3. Deadman`s Hand

Dieses Thema im Forum "Float" wurde erstellt von Brody, 6. Juni 2018.

  1. Brody

    Brody Piratenkapitän

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    Ein Fischerboot auf dem East-Blue in der Nähe der Insel Float.

    Balthasar wachte mal wieder aus seinem Schlaf auf, der ihm von der allgemeinen Langeweile diese kleines Bootes sowie geschenkt wurde. Der Sonne nach war es wohl gerade Mittag, da sie hoch am Himmel stand. Er wusste nicht genau wieviel Tage vergangen waren nachdem er und seine neue Crew die Insel Dawm verlassen hatte. Es war auf jeden Fall schon mehr als eine Woche vergangen, seit ihrem Aufbruch.

    Sie waren dort mit Orden ausgezeichnet worden für ihre Taten für das Könireich und die Rettung der Silberschwan. Er hatte die Zeromie über sich ergehen lassen, den Orden jedoch nach der Zermonie abgenommen und in seinen Seesack geworfen. Mit diesen Ehrbeweisen konnte er nichts anfangen, schließlich war er Pirat und kein schleimiger Marinesoldat.

    Jetzt befand er sich mitten auf dem East-Blue, auf einem kleinen Boot, dass er sich mit seiner sechsköpfigen Crew teilen musste, sieben wenn man Izumi dazuzählte. Für ihn war Izumi ein zu groß gewachsenes Haustier, aber Bunny konnte sich irgendwie mit dem Tier kommunizieren.

    Gerade wollt er sich die Mütze wieder über die Augen schieben um weiter zu schlafen, da hörte er eine Möwe. Waren sie etwa in der Nähe von Land. Ein Blick verriet ihm das, dies nicht der Fall war. Auf der Reling hockte eine Zeitungsmöwe und suchte jemand, der die Zeitung kaufte. Da ihm sowieso gerade langweilig war, holte er eine Hundert-Berry Münze heraus und bezahlte die Möwe. Diese nickte und flog wieder davon.

    Schnell entfaltete er die Zeitung und fing an zu lesen. Auf der ersten Seite sah er die Überschrift. Piratenkapitän Beauregard `Beubo´ Null tot? Der Artikel ging um den vermuteten Tod des genannten Kapitäns, der anscheinend auf der Grand-Line Insel Senjero gestellt worden war. Er blätterte eine Siete weiter, hie sah er als Artikel: Merkwürdige Ereignisse auf der Insel Carya . Als Unterüberschrift: Mehrer Ritaulmorde verübt.

    Nach weiteren Artikel und einer guten Stunden vertriebene Zeit, legte der junge Brody die Zeitung zur Seite und stand auf. Auf der nun aufgeschlagenen Seite sah man jetzt einen weiteren Artikel mit Bild. Die Überschrift lautete: Neue Arbeiter für Tequilla Wolf. Auf dem dazugehörigen Bild sah man große bärtige Männer in Handschellen, die gerade von einem Schiff herunter gingen oder eher geführt worden. Balthasar spuckte aus in die ruhige See des East-Blue. Er wusste warum er die Weltregierung nicht mochte, Zwangsarbeiter zu benutzen um irgendetwas sinnloses zu bauen, konnte nur der Weltregierung einfalle.

    Er ging Richtung Heck des Schiffes und sah dort Aaron am Steuer stehen, die anderen Mitglieder lümmelten an den Ihnen jeweils genehmen Orten herum. Er nickte ihm zu und lief weiter, da das Schiff nicht besonders groß war, dauerte sein Weg nicht sehr lange. Da er noch nicht richtig wach war drehte er Runde um Runde. Es musste etwas passieren, sonst bekam er noch einen Lagerkoller und dann war er gar nicht zu ertragen. Nach seiner gefühlt zweihundertsen Runde hörte er wieder Möwenschreie, war die Zeitungsmöwe zurückgekehrt. Nein das waren mehrer Vögel, dies konnte nur eins bedeuteten, sie befanden sich in der Nähe einer Insel. Schließlich kam auch der erlösende Ruf von Aaron „Land in Sicht !“ Nun sah er es auch am Horizont schälte sich aus Nebelschwaden ein Umriss, der eine Insel sein könnte. „Dann nichts wie hin“
     
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  2. Triane

    Triane Pirat

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    Die Gruppe hatte Dawn verlassen und es war ein toller Abschied! Der neue König war ein echt netter Kerl und es gab jede Menge zu futtern! Außerdem eine neue Marke für Izumi... der König nannte es zwar Orden und wollte es erst Triane anstecken, aber jetzt an einem Lederband um Izumis Hals sah es doch viel besser aus. Triane konnte auch ihre medizinischen Vorräte auffüllen, hier gab es zwar nicht so tolle Heilpflanzen wie auf Ren, aber Triane fand schon ein paar nützliche Sache. Bandagen, Spritzen, Nadel und Faden und so weiter konnte man ja auf jeder Krankenstation finden, die was auf sich hält, oder zumindest den Marinestandart erfüllt.

    Fürs erste würde Triane also mit der kleinen Gruppe um Mütze reisen, so richtig hatte sie keine Ahnung wer das war, aber zumindest war es eine bunte lustige Truppe, mit der es wohl nicht so schnell langweilig werden sollte.
    Sie war der Arzt in dieser kleinen Runde und machte sich deswegen Notizen über den körperlichen und geistigen Gesundheitszustand ihrer Patienten.

    Da war einmal Mütze selber, er hieß eigentlich Brody, aber er trug immer diese Schirmmütze und legte es damit ja quasi darauf an so einen Namen zu bekommen! Triane konnte über ihn sagen dass er ein netter Kerl war, immerhin hatte er den Posten als König ausgeschlagen und wollte lieber auf die See hinaus fahren! Ob er wohl auch auf der Suche nach irgendwas war? Eine Verwandte Seele auf den Spuren der Götter? … … Wohl eher nicht, aber trotzdem ein netter Kerl! Er schlief viel an Bord und Triane machte sich schon sorgen wegen einer gewissen Thrombosegefahr, oder letargischem Verhaltensmustern, aber im Endeffekt schien Mütze einfach nur lange Weile zu haben.

    Dann war da Vicky, Vicky war kein so netter Kerl, er sah gruselig aus mit seinen schwarzen Augen und Triane hatte gesehen wie er sowohl auf der Silberschwan als auch auf Dawn Leute getötet hat ohne das leiseste Zeichen von Reue... außerdem gab es da diesen Vorfall in dem Hotel an dessen Ende Victor nackig fest genommen wurde. Dennoch war seine Gesellschaft für Tria nicht unangenehm, sie ärgerte ihn gerne ein wenig, weil sie das Gefühl hatte, dass er das brauchte. Sie konnte schon über ihn erfahren dass er, so wie sie selbst, sehr religiös war. Ein Mönch war er aber nicht, also wirklich nicht... überhaupt nicht! Er schien einen Gott anzubeten der Freude an Mord und Blut hatte, ein sehr strenger Gott, von dem Tria zuvor nichts gehörte hatte. Mönch Nakamura hatte ihr über solche Götter und deren Anhänger erzählt, man musste vorsichtig in ihrer Nähe sein und solle sie nicht verurteilen „Ein Kind das von Hass erzogen wird und hasserfüllt wird, ist dennoch nur ein Kind.“ Vielleicht könnte Tria ihm zeigen, dass der Wille der Götter nicht immer mit Blut geschrieben wird? Ansonsten schien Vicky, abgesehen von dieser Augenfärbung Gesund, er schwänzelte ziemlich viel um Lzzy herum, aber das schien normal.

    Lzzy war die Tochter von Ben, aber aus irgend einem Grund war Ben auf Dawn geblieben, das war schade, den, Ben war ein guter Kerl und Tria wäre gerne noch ein Weilchen länger mit ihm gereist. Seine Tochter war etwas anderes, hätte Tria sie mit einem Wort beschreiben müssen wäre das „Zimtzicke“ gewesen. Doch seit dem ihr Vater nicht mehr in ihrer Nähe war war sie viel ruhiger geworden, vermutlich so eine Art Heimweh? Oder doch eine ausgewachsene Depression? Tria hatte lieber ein Auge auf sie, sie verbrachte viel Zeit bei Aaron.

    Aaron war schwer einzuschätzen, er war auch schon auf der Silberschwan dabei und legte wohl gerne Feuer. Tria hatte sich auf Dawn extra wegen ihn mit ausreichend Brandsalbe eingedeckt und ein Buch zur Behandlung von Brandwunden mitgenommen. Er schien psychisch ein wenig instabil, irgendwie sehr müde, Tria überlegte bereits eine passende Diät um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Irgendwas mit viel Vitamin C und Ballaststoffe! Sonst wäre Aaron hier noch der erste der an Skorbut erkrankt!

    Odi stammte, so wie Tria selbst, aus dem North Blue, das machte ihn ein wenig sympathischer. Er war ein großgewachsener Nordmann, so wie sich Tria diese Nordmänner aus den Geschichten von Mönch Nakamura immer vorgestellt hatte, groß, viele Muskeln, Bärtig, eine Axt und so weiter. Triane konnte soviel von ihm Erfahren, dass er jemanden sucht. Die Nordmänner hatten wohl auch eine enge Beziehung zu ihren Göttern, aber Tria glaubte nicht dass Odi der Typ für eine Pilgerfahrt wäre. Abgesehen von den Wunden, die er sich in den letzten Kämpfen zugezogen hatte, war er gesund und er gehörte zu den Leuten die nicht gleich wie kleine Mädchen herum flennen, wenn Tria ihn behandelte... das allein machte ihn schon sympathisch.

    Natürlich war da dann noch Lydia, die stumme Musikerin. Sie war eindeutig viel kräftiger als man es ihr ansah, dennoch machte sich Tria ein wenig Sorgen um sie. Sie spürte immer eine gewiss Traurigkeit um sie herum. Sie konnte wunderschöne Musik spielen, aber wegen einer Verletzung am Hals weder reden noch singen und Tria konnte schnell ausmachen, dass sie sich beim Musik spielen die Lippen bewegte als wollte sie gleich singen, aber sich dann schmerzlich daran erinnerte, dass es nicht ging. Die Wunde am Hals war schon zu alt, da konnte Tria zumindest im Moment nichts machen. Sie überlegte manchmal, dass wenn Mönch Nakamura dagewesen wäre, als das passierte, er ihr bestimmt hätte helfen können und jetzt hätte er zumindest einen guten Ratschlag, ein beruhigendes Wort, ein Licht der Hoffnung das Lydias Geist erhellen hätte können... das einzige das Tria tun konnte, war nach einer medizinischen Lösung zu suchen. Tria war überzeugt, das man Lydia helfen könnte, nur nicht hier und nicht jetzt. Sie mochte Lydia, schon wegen der Musik, aber auch weil Izumi sie mochte, die Fähe und die Musikerin konnten beide nicht reden und hatten so eine Art Beziehung zueinander aufgebaut, die keine Worte brauchte.

    Tria machte sich einige Notizen und ließ Izumi auf dem Boot herum laufen und alles beschnüffeln was sie wollte. Sie spielte ein paar mal mit Brody Karten und hatte schnell das Gefühl bekommen dass er irgendwie tricksen würde. Ein paar mal wollte er auch dass sie um Kleidung spielen, aber er schien nicht so begeistert als sie ihm ihre Socken gab, warum sollte man auch Karten um Kleidung spielen? Einmal hatte Izumi ihn von hinten überrascht und ein paar exta Karten fielen aus Brodies Ärmel, er meinte das wäre nur Zufall und hätte nichts mit dem aktuellen Spiel zu tun, Tria glaubte ihn, aber Izumi hatte seid damals ein scharfes Auge auf ihn wenn er mit Tria spielte.
    Am Abend spielte Tria ein paar mal mit Lydia Musik, das lockerte die Stimmung an Bord und sorgte für allgemeines Wohlbefinden.
    Lzzy war kein so guter Koch wie ihr Vater, aber konnte sich ein paar Sachen von ihm abgucken und ihr Essen tötete zumindest keinen. Tria hätte nicht gedacht, dass sie kochen würde, aber die Trennung von ihrem Vater schien sie dazu zu bringen neues aus zu probieren... vielleicht wollte sie sich auch nur als nützlich erweisen? Tria wollte gar nicht wissen was sie und Aaron in der Küche allein trieben.... DOCH! Eigentlich wollte sie es unbedingt wissen, aber sie wollte auch nicht zu neugierig sein.

    So vergingen die Tage, ruhige Tage, fast schon gute Tage, vielleicht etwas zu langweilig. Tria war gerade dabei ein neues Kapitel in dem Buch über Brandwunden zu lesen als der Ruf einer Möwe sie ablenkte. Sie sah zu dem weißen Vogel, der gerade auf dem Schiff gelandet war und irgendwie kein Stück Menschenscheu zu sein schien.

    „Wir hatten schon eine Weile kein Hühnchen mehr.“ War ihr erster Gedanke und sie sprach ihn auch aus.
    „Halt!“ bei dem Klang der Stimme stellten sich Tria die Nackenhaare auf und ihre Bewegung gefror sofort. Das war Vicky „Ich weiß was du denkst! Und ich sage Halt!“
    „aber“
    „Aus!“
    „Aber Geflügel ist Gesund und“
    „Aus und Sitz!“
    Tria wimmerte ein wenig und setzte sich wieder „Möwe soll eh tranig schmecken“ murmelte sie in ihren Nicht vorhandenen Bart.
    „Das ist eine Zeitungsmöwe, die sind nicht zum Essen da! Guck!“

    Victor deutete auf Brody, der der Möwe ein Geldstück gab und diesem gab ihm dafür eine Zeitung aus ihrer Tasche und flog dann weiter.

    „Hättest du mich machen lassen hätten wir jetzt die Zeitung UND Broiler.“
    „So funktioniert das nicht!“ Vicky seufzte, Tria war manchmal echt anstrengend.

    Tria überlegte sich was sie tun könnte, vielleicht sollte sie ja ein wenig mit in die Zeitung sehen? Aber was kümmerte sie die Zeitung? Nein, es war Zeit für ihr momentanes Lieblingsspiel, Vicky ärgern! Sie schlich sich von hinten an ihr Ziel und hatte ihren Zeigefinger schon mit Spucke befeuchtet, sie konnte sehr nahe Schleichen und machte sich bereit für die Attacke.

    „Hey Vicky, kannst du mir sagen wie spät es ist?“
    „Zeit um Erwachsen zu werden!“ Vicky drehte sich um und schnippte Tria gegen die Stirn, das war ziemlich schnell.
    „IIIIIIIh!“ Tria erschrak und fiel auf den Po
    „Glaubst du wirklich das funktioniert noch bei mir? Werd erwachsen.“
    „Dafür beiß ich dir in die Nase!“
    „Warte, was!?“

    Tria war aufgesprungen, Victor konnte schnell genug reagieren um ihre Zähne von seiner Nase fern zu halten, aber nun kullerten beide übers Deck und Izumi war auch noch irgendwie dazwischen? Aber nur um zu verhindern das Victor ihre Schwester an den falschen Stellen anfassen konnte.
    Die Spielzeit mit Vicky war lustig, aber Tria wusste das man Victor nicht zu viel Ärgern durfte, darum ließ sie ihn in Ruhe nachdem sie zwei mal über das Schiff gekullert waren.
    Sie wusste nicht wie lange es dauern würde bis sie endlich Land sehen würden, Aaron war der Navigator aber konnte noch keine genauen Angaben dazu geben, er vermutete irgendwann demnächst.
    Also musste Tria sich noch irgendwie beschäftigen... aber wie?
    Sie beschloss sich mal wieder zu waschen, Hygiene war wichtig wenn man mit anderen Menschen auf so kleinen Raum auskommen musste.
    Es gab einen kleinen Waschraum auf dem Schiff, mit einem Waschzuber und einen Abort und einen kleinen Ofen um Wasser zu erhitzen. Triane kam dort gleichzeitig mit Lydia an, es schien ihr ähnlich zu gehen wie Tria. Es war nichts dabei den Waschraum zu Teilen, richtig? Im Kloster gab es auch gemeinsame Baderäume und laut den Mönchen war es in Ordnung solange Mädchen mit Mädchen und Jungen mit Jungen waren.
    Also ohne viele Worte zu verschwenden nahm Tria Lydia am Arm und ging mit ihr in den Waschraum.
    Die Musikerin und die Ärztin konnten ihre alte Kleidung in ein Körbchen neben dem Eingang legen. Lydia hatte sogar schon frischen Wechselsachen dabei, soweit hatte Tria gar nicht gedacht! Sie hatte nur frische Tücher für ihre Unterbekleidung. Lydia sah sie tadelnd an.

    „Was denn? Die sind sauber und meine anderen Klamotten sind noch total in Ordnung!“ Izumi Schnüffelte an Trias Kleidung, die am Boden lag, sie jaulte und legte ihre Pfoten auf ihre Nase. „Ach was weißt du denn schon!?“ Tria schnaufte „Na gut... es ist zwar erst morgen Zeit für frische Oberbekleidung...“ Izumi nahm die Sachen in ihr Maul und ging, sie würde schon was zurück bringen, Tria achtete nicht darauf in welche Richtung der Wolf ging.
    Das Gefühl von fließendem Wasser über die Haut war schon immer schön für Tria! Und zusammen mit Lydia ging das auch hier in so einem bescheidenem Waschraum. Sie wechselten sich ab die andere mit gut temperierten Wasser zu überschütten und mit eingeseiften Schwamm den Rücken sauber zu machen. Tria war gelenkig genug um sich selber den Rücken zu waschen, aber manchmal ließ sie sich eben auch gerne etwas verwöhnen, auch wenn es nur solch simple Kleinigkeiten waren, wie eine Rückenwäsche.
    „Uff, ich glaube wir haben zu viel Seife benutzt, so viel Schaum! Schwammschlacht!“ Von draußen konnte man Trias Stimme in dem kleinen Flur hören zusammen mit etwas Lachen und Kichern, für Tria konnte immer Spielzeit sein. Tria hatte Spaß, selbst beim Waschen. „Hey was ist das denn?“ man hörte wieder ein Kichern, diesmal von Lydia „so, so, kitzelig? Na warte!“ Noch mehr kichern und lachen „Hey! Nicht da, das ist nicht fair!“ Beide Mädchen schienen ihren Spaß zu haben.

    Nach einer Weile hörte man aber was von draußen, ein Knurren und Bellen und dann einen erschrockenen Männerschrei!?
    Tria schnappte sich ein Handtuch und bedeckte sich leicht als sie raus sah. Da lagen Mütze und Vicky am Boden und Izumi stand knurrend vor ihnen und auch Odi war da und sah recht grimmig aus.

    „Was ist denn hier los?“ Tria war verwundert.
    „Ich wollte euch nur bescheid sagen das Land in Sicht ist.“ Brody schwitzte, aber nur leicht.
    „Von wegen! Spannen wolltest du!“ beschuldigte Vicky ihn, der genauso schwitzte „Ich hab dich doch erwischt!“
    „Was!? Du bist hier der Spanner!“
    KLEFF! KLEFF! Izumi brachte Ruhe in das Geschehen
    „Was? Aber warum sollten sie das tun Izumi?“
    Jaul, wimmer
    „Aber in dem Waschraum ist doch gar nix interessantes passiert?“
    Jaul, Kleff
    „Das verstehe ich nicht.“
    „Du solltest wirklich abschließen.“ Das war die brummende Stimme des großen Nordländers.
    Tria hatte nicht abgeschlossen nachdem sie Lydia in den Waschraum gezogen hatte? Dafür hatte sie sich eine wohlwollende Erziehungskopfnuss von Lydia verdient!
    „aua!“ eine einzelne dicke Träne der Reue kam von Trias Auge.

    „Warte wie war das? Land ist in Sicht!?“
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2018
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  3. Aaron

    Aaron Pirat

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    Die See beruhigte ihn.
    Der Kahn, auf dem sie alle festsaßen knarzte zwar etwas laut, aber das störte ihn weniger. Er war wieder in seinem Element und konnte kilometerweit über das Wasser sehen. Der Wind, das Salz auf den Lippen, das Brechen der Wellen am fahrenden Bug des Schiffes. Wären die anderen Mitfahrer nicht gewesen, würde er sich pudelwohl fühlen.
    Da war Brody, der sich selbst als Kapitän ernannt hatte. Jedes Schiff brauchte einen Kapitän. Jede Crew brauchte einen Anführer. Doch nicht jedes Crewmitglied würde dies von Anfang an akzeptieren. Vor allem nicht ob Aarons Skepsis nicht. Aber der Feuerteufel folgte ihm. Aus Gründen, die er nicht erklären könnte und auch nicht darüber nachdenken wollte. Es war nun mal so. Er hatte keinen anderen Ort, zu dem er zurückkehren oder als neues Ziel ansetzen konnte. Nun war es so. Auch wenn er nicht ganz damit zufrieden war.

    Der Firebug schielte rüber zu Lzzy. Sie war sehr wortkarg, seitdem die Bande die Insel ohne ihren Vater verlassen hatte. Aaron hatte keinen Schimmer, warum er das getan hatte, wo doch seine Tochter sein größter Schatz war. Er runzelte die Stirn ob der aufkommenden Erinnerung. Ben, der ihn sehr lange angesehen hatte und sich bis auf einen Fingerbreit Abstand vor ihn gestellt hatte. Der Koch hatte ihn mit seinem Blick verschlungen und Aaron sogar etwas Angst dabei eingejagt. "Du sollst auf sie aufpassen. Dich werde ich verantwortlich machen, sollte ihr auch nur ein Haar gekrümmt werden. Dich werde ich wie ein Insekt zerquetschen, wenn ich sie nicht in deiner Nähe auffinden werde. Du wirst sterben, wenn sie stirbt."
    Keine Widerworte konnte Aaron aufbringen. Sie sahen sich noch mehrere Atemzüge lang an, der Rotschopf nickte und der Moment war vorbei. Seitdem war Aaron nicht von ihrer Seite gewichen. Und es ging ihr gehörig auf die Nerven.

    Mit den anderen Passagieren hatte sich der Rotschopf nicht unterhalten. Er hatte sie stumm in sein Gedächtnis eingescannt, unbewusst in eine Schublade gesteckt und es dabei belassen. Sollten sich die Wege nicht gleich an der nächsten Insel trennen, würden die Charakterzüge eines jeden schon bald ans Tageslicht geraten. An Konversation hatte Aaron nicht großartig Interesse. Er beobachtete. Wartete ab.

    Wenn der Firebug nicht am Steuer stand, den Kompass im Auge behielt oder den Seegang prüfte, setzte er sich zu Lzzy. enManchmal entfernte sie sich sofort von ihm, als wäre allein sein Geruch eine ansteckende Krankheit. Doch die Momente häuften sich, an denen sie verweilte, ihn kurz ansah... als würde der pinke Schwan wissen, was Ben zu Aaron am letzten Tag auf Dawn angedroht hatte. Und sie akzeptierte stumm.

    Nach endlosen, stummen und langweiligen Tagen bemerkte der Feuerteufel eine Veränderung des Wetters und am Seegang. Das Schiff steuerte wohl langsam festen Grund an. Aaron hatte schon vor Stunden die Vermutung, erhob aber erst bei Sicht seine Stimme. Und läutete damit das Ende der Monotonie ein.
     
  4. Odi

    Odi Pirat

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    Es schien, als habe sich die ganze Welt gegen Odi verschworen. Zuerst wird seine Heimat scheinbar willkürlich von einer fremden Armee verwüstet und dann, als er mit seinem Lehrmeister versucht, diesem nachzugehen, wird nicht nur der einzige Anhaltspunkt bezüglich der Täter von einer scheinbaren Obrigkeit gestohlen. Nein, der besagte Lehrmeister nutzt sogar die erstbeste Möglichkeit, sich seiner zu entledigen und ihn mit einem Haufen undisziplinierter Bastarde - so die vorläufige Einschätzung des Hünen - in eine Nussschale zu setzen und ihn auch noch mit eigenartigen Geschenken zu demütigen. Das erste, was den Bärtigen nämlich aus seinem Seesack anlachte, war eine für die Pranken des Mannes gar winzige Schnecke, die auch noch auf einem übertrieben bunten und offenkundig für Kleinkinder gedachten Bucheinband schlief. Fassungslos holte der Neununddreißigjährige das fünfzig Seiten dicke Beschäftigungsutensil heraus und schlug die erste Seite auf. Dort waren in nordischen Runen verfasste Zeilen seines Meisters zu finden, welche besagten, er müsse unbedingt lernen, die weltweit anerkannte Schrift zu lesen und wenn möglich auch zu schreiben. Dieses Buch enthalte Bilder und die dazugehörigen Bezeichnungen in der allgemeinen Schrift. Die Aufgabe des Grauhaarigen lautete, unter den Bezeichnungen jedes Bildes die Gleiche in nordischen Runen zu schreiben und das dann auswendig zu lernen. Sowas hatte der Grünäugige zuletzt vor 30 Jahren gemacht. Dementsprechend motiviert fühlte er sich dabei. Was er mit der Schnecke anfangen sollte, wusste er nicht und es würde ihm nie im Leben einfallen, eines seiner neuen Crewmitglieder zu fragen, was diese Teleschnecke war und wie man sie benutzt.

    Wichtiger für Odi war aber erstmal, seinen Aufgaben als Zimmermann auf diesem Boot gerecht zu werden. Daher nutzte er das erste Drittel der Reise, um zu schauen, ob irgendwo Reparaturmaßnahmen nötig waren und ob das Seegefährt in irgendeiner Weise Pflege bedürfe. Das war aber zumindest in dem Maß nicht der Fall, wie es der Hüne mit seinen derzeitigen Mitteln zu bewältigen vermochte. Es gab einfach kaum Ausstattung und auch wenn der Zimmermann schon einige Jahre Berufserfahrung vorzeigen konnte, war es eine andere Sache, ein Schiff in Schuss zu halten, wenn es nicht gerade im Trockendock lag. Vorerst blieb ihm keine Wahl, als das Gro seiner Zeit zu nutzen, indem er sich um seine eigene Belange kümmert, wie es eh jeder andere zu tun schien. So beobachtete der Grünäugige seine Nächsten stets, während er selbst damit beschäftigt war, Dirvi zu schärfen oder seine Muskeln durch Training zu stählen. Jeden Versuch der Anderen, mit ihm Kontakt aufzunehmen, ignorierte der Bärtige oder zeigte sein Desinteresse durch offenkundige Ablehnung. Er vertraute keinem von ihnen und das würde sich seiner Meinung nach auch nicht ändern.

    Irgendwann, Odi war gerade dabei, aus zwei leeren Fässern und einem Besenstil eine annehmbare Hantel zu fertigen, welche dann je nach Bedarf durch Füllung angepasst werden konnte, kam der Wolf zu ihm, welchen die weißhaarige Verrückte ihr Eigen nannte und setzte sich stillschweigend neben den Zimmermann. Er nahm sich vor, das Tier zu ignorieren. Aber seiner Erfahrung nach waren alle Wölfe hinterlistige Wesen, die nur auf den richtigen Moment warteten, einem hinterrücks ins Genick zu springen und den letzten Biss zu versetzen. Dass Izumi nicht zu den wilden Wölfen gehörte, die er bisher gejagt hatte, oder vor denen er sich verteidigen musste, konnte der Bjarnisunder nicht glauben. Unbewusst entrann seinen Stimmbändern ein tiefes grollendes Knurren, ähnlich dem eines drohenden Wolfes. Die Fähe reagierte auf diesen Laut zuerst, indem sie hochschreckte und ihren Blick auf den hochgewachsenen Krieger fixierte. Ein weiteres Knurren entfloh dem Nordmann, welches nun auch von animalischer Seite erwidert wurde. Nun richtete der Mann seine grünen Augen auf das Wesen vor sich und wollte ihm gerade einen warnenden Blick zuwerfen, als es plötzlich seinen Kopf herumriss und bellend in Richtung Waschraum rannte.

    Irritiert wegen des plötzlichen Reißaus‘ von Izumi folgte Odi ihr zu besagtem Waschraum und fand dort den Captain, sowie den Typen mit den schwarzen Augen. Beide sahen aus, als wären sie von Izumi bei etwas erwischt worden und alles dann die wahnsinnige mit den weißen Haaren durch die Tür kamen und die beiden versuchten, sich herauszureden, war klar, wobei es sich hier handelt. „Wisst ihr, da wo ich herkomme werden die Männer für sowas zur Strafarbeit verdonnert.“ sagte er zuerst an Victor gerichtet, wandte den Blick dann aber zu Brody herüber und fügte hinzu: „Dabei ist egal, welche Position man sich selbst zuschreibt.“ und sagte dann in ebenso wenig versöhnlichem Ton zu Triane: „Und Du solltest wirklich abschließen.“ bevor er sich umdrehte, um weiter an seiner Hantel zu arbeiten.
     
  5. Brody

    Brody Piratenkapitän

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    Nachdem sein Studium der Körper der weiblichen Crewmitgliedern so rüde von Izumi unterbrochen war, rappelte er sich schnell wieder auf. Balthasar konnte sehen, das Victor den selben Gedanken gehabt hatte wie er. Und sie beide waren etwas peinlich berührt, aber schließlich war das Risiko bei einem solchen Studium erst der Reiz an der ganzen Sache.

    Die Bemerkung von Odi irritierte den frischgebacktenen Kapitän etwas. „Strafarbeit, seit wann ist das denn ein Verbrechen?“

    Bei uns gibt es dafür Strafarbeit, basta brummte der Riese bevor er wieder weg ging. Noch wurde Balthasar nicht schlau aus dem neuen alten Mann der Crew. Irgendetwas schien ihn die ganze Zeit über zu bedrücken. Er würde rauskriegen, was den alten Riesen bedrückte, es wäre doch gelacht wenn er ihn nicht auch mal ein Lachen entlocken könnte. So stand eine neue Challenge in seinem innerlichen Block. Challenge Nr. 1: Vor Victor, Lzzy und Bunny ins Bett bekommen. Challenge Nr. 2: Den alten Riesen zum Lachen zu bringen.

    Da er beim Anziehen der Damen nicht zu gucken durfte, ging er zu seinem Seesack und zog sein altes Shirt aus. Faltete es zusammen und holte sich danach ein frisches Shirt aus dem Sack und zog es an. Er hatte keine Probleme sich in aller Öffentlichkeit umzuziehen, aber es gab ja immer mal wieder Spielverderber. Dann setzte er sich wieder an seinen Platz, an dem er die Zeitung gelesen hatte. Jetzt sah er sich das Bild der Männer die zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden genauer an. Sein Blick ging vom in Richtung Odi, zurück zum Bild und dann wieder zurück zu Odi. „Alter Riese, die Leute auf dem Bild hier sehen irgendwie aus wie du, guck mal“ Mit diesen Worten legte er dem Riesen die Zeitung in Griffweite. Nachdem er dies getan hatte, setzte er sich auf seinen Platz und nahm sein Buch von seinem Gürtel. Er blätterte mehrere Seiten um bevor er einen Stift zückte und etwas auf die leere Seite schrieb.



    Die Überfahrt zur Insel dauerte noch zwei Stunden. Je näher sie der Insel kamen desto mehr sahen sie die Nebelschwaden die über der Insel lagen. Ebenso schälten sich die Steilklippen aus dem Nebel und man sah, dass die Insel sehr grün war. Im ersten Moment gab es keinen geeigneten Landeplatz für das kleine Schiff, so dass Aaron das Schiff entlang der Küste navigierte musste. Nach einer weiteren halben Stunden erreichten Sie endlich eine Hafenstadt. Es schien eine größere Stadt zu sein auf die der kleine Kahn zu segelte. An der Hafeneinfahrt hing ein Schild auf dem „Willkommen in Leam“ stand. Als sie die Hafeneinfahrt passierten sah Balthasar wirklich, das man hier willkommen war, einige Schiffe ankerten im Hafen und eine Menschenmenge war am Kai zu sehen. Und das beste nirgends war das Symbol einer Möwe zu sehen, was bedeutete das keine nervigen Marinesoldaten den Hafen unsicher für ehrwürdige Piraten machten.

    Derweil kam ein Boot in ihre Richtung gefahren. Wohl ein Lotse, der das Schiff einweisen sollte. Balthasar war gespannt, von welchem Menschenschlag der Lotse war, deshalb gab er Befehl die Fahrt zu verlangsamen und half beim einholen des Segels mit.

    Der Bootsführer warf ein Tau rüber, welches Balthasar dann vertäute. Endlich mal was zu tun. Nachdem die beiden Boote miteinander vertäut waren kam ein Mann mit roten Haar und Bartwachs herüber. Gekleidet war in ein gestreiftes Shirt und einer Leinenlose. „Dia daoibh, ihr kommt zu Besuch nach Leam, innit?“ „Ja wir kommen zum Besuch hierher. Welche Bar kannst du vorschlagen um seinen Durst zu löschen.“ „Da wären Mollys Hand's, das Blackhorse oder der Green Leprachaun. Gutes Ale und gute Musik.“ Das hört sich doch super an, dich kann man gebrauchen“ Die Hand des jungen Brody landete auf der Schulter des Lotsen. „Dafür gebe ich dir ein Trinkgeld auf die Landungskosten“ „Das ist sehr nett. Ich werde euch einen Platz zum Ankern zeigen.“

    Es dauerte noch einmal zehn Minuten bevor der Kahn endlich an einem Steg festgemacht hatte und somit bereit war das die Besatzung das Schiff verließ. Balthasar schnappte sich seinen Seesack ging noch einmal zum Lotsen und flüsterte ihm ins Ohr. „Hier Liegegebühr und das Trinkgeld. Währst du so freundlich bei einem Spaß mitzumachen und meinem Schatzmeister einen Streich zu spielen.“ Der Lotse grinste „Sag dem Mann mit dem roten Augen, dass die Liegegebühr noch fällig ist. Und er Sie als Schatzmeister bezahlen müsste.“Mache ich, das wird ein Spaß innit?.

    Jetzt grinste auch der Piratenkapitän, die Leute hier gefielen ihm. Sie schienen eine lockere Lebensweise zu haben. „Leute der Rest des Tages ist frei, morgen treffen wir uns um ein besseres Schiff zu finden. Wer mich sucht findet mich im Green Leprachaun.“
     
  6. Lydia

    Lydia Pirat

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    Lydia fühlte sich einsam. Ja, es war verrückt immerhin hatte sie sich mit einem Haufen ihr halbwegs fremder Menschen auf engen Raum eingesperrt befunden, aber dennoch fühlte sie sich unglaublich einsam. Es fehlte ihr zu sprechen und es fehlte ihr ihre Familie und zu der Verwunderung der Rothaarigen fehlte ihr sogar Zyria. Lediglich das abendliche Spielen mit der Weißhaarigen hatte das Gemüt der Musikerin etwas aufgehellt. Die Fahrt verlief eigentlich ruhig, bis auf eine kleine Episode im Waschraum, bei der die Männer mal wieder erwiesen, dass man ihnen nicht vertrauen konnte. Lydia war das Ganze mehr als peinlich und sie hatte sich jetzt auch mehr angezogen, als wohl bei der Temperatur angebracht gewesen wäre, doch so fühlte sie sich sicherer. Am liebsten hätte sie den Männern eins übergezogen, aber dafür fehlte ihr Momentan die Motivation. Zu schnell hatte sie schon wieder die Sehnsucht erreicht. Am meisten die nach ihrem Bruder, auch wenn sie ihn nie wiedersehen würde.

    Schließlich legten sie bei der Insel an und die Gruppe bekam Freigang. Das war, naja irgendwie ein Schlag in den Magen für Lydia denn sie wusste so akut gar nichts mit sich anzufangen. Schließlich beschloss sie sich auf die Suche nach einem Teeladen zu machen, vielleicht konnte sie hier so etwas ja finden. Wenn sie die Nase erst einmal über eine schöne Tasse pigmentierten Grüntee halten würde, dann würde die Welt wahrscheinlich gleich nicht mehr so düster auf das Gemüt der Rothaarigen drücken. Eventuell würde sie sich danach auch ein paar Berrys verdienen wenn sie auf der Straße etwas Musik machte. Dafür könnte sie wiederum vielleicht für ihre Mutter ein Buch über die Artenvielfalt der Inseln kaufen. Da würde sie sich bestimmt drüber freuen, vor allem wenn es mal ein Lebenszeichen von ihrem kleinen Mädchen gab. Okay, dass klang nach einem Plan und würde wohl nicht so wirken, als ob die Rothaarige nichts mit sich anfangen wüsste, aber das war ja wieder eine andere Geschichte.


    Währenddessen, im ehrlich zu sein, ein ganz schönes Stück weit entfernt war Lydias Gegenstück, Zyria, in einen heftigen Streit mit den Eltern der Zwillinge verwickelt. „Und wie ich gehen werden! Ja, es war ihre Entscheidung, aber ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass es Lydia da draußen so ganz alleine gut geht! Was ist wenn man ihr etwas angetan hat, wenn sie sich verlaufen hat, oder irgendein Untier sie gefressen hat? Jemand muss ihr hinterher.“, kam es voller Überzeugung vor der anderen. Und schon ging die Diskussion los die ansonsten so ruhige Zyria kam richtig aus ihrer Haut heraus und es war ein hin und her zwischen ihren Eltern und ihr, ehe sie schließlich wutentbrannt ihre Tasche packte und das Haus verließ, wenn man sie nicht verstehen wollte, so würde sie sich eben allein darum kümmern. Wütend dackelte die Rothaarige zum Hafen und heuerte auf dem nächst besten Schiff an, dass sie mitnehmen wollte. Dass sie dabei an eine Gruppe von Kopfgeldjägern geriet war ihr herzlich egal. Sie würde Lydia finden und sie retten um jeden Preis. Auch wenn sie nicht immer die beste Schwester war, konnte Zyria nicht zulassen, dass ihrer Musikerin irgendetwas passierte, sie musste sie beschützen.
     
  7. Triane

    Triane Pirat

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    Eine neue Insel, ein neues Abenteuer, neue Wunder, neue Kämpfe, neue Kulturen und neue Bräuche und vor allem -das wichtigste- neues Essen! Triane stand an Bord des Schiffes und sah sich die Insel an. Das erste was sie sah war der dicke Nebel und dann die hohen Klippen. Für andere war das vielleicht nur eine olle Felswand mit besonders grünem Moos, aber Triane kannte sich mit Pflanzen aus und für sie war das viel mehr! Moos war hervorragend um Wasser zu filtern und auch als Verbandsmaterial und zur Behandlung von empfindlicher Haut. Außerdem bedeutete es dass da Leben in diesem Fels steckte und wohl auch auf der ganzen Insel. Trianes und Izumis Nasen zuckten, weil sie die dichten Wälder bereits riechen konnten, ein reichhaltige Pflanzenwelt, so wie auf Ren. Sie konnte es kaum erwarten mal wieder barfuß über eine Wiese zu laufen, wenn sie einen schönen Baum fand würde sie dort wohl auch meditieren und ein Gebet für Gaia sprechen.

    Das Schiff legte an, es schien so als ob Mütze den Bürokratischen Aspekt der Landung bereits geregelt hätte. Solche Sachen gehörte zu den Inhalten eines Abenteuers, welche den Mönch aus dem Kloster auf Ren nicht interessierten. Triane schnappte sich ihren Seesack und machte sich auf den Weg zur Planke, Izumi an ihrer Seite.

    „Leute der Rest des Tages ist frei, morgen treffen wir uns um ein besseres Schiff zu finden. Wer mich sucht findet mich im Green Leprachaun.“ Waren die Worte von Mütze. Das klang doch nach einem guten Plan, oder? Aber Tria hatte doch so viel Ahnung von Schiffen wie ein Bieber vom Brötchenbacken /mmmmh... Brötchen.../

    Triane wusste nicht was die anderen machen wollten, aber sie hatte ein grundlegendes Bedürfnis, dass gestillt werden wollte, essen. Der Mönch kannte sich kein Stück in dieser Stadt aus also wäre es wohl das Vernünftigste gewesen einfach zu fragen... aber war Triane vernünftig? Zudem kannte Tria eine viel bessere Möglichkeit.

    „Izumi?“ Sie sah zu ihrer Schwester und die wusste bereits worum es ging, dennoch sprach Tria es aus „Essen!“

    Die Fähe reckte ihre zuverlässige Nase in die Luft und inhalierte die Luft von Leam. In erster Linie war da das Salwasser vom Hafen, der Wald hinter der Stadt, dann Menschen und deren verschiedene Gerüche, einige Tiere schienen hier auch zu leben. Izumi bewegte ihren Kopf etwas nach links, dann nach rechts, ihre Nase zuckte bei der Analyse der verschiedensten Düfte, sie hatte die Augen geschlossen und wirkte schon fast schon so als würde der Wind, der ihr um die Nase wehte, sie schläfrig machen. Doch dann sprang sie auf und deutete in eine bestimmte Richtung und lief los, gefolgt von Tria.
    Wie immer war auf Izumis Nase verlass, sie hatte Triane zu einem Spanferkel geführt, bereits knusprig golden gebraten, drehend an einem Spieß, fett und saftig und mit einem runden roten Apfel im Mund. Unter diesem Braten brannte ein Lagerfeuer dass in einer Feuerstelle eingelassen war. Um diese Feuerstelle herum war ein massiver Holzboden auf dem auch hier und da einige Bänke und Tische platziert waren und ein großer Tresen hinter dem Tria etwas ausmachte wie eine Küche, zudem gab es hier auch Wände und Fenster und... /Eeyup, sieht aus als wären wir in einem Wirtshaus gelandet?/

    Wie kommst du denn hier rein!?“ Tria drehte sich um und sah einen Mann mit einer Schürze, den Fettflecken darauf nach zu urteilen vielleicht ein Koch? Das machte ihn sympatisch.

    „Ich“ Um ehrlich zu sein konnte Tria gar keine ehrliche Antwort darauf geben, sie war einfach Izumi gefolgt „glaube durch die Tür... oder ein Fenster?“ sie sah sich um „Oder durch den Kamin?“

    „Was zur- ist das ein Eindringling?“ das fragte ein zweiter Mann der gerade aus der Küche kam.

    „Eindringling?“ Tria drehte sich um, um zu sehen ob da vielleicht jemand hinter ihr war, mit dem die beiden sprachen.

    „Hey man, ich dachte das hier wäre sicher? Das findet nie einer und es kommt eigentlich nie jemand hierher!?“ Es sah so aus als ob die beiden sich gleich streiten würden.

    „Wovon redet ihr eigentlich?“ die beiden sahen zurück zu Tria „Ich dachte wenn jemand in ein Wirtshaus kommt, dann ist er ein Gast und kein Eindringling....... das hier ist doch ein Wirtshaus?“

    es herrschte kurz stille „Natürlich!“ rief der Koch dann „Ein Wirtshaus! Natürlich ist das ein Wirtshaus.“

    „Kein geheimes Rebellenversteck!“

    „Ein ganz gewöhnliches Wirtshaus! Und ich bin Koch!“

    „Und kein Rebel der sich vor der Marine versteckt!“

    „Und er ist Kellner!“

    „und kein Rebel der wegen Spionage gesucht wird!“

    „Alles normal!“

    Wieder stille, fünf Sekunden, zehn Sekunden, eine Minuten, metaphorische Zahnräder ratterten in Trias Kopf und der Schweiß rann den beiden anderen in Strömen herunter. Irgendwas stimmte nicht, warum sollten die beiden extra sagen dass sie keine Rebellen sind? Warum war es hier so leer? Was gab es hier für Rebellen... aber auf der anderen Seite war da ein mega leckeres Spanferkel also...

    „Also doch ein Wirtshaus, Suuuuuuper!“ Tria streckte ihren Daumen hoch, dann zeigte sie auf das Ferkel „Ich will was von dem Schwein da!“ Wieder stille, die beiden flüchtigen Rebellen konnten nicht glauben, dass dieses Mädchen das glaubte... nein sie WOLLTEN es nicht glauben! Keiner ist naiv genug auf so ein Gestammel rein zu fallen. Das war eine Falle, das MUSSTE eine Falle sein. Als das Mädchen sich umdrehte griff der vermeintliche Koch schon das Messer von seinem Gürtel, aber dann sah er den Batzen Geld, den die Blonde aus ihrem Seesack holte. „Ich kann auch bezahlen, das reicht für ein Stück oder? Oder wenigstens der Apfel aus dem Mund?“

    Jetzt wurde es merkwürdig. „Kleinen Moment bitte.“ Der Koch zog den Kellner bei Seite und die beiden tuschelten. Triane nutzte die Gelegenheit um dem Ferkel beim Rotieren zu zu sehen. Die Frau die das Ferkel grillte war nur eine Maid, keine gesuchte Meuchelmörderin und Sprengstoffexpertin der Rebellen. Sie sagte lieber nichts, auch wenn sie verwundert darüber wie jemand seinen Kopf so herum drehen konnte wie Tria.

    „Das ist ein Code oder so.“ der Koch flüsterte „Die kleine ist ein Kurier und soll dem Boss das Geld bringen, wir hatten letztens erst davon gesprochen! Jemand kommt vorbei um das Geld zu bringen, dass wir der Marine abgezogen haben! Damit sollen wir das Material kaufen für.... du weißt schon...“

    „Was!? Meinst du etwa...?“

    „Ja genau!“

    „Ouh verdammt! Und wenn das wirklich nur ein Mädchen mit viel Geld ist, dass denkt, dass sie sich in ein einfaches Wirtshaus verlaufen hat?“

    „Red keinen Quatsch! Welches Mädchen verirrt sich in diese Gegend wo überall unser Zeichen ist und hatt dann auch noch einen WOLF dabei! Das ist das Zeichen von... du weißt schon wem...“

    „Voldemord!?“

    „was!?“

    „Ich meine... vollde das word... wie lautet denn der Code? Was müssen wir jetzt antworten?“

    „Was!? Du hast wirklich den Code vergessen!? Bist du denn dumm Mann!?“

    „T-tut mir leid.“

    „Ich kenne den Code, überlass das mir.“

    Die beiden gingen zurück zu Tria, die sich in hoher Erwartung umdrehte „geht es jetzt los?“

    „Natürlich, tut mir leid wegen der Verzögerung.“ Der Koch räusperte sich „Der Cernunnos ist zu schlau um dem Irrlicht zu folgen.“

    „Wie bitte?“ Tria blickte verwirrt auf die beiden.

    „Eh... kleinen Moment bitte.“ Der Kellner griff den Koch am Ohr und zog ihn mit sich. „Das war das falsche Codeword!“

    „Aber letzte Woche war es noch das richtige! Gibt es etwa ein neues!?“

    Die beiden blickte über Tria hinweg zu der Maid am Grill, aber diese konnte auch nur unwissend mit den Schultern zucken, totalle Verwirrung und Panik, die aber im Stillen bleiben musste.
    Davon bekam Tria nichts mit, sie folgte nur den Bewegungen des Bratens, als wäre sie davon hypnotisiert.

    „Können sie vielleicht noch kurz warten?“ fragte der Koch nun wieder an Tria

    „Na gut... aber macht schnell... ich verhungere gleich, ich bin schon ganz dünn!“

    Die beiden zogen sich zurück, um das nächst höhere Mitglied ihrer Zelle zu finden und das Password heraus zu finden, sichtlich beeindruckt wie hart dieser Kurier hier seine Rolle spielte.
    Triane riss sich von dem Spanferkel los und sah sich weiter um, da war tatsächlich noch jemand. Ein alter Mann mit Robe und Kapuze, Tria sah einen langen grauen Bart und er hatte, so wie sie, einen Wolf bei sich. Doch dieses Tier war fast drei mal so groß wie Izumi und hatte wohl mal tief schwarzes Fell, welches inzwischen war ergraut war, beide wirkte müde und erschöpft, irgendwie traurig. Er zog unter seiner Robe etwas hervor und so wie er sich bewegte hätte Tria schwören können es war ein Messer, aber es war Flöte und er begann zu spielen. Tria konnte sein Gesicht wegen der Kapuze nicht sehen, aber sie sah dass sich seine dünnen alten Finger gekonnt über das Instrument bewegten. Kurz nach dem der alte angefangen hatte begann die Frau am Grill zu singen.
    Tria konnte nicht anders als ihre Okarina hervor zu holen und mit zu spielen als die Frau in den Refrain einstimmte.

    'Liam, 'Liam, bím I gcïnai I do theannta
    'Liam, 'Liam, Tá grá agam don mhuir
    'Liam, 'Liam, 'Liam, 'Liam, 'Liam​


    Sie kannte das Lied, naja, zumindest die Melodie, der alte Jim spielte es immer am Hafen, es erinnerte ihn an das Meer und die Tragik die jeder Liebe beiwohnt /oder so ähnlich?/

    „Liam, Liam...“ sprach der alte und sah direkt zu Tria „ich bin immer bei dir.“

    Ah! ja das wer der Text, Tria erinnerte sich, sie mochte dieses Lied, auch wenn es sie immer etwas traurig machte und sogar einen Seebären wie den alten Jim zum Weinen brachte „Liam, Liam, auch ich liebe das Meer.“

    Stille, einige Sekunden. Der alte Mann war ruhig, seine Hand ruhte im Fell seines grauen Begleiters, kraulte sanft dessen Hals

    „Dann bist du tatsächlich ein Kurier der Rebellen?“

    „Was? Ich bin ein Mönch... und kein Rebell der auf der Flucht ist.“

    Wieder stille, aber nur kurz, dann musste der alte Lachen. Ein altes rostiges Lachen, das klang als hätte er schon lange nicht mehr gelacht. Die Frau am Grill schien schon beinahe geschockt als sie das hörte. Triane lachte einfach mit, keine Ahnung warum, aber Lachen war doch etwas gutes und im Moment hatte sie ja eh nichts besseres zu tun.

    „Setz dich doch, wie lautet dein Name Mädchen?“ er klopfte auf den Stuhl neben sich.

    Tria setzte sich „Mein Name ist Tria... und das ist Izumi.“

    Izumi schnüffelte an dem anderen Wolf, Gerüche sagten Tieren viel mehr als tausend Worte jemals könnten. Die weiße Fähe schien nicht besorgt, als war auch Triane es nicht.

    „Du kommst nicht von hier, oder?“

    „Nope... wir kommen gerade aus Dawn, hab da ein paar Würstchen gegessen, ein Beppo getroffen -aber nicht drann geknabbert- und ein Gefängnis der Marine in die Luft gejagt und wurde zum Kuchenminister!“ Das war eine etwas inakkurate Beschreibung ihres letzten Abenteuers, aber gelogen war es auch nicht... oder nur ein bisschen gelogen.
    Nun kamen auch noch andere durch die Tür, die meisten waren vermummt, mit Kapuzen oder Tüchern, aber die legten sie ab und zogen dafür Instrumente hervor, als würde sie sich auf ein Konzert vorbereiten. /ich hätte Lydia mitbringen sollen, der würde es hier bestimmt gefallen./ Alle Menschen die hier rein kamen wirkten irgendwie erschöpft und gehetzt, aber sobald sie den Geruch des Essens und die Wärme des Feuers um sich hatten, wurden die Gesichter wieder weicher, freundlicher.

    „Ein neuer Freund?“ fragte ein großer als er zu dem Alten und Tria trat „hab dich hier noch nie gesehen... bist du auch ein Rebell?“ Dabei hatte er ein verschmitzt Lächeln auf den Lippen und stimmte seine Guitarre.

    „Ist das hier Slang oder so? Ich bin ein Mönch und bestimmt kein Rebell... aber noch viel mehr bin ich ja jetzt eigentlich Pirat.“ Da riss die Seite von der Gitarre, ein lautes Geräusch ertönte und verhallte in tiefer Stille.

    „Pirat?“

    „Pirat... naja... semi Pirat?“

    „Jungs! Holt die Federn!“

    „Federn!?“
     
  8. Victor

    Victor Pirat

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    Die Aktion in der Dusche hatte nicht ganz so gut geklappt wie es sich Victor gewünscht hatte, weshalb hatte sich Brody nur erwischen lassen müssen? Die Tatsache, dass es eigentlich nicht gehörte liess er mal gekonnt zur Seite. Das war jetzt ja nicht wichtig. Die Situation hatte sich dann auch wieder recht schnell beruhigt und jeder ging seines Weges. Irgendwie war es nicht wirklich ein zusammen bisher, aber das war Victor auch recht, dann konnte er seine Wunden heilen lassen, und hatte Zeit weiter in seinen Studien über die Satanisten und deren Netzwerk zu versinken. Doch auch das kam zu einem Ende, als sie plötzlich land entdeckten. Nicht ganz sicher, ob sich der junge Inquisitor darüber freuen sollte oder nicht, begab er sich an Deck und sah sich das besagte Land an, ausser viel Grünzeug war nicht unbedingt viel zu sehen. Mit ein paar leichten Bewegungen streckte er sich und seine müden Muskeln durch, packte sein Zeug und machte sich bereit.

    Kurze Zeit später waren sie auch schon an Land und jeder schien seinen Aufgaben nachzugehen was mit der Aussage, das sie den Tag frei hätten auch kein Problem war. Jedoch wurde Victor als er vom Schiff verschwinden wollte vom Hafenmeister aufgehalten "Halt, du musst noch den liegezoll bezahlen, sonst könnt ihr hier nicht ankern..." Wobei er offensichtlich fordernd die Hand hinhielt. Leicht verarscht fühlte sich der schwarzäugige schon. Immerhin waren alle anderen schon verschwunden und es blieb einfach an ihm hängen. Mit einer dementsprechenden Mine sah er den Typen an. Vermutlich war das auch einfach ein Test den er bestehen musste. Zahlen wollte er dennoch nicht. Mit einem falschen lächeln auf den Lippen ergriff er die Hand des Hafenwarts. Es wäre so einfach ihn verschwinden zu lassen. Aber naja es gab auch friedlichere Lösungen und genau das war auch sein Ziel. Es hiess ja eh, das sie sich ein neues Schiff besorgen würden, dann würden sie dieses folglich ja nicht mehr brauchen und er hatte alle seine Gegenstände mitgenommen, die wichtig waren. "Gib mir einen Moment, ich muss mich kurz mit meinen Begleitern absprechen." Und bevor der Typ gross was sagen konnte schüttelte er seine Hand und mit einem lächeln verabschiedete er sich schon wieder und liess den Typen einfach am Pier stehen. Wenn sie deswegen das Schiff verlieren würden, dann war es halt so weil Gott es so wollte und wenn nicht, dann spielte es eh keine Rolle. So tauchte er in der Menschenmenge unter. Ohne den perplex aus der Wäsche schauenden Hafenmeister noch einmal eines Blickes zu würdigen.

    Der erste Punkt auf seiner Liste was er alles zu erledigen hatte, war kurz gesagt nach einem örtlichen Schmied zu sehen. Vielleicht konnt er da ja noch etwas lernen. Immerhin hatte es ja recht gut mit den Explosionen geklappt auf der letzten Insel, weshalb sollte er das nicht noch ein wenig ausbauen? Damit könnte man sicher noch verdammt viel anstellen wenn man wusste wie genau. Dementsprechend schlenderte er über den Markt und bog in den ersten Laden ab, welcher sich in diese Richtung speziallisiert hatte. Der Laden an sich war recht schön eingerichtet, sauber ein paar Ausstellungsstücke verteilt in diversen Vitrinen, welche man die Arbeit des Schmiedes gut beobachten konnte. An der Wand hinter dem Tresen ein paar Regale voller Bücher und vorallem viele Rohstoffe, wenn man etwas benötigte konnte man diese hier ohne grosse Probleme auffinden. Interessiert sah sich der junge Inquisitor um und entdeckte ähnliche Sachen, wie die Ideen, welche er bis jetzt auch zumindest einmal gesehen hatte. Aber auch Dinge, welche für ihn komplett neu waren und er sich zuerst einmal daran gewöhnen musste, auffallend waren dabei die kleinen Ampullen voller leicht leuchtender Flüssigkeit. Mit einem dieser in der Hand drehte er sich zum Verkäufer um und fragte diesen "Was ist in dem Ding da?" Wobei er auf die leuchtende Flüssigkeiten in verschiedenen Ampullen zeigte. Der doch schon etwas in die Jahre gekommene war. Mit einem lleicht dreckigen lächeln schritt dieser zu dem jungen Schwarzauge hin "This my man, ist Gilgalad, es leuchtet im dunkeln automatisch." Fasziniert von dieser Sache liess er sich alles genau erklären, auch das man es nicht als Schnapps trinken sollte. Dennoch auch mit diesem kleinen Problem war dies wie geschaffen für ihn. Mit guter Laune deckte er sich mit ausreichend Varianten zu. So konnte er in seiner Werkstatt arbeiten ohne darauf achten zu müssen mit einer Kerze alles abzufakeln. Danach verfiell er in ein seeehr langes Gespräch mit dem Besitzer in folge dessen er, eigentlich viel zu viele Tipps bezühlich explosivem Material und sogar einem Buch darüber wie man mit Kälte arbeiten konnte anstatt mit der Hitze, vielleicht würde es ihm ja eines Tages einmal nützlich sein. Um einige Berry's leichter schritt er aus dem Laden wieder auf die Strasse wobei ihm das Lachen ins Gesicht gemeiselt schien. Er hatte so viel Material bekommen, welche für die nächste Reise über das grosse Nass reichen würde, sogar wenn etwas davon kaputt gehen würde. Als er so durch die Strassen schlenderte genoss er ein wenig die Zivilisation und deren Fortschritt während er sich darüber gedanken machte, wie er sich auf den nächsten Kampf vorbereiten konnte. Der Tag hatte ja erst gerade begonnen, da brauchte er noch keinen fixen Plan was er genau wann machen würde.
     
  9. Aaron

    Aaron Pirat

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    Kaum war das Schiff am Dock festgetaut und die Rampe ausgefahren, rauschte Lzzy in einem Affenzahn an ihm vorbei.
    Mit einem Ruck zog er den letzten Knoten fest und richtete sich auf. Er schnaufte angestrengt.
    Von der „Monotonie an Deck“ ins „Drama an Land“. Aaron konnte nicht einmal seinen Seesack schultern, er ließ einfach alles stehen und liegen und folgte dem pinken Schwan im Laufschritt.
    „Hör auf, mir nachzulaufen“, krähte sie über ihre Schulter hinweg.
    „Wenn du aufhörst, wegzulaufen, gern!“
    Also blieb sie abrupt stehen und Aaron blieb einige Meter vor ihr stehen. Sie funkelte ihm mit bösem Blick entgegen und schaffte es dabei auch noch, dass der Firebug innerlich nervös wurde.
    „Was ist eigentlich dein Problem?“ Sie unterstrich ihre Frage mit einer wirschen Geste und stemmte die Hände in die Hüften. „Brauchst du ein leichtes Mädchen, an dem du deinen Arsch wärmen kannst? Oder an der du deine kranken Fantasien ausleben kannst? Da bist du bei mir an der falschen Adresse“, brüllte sie und ihre Stimme schraubte sich immer höher. „Du bist Schuld, das ich eine riesen Angst auf dieser scheiß Insel hatte und du bist Schuld daran, das Ben nicht mitgefahren ist! In deiner Nähe hat man nichts als Ärger! Also, hau bloß ab!“
    Aaron verschränkte die Hände vor der Brust. Er hörte sich ihr Gezeter an, wenn auch wider Willen. Er wusste, seit sie auf dem Schiff waren, dass irgendetwas in Lzzy rumorte und einfach raus wollte. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Und er hatte keinen Bock darauf sich das anzuhören.
    „Ich habe deinem Vater versprochen, in seiner Abwesenheit auf dich aufzupassen. Egal wo du hingehst, ich werde dir folgen. Mein Leben hängt davon ab. Ich habe keine Lust, mich von diesem Haudrauf-Kerl abmurksen zu lassen.“
    „Das.
    Ist.
    Mir.
    Scheiß.
    EGAL!“
    , buchstabierte sie ihm und stampfte aus reinem Überfluss auch noch mit dem Fuß auf. „Warum glaubt alle Welt, ich sei ein kleines Mädchen, auf das man aufpassen müsste, hä?“ Ihre Nasenflügel begannen zu zucken und ihre Wangen wurden rot. Verdammt, sie sah süß aus, wenn sie wütend war. Dieses Detail behielt Aaron erstmal für sich. Ihm machten andere Dinge Sorgen. Der Druck in seiner Brust war nach der Zeterei Lzzys angestiegen und seine Trommel begann wieder zu rotieren. Er ermahnte sich selbst, blieb also still stehen, stieß einen lauten Atemzug aus und zuckte nur mit den Schultern.
    Beide funkelten sich für einige Zeit an, bis Lzzy knurrend mit den Armen wedelte und weiter stapfte. Aaron – natürlich – hinterdrein.

    Das erstbeste Pub der leuchtend grünen Insel war dem pinken Schwan gut genug. Zufälligerweise war es auch das gleiche, in dem Brody abgestiegen war. „Endlich! Eine normale Menschenseele!“, jauchzte Lzzy und pflanzte sich ohne viel weiteres Kommentar neben den selbsternannten Kapitän. Aaron schnaubte wieder, dabei wissend, dass sie jetzt zumindest beschäftigt war und er sich anderen Dingen zuwenden konnte.
    Etwas drang an seine Ohren, das ihm fast das Herz heraus riss und er drehte sich um. Ein kleiner Mann versuchte nach Kräften, dem Klavier eine klare Melodie zu entlocken, patschte aber auf den Tasten wie ein fünfjähriger.
    „Verzieh dich“, murmelte Aaron. Das kleine Hutzelmännchen machte große Augen, rümpfte die Nase und verzog sich ohne weiteren Kommentar. Der Firebug orderte noch einen starken Drink an der Bar, riss eine neue Packung Zigaretten auf und bezog somit Stellung am Klavier, bis entweder die Kneipe in die Luft flog oder der pinke Schwan seinen Sitz neben Brody aufgab.