3. Deadman`s Hand

Dieses Thema im Forum "Float" wurde erstellt von Brody, 6. Juni 2018.

  1. Odi

    Odi Pirat

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    Es ist wirklich eine Schande, dass manche Menschen nach dem rechtmäßigen Eigentum Anderer greifen, wie nach einer reifen Frucht in Reichweite. Da erklärte sich Odi doch gerne bereit, ein paar Tracht Prügel zu verteilen. Aber apropos Tracht Prügel, gerade war die alte O’Sullivan verschwunden und er hatte sich wieder der Tür zugewandt um in den Laden zu gehen, welcher sich die nötigen Rohstoffe für das Vervollständigen seiner Hantel zu beschaffen, da hörte der Hüne einen kleinen Tumult hinter sich. Eine Gruppe Menschen hatte sich um etwas gesammelt, was von seinem Standpunkt wie eine Schlägerei anmutete. Nichts, was ihn wirklich reizte, sich einzumischen. Dann erblickten die Augen des Zimmermanns aber eine ihm bekannte Gestalt, die sich um das Geschehen herumbewegte und offensichtlich versuchte, einen genaueren Blick auf das Geschehen zu werfen. Auch Victor war ihm ziemlich egal, oder wäre es gewesen, wenn die beiden Männer nicht in der gleichen Crew kämpfen würden. Also schleppte sich der Bärtige widerwillig dort hin und schaute sich selbst an, was dort vor sich ging.

    Was Odi inmitten der Menschentraube erblickte konnte er nicht fassen. Ganz unabhängig davon, dass er Lydia von seiner Crew her kannte, es gehörte sich einfach nicht, als Mann eine wehrlose Frau anzugreifen. Noch schlimmer war aber, in einer Gruppe von drei stark aussehenden Männern eine wehrlose Frau anzugreifen. „Diese elenden Feiglinge mach ich fertig.“ grummelte der Hüne in seinen Bart, während er dem beobachtenden Victor einen ziemlich wütenden Blick zuwarf. Ob dieser das sehen würde war ihm dabei egal. er würde das Schwarzauge schon noch früh genug übers Knie legen. Nun war erstmal anderes zu tun. Ein Mann hielt die Rothaarige hinterrücks fest und bedrohte diese mit einem Messer, während die anderen beiden mit Pistole und Baseballschläger bewaffnet dastanden und wild gestikulierend diskutierten, was mit ihrem Opfer zu machen sei. Es fielen Worte, wie Spion und Marine die dem Zimmermann gar nichts sagten. Im Grunde hörte er auch gar nicht zu, sondern marschierte einfach zielstrebig auf die beiden Typen zu. Bei dem mit der Knarre angelangt holte der Bärtige mit beiden Armen nach hinten aus und ließ diese von links und rechts gegen den Kopf des ahnungslosen Schlägers sausen, worauf dieser zuerst aufschrie und dann mit schmerzverzerrtem Blick und bewusstlos zu Boden Sackte. Daraufhin begannen die umstehenden Personen ebenfalls zu schreien, allerdings in Panik und lösten die Menschentraube auf. Währenddessen drehten sich die beiden anderen Schläger zu ihm um, wobei der mit dem Messer immer noch nicht von der stummen Musikerin abließ. „Ihr solltet sie wirklich loslassen.“ warnte der Neununddreißigjährige, aber die Typen dachten gar nicht daran. Baseballschlägertyp griff stattdessen, einen lauten Angriffsschrei von sich gebend, an. Aber noch bevor der Knüppel auch nur auf Reichweite kam, griff der Braunhaarige die hölzerne Waffe - seine Arme waren einfach viel länger, als die seines Gegenübers - mit der linken Hand, riss sie ihm aus der Hand und packte ihn mit der Rechten am Hals, ohne aber wirklich zuzudrücken. „Ich zähle jetzt von fimm runter. Wenn Lydia bis dahin nicht frei ist, mach ich euch fertig.“ Seine Geisel versuchte vergeblich, sich dem Griff zu entwinden, während Odi den Baseballschläger so weit wie es ihm möglich war wegschleuderte. „fimm“ Nun versuchte der Mann vergeblich, sich durch Schläge gegen Odis Arm zu befreien. fýra „Was wollt ihr Marine Heinis? Lasst uns doch einfach in Frieden!“ schrie der Mann, dem langsam der kalte Schweiß auf der Stirn stand. „trý“ „Nun hilf mir doch!wandte er sich nun an seinen Kumpel, der ebenfalls nervös wurde, aber noch nicht nachgeben wollte, sondern stattdessen seinen Griff enger um Lydia schlang. „tveir“ Ob der Typ überhaupt verstand, welche Zahlen der Krieger in seiner Muttersprache runterzählte wusste er nicht. Aber eins war sicher. Gleich würde der Bastard schwarzsehen. Er hob ihn ein Stück weit vom Boden ab und holte zur Kopfnuss aus. „ess“ Eine mächtige Erschütterung durchzuckte die Schädel, als diese aufeinander knallten und einem von beiden die Lichter ausgingen.

    Ein weiterer bewusstloser Körper sackte zu Boden. Aber Odi stand noch. Ihm brummte der Schädel und ein blutiger Fleck zierte seine Stirn, wobei niemand sagen konnte, wie viel davon sein eigenes Blut war. Unwichtige Details, zweifellos. Nun gab es nur noch Odi, Lydia, Victor - der noch immer auf seinem Aussichtspunkt hockte und beobachtete - und Messertyp, der allmählich zu zittern begann, den Blick aber niemals vom Hünen abwendete. So standen sie da und starrten sich an. Der Schläger fragte sich, wie er aus der Situation heil wieder rauskommen sollte und Odi... der wollte ihm einfach nur an den Kragen, ohne dass es Lydia dabei an den Ihren ging. Ohne darüber nachzudenken begann der Zimmermann wieder mit seiner Angewohnheit, wie ein Raubtier, das an seine Beute wollte, selbige zu umkreisen. Dabei fiel ihm irgendwann auf, dass sich sein Zielsubjekt immer mit ihm mitdrehte und dabei nicht auf seine direkte Umwelt, was ihn schon einmal beinahe das Gleichgewicht über einen rausgebrochenen Pflasterstein im Boden verlieren ließ. Das brachte den Bärtigen auf eine entscheidende Idee. Aber die konnte nur funktionieren, wenn der Inquisitor, wie er sich selbst nannte, mitspielte. Er bewegte sich so, dass der Messertyp sich und Lydia so drehte, dass der Schwarzäugige genau außerhalb seines Sichtfeldes hockte Von da an ging alles sehr schnell. Die Augen der Schützin weiteten sich. Der De Vivar nutzte die ihm gebotene Chance umgehend und schnellte an die Seite von Lydias Geiselnehmer, um diesem von der Seite, ohne dass für sie auch nur den Hauch einer Gefahr bestand, sein Schwert in den Körper zu rammen. Die Frau entwich dem Griff des Schwerverletzten und schnappte sich dessen Messer, um nicht, wie man vermuten könnte, diesem den Rest zu geben, sondern einer Person, die mit einem Gewehr im Anschlag von einem Fenster aus auf Odis Rücken zielte. Keiner außer der Zweiundzwanzigjährigen hatte den Mann gesehen. Das war ihr klar und sie warf das Messer mit aller ihr verfügbaren Kraft durch das Fenster ins Gesicht des feindlichen Schützen.

    Für den Krieger war die Arbeit erledigt. Er sah keinen Grund für überschwängliches Tamtam, nickte nur jeweils in die Richtung seiner Kameraden und drehte sich schweigend um. Keiner war ernsthaft verletzt. Selbst der kleine Schnitt am Hals der Kimonoträgerin war nur ein Kratzer, was der Grünäugige mit einem Blick erkannte. Seien wir ehrlich, wenn die Verletzung ernst wäre, hätte sie niemals mehr einen Wurf dieser Qualität geschafft. Er hielt kurz inne, als er hinter sich Schritte und einen überraschten Laut von Victor hörte. Lydia hatte sich ihm dankbar in die Arme geworfen und knuddelte ihn ganz fest. Der Bjarnisunder schaute nicht hin, hörte aber, dass es keinen Kampf gab und ging weiter. Keine drei Sekunden später wurde ihm aber klar, dass er nicht so einfach davon kommen würde, als sich ein Paar zierlicher Arme von hinten um seinen Bauch schlangen und der Körper einer jungen Frau an seinen Rücken presste. Einen Moment blieb der Mann verdutzt stehen und rührte keinen Muskel. Er hatte keine Tochter und seine Frau hatte ihn nie auf diese Art umarmt. Schon gar nicht, bevor sie sich besser kennengelernt hatten. Beinahe sanft legte der Mondinsulaner seine Pranken auf die kleinen Hände der Violettäugigen, ließ diese kurz verharren, löste dann aber den Griff um seinen Körper und ging weiter, mit einem Lächeln auf den Lippen.
     
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  2. Aaron

    Aaron Pirat

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    Sein Oberkörper beugte sich über den Abhang. Entgegen des Windes. Der See. Vorwärts, weg von seinen Gedanken, die ihn drohten zu ersticken.
    Weiter und weiter, schneller und schneller drehten sich die heißen Nadeln in der Trommel. Unaufhörlich stachen sie ihn dabei in die Lungen, in den Kopf und in die Füße. Seine Nerven lagen blank. Leer waren seine Augen. Sie blinzelten beschwert, sahen dabei über das weite Meer und seine Wellen. Er wollte weg. Sehr weit weg.
    Oder springen. Sehr tief springen.
    Die Schuhspitzen ragten über die Gesteinsspitzen bereits heraus und es war nur ein leichter Schubs oder ein Ungleichgewicht nötig - da würde er fliegen.

    "Was machst du da?" Es war eine leise, vorsichtige Frage. Eine Frage, die ihn nicht erschrecken sollte. Sie lud zum Innehalten ein. Aaron stutzte, drehte sich aber nicht zu der Stimme um. "Ich glaube dir, Aaron", setzte sie nach, wollte Vertrauen aufbauen und ihn weglocken von seinem Vorhaben. "Ich glaube dir, was du mir vorhin in der Kneipe erzählt hast. Lass uns darüber reden. Ich will wissen, woher du kommst."
    Das war das Problem. Woher er kam. Was er verloren hatte. Was sich umgebracht hatte. Was verbrannt wurde. Aaron streckte seine Hand aus, spreizte jeden seiner Finger. Der Ärmel rutschte ihm dabei über die versengte Haut.
    "Es ist nicht so einfach", krächzte er. Der Wind verschluckte jedes seiner Worte. Nicht einmal er selbst wusste genau, was er da von sich gegeben hatte.
    "Wie war das?"
    Nun trat sie hervor, die Stimme. Ihr Körper tauchte in seinen Augenwinkeln auf. Rotes Haar entflammte in seinem Sichtfeld, stellte sich wie eine brennende Barriere dicht vor ihn. Der Firebug trat einen Schritt zurück. Ihrem prüfenden Blick entkam er dabei nicht. "Erzähl es mir." Die heißen Nadeln stolperten aus dem gleichmäßigen Wirbeln der Trommel und rieselten in seine Bauchhöhle.
    "Ich kann nicht", sagte er nur, die Augen weit aufgerissen.
    Sie runzelte ihre Stirn, die Haut kräuselte sich etwas an der Nase. Ihr Mund nur ein schmaler Strich.
    "Es ist mir sehr wichtig, weißt du", begann sie, der Blick nach unten geneigt. Schüchtern. Zögerlich. "Das Schiff liegt mir sehr am Herzen. Aber wenn nicht morgen ein volljähriger O`Malley bei der Testamentverlesung dabei ist, dann geht es in fremde Hände und wird an irgendwelche Verbrecher verscherbelt."
    Was kümmert ihn das Schiff? Was kümmert ihn diese Frau? Was will er hier noch?
    "Ich würde es lieber jemandem geben, der es auf weite Reisen schickt und damit es die weite See sehen kann."
    Seine Füße zwangen ihn, zu gehen. Doch eine Handbewegung ihrerseits machte ihn stutzig und der Kopf befahl ihm, noch kurz zu bleiben. Ihre Hand beförderte ein Stück Papier aus der Jacke. Und das Papier stellte sich als ein Foto heraus. Ein Foto, das Aarons Welt aus den Angeln riss.

    Es wurde dunkler um ihn. Nur noch ein schmaler Horizont erlaubte es ihm, das Foto nicht aus den Augen zu verlieren. Das Papier zitterte im Wind, aber man konnte jede Kleinigkeit darauf erkennen. Sein Vater war ein stolzer Mann gewesen. Mit mächtigem Bart und hoch erhobenen Hauptes. Er war groß, beinahe ein Riese. Sein Lächeln breit und ehrlich. Der Arm war liebevoll um die schmalen Schultern seiner Frau gelegt. Aaron hatte seine Mutter noch nie so glücklich gesehen und doch, genau so hatte sie ausgesehen. Ihre Haare fielen in langen, wogenden Wellen um ihre Schultern, unterstrichen ihr ovales Gesicht. Sie waren genauso rot wie seine.
    Sein Herz wagte es nicht mehr zu schlagen. Aarons Lippen bebten, die Finger griffen vorsichtig nach dem Papier. Ängstlich; hatte er Angst, das es sich einfach zu Asche verwandelte und in dem verdammten Wind zerbröselte und davon flog. Doch nichts dergleichen passierte. Es schmiegte sich in seine Hand. Wie eine papier-gewordene Erinnerung.
    Trevor.
    Da stand er. Mit ihm zusammen. Kein Feuer war in der Nähe. Kein Schmerz, kein Geschrei, keine Tränen.
    Nur er und Trevor. Gemeinsam, wie Brüder es taten, posierten sie vor ihren Eltern und grinsten verschmitzt.

    "Ich habe es zuhause gefunden. In einem alten Foto-Album. Das bist du, nicht?" Sie zeigte auf den Jungen rechts von Trevor. Aaron nickte beklommen. Er bemerkte nicht, das er weinte. Es fühlte sich an, als verdampften die Tränen, kaum waren sie an die Oberfläche geklettert. "Der nächste Erbe wäre dein Vater gewesen", flüsterte sie und die Blicke zwischen den beiden trafen sich.
     
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  3. Brody

    Brody Piratenkapitän

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    2 Tage später


    In den zwei Tagen in denen Brody mit seiner Crew auf der Insel war, hatte er selbst die Stadt auf eigene Faust erkundet und so die meisten relevanten Orte der Stadt gesehen. Das Wetter war nicht so gut geblieben, wie es am ersten Tag gewesen war. Am zweiten Tag fing der Tag relativ neblig an, der Nebel wurde zwar im Laufe des Tages dünner, jedoch verschwand er nicht. Heute war das Wetter sogar noch schlechter geworden, den ganzen Morgen hatte es nur geregnet, so dass er sich zum Trocknen wieder ins Green Leprachaun zurückgezogen hatte, in dem er die letzten zwei Nächte auch geschlafen hatte.

    Während seiner Streifzüge ging er immer wieder die Möglichkeit durch, mit Aarons Hilfe an ein Schiff zu kommen und so endlich seinen Traum richtig leben zu können. Seine Gedanken kreisten um die Frage ob Aaron tatsächlich mit den Leuten auf dieser Insel verwandt sein konnte. Es sprach auf jeden Fall einige Punkte dafür, er musste dies von dem Rothaarigen selbst erfragen, da dieser noch recht verschlossen war und kaum auf ihn zu kommen würde. Auf jeden Fall musste er dies noch vor der heutigen Testamentseröffnung machen, die in 3 Stunden stattfinden würde, wie er ebenfalls auf seinen Streifzügen erfahren hatte. Als erstes musste er herausfinden wo Aaron sich derzeit befand.

    Die Anderen aus seiner neuen Crew hatte er in den beiden vergangenen Tage immer mal wieder gesehen. Triane und Izumi, die scheinbar immer in der Nähe von irgendetwas essbaren zu finden war, Balthasar wunderte sich schon wie die „Ärztin“ seiner Crew ihre Figur halten konnte, bei den Unmengen an Essen, was sie herunterschlang. Lzzy war ihm die meiste Zeit aus dem Weg gegangen, sie hatte wohl derzeit mit Heimweh oder mit ihren Gedanken an ihren Vater zu tun. Da sie auch nicht mit Aaron unterwegs gewesen war, seitdem er vor zwei Tagen aus dem Pub gestürmt war. Vielleicht konnte man Lzzy's Verhalten auch mit Eifersucht erklären, wer wusste das schon Mädchen in ihrem Alter waren generell schwierig einzuschätzen.

    Lydia hatte Abends im Pub musiziert, was bei den Einheimischen gut angekommen war, da die Einwohner ein sehr lebensfreudiges Volk waren und gerne sangen und musizierten. So wechselten sich eher melancholische Melodien von Lydia mit den Trink- und Tanzliedern der Einwohner ab. Die Musikerin bekam viel Applaus für ihr Spiel. Währenddessen sah Balthasar auch Victor, der die Menschen aufmerksam beobachtete, als sei irgendetwas vorgefallen und so als müsse der Inquisitor die Musikerin beschützen. Er hatte für sich vorgenommen, dies Victor oder Lydia in einer geeigneten Stunde mal zu fragen, schließlich sollte man als Kapitän über die Vorgänge in seiner Crew Bescheid wissen. Mit dem Posten als Kapitän kamen halt auch Pflichten mit, die er sich vorher noch nicht ausgemalt hatte.

    Odi war während ihrer Zeit auch durch die Stadt gestreift. Einmal hatte Balthasar beobachten können, wie sich der Hüne auf eine Bank gesetzt hatte und Buch hervorgezogen hatte und dieses angestarrt hatte, als ob er es bedrohen wolle, damit es ihm sein Wissen preisgibt. Dies hatte der junge Brody sehr amüsant gefunden. Als der Nord ihn jedoch gesehen hatte, schloss er das Buch und ging seiner Wege.

    Er wollte gerade vom Barhocker aufstehen, auf dem er sich die den letzten Tagen öfter bequem gemacht hatte um nach Aaron zu suchen, als die Tür aufging und der Vormund der jungen O'Malley mit einem suchenden Blick in den Pub kam. Doch scheinbar fand er nicht das Objekt oder die Person , die er gesucht hatte und wollte wieder aus der Tür verschwinden, als sein Blick auf dem jungen Brody fiel.

    „Hey ihr“ Balthasar zog eine Augenbraue hoch und musterte den älteren Mann. „Meint ihr mich“ „Ja“ „Dann sagt das doch gleich.“ Jetzt war der Vormund an der Reihe verdutzt zu blicken. „Balthasar angenehm“ Der Pirat steckte seinem Gesprächspartner seine rechte Hand hin. Er hatte in den Tagen gemerkt, dass das Völkchen hier auf der Insel relativ aufgeschlossen gegenüber Fremden waren. „Brendan, sehr erfreut.“ Er hatte sich wieder gefangen. „Ihr seid doch vor zwei Tagen hier angekommen.“ „Ja und?“ Wieder ging eine Braue nach oben „Dann seid ihr doch auch mit dem jungen Klavierspieler, hier angekommen.“ „Ja, und weiter?“Ich muss mit ihm sprechen, wisst ihr zufällig wo ich Ihn finden kann? Es ist sehr dringend.“Das trifft sich doch gut, ich wollte in auch gerade suchen gehen. Wieso ist es euch so wichtig ihn zu finden?“ „ Es ist, es ist, vielleicht hab ich ihm ein klein wenig unrecht getan. Er könnte doch tatsächlich ein volljähriger Verwandter des Verstorbenen sein.“ „Das klingt doch super, ich werde mein bestes tun ihn mit eurer Hilfe zu finden.“ Balthasar stand jetzt von seinem Stuhl auf und ging zusammen mit brendan nach draußen um den Firebug zu finden. Der Tag begann sich langsam zu verbessern. Ein Grinsen huschte über das gesicht des jungen Piraten als er in den Regen hinausging.
     
  4. Triane

    Triane Pirat

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    Matthew Gallagher wahr ein Notar, ein Anwalt, ein Mann des Rechts, Recht und Ordnung und Bürokratie. Solche Männer waren auf Float außerhalb der Marine eher selten, darum hatte Matthew immer gute Arbeit.
    Diese Arbeit befasste sich meistens mit einfachem Papierkram, Steuerangelegenheiten, das erstellen von Urkunden und Wertpapieren und Testamenten. So ein Testament sorgte schon gerne mal für Streit unter den Erben aber nur selten uferte das so aus wie zwischen den O'Malleys und den O'Sullivans. Dabei ging es gar nicht um so viel, das Problem war nur, dass beide Familien eine kritische Masse an Sturköpfen enthielten, das war zumindest Matthews Erklärung dafür.
    Er hatte schon daran gedacht sich einen Leibwächter für diese Zeit an zu schaffen und nun hatte er auch noch einen völlig gratis bekommen?
    Das Mädchen war nicht von hier, sie war noch erstaunlich jung und behauptete Arzt zu sein. Triane entsprach aber aus der Sicht von Matthew überhaupt nicht dem Bild eines Arztes, eher dem eines Rüpels und Schlägers. Sie war jedoch hartnäckig und nahm ihre Aufgabe ernst, sie folgte ihm auf Schritt und Tritt zusammen mit ihrem Wolf.
    Matthew war viel unterwegs, viele seiner Klienten konnten das Haus nicht mehr verlassen, darum musste er zu ihnen kommen. Triane war auch dabei immer bei ihm, das war mal eine schöne Abwechslung nicht immer allein unterwegs sein zu müssen, zudem konnte der weiße Wolf mit zwei Satteltaschen ausgerüstet die ganzen schweren Papiere und Akten von Matthew tragen, das war schon praktisch.
    Triane war auch ziemlich gesprächig und an dem was sie erzählte erkannte Matthew schnell dass ihr ein gewiss Maß von Naivität inne wohnte, zudem hatte sie ein Vertrauen in die Götter, wie man es hier sonst nur bei den Druiden fand. Eine weitere erstaunliche Fähigkeit dieses Mädchens war es, ständig was zum Essen dabei zu haben! Egal wo sie hingingen, Triane kaute auf irgendwas essbaren herum und langte bei den Hauptmahlzeiten immer noch kräftig zu.
    Sie schlief auch bei ihm! Oder besser gesagt auf dem Sofa unten im Büro. Natürlich läge es in der Natur vieler gesunder junger Männer solch eine Situation aus zu nutzen, aber Izumi, die Fähe an Trianes Seite, wachte über sie wie die Oberschwester in einem Nonnenkloster.
    Nach den zwei Tagen war ihm die blonde Göre schon irgendwie ans Herz gewachsen, es machte ihn schon fast traurig als sie zum letzten mal zusammen frühstückten.
    Matthew war noch dabei sein Frühstücksei auf zu schlagen, während Tria schon ihr zweites Brötchen mit Marmelade gegessen hatte.

    „Also heute ist diese Testamentseröffnung?“ Triane fragte das obwohl ihr Mund voll war.

    „Oh ja, ich bin froh wenn das vorüber ist.“

    „Und worum geht es dabei? Ich meine, da sind zwei Familien und die gehen sich an die Gurgel, das macht man doch nicht für nichts? Hatte der alte mann vielleicht eine riesige Speisekammer voll Fleisch!?“

    „Eigentlich nichts besonderes, die Großzahl der Vermögenswerte sind bereits verwaltet und schienen von Anfang an klar verteilt, Ersparnisse, Immobilienwerte, Kleingut und so weiter... es gibt da jedoch einen herausragenden Vermögenswert, ein Schiff.“

    „Ein Schiff?“

    „Ein Schiff.“

    „Aha?“ dabei griff sich Tria das nächste Brötchen „Warum soviel Ärger wegen einem Schiff?“

    „So ein Schiff ist ungemein Wertvoll, immerhin kann man auf dieser Welt nicht ohne reisen.“

    „Na ja, ich glaub das ergibt Sinn.“

    „Oh ja. So ein funktionstüchtiges Schiff kann nicht nur einen hohen Geldwert haben, es ist auch ein Statussymbol. Es bring Einfluss und kann als Geldquelle dienen, wenn man es vermietet oder für seine eigenen Zwecke nutzt. Na ja, ich nehme an, wer auch immer das Schiff bekommt, wird es einfach an die Marine verkaufen, die kaufen zur Zeit alles was sie umrüsten können.“

    „Wow, kein Wunder das Mütze so eines haben will.“ Triane überlegte kurz „Ich hab versprochen darauf auf zu passen, dass die Leute sich wegen diesem Schiff nicht gegenseitig umbringen.Jetzt verstehe ich wenigstens warum sie das tun würden... also wer soll das Schiff kriegen?“

    „Das kann ich dir nicht sagen... selbst wenn ich es wüsste, wäre es mir nicht erlaubt es jemanden zu sagen, das gehört zu meiner Arbeit. Darum ja das Testament, darin steht alles, es sind die letztens Wünsche eines Toten und die sollten respektiert werden.“

    „Oh, das kenne ich! Darum feiern wir auf Ren den Tag von Yang, an dem wir die Toten ehren und... aber ja doch!“ Triane sprang auf und schlug auf den Tisch. Matthew erschrak dabei sehr und fiel beinahe vom Stuhl. Izumi war das schon gewohnt und schnappte sich einfach nur mit geisterhafter Eleganz das Stück Wurst, dass dabei vom Tisch fiel. „Ich dachte Gaia hätte mich hierher gebracht, wegen dem ganzen Grün... aber in Wahrheit war es Yang. Und du bist einer seiner Boten.“ bei dem Wort „du“ setzte sie ihren Zeigefinger auf Matthews Nasenspitze.

    „Es tut mir leid, aber ich kenne niemanden mit diesem Namen.“ jetzt hatte Matthew schon ein wenig Angst vor Triane.

    „Aber es ist doch so klar, du arbeitest doch für die Toten“

    „Triane, dass ist nur ein kleiner Teil meines Berufs.“

    „Humbug!“ Triane nahm ihren Finger wieder zurück und setzte ihr Grinsen auf „Die Götter haben mich hierher geschickt... vielleicht... sind sie ja doch mit Mütze... Ich hätte es früher erkennen müssen, Immerhin ist Vicky ja das Ebenbild von Humpigie, dem Geist der Gewaltsam herbei geführten Tode.“

    „Ist alles in Ordnung bei dir?“ Der erste Schrecken war verflogen und so langsam sorgte sich Matthew ein wenig um Triane.

    Triane lächelte, sie nahm sich eine Serviette und wischte sich den Mund ab „Alles ist super! Ich hatte schon fast Angst, dass ich den Weg der Götter verloren hätte, dass Mütze vielleicht gar nicht in die richtige Richtung geht, aber wie es scheint bin ich aus einem guten Grund hier. Ich werde mein Wort halten und dabei helfen den letzten Wunsch der Toten zu erfüllen und den Weg nehmen, den Yang mir weißt.“ mit diesen Worten verließ Triane die Küche.

    Matthew folgte ihr etwas zögerlich und sah wie sie in seinem Büro die dunklen violetten Vorhänge vom Fenster zog und sich als Umhang um die Schultern warf. Zudem nahm sie einfach eine der Lykan-Masken von der Wand, die waren damals ein Geschenk von einem Jäger, dem er damit geholfen hatte Land für seine Jagt Hütte zu erwerben. „Bitte sei vorsichtig damit! Die haben einen hohen Emotionalen Wert.“

    „Die Stinken wie nasser Hund von innen.“

    „Streng genommen ist das ja auch nasser Hund von innen...“

    „Na ja... wenn ich als Bote für Yang, Gott der Toten, unterwegs bin, muss ich entsprechend gekleidet sein, also brauch ich eine Maske... das wird schon funktionieren.“

    Nach Zwei Tage Bekanntschaft kannte Matthew Triane gut genug um zu wissen, dass er nicht mehr genug Zeit hatte ihr das aus dem Kopf zu reden „Krieg ich meine Vorhänge und die Maske wenigstens wieder wenn wir fertig sind?“

    „Oh? Natürlich, ich bin sicher Yang braucht meine Dienste nicht lange.“

    „Fein... okay... aber wir müssen langsam los... bist du dir sicher dass du das anhaben willst?“

    „Ja natürlich.“ /Ich frag mich ob man mich so überhaupt erkennt?/
     
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