vater nicht mehr in ihrer Nähe war war sie viel ruhiger geworden, vermutlich so eine Art Heimweh? Oder doch eine ausgewachsene Depression? Tria hatte lieber ein Auge auf sie, sie verbrachte viel Zeit bei Aaron.

    Aaron war schwer einzuschätzen, er war auch schon auf der Silberschwan dabei und legte wohl gerne Feuer. Tria hatte sich auf Dawn extra wegen ihn mit ausreichend Brandsalbe eingedeckt und ein Buch zur Behandlung von Brandwunden mitgenommen. Er schien psychisch ein wenig instabil, irgendwie sehr müde, Tria überlegte bereits eine passende Diät um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Irgendwas mit viel Vitamin C und Ballaststoffe! Sonst wäre Aaron hier noch der erste der an Skorbut erkrankt!

    Odi stammte, so wie Tria selbst, aus dem North Blue, das machte ihn ein wenig sympathischer. Er war ein großgewachsener Nordmann, so wie sich Tria diese Nordmänner aus den Geschichten von Mönch Nakamura immer vorgestellt hatte, groß, viele Muskeln, Bärtig, eine Axt und so weiter. Triane konnte soviel von ihm Erfahren, dass er jemanden sucht. Die Nordmänner hatten wohl auch eine enge Beziehung zu ihren Göttern, aber Tria glaubte nicht dass Odi der Typ für eine Pilgerfahrt wäre. Abgesehen von den Wunden, die er sich in den letzten Kämpfen zugezogen hatte, war er gesund und er gehörte zu den Leuten die nicht gleich wie kleine Mädchen herum flennen, wenn Tria ihn behandelte... das allein machte ihn schon sympathisch.

    Natürlich war da dann noch Lydia, die stumme Musikerin. Sie war eindeutig viel kräftiger als man es ihr ansah, dennoch machte sich Tria ein wenig Sorgen um sie. Sie spürte immer eine gewiss Traurigkeit um sie herum. Sie konnte wunderschöne Musik spielen, aber wegen einer Verletzung am Hals weder reden noch singen und Tria konnte schnell ausmachen, dass sie sich beim Musik spielen die Lippen bewegte als wollte sie gleich singen, aber sich dann schmerzlich daran erinnerte, dass es nicht ging. Die Wunde am Hals war schon zu alt, da konnte Tria zumindest im Moment nichts machen. Sie überlegte manchmal, dass wenn Mönch Nakamura dagewesen wäre, als das passierte, er ihr bestimmt hätte helfen können und jetzt hätte er zumindest einen guten Ratschlag, ein beruhigendes Wort, ein Licht der Hoffnung das Lydias Geist erhellen hätte können... das einzige das Tria tun konnte, war nach einer medizinischen Lösung zu suchen. Tria war überzeugt, das man Lydia helfen könnte, nur nicht hier und nicht jetzt. Sie mochte Lydia, schon wegen der Musik, aber auch weil Izumi sie mochte, die Fähe und die Musikerin konnten beide nicht reden und hatten so eine Art Beziehung zueinander aufgebaut, die keine Worte brauchte.

    Tria machte sich einige Notizen und ließ Izumi auf dem Boot herum laufen und alles beschnüffeln was sie wollte. Sie spielte ein paar mal mit Brody Karten und hatte schnell das Gefühl bekommen dass er irgendwie tricksen würde. Ein paar mal wollte er auch dass sie um Kleidung spielen, aber er schien nicht so begeistert als sie ihm ihre Socken gab, warum sollte man auch Karten um Kleidung spielen? Einmal hatte Izumi ihn von hinten überrascht und ein paar exta Karten fielen aus Brodies Ärmel, er meinte das wäre nur Zufall und hätte nichts mit dem aktuellen Spiel zu tun, Tria glaubte ihn, aber Izumi hatte seid damals ein scharfes Auge auf ihn wenn er mit Tria spielte.
    Am Abend spielte Tria ein paar mal mit Lydia Musik, das lockerte die Stimmung an Bord und sorgte für allgemeines Wohlbefinden.
    Lzzy war kein so guter Koch wie ihr Vater, aber konnte sich ein paar Sachen von ihm abgucken und ihr Essen tötete zumindest keinen. Tria hätte nicht gedacht, dass sie kochen würde, aber die Trennung von ihrem Vater schien sie dazu zu bringen neues aus zu probieren... vielleicht wollte sie sich auch nur als nützlich erweisen? Tria wollte gar nicht wissen was sie und Aaron in der Küche allein trieben.... DOCH! Eigentlich wollte sie es unbedingt wissen, aber sie wollte auch nicht zu neugierig sein.

    So vergingen die Tage, ruhige Tage, fast schon gute Tage, vielleicht etwas zu langweilig. Tria war gerade dabei ein neues Kapitel in dem Buch über Brandwunden zu lesen als der Ruf einer Möwe sie ablenkte. Sie sah zu dem weißen Vogel, der gerade auf dem Schiff gelandet war und irgendwie kein Stück Menschenscheu zu sein schien.

    „Wir hatten schon eine Weile kein Hühnchen mehr.“ War ihr erster Gedanke und sie sprach ihn auch aus.
    „Halt!“ bei dem Klang der Stimme stellten sich Tria die Nackenhaare auf und ihre Bewegung gefror sofort. Das war Vicky „Ich weiß was du denkst! Und ich sage Halt!“
    „aber“
    „Aus!“
    „Aber Geflügel ist Gesund und“
    „Aus und Sitz!“
    Tria wimmerte ein wenig und setzte sich wieder „Möwe soll eh tranig schmecken“ murmelte sie in ihren Nicht vorhandenen Bart.
    „Das ist eine Zeitungsmöwe, die sind nicht zum Essen da! Guck!“

    Victor deutete auf Brody, der der Möwe ein Geldstück gab und diesem gab ihm dafür eine Zeitung aus ihrer Tasche und flog dann weiter.

    „Hättest du mich machen lassen hätten wir jetzt die Zeitung UND Broiler.“
    „So funktioniert das nicht!“ Vicky seufzte, Tria war manchmal echt anstrengend.

    Tria überlegte sich was sie tun könnte, vielleicht sollte sie ja ein wenig mit in die Zeitung sehen? Aber was kümmerte sie die Zeitung? Nein, es war Zeit für ihr momentanes Lieblingsspiel, Vicky ärgern! Sie schlich sich von hinten an ihr Ziel und hatte ihren Zeigefinger schon mit Spucke befeuchtet, sie konnte sehr nahe Schleichen und machte sich bereit für die Attacke.

    „Hey Vicky, kannst du mir sagen wie spät es ist?“
    „Zeit um Erwachsen zu werden!“ Vicky drehte sich um und schnippte Tria gegen die Stirn, das war ziemlich schnell.
    „IIIIIIIh!“ Tria erschrak und fiel auf den Po
    „Glaubst du wirklich das funktioniert noch bei mir? Werd erwachsen.“
    „Dafür beiß ich dir in die Nase!“
    „Warte, was!?“

    Tria war aufgesprungen, Victor konnte schnell genug reagieren um ihre Zähne von seiner Nase fern zu halten, aber nun kullerten beide übers Deck und Izumi war auch noch irgendwie dazwischen? Aber nur um zu verhindern das Victor ihre Schwester an den falschen Stellen anfassen konnte.
    Die Spielzeit mit Vicky war lustig, aber Tria wusste das man Victor nicht zu viel Ärgern durfte, darum ließ sie ihn in Ruhe nachdem sie zwei mal über das Schiff gekullert waren.
    Sie wusste nicht wie lange es dauern würde bis sie endlich Land sehen würden, Aaron war der Navigator aber konnte noch keine genauen Angaben dazu geben, er vermutete irgendwann demnächst.
    Also musste Tria sich noch irgendwie beschäftigen... aber wie?
    Sie beschloss sich mal wieder zu waschen, Hygiene war wichtig wenn man mit anderen Menschen auf so kleinen Raum auskommen musste.
    Es gab einen kleinen Waschraum auf dem Schiff, mit einem Waschzuber und einen Abort und einen kleinen Ofen um Wasser zu erhitzen. Triane kam dort gleichzeitig mit Lydia an, es schien ihr ähnlich zu gehen wie Tria. Es war nichts dabei den Waschraum zu Teilen, richtig? Im Kloster gab es auch gemeinsame Baderäume und laut den Mönchen war es in Ordnung solange Mädchen mit Mädchen und Jungen mit Jungen waren.
    Also ohne viele Worte zu verschwenden nahm Tria Lydia am Arm und ging mit ihr in den Waschraum.
    Die Musikerin und die Ärztin konnten ihre alte Kleidung in ein Körbchen neben dem Eingang legen. Lydia hatte sogar schon frischen Wechselsachen dabei, soweit hatte Tria gar nicht gedacht! Sie hatte nur frische Tücher für ihre Unterbekleidung. Lydia sah sie tadelnd an.

    „Was denn? Die sind sauber und meine anderen Klamotten sind noch total in Ordnung!“ Izumi Schnüffelte an Trias Kleidung, die am Boden lag, sie jaulte und legte ihre Pfoten auf ihre Nase. „Ach was weißt du denn schon!?“ Tria schnaufte „Na gut... es ist zwar erst morgen Zeit für frische Oberbekleidung...“ Izumi nahm die Sachen in ihr Maul und ging, sie würde schon was zurück bringen, Tria achtete nicht darauf in welche Richtung der Wolf ging.
    Das Gefühl von fließendem Wasser über die Haut war schon immer schön für Tria! Und zusammen mit Lydia ging das auch hier in so einem bescheidenem Waschraum. Sie wechselten sich ab die andere mit gut temperierten Wasser zu überschütten und mit eingeseiften Schwamm den Rücken sauber zu machen. Tria war gelenkig genug um sich selber den Rücken zu waschen, aber manchmal ließ sie sich eben auch gerne etwas verwöhnen, auch wenn es nur solch simple Kleinigkeiten waren, wie eine Rückenwäsche.
    „Uff, ich glaube wir haben zu viel Seife benutzt, so viel Schaum! Schwammschlacht!“ Von draußen konnte man Trias Stimme in dem kleinen Flur hören zusammen mit etwas Lachen und Kichern, für Tria konnte immer Spielzeit sein. Tria hatte Spaß, selbst beim Waschen. „Hey was ist das denn?“ man hörte wieder ein Kichern, diesmal von Lydia „so, so, kitzelig? Na warte!“ Noch mehr kichern und lachen „Hey! Nicht da, das ist nicht fair!“ Beide Mädchen schienen ihren Spaß zu haben.

    Nach einer Weile hörte man aber was von draußen, ein Knurren und Bellen und dann einen erschrockenen Männerschrei!?
    Tria schnappte sich ein Handtuch und bedeckte sich leicht als sie raus sah. Da lagen Mütze und Vicky am Boden und Izumi stand knurrend vor ihnen und auch Odi war da und sah recht grimmig aus.

    „Was ist denn hier los?“ Tria war verwundert.
    „Ich wollte euch nur bescheid sagen das Land in Sicht ist.“ Brody schwitzte, aber nur leicht.
    „Von wegen! Spannen wolltest du!“ beschuldigte Vicky ihn, der genauso schwitzte „Ich hab dich doch erwischt!“
    „Was!? Du bist hier der Spanner!“
    KLEFF! KLEFF! Izumi brachte Ruhe in das Geschehen
    „Was? Aber warum sollten sie das tun Izumi?“
    Jaul, wimmer
    „Aber in dem Waschraum ist doch gar nix interessantes passiert?“
    Jaul, Kleff
    „Das verstehe ich nicht.“
    „Du solltest wirklich abschließen.“ Das war die brummende Stimme des großen Nordländers.
    Tria hatte nicht abgeschlossen nachdem sie Lydia in den Waschraum gezogen hatte? Dafür hatte sie sich eine wohlwollende Erziehungskopfnuss von Lydia verdient!
    „aua!“ eine einzelne dicke Träne der Reue kam von Trias Auge.

    „Warte wie war das? Land ist in Sicht!?“
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2018
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  3. Aaron

    Aaron Pirat

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    Die See beruhigte ihn.
    Der Kahn, auf dem sie alle festsaßen knarzte zwar etwas laut, aber das störte ihn weniger. Er war wieder in seinem Element und konnte kilometerweit über das Wasser sehen. Der Wind, das Salz auf den Lippen, das Brechen der Wellen am fahrenden Bug des Schiffes. Wären die anderen Mitfahrer nicht gewesen, würde er sich pudelwohl fühlen.
    Da war Brody, der sich selbst als Kapitän ernannt hatte. Jedes Schiff brauchte einen Kapitän. Jede Crew brauchte einen Anführer. Doch nicht jedes Crewmitglied würde dies von Anfang an akzeptieren. Vor allem nicht ob Aarons Skepsis nicht. Aber der Feuerteufel folgte ihm. Aus Gründen, die er nicht erklären könnte und auch nicht darüber nachdenken wollte. Es war nun mal so. Er hatte keinen anderen Ort, zu dem er zurückkehren oder als neues Ziel ansetzen konnte. Nun war es so. Auch wenn er nicht ganz damit zufrieden war.

    Der Firebug schielte rüber zu Lzzy. Sie war sehr wortkarg, seitdem die Bande die Insel ohne ihren Vater verlassen hatte. Aaron hatte keinen Schimmer, warum er das getan hatte, wo doch seine Tochter sein größter Schatz war. Er runzelte die Stirn ob der aufkommenden Erinnerung. Ben, der ihn sehr lange angesehen hatte und sich bis auf einen Fingerbreit Abstand vor ihn gestellt hatte. Der Koch hatte ihn mit seinem Blick verschlungen und Aaron sogar etwas Angst dabei eingejagt. "Du sollst auf sie aufpassen. Dich werde ich verantwortlich machen, sollte ihr auch nur ein Haar gekrümmt werden. Dich werde ich wie ein Insekt zerquetschen, wenn ich sie nicht in deiner Nähe auffinden werde. Du wirst sterben, wenn sie stirbt."
    Keine Widerworte konnte Aaron aufbringen. Sie sahen sich noch mehrere Atemzüge lang an, der Rotschopf nickte und der Moment war vorbei. Seitdem war Aaron nicht von ihrer Seite gewichen. Und es ging ihr gehörig auf die Nerven.

    Mit den anderen Passagieren hatte sich der Rotschopf nicht unterhalten. Er hatte sie stumm in sein Gedächtnis eingescannt, unbewusst in eine Schublade gesteckt und es dabei belassen. Sollten sich die Wege nicht gleich an der nächsten Insel trennen, würden die Charakterzüge eines jeden schon bald ans Tageslicht geraten. An Konversation hatte Aaron nicht großartig Interesse. Er beobachtete. Wartete ab.

    Wenn der Firebug nicht am Steuer stand, den Kompass im Auge behielt oder den Seegang prüfte, setzte er sich zu Lzzy. enManchmal entfernte sie sich sofort von ihm, als wäre allein sein Geruch eine ansteckende Krankheit. Doch die Momente häuften sich, an denen sie verweilte, ihn kurz ansah... als würde der pinke Schwan wissen, was Ben zu Aaron am letzten Tag auf Dawn angedroht hatte. Und sie akzeptierte stumm.

    Nach endlosen, stummen und langweiligen Tagen bemerkte der Feuerteufel eine Veränderung des Wetters und am Seegang. Das Schiff steuerte wohl langsam festen Grund an. Aaron hatte schon vor Stunden die Vermutung, erhob aber erst bei Sicht seine Stimme. Und läutete damit das Ende der Monotonie ein.
     
  4. Odi

    Odi Pirat

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    Es schien, als habe sich die ganze Welt gegen Odi verschworen. Zuerst wird seine Heimat scheinbar willkürlich von einer fremden Armee verwüstet und dann, als er mit seinem Lehrmeister versucht, diesem nachzugehen, wird nicht nur der einzige Anhaltspunkt bezüglich der Täter von einer scheinbaren Obrigkeit gestohlen. Nein, der besagte Lehrmeister nutzt sogar die erstbeste Möglichkeit, sich seiner zu entledigen und ihn mit einem Haufen undisziplinierter Bastarde - so die vorläufige Einschätzung des Hünen - in eine Nussschale zu setzen und ihn auch noch mit eigenartigen Geschenken zu demütigen. Das erste, was den Bärtigen nämlich aus seinem Seesack anlachte, war eine für die Pranken des Mannes gar winzige Schnecke, die auch noch auf einem übertrieben bunten und offenkundig für Kleinkinder gedachten Bucheinband schlief. Fassungslos holte der Neununddreißigjährige das fünfzig Seiten dicke Beschäftigungsutensil heraus und schlug die erste Seite auf. Dort waren in nordischen Runen verfasste Zeilen seines Meisters zu finden, welche besagten, er müsse unbedingt lernen, die weltweit anerkannte Schrift zu lesen und wenn möglich auch zu schreiben. Dieses Buch enthalte Bilder und die dazugehörigen Bezeichnungen in der allgemeinen Schrift. Die Aufgabe des Grauhaarigen lautete, unter den Bezeichnungen jedes Bildes die Gleiche in nordischen Runen zu schreiben und das dann auswendig zu lernen. Sowas hatte der Grünäugige zuletzt vor 30 Jahren gemacht. Dementsprechend motiviert fühlte er sich dabei. Was er mit der Schnecke anfangen sollte, wusste er nicht und es würde ihm nie im Leben einfallen, eines seiner neuen Crewmitglieder zu fragen, was diese Teleschnecke war und wie man sie benutzt.

    Wichtiger für Odi war aber erstmal, seinen Aufgaben als Zimmermann auf diesem Boot gerecht zu werden. Daher nutzte er das erste Drittel der Reise, um zu schauen, ob irgendwo Reparaturmaßnahmen nötig waren und ob das Seegefährt in irgendeiner Weise Pflege bedürfe. Das war aber zumindest in dem Maß nicht der Fall, wie es der Hüne mit seinen derzeitigen Mitteln zu bewältigen vermochte. Es gab einfach kaum Ausstattung und auch wenn der Zimmermann schon einige Jahre Berufserfahrung vorzeigen konnte, war es eine andere Sache, ein Schiff in Schuss zu halten, wenn es nicht gerade im Trockendock lag. Vorerst blieb ihm keine Wahl, als das Gro seiner Zeit zu nutzen, indem er sich um seine eigene Belange kümmert, wie es eh jeder andere zu tun schien. So beobachtete der Grünäugige seine Nächsten stets, während er selbst damit beschäftigt war, Dirvi zu schärfen oder seine Muskeln durch Training zu stählen. Jeden Versuch der Anderen, mit ihm Kontakt aufzunehmen, ignorierte der Bärtige oder zeigte sein Desinteresse durch offenkundige Ablehnung. Er vertraute keinem von ihnen und das würde sich seiner Meinung nach auch nicht ändern.

    Irgendwann, Odi war gerade dabei, aus zwei leeren Fässern und einem Besenstil eine annehmbare Hantel zu fertigen, welche dann je nach Bedarf durch Füllung angepasst werden konnte, kam der Wolf zu ihm, welchen die weißhaarige Verrückte ihr Eigen nannte und setzte sich stillschweigend neben den Zimmermann. Er nahm sich vor, das Tier zu ignorieren. Aber seiner Erfahrung nach waren alle Wölfe hinterlistige Wesen, die nur auf den richtigen Moment warteten, einem hinterrücks ins Genick zu springen und den letzten Biss zu versetzen. Dass Izumi nicht zu den wilden Wölfen gehörte, die er bisher gejagt hatte, oder vor denen er sich verteidigen musste, konnte der Bjarnisunder nicht glauben. Unbewusst entrann seinen Stimmbändern ein tiefes grollendes Knurren, ähnlich dem eines drohenden Wolfes. Die Fähe reagierte auf diesen Laut zuerst, indem sie hochschreckte und ihren Blick auf den hochgewachsenen Krieger fixierte. Ein weiteres Knurren entfloh dem Nordmann, welches nun auch von animalischer Seite erwidert wurde. Nun richtete der Mann seine grünen Augen auf das Wesen vor sich und wollte ihm gerade einen warnenden Blick zuwerfen, als es plötzlich seinen Kopf herumriss und bellend in Richtung Waschraum rannte.

    Irritiert wegen des plötzlichen Reißaus‘ von Izumi folgte Odi ihr zu besagtem Waschraum und fand dort den Captain, sowie den Typen mit den schwarzen Augen. Beide sahen aus, als wären sie von Izumi bei etwas erwischt worden und alles dann die wahnsinnige mit den weißen Haaren durch die Tür kamen und die beiden versuchten, sich herauszureden, war klar, wobei es sich hier handelt. „Wisst ihr, da wo ich herkomme werden die Männer für sowas zur Strafarbeit verdonnert.“ sagte er zuerst an Victor gerichtet, wandte den Blick dann aber zu Brody herüber und fügte hinzu: „Dabei ist egal, welche Position man sich selbst zuschreibt.“ und sagte dann in ebenso wenig versöhnlichem Ton zu Triane: „Und Du solltest wirklich abschließen.“ bevor er sich umdrehte, um weiter an seiner Hantel zu arbeiten.
     
  5. Brody

    Brody Piratenkapitän

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    Nachdem sein Studium der Körper der weiblichen Crewmitgliedern so rüde von Izumi unterbrochen war, rappelte er sich schnell wieder auf. Balthasar konnte sehen, das Victor den selben Gedanken gehabt hatte wie er. Und sie beide waren etwas peinlich berührt, aber schließlich war das Risiko bei einem solchen Studium erst der Reiz an der ganzen Sache.

    Die Bemerkung von Odi irritierte den frischgebacktenen Kapitän etwas. „Strafarbeit, seit wann ist das denn ein Verbrechen?“

    Bei uns gibt es dafür Strafarbeit, basta brummte der Riese bevor er wieder weg ging. Noch wurde Balthasar nicht schlau aus dem neuen alten Mann der Crew. Irgendetwas schien ihn die ganze Zeit über zu bedrücken. Er würde rauskriegen, was den alten Riesen bedrückte, es wäre doch gelacht wenn er ihn nicht auch mal ein Lachen entlocken könnte. So stand eine neue Challenge in seinem innerlichen Block. Challenge Nr. 1: Vor Victor, Lzzy und Bunny ins Bett bekommen. Challenge Nr. 2: Den alten Riesen zum Lachen zu bringen.

    Da er beim Anziehen der Damen nicht zu gucken durfte, ging er zu seinem Seesack und zog sein altes Shirt aus. Faltete es zusammen und holte sich danach ein frisches Shirt aus dem Sack und zog es an. Er hatte keine Probleme sich in aller Öffentlichkeit umzuziehen, aber es gab ja immer mal wieder Spielverderber. Dann setzte er sich wieder an seinen Platz, an dem er die Zeitung gelesen hatte. Jetzt sah er sich das Bild der Männer die zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden genauer an. Sein Blick ging vom in Richtung Odi, zurück zum Bild und dann wieder zurück zu Odi. „Alter Riese, die Leute auf dem Bild hier sehen irgendwie aus wie du, guck mal“ Mit diesen Worten legte er dem Riesen die Zeitung in Griffweite. Nachdem er dies getan hatte, setzte er sich auf seinen Platz und nahm sein Buch von seinem Gürtel. Er blätterte mehrere Seiten um bevor er einen Stift zückte und etwas auf die leere Seite schrieb.



    Die Überfahrt zur Insel dauerte noch zwei Stunden. Je näher sie der Insel kamen desto mehr sahen sie die Nebelschwaden die über der Insel lagen. Ebenso schälten sich die Steilklippen aus dem Nebel und man sah, dass die Insel sehr grün war. Im ersten Moment gab es keinen geeigneten Landeplatz für das kleine Schiff, so dass Aaron das Schiff entlang der Küste navigierte musste. Nach einer weiteren halben Stunden erreichten Sie endlich eine Hafenstadt. Es schien eine größere Stadt zu sein auf die der kleine Kahn zu segelte. An der Hafeneinfahrt hing ein Schild auf dem „Willkommen in Leam“ stand. Als sie die Hafeneinfahrt passierten sah Balthasar wirklich, das man hier willkommen war, einige Schiffe ankerten im Hafen und eine Menschenmenge war am Kai zu sehen. Und das beste nirgends war das Symbol einer Möwe zu sehen, was bedeutete das keine nervigen Marinesoldaten den Hafen unsicher für ehrwürdige Piraten machten.

    Derweil kam ein Boot in ihre Richtung gefahren. Wohl ein Lotse, der das Schiff einweisen sollte. Balthasar war gespannt, von welchem Menschenschlag der Lotse war, deshalb gab er Befehl die Fahrt zu verlangsamen und half beim einholen des Segels mit.

    Der Bootsführer warf ein Tau rüber, welches Balthasar dann vertäute. Endlich mal was zu tun. Nachdem die beiden Boote miteinander vertäut waren kam ein Mann mit roten Haar und Bartwachs herüber. Gekleidet war in ein gestreiftes Shirt und einer Leinenlose. „Dia daoibh, ihr kommt zu Besuch nach Leam, innit?“ „Ja wir kommen zum Besuch hierher. Welche Bar kannst du vorschlagen um seinen Durst zu löschen.“ „Da wären Mollys Hand's, das Blackhorse oder der Green Leprachaun. Gutes Ale und gute Musik.“ Das hört sich doch super an, dich kann man gebrauchen“ Die Hand des jungen Brody landete auf der Schulter des Lotsen. „Dafür gebe ich dir ein Trinkgeld auf die Landungskosten“ „Das ist sehr nett. Ich werde euch einen Platz zum Ankern zeigen.“

    Es dauerte noch einmal zehn Minuten bevor der Kahn endlich an einem Steg festgemacht hatte und somit bereit war das die Besatzung das Schiff verließ. Balthasar schnappte sich seinen Seesack ging noch einmal zum Lotsen und flüsterte ihm ins Ohr. „Hier Liegegebühr und das Trinkgeld. Währst du so freundlich bei einem Spaß mitzumachen und meinem Schatzmeister einen Streich zu spielen.“ Der Lotse grinste „Sag dem Mann mit dem roten Augen, dass die Liegegebühr noch fällig ist. Und er Sie als Schatzmeister bezahlen müsste.“Mache ich, das wird ein Spaß innit?.

    Jetzt grinste auch der Piratenkapitän, die Leute hier gefielen ihm. Sie schienen eine lockere Lebensweise zu haben. „Leute der Rest des Tages ist frei, morgen treffen wir uns um ein besseres Schiff zu finden. Wer mich sucht findet mich im Green Leprachaun.“