VIII. Ich will keinen Mann!

Dieses Thema im Forum "Ondaron" wurde erstellt von Yukiko, 13. Mai 2018.

  1. Yukiko

    Yukiko Piratenkapitän

    Beiträge:
    558
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Zimmermann
    Alter:
    19 Jahre
    Größe:
    1,75 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Die Red Carpi segelte über den Ozean, es war heute eine ruhige fahrt. Kleine Wellen schlugen gegen das Schiff, so unbedeutend und gleichmäßig, dass man diese schon beinahe gar nicht mehr wahrnahm. Akataja stand am Steuer, Ark saß im Krähennest, Tanith in der Werkstatt und Wavami genoss den Wind im Gesicht.
    Seit einigen Tagen hatte die Crew Senjero verlassen und seither war die Zimmerfrau unter Deck gelegen ohne sich zu rühren. Wavami flößte der Frau gelegentlich etwas zu Trinken und etwas zu essen ein, aber da diese sich nicht rührte brauchte sie auch nicht viel.
    Die gedämpften Geräusche drangen an das Ohr der Zimmerfrau, sie öffnete blinzelnd die Augen und begann zu überlegen was passiert war. Sie war eindeutig in der Carpi, also hatten sie es aus der Höhle raus geschafft. Die Frau wollte sich aufsetzen, nahm jedoch sofort wieder die Belastung von Ihrer linken Schulter.
    Sie fühlte sich wie von einem Zug überrollt, oder vielleicht von zweien und einem Tanklaster und einem Dutzend Elefanten. Erst jetzt bemerkte sie die Bandagen und es roch …. Die Beschreibung war komisch, aber es roch nach Krankenhaus, nach Medikamenten und Salben und Desinfektionsmittel…. Ein widerlicher Geruch den Yuki noch nie leiden konnte.
    Langsam realisierte sie auch wieder was passiert war. Beubo war abgestürzt, verschüttet und die Carpi ohne Käpt’n. Wie war sie eigentlich auf das Schiff gekommen, sie versuchte den Nebel Ihrer Gedanken zu klären.
    Tanith war da und ein blonder nackter Engel hatte sie zum Schiff getragen. Ein blonder nackter Engel…. Langsam wurden die Bilder klarer und nach einer Schrecksekunde schüttelte die Zimmerfrau energisch den Kopf, das war kein Engel das war Ark und er war NACKT!
    „ach du kacke!!!…. Da war ein Engel… da war ein Engel….da war ein Engel!....“ Flüsterte sie ein paar Mal um es sich selbst wieder einzureden, der Nebel könnte ruhig über den Gedanken bleiben, so genau wollte sie es dann doch nicht mehr wissen.
    Sie atmete noch einige Male tief durch und begann einen erneuten Versuch sich aufzurichten. Wohl bedacht darauf, diese Runde die linke Schulter nicht zu belasten. Es schmerzte zwar jeder Muskel, doch es ging. Langsam aber es ging.
    Sie stolperte auf die Tür zu und machte sich auf den Weg aufs Deck. Zwischendurch musste sie sich zwar immer mal wieder mit dem rechten Arm abstützen an der Wand und Möbeln die gerade in Reichweite waren, aber es ging.
    Sie öffnete die Tür und trat in grelles Sonnenlicht und noch bevor sie etwas sehen konnte wurde ihr erscheinen bemerkt.
    „YUKI!“ ertönte Arks Stimme freudig aus dem Krähennest, dann sprang er auch schon akrobatisch über die Seile hinunter und landete nach wenigen Sekunden auf dem Deck. Auch Wavami war recht schnell vor Ort „Wieso bist du aufgestanden? Du solltest liegen bleiben!“
    Akataja stand am Steuerrat und grinste die Zimmerin an und dann tauchte auch schon Tanith in der Tür auf, der wohl ihr erscheinen dank Ark auch gehört hatte. Sie meinte auch bei ihm ein kurzes lächeln gesehen zu haben, aber es könnte auch Einbildung gewesen sein, ihre Augen hatten sich gerade eben erst an das Licht gewöhnt.
    Ihr Blick blieb bei Tanith als sie fragte „Beubo?“ doch der Scharfschütze schüttelte nur den Kopf. Auch wenn sie es nicht zu geben würde, ein kleiner Teil in Ihr hatte die Hoffnung dass ihr Käpt’n doch noch durch ein Wunder im Nachhinein wieder aufgetaucht war, doch dieser Hoffnungsschimmer war verflogen.
    „Du solltest wieder ins Bett!“ sagte die Ärztin mit Nachdruck in der Stimme. „Papperlapapp…. Doch nicht wegen den paar Kratzern?!“
    Wavami tippte daraufhin nur kurz mit ihrem Zeigefinger auf die linke Schulter von Yuki, welche augenblicklich mit einem schmerzhaften Stöhnen zusammenzuckte und ein paar Schritte davon taumelte. Sie funkelte Wavami kurz an, nicht wirklich bösartig, sie mochte solche Aktionen einfach nur nicht, außerdem könnte die Zimmerfrau nicht die nächsten paar Wochen liegen bleiben, da würde sie irgendwann Amok laufen, aber schonen das sollte sie sich vielleicht wirklich.
    „Und was machen wir jetzt?“ hatten die anderen schon darüber gesprochen? Vermutlich eher nicht…
    „sag du es….es ist dein Schiff!“ Tanith, charmant wie immer, doch genau wegen dieser direkten Art mochte sie den Kerl.
    Es war ihr Schiff, was wollte sie jetzt eigentlich tun. Sie war mit Beubo mitgegangen, weil er ehrlich war, weil er gute Absichten hatte und weil Sie das Gefühl hatte, dass er die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser machte.
    Sie fasste Ihren Entschluss.
    „Ich werde weiter segeln, ich will das was Beubo angefangen hat weiter führen. Ich will die Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Denen helfen die sich nicht selber helfen können, das Leben genießen, mir ab und an einen hinter die Binde kippen und mit Freunden zusammen sein. Ich will die korrupten Schweine, welche ganz offensichtlich in der Marine unterwegs sind fertig machen, diejenigen die nur auf die kleinen gehen. Ich werde zwar versuchen nicht ganz so treudoof in die Scheiße zu rennen wie Beubo, aber was er gemacht hat war richtig und ich lass mich von solchen Idioten wie Sterlin nicht daran hindern für das richtige zu kämpfen.“
    Sie schaute in die Runde, sie war offen ehrlich und redete für Ihre Verhältnisse echt viel ohne zu fluchen oder irgendwem eine über zu braten.
    „Ich weiß dass ihr alle hier steht wegen Beubo, weil ihr ihm gefolgt seid und ich bilde mir nicht ein dass ihr irgendeine Verpflichtung habt hier zu bleiben.“
    Sie könnte keinen zwingen auf der Carpi zu bleiben, sie wollte auch keinen zwingen, aber diese Crew war mehr als ein reines Anhängels von Beubo. Zumindest für Yuki.
    „Ich selbst bin nur wegen Beubo hier gelandet. Doch das hier ist mehr, ihr seid meine Freunde, ihr seid Familie für mich geworden. Es wird vermutlich ab und zu dämlich und gefährlich werden, aber ich mache weiter.“
    Die Shinin fuhr sich wie so oft mit der Hand über Ihre Schlangentätowierung.
    „Ich würde mich freuen wenn ihr mich begleitet und wir zusammen weiter machen, weil ihr mir echt wichtig geworden seid, ich könnte es aber auch verstehen wenn nicht. Dann werde ich euch bei der nächsten Insel aussteigen lassen. Was sagt ihr Freunde?“
     
  2. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

    Beiträge:
    191
    Alter:
    21 Jahre
    Größe:
    1,68 m Meter
    Steckbrief:
    Link
    Teufelsfrucht:
    Link
    Einige Tage waren schon ins Land gezogen, seit Ebony aus der Miene geflohen, und Jacks Seele befreit hatte. Trotzdem war sie noch immer hier, auf dieser finsteren Insel und saß auf dem Dach des Hotels indem sie sich zu Beginn ihres Abenteuers eingeschrieben hatte. Mit angezogenen Beinen sah sie gen Himmel und betrachtete den Mond der durch die Wolken schien.
    Hach Jack…irgendwie ist es so ruhig geworden seit du weg bist. Dieser komische Reporter hat sich ohne Umwege aus dem Staub gemacht, diese Hochstapler sind auch nicht mehr aufgetaucht.
    Kurz seufzte die gepiercte Lady, griff in die Hosentasche und zog eine Fliegerbrille hervor.
    Nur ich bin noch hier, little Pumkin.
    Der Rand der Brille funkelte kurz im Licht des Mondes.
    Die Karten haben gesagt es wird bald was geschehen, was mir den Weg weist..aber was und vor allem wann?.
    Sichtlich ungeduldig und etwas geknickt legte Ebony das Kinn auf ihre Knie. Ungeachtet der Menschenschmuggler war es nämlich sehr ruhig hier. Fast schon zu ruhig für ihren Geschmack. Am Hafen legte kein neues Schiff an, keine neue Geschichte der man hätte nachgehen können. Und auch wenn sie nun endlich lesen konnte was das für eine Insel auf der Karte war, die sie von Jack bekam, hatte sie keine Möglichkeit dorthin zu kommen. So ohne Schiff und eine Ahnung wie man die Karte zum Navigieren benutzen muss. Nach einer Weile reckte sich die Wahrsagerin und richtete sich auf.
    Vielleicht lenkt mich ein Abstecher in den Gasthof ab

    Mit diesem Gedanken lief die junge Claves über die kalten Dachziegel zum Rand des Daches um über eine Hohe Laterne hinunter auf die Straße zu gelangen.


    Mitten in der Nacht liefen nur selten Leute durch die Straßen und daher war es auch nicht verwunderlich das die Wahrsagerin bis auf einen Nachtwächter und dem ein der anderem Paar, niemandem begegnete. Die Taverne zu der sie wollte, hieß –Zum goldenen Bären- und war hier der Anlaufpunkt für Reisende. Und obwohl es auf den ersten Blick nicht danach aussah, auch Umschlagspunkt für so manches Inventar. Hier wurde nämlich mit Vorliebe gepokert und manchmal gingen auch ganz andere Sachen über den Tisch außer Geld, wie Seekarten, Edelsteine, Waffen und dergleichen. Als Ebony die Taverne betrat, ging sie auch direkt auf die Theke zu. Der Wirt kannte die Frau mit den Violetten Zöpfen bereits und lächelte ihr zu während er ein Glas abtrocknete.
    Hey kleines, .. was darfs sein?
    Mit einem kleinen Satz ließ sie sich auf dem Barhocker nieder und strich sich eine Strähne aus dem blassen Gesicht.
    Einen Kaffee bitte.
    Mit Zucker?
    Ja bitte..und kalt soll er sein.
    Mit einem verständnisslosen Schulterzucken drehte der Wirt sich um, machte die Tasse fertig und ließ sie etwas abseits stehen damit sie abkühlen konnte. Während dessen drehte die Wahrsagerin ihren Kopf in den Gastraum und sah sich die Nachtschwärmer an. Es waren größtenteils Einheimische, ältere Männer die wohl noch keine Lust hatten zu ihren Frauen nach Hause zu gehen. Alles in allem also nichts interessantes was man hätte an flirten können um sich die Zeit zu vertreiben. Dann aber huschten ihre grauen Augen zu einem Tisch recht weit hinten. Dort saßen 4 Männer die offensichtlich Karten spielten und der Einsatz schien mehr als nur Geld zu sein.
    hm… das sieht doch interessant aus
    Mit einer Hand Strich sie sich eine Strähne hinter die Ohren, um unauffällig mit ihren Fingern eine Art Trichter zu formen.



    Ok, noch eine Runde?
    Naar…ich bin blank Mann, selbst wenn ich wollte könnte ich nicht
    Hm, ok dann nicht, was ist mit euch beiden?
    Ich hab noch 500.000 Berry die setz ich, was ist mit euch?
    Wow, ok..ehm..dann setz ich mein First Class Ticket fürs Foodball Spiel nächste Woche
    Sehr geil, die hol ich mir !
    Erstmal musst du was setzen bevor du mitspielst mein bester, und soweit ich mitgezählt habe, hast du genau so wie Chris keine Kohle die du setzen könntest!
    Aber ich bin Käptn eines Schiffes.
    Du willst dein Schiff setzen?!
    Nein bist du blöd? Aber kostenlose Überfahrt an den Ort deiner Wahl
    Alles klar, das ist n Deal. Trotzdem ist das zu 3 Kacke, wir brauchen n vierten Spieler sonst ist das keine 4-er Bären Runde.



    Mit einem neckischen lächeln erhob sich Ebony.
    Ich liebe meine Teufelskräfte. Wenn das keine guten Aussichten sind, hihi

    Mitsamt ihrem Kaffee den man ihr gerade hingestellt hatte erhob sich die tätowierte Dame von dem Hocker und lief zu dem Tisch der Männer herüber. Als die leicht bekleidete Lady an dem Tisch ankam, sahen die Herren sie ungläubig an, wobei sie eher ihren Körper anstarrten und später erst ihr Gesicht.
    Guten Abend meine Herren, ich habe gehört das es hier wohl eine Pokerrunde geben soll und ich würde gern mal mein Glück versuchen.
    Hey schönes Ding. Sprach der erste mit einem Schmunzeln.
    Ja das ist die Runde, aber kleines..kannst du denn überhaupt Pokern?
    Das Spiel ist mir bekannt, ja.
    Hast du denn etwas was du einsetzen kannst?
    Mit einem einem neckischem lächeln erhob sie ihre Hand um tippte dem Mann sacht gegen die Nasenspitze.
    Ja, das habe ich durchaus.
    Na dann, setz dich und nenn deinen Einsatz.
    Mit einer Handbewegung deutete er einem Mann, aufzustehen und um den Platz für Ebony frei zu machen.
    Nichts für Ungut Chris, aber wenn du nicht mitspielst kann sie da sitzen.
    Als die Wahrsagerin sich gesetzt hatte sah einmal nach vorn und konnte sich ihr grinsen grade noch so verkneifen. An der gegenüber liegenden Wand hangen noch alte Spiegel. Für normale Menschen nicht relevant, da sie zu weit weg waren um mehr als Schemen auszumachen. Doch für die Teufelsfrau war das ein absoluter Königsplatz. Einer der Spiegel ging nämlich ums Eck, und so konnte Ebony wunderbar die Karten der anderen im Auge behalten ohne aufzufallen.
    Was ist dein Einsatz kleines?
    Kurz entschlossen Griff sie in ihre Tasche und zog eine Karte hervor. Ungläubig sahen die 3 Männer auf die Karte.
    Das ist ja ne Seekarte! Ist die echt?!
    Mit einer Hand rollte Ebony die Karte auf dem Tisch aus und lächelte zynisch.
    Natürlich ist sie echt, und sie ist mein Einsatz für dieses Spiel.
    Ey das ist ne Karte von Ondaron, die Insel soll richtig Konfus sein hab ich gehört. Die hol ich mir!
    Da ihr euch jetzt der Echtheit der Karte sicher sein könnt. Eure Einsätze auf den Tisch.
    Mit einem zustimmenden nicken legten die Männer ihre Einsätze auf den Tisch und das Spiel begann.
     
  3. Akataja

    Akataja Pirat

    Beiträge:
    1.392
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Navigator
    Alter:
    30 Jahre
    Größe:
    1,95 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Es war ruhig auf dem Meer, nach all dem Chaos in der Höhle und dem Lärm der Schlacht schien es auf dem Meer sogar unendlich still. Das Schiff war erst mal auf einem sicheren Kurs um Sanjero, weit genug weg um nicht so leicht gesehen zu werden, nahe genug um ohne Lockport zu navigieren.

    „Ohne euren Kapitän, sind sie nichts mehr wert“ die Worte von Iwa klangen erstaunlich kalt, sollten sie aber gar nicht „also... das ist jetzt nicht so gemeint ich meine... ohne ihn gibt es kein lohnendes Kopfgeld hier.“ die drei Schwestern standen zusammen an Deck der Red Carpi, bereit zum Aufbruch. Nachdem Misa wieder erwacht und versorgt war hatten sie es recht eilig wieder zu gehen. „Und persönlich haben wir nichts gegen euch, jeder weitere Kampf wäre sinnlos.“ sie nickte zu ihrer jüngsten Schwester, Kika, also sie versuchte es, doch wegen ihrer Blindheit nickte sie nur in etwa in Richtung, aber alle an Bord waren zu höflich um sie darauf hin zu weisen und Kika kannte das Zeichen ja. Die blonde drückte Taja etwas in die Hand „Das hier... ist ein Geschenk, bitte sehen sie es als Ausgleich dafür, dass sie unser Leben verschont haben. Sie werden es sicherlich als nützlich empfinden.“

    „Das ist... eine Unterhose? Für... für Mädchen...?“ fragte Taja verwundert, der mit einer Mischung verschiedenster Emotionen auf das weiße Stück Baumwolle sah.

    „KIKA!“ Iwa schnaufe und das blonde Mädchen kugelte sich am Boden vor Lachen. Iwa schnappte sich das sehr private Stück Wäsche zurück -und traf auch gleich nach dem dritten Versuch! Selbst Misa musste kurz amüsiert lächeln, bevor sie das eigentliche Gut herausgab.

    „Ein Lockport? So einen haben wir schon.“ dennoch war er sehr froh, dass dies das nützliche Geschenk sein sollte.

    „Nicht ganz, denn im Vergleich zu ihrem, ist dieser hier bereits aufgeladen, das heißt sie können weiterziehen bevor die Marine hierher kommt. Als Professionelle Kopfgeldjäger haben wir immer ein oder zwei als Ersatz.“

    „Ick würden den hier abba so schnell et jeht wieda los wer'n... der is nämlich jeklaut! Aba keene sorje, der wird den nich vermissen.“ fügte das Blonde mädchen noch hinzu.

    Taja drehte den Lockport und las auf der Rückseite „Für Sterling-Schätzchen, Kuss Biscuite.“

    Die drei Stiegen dann wieder in ihre Nussschale, während sie ins Wasser glitten sah Iwa nochmal auf, diesmal sogar fast in die richtige Richtung „Keine Sorge, wir werden uns wieder treffen... sobald euer Name wieder auf einem Steckbrief auftaucht!“


    Seit dem waren einige Tage vergangen, Taja wusste nicht wohin sonst also folgte er dem Lockport zur nächsten Insel. Es war eine recht stille reise, natürlich, Yukiko hütete die ganze Zeit das Bett und Beubo war weg. Die Stimmung war gedrückt und anscheinend wusste keiner so recht wo es hingehen sollte, es gab eben keinen Kapitän.

    Wenn Taja nicht das Schiff navigierte oder steuerte, meditierte er und setzte sich mit dem anderen in ihm auseinander, das war gar nicht so leicht wie es sich anhörte. Meistens waren seine Gedanken eh von einem Gedanken blockiert, Beubo. Taja war ein Soldat und an seiner Seite waren schon einige Männer gestorben, Soldaten und Zivilisten, mit höherem und niedrigem Rang, aber Beubo, das war was anderes... Es war das erste mal das Beubo einen Freund verloren hatte. Das machte die Begegnung mit der eigenen Sterblichkeit nochmal um einiges echter. Er verstand den alten Einsiedler von damals immer besser und in ihm wuchs tatsächlich so etwas wie Angst.
    Aber Taja dachte noch immer nicht an seinen eigenen tot, aber nun wurde ihm klar dass er vielleicht doch nicht dazu in der Lage war seine Freunde und Familie vor allem zu beschützen.

    Taja wurde erst so richtig aus seinen Gedanken gerissen als Yukiko wieder da war. Er hatte sich um sie gesorgt und noch jemanden zu verlieren, noch einen Nakama.
    Yukiko war erstaunlich, sie war noch immer entschlossen, es schien so als ob aufhören oder weiter machen gar keine Frage für sie war. Sie sagte sie wollte Beubos Weg weiter gehen, aber noch mehr, Taja konnte spüren, dass sie es zu ihrem eigenen Weg machen würde. Sie war dazu in der Lage alle vor die offensichtliche Frage zu stellen, sollten sie weiter auf diesem Schiff bleiben? Und was dahinter steckte, sollten sie Piraten bleiben?

    „Ich habe Beubo damals ein Versprechen gegeben... und ich meinte es ernst, ich wollte der Navigator sein, der ihn auf den Kurs zum nächsten Piratenkönig bringt. Ich wollte immer ein Krieger der Meere werden und ein großer Held. Wenn du so jemanden auf deinem Schiff gebrauchen kannst, dann wäre ich froh mit dir zu segeln.“ er versuchte möglichst sicher zu lächeln „Du hast mein Schwert... und meine Seekarten.“
     
  4. Wavami

    Wavami Pirat

    Beiträge:
    177
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Ärztin
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,85 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Rasse:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Ruhe. Eigentlich schätze Wavami sie immer sehr. Vor allem nach den Ereignissen von vor einigen Tagen hatte sie sich doch sehr nach ihr gesehnt. Und auch, wenn ihr Körper ihr sehr dankbar dafür war, dass sie momentan eine stille Phase hatte, so gefiel sie ihr kopflich absolut nicht. So kannte sie sich sonst gar nicht. Unter anderen Umständen hätte sie das Schiff schon längst wieder verlassen, spätestens als diese drei verrückten Schwestern in dem Metallanzug angegriffen hatten. Nur ist es nie dazu gekommen, auch wenn sie so oft die Gelegenheit dazu gehabt hätte. Dies hing auch sehr eng mit dem zusammen, was sie Yukiko unbedingt noch erzählen wollte, was ja auch der Grund war, warum sie sich so ungewohnt verhielt. Sie schaute geistesabwesend aufs Meer und band sich die Haare zusammen. Es tat gut, an der Reling gelehnt wenigstens etwas Abkühlung durch den Wind zu bekommen, da störten die dichten Fransen sie nur in ihrem Gesicht. Sie lehnte sich etwas weiter über die Reling und ließ ihren Blick schweifen.

    Sanfte Wellen, eine ruhige, stetige Brise, kaum eine Wolke am Himmel. Fast schon vergaß sie ihre schmerzenden Glieder, den heißen Sand, auf dem sie sich zum Ausruhen niedergelassen hatte. In der Ferne hörte sie geschäftiges Treiben. Immer noch leise genug, um es ignorieren zu können. Die Kraft, die sie eben noch in ihren nutze, um sich aufrecht zu halten, nahm sie schlagartig aus diesen heraus und ließ sich nach hinten fallen. In ihrem Magen war ein Loch, das sich kaum mehr ausblenden ließ. In der Hoffnung, dass sich etwas finden ließ, mit dem sie dieses Loch füllen könnte, öffnete sie den Rucksack auf ihrem Schoß und griff hinein. Und tatsächlich, sie stieß auf etwas, bekannt und dennoch völlig neu. Der Duft, der ihr entgegenstieg, ließ ihren Magen einmal laut knurren. Die feine Kruste, ganz anders als die, die sie kannte, aus der man ein ganzes Haus hätte bauen können. Die Farbe, ein appetitliches Goldbraun, nicht fast schon schwarz. Sie brach ein Stück ab, das Brot federte leicht auf ihrem Druck zurück, es war saftig und sie konnte sich nicht länger zurückalten, biss zu. Und nochmal, nochmal, nochmal. Tränen füllten ihre Augen mehr und mehr, mit jedem Bissen, den sie nahm. Ehe sie es sich versah, war das ganze Brot auch schon verschwunden und eine einzelne Träne bahnte sich den Weg an ihrer Wange hinunter. Sie stand auf und ging einige Schritte auf das Meer zu, sodass sie mit den Knöcheln im Wasser stand. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht und die Träne verschwand zeitgleich in den Weiten des Meeres. „Danke…“

    Aus ihren Gedanken wurde sie plötzlich von Ark gerissen, der freudig verkündete, dass Yukiko ihre Bettruhe unterbrochen hatte. Als Ärztin war Wavami darüber natürlich nur mäßig begeistert. Aber auch, nachdem sie der anderen Frau aufgezeigt hatte, dass sie noch überhaupt nicht so fit war, wie sie es wohl gerne gehabt hätte, bestand diese darauf an Deck zu bleiben. Nichts, was sie von dieser Truppe nicht inzwischen gewöhnt gewesen wäre. Deshalb ließ sie es auch erst einmal damit bewenden, Yukiko hatte sowieso etwas zu verkünden.

    „Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll und ich weiß auch nicht wie ihr dazu steht. Eigentlich wäre ich unter anderen Umständen schon längst nicht mehr auf diesem Schiff und es überrascht mich fast schon selbst, dass ich weder abgehauen bin, noch ihr mich vom Schiff geworfen habt.“

    Kurz schaute sie in die Runde, ehe sie weitersprach. Ein Lächeln, ähnlich wie das von vor einigen Jahren auf dem Gesicht.

    „Am Anfang waren es zwar nur die Umstände, aber inzwischen möchte ich schon gern bleiben. Wenn niemand was dagegen hat und ihr mich gebrauchen könnt.“
     
  5. Ark

    Ark Pirat

    Beiträge:
    383
    Posten:
    Koch
    Größe:
    1,65 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Die letzten Tage waren hohl. Das war das beste Wort für dieses Gefühl, es schien alles von außen betrachtet richtig und voll zu sein, aber unter der Oberfläche war nichts, nichts was es von innen heraus stützte.
    Ark war bewusst, was der Grund dafür war, war doch jede Konversation hier mit einem Schatten behaftet, als würde es hier ein Tabuthema sein, als würde es durch ausschweigen einfacher werden, dies war vielleicht für andere durchaus der Fall.
    Er selbst fühlte sich dagegen, als ob er im tiefen, trüben Ozean ertrinken würde, doch gab es für jeden eine eigene Art zu trauern und für Ark bedeutete es, den schmalen Grad zu balancieren, er selbst war im wahrsten Sinne des Wortes auf Messers Schneide, auf der einen Seite fühlte er sich verantwortlich, so weiterzumachen wie Beubo es gewollt hätte, mit einem Lächeln auf den Lippen und einem gelegentlichen Gedanken an ihn. Die andere Seite ist das nagende Gefühl von Trauer, dass sich schwer in Worte beschreiben ließ, es ist wie ein Tunnel bis ins Herz hinein, ein Tunnel, von dem man nicht wusste, ob etwas herausblutete oder hineinsickerte, vielleicht ja beides zur gleichen Zeit, vielleicht ist es auch nur so, dass alles nun so offen stand, dass sämtliche guten Erinnerungen einfach beiseite geschoben wurden, sämtliche Gedanken, die man sich über den Tod gemacht hatte, dass das Herz nun einfach freigelegt wurde und somit es ein einfaches war, da hineinzugucken oder etwas dagegenzuschmeißen.
    Die anderen haben noch nicht bemerkt, was Ark Stück für Stück unter dem Krähennest gebaut hatte, seinen eigenen Beitrag dazu, sich an Beubo zu erinnern. Auch wissen sie nicht, dass er sich nachts rausschleicht, ein Tau am Schiff und Fußgelenk befestigt und sich dann nackt ins Meer schmeißt, das kalte Wasser so lange versuchte wie möglich auszuhalten, ein Ausdauertraining würden einige es nennen, er nannte es eine Gelegenheit den Kopf zu erfrischen, jeder der weiß wie Jugendliche trauern, würde es als Selbstbestrafung interpretieren.
    Hatte denn Ark einen Grund, sich selbst zu bestrafen? Reichlich. Er war in der Nähe gewesen, er hätte nur ein bisschen schneller sein müssen, hätte er im Kampf gegen Tinte nur vornherein es gründlich gemacht, anstatt das zu huschen, seine Eile hat ihn viel zu lange aufgehalten am Ende. Jedoch hätte er in Lohen auch etwas vorsichtiger sein können, dann hätte er Sterling damals besiegen können und dann wäre er bestimmt nicht auf die Idee gekommen, noch einmal so etwas wie einen Racheplan zu entwickeln. Oder er hätte zumindest dann Ark zum Kampf gefordert.
    Jeder der behaupten würde, dass Ark nichts tun konnte, war ein Lügner. Wenn man zurückdachte, gab es so viele Dinge, die er hätte anders machen können, er hätte Beubos Training mehr anziehen können, sodass dieser mit Bravour Sterling gemeistert hätte, der Mönch hätte darauf bestehen können, dass Beubo zurückbleibt, alles was passiert war, führte am Ende zu dem Ergebnis und es gab viele Gelegenheiten, die anders gekommen wären, hätte Ark eine andere Entscheidung damals getroffen.
    Das Schlimmste von allem ist aber, dass er Beubo verloren hatte. Beubo, der ihm das Leben gerettet hatte, als er auf Noträdamm fast aufgeknüpft worden wäre. Eine Lebensschuld, die niemals eingelöst werden konnte. Der Kapitän, der ihm einen Weg gegeben hatte, als er sich nur auf die Strömungen des Schicksals verließ... auch wenn der Weg Piraterie gewesen war. Ein Bruder, der vielleicht in vielerlei Hinsicht etwas peinlich und hilfebedürftig war, aber immer an Arks Seite stand. Die Reise zusammen war nur kurz, viel zu kurz, aber in der kurzen Zeit war Beubo für Ark unersetzlich geworden.
    Jedoch gab es noch andere Dinge, andere Verpflichtungen. Eru. Er musste sie finden, sie war irgendwo auf dem Meer, wenn Ark auch nicht wusste wo, jedoch würde er sie finden. Diese Aufgabe hielt den jungen Mönch aufrecht und sorgte dafür, dass er noch weitermachen konnte, während der Gedanke, was Beubo wollen würde, ihn weiter lachen ließ.
    Ark ging es gut.
    Deswegen war es auch nicht verwunderlich, wie er auf Yukikos Ansprache reagierte: „Ich habe immer noch meine Ziele, ich werde Eru und das stärkste Gericht der Welt finden! Natürlich bleibe ich auf dem Schiff, wenn ich die Wahl habe und da ich nun sowieso Pirat bin, ist es auch etwas spät für einen Rückzug. Also gibt es nur noch Vorne!“ Das verwegene, weißzahnige Grinsen und die offene und entschlossene Haltung ließen keinen Zweifel übrig, dass Ark es ernst war und dass er jeden Tag Lächeln würde, damit er Beubo auch alle Ehre machen würde.
    Auch wenn er nicht genau wusste, was Yuki gegen die Marine hatte, weil abgesehen von Sterling das alles Männer und Frauen waren, die für die Gerechtigkeit standen und dafür sorgten, dass Piraten die armen Inselbewohnern, die sich nicht selbst helfen konnten, helfen konnten.
     
  6. Tanith Sagitar

    Tanith Sagitar Pirat

    Beiträge:
    602
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Waffenmeister
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,87 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Die Stimmung auf der Capri konnte man nur mit viel gutem Willen als ernsthaft und reflektiert bezeichnen. Wesentlich ehrlicher wäre es gewesen zu behaupten alle benähmen sich als hatte ihnen jemand in die Frühstücksflocken gepinkelt und ein Zyniker mochte behaupten, dass bei ein wenig mehr Frohsinn schon beinah eine spontane Beerdigung ausbrechen mochte.
    Tanith beschränkte sich größtenteils darauf die anderen zu beobachten und hier und da einen kleinen Anstoß zu geben wenn bestimmte Dinge erledigt werden musste. Schließlich wurden sie alle gebraucht wenn sie nicht auf See verhungern, spontan absaufen oder von einer der anderen Überraschungen der Grand Line dahingerafft werden wollten.
    Was er allerdings nicht tat war das Thema Beubo anzusprechen.
    Akataja benahm sich, soweit es Tanith betraf, wie immer. Er wirkte mürrisch, leicht depressiv und in sich gekehrt. Hätte Akataja nicht ohnehin ein Schwert besessen hätt Tanith dafür gesorgt, dass Rasierklingen und sonstige scharfe Gegenstände erstmal weggeschlossen worden wären. Es blieb nur zu hoffen, dass er kein allzu glühender Anhänger dieser seltsamen Tradition war bei der Schwertkämpfer sich aus falschempfundenen Ehrgefühl selbst den Bauch aufschlitzten. Oder wenn er es doch tat, dass er zumindest etwas unterlegte um nicht das ganze Deck zu versauen.
    Für Ark dagegen war die ganze Sache wesentlich härter, vielleicht härter als für jeden anderen. Er war eindeutig mitgenommen und es hätte Tanith nicht gewundert wenn der blonde Junge wirklich eines Morgens derjenige gewesen wäre den sie mit geöffneten Pulsadern gefunden hätten. Aber auch wenn es offensichtlich war, dass Ark Probleme hatte, war es noch wesentlich offensichtlicher, dass Tanith wohl kaum der richtige war um mit ihm über sowas zu reden. So eine Situation erforderte entweder Zeit oder jemanden mit sehr viel Feingefühl für die menschliche Psyche. Was Tanith in dieser Situation tun würde war wohl jedem der ihn kannte klar.
    Wavami war vermutlich die Entspannteste von ihnen, sie kannte Beubo noch nicht sonderlich lange und schien die ganze Situation daher wohl besser zu verdauen als die anderen. Obwohl selbst bei ihr die allgemeine Stimmung ein wenig düsterer zu werden schien.
    Alles in Allem war die Stimmung düster, hätte aber schlimmer sein können. Tanith selbst war natürlich der Meinung, dass er die Sache relativ gut wegstecken konnte. Es war nicht der erste Tot den er erlebte und würde sicherlich nicht der letzte sein. Er würde einfach abwarten bis die anderen die Sache abgehackt hatten und dann würden sie weiter sehen.
    Dass er nachts öfter mal wach lag und sich dann auch das ein oder andere Mal an Yukis nicht ganz so geheimen Bierreserven vergriff war nicht weiter ungewöhnlich. Viele Menschen hatten bei Vollmond Schlafstörungen und ein, zwei oder fünf Bier wirkten da manchmal wahre Wunder. Erzählen würde er den anderen das selbstverständlich nicht, die würden das ohnehin nicht verstehen und nur denken ihm wäre Beubo egal gewesen nur weil er seinen Abgang nicht beweinte wie in einem billigen Theaterstück.
    Es war ein wenig überraschend, dass letzten Endes Yukiko diejenige war die das endlose trübsal blasen beendete indem sie eine unnötig rührselige Ansprache darüber hielt da weiter zu machen wo Beubo aufgehört hatte. Tanith konnte zwar einige ihrer Punkte nachvollziehen, glaubte aber trotzdem, dass aus ihr gerade eine mittelschwere Gehirnerschütterung sprach. Aber egal was wirklich der Grund für die Motivationsrede war, sie verfehlte nicht ihre Wirkung. Einer nach dem anderen stimmten Akataja, Ark und Wavami zu und legten jeder eine Art Treueschwur ab. Ausnahmslos improvisiert, da war Tanith sich sicher.
    Er selbst nahm sich Zeit, er wartet ab und hörte sich an was die anderen zu sagen hatten. Dies hier war schließlich eine recht einmalige Chance der ganzen Piratensache den Rücken zu kehren und mit heiler Haut davon zu kommen. Vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes ihre letzte Chance.
    Als letzter trat er Yukiko schließlich gegenüber, sein Gesicht ruhig und ausdruckslos wie immer. Die Mischung aus Hoffnung und Angst die Momentan in ihr brodelte konnte man fast körperlich spüren. Tanith atmete tief durch und sah Yuki einfach nur an. Wie viel Zeit wirklich verging während er sie einfach nur anstarrte war schwierig zu sagen. Nach vielleicht einer oder zwei Minuten schnellte sein Arm plötzlich nach vorn, er packte Yukis Hand und nickte ihr mit einem leichten Lächeln zu. „Ich halt dir den Rücken frei, wenn du dafür sorgst dass mir keiner auf die Pelle rückt.“
    Tanith machte einen kurzen Schritt auf Yuki zu, hielt ihre Hand weiter fest und sein Lächeln wurde fast schon bedrohlich. Er beugte sich ein wenig vor und flüsterte Yukiko, noch immer teuflisch lächelnd ins Ohr. „Und ich schwöre dir wenn du mir wegstirbst komme persönlich in das dreckige Höllenloch in dem deine Seele verschimmelt und tret dir in den Arsch.“
    Bevor Yuki etwas erwidern konnte machte Tanith auch schon einen Schritt zurück, schaute sie mit dem gleichen kaum merklichen Lächeln an mit dem er die Unterhaltung begonnen hatte und fragte: „Abgemacht?“
     
  7. Yukiko

    Yukiko Piratenkapitän

    Beiträge:
    558
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Zimmermann
    Alter:
    19 Jahre
    Größe:
    1,75 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    [In der Gaststätte]
    „Also gut kleines zeig was du kannst!“
    Die Karten wurden ausgeteilt und das Spiel begann. Während sich die am Tisch anwesenden Leute misstrauisch beäugten und alle penibel darauf achteten, dass keiner einem in die Karten schielen konnte, wurde versucht ein kleines Pläuschchen zu beginnen.
    „Wenn ich gewinne, bringst du mich nach dem Football spiel auf ne Insel mit vielen vielen schönen Frauen….“ Begann der Erste und grinste Siegessicher in seine Karten „pah auf ne Insel mit vielen schönen Frauen… hast du den Verstand verloren… man sollte so weit weg von den launischen Biestern wie nur möglich!“ fuhr ihm der Nächste ins Wort und spuckte auf den Boden.
    Die Frau am Tisch zog zwar eine Augenbraue nach oben, bei dieser Aussage, entschied sich jedoch lieber keine Äußerung dazu abzugeben.
    „Das hat er bestimmt nicht so gemeint Honey, wer würde vor solch einem Liebreizenden Ding wie dir schon flüchten.“ Dabei wurde der Frau zugezwinkert. Es war schon ein seltsamer Haufen an Mannsbilder, doch es war immerhin eine kleine Ablenkung, von der sonst so herrschenden Langeweile.
    „Wieso hast du denn eigentlich ne Karte von der verfluchten Insel Ondaron?“
    Eine verfluchte Insel, der Kapitän des Schiffes machte die Frau hellhörig, war das tatsächlich die nächste Geschichte der sie hinterher eilen würde?
    Mit dem charmantesten Lächeln, dass sie bieten konnte, lehnte sie sich ein bisschen zu dem Käpt’n rüber und hauchte ihm die schaurigen Worte entgegen „ich hab sie von einem Toten geschenkt bekommen….“ Für einen kurzen Augenblick war es still am Tisch, niemand bewegte sich, kaum einer traute sich zu atmen.
    „man Weibsbilder…. Sag doch einfach dass du sie geerbt hast! Wie es jeder andere normale Mensch tun würde!“
    Man hätte jetzt eine Diskussion starten können, jedoch wäre es nicht hilfreich, zumindest nicht so lange bis sie ein paar weitere Informationen hatte.
    „warum soll die Insel verflucht sein? Warst du schon dort?“
    „oh Gott Nein! In dem Dschungel, Wald, Urwald oder was auch immer da sein mag, sollen dunkle Gestalten ihr Unwesen treiben, wenn man den Einheimischen glauben soll. Hatte mal nen Koch der dort war, der hat vielleicht Geschichten von den Einwohnern erzählt…. Das regelmäßig Menschen verschwinden und dass das diese Dinger dann mal wieder für ne Weile ruhig stellt…. Aber nie entgültig…. Früher oder später …. Brrrr …. Themawechsel“
    Dem Kapitän war es sichtlich unangenehm weiter von der Insel zu reden….
    „Hast du ein Freund süße?“
    „Lass den scheiß und Karten auf den Tisch, ich will sehen was ihr habt!“


    [Red Carpi]
    Alle segelten mit, alle wollten bleiben, die junge Zimmerfrau war sich zwar nicht ganz sicher ob Akataja sie jetzt zur nächsten Piraktenkönigin machen wollte oder nicht und wie ernst Tanith seine Drohung meinte. Wobei nein, da war sie sich ganz sicher, er meinte sie sehr ernst. Aber das war alles zweitrangig.
    Alle wollten bleiben, selbst Wavami, die noch nicht so lange dabei war, entschied sich dabei zu bleiben, sofern niemand etwas dagegen hatte. Was war es dann noch für ein Preis den sie zahlen musste.
    Ein paar Morddrohung, gegebenenfalls die Mühe sich selbst zur Piratenkönigin hoch zuarbeiten um einen Freund nicht zu enttäuschen, einen oder eine gewisse Eru finden um dem anderen Freund bei der Verwirklichung seiner Ziele zu helfen, selbst die Welt auf den Kopfstellen wäre ein akzeptabler Preis gewesen, das alles war zweitrangig. Wie viel mühen noch kommen würden, wie anstrengend der Weg noch werden würde, es war in Ordnung, es war gut.
    Sie konnte ihre Freunde und Familie behalten, sie würden es zusammen machen und sie würden alles zusammen meistern.
    Wäre Yuki ein emotionaler Mensch, hätte es ihr jetzt vermutlich Tränen in die Augen getrieben. Aber jetzt seien wir mal ehrlich. Die Predigt die sie kurz zuvor gehalten hatte bzw. die Ankündigung verlangte so viel Emotionales und Mitgefühl von der Frau, wie sie normalerweise nicht in einem Monat öffentlich zur Schau stellen würde.
    Ein breites Grinsen im Gesicht und verschränkten Armen vor der Brust stand sie nun also da und alle starrten sie an. Glaubten die etwas da käme noch mehr?
    „Also dann! Hört auf Maulaffen feil zu halten, zurück an die Arbeit!“
    Der Magen der Zimmerfrau knurrte, laut und deutlich.
    „Ark koch uns bitte was, wie viel Vorräte haben wir eigentlich noch?!“
    „Akataja bring uns zur nächsten Insel. Aber ohne ne Sandbank zu treffen!“
    „Du als neues Mitglied dieses Chaotenhaufen hilfst ihm bitte Wavami, ab ins Krähennest und Augen auf. Akataja weist dich ein auf was es ankommt!“

    Tanith hatte sich schon mit einer abwehrenden Handbewegung auf den Weg in die Werkstatt gemacht, das war zu erwarten. „Ich geh in die Werkstatt….“ Ein scharfes räuspern der neuen Schiffsärztin brachte die Zimmerfrau aus dem Konzept „..um nicht zu arbeiten…. Nur um kurz nach dem Rechten zu schauen und mich dann irgendwo hinsetzen und schonen….“ Fügte sie zähneknirschend hinzu.
    Doch die Ärztin schien das glücklich zu stimmen, vermutlich war es mehr Entgegenkommen der Zimmerfrau als sie erwartet hatte.
    Und somit verschwanden alle an Ihre angewiesenen Posten. Yuki ging zur Werkstatt, na gut sie konnte nicht arbeiten, schließlich hatte sie das Wavami gesagt und ihre Schulter dankte es ihr vermutlich auch, aaaaaaaaaaaber in der Werkstatt war ihr Bier. Man konnte sich doch auf den neuen Posten ein Bierchen gönnen oder?
    Selbstverständlich!
    Also tapste die angeschlagene Frau in die Werkstatt rein und sehr zielstrebig auf ihr Versteck zu. Was hieß hier ihr Versteck, die Handwerker hatten das ganze mal gebaut um den Anschein zu wahren falls Fremde die Werkstatt betraten.
    Tanith beobachtete die Frau zwar aus dem Augenwinkel, mehr tat er aber auch noch nicht.
    Mit hochgezogener Augenbraue musste die Zimmerin dann feststellen, dass der Biervorrat ein gutes Stück abgenommen hatte. War sie so lange weg getreten gewesen? Wer trank hier noch Bier?
    Nein die bessere Frage wäre, wer außer ihr traute sich in die Werkstatt!
    Sie nahm sich eins heraus, öffnete es und nahm erst einmal einen ordentlichen Schluck.
    Dann nahm sie ein zweites, schob die Tür auf der Außenseite des Schrankes wieder zu und ging zu Ihrem Scharfschützen, der Sie immer noch etwas misstrauisch musterte. An der Stelle des Scharfschützen wäre sie vermutlich auch etwas nervös geworden, wobei weniger nervös, mehr aufmerksam, Yuki war nicht gerade für ihre liebevolle Art bekannt.
    Doch sie stellte einfach nur kommentarlos die Bierflasche vor den Scharfschützen. Dann ging sie Richtung Ausgang. Gerade als sie auf Höhe der Tür war schlug sie gegen die Wand, direkt neben dem Türrahmen und eine verstecktes Türchen öffnete sich in der Wand. Vielleicht 50 cm Breit und 50 cm hoch, müsste man jetzt genau nachmessen. Es war mit einer Magnethalterung geschlossen, bei dem schlag direkt neben die Halterung schwang sie auf.
    Im inneren des Versteckes kamen dann weitere Flaschen zum Vorschein. Whyski, Scotch und Rum.
    „Bau mir wenn möglich eine Kühlvorrichtung in beide ‚Schränke‘ ein, nur so halbwegs kalt kann man es zwar trinken, schmeckt aber lang nicht so gut wie ganz kalt.“
    Damit verabschiedete sie sich, Tanith würde schon verstehen wie es gemeint war, die zwei verstanden seltsamerweise relative oft, was der andere eigentlich sagen wollte ohne das er es Aussprach. Vielleicht waren sie beide auf die gleiche Art bescheuert diesbezüglich.
    Die Frau wollte jedoch weiter, sie durfte ja schließlich sowieso nicht arbeiten, also ging sie in die Küche, vielleicht könnte sie Ark helfen, oder zumindest Gesellschaft leisten.
    Kaum war sie in der Küche angekommen berichtete der blonde Junge auch schon „also Vorräte haben wir zwar noch, aber nicht mehr so üppig. Sollten wir unbedingt auf der nächsten Insel auffüllen. Hoffentlich kommt die bald sonst müssen wir halt Angeln. Beim Wasservorrat ist es nicht ganz so einfach.“
    Sie beobachtete ihren Koch grinsend, wie er durch die Küche wuselte, jeder Handschlag sah perfekt abgestimmt und eintrainiert aus. Ein Arbeiter in seinem Element. „Die Angeln sind unter Deck, kein Problem das bekommen wir hin. Kann ich dir helfen?“
    Die Shinin rechnete nicht wirklich damit dass sie das konnte, Kochen war nicht gerade ihre Paradedisziplin, außer es ging darum ein Steak zu grillen, ok das konnte man vielleicht nicht als kochen bezeichnen.
    „Nein~, nein~“
    Sie hätte das gleiche geantwortet, wenn jemand gefragt hätte ob man ihr beim Zimmern helfen kann, der keinerlei Vorkenntnisse hätte.
    Sie setzte sich vorsichtig hin, nahm noch einen kleinen Schluck Bier und dann musste sie einfach eine Frage stellen. Sie war sich nicht sicher ob er es schon einmal erzählt hatte, aber sie erinnerte sich nicht daran den Namen schon einmal bewusst gehört zu haben.
    „Ark, wer ist Eru?“
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juli 2018
  8. Akataja

    Akataja Pirat

    Beiträge:
    1.392
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Navigator
    Alter:
    30 Jahre
    Größe:
    1,95 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Die Crew würde also zusammen bleiben. Taja war glücklich da zu hören, er hatte Sorge dass die Gruppe ohne Beubo auseinander fallen würde, aber jeder von ihnen hatte auch eigene Gründe diese Reise fort zu führen und Yukiko war wohl der passende Klebstoff um sie alle zusammen zu halten. Eigentlich wäre es jetzt zeit zu feiern, oder zumindest zusammen anzustoßen und einen Drink zu nehmen, aber die Crew war noch immer auf dem Meer der Grand Line und für so etwas gab es keine Zeit. Hier gab es nur eine Richtung: Weiter.

    Nun sollte Taja also etwas Zeit mit dem neuem Crewmitglied verbringen. Wavami war ein Fischmensch, der zweite Fischmensch dem Taja in seinem Leben persönlich begegnet war, deshalb machte sie 50% seines Eindrucks über diese Rasse aus. Sein Aufeinander Treffen mit dem Quallen-Fischmenschen Pain verlief alles andere als friedlich verlief. Wavamis damaliger Begleiter hatte die Crew angegriffen, nicht um sich zu verteidigen oder weil sie etwas besaßen was er brauchte, nicht mal wegen einer persönlichen Rache, sondern nur weil sie Menschen waren und sein unendlicher Hass ihn antrieb. Taja war beeindruckt von einem Willen und seinem Kampfstil, doch er trieb nur das schlechteste aus Taja heraus und zwang ihn Dinge zu tun... Bei der Erinnerung daran musste der silber haarige Schwertkämpfer sich noch immer schütteln.
    Auf der anderen Seite stand Wavami und soweit Taja das beurteilen konnte wollte sie nie jemanden Schaden zufügen, ganz im Gegenteil. Sie war Ärztin und hatte Ark das Leben gerettet /Vielleicht hätte er auch so überlebt? Weiß nicht, kann ich schwer beurteilen, bin kein Arzt... aber sie schon!/ und sie hatte an seiner Seite gekämpft als das Saru Trio das Schiff angegriffen hatte. Vielleicht gab es bei den Fischmenschen, so wie bei den Menschen, alle Arten von Persönlichkeiten und Charakteren? Die Bösen und die Guten?
    Taja hätte sich gerne einfach so mit ihr unterhalten, aber sie war nicht nur ein Fischmensch, sie war auch eine Frau! Und eine die nicht unattraktiv war, das machte Taja noch immer Schwierigkeiten /Ich muss das irgendwie los werden.../ Er musste sich erst mal darauf konzentrieren seinen Job zu machen, er war Navigator und meistens steuerte er auch das Schiff... war er der Steuermann der RedCarpi? Er hatte zumindest die meiste Erfahrung was Schifffahrt anging und abgesehen von Yukiko vielleicht auch derjenige, der sich am besten mit Schiffen auskannte.

    Akataja spürte schon seid einiger Zeit eine konstante Veränderung im Wetter, es wurde wärmer, die Wolkenbilder hatten sich stabilisiert, der Wind nahm etwas ab und die Strömung wurde ein wenig schwächer, alles gute Zeichen dafür dass eine Insel in der Nähe war /aber auf der Grand Line kann man das ja nie wissen./ Es war noch kein Land in Sicht also hatten sie noch Zeit.
    Er ging mit Wavami zum Lager um neue Seile zu holen. Für einen ganz kurzen Augenblick dachte er daran sich um zu drehen und nach der jungen Fischmenschenfrau zu sehen, während sie sich nach den Seile bückt, doch er wusste dann würde er nur Nasenbluten bekommen und/oder umfallen. Er konzentrierte sich darauf seine Arbeit zu mache und sah in die andere Richtung während er ein anderes Seil von der Wand nahm.

    „Also... ehm...“ er kam sich schon irgendwie doof vorIch... habe bei der Marine alles über das Segeln und Navigieren gelernt. Marineschiffe sind groß und haben eigentlich immer einiges an Besetzung... naja... hier is das anders.“ er versuchte einen Witz zu machen, aber er war schlecht darin /sogar verdammt schlecht!/ „Du bist also ein Arzt und das ist sehr wichtig für jede Crew... aber wir brauchen dich auch um das Schiff intakt und in der Fahrt zu halten.“ Er ging mit ihr hinaus auf Deck, die Seile legten sie beim Mast ab. „Wir müssen das Schiff regelmäßig reparieren und pflegen“ /ja... meistens weil ich es kaputt mache/ „meistens weil ich es kaputt mache.“ /Warte, hab ich das jetzt laut gesagt!?/ das entlockte der Fischfrau ein kleines Lachen „Ich meine... ja ehm... Sicherheitsleinen und die Steuerungsseile müssen regelmäßig erneuert und ausgetauscht werden, der Rumpf muss von Algen und Muscheln befreit werden und löcher im Segel geflickt und einiges mehr! Es ist wichtig das Deck zu schrubben um den Verfall des Holzes zu verhindern, das Meer und das Salz darin tun alles um das Schiff zu versenken. Ich weiß Fischmenschen können auch ohne Schiffe durch das Meer reisen, aber für uns ist die Red Carpi mehr als nur ein Transportmittel... es ist sowas wie ein Zuhause.“ /ouh das kling schmalzig... sei vorsichtig wie du dich anhörst... schnell, mach was männliches!/ Taja griff sich eine der schweren Kanonen und hob sie über seinen Kopf, wie ein Gewichtheber!

    „und das soll jetzt genau was werden?“ Wavami klang eher verwundert darüber, die Kanone hatte doch Räder, wozu sie hochheben wenn man sie einfach rollen konnte? Sie sah ihn mit diesem Blick an, den jede Frau, jeden Mann zu warf, der sich gerade vor ihr zum Affen machte und das einer von beiden weiß, warum eigentlich.

    „ehm...“ Taja fühlte wie er errötete und hätte schwören können sein Kopf geht in Flammen auf „ehm... nur so?“ Er setzte die Kanone wieder ab „ich meine... der Zustand der Schiffswaffen muss regelmäßig überprüft werden!“ das war die Wahrheit, doch Taja hatte von Kanonen so gut wie keine Ahnung und müsste er sie mal reparieren würde er sich vermutlich selber in die Luft jagen /ein Glück das wir Tanith haben.../

    Danach ging es hoch zum Steuer, Taja kletterte zuerst die Leite rauf „Das Steuerrat... meistens ist das mein Platz, hiermit kann ich das Ruder des Schiffes steuern und die Fahrtrichtung beeinflussen. Ebenso wichtig ist jedoch auch die Kontrolle der Segel“ Er deutete auf den großen weißen Leinenstoff „lässt man den unteren Haltebalken herunter und öffnet das Segel weiter, nimmt das Schiff bei günstigem Wind mehr fahrt auf, durch die Neigung des Segels kann man es besser in den Wind bringen und bei gutem Zusammenspiel Manöver ausführen, die nur mit dem Ruder undenkbar wären. Das kann einer Alleine aber nicht“ /Naja, wenn Onkel Vince Geschichten wahr wären wohl schon.../ „die Kontrolle der Segel ist für gewöhnlich ein Job für zwei oder sogar drei Leute, zudem braucht man immer jemanden im Ausguck, da man vom Schiff aus nicht über die hohen Wellen sehen kann. Es wäre gut wenn du alle dieser Aufgaben ausführen kannst, doch wir starten erst mal nur mit dem Ausguck. Da oben bis du das Auge der Crew. Hör mal, es ist nicht wichtig ob du weißt wo Backbord und Steuerbord ist, doch du musst uns zuverlässig ansagen können ob Hindernisse wie Klippen, Sandbänke, Strudel oder andere Schiffe sind. Richtungsangaben erfolgen immer orientiert an der Fahrtrichtung des Schiffes. Alle was links vom Bug des Schiffes ist, ist Backbord, alles was rechts davon ist, ist Steuerbord... ich bin dir nicht böse wenn du links oder rechts sagst, solange ich mich darauf verlassen kann, dass du dich nicht irrst.“ Hier konnte er nicht für die anderen reden, aber denen war es vermutlich auch egal ob man Backbord sagte, oder links. „Gehe davon aus, dass ich so gut wie Blind bin wenn wir im Sturm fahren.“ Er sah auf die Seekarten, die auf dem kleinen Tisch lagen ,den Yukiko ihm hier gebaut hatte, beschwert von seinem Sextanten und Fernrohr. Er nahm das Werkzeug zur Erweiterung seiner visuellen Möglichkeiten und gab es an Wavami „das hier hat mich durch meine Ausbildung begleitet, mach guten Gebrauch davon.“
    Wavami nahm das Fernrohr schon an, aber sie sah so aus, als würde es ihr nicht wirklich angenehm sein. Sie blickte zur Seite und zu Boden, vielleicht errötete sie sogar? /Schwer zu sagen bei der Hautfarbe... ist das rassistisch?/

    Wavami blickte kurz auf, biss sich sachte auf die Lippe, sie druckste einfach ein wenig herum und Taja war nicht klar wieso sie das machte. „Weißt du... das... das ist so... ich... kann noch nicht anfangen... weil... es gibt da noch was zu klären...“

    Taja überlegte, wann wäre wohl die nächste Möglichkeit mit ihr zu reden, ohne um zu kippen? Vielleicht spürte sie einfach, dass ihm noch so viele Fragen auf den Lippen brannten? Vielleicht sollte er sie noch was fragen, etwas über die Person erfahren die hier vor ihm stand? So was wie ein zweiter Name? Familie? Hobbies? „Tatsächlich hätte ich noch eine Frage“ /Schnell, was wäre ein guter Einstieg für small talk? Irgendwas nicht zu persönliches... vielleicht iene interessiert klingende Frage? Vielleicht über Fischmenschen? Etwas, dass wir das Leben auf See wichtig ist, Wie schnell sie schwimmen kann? Wie lang kann sie unter Wasser bleiben? Wie orientiert man sich unter Wasser? Oder/ „Legst du eigentlich Eier?“ /oder so... okay, ich mach erst mal pause, sag bescheid wenn du kein Trottel mehr bist/ Das Geräusch von schweren Schritten die eine Treppe in einem leeren Treppenflur aus Holz hinunter gingen war klar in Tajas Kopf zu hören, dann eine alte quietschende Tür die geöffnet und schwungvoll geschlossen wurde und das Geräusch einer Motors, der sich langsam entfernt bis es still wurde... Taja hatte nur einmal in seinem Leben ein motorisiertes Fahrzeug gesehen und das schien sich bereits in seine Fantasiewelt eingebrannt zu haben.
     
  9. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

    Beiträge:
    191
    Alter:
    21 Jahre
    Größe:
    1,68 m Meter
    Steckbrief:
    Link
    Teufelsfrucht:
    Link
    Also ist das wirklich eine verfluchte Insel...sehr schön.
    Das ist bestimmt das wegweisende Ereignis das die Karten gemeint haben
    Noch etwas in Gedanken sah sie sich die Karten ihrer Mitspieler im Spiegel an. An sich hatten sie wirklich gute Karten in der Hand, Asse, Könige und das teilweise im Doppelpack... dagegen Sie, mit einem Kreuz Buben und einer 9. Schade nur für die Herren, das die Karten auf dem Tisch fast ausnahmslos aus Kreuz bestanden. Doch verzog die Wahrsagerin keine Miene und tat weiterhin so als hätte sie kein allzu gutes Blatt.
    Hast du ein Freund süße?
    Grade als sie mit einem neckischem Kommentar antworten wollte, unterbrach schon der Mann der die Footballkarten gesetzt hatte.
    Lass den scheiß und Karten auf den Tisch, ich will sehen was ihr habt !
    Okay okay...stress nicht so rum, hier ist ne Dame am Tisch.
    Ist schon okay, ich denke auch wir sollten langsam zum Schluss kommen.
    Der bärtige forsche Hüne begann und legte mit einem selbstsicheren grinsen die Karten auf den Eichentisch.
    Drilling ihr loser !
    Ach scheiße, grummelte der schwarzhaarige, der zuvor die 500.00 gesetzt hatte. Ich bin raus...
    Mit einem noch breiterem grinsen sah der Hüne nun zu den übrigen Beiden
    Los ihr auch !
    Ja, ja.. chilll mal..
    Mit einem süffisanten schnauben legte nun der gutgebaute Kapitän sein Blatt ebenfalls nieder.
    Full House... ich werd das Football Spiel genießen mein Freund, und mit dem Geld werde ich die süße hier noch schön ausführen. Na? Was hältst du davon Honey?
    Einmal tief durchgeatmet, sah die Wahrsagerin in die Runde..
    Ich denke das wird zeitlich nicht funktionieren... Dabei sah sie ihn mit einem schadenfrohen lächeln an legte ihre Karten auf den Tisch.
    Morgen um die Zeit möchte ich nämlich schon auf Ondaron sein. Straight Flush meine lieben..
    Mit großen Augen glotzen die 3 auf die Karten.
    Du hast..das kann doch nicht. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu !?
    Mit einem theatralischen seufzten hob die gepiercte Lady die Arme.
    Ich sitze zwischen euch und ihr habt die Karten selbst gemischt und ausgeteilt..es war reines Glück.
    Kurz herrschte Stille, bis der blonde Mann mit einem Schulterzucken nickte.
    Tja Jungs.. das nennt man dann wohl einfach Pech., und Wettschulden sind Ehrenschulden. Ich steh zu meinem Wort. Sei morgen früh am Hafen Honey. Mein Schiff die Sea-Spirit liegt dort an Steg 2. Sobald du da bist fahren wir los.
    Mit einem nicken stand die junge Claves dann auch auf, und verstaute die restlichen Gewinne in ihren Taschen.
    In Ordnung, dann bis morgen früh.
    Dann stand sie auch auf und verließ mit einer erhobenen Hand zum Abschied die Taverne. . Draußen angekommen jedoch tänzelte die Teufelsfrau ein Stück über den gepflasterten Weg.
    Und wieder war meine Vorhersage richtig ! 1:0 für mich.
    Morgen geht’s mit nem Haufen Geld und einer Privatfahrt zur Insel von Pumpkin. Wenn das kein guter Start zur nächsten Geisterjagt ist. Und ich musste dafür nur ein bisschen Schummeln
    Am nächsten Morgen war die gepiercte Lady schon sehr früh auf und hatte sich direkt auf den weg zum Hafen gemacht. Mit ihrem bunten Leinenrucksack auf dem Rücken lief sie die stets mit Laternen erleuchtete Straße entlang. Zu dieser Stunde waren schon einige Menschen auf den Straßen unterwegs, die ihre Lieferungen für die Geschäfte annahmen. Aber all das Interessierte Ebony nicht mehr, gleich würde sie sowieso dieser Insel den Rücken kehren. Am Hafen selbst konnte sie die Sea-Spirit recht schnell ausfindig machen. Es war ein recht schmales Segelschiff mit einer grau grünen Lackierung.
    Na wie findest du sie ?..Mein Baby ist eine Schönheit nicht wahr? Sprach eine gut gelaunte Stimme hinter ihr. Geh ruhig schon an Bord ich löse die Seile und dann können wir auch schon los Honey.
    Mit erhobener Hand begrüßte sie den Käptn und nickte.
    Ja, sie ist wirklich sehr schön.
    Ohne ein weiteres Wort zu verlieren stieg die Wahrsagerin auf das Schiff und suchte sich ihren weg zum Bug der Spirit. Der Wind wehte ihr um die Nase als das Schiff an fahrt gewann.
    Sag mal, wie heißt du eigentlich? Mein Name ist Jonathan, aber eigentlich nennen mich alle Jon und du Honey?
    Ich bin Ebony, freut mich Jonathan.
    Nachdem etwas Zeit verstrichen, und der Hafen nicht mehr zu sehen war, gesellte sich die junge Claves zu Jonathan ans Steuer, der anscheinend direkt die Möglichkeit nutzen wollte um mit ihr zu sprechen.
    Sag mal, wie kommts das du überhaupt zu dieser Insel möchtest, ich mein es gibt nur Horrorgeschichten über sie das ist doch kein Ort für ein Mädchen.
    Mit einem etwas irritierten Blick drehte sie ihren Kopf zu Jon.
    Aber genau wegen diesen Geschichten möchte ich dort hin. Ein toter Freund hat mir die Karte vor kurzem Geschenkt, also wird es dort etwas geben was ich sehen muss.
    Also ist dein Freund vor kurzem gestorben , das tut mir leid Honey.
    Etwas betreten sah der blonde Käptn zur Seite, als hätte er ein Fettnäpfchen mitgenommen.
    Ach nein, alles gut, er ist schon seit einer halben Ewigkeit tot.
    Aber ...du sagtest doch er hat dir die Karte erst vor kurzem Geschenkt.
    Ja, richtig.
    Aber wie soll das gehen?...Tote können einem nichts mehr schenken, weil sie eben tot sind.
    Doch klar können sie das. Ich mein ok, er ist schon seit zig Jahren nicht mehr am leben, aber seine Seele war in einer lebensgroßen Holzpuppe mit Kürbiskopf eingesperrt, da war das kein Problem.
    Diese Selbstverständlichkeit mit der die Frau das erzählte, zerlegte Jonathan jegliche Gesichtszüge die noch vorhanden waren...und er ging unauffällig 2 Schritte zur Seite während er das Schiff navigierte. Die restliche Fahrt nahm fast den ganzen Tag in Anspruch..und verlief aus unerfindlichen Gründen ohne weitere Gespräche.



    Das die Sonne sich über die Zeit am Himmel zeigte war ein absolutes Highlight der Fahrt... nach Wochen auf einer Finsterinsel. Und so war es auch keine Überraschung das die ersten grünen Baumwipfel der Insel am Horizont recht schnell in Sichtweite kamen.
    Da ist sie. Ondaron liegt direkt vor uns ! Rief Jonathan und sah dann noch einmal etwas vorsichtig zu seinem Passagier. Nur nochmal um das klar zu stellen, ich setz dich nur am Festland ab. Auf diese Insel setze ich keinen verdammten Fuß.
    Eher beiläufig winkte Ebs den Kommentar ab. In ihrem Kopf regierte grade die pure Vorfreude auf diese Verfluchte Insel.
    Ja Ja..ist mir recht.
    Kurz darauf schulterte sie auch schon ihren Rucksack und machte sich bereit das Schiff zu verlassen. Mit einer langen Holzplanke verband Jonathan sein Schiff mit dem Festland und ohne große Verabschiedung deutete er seinem Passagier das Schiff zu verlassen. Offenbar war ihm weder diese Insel, noch mittlerweile diese Ebony wirklich geheuer. Mit schnellen Schritten überquerte die Teufelsfrau die Planke und grade als ihre Füße auf festem Boden standen , holte Jon auch schon die improvisierte Brücke ein. Er wollte so schnell wie möglich Abstand zwischen sich und diese verwunschene Insel bringen. Etwas irritiert beobachtete sie das immer kleiner werdende Schiff .
    Okay...er traut Ondaron ja wirklich nicht.
    Mit einem letzten Gruß in den Himmel, um Pumkin zu zeigen das sie angekommen war, machte sie sich auf den weg in den Wald.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2018
  10. Wavami

    Wavami Pirat

    Beiträge:
    177
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Ärztin
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,85 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Rasse:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Es geht nicht, wie soll ich denn in dieses Krähennest kommen? Aber ich kann jetzt doch nicht einfach den Angsthasen raushängen lassen, er hat mir doch schon alles erklärt. Aber was nütze ich denn da oben, wenn ich zusammenbreche. Ach, machen wir uns doch nichts vor, ich komme gar nicht bis nach ganz oben, ich werd schon vorher nicht mehr weiterkommen. Und dann am besten auch nicht mehr von der Leiter runterklettern können, oder einfach gleich runterfallen. Ganz großartig, wirklich. Ich glaub in den sauren Apfel muss ich wirklich beißen und es ihm sagen…

    „Legst du eigentlich Eier?“

    Völlig überrumpelt schaute die Fischfrau zu dem Navigator hoch. Diese Frage war etwas, mit der sie in diesem Moment absolut gar nicht gerechnet hatte. Warum fragte er gerade jetzt nach so etwas? Das ergab doch überhaupt keinen Sinn! Die schiere Absurdität der Situation brachte Wavami dann schließlich nach einem Moment der Stille unweigerlich zum Lachen. Sie hatte noch versucht, sich dagegen zu wehren, aber es war einfach unmöglich. Je mehr man dagegen ankämpft, zu lachen, desto größer wurde das Verlangen danach. Das muss er eben einfach geplant haben, er hat ganz bestimmt gesehen, wie unangenehm mir das grad ist und wollte alles damit etwas auflockern. Obwohl sie sich natürlich nicht sicher sein konnte, aus welchem Grund genau Akataja gerade jetzt danach gefragt hatte, wie sich Fischmenschen genau vermehren, aber einfach schon, weil es sie wieder etwas entspannt hatte, entschied sie sich dazu, es ihm ernsthaft zu beantworten. Auch wenn sie zugeben musste, dass auch das ihr wieder etwas unangenehm war.

    Sie räusperte sich leicht und sagte dann: „Also…nein, ich lege keine Eier. Fischmenschen unterschieden sich in dem Punkt nicht von Menschen. Ich habe tatsächlich auch schon von Familien gehört, in denen Menschen und Fischmenschen gemeinsam Kinder hatten.“ Nachdem sie fertig mit sprechen war, herrschte wieder Stille am Steuer. Wavami schaute Akataja ins Gesicht, er war rot angelaufen. Knallrot. Jede Tomate wäre vor Neid erblasst, hätte sich vor Scham in eine Ecke zurückgezogen. Sie fasste ihm leicht an die Schulter. „Hey, alles ok?“ Da fiel er auch schon wie ein Brett nach hinten. Vor Überraschung hätte sie ihn fast wirklich sauber umfallen lassen, so hinderte sie ihn wenigstens noch daran, sich den Kopf am Deck aufzuschlagen, hielt ihn fest und ließ ihn langsam runter. Sie schüttelte ihn leicht, sprach ihn weiter an. „Hey, jetzt mach keinen Mist! Hörst du mich! Hallo?!“ Der ist komplett weggetreten… Bevor sie sich weiter Gedanken um das Warum machen konnte, ging sie auch schon in ihr Standardprozedere über. Puls, Atmung, vorhanden und stetig. Er hat aber einen sehr heißen Kopf, den sollte ich lieber kühlen. Erstmal Beine anwinkeln. Ich lasse ihn lieber hier draußen liegen, da hat er wenigstens frische Luft. Jetzt schnell was zum Kühlen…

    Nachdem sie schnell ins Bad gelaufen war und ein Tuch mit kaltem Wasser getränkt hatte, legte sie es dem Bewusstlosen auf die Stirn, als sie zurück war. Sie setzte sich neben ihn auf den Boden, überprüfte immer wieder wie es um Puls und Atmung stand, bis er wieder aufwachte. Er setzte sich wieder auf. „Ist alles in Ordnung, fühlst du dich wieder ok?“ Akataja antwortete ihr, sie könnte schwören, er schwitzte dabei: „J-ja, alles in Ordnung, das war nur eine neue Form der Mediation, die ich austesten wollte…hat gut funktioniert.“ „Oh, ach so…ja gut, wenn du meinst. Gut, wenn es geklappt hat.“ Ob sie ihm das wirklich glauben sollte, da war sich Wavami nicht so sicher. Aber es gab momentan Wichtigeres zu klären, deshalb entschied sie sich dagegen, weiter zu bohren.

    "Also...was ich vorhin sagen wollte. Ich muss noch was mit dir klären. Könnte ich vielleicht irgendwie anders auf dem Schiff helfen? Und nicht unbedingt in das Krähennest klettern, wenn möglich? Ich...ich habe nämlich starke Höhenangst." Sie schaute zu Boden. Jetzt hatte sie es gesagt, die Schwäche hatte sie offenbart, damit musste sie jetzt leben. Aber sie sollte erneut überrascht, jetzt war es nämlich Akataja, der mit dem Lachen begann. Bevor sie fragen konnte, was daran lustig war, sagte dieser auch schon: „Das ist doch nicht schlimm, aber du musst das mit Yukiko abklären, damit sie bescheid weiß. Ich würde vorschlagen, du könntest stattdessen das Schiff putzen. Du als Fischmensch bist du wohl am besten dafür geeignet zum Beispiel die Stellen außen zu erreichen, die unter der Wasseroberfläche liegen. Ich kann bei Gelegenheit auch mal mit unter Wasser gehen und dir das Ruder genauer zeigen.“ Wavami nickte daraufhin einmal lächelnd. Auch wenn sie sich bemühte es sich zumindest nicht im Gesicht zu sehr anmerken zu lassen, so konnte man doch spätestens sehen, wie sehr sie sich freute, wenn man auf ihren Schweif sah. Dieser wedelte umher, so sehr, dass sie ihn sich schon fast zwischen die Knie geklemmt hätte, damit es nicht mehr so sehr auffallen würde. Es freute sie, dass sie sich trotz ihrer Angst noch nützlich machen könnte.

    „Ok, dann werde ich das schnell mit Yukiko besprechen gehen, bin gleich wieder da.“

    Damit drehte sie sich um und suchte nach Yukiko. Sie fand sie auch recht schnell, da sie die Räume von oben nach unten absuchen wollte und sich die Gesuchte in der Küche befand. Wenig überraschend war auch Ark anwesend. Das machte das Ganze für sie zwar nicht unbedingt weniger unangenehm, aber Yukiko darum zu bitten, mit ihr raus zu gehen, wäre ihr auch nicht angenehmer gewesen. Also entschied sie, einfach Augen zu und durch. „Hey Yukiko, tut mir leid, dass ich euch beide störe, ich bin auch gleich wieder weg. Ich…es geht nur darum, dass…also auf das Krähennest kann ich nicht klettern, ich hab massive Höhenangst…A-aber ich hab mit Akataja schon geredet und der hatte die Idee, dass ich stattdessen vielleicht das Schiff putzen kann.“ Yukiko ihrerseits machte nur eine abwinkende Bewegung und sagte: „Kein Problem, machen wir so. Wenn Akataja Hilfe braucht, dann soll er schreien.“

    Wavami lief zurück zu Akataja und erzählte ihm, was ihr Yukiko gesagt hatte. Danach machte sie sich bereit und ging an die Arbeit.
     
  11. Ark

    Ark Pirat

    Beiträge:
    383
    Posten:
    Koch
    Größe:
    1,65 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Ark, mit seiner „Time for Breadfast“-Schürze und das Haar mit einem Tuch zurückgebunden wuselte durch die Küche sicher und bestimmt, die Vorräte sind gecheckt und der Halt auf Senjero hatte ein arges Wasserproblem auftreten lassen. Hoffentlich regnete es bald wieder, das Wetter war doch auch auf dem Weg nach Senjero so wechselhaft, da könnte man sich durchaus etwas Regen wieder erlauben, richtig?
    Yukiko saß ebenfalls in der Küche und sie hatte gefragt, ob sie helfen könnte, aber im Grunde gab es keine wirklichen Handgriffe mehr, wo man ein weiteres Paar hätte gebrauchen können. Das meiste ist schon geschält und geschnitten, den Rest würde er erst kurz davor machen, damit es die Frische behielt, weswegen nur noch die Marinade erstmal übrigblieb.
    Jedoch war ihre nächste Frage, die Ark ein wenig stutzig machte. „Ark, wer ist Eru?“
    Warum diese Frage in so verwirrte? Weil er gar nicht mehr wusste, ob er ihr schon einmal von Eru erzählt hatte. Im Grunde war es kein Geheimnis, aber es gab auch keinen Grund sie zu erwähnen, weswegen es so merkwürdig erschien, dass der Name nun so aus heiterem Himmel fiel. Natürlich war es Arks Ziel Eru zu finden, aber er ist in die Piraterie gerutscht und hatte dann dadurch erst einmal seinen Traum vorgeschoben, da er eh kein Stück näher an Eru gerade war als damals im Terrakloster. Bis vor Noträdamm hatte er so etwas wie eine Spur, die aber verlaufen ist, da die Stadt einfach zu groß gewesen war und Frollo ihn belogen hatte.
    Besser ich gehe davon aus, dass ich es ihr nicht erzählt habe. Das würde natürlich auch die Frage erklären, wenn sie irgendwie schon einmal von jemanden etwas über Eru gehört hatte und wusste, dass sie „zu Ark gehörte“, dann war es das Natürlichste der Welt den jungen Mönchen zu fragen.
    Ah, er ist gerade langsamer geworden, weil er so scharf nachdenken musste. Das war nicht gut, er musste rechtzeitig mit dem Essen fertig werden. „Eru...“, begann er dann gemacht zu sprechen, er merkte, wie er selbst den Namen in letzter Zeit kaum ausgesprochen hatte, viel an sie gedacht, aber es in Worte zu fassen machte es anders.
    Doch wurden viele Erinnerungen durch dieses Aussprechen geweckt. Die Zeit zusammen im Kloster, wie er sich immer mit ihr gemessen hatte, wie sie gemeinsam unter dem gleichen Lehrmeister gelernt hatten, die Turniere, das Survival-Training, die Ausflüge, das Survival-Training, die Bergtouren, das Survival-Training, die Stunden der Meditation, das Survival-Training, der Unterricht, das Survival-Training und natürlich durfte man das Survival-Training nicht vergessen. Vergesse niemals das Survival-Training, denn wenn ich draußen in der Natur sterbe, dann war es umsonst... Bitte lass es nicht umsonst gewesen sein!
    Jedoch Yukiko von alledem zu erzählen erschien dann doch etwas viel für ihre einfache Frage, weswegen Ark sein Bestes tat, um seine Beziehung mit Eru in einen prägnanten Satz zusammenzufassen. „Also, Eru ist das Mädchen, das mich als Kind immer verprügelt hat.“ Ja, das fasst es super zusammen.
    Wavami schneite unverhofft rein, während Yukiko scheinbar selbst die Antwort verdauen musste. Die Fischfrau erzählte von ihrer Unfähigkeit im Krähennest Ausschau zu halten, wobei der Jugendliche dabei eine große Verständnisbarriere hatte: „Was ist Höhenangst?“ Hatte sie sich versprochen und meinte Höhlen? War ihr das Krähennest zu eng? Oder war damit Stimmenhöhe gemeint, hatte sie Angst vor hohen Stimmen und im Krähennest musste man zu viel Schreien?
    Nein, sie meinte bestimmt wirklich und wahrhaftig „Höhen“. Aber wie kann man davor Angst haben? Wäre es eine Fallangst, das könnte Ark verstehen, immerhin tut es wirklich weh von hohen Orten auf den Boden aufzuklatschen, besonders ohne richtige Falltechnik. Aber die Höhe selbst? Was kann da schon passieren, ist ja nicht so, dass es wehtut zu hoch zu sein... oder hatte sie traumatische Erfahrungen mit der Höhenkrankheit, die manche Reisende schon dahingerafft hatte? Warte, sie ist ein Fischmensch, also lebt sie tief unter dem Meer normalerweise. Vielleicht ist ihr die Luft da oben zu frisch oder sie ist es nicht gewohnt so hoch zu sein... aber was ist, wenn sie nahe am Meeresspiegel schwimmt? Dann ist sie doch auch ganz schön hoch vom Grund, oder? Merkwürdig.
     
  12. Tanith Sagitar

    Tanith Sagitar Pirat

    Beiträge:
    602
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Waffenmeister
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,87 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Tanith war sich etwas unsicher was er am besten tun sollte als Yukiko kurze Zeit nach ihm die Werkstatt betrat. Er hätte versuchen können sie vom Arbeiten abzuhalten, aber er würde es hier garantiert nicht auf einen Streit ankommen lassen. Um Himmels willen hier drin lagerten Sprengstoffe und einige Flüssigkeiten die so giftig waren, dass kein geistig gesunder Mensch sowas auf dem Schiff haben wollte.
    Wortlos die die frisch gebackene Kapitänin zu ihrem Bierschrank, öffnete es und schien kurz die Flaschen zu zählen. Tanith tat es ihr gleich, er zählte kurz im Kopf nach wie viel er in den letzten Tagen aus eben diesem Fach genommen hatte und wie viel noch übrig sein sollte. Als Yukiko schließlich zwei Flaschen heraus nahm und ihm eine davon wortlos hinstellte kam er zu dem Schluss, dass es vermutlich gar nicht so wichtig war und nickte ihr dankbar zu statt sich noch weiter mit dem verbleibenden Biervorrat zu befassen.
    Bevor Yukiko ging schlug sie neben der Tür gegen die Wand und öffnete somit eine kleine Tür die ein weiteres Geheimfach versteckte, diesmal allerdings mit härteren Getränken als Bier oder Wein.
    Tanith musste lächeln als sie nach einem Kühlschrank verlangte und sagte nichts weiter. Noch bevor sie die Tür hinter sich geschlossen hatte wusste er ganz genau was er bauen würde.
    Als er sicher war, dass er seine Ruhe hatte nahm Tanith sich etwas Papier und einen Kohlestift und begann mit einer ersten Skizze. Er nahm sich einige der Flaschen aus Yukis Fach und begann sie zu vermessen. Sie waren alle relativ einheitlich groß, das würfe die Konstruktion und Dimensionierung der Halter vereinfachen. Trotzdem war es vermutlich besser ein wenig Sicherheitsreserve einzuplanen, falls doch mal eine größere Flasche ihren Weg hier runter fand.
    Später am Abend brütete er über den Konstruktionszeichnungen der Capri die sie dabei hatten und versuchte seinen ersten Entwurf an die Gegebenheiten des Schiffes anzupassen. Nicht alle Wände waren Dick genug um Schränke darin unterzubringen und an vielen Stellen musste man darauf achten keine Teile der Stückkonstruktion für die oberen Decks zu beschädigen. Es war eine regelrechte Sisyphusarbeit alles unterzubringen und letztendlich beschloss Tanith anstatt der Wände doch Boden und Decke zu benutzen. Die Decks waren grundsätzlich massiver als die inneren Wände des Schiffes und zwischen den Balken war mehr als genug Platz.
    Die nächsten Tage war von Tanith wenig bis nichts zu sehen. Die Werkstatt war die meiste Zeit von innen verschlossen und an der Tür prangte ein überdimensioniertes Schild mit der Aufschrift:

    BETRETEN VERBOTEN!
    Auf Eindringlinge wird ohne Warnung geschossen.

    Das einzige Lebenszeichen das aus der Werkstatt zu hören war waren Geräusche die eindeutig von laufenden Arbeiten stammten. Außer Yukiko würde zwar kaum einer die Geräusche zuordnen können, aber von hämmern, über sägen bis zu nicht zuordenbaren Metallarbeiten war alles dabei.

    Drei Tage nachdem er sich eingeschlossen hatte verließ Tanith die Werkstatt wieder. Er roch deutlich nach Schweiß und es war für jeden einfach zu erkennen, dass er in den letzten Tagen wenig mehr getan hatte außer arbeiten, essen und schlafen. Seine Hände waren an mehreren Stellen mit Pflastern eher notdürftig verarztet und aus unerfindlichen Gründen waren auf der rechten Seite seiner Jacke zahlreiche kleine Brandlöcher.
    Es dauert ein paar Minuten bevor Tanith Yukiko endlich an Deck fand, aber das war ihm zurzeit herzlich egal. Er stellte sich vor ihr auf und grinste sie breit an, ein völlig untypisches verhalten für den Schützen. „Fertig!“
    Als wäre diese einzelne Wort Erklärung genug griff Tanith nach Yukikos Arm und zog sie mit sich. Natürlich hätte er so lange ziehen können wir er gewollt ohne auch nur das Geringste zu bezwecken wenn die frisch gebackene Kapitänin beschlossen hätte Gegenwehr zu leisten, aber entweder wollte sie nicht oder war von seinem Verhalten ausreichend aus dem Konzept gebracht worden, dass sie ihm einfach nachlief ohne groß darüber nachzudenken. Warum sein Plan funktioniert war ihm im Moment weniger wichtig als, dass er funktionierte.
    Als die beiden wenig später in der Werkstatt ankamen ließ Tanith Yuki los, schloss die Tür hinter den beiden und verriegelte sie. Dann deutete er auf die Wand an hinter der Yukiko vor einigen Tagen den Whisky hervor geholt hatte und nickte. „Nur zu, mach’s auf!“