VIII. Ich will keinen Mann!

Dieses Thema im Forum "Ondaron" wurde erstellt von Yukiko, 13. Mai 2018.

  1. Akataja

    Akataja Pirat

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    Akataja wollte wirklich jagen gehen, er war sich sicher er könnte noch einmal so einen Berg Fleisch wie in der Wüste fangen, aber Tanith hatte ihn etwas verunsichert. War es wirklich wichtig wie die Beute erlegt wird? Könnte ein falscher Schnitt das Fleisch ungenießbar oder sogar giftig machen? Würde er seine Freunde in Gefahr bringen? Das warf ein ganz neues Licht auf die Sache, trotzdem war er jetzt noch mehr motiviert, wegen Tanith! Er konnte da einen selbstgefälligen Unterton hören und selbst wenn Tanith nicht grinste, konnte Taja da ein Grinsen sehen. /oooouh, ich werde es ihm zeigen und wenn ich/ aber er konnte den Gedanken nicht zu ende führen, weil plötzlich jemand ins Lager stürmte.
    Taja hatte schon vorher die hastigen Schritte, das knacken im Unterholz und das Flatten gehört und hatte die Hand instinktiv an der Waffe, aber er entspannte sich wieder als er den Eindringling sah. Eine alte unkoordinierte Frau und eine Eule, er behielt die Hand am Schwertgriff, aber entspannte sich etwas. Taja hatte noch nie eine weiße Eule gesehen und musste an eine der Geschichten seines Onkels denken, über Eulen und ihre Funktion als Boten für Gute und Schlechte Neuigkeiten.

    Und dann war da noch die Frau, sie war unheimlich aufgeregt, wegen ihrem Sohn der auf so eine Art Selbstmordwolfsjagt gehen sollte. Sie fragte nach Hilfe und der erste der reagierte war Ark, der junge Blondschopf sprang mit beeindruckender Geschwindigkeit und anscheinend auch ohne den Hauch eines Plans in den Dschungel und war so schnell außer Sicht und Hörweite, dass ihn keiner aufhalten konnte. Taja war sich jedoch sicher, dass wenn jemand so einen Alleingang in einen unbekannten Dschungel überleben würde, dann Ark /Oder er wird komplett wahnsinnig und fängt an Bäume zu imitieren, Schmetterlinge zu essen und verlernt die menschliche Sprache... naja, eine von zwei Möglichkeiten./
    Taja blieb ruhig. Er versuchte sich erst mal einen Reim auf die Situation zu machen, sie waren gerade erst hier gelandet und eine völlig fremde Person bat sie um Hilfe, eine Person die verzweifelt war Leute zu fragen, die sie noch nie getroffen hatte und die bewaffnet waren. Konnte das eine Falle sein? Aber niemand wusste das sie hier waren, oder? /eigentlich sollte auch niemand wissen, das wir auf Sanjero waren, trotzdem waren Sterling und seine Leute bereits dort./
    Auf der einen Seite wollte Taja wirklich helfen, eine arme alte Frau, ein Kind in Gefahr, das war der Stoff aus dem Helden gemacht werden, aber er war dennoch misstrauisch. Er überließ diese Entscheidung gerne dem Kapitän.
    Yukiko brachte in Erfahrung wie in etwa der Junge aussah, aber leider schien es keinen Hinweis darauf zu geben wo genau er war. Es gab jedoch einen Plan, einen mit Leuchtraketen. Yukiko stellte zwei Teams auf, sie würden sich aufteilen und nach Ark und dem Jungen /verdammt! Ich hab seinen Namen schon wieder vergessen!/ suchen. Im Idealfall hätte Ark den Jungen bereits und sie würden beide zusammen finden! Jeder bekam eine Leuchtrakete mit, ein Signal um den Fund mitzuteilen und eines um nach Hilfe zu rufen /Wir brauchen Teleschnecken. Manchmal vermisse ich die gute Organisation der Marine, wir hatten immer Teleschnecken! Wenn wir das nächste mal die Möglichkeit dazu haben sollten wir uns wenigstens zwei Teleschnecken besorgen./

    Taja blickte auf seinen Kompass, glücklicherweise funktionierte er hier auf der Insel /Wir dürfen uns nicht verlaufen./ er zog zudem eine Rolle Papier und einen Bleistift hervor als er mit Wavami losging /Warum bekommt sie die Leuchtraketen? … vermutlich weil es fliegendes Feuer ist und wir hier in einem Gebiet voller brennbarer Sachen sind... ja... ich würde wahrscheinlich die ganze Insel abfackeln./
    Aka überließ Wavami den Vortritt, im dichten Dschungel rechnet er nämlich eher mit einem Angriff von hinten als von vorne.

    „Also wohin laufen wir eigentlich?“ fragte Wavami nach einer Weile, die Frage war berechtigt, einfach nur planlos in den Dschungel zu laufen war sehr gefährlich. /außer vielleicht für Ark.../

    „Wir laufen einfach immer weiter gerade aus... wenn wir auf das Meer treffen oder den Dschungel verlassen, entscheiden wir uns für eine andere Richtung, bis wir auf jemanden treffen oder ein Signal bekommen.“ Taja erklärte das eher nebenbei, während er mit dem Bleistift auf die Schriftrolle kritzelte und alle drei Schritte nach vorn sah und alle fünf Schritte auf den Kompass.

    Wavami sah natürlich was er da tat, wurde aber nicht ganz schlau daraus, warum fing der Schwertkämpfer gerade jetzt damit an herum zu kritzeln? „Und was machst du da genau?“

    „Ich fertige eine Karte an, damit wir uns nicht verlaufen und besser orientieren können.“

    Bewegten sich die Augenbrauen der Fischfrau kurz nach oben? Taja sah es nicht genau, für diese Arbeit musste er sich sehr konzentrieren „Wie machst du das denn?“

    „Vor unserer Landung konnte ich einen kleinen Blick auf die Insel werfen und in etwa abschätzen wie groß das hier ist, jetzt brauche ich nur unsere Schritte zu zählen und darauf zu achten wo wir lang laufen und auffällige Dinge skizzieren die wir unterwegs sehen, als Navigationspunkte.“

    „Auffällige Dinge?“

    „Ja... wie zum Beispiel der große Stein vorhin der wie ein Gesicht aussah, Flüsse und so weiter.“ Taja blickte auf, als Soldat und Navigator waren das Fähigkeiten die er beherrschen musste, oder er wäre nicht gut um sich so bezeichnen zu können /außerdem ist es so viel leichter Augenkontakt zu vermeiden und peinlichen Gesprächen über Fischeier auszuweichen./

    Wavami warf einen kurzen Blick auf die Karte, tatsächlich war sie für eine hastige Skizze recht genau und man konnte die beschriebenen Orientierungspunkte tatsächlichen erkennen. „Wo hast du das denn gelernt?“

    „Bei der Marine.“ Meinte Taja ruhig „Ich war Fähnrich bei der Marine im Souht Blue, die anderen habe ich erst kennen gelernt als ich da ausgestiegen bin.“ er blickte kurz auf und sah durch das Blätterdach über ihnen, der Tag an dem er von Ark auf Noträdam umgeworfen wurde kam ihm mittlerweile so unheimlich lange her vor. „Ich habe gelernt wie man ein Schiff steuert und es navigiert, weil es mir als sehr wichtig vorkommt, um auf hoher See zu überleben, zudem steigt man als Navigator leichter im Rang auf... als Leutnant hätte ich das denn vielleicht anderen überlassen und mich mehr auf das Schwert konzentriert.“ er schüttelte kurz den Kopf, aus dem Nähkästchen zu plaudern war sonst gar nicht seine Art und er wollte eigentlich auch schon lieber den Mund halten, aber Wavami schien ihm immer noch zu zuhören „Vermutlich war es besser, dass ich auf den Kapitän und die anderen getroffen bin, in der kurzen Zeit in der wir zusammen auf See sind, komme ich mir viel wertvoller vor als in all den Jahren bei der Marine... Ich fühle mich irgendwie... einfach mehr wohl.“

    Wavami schien etwas antworten zu wollen, aber Taja hörte ihr nicht zu. Ein entferntes Geräusch hatte seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, es klang irgendwie wie Galoppieren, aber nicht wie von Pferden, zudem konnte er es bald mit einem leichten Zittern im Boden kombinieren. Ohne weiter Zeit zu verschwenden packte er Wavami und nahm sie auf seine Arme „Hey! Finger da weg!!“ mit einem Sprung war er auf einen größeren Stein mit ihr und mit einem zweiten Sprung waren sie auf dem Ast von einem dieser absurd großen Bäume.
    Nicht zu knapp, denn kurz darauf wälzte genau da, wo sie vorher standen, eine Herde Straußenartiger Laufvögel entlang, mit einem beeindruckenden Tempo! Sie schien vor irgendwas zu fliehen, denn sie erschienen Taja geradezu panisch! Einige rammten sogar den Baum und jeder Aufprall ließ den Baum etwas erzittern. Der Schwertkämpfer bemerkte schnell, dass der Ast auf dem er und Wavami standen bald brechen würde.

    „Schnell! Da hoch!“ er deutete auf den nächsten Ast und half Wavami noch dort heran zu kommen, bevor der erste Ast brach und zusammen mit Taja stürzte. Aka konnte sich noch an dem halb gebrochenen Ast festhalten, knallte gegen den Baumstamm, fiel in einen Busch und konnte sich noch wegdrehen um nicht zusammen mit dem Busch zertrampelt zu werden. Er sprang noch rechtzeitig auf um dem nächsten Vogel aus zu weichen, wurde danach aber erwischt und ging beinahe wieder zu Boden. Den nächsten Vogel sah er aber kommen und rammte diesen dann einfach bei Seite, glücklicherweise war dies aber auch der letzte Vogel. „Irgendwas hat sie in Panik versetzt...“ er blickte auf seine Karte, diese Vögel kamen weder aus der Richtung des Lagers, noch aus der, in der sie unterwegs waren und auch das Schiff schien sich auf keiner Linie mit ihnen zu kreuzen „Ich schlage vor wir gehen dahin wo die herkamen und schauen uns das an... ich tippe auf Raubtiere oder jäger, beides könnte uns zu dem Jungen führen.“

    Aber Wavami schien so als ob sie gerade noch etwas ganz anderes beschäftigte.
     
  2. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Nachdem dieser Feuerball aus ihrem Rachen kam, dicht gefolgt von einem Zunderhaufen mit glimmender Feuerflocke lag Ebony ausgekockt auf dem Waldboden und sah nur schemenhaft was um sie herum passierte. Poca erzählte irgendwas...wahrscheinlich das ihr Sohn in Gefahr war. Eine Frau mit irgendwas rotem auf dem Kopf schien sich zu ihr zu bewegen und der Typ der sie mit der Feuerflocke vom Himmel geschossen hatte schien weg zu sein. Dann aber setzte sich irgendwas braunes vor ihr Sichtfeld. Nach ein paar mal Blinzeln erkannte die Teufelsfrau das es eine Frau war, mit Flecken auf der Haut und einem Schwanz.
    Ist sie ein Modi?
    Ich werde dir nichts tun, alles ist gut.
    Dabei streckte die Frau die Hand aus und griff langsam in Ebonys Federn um sie vom Boden, auf ihren Schoß zu heben.
    Was ...macht sie da?
    Da begann Die Fischfrau auch schon die Eule nach Verletzungen zu untersuchen.
    Ehm...
    Etwas irritert ließ sie es über sich ergehen..wie jeder Flügel einzeln ausgebreitet wurde, jedes Bein betastet wurde.. doch dann ging sie an die Schwanzfedern , die Augen wurden größer und die Eule drehte augenblicklich den Kopf um 180 Grad und versuchte Wavami anzufiepsen..am Hintern lässt man sich schließlich nicht von Fremden begutachten... doch es kam nur Qualm und ein sehr klägliches krächzen aus ihrem Schnabel. Doch die Fischfrau schien nun beruhigt zu sein, das das Tier sich nichts großartiges getan hatte und hielt ihr ein Stück Brot vor den Schnabel.
    Das wird dir sicher helfen, hab keine Angst.
    Was ist da an dem Brot dran?
    Behutsam reckte Ebony den Kopf etwas nach vorn und roch an den zerstampften Kräutern.
    Vielleicht ist das Gift? Nein ich denke nicht dann hätte sie mich am Boden einfach treten können anstatt zu schauen ob ich mir was getan hab..
    Nocheinmal roch sie daran.
    Riecht nicht bitter oder sauer...vielleicht ist es auch nur Medizin. Das würde zumindest die Fummelei vorhin erklären. Das würde bedeuten sie ist sowas wie eine Ärztin
    Vorsichtig öffnete Ebony den Schnabel und nahm ein kleines Stück von dem Brot. Als sie es runter schluckte spürte sie sogeich eine Linderung in ihrem Hals . Kurz darauf machte sie sich über das restliche Brot her und das qualmen aus ihrem Schnabel klang nun auch endlich ab. Mit sichtlich erleichtertem Gesichtsausdruck lehnte sich die Eule auf dem Schoß der Fischfrau zurück und lies sich kraulen um sich etwas zu erholen. Doch kurz darauf kam der Mann mit dem Gewehr und hockte sich mit Abstand vor die Teufelsfrau. Er schien sich vollends auf sie zu Konzentrieren und schien den Rest seiner Umgebung geradezu auszublenden.
    Sie scheint an Berührungen gewöhnt zu sein. Ich würde darauf tippen, dass sie mal das Haustier von irgendwem gewesen ist. Zumindest würde sie mit dem Gefieder hier im Wald unmöglich überleben, viel zu hell.
    Mit einem inneren Augenrollen sah sie den braunhaarigen Schützen an, und ließ das Gewehr, welches über seine Schulter ragte nicht aus den Augen.
    Wenn du wüsstest wo ich überall überleben kann Sherlock...wenn man mich nicht grade mit so einem Teufels Ding bewirft ! Wobei... bevor ich hier abhaue muss ich unbedingt welche davon mitgehen lassen.
    Als der Mann sich aber nach ihrem Wohlbefinden erkundigte schien Ebony jedoch etwas irritiert. Mit dem Gewehr stand die Chance hoch das er ein Jäger war, und genau diese waren für sie wegen der Farbe sehr gefährlich. Aber wieso hielt er dann diesen Abstand zu ihr und versuchte schnelle Bewegungen zu vermeiden ?
    Hm...den sollte ich im Auge behalten.. vielleicht ist das nur eine Tarnung.
    Als der Mann aber dieses zwielichtige grinsen an den Tag legte und die Wahrsagerin offenbar schon als neues Haustier betrachtete, mischte sich die Frau mit dem Kopftuch ein und tippte ihn mit dem Fuß an um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Hast du Leuchtraketen dabei?
    Was will sie mit Leuchtraketen?
    Aufmerksam verfolgte Ebony das Gespräch der beiden und ließ sich weiter von der Fischfrau kraulen.
    Leuchtraketen zur Kommunikation..mir scheint die Frau hat was im Kopf. - Und viel wichtiger sie scheint der Chef der Gruppe zu sein. Mit ihr sollte ich mich gut ste,- Hey !
    Da Griff die Frau Ebony einfach mit einer Hand und mit einem leisen ungläubigen Fiepsen wurde die Eule kurzerhand gegen das paar Raketen getauscht. Die Dame mit dem Schlangentattoo erklärte wie genau die Gruppen die Dinger zu handhaben hätten und sowohl die Fischfrau als auch der Mann mit den langen Haaren hörten aufmerksam zu.
    Okay..der Typ heißt also Akataja..und der, der mich vom Himmel geschossen und im Wald verschwunden ist, heißt Ark.
    Bei den Gedankengang versuchte sich Ebony trotz des recht festen Griffs der Zimmerfrau zu bewegen. Mit ach und krach schaffte sie es und schaute dann zu ihr hoch und sah dabei zum ersten Mal ihr Schlangentattoo am Arm.
    Aw wie schön... ich glaub ich mag sie.
    Als Yukiko die Bewegung in ihrer Hand merkte, und den Blick zur Eule wandte, machte sie auf dem Absatz kehrt und drückte den Federbausch einfach Poca in die Hand.
    Hey.... ich bin doch kein schales Bier auf einer Party...gebt mich doch nicht einfach weiter.
    Etwas beleidigt entschwand die Eule Poca´s Griff und setzte sich auf einen Ast der sich direkt bei der Ureinwohnerin befand.
    Als die Gruppen sich zum Abmarsch bereit machten, wollte die Ureinwohnerin jedoch unbedingt mit dem Jäger und der Zimmerfrau mitgehen. Immerhin ging es um ihren Sohn ! Doch nicht nur die Leute aus dem Camp, sondern auch Ebony wusste innerlich das Poca nichts tun könnte was diese Mission unterstützt.
    Poca ich kann dich gut verstehen, doch du hast schon die Vorhersage getroffen vorhin und ich hab sie gesehen..und ich hab dir Versprochen dir zu helfen.
    Als hätte Yukiko die Gedanken der Teufelsfrau gelesen sprach sie die passenden Worte aus.
    Vertrau uns, wir kümmern uns schon um alles!
    Dabei sah Poca erst zu der Zimmerfrau und dann zu der weißen Eule, die ihr zunickte. Dann gab auch sie sich damit zufrieden.
    Daraufhin machten sich auch die beiden Handwerker auf den Weg in den Wald. Mit einem Satz hüpfte die Eule vom Ast, schmuste ihren Kopf noch einmal an die Wange von Poca pass auf dich auf.. und nahm die Verfolgung der beiden auf.




    Ohne große Schwierigkeiten holte sie auch schon die beiden ein und flog anschließend neben den beiden her.
    Hm?..Was macht die Eule denn hier?
    Mit einem grinsen sah Tanith zu der Shinin
    Vielleicht mag sie uns. Ich finde eh wir sollten sie mitnehmen, wenn wir die Insel verlassen.
    Gerade als sie was dazu entgegnen wollte, tat sich ein Kürbisfeld vor den dreien auf.
    Wow...das sieht toll aus und so groß!
    Mit wachsender neugier flog Ebony ein Stück voraus und begutachtete die vielen verschiedenen Formen und Farben. Einige sahen in etwa von der Form aus wie die Teufelsfrucht die sie einst als Kind gegessen hatte und andere wiederum erinnerten sie an .
    Jack..mein lieber Jack. Stammte dein Kopf auch von hier?
    Mit einem mal landete sie auf einem größeren, quitsch orangenen Kürbis und begutachtete ihn mit einem leicht nostalgischen Gesichtsausdruck.
    Währenddessen kamen die anderen beiden auch schon hinterher und sahen sich um. Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah sich Yuki die vielen Kürbisarten an.
    Na zumindest müssen wir uns keine Sorgen um das Abendessen machen. Wer die Dinger wohl angebaut hat?
    Keine Ahnung, aber ich sehe hier keine Spuren von abgetrennten Strängen, heißt hier ist schon länger kein Mensch mehr gewesen.
    Als Tanith diese Tatsache ansprach, wurde auch Ebony wieder wachsamer.
    Er hat recht. Ein bestelltes Feld hätte irgendwo menschliche Spuren..und hier ist nichts davon. Ich sollte gut aufpassen.
    Kaum hatte sie den Gedanken zuende gesponnen hörte man etwas leises aus dem inneren des Kürbis kratzen, auf dem sie Stand. Ohne Groß zu überlegen erhob sich die Teufelsfrau mit 2 kräftigen Flügelschlägen wieder in die Luft.
    Was ist hier los ? Ich hab kein Loch in dem Ding gesehen, was ist da also drin?
    Die Antwort auf ihrer Frage ließ nicht lange auf sich warten, denn die Decke des Kürbis begann auseinander zu Fallen und eine Spinne kletterte hervor. Sichtlich angeekelt brachte sie noch ein bisschen mehr Abstand zu sich und dem nun ledierten Kürbis.
    Große Spinnen sind so eklig~
    Von dem knackenden Geräusch angelockt kamen auch direkt Yukiko und Tanith dazu und sahen sich das Katzengroße, 8Beinige ekel an, das da aus dem Kürbis auf sie zu krabbelte. Ohne aber groß zu überlegen ging Yukiko zielstrebig auf das Vieh zu und beförderte es mit einem kräftigen Tritt über des Kürbisfeld. Mit großen Augen verfolgte Ebony den Flug des Tieres und sah anschließend die Shinin an.
    Okay...sie hat ganz schön Kraft. Sie wird meine neue beste Freundin hier.
    Kaum aber hatte Yukiko ihr Bein wieder gesenkt, hörte man es aus mehreren Richtungen genau so kratzen und knacken, wie zuvor als die erste Spinne aus dem Kürbis gekrochen kam. Okay, jetzt versteh ich wieso hier keine Menschenspuren sind. Auf so eine Plage hätte ich auch keinen Nerv.
    Der Schütze ging ein Stück zurück um Yukiko den Vortritt zu lassen, während er langsam die Last Sound von seiner Schulter gleiten ließ um sie zu laden.
    Mit Argusaugen beobachtete die Teufelsfrau Tanith dabei, wie er sein Gewehr bereit machte.
    Ich wusste es, er ballert gleich wild durch die Gegend um die Tiere zu töten. Das sind viel zu viele. So viele Kugeln kann er garnicht dabei haben. ...Und später wenn ich schlafe macht der mich bestimmt kalt und hängt mich an die Wand.
    Sichtlich misstrauisch flatterte sie auf der Stelle in sicherer Höhe vor den Spinnen ,die zu unzähligen nun aus ihren Ecken hervor krochen, um auf die Aktion des Schützen zu warten. Doch was er tat erstaunte die Vogelfrau, denn während die Shinin dafür sorgte das keins der Viecher an ihn heran kam, legte er nur 1 Patrone ein und Schoss in den Himmel. Der Knall war irrsinnig laut und die Spinnen begannen nach einer kurzen Schockstarre das Feld zu räumen.
    Okay... das hätte ich nicht erwartet..vielleicht ist er ja doch kein Trophäen Klischee Jäger wie ich ihnen begegnet bin. Ich werde das weiter im Auge behalten...
    Mit einem zufriedenen grinsen drehte sich Yukiko zu dem Schützen und auch Ebony flog zu den beiden herüber.
    Da wir die Frage ''Warum ist das Feld Verlassen'' geklärt haben, sollen wir weiter?
    Von mir aus können wir weiter.




    So setzte sich das Trüppchen wieder in Bewegung und kletterte über ein paar Kürbisse um auf einen kleinen Pfad im Feld zu gelangen, doch die Ruhe währte nicht lange. Ohne Vorwarnung blieb die Eule in der Luft stehen und drehte den Kopf immer wieder nach rechts und links .
    Da kommt was !
    Mit einen Fiepsen wollte sie die beiden warnen, doch sie spürten kurz darauf ein leichtes Beben des Bodens.
    Was ist das?!
    Keine Ahnung aber Erschütterungen sind nie was gutes!
    Durch die Kürbisse und die dichten Bäume drum herum konnte man nichts erkennen, also schraubte sich die Teufelsfrau weiter hinauf in den Himmel um einen besseren Überblick zu bekommen was da auf sie zu kam. Und was sie dort sah, gefiel ihr so garnicht. Eine riesige Spinne kam geradewegs auf das Kürbisfeld zu. Ihre dicken beharrten Beine und dieser Körper.
    Die ist bestimmt 3 Meter groß !...vielleicht ist das die Mutter von denen die vorhin abgehauen sind.
    Während Ebony dort oben die Gegend absuchte, behielt Tanith sein neu auserkorenes Haustier im Blick.
    Ich wette der Vogel hat das Vieh gefunden, sie schaut nur in die eine Richtung.
    Denk ich auch, na dann wollen wir mal das Ding wilkommen heißen!
     
  3. Wavami

    Wavami Pirat

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    Während Wavami sich noch auf die Eule konzentriert, merkte sie plötzlich wie sich Tanith neben ihr niederließ. Zunächst ist sie etwas verwundert, sie hätte nicht wirklich damit gerechnet, dass das Wohl des Tieres das war, was ihn gerade am meisten interessierte, wenn sie ehrlich war. Aber er schien es wirklich ernst zu meinen und konzentrierte sich immer weiter auf den Vogel. Sie selbst blieb währenddessen still, sie sah nicht wirklich einen Grund etwas zu sagen, außer er spräche sie direkt an. Dies tat er dann auch einige Momente später.
    „Was meinst du, wenn sie niemandem gehört würde sie doch bestimmt ein tolles Maskottchen abgeben. Ich wette wir bringen Yuki dazu zuzustimmen.“

    Wavami musste selbst grinsen, gegen diese Idee hatte sie absolut nichts einzuwenden und sagte: „Unbedingt, wir können so ein flauschiges Ding an Board gut gebrauchen.“ Dann wurde das Gespräch der beiden von Yukiko unterbrochen und Tanith machte sich direkt an die Arbeit.

    Die Hälfte des Ergebnisses wurde ihr im Anschluss von Yukiko überreicht, zusammen mit einigen Anweisungen. Diese waren nicht sonderlich schwer zu merken und als Yukiko mit ihren Erklärungen fertig war, packte die Fischfrau die beiden Raketen in ihren Rucksack. Danach ging sie noch einmal schnell zu Tanith, bevor sie sich mit Akataja aufmachen würde. Denn sie hatte leider nichts bei sich, mit dem sie diese Raketen in einer akzeptablen Zeit hätte anzünden können und sie war sich sicher, wenn ihr da einer weiterhelfen könnte, dann der Waffenmeister. „Sag´ mal, hast du vielleicht was, mit dem ich die Raketen schnell anzünden könnte, wenn nötig?“ Tanith zog daraufhin ein Feuerzeug aus der Tasche. „Wiedersehen macht Freude.“ Wavami ihrerseits nickte und steckte jetzt ihrerseits das Feuerzeug ein. „Danke dir. Ach, und das mit der Eule, das behalten wir besser im Hinterkopf, nicht wahr?“ Auf diesen Kommentar sagte Tanith nichts, sie konnte ihn nur für einen Moment ehrlich lächeln sehen, während er ihr zunickte. Sie grinste selbst grinste zurück und machte sich nun schließlich auf den Weg.

    Einige Zeit waren die beiden in Ruhe unterwegs und Akataja erzählte ihr einige wirklich interessante Dinge, wie sie fand. Aber erneut, gerade als sie etwas sagen wollte, wurde sie wieder unterbrochen. Dieses Mal war es eine verdammte Stampede! Wie hoch sind die Chancen gerade au so etwas in einem Dschungel zu treffen?! Aber das war nicht das, was die Ärztin gerade am meisten aufregte, denn auch wenn sie von dem Schwertkämpfer gerettet wurde und ihm auch durchaus dankbar war, hatte er doch ihrer Meinung nach einen ganz klaren Fehler begangen. Sie kam vom Baum runter und hatte ihn zwar gehört, aber musste ihm einfach noch vorher ihre Meinung sagen. Mit dem Zeigefinger auf seiner Brust legte sie los.

    „Wenn du mich schon so plötzlich retten und auf einen verdammten BAUM entführen musst, dann pass dabei in Zukunft wenigstens auf, wo du deine Hände hast! Beim nächsten Mal, wenn du deine Hände auf meinem PO und vor allem SCHWANZ hast, setzt es ganz gehörig was! … Äh…Was ist - “

    Und zum dritten Mal an diesem Tag wurde sie unterbrochen, dieses Mal fiel Akataja einfach währen ihrem Monolog nach hinten um. Wavami schaffte es gerade noch ihn etwas abzufangen und fing im Anschluss direkt an, ihr Standardprozedere durchzuführen, um sicherzugehen, dass es ihrem Patienten möglichst gut ging.

    Nach einiger Zeit wachte Akataja wieder auf. Die Ärztin sagte nicht wirklich viel. Nur: „Meditation?“, konnte sich aber ein leichtes Grinsen dabei nicht verkneifen. „Äh…ja, genau…Meditation.“ Er schien nicht wirklich darüber reden zu wollen und fast schon erleichtert darüber zu sein, dass sie selbst eine Erklärung dafür parat hatte. Während er noch aufstand, machte Wavami sich schon in die Richtung auf, die der Navigator vorher angesprochen hatte. Auf dem Weg wollte sie aber noch die Gelegenheit nutzen und im Laufen so viele medizinisch nützliche Pflanzen einzusammeln wie möglich. Sie nahm also die Machte und schnitt immer mal wieder einige Blätter, Stängel und Blüten ab. Nach einigen Minuten der Stille meldete sich Akataja wieder zu Wort: „Wie kannst du diese ganzen Pflanzen eigentlich unterscheiden? Also für mich sehen die alle gleich aus…“ Dabei zeigte er auf eine besonders große Venusfliegenfalle. „Also, das würde ich lieber lassen - “ Und schon konnte man Akataja erschrocken ausrufen hören, die Fleischfressende Pflanze hatte ihm tatsächlich in den Finger gebissen! Schnell zog er den Finger wieder raus, er wurde nicht wirklich verletzt. Wavami ihrerseits konnte es sich nicht verkneifen und fing an herzlich zu lachen, damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Aber als sie sich wieder eingekriegt hatte, fing sie an auf seine Frage zu antworten, während sie sich zur Sicherheit doch noch einmal seinen Finger anschaute. „Nun, jeder Arzt ist im Prinzip auch Botaniker, Heilpflanzen muss ich im Prinzip einfach kennen, um meinen Patienten helfen zu können auch wenn keine fertige Medizin vorhanden ist. Ich hab´ das in meiner Ausbildung von meinem Lehrer gelernt. Wir waren viel unterwegs und ich konnte da viele Pflanzen sehen und studieren.“

    Die beiden gingen weiter und Wavami sammelte weiterhin Pflanzen, bis Akataja plötzlich stehen blieb. Die Fischfrau wollte gerade fragen, warum er das tat, da hatte er auch schon den Finger auf den Lippen. Still. Sie bewegten sich langsam und leise weiter, sie folgte ihm auf seinem Weg zu einer Lichtung. Sie betraten die Lichtung selbst nicht, sondern blieben hinter den riesigen Bäumen verborgen. Es waren nämlich schon Menschen auf der Lichtung, bewaffnet und es waren so einige. Jäger…
     
    Akataja gefällt das.
  4. Tanith Sagitar

    Tanith Sagitar Pirat

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    Noch während Tanith sich mit ihrem neuen Haustier in Spee beschäftigte fragte Yuki ihn plötzlich nach Leuchtraketen. Zwar hätte er ihr eine der Granaten die er grundsätzlich bei sich hatte anbieten können, aber die waren doch ein ganzes Stück von einer Leuchtrakete entfernt. Aber Leuchtraketen waren einfach zu bauen, das aufwändigste war das Schwarzpulver zu mischen und das war hier völlig unnötig, Schwarzpulver hatten sie Fässerweise.
    Also machte Tanith sich kurz auf den Weg zurück zum Schiff, sammelte ein paar Metallrohre, ein kleines säckchen Schwarzpulver, einen kleinen Brocken Kalk und ein Stück Kupfer. Er verschloss die Oberseite der Rohre und teilte das Schwarzpulver in zwei gleich große Haufen. Den Kalk zerrieb er in einem Mörser zu einem feinen Pulver und mischte ihn in eine Hälfte des Schwarzpulvers. Danach beeilte er sich und benutzte eine Feile ein paar Gramm feinen Kupferstaub abzufeilen, den er danach mit der zweiten Portion Schwarzpulver vermischte. Nachdem das Schwarzpulver vorbereitet war, stopfte er es fest in die Röhren, jeweils zwei Röhren pro Mischung. Anschließend versah er jede Röhre mit einer Treibladung von der er schätzte, dass sie reichte um die Rakete vor der Explosion locker 100m in die Luft zu schießen.
    Insgesamt dauerte es nur ein paar Minuten bis er Yukiko die fertigen Raketen in die Hand drückte. Sicherlich nicht seine beste Arbeit und wenn man ihm ausreichen zeit ließ konnte er sicher etwas zurecht machen, das wesentlich höher flog und beeindruckendere Farben hervor brachte. Aber leider war für so was keine Zeit, also mussten die Dinger eben so reichen wie sie waren.
    Als Wavami ihn unmittelbar nachdem Yuki ihr zwei der Raketen gegeben hatte fragte ob er etwas zum anzünden hatte war Tanith wirklich ein wenig beeindruckt. Er war es irgendwie nicht gewohnt, dass jemand nachdachte bevor er sich ins Getümmel warf. Zugegebenermaßen, die Messlatte lag auf ihrem Schiff die meiste Zeit nicht all zu hoch, aber trotzdem vermerkte er sich den Umstand innerlich und gab ihr das Feuerzeug. Wenn sie es ihm jetzt noch funktionierend wieder brachte würde er ernsthaft darüber nachdenken sich von der neuen Schiffsärztin sogar mal durchchecken zu lassen ... wenn es nötig war ... vielleicht.
    Als sie das Feuerzeug einsteckte und seinen Vorschlag Yukiko breitzuschlagen die Eule zu behalten aufgriff konnte er sich ein kurzes Lächeln nicht verkneifen. Es war schwer zu sagen ob es Absicht war oder nicht, aber Wavami sammelte derzeit fleißig Pluspunkte in Tanith's persönlichem Ranking der Besatzungsmitglieder der Capri. Aber im Moment war viel relevanter, dass seine Idee auf fruchtbaren Boden gefallen war, jetzt musste er versuchen Yuki langsam in die richtige Richtung zu navigieren, eventuell brachte er sie ja sogar dazu, die Eule, der sie definitiv noch einen Namen geben mussten, selbst aufnehmen zu wollen.

    Wenig später machten Tanith und Yukiko sich zusammen mit der Eule auf den Weg und sobald die Anderen außer Hörweite waren machte Tanith sich auch schon daran Yukiko darauf vorzubereiten, dass er und Wavami ein Haustier haben wollten. Als Yukiko ihn fragte was die Eule hier machte zuckte nur mit den Schultern und versuchte so gleichgültig wie immer zu klingen. "Vielleicht mag sie uns. Ich finde eh wir sollten sie mitnehmen, wenn wir die Insel verlassen." Natürlich hätte er auch subtiler an die Sache heran gehen können, aber dann bestand eine gute Chance, dass Yuki gar nicht mitbekam was er wollte. Vorerst war ein direkter Vorstoß wohl der Beste Ansatz.
    Bereits wenige Minuten nachdem sie losmarschiert waren stolperte die Gruppe in ein Kürbisfeld. Ein ziemlich großes, erntereifes Kürbisfeld ... auf dem weit und breit nicht de geringste Spur von Bewirtschaftung zu sehen war. Sofort machte er seine Begleiterin darauf aufmerksam und schaute sich weiter um.
    Nicht nur schien das Feld von niemandem bepflanzt zu werden, auch Tierspuren waren hier mehr als dünn gesät. Ein paar der Kürbissen sahen zwar aus als wären sie aufgebrochen, aber soweit er das sagen konnte hatten keine Tiere versucht die Kürbisse zu fressen. Normalerweise musste man sich richtig was einfallen lassen um Wildtiere daran zu hindern eine einfach verfügbare und reichliche Nahrungsquelle wie Feldfrüchte in Ruhe zu lassen. Das ganze Dinge wirkte irgendwie eher wie eine Falle die die Waldtiere nur zu gut kannten.
    Bevor er die Chance hatte seine Vermutungen zu äußern schreckte etwas ihr Eule auf. ein seltsames Kratzgeräusch ... aus dem inneren des Kürbisses auf dem ihre tierische Begleiterin eben noch gesessen hatte. Augenblicke später schlüpfte aus dem Kürbis eine Spinne die etwa so groß war wie die Frucht selbst. Tanith verzog das Gesicht während Yukiko die Spinne wie einen Ball wegkickte. "Wie süß." Die Ironie seiner Worte war schwer zu überhören und spätestens wenn man seinen angeekelten Gesichtsausdruck sah war klar wie der Schütze zu dieser Art Spinnen stand.
    Noch während die erste Spinne verzweifelt versuchte das Fliegen zu lernen schüpften dutzende weitere Spinnen aus den Kürbissen. Ein Kampf gegen so viele Spinnen, egal wie groß oder Klein, war aussichtslos und entsprechend setzte Tanith darauf, dass sie so reagierten wie alle Tiere. Er nahm sein Gewehr zur Hand, überprüfte den Ladezustand und schoss in die Luft. Der Knall war ohrenbetäubend und binnen eines Sekundenbruchteils hielten die Spinnen an, machten kehrt und traten eine Kopflose flucht an. Er lud nach, schulterte seine Waffe und machte sich mit Yukiko wieder auf den Weg.

    Tanith war ein wenig überrascht, dass die Eule noch da war. Er hatte noch nie von einem Vogel gehört der Schussfest war. Langsam aber sicher kam ihm das Tier komisch vor. Entweder hatten sie hier ein wirklich äußerst außergewöhnliches Exemplar vor sich oder jemand hatte viel Zeit, Geld und Mühe in die Beschaffung und Ausbildung des Tieres gesteckt. Gerade letzterer Gedanke gefiel ihm nicht, da das hieß jemand würde Interesse daran haben ihnen ihre neues Maskottchen wieder abzunehmen.

    Noch bevor sie das Feld verlassen hatten lief plötzlich ein leichtes Beben durch den Boden. Tanith und Yukiko waren sich schnell einig, dass etwas, dass groß genug war Erschütterungen im Boden zu verursachen alles andere als gute Neuigkeiten darstellte. Dem Schützen fiel schnell auf, dass ihre Eule nur eine Richtung zu kennen schien, allerdings nicht die Flucht antrat.
    Er deutete in die Richtung die er für den Ursprung der Erschütterungen hielt. "Ich wette der Vogel hat das Vieh gefunden, sie schaut nur in die eine Richtung." Noch während Yukiko ihre Entscheidung zu kämpfen verkündete machte Tanith sich daran Abstand zwischen sich und die Frau zu bringen.
    Als er locker 50 Meter hinter Yukiko stand ging er auf ein Knie, nahm die Last Sound von der Schulter und brüllte ihr zu. "Du kennst das Spiel. Mindestens 10 Sekunden zwischen zwei Schüssen. Arme, Beine und Kopf sind bevorzugte Ziele." Er presste den Schaft der Waffe in seine Schulter und richtete die Mündung auf den Punkt wo er vermutete, dass das Vieh Wald hervor brach. "Und denk dran, wenn es eine Spinne ist dann ist sie vermutlich ziemlich giftig. Pass also auf!" *Wie so ziemlich alle Jagdspinnen.*

    Tanith konnte nicht genau sagen wie lange er warten musste bis das Vieh aus dem Wald kam, aber hatte zumindest genug Zeit sich einen Plan zurecht zu legen. Er bezweifelte, dass ein einzelner Schuss reichen würde um, was auch immer da kam, auszuschalten. Also würde er sich darauf konzentrieren es Yukiko so einfach wie möglich zu machen. Schüssen in die Beine waren auf jeden Fall nützlich, so konnte er ihren Gegner langsamer und unbeweglicher machen. Der absolute Jackpot war natürlich wenn er einen Schuss ins Auge anbringen konnte, das war nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern verringerte die Kampfleistung ihres Gegners auch noch deutlich.
    Er schaute kurz zu ihrer Eule hoch und grinste. "Gut, dass wir dich dabei hatten, so werden wir nicht überrascht."
     
  5. Yukiko

    Yukiko Piratenkapitän

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    Da schien nun also etwas Größeres zu kommen, zumindest wenn es nach den Erschütterungen im Boden zu beurteilen war.
    Ihr kleiner neuer Begleiter schien es schon entdeckt zu haben, vielleicht bekamen sie ja tatsächlich ein Haustier? Süß war die Eule auf jeden Fall, aber die Shinin bezweifelte dass diese einfach so bei Ihnen bleiben würde. Höchstens wenn man sie füttern würde.
    Doch nun sollten sie sich zunächst auf das Vieh das kam konzentrieren. Hatten sie eine andere Wahl als zu kämpfen? Ja durchaus das konnte man auch nicht bestreiten, sie hätten weg laufen können oder sie hätten sich verstecken können, aber dann hätte die frisch gebackene Kapitänen weg laufen müssen oder sich verstecken müssen und das wäre viel zu anstrengend gewesen.
    Stehen bleiben und warten bis ‚Es‘ sie gefunden hatte war da bedeutend einfacher.
    Die Zimmerfrau musste sich auch gar nicht umdrehen um zu wissen, dass Tanith sich gerade verzog und das vermutlich ein ganz großes Stück hinter sie. Die zwei hatten schon so oft miteinander gekämpft dass es schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, wie der Ablauf zu sein hatte.
    Yuki würde alles davon abhalten in die Nähe ihres Scharfschützen zu kommen und er unterstützte sie dafür während des Kampfes aus der Entfernung und hielt ihr andere Scharfschützen vom Hals.
    „Wie immer“
    Winkte sie deswegen die Ausführungen ihres Schützen ab, war aber dennoch froh darüber zu wissen dass er Ihr Feuerschutz gab.
    Dann kam ‚Es‘, es war tatsächlich eine übergroße Spinne, doch es war alles besser als Mäuse oder Feuer. Die Spinne brach aus dem Wald hervor auf das Kürbisfeld und hielt kurz inne. Sie schien die Gegner welche auf sie warteten abzuschätzen.
    „Komm schon….. dreh um, das tut dir sonst nur weh….“ Es hatte vermutlich keinen Sinn der Spinne den Vorschlag zu machen, dennoch redete die Shinin die Worte vor sich her. Dann setzte sich das Ungetüm von Spinne erneut in Bewegung, wer auch immer solch eine Mutationsspinne erschaffen hatte, hatte ganze Arbeit geleistet. Oder war das Mutternatur?
    Als sich das Tier zum Angriff entschied und auf die Zimmerfrau zustürmte ertönte der erste Schuss auf eines der Beine, kurz kam die Spinne ins straucheln mehr aber auch nicht, das Vieh war groß und stabil.
    Was hatte Tanith noch gleich gesagt? Giftig? Gerade als sie die Spinne abfangen wollte fielen ihr die Worte wieder ein und sie wich erst einmal dem Biss aus und warf sich auf den Boden, gebissen wurde sie zwar nicht aber ein Bein bekam sie ab welches sie einfach frei weg in den nächsten Kürbis trat.
    Als sich die Zimmerfrau wieder aufrichtete war es dunkel, und es roch etwas vermodert, etwas arg vermodert. Sie begriff jedoch recht schnell was los war. Sie hatte einen beschiss….bescheidenen Kürbis auf dem Kopf. „Ich dreh durch!“
    Wieder ertönte ein Schuss und die Zimmerfrau spürte wie etwas direkt vor ihr zum Stehen kam und die Richtung wechseln wollte. Tanith hatte wohl gerade mal wieder einen Angriff auf die Frau gestoppt, doch bevor Ihr Scharfschütze selbst zum Ziel werden konnte riss die Frau den Kürbis vom Kopf und beförderte die Spinne mit einem Schulterüberwurf wieder auf die andere Seite. So dass die Zimmerfrau wieder als lebender Schutzschild zwischen der Spinne und ihrem Scharfschützen stand.
    Das Muttertier bäumte sich wieder auf und sprang mit aufgerissenem Maul auf die Shinin zu, der Dritte Knall ertönte und traf die Spinne am Kopf, so dass diese zumindest den Bissversuch abbrach. Yuki knallte der Spinne dann noch die Rechte Faust mit Volldampf auf den Schädel und nach einem kurzen Schütteln, entschied sich die Spinne zum Rückzug.
    Während die Spinne im Wald verschwand flog die Schneeeule neben Yuki und legte den Kopf schief. Ein grinsen schlich sich auf das Gesicht der Frau und schon saß die Eule auf Ihrer Schulter.
    „du bist ja immer noch da“
    Tanith welcher bis gerade eben noch immer mit angelegtem Gewehr bereit saß, falls es sich die Spinne doch noch einmal anders überlegen wollte, wurde etwas misstrauisch vom Vogel beäugt. Irgendwie war es schon komisch, Yuki hatte das Gefühl der Vogel verstand sie, doch das hatte sie bei ihrem Hund damals auch, was man sich in solche Tierchen nicht alles einbilden konnte.
    Die Zimmerfrau tippte dem Vogel sachte auf den Kopf. „Schau nicht so kritisch, Tantih ist super, dem vertrau ich mein Leben an. Keiner tut dir grundlos was und falls es doch einer probiert bekommt er von mir eins Übergebraten!“
    Selbstgespräche mit Tieren führen war doch immer etwas Schönes.
    „Aber zum Glück war das grade nur eine Spinne und keine Maus…..“ die Zimmerfrau schüttelte sich kurz bei den gemurmelten Worten und wenig später hatte Ihr Schütze sein Gewehr wieder geschultert und schloss zu ihr auf.
    „Siehst du, Sie mag uns! Wir behalten sie oder?“
    Um dieses Gespräch würde die Zimmerfrau wohl nicht herum kommen.
    „Ja, sofern sie freiwillig bei uns bleibt behalten wir die Eule.“
    Bei diesem versprechen deutete sich sogar ein Grinsen bei Ihrem Scharfschützen an. Doch auch
    Yuki hatte schon gefallen an dem Gedanken gefunden, das Plüsch-Feder-Bausch war einfach Zuckersüß und die Frau hatte eine Schwäche für Tierchen, die süß waren und die man knuddeln konnte.
    „Aber wenn sie aufs Schiff kackt putzt du es weg.“ Fügte die Zimmerfrau mit einem breitem Grinsen hinzu und machte sich auf den Weg in den Wald hinein zu gehen, hier rum zu stehen würde Ihnen nicht weiter helfen. „Außerdem müssen wir dem Eulchen noch einen Namen geben falls sie bleiben sollte.“
     
  6. Akataja

    Akataja Pirat

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    Akataja und Wavami hatten diese merkwürdige Vogelstampede überlebt und zwarnur dafür, dass sich Taja von einer Pflanze /EINER PFLANZE!?/ in den Finger beißen lassen konnte /Das glaubt mir auf Lohen keiner.../
    Aber zumindest konnte er sich noch etwas mit Wavami unterhalten, es war mal eine angenehme Abwechslung so etwas einfaches wie einen Waldspaziergang in netter Gesellschaft zu machen, dabei zu kartographieren und tödlichen Tieren und Pflanzen auszuweichen /Ich frage mich was normale Menschen an einem Tag wie diesem wohl machen.../
    Wavami klärte Akataja noch etwas über die Zusammenhänge von Botanik und Medizin auf, der Schwertkämpfer hatte sich bisher nie Gedanekn darüber gemacht wo die Medizin herkommt die ihn schon ein zwei mal das Leben gerettet hat. Das schob er aber auf seinen Vater, den Wissenschafter, und dessen spezielle medizinischen Versorgungen. Taja überlegte ob er mit Wavami darüber reden sollte, vielleicht könnte sie als Ärztin ihm ja damit helfen seinen Vater zu verstehen, immerhin teilen sie sich ein Fachgebiet. Auf der anderen Seite fiel es ihm schon sehr schwert mi langjährigen Freunden und Familie darüber zu reden, Beubo war der einzige seiner Nakama gegenüber dem er das mal erwähnt hatte.
    Aber seine Gedanken wurden unterbrochen als ihm der Wind den sachten Geruch von Rauch entgegen blies und er unregelmäßige Geräusche Wahrnehmen konnten, die nicht in einen stillen Wald gehörten. Taja blieb gleich stehen und als Wavami ihn ansprach deutete er ihr ruhig zu sein. Taja beweghte sich danach gebeugt von Baum zu Baum und Busch zu Busch bis ein Licht zwischen den Bäumen sichtbar wurde. Da war eine Lichtung mit einem Lagerfeuer, Taja konnte Stimmen hören und als er sich vorsichtig näherte sah er auch Zelte und Menschen, sie trugen Armbrüste und Bögen mit sich, außerdem war da ein Karren mit Fellen und toten Tieren.
    Taja verstechte sich hinter einem Baum und deutete Wavami auf jeden Fall versteckt zu bleiben, sie waren auf unbekannten Gelände und wussten nicht wer hier Freund oder Feind war. /Vermutlich Jäger... die gehören vielleicht zu dem Dorf aus dem die alte Frau gekommen ist, wir könnten sie Fragen ob sie den Jungen gesehen haben... vielleicht wissen sie etwas?/ Zumindest war das hier ihr bester Anhaltspunkt. Taja sah zu Wavami und nickt ihr zu, er bewegte seine Hand nach unten und hoffte, dass sie verstand, das er erstmal wollte, dass sie hier in Deckung bleibt. Zum ersten wollte er sie nicht unnötig in Gefahr bringen und zum zweiten war es immer gut Verstärkung und einen Plan B im Hintergrund zu wissen.

    Taja schlich dann noch etwas weiter um das Lager herum, erst mal wollte er einen Überblick haben, fünf große Zelte, zwei Wagen, acht Pferde und im Lager konnte er sechs Männer zählen, vermutlich waren auch noch welche in den Zelten oder gerade im Wald unterwegs? Er konnte den Pfad sehen den sie gekommen waren, Wagen und Pferdespuren zeigten welchen Weg sie genommen hatten /das ist schon mal ein guter Hinweis in welche Richtung der nächste belebte Ort ist./
    Taja seufzte, hier bleib nur noch ein, einfach hinein gehen und... sozial interagieren. /Ist es komisch wenn ich mir wünsche dass sie auf mich schießen? Ehrlich, ich bin besser im kämpfen als im Reden.../ Taja trat dann mutig auf den Platz und in das Licht des Lagerfeuers um sich seinem alten Feind zu stellen, small talk.

    „Ich grüße euch Jägersleute, Waldmanns Heil.“ sagte er als er heran trat. Die Jäger schreckten gleich auf und drehte sich zu ihm um.

    Einer der jüngeren Jäger, der gerade mit seiner Armbrust herum spielte, erschrak sogar so sehr dass er gleich schoss „Scheiße!“

    Auf der Armbrust war ein Pfeil angelegt und das war auch gut so, ein Bolzen wäre viel schneller geflogen und Taja hätte nicht das machen können, was er tat. Er hatte den Jungen natürlich schon vorher gesehen und als der Pfeil auf ihn zuflog machte er seinen Schritt zurück und fing ihn mit einer Hand auf. Einen Herzschlag lang, als der Schaft noch weiter durch die geschlossene Faust glitt, hatte Taja befürchtet am Auge verletzt zu werden, doch die Metallspitze kam kurz vorher zum Halt. /Scheiße! Hab ich gerade einen Pfeil abgefangen!?/

    „Scheiße! Hast du gerade einen Pfeil abgefangen!?“ staunte der junge Jäger „eh, ich meine.. .Scheiße! Tut mir leid! Ist alles in Ordnung? Ich schwöre das war unabsichtlich!“

    Dann trat jemand an den Jungen heran, ein Mann der höchstens halb so groß war wie die anderen, mit einen runden Wampe vor sich und einem Ziegenbärtchen, an seinem Hut hatte er zwei kleine Hörner befestigt /vielleicht ein Andenken an seine erste Jagt oder so?/ Der kleine packte den Jungen am Kragen und zog ihn mit einem Ruck auf Augenhöhe und drückte ihm drei Finger ins Gesicht „Drei Worte Junge! IMMER SICHERN!“ /das waren zwei/ „Das ist schon das vierte mal! Ich glaube ich muss dir die Armbrust wieder abnehmen!“ und mir diesen Worten riss er ihm die Armbrust aus den Händen.

    „Tut mir leid Phill! Aber der Typ kam aus dem Nichts und“

    „Drei Worte Junge, Kartoffeln Schälen“

    „Aber das“

    „und hier noch zwei Worte: So fort!“ Damit bekam der Junge noch einen Tritt in den Hintern und bewegte sich zum nächsten Zelt. Dann sah der kleine dicke zu Akataja „Hey, hey, tut mir leid wegen dem kleinen Unfall, aber man platzt auch nicht einfach so in ein Jägerlager mitten im Wald... mein Name ist Philloctetis, Trainer der Jäger und wer zum Donner bist du!?“ Taja fühlte sich noch immer etwas überrumpelt, musste erstmal kurz darauf klar kommen was gerade passiert war „Hey Mann, drei Worte: Wir haben keine Zeit!“ /Warte, eins, zwei, drei.../ „Hats dir die Sprache verschlagen?“

    „Ich, eh... Ich bin Akataja. Ich hab das Lager hier gesehen und wollte mal vorbei kommen.“ das war nicht mal gelogen.

    „Und was machst du hier mitten im Wald?“

    „Ich... kartographiere?“

    „hm? Zwei Worte, Bullshit!“ /ist das nicht nur ein Wort?/

    „Kein Bullshit.“ Taja zeigte ihm die Karte die er gerade angefertigt hatte, das waren zwar nur Skizzen, halfen ihm hier aber vielleicht.

    Phill schnappte sich die Karte und sah darauf „oha...“ er blickte von der Karte zu Taja und wieder zurück „Ist das hier dein Ernst? Kommst aus einer ziemlich gefährlichen Richtung... kann ich das hier behalten? Karten vom Wald sind immer praktisch.“

    „Eigentlich wollte ich die behalten... aber ich kann eine Kopie anfertigen, naja, wenn ihr mir im Austausch vielleicht ein paar Infos geben könnt, ich suche nämlich jemanden hier im Wald... ein Junge der auf so eine Art Prüfung geschickt wurde? Ihr sagt mir was ihr wisst und ich zeichne euch eine Karte?“

    Der kleine dicke Phill sah ein paar mal von der Karte zu dem Hynenhaften Schwertkämpfer „Ich hab zwei Worte für dich Junge.... Deal.“
     
  7. Yuki NPC

    Yuki NPC NPC

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    Bei Kelsier
    „Jetzt ganz ruhig, Kel‘. Wenn Du das jetzt verhaust, bist Du es nicht wert, zum Mann zu werden.“ flüsterte sich Kelsier abermals selbst zu, während er erneut einem Reh auflauerte. Ein Schweißtropfen rann ihm die linke Schläfe herunter, wegen der extremen Anspannung seines Körpers. „Wie soll ich bloß einen Terrorwolf erlegen, wenn ich schon bei einem Reh so angespannt bin?“ schalt sich der Sechzehnjährige selbst und legte einen Pfeil auf den Bogen. „Was hatte Achilles nochmal gesagt? So positionieren, dass der Wind Deinen Geruch nicht zum Ziel weht“ Der Junge befeuchtete den Zeigefinger der rechten Hand und reckte diesen gen Himmel, um die Windrichtung zu bestimmen. „Check! Ziel des Pfeils muss der Kopf sein, damit das Tier einerseits nicht leidet und andererseits das Fleisch nicht beschädigt und damit unbrauchbar wird.“ Ein letztes Mal atmete er kontrolliert leise aus, nur um beim Anlegen des Bogens und dem Zurückziehen der Sehne ruckartig wieder einzuatmen. Mit einem Schritt schnellte der Jäger in Spe aus seinem Busch hervor und entließ das Geschoss in Richtung Ziel. Die Zeit schien nur halb so schnell zu gehen, während der Pfeil sein Ziel suchte, welches wiederum beim Geräusch des hervorspringenden Kelsier aufblickte und einen Moment später von eben jenem Pfeil zwischen den Hörnern getroffen wurde, ohne noch einen Schmerzenslaut von sich zu geben. „Jawohl!!!“ entfuhr es lauthals dem Braunhaarigen, bevor er sich mal wieder selbst die Stille gebot und ein leises Gebet an die Mutter der Jagd murmelte, wie es bei Erfolg üblich war.

    Etwas abseits des Lagers der Jäger
    „Was war das, Achilles?“ fragte ein Mann seinen Truppführer, nachdem er selbst, wie auch ein Großteil der Anderen, aufgrund eines lauten Geräusches aus dem Wald zusammengezuckt war. „Nichts weiter.“ lautete die Antwort, welche ohne jedes Zögern ausgesprochen wurde. „Mir scheint, der junge Kelsier hat noch einmal geübt, bevor es um seine Männlichkeit geht.“ Nun war es schallendes Gelächter, welches den Wald durchzog, gefolgt von einigem Spott der Männer: „Der Bursche wird es nie schaffen. Dafür ist er einfach zu grün hinter den Ohren.“ Eine Aussage, welcher jeder zustimmte. Jeder, außer Achilles. „Unterschätz ihn mal nicht. Er hat vielleicht nicht das Talent, wie die Meisten. Aber er hat ein umso stärkeres Herz.“ Sagte er und fügte nach einer Weile hinzu: „Ich wette, seine Zeit kommt recht bald.“

    Bei Kelsier
    Laut niesend wandte Kelsier sich von seiner Beute ab, die nun bereits halb zum Transport gepackt vor ihm lag. „Spricht etwa gerade wer über mich? Wahrscheinlich wieder irgendein Hohn...“ murmelte er, sich die Nase reibend, vor sich hin und wollte gerade weiterarbeiten, als ihn ein Knacken im nahen Gebüsch aufschrecken ließ. Mit einem Mal war der Junge hinter einem Baum verschwunden und gab keinen Laut mehr von sich. Einen Moment hörte er nichts mehr. Aber dann erhob sich eine monströse Kreatur aus jenem Gebüsch, die Nase immer abwechselnd auf der Erde und in der Luft. „Scheiße... ein Terrorwolf! Was macht der denn hier!?“ die Gedanken des Sechzehnjährigen überschlugen sich, war er doch viel zu nah bei den Dörfern, als dass sich eines dieser Biester dort rumtreiben würde. Das Monster schien ihn nicht bemerkt zu haben. Ein Umstand, den er durchaus befürwortete. Der Braunhaarige verharrte dort eine gefühlte Ewigkeit, bis er sicher war, dass das Tier weitergezogen war. Was auch immer der Wolf in dieser Gegend suchte, Hunger war es sicher nicht. Das Reh wurde nämlich nicht einmal auch nur angeknabbert. Zeit für Ruhe war aber nicht, denn offensichtlich hatte jemand anders nicht so viel Glück, wie der Braunäugige. Gar nicht mal so weit von seiner Position schallten gellende Schreie durch den Wald. „Er greift jemanden an! Ich muss helfen!“

    Bei Achilles‘ Truppe
    Heilloses Chaos hatte um sich gegriffen, als ein paar der Männer den Terrorwolf gesichtet hatten und aus dem Schreck heraus sofort zum Angriff übergegangen waren. Bereits nach kurzer Zeit wurde klar, dass es sich um keinen gewöhnlichen Terrorwolf handelte. Denn die erfahrenen Jäger spulten eine Methode nach der anderen ab, die normalerweise erfolgreich sein sollten, stattdessen aber jedes Mal mindestens ein Opfer in den eigenen Reihen forderte. „Das ist Kroll, der Menschenfresser!“ entfuhr es den entsetzten Männern schließlich, woraufhin bereits einige das Weite suchten, während ihnen das Ungetüm umgehend nachsetzte. Nur einer der Männer kämpfte, als würde ihn das Tier kein Stück einschüchtern. Achilles sah gar nicht ein, seine Kameraden im Stich zu lassen und schwang seinen Speer, wie nur Baragus, der Zerstörer es sonst könnte. Aber auch er hatte schwer zu kämpfen und musste sich immer wieder zurückfallen lassen, um nicht überwältigt zu werden. Minute um Minute zog sich der Kämpf hin, bis der inzwischen erschöpfte Krieger durch ein Gebüsch brach und direkt ins Lager trat, wo gut ein Dutzend weiterer Krieger ihn und Kroll bereits erwarteten. Ein Pfeilhagel regnete auf die Kreatur nieder, welche aber mit einem kräftigen Sprung auswich und weiter auf Achilles los ging, bis dieser einen schweren Fehler machte. Überall im direkten Umfeld des Lagers wurden Bärenfallen verteilt und genau in so ein Teil trat er selbst. Metall schnappte auf Knochen und ein peitschenartiges Geräusch durchdrang die Luft, wie die zahnige Falle die Achillessehne am rechten Fuß des Mannes. Schneller als irgendwer reagieren konnte stürzte sich Kroll auf sein Opfer und schlug seine messerscharfen Zähne in dessen entblößte Kehle.