Oh Gott, die Hamster kommen!!!

Dieses Thema im Forum "Kyoko" wurde erstellt von Boris, 1. Juli 2014.

  1. Boris

    Boris Piratenkapitän

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    Im Leben eines jeden Mannes, kommt der Zeitpunkt, in dem er die Wahl zwischen seinem eigenen Wohl und der Wohl der anderen treffen muss. Im Leben eines jeden Mannes, kommt der Zeitpunkt, in dem er die Chance hat, seine eigenen Dämonen zu bekämpfen. Im Leben eines jeden Mannes, kommt der Zeitpunkt, in dem er zeigen kann, dass er ein Mann ist. Im Leben eines jeden Mannes, kommt der Zeitpunkt, in dem er dem Tod in die Augen blickt.
    Wenn diese Momente alle abgeklappert sind, kommen die etwas unwahrscheinlicheren Momente. Da Boris als wahrer Mann besagte Momente so ziemlich alltäglich zur Zufriedenheit bewältigt, kommen dann auch solche, bei denen sich ein jeder fragt, ob das überhaupt etwas ist, was ein Mann tun muss oder sollte.
    Ein Beispiel dafür wäre es, ob ein Mann wirklich eines Tages einen Hund zum Zuschlagen benutzen muss: BORIS Köter Karate!!! Seine Handfläche wie in einem Handkantenschlag schwingend, schlug Boris eine Traube von Wärtern, mit ein paar Gefangenen dazwischen, mithilfe eines Hundes, der sich an der Hand des Hünen festgebissen hatte, auseinander.
    Um zu erfahren warum ein Hund seine Zähne ins Fleisch des Piraten gebohrt hatte, muss man zeitlich etwas zurückgehen.

    Boris begann eine Tür nach der anderen schwungvoll aufzuschlagen, da Eintreten oft nichts brachte, und dort nach dem Professor zu suchen, was eine etwas schwierige Sache war, da er keine Ahnung hatte, wie er aussah. Jedoch war das kein Hindernis, nur eine Herausforderung: „Ist der Professor drin!?“
    „...nein?“
    „Aha. Dann seid ihr frei! BUAHAHAHA!!! So ungefähr ging es jeden vierten Raum so. In den meisten anderen Räumen, sehr kleine waren das, war einfach nach dem Eintreten keine Person da, auch wenn aus irgendwelchen Gründen die Türen, die an die Wände gedrückt wurden, anfingen zu wackeln, da es ein Plot des Professors sein konnte, trat Boris noch ein paar mal darauf, bis sie endlich ruhig waren.
    In ein paar der größeren Räumen gab es Leute, die ihm ans Leder wollten, aber so geschwächt Boris auch aus den Kampf mit dem Boroter herausging, war er immer noch Manns genug nichts darauf zu geben. Er konnte immerhin etwas Luft schnappen und die Kraft der Kogu-Kogu no Mi schüchterte scheinbar einige genug ein, dass er die Initiative gewann.
    Dann aber kam er in diese größere Lajüte, wo nur ein Münsterländer und der Geruch von Hindepisse waren: „Oho! BORIS hat dich befreit, was Kleiner?“ Als der Glatzkopf sich runterbeugte und den Hund streicheln wollte, biss ihm dieser in die Hand: „Kein Problem. Du hattest Angst, nicht wahr? Alles gut, Junge. BORIS ist hier.“ War das nur seine Einbildung oder begann dieser Hund tatsächlich noch mehr Kraft in dessen Kiefer zu legen? „Puc, was soll BORIS tun?“
    „Quiek?“
    „Tu das.“
    „Quiek. Wuiek, quiek, ququiek.“
    „Raff!“
    „Quiek.“
    „Oh!“ Boris' Gesicht wurde finster und bosartig: „BORIS versteht!“ Es kam der eine Satz, der einmal alle paar Wochen höchstens fiel.

    Seitdem hechtete Bois mit dem Hund durch die Gänge, schlug ihn gegen Wände und Leute, benutzte ihn als Waffe. Warum er ihn nicht direkt angriff oder abzog? Weil er dann verloren hatte, der Hund musste die Lust verlieren den Piraten zu beißen. Würde Boris ihn direkt angehen, dann hätte der zukünftige Piratenkönig eine beschämende Niederlage erlitten. Es gab gute und schlechte Niederlagen, dass wäre eine schlechte.
    Dem Hund lief Blut aus der Nase, das eine Auge war zugekniffen und angeschwollen, der Körper ungefähr so demoliert wie der von Boris: „Weißt du was?“, begann der Mensch: „BORIS respektiert dich.“
    Außerdem war es deutlich leichter sich durchzuhauen, seitdem sich dieser Hund an Boris' Hand gesetzt hat.
     
  2. Heroe

    Heroe Pirat

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    Heros Lippen schoben sich zu beiden Seiten und zeigten die Grimasse von etwas, das ein Lächeln hätte sein können. Es war selbstbewusst und zufrieden. Vor allem war zeugte es von ihrer Erleichterung und dem Vertrauen, dass sie gefasst hatte.
    Die Aufmerksamkeit der eingesperrten Gefangenen, sogar einiger der Männer Hektors verlagerte sich auf das andere Ende des Raumes, weg von der Kampffläche in der Mitte. Kakuga war am Ende ihrer kurzen Flucht zum leuchtenden Stern der Rebellion aufgestiegen. Einige der Gefangenen legten die Hände um ihre Münder, um die junge Ärztin lauthals anzufeuern. Andere streckten die Fäuste in die Luft, als wollten sie selbst Lita treffen.
    Wenn ihre Gefährtin sagte, sie würde Lita zeigen, dass niemand ihr oder den Hamster-Piraten das Wasser reichen könne, so glaubte Hero jedem ihrer Worte. ‘Wahrhaftigkeit.‘ dachte sie und nickte in Gedanken.
    Haln warf seine Axt zu seinem rundlichen Mitstreiter, der den hölzernen Griff mit schwieligen Pranken umfasste wie einen Tennisschläger. Mit der breiten Seite zielte er auf Hero, die nach vorn unter dem Schlag abtauchte. Als sie sich aufrichtete, nutzte sie den Schwung der Bewegung und rammte den Schwertknauf samt Scheide zwischen seinen ausgestreckten Armen empor gegen die Unterseite des stoppeligen Kinns. Die Zähne des Mannes klackten. Dann fiel er nach hinten über.
    »Mach‘ keinen Scheiß!« rief Haln und verteilte Spucke, während er sprach. Hero zog die Stirn kraus. Er wischte sich mit dem Unterarm über den Spitzbart. Als Hektor aus dem Augenwinkel sah, dass sein Untergebener bewusstlos zusammenbrach, wandte er seine Augen von Lita ab.
    »Mach‘ keinen Scheiß!« Hektors Stimme war ohrenbetäubend laut und Hero kniff die Augen zusammen. »Wirst du nicht mal damit fertig? Die Ärztin da hinten hat das halbe Corps auf dem Gewissen! Jetzt nimmt Lita sie sich vor. Und du willst Killmaster ersetzen?« Er trat dem Bewusstlosen kräftig genug in die Seite, um ihn beinahe auf den Bauch zu rollen.
    »Der is‘ weg.« Halm verschränkte die Arme. »Klarer Fall von Weg-sein.«
    Hektor ignorierte die Hintergrundgeräusche und seine Augen ruhten auf Hero, als würde er ein Paradox betrachten, das zu entschlüsseln ihm der Verstand – oder der Glaube fehlte.
    Haln las in den Gesichtern der ungleichen Persönlichkeiten. »Ah, ah, Chef, ich weiß nicht, was die Kleine mit ihm gemacht hat, aber ich pack sie mir.« Und er streckte die Hände nach ihr aus. So wie Hektor wenige Augenblicke zuvor blieb er abrupt stehen, als er blanken Stahl unter seinem Kinn sah. Der untere Teil seines Spitzbartes rieselte herab.
    Hero stampfte mit dem Fuß auf. »Keine Kleine, klar? Keine! Kleine!« Der Ärger trieb ihre Stimme eine liebliche Oktave höher. Sie schob das Schwert ein wenig weiter nach vorn, sodass die Spitze Blut forderte. Sie presste die Lippen aufeinander und traute sich kaum, ein weiteres Wort zu sagen. Sie räusperte sich und sprach absichtlich tiefer. »Ich hege nicht die Absicht, diese Männer zu verletzen. Sie sind dein verlängerter Willen, also nimm‘ sie zurück!« forderte sie Hektor auf.
    Haln wurde am Kragen nach hinten gerissen. »Schluss!« brüllte Hektor und konnte das tiefe Zittern seiner Stimmbänder beinahe hören.
    »Du kleine Kröte!«
    »Große protestierte Hero.
    »Ganz recht!«
    »Was?«
    »Was?!«
    »Nein!«
    Er steckte die Schwerter in seinen Gürtel und legte in einer Drohgebärde eine Faust in die Handfläche der anderen Hand.
    »Nimmst du die weg, hast du verloren.«
    »Damit versohle ich dir den Hintern und dann steckt dich jemand in einen verdammten Käfig wie die kleine Pest die du bist!« Hero dachte nach, während Hektor auf sie zukam.
    »Ich-«
    »Du willst eine Tracht Prügel? Die bekommst du!«
    Er streckte seine gerüsteten Arme nach ihr aus. Hero trat mit einem Bein zurück, als wolle sie ausweichen. ‘Rakurai.‘ Ein metallenes Sirren erklang, als das schnell gezogene Schwert mit dem Oberkörper des Kämpfers kollidierte. Im letzten Moment hatte er eines seiner Schwerter höher aus seinem Gürtel gezogen, sodass es als letzte Instanz zwischen der Heros scharfer Klinge und seinem kaum bekleideten Oberkörper stand.
    Hektors Augen schienen aus den Höhlen zu quellen. Hero wusste, dass er dieselbe intensive Erschütterung verspürte, wie sie. Sie nickte abgehackt.
    »Klug.«
    »Boss..«, begann Haln.
    »Halt’s Maul!« Hektor zog das gekrümmte Schwert vollständig aus der Klinge.
    »Das war’s. Wenn ich mit ihr fertig bin, fasst sie kein Schwert mehr an!« Die Möglichkeit, dass Hero zu den unmittelbaren Feinden der Estella Muerta zählte, schien ihm weiterhin zu absurd, um sie überhaupt in Betracht zu ziehen. Als wahrscheinlicher musste er indes die Möglichkeit erachten, nicht das Deck verlassen zu gönnen, ohne dass ihm ein dürres Mädchen dazwischengeriet. Die junge Frau beobachtete, wie Hektor das zweite Schwert aus seinem Gürtel nahm. ‘Wie ein Kleinkind, das sein Besteck umklammert.‘
     
  3. Kakuga

    Kakuga Pirat

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    Wie alle Mitglieder des Hektorcorps hatte Lita um das Recht gekämpft, an der Seite Hektors stehen zu dürfen, und erfüllte mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten ihren Zweck. Ihr Talent auf Schlachtfeldern mochte sich auf Informationsbeschaffung beschränken, aber auch sie hatte ihre Fähigkeiten – sie war nicht ohne Grund die rechte Hand des mächtigsten Gefangenen auf diesem Schiff. Hier, auf der Lost Hope, wo Teufelsfrüchte und Trickster kaum existierten und Gefangene darauf gedrillt wurden, ihre rohe Kraft zu zerstörerischen Ausmaßen zu steigern, gab es so gut wie niemanden, der sich ihr in den Weg stellen konnte – nicht mit ihrem Talent, mit flüssigen Bewegungen Kraft durch ihren Körper zu transferieren und auf den Angreifer zurück zu lenken. Nur eine Person hatte gegen sie auf den Füßen bleiben können, und zwar die Person, von der der stärkste Angriff ausgegangen war, den sie je abgeleitet hatte: Hektor selbst, ihr Anführer, dem sie und der Rest des Corps ihr Leben verschworen hatten. Er war, ohne Frage, der furchterregendste Mann der Welt.
    Neben diesem Bild der Perfektion war Kakuga vor ihren Augen ein Niemand – jemand, den zu erlegen ein Kinderspiel sein würde. Kaum näherte sich die Faust der Ärztin ihrem Gesicht, fing Lita sie mit ihrer linken Hand ab und transferierte alles, was in diesem Schlag lag, direkt in ihre Rechte, um diese mit voller Kraft in das Kinn Kakugas zu schmettern, die dadurch leicht nach hinten geschleudert wurde und überrascht auf ihren Füßen landete.

    „Ist das alles? Tut doch gar nicht weh!“

    Grinsend lauschte die Hakai der Begeisterung der Insassen darüber, dass jemand einen Schlag Litas überstanden hatte, nachdem diese so viele mächtige Gegner einfach aus dem Weg geräumt hatte. Kakugas Trick hatte keiner von ihnen erkannt. Diese hatte gesehen, wie Lita immer agierte: Schlag abfangen, dann selbst zuschlagen. So hatte sie es selbst mit der Matrone gemacht, die über ihnen im Metall hing – eine Matrone, auf die sie mit deutlich mehr Kraft reagiert hatte als zuvor. Sie wirkte nicht gerade zurückhaltend, also war es naheliegend, dass ihr Potential von ihrem Gegner abhing. Und sollte sich die These Kakugas als unwahr erweisen, war der Schlag gegen die Reinrassige Rosalin viel zu langsam gewesen, als dass sie so einem nicht hätte ausweichen können. Mit ihrem deutlich schnelleren, absichtlich abgeschwächten Kuga Punch konnte sie perfekt nachweisen, dass sowohl Geschwindigkeit als auch Krafteinwirkung eins zu eins übernommen wurden. Wenn das die Technik war, mit der Lita bisher selbst die Stärksten auseinandergenommen hatte, was es kein Wunder, dass sie so verdattert dastand – ein Schwächling wie Kakuga Hakai war ihr natürlicher Schwachpunkt!
    Die Zeit, sich zu sammeln, wollte Kuga der Sekretärin aber nicht geben, also stürmte sie auch schon wieder vor, zwang sie zu noch einem und noch einem Schlagabtausch, die alle keinem der beiden zusetzten. Als sie sich wieder voneinander trennten, hatte sich der Eindruck der Gefangenen gefestigt: Hier war jemand, der mit einem Monster wie Lita auf einer Ebene stand! Vermutlich ihre beste Chance, in naher Zukunft hier herauszukommen!
    Natürlich machte sich auch Lita Gedanken. Kakuga hatte keine Mittel, sie aus dem Weg zu schaffen, und auch die Insassen waren selbst im Bündnis mit ihr keine Gefahr. Gleichzeitig war es aber auch unwahrscheinlich, dass sie es schaffen würde, die Ärztin auszuschalten. Zwar konnte sie auf Zeit spielen, bis Hektor fertig war und hier kurzen Prozess machte, aber die Blöße wollte sie sich nicht geben, nachdem sie so selbstbewusst Rache geschworen hatte. Also entschloss sie sich, einen anderen Weg einzuschlagen: „Das unautorisierte Verlassen der Zellen ist ein strafbares Verbrechen auf diesem Schiff“, hallte ihre Stimme klar und deutlich durch den Raum und lief jenen Gefangenen, die durch Kakuga freigesetzt worden waren, kalt den Rücken herunter. „Jeder von euch, der seine Finger in Zukunft gerne behalten möchte, hilft mir beim Beseitigen dieses Störenfriedes, bevor jemand mit weniger Geduld als ich auftaucht. Hektor wird nicht ewig beschäftigt bleiben.“ Ihre Worte waren einfach, aber effektiv. Gefangene sahen sich an in dem Bewusstsein, dass stärkere Monster nur darauf warteten, sich ihnen in den Weg zu stellen, und nach wenigen Momenten trennte sich ein hochgewachsener, schlanker Mann von der Gruppe und trat neben sie, der seine Oberlippe bedeckende Busch kurzen Haares sich nach oben kräuselnd, während er zwei dünne Schwerter aus seinen weiten Ärmeln zog. Kurz nach ihm bewegte sich auch ein ungepflegter, leicht übergewichtiger Kerl mit Glatze und zerrissenen Klamotten zu den beiden hinüber, dessen helle Haut extrem ungesund wirkte. Trotzdem hatte er ein Grinsen im Gesicht, während er seine scharfen Zähne und langen Fingernägel präsentierte. Dann wurde es wieder ruhig. „Hrm... der Rest von euch will unbedingt gefoltert werden, ja?“ Entschlossen stellten sich einige Männer schützend vor die Hakai, während einer ihr von hinten die Hand auf die Schulter legte. „Wir wählen die Freiheit, auch wenn's gefährlich wird“, sprach er für sie alle und blickte der Ärztin überzeugt in die Augen. „Wir stehen hinter dir, Boss!“ „Vielen Dank!“, gab Kakuga mit nicht weniger Selbstbewusstsein zurück. „Es gibt da tatsächlich etwas, das ihr für mich tun könntet...“

    Die sie schützenden Gefangenen beiseite schiebend trat Kuga hervor, Nadeln zwischen ihre Finger geklemmt. „Bereit, Dämonin?“, fragte sie, ehe sie auch schon vorschnellte. „Bleibt direkt hinter mir“, zischte Lita, ehe sie ebenfalls zu Kuga stürmte, ihre beiden einzigen Unterstützer direkt im Rücken. Wenn die Ärztin dachte, dass ein paar Stacheln sie davon abhalten konnten, Kraft umzuleiten, dann lag sie falsch. In einer fließenden Bewegung drückte sie die vordere Hand der Ärztin zur Seite, packte das Handgelenk und zog sie an sich vorbei, verstärkte dabei ihre Vorwärtsbewegung, sodass Kuga mitten zwischen die beiden Assistenten taumelte. Der Schwertkämpfer fing sofort damit an, um seine eigene Achse zu wirbeln, um seine scharfen Klingen zu einem Wirbelsturm der Zerstörung werden zu lassen, während der andere seine offene Handfläche vorstieß, um sie zu attackieren. Mit einer geschickten Rolle tauchte sie unter beiden Angriffen hinweg, um in der Hocke zu bleiben und eine Handvoll Nadeln nach oben Richtung der Köpfe der beiden zu werfen. Zwar wichen sie problemlos aus, erschufen aber eine ausreichend große Öffnung für sie, um zwischen ihnen hindurch zu Lita zu stürmen. Während ihre leere Linke wieder in ihre Tasche tauchte, um sich neue Nadeln zu fischen, startete sie mit der rechten einen Kratzer, dem die Blondine locker auswich. Nun mit zwei Händen versuchte sie sich an einer Kratzfurie, landete aber weiter keinen Treffer, bis sie sich für einen Kinnhacken entschied, die rechte Hand von unten direkt vor der Brust ihrer Gegnerin nach oben ziehend und dabei die Nadeln loslassend, sodass sie direkt an ihrer Nase vorbeischossen. Instinktiv hatte sich Lita zurückgelehnt, um der Attacke aus dem Weg zu gehen, doch das eröffnete sie nur für einen seitlichen Tritt... den sie perfekt mit beiden Händen abfing und nutzte, um Kuga in eine Drehung zu zwingen, die sie wieder in Richtung der beiden Insassen beförderte. Während ihr die übrigen Nadeln aus den Fingern in verschiedene Richtungen rutschten, rief die Ärztin laut den Befehl: „Nummer 3, jetzt!“ Aus Litas Augenwinkel heraus setzte sich einer der Gefangenen in Bewegung, stürmte auf sie zu, nur um von ihr abgefangen und zurückgeschleudert zu werden, während Kakuga zwischen den langen Beinen des Schwertkämpfers hindurch tauchte und beim Aufrichten einen ihrer Arme mit einem der seinen verschränkte, während die andere Hand wieder in ihre Tasche tauchte. Beim Herausziehen stieß sie ihren Ellbogen kraftvoll in seinen Rücken, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, und zog sich dann rasant in die Hocke, um ihn über ihren eigenen Rücken zu ziehen. Während er so unsanft mit dem Hinterkopf auf dem Stahlboden aufkam, wandte sie sich um, um ihre Akupunkturnadeln wieder hoch in Richtung Augen des anderen zu werfen, der leider erneut aus dem Weg huschte. Für seinen Körperbau war er überraschend flink... Erneut entschied sie sich für eine schnelle Rolle, um im Bruchteil einer Sekunde vor ihm auf dem Boden zu liegen und wieder einen Wurf zu wagen. Dieser glitt knapp seitlich an seinem Ohr vorbei, doch während sein Blick hinterher wanderte, setzte Kakuga von unten schon zu einem Tritt gegen seine Brust an – den Lita mit einer schnellen Bewegung von der Seite umleitete, sodass die Ärztin mit Schmackes in die Wand flog. Als sie sich umdrehte, warf sie mehr Nadeln, die aber leider viel zu hoch flogen und ihre Ziele weit verfehlten. Mit zusammengezogenen Augenbrauen stürmte sie auf Lita zu und rief laut: „Nummer 2, jetzt!“ Gerade, als die Dämonin ihren Schlag abfangen wollte, realisierte sie diese Worte und ihr Blick wandte sich um, aber zu spät – ein kleiner, aber massiger Gefangener führte einen herausragenden Tackle durch, mit dem er sie zurückstieß, mitten in dem Schwerthieb ihres eigenen Verbündeten. Ob der auf Kakuga hatte losgehen wollen oder seine Chance im Verrat gesehen hatte war nicht zu sagen, aber die Folge war, dass seine Waffe durch die Kleidung Litas schnitt und an ihrer Haut abprallte wie an Gummi.
    Stattdessen war es der Gefangene vor Hektors rechter Hand, der eine schwere Schnittwunde davontrug, als er vom Arm der Dämonin weggeschleudert wurde. Diese, zornig nachdem sie einen Treffer kassierte, konnte nicht anders als Grinsen und blickte zu dem Schwertkämpfer zurück. „Mach das nochmal“, befahl sie kurz, ehe sie auch schon wieder auf Kakuga zustürmte, die panisch Nadeln warf, ohne auch nur mit einer ordentlich zu zielen. Diese Entwicklung hatte sie wohl nicht erwartet. Kaum traf eines der Schwerter wieder ihren Rücken, schwang sie auch schon ihre Hand mit rasender Geschwindigkeit nach der Ärztin, die gerade rechtzeitig nach hinten springen konnte, um keinen zu starken Schaden zu nehmen. Die Bauchportion ihres Oberteils zerriss zwar in Fetzen, aber ihr Bauch an sich kam mit einem oberflächlich blutenden Kratzer davon. Glück gehabt...
    „Nich' mich vergessen, Missi!“
    Mit einem schockierten Blick zur Seite entdeckte Kuga das ekelhafte Gesicht des Dritten im Bunde, der mit einer kräftigen Bewegung seine messerscharfen Fingernägel in ihre Seite rammte, sodass sie mit blutiger Taille wegflog und auf dem Boden landete. Über ihr lachte Lita mit einem Grinsen, das ihr Gesicht zur dämonischen Fratze verzog. „Aah... Nach all den großen Worten liegst du nun da, machtlos...“ Sie neigte ihren Kopf leicht zur Seite, um die letzte Salve an Nadeln aus der Hand der Ärztin an sich vorbeiziehen zu lassen. „Und doch noch so rebellisch. Irgendwelche letzten Worte, bevor ich dir diese Ader für immer austreibe, Nekromantin?“
    „Ich bin nicht... machtlos...“, keuchte Kakuga mit einem Grinsen. „Ich habe immer noch... Nummer 1! Jetzt!“ Kaum geschockt wirbelte Lita herum, als ein Mann auf sie zustürmte. Sie hatte diesen Angriff meilenweit kommen sehen. Was sie nicht sah, waren die Gefangenen, die in die Luft hüpften, während sie seinen Angriff abfing. In dem Moment, in dem sie ihn zurückschleuderten, zogen sie all die Nadeln heraus, die zwischen dem Körper der Reinrassigen Rosalin und dem Metall der Decke steckten, und lösten damit den massiven Korpus, der so schnell auf sie herabstürzte, dass sie nicht mehr herausbrachte als ein kurzes „Schei-“

    Nach wenigen Sekunden öffneten sich die Augen Litas wieder und sie blickte in das breit grinsende Gesicht Kakugas. Sie versuchte, aufzustehen, bemerkte aber die unbewegliche Last, die auf ihrem Körper lag. Eine ihrer eigenen Gefangenen war ihr Untergang... das konnte doch nicht wahr sein! „Du kommst da nicht raus, Süße. Ich habe dir all deine Kraft schon längst entzogen“, bluffte Kakuga, in dem Wissen, dass die Blondine nicht stark genug war, sich freizukämpfen. Um die Show vor den Gefangenen aufrecht zu erhalten reichte das. Als Lita den Mund aufmachen wollte, klemmte Kuga ihr eine Spange zwischen die Zähne, sodass sie diesen weder wieder schließen, als auch nur ein einziges klares Wort formen konnte, und zog kurz darauf eine Spritze aus ihrer Tasche, die sie unter dem Nacken der Dämonin ansetzte. „Du hast nichts mehr zu sagen, Süße. Jetzt bin ich dran. Kuwaha... hahahaHAHAHAHAHAAA!“
    Mehrere Minuten später entfernte die Ärztin die Spange aus dem schäumenden Mund Litas, die sie aus glasigen Augen anstarrte. „Also, wer hat hier das Sagen?“, fragte die Ärztin über die Maske hinweg, die sie aufgesetzt hatte, als sie ihre Gase hervorgeholt hatte. Weder Lita, noch die Gefangenen mussten überlegen – es war ohne Frage die furchterregendste Person auf der ganzen Welten weit. „Ihr natürlich, Meisterin Kakuga!“, riefen sie Unisono, während ein einzelner der Insassen sich zurücklehnte und den Kopf schüttelte. „So sieht also die Macht der Nekromantin aus...“
    Zufrieden mit der Antwort richtete sich die Hakai wieder auf, strich noch einmal über ihren eingesalbten Bauch, dessen Blutung ordentlich gestoppt hatte, und wandte sich an die Gefangenen selbst. „Na dann, schauen wir mal, ob wir Heroe aushelfen können!“, rief sie und ohne zu Zögern salutierten alle, bereit, ihrer Freiheitsschenkerin zu folgen. Wenn sie hier fertig waren, würde sie ihnen doch hoffentlich wirklich die Freiheit schenken...?
     
  4. Heroe

    Heroe Pirat

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    Er sie dazu bringen, kein Schwert mehr zu tragen?

    Wer in den Zellen ringsherum nicht ohnehin gefesselt davon war, wie die schwarzhaarige Ärztin mit Lita um den Sieg rang, konnte beobachten, wie das zerzauste Mädchen in der Mitte des Kampfrings mit dem Fuß stampfte und eine Erwiderung von sich gab, die völlig in den Krach unterging, der rundum an den Gitterstäben verursacht wurde. Und Hektor brüllte und stürzte sich auf sie wie ein Bulle, der sein Revier verteidigte.
    Er holte mit einem seiner Schwerter aus und die krumme Klinge schnitt quer durch Luft. Die zweite folgte prompt. Die Blüten in Heros Haar flatterten aufgrund des scharfen Windzuges, den ihr Gegner mit seinen Waffen verursachte. Sie wich zurück und durchschaute bald die Reihenfolge der Angriffe, von denen sie jedoch nicht wagte, auch nur einen direkt abzufangen. Sie duckte sich weg und bog sich zur Seite, während ihr Gegner mit ausladenden Bewegungen jeden Winkel abzudecken schien. Wer benötigte Zielgenauigkeit, wenn er früher oder später durch Zufall traf? Hero hörte, dass Hektor knurrte, als er sie nicht erwischte. Er veränderte die Schlagabfolge und Hero sprang zur Seite. Doch die Klinge folgte ihr und prallte gegen das Gitter. Unter lautem Rattern und Klirren glitt sie über die Stäbe bis Funken sprühten.
    Hero duckte sich unter dem waagerechten Schlag weg. Die Klinge erwischte aber die rechte Blüte, die sie in ihrem Haar trug und riss sie zu Boden. Die junge Frau riss die Augen auf und wollte danach greifen. Ein kräftiger Hieb eines der Krummsäbel ließ sie jedoch zurückstolpern. Der Schlag war unpräzise und prallte am Boden ab. Hektor trat näher. Seine braunen Augen suchten ihren Blick und zum ersten Mal schien sie ihn richtig zu sehen.
    »Das ist dir wichtig, was.« Hero wischte die Überraschung aus ihrem Gesicht. Dem Kampfstil ihres Gegners fehlte es an jeder Finesse. Und doch hatte er an ihrer knappen Reaktion auf ihr Inneres schließen können. Er stellte seine Ferse an die zerzauste Blüte an und hielt seinen Fuß in der Schwebe darüber. Hero blieb unbewegt. Ihr Schweigen war für Hektor eindeutig und er entblößte mit einem schmalen Lächeln eine Reihe breiter Zähne.
    »Sehr wichtig.« Er trat zu.
    »Nein!« Sie wollte sich nach vorn stürzen, aber es war zu spät. Verärgert von ihrer eigenen, unentschuldbaren Abhängigkeit von einer bloßen Pflanze und dem Unglück, ein geschätztes Stück ihrer Heimat, ihrer Wurzeln zu verlieren, färbte die Wut ihre Wangen zartrosa.

    Hektors Lächeln entblößte eine Reihe krummer Zähne.
    »Die andere auch noch? Erinnert sie dich an etwas, an jemanden?« Die Frage erfüllte ihren Zweck und brachte Hero für einen Augenblick zurück in das Haus ihres Ziehvaters. Zu Zeiten, als sie noch zu dritt waren. Während Hektor mit seinen Waffen wild um sich schlug, war er erstaunlich empathisch. Dieser Feinsinn äußerte sich jedoch nicht in Mitgefühl. Hektor, erkannte Hero, genoss es, Leid zuzufügen. Und da er ihrer nicht mit Waffen habhaft wurde, versuchte er es mit Worten. Nicht, dass sie über dieser Provokation stehen konnte.
    Er drehte zunächst die linke, dann die rechte Falcata mit dem Handgelenk und setzte dann mit einem Ausfallschritt nach vorn. Hero wich zurück und spürte erneut den Luftzug, den die dicke Klinge mit sich brachte. Davon nahm sie einen tiefen Atemzug und Kazashimo ließ sie wie ein Windstoß mit eigenem Willen unter dem nächsten, schweren Hieb hindurchtauchen. Sie brauchte nicht einmal einen Angriff vorzutäuschen, als Hektor unbeirrt weiter in ihre Richtung schlug. Dieser Kampf würde keine weitere Runde dauern. Die zierliche Frau atmete zischend aus. Von ihrem Schwert ließ sie einen knappen Hieb abgleiten, zog die Waffe mit beiden Händen zurück und stieß sie mit kalter Präzision geradeaus durch den ledernen Brustschutz ihres Gegners. Hektor hielt inne. Er kippte leicht nach vorn und stütze sich zuerst auf einem, dann auf dem anderen Schwert ab.
    Er gab einen unverständlichen, kehligen Laut von sich. Hero zog an ihrem Schwert, das in seinem Oberkörper steckte. Dann riss sie daran, aber es wollte nicht aus der Brust des muskulösen Mannes weichen. Schließlich stemmte sie die Beine gegen seinen Oberbauch wie gegen einen Felsen und zog mit beiden Händen am Griff ihrer Waffe. Das Katana löste sich mit einem schmierigen Geräusch und Hero landete auf ihrem Hintern. Blut sickerte aus der Wunde.
    Hero sprang auf, um den Moment zu überspielen. Sie reckte das Kinn. »Ich würde gerne sagen, du hast gut gekämpft.«
    Das Rumoren um sie herum war still geworden. Als sie sich umblickte, sah sie in bleiche Gesichter.
    »Oh ne, ne.« quietschte Haln, der sich und seine Mitstreiter weiter aus der Mitte schob.
    »Aber da ist keine Seele in deinen Schwertern. Sie sind stumpf wie eine Keule aus Stahl.«
    Hektor grunzte und ein Rinnsal mit Speichel gemischten Blutes lief seine Lippe und das Kinn herab. Er sah auf und schien durch sie hindurch zu blicken.
    »Zurück! Was hast du getan..!« Haln hatte die Augen weit aufgerissen, als Hero zu ihm sah.
    »Haa..« Hektor atmete rasselnd aus, immer lauter, bis er einen brüllenden Schrei ausstieß, der einen Schwall tiefroten Blutes aus seiner Wunde treten ließ. Seine Muskeln waren bis ans Äußerste angespannt und Hero glaubte zu sehen, dass selbst die Blutung des Schwertstichs versiegte. Er hat mein Schwert festgehalten. Bei allen Winden..‘ Hektor schlug mit der Spitze der malträtierten Klingen auf den Boden, der unter Heros Füßen zu vibrieren schien. Sie blinzelte und fiel dadurch fast dem ersten Schlag zum Opfer, den Hektor plötzlich vor ihr wie einen Axthieb von oben herabführte. Überlebensinstinkt ließ sie zur Seite springen, doch waren da bereits die Gitterstäbe, die die Kampffläche umrahmten. Sie stieß gegen ein paar ausgestreckter Hände und duckte sich fast flach auf den Boden, als der nächste Hieb herandonnerte. Er traf auf die Gitterstäbe und verbog drei aufeinander folgende, als wären sie aus Gummi. Das kreischende Geräusch ließ Heros Ohren klingeln. Die Gefangenen hinter den Stäben wichen hastig zurück und versteckten sich in dem Käfig, aus dem sie eben noch hatten ausbrechen wollen. Einer von ihnen musste getroffen worden sein, dachte Hero, als sie ein spitzen Schrei vernahm. Aber ihr blieb keine Zeit.

    Flink kam sie auf die Füße und arbeitete sich vor bis zu Hektors Beinen. Wie eine Maschine mit durchgebrannter Sicherung wuchtete Hektor seine Waffen in Heros Richtung. Er drehte sich herum und ihre Klinge fuhr wie glühendes Eisen über seine Kniekehle, als sie die Chance dazu sah. Hektor brüllte auf, geriet jedoch nicht einmal ins Straucheln. Hatte sie nicht seine Sehnen durchtrennt? Ungläubig starrte Hero ihn an. Sofort holte Hektor aus und fegte die flache Seite der Waffe wie zuvor die Keule waagerecht über den Boden und zog Hero die Beine weg. Sie überschlug sich beinahe und landete mit der Schulter zuerst. Sie fand sich halb zwischen den verbogenen Gitterstäben eingeklemmt wieder. Ihre Sicht war schwarz und instinktiv versuchte sie sich zappelnd zu befreien. Jemand zerrte sie nach hinten, hinein in die Gefängniszelle und benommen sah Hero, wie die Falcata nacheinander die Gitterstäbe zerschlugen und dort aufschlugen, wo sie eben noch gelegen hatte.

    Die rohe Gewalt gepaart mit der Reichweite des Mannes war furchterregend. Sein Blick war der eines Getriebenen, der nichts spürte außer dem Drang, zu kämpfen bis der Tod ihn von seinem Gegner schied. »Hau ab!« drängte ihr Retter sie, als er ihre schmerzende Schulter losließ. Hustend kam Hero auf schmerzende Beine. Sie zitterten unter ihrem zarten Gewicht. Das Schwert war unruhig in ihrer Hand und sie packte es mit beiden Händen. Hektor war in Begriff, seine breiten Schultern durch die verbliebenden Stäbe zu schieben und der Gefangene hinter ihr folgte seinem eigenen Rat.

    Hero schob ihr Schwert in die Scheide. Ihr Puls schlug bis in ihre Ohren und machte sie taub.
    Sie sah Hektor scheinbar stumm brüllen, während er sich durch die Stäbe presste. Sie musste die Beherrschung über sich zurückerlangen. Und vor allem durfte sie nicht getroffen werden, nicht ein weiteres Mal.
    Dann gaben die Gitterstäbe nach wie unter einem Schmiedeeisen und er stolperte beinahe hindurch. Breite Arme rissen die Falcata empor und stürzten sie auf Hero herab.
    ‘Rakurai.‘ Elektrisch geladen reagierten ihre Neven und zogen das Katana blitzartig aus seiner Scheide. Wie statisch angezogen raste die Klinge empor zur ihrem Gegner, um dem ersten Stich einen weiteren, vernichtenden Schlag hinzuzufügen. Ein metallener Knall zerriss die Luft und statt nachgiebigem Fleisch spürte Hero, wie ihr ein unsichtbarer Hammerschlag durch Mark und Bein fuhr. Sie glaubte, ein Stück weit in den Boden gepresst worden zu sein und schmeckte Blut zwischen ihren aufeinandergeschlagenen Zähnen. Über sich sah die die gekreuzten Krummsäbel von Hektor. Nur der Winkel, in dem sie getroffen hatte, verhinderte, dass die stumpfen Schwerter nicht herunterkrachten und sie zermalmten. Hero blickte panisch empor, als sie realisierte, dass sie gegen diese Kraft keinen Moment länger bestehen konnte und Hektor seine Schwerter schief gestellt hatte. Sie drehte ihre Klinge und damit auch seine, die abrutschte und neben ihr auf den Boden krachte.
    »Daionsei.« brachte sie zwischen den Lippen hervor, als könne sie das Gelingen der Technik beschwören. Sie presste ihr Katana nach oben, schob es Richtung Griff und entwaffnete Hektor mit der Hebelbewegung seiner eigenen Klinge. Das Schwert hoch in die Luft gereckt, riss sie es wie elektrisiert zurück nach unten. Bevor er ihr nachsetzen konnte, zog das Schwert in der Abwärtsbewegung eine tiefrote Linie quer über seinen Oberkörper. Hektor stolperte nach vorn. Und doch griff er das verbleibende Schwert mit beiden Händen und schwang es selbst jetzt noch quer vor seinem verletzten Körper, bevor Hero auf Abstand gehen konnte. Ihr blieb nichts, als ihr Katana dazwischen zu halten. Die schiere Wucht trieb sie über den Boden schlitternd zurück. Die stumpfe Seite ihres Schwertes drückte gegen ihren Körper – eine Handbreit Stahl, der sich zwischen ihr und Hektors Angriff befand. Mit dem Rücken traf sie gegen die Wand und stöhnte unter der Wucht des Hiebes auf – doch weder wurde sie durch die Wand geschlagen, noch wurde sie zerquetscht wie eine Fliege.
    »Keine. Seele.« brachte sie zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. Blutiger Speichel trat über Hektors Lippen, als blinde Rage ihn ein weiteres Mal ausholen ließ. Hero umfasste blitzschnell die abgenutzte Klinge und Hektor riss ihren kleinen Körper mit hoch empor. Auf halbem Weg ließ sie los, drehte sich in die Luft geschleudert und fiel mit ausgestrecktem Schwert hinter Hektor hinab. Das Katana biss sich quer durch den Rücken des lockigen Mannes. Er drehte sich um, die Spitze der Falcata schleifte über den Boden.

    Hero bereitete sich auf den nächsten Angriff vor, doch die zweite Waffe glitt aus Hektors Hand. Er wankte. Verstand flackerte wieder in dem blauen Augenpaar auf, das ihren Blick fixierte.
    »Du.. kleines Miststück.« Hero ging nach vorn und wollte ihm zwischen die Beine treten. Dann hielt sie inne. Einen geschlagenen Gegner konnte sie nicht angreifen. Einer der Gefangenen hatte weniger Skrupel und nahm ihr die Tat ungefragt ab. Sie öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Die übrigen Gefangenen stöhnten. Hektor stöhnte. Doch er hielt sich aufrecht.
    »Du.. ..Miststück.« Er hustete.
    »Das war nicht ich.« Aber er schien ihr nicht zuzuhören.
    »Ich habe zwei Schwerter.. und du.. einen Zahnstocher.«
    »Du hast nur zwei tote Stücke Metall. Zwei Schwerter, fünf oder zehn - man hat nur einen Kopf. Eine Seele. Nur ein Herz. Wenn man das in einen Zahnstocher stecken kann..« Hero schlug ihr Schwert durch die Luft, um es von Hektors Körperflüssigkeit zu befreien. »braucht es nichts anderes.«
    Hektor fiel nach hinten und traf gegen die Stäbe, an denen er mit einem schmerzerfüllten Aufkeuchen herabglitt.
    »Ich werd’ dieses Schiff nicht mehr verlassen.« brachte er zwischen schweren Atemzügen hervor.
    »Du schlägst zu viele Aufstände nieder.« Beinahe ritualisiert schob sie ihr Katana zurück in seine Scheide. Ihre Finger streiften ihr Haar an der Stelle, wo eine Blüte fehlte.
    »Ich wäre irgendwann stark genug gewesen, um den Direktor zu schlagen. Dann.. wären alle frei..«
    » Freiheit.« Der Geschmack von Eisen in ihrem Mund war nicht ungewohnt, aber nach wie vor wenig willkommen. Hero spuckte die rote Flüssigkeit zu Boden. Sie war durstig. »Weißt du überhaupt noch, was das ist.«
    »Bald werdet ihrs auch vergessen. Es gibt andere Monster in dieser Festung.« Hektor blinzelte und sein Körper entschied sich, der drohenden Bewusstlosigkeit nachzugeben.
    »FREIHEIT!« brüllte jemand hinter ihr.
    »Wenn du deine Freiheit willst, geh‘ doch hoch und hol sie dir! Mein Captain ist dir gerade dabei behilflich.« herrschte sie zur Antwort an. Mit dem Fuß trat sie eines von Hektors Schwertern in seine Richtung. Sie musste weiter. Zunächst zu Kakuga –
    Der Boden erbebte und Hero wandte sich rechtzeitig um, um zu sehen, wie die riesenhafte Gestalt einer Frau von der Decke herabfiel – und Lita unter sich begrub. Der dumpfe Aufschlag des gewaltigen Leibes, der den Boden hatte erzittern lassen, traf wie alle gewaltigen Dinge einen Nerv in ihr. Als sie beobachtete, wie Kakuga auf eigenwillige Weise die Gefangenen der hinteren Zellen unter sich vereinte, lächelte sie angesichts des Rausches der Ärztin.
    »FREIHEIT!«
    »Oder ihr schließt euch am besten gleich ihr an!«


    Hero schob sich durch die hohen Mauern aus Gefangenen, über die sie kaum hindurch-, geschweige denn hinwegsehen konnte. Irgendwann tauchte sie neben Kakuga auf und erklommt den Berg aus Leibern einiger Bewusstloser, um bessere Sicht zu haben.
    »Das war großartig!«, befand Hero und stellte sich statt eines kindlich freudigen Hüpfers kurz auf die Zehenspitzen. Für einen Moment entblößte ein breites Grinsen noch immer leicht blutige Zähne. Dann wischte der gewohnte Ernst es beiseite. »Aber ich nenne dich trotzdem nicht Meisterin Kakuga.« Hero verschränkte die Arme und balancierte auf dem weichen Körper unter ihr. Vor ihnen führte der Weg tiefer ins Schiff – jener, von dem Kakuga diesen Ort erreicht hatte.
    »Ich muss weiter zu meinen Leuten – und den anderen, die sie hier festhalten. Du bist aus der Richtung gekommen, hast du sie gesehen?«
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2018
  5. Blake Granite

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    Rumms. Klirr. Krach. Dann wieder ein Rummsen. So ging das schon eine ganze Weile und obwohl er noch nicht den Auslöser dafür gesehen hatte, hörte Blake doch diese Geräusche. Die Häufigkeit der Geräusche war ungewöhnlicher als die Art, noch mehr allerdings das sich manchmal ein merkwürdiges Geräusch dazwischen schob, er könnte schwören das es Ähnlichkeit mit einem Hund besaß und das er es von irgendwo kannte. Der Direktor konnte es nicht sein. Zu wenig weinen. Armes Schwein, eigentlich, auch wenn er sich fragte warum der Kerl nicht einfach einen Karrierewechsel durchzog und Jerkins das Steuer übergab das selbiger zu beinahe einhundert Prozent ganz gerne möchte, da Lous... Eskapaden seiner Meinung nach die Effektivität des Schiffes senkten. Mit der Unaufhaltbarkeit eines Molochs stapfte Blake die Gänge entlang während er sinnierte. Nun, er stand vor einer relativ unangenehmen aber doch simplen Problematik. Ganz einfach gesagt, wussten nur seine ehemaligen eigenen Leute und Kakuga von seinem Seitenwechsel. Selbiges taten weder die vereinzelten Soldaten von den Schiffen, noch die Gefangenen die aus, irgend einem Grund, seit einer kleinen Weile in die Gänge strömten. Selbige, waren scheinbar nicht wirklich dazu geneigt ihm zu lauschen wenn er sie darauf hinwies das er nicht vorhatte ihnen etwas anzutun. Deswegen hatte er sich seit einer kleinen Weile zu einer neuen Strategie entschieden. Der Kanonier griff in eine der kleinen Taschen an seinem Gürtel und holte seine Hand wieder hervor, in seiner Hand drei seiner speziellen Granaten. Mit einem Zug an seiner Zigarette entzündete er sie der Reihe nach, bevor er sie mit einem Schwung seines Handgelenks den Gang entlang kullern ließ, gerade als er neue Schritte hörte. Die Lösung die er gefunden hatte, war, das er einfach auf alles schoss das sich im näherte. Mit einem ohrenbetäubenden Knall und einem grellen Lichtblitz explodierten die kleinen Kugeln, die Druckwelle den meisten der Gefangenen das Bewusstsein raubend. Das Problem des letzten löste ein simpler Faustschlag. Kurios. Die Männer hatten nicht unbedingt so ausgesehen als ob sie sich auf ihn stürzen möchten, eher, als ob sie panisch vor etwas davon liefen.
    BORIS Köter Karate!!!“. Huh. Nun, das kurz nach diesem durch die Gänge schallenden Ausruf erklingende rummsen kombiniert mit einem leisen jaulen und einem deutlichen knurren erklärte wohl so einiges. Kurz hielt er inne und spie seine mittlerweile ausgebrannte Zigarre aus... Nur um sich gleich wieder einen neuen Stummel anzustecken. Doch gerade als er das Streichholz anriss hörte er vor sich bei der T-Kreuzung ein Geräusch. Es klang... Wie ein irres lachen. Ach, diesen Kerl hatte er ja völlig vergessen. Fröhlich tänzelnd, sprungvolle Schritte machend, er erinnerte Blake ehrlich gesagt etwas an ein Blumenmädchen bei einer Hochzeit, bahnte sich dort der Professor seinen Weg und verstreute dabei... Papierschnippsel? Ganz offensichtlich war der Wahnsinnige bester Dinge, aber wann war er das schon mal nicht. Die Laune seiner Assistentin wiederum die langsamem, beinahe schlurfenden Schrittes folgte, war da verständlicher. Selbstverständlich machten weder der Eine noch die Andere sich die Mühe den Ohnmächtigen und Kampfunfähigen aus dem Weg zu gehen was in viel Seufzen und Ächzen resultierte. Ajane bemerkte ihn sogar, doch mehr als kurz zu zögern, dann die Hand zu heben, ihm zu zuwinken und dann dem Professor etwas schnelleren Schrittes hinterher zu eilen tat sie nicht. Das kuriose daran war eher das er selten das Gefühl hatte das der Prof sich mit einem klaren Ziel im Hinterkopf irgendwo hinbewegte. Nun, aber jetzt galt es erst einmal diesen Boris zu finden... Und wie vielleicht zu erhoffen war zu verhindern das er ihm eine rein haute.
    Ihn zu finden zumindest war nicht übermäßig schwer. Er musste nur dem leicht panischen Brüllen und den Hundegeräuschen folgen. Na das war er also. Sein scheinbarer neuer Captn. Auf den ersten Blick sah er ja nicht gerade nach einem Piratenkönig aus, aber... Zumindest hatte er den dazu passenden Körperbau. Stark, etwas königlich. Wenn auch bedauerlich wenig, nun ja, Respekt gebietend mit dem Hund am Arm, auch wenn der Anblick sicherlich beeindruckend war. Gerade hatte er den letzten Wachmann mit einem taktisch platzierten Hund zu Boden geschickt der in dem kleinen Messraum aufgepasst hatte. "BORIS!" Brüllte er dem Riesen zu um sicher zu gehen das ihm dieser nicht gleich entwischte und er seine Aufmerksamkeit hatte, "Ich bin hier um dich zu unterstützen! Kakuga hat mit mir gesprochen." Fügte er rasch hinzu, in der sehr blassen Hoffnung das es eine Attacke des Hünen verhindern würde.
     
  6. Kakuga

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    Bereit, zu Heroe zu gehen und zu sehen, ob in ihrem Kampf noch Hilfe nötig war, wurde Kakuga positiv überrascht, als das kleine Mädchen ihr freundlich lächelnd entgegen kam und ohne große Probleme den Haufen an Körpern als Schemel missbrauchte, um der Ärztin auf Augenhöhe entgegen zu stehen. Dann erwähnte sie Kuga gegenüber, dass es ja noch weitere Gefangene gab, und ließ in deren Augen eine Erinnerung aufleuchten. „Riiichtig! Wir sollten den Rest auch noch befreien!“, fasste diese Zusammen und schlug dabei ihre Faust von oben auf ihre offene Handfläche, als wäre das eine bahnbrechende Idee ihrerseits gewesen. Die bereits freien Gefangenen stimmten dem lauthals zu und brachten im Chor das Wort „FREIHEIT!“ mehrmals hervor. Diejenigen, die noch in den Käfigen um die Kampfzone steckten, bettelten gleichzeitig um ebenjene, wollten sie doch unbedingt ihr Gefängnis verlassen. Leicht verlegen kratzte sich die Hakai am Kopf – eine Geste, die allgemein als Bescheidenheit interpretiert wurde, obwohl sie eigentlich nur hoffte, dass niemand merkte, dass sie die ganze Zeit gar nicht wirklich an die Freiheit dieser Leute gedacht hatte...

    „Du hast also Freunde hier drin?“, fragte die Ärztin, während sie in ihren Hosentaschen nach dem Schlüsselbund kramte, den sie vorhin einem der Wächter abgenommen hatte. „Wenn sie hier sind, habe ich sie nicht erkannt, aber wir können gerne mal schauen.“ So einen genauen Blick hatte sie auf die verschlossenen Zellen nicht gehabt, war sie doch ein wenig beschäftigt damit, verängstigt wegzurennen. Insofern war es durchaus möglich, dass ihr der ein oder andere Samurai entgangen war... „Vorher sollte ich allerdings den Rest hier freisetzen“, meinte sie und deutete auch den Schlüssel, den sie endlich wiedergefunden hatte, ehe sie sich auch schon an die Zellen machte. Nachdem die Insassen ihr die Treue schworen, öffnete sie auch schon die Türen und bereicherte ihre kleine Armee um ein paar Dutzend Hände.
    „Sooo... wer bin ich?“, rief Kakuga in die Menge und bekam ein geballtes „Meisterin Kakuga!“ als Antwort. Zufrieden grinste sie und deutete auf Heroe. „Und wer ist das hier?“ Ein kurzes Schweigen trat ein, in dem sich die Gefangenen anschauten, bis einer endlich den Mund aufbekam: „Das ist das Mädel, das Hektor fertiggemacht hat!“ Jubel folgte. Zufrieden stolzierte Kakuga hinter ihre Begleiterin, während sie fortfuhr. „Das ist richtig... aber so, so falsch!“, betonte sie, während sie die Hände auf die Schultern der Samurai legte und diese leicht massierte. „Das hier ist die große Heldin, Heroe! Sie ist vielleicht der einzige Mensch auf der Welt, der stärker ist als ich!“ Bei diesem Zugeständnis dieser gruseligen, machtvollen Frau verstummte der Raum plötzlich, während sich Unglaube ausbreitete. Sie hatten noch jemanden hier, der nicht nur auf dem gleichen Level war wie ihre Retterin, sondern sie auch noch übertraf? Selbst, wenn sie nicht wirklich die stärksten Menschen der Welt waren – was ein paar der Insassen tatsächlich zu glauben bereit waren – bedeuteten zwei Verbündete auf ihrem Level ohne Frage den Sieg! Kaum hatten sie sich gesammelt, strömte die Freude noch stärker und lauter aus ihnen heraus als zuvor, und diese Motivation nutzte Kakuga in vollem Maße aus:
    „Nun, da wir so viele sind, ist es Zeit, unseren Angriff zu starten! Heroe und ich holen die Gefangenen, die tiefer drin sind, und damit unsere Feinde nicht zu früh hier runterkommen, geht ihr alle schonmal vor und macht oben Ärger! Gegen euch alle zusammen können die nix ausrichten, und dann können wir mit der zweiten Welle alle Feinde auf einmal ausschalten! Und schon gehört dieses riesige Schiff uns! Also, auf mit euch!“ Kampfbereit stürmte die ganze Masse aus dem Gefängnis heraus, willens, sich gegen alle Wärter und Crewmitglieder zu stellen, die ihnen den Weg versperren wollten. Grinsend deutete Kakuga ihnen die Richtung an, bis der letzte von ihnen verschwunden war. Als alle außer Hörweite waren wartete sie noch einen Moment, weiterhin in ihrer selbstsicheren Pose, ehe sie sich zu der jungen Samurai umdrehte und ihre zufriedene Fassade fallen ließ.

    „Herooo!“, rief sie mit Tränen in den Augen, während sie die Hände des Mädchens packte und auf die Knie fiel, um ihr ins Gesicht sehen zu können. „Ich bin so froh, dass ich dich gefunden habeee! Allein ist es ganz furchtbar hier drin! So ein komischer Typ hat meine Jacke kaputtgemacht!“ Es war so schön, endlich wieder jemand starkes an ihrer Seite zu haben, der ihre Kämpfe für sie austragen konnte. Irgendwie hatte sie es bis hierher geschafft, aber das auch nur mit Überzeugungsarbeit und Tücke. Nur, weil sie sich vorgenommen hatte, eine bessere Kämpferin zu werden, hieß das nicht, dass sie das so schnell auch schaffte! Warum also ließen alle sie allein? Immerhin war das eine gute Chance, um über Blake und das, was er ihr angetan hatte, abzulästern... „Siehst du das hier?“ Sie deutete auf die Wunde an ihrer Schulter, dann auf das Ruß, das noch immer an ihrer freien Haut und dem bisschen an übrigen Klamotten haftete. „Das hat er alles gemacht! Hat auf mich geschossen und mich mit einer Feuermaschine angegriffen! Und er hat mich hinterhältiges Ungeziefer genannt, der Fiesling!“ Auch, wenn er ihr bei der Flucht geholfen hatte, war das Erlebnis alles in allem doch sehr frustrierend gewesen. Geprägt von Angst und Schmerz und lauten Geräuschen. Die Hakai war für dieses aufregende Leben einfach nicht geschaffen! Andererseits wollte sie dem Kerl, der ihr das Leben gerettet hatte, auch ein paar gute Worte entgegen bringen... „Immerhin hat er mir dann doch noch geholfen... Aber erst, als ich ihm erlaubt habe, mein Versuchskaninchen zu werden! Muss irgendein komischer Fetisch sein. Seinem Kumpel hätte ich das nie angeboten! Der hätte mich fast in die Luft gesprengt! War mein Glück, dass er nur seine eigenen Leute erwischt hat...“
    Nachdem all das endlich raus war und sie die Aufregung der letzten halben Stunde aus ihrem System gearbeitet hatte, atmete sie ein paar Mal tief durch und ihr trauriger Blick tief in die Augen Heroes füllte sich mit Hoffnung. „Ich bin wirklich froh, dich zu sehen...“, kam es ihr erneut über die Lippen, diesmal ganz ruhig, leise, sodass die Schallwellen es kaum an ihrem Gegenüber vorbei schafften. „Jetzt, wo du bei mir bist, fühle ich mich wieder sicher... Ich hoffe, der Kapitän und die andern kommen bald her. Dann können wir endlich wieder aus dieser Hölle raus...“ Daran, dass sie ja eigentlich noch etwas zu tun hatte, dachte die Schwarzhaarige gerade überhaupt nicht mehr...
     
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  7. Heroe

    Heroe Pirat

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    Hero nickte einmal. »Ja. Wir konnten nicht alle verteidigen. Eine Schande.« fügte sie mit einem Murmeln hinzu. ‚Umso dringender müssen wir sie befreien.‘

    Mit ausdrucksloser Mimik ließ Hero über sich ergehen, dass Kakuga sie ihrem Gefolge vorstellte. Nur ungern stand sie derart im Mittelpunkt. »Das ist.. «, begann sie, als Kakuga sich entgegen aller Wahrheit und Bescheidenheit dazu hinreißen ließ zu behaupten, es würde keine stärkeren Personen außer ihnen beiden auf der Welt geben. ,…eine Lüge.‘. Rechtzeitig erkannte sie, dass dies einer der Momente sein musste, in der ein anderes Gut höher wiegen musste als die Wahrheit. ‚Und wer ist schon so naiv – und leichtgläubig?‘ »JA! Meisterin Kakuga!«
    Dann realisierte sie, wie Kakuga sie genannt hatte. Ihre Wangen färbten sich leicht rosa. Unwillkürlich straffte sie die Schultern. '..groß?' Sie konnte beinahe spüren wie ein kindliches Lachen in ihrer Brust anschwellen wollte, das es mit aller Macht zu unterdrücken galt.

    Die Hände auf ihren Schultern übten leichten Druck auf ihre Muskeln aus. Heros Blick schien abwesend und sie seufzte leise auf. Ob es an der Ausbildung der Ärztin lag, wusste Hero nicht mit Sicherheit zu sagen, doch sie spürte sofort, wie ihre Schultern sich lockerten und ihr Rücken bis hinab in die Fingerspitzen besser durchblutet wurden.
    »Für Meisterin Kakuga!« »Freiheit!« »Das Schiff wird uns gehören!« »Ihr geht alle über Bord!«
    Auf dem Deck kehrte schließlich Stille ein. Nur entfernt waren Geräusche zu vernehmen, die Hero einem Kampf zuordnete. In allen Zellen und dem breiten Gang lagen bewusstlose Gefangene, die auch ein beherzter Klaps ihrer Mitstreiter nicht wieder hatte auf die Beine bringen können. Auf Heros Schulter ruhte weiterhin eine Hand von Kakuga, mit der anderen wies diese ihrer Truppe den Weg. Hero musste an sich halten, nicht unrühmlich zu protestieren, als Kakuga schließlich ganz von ihr abließ.

    »Es ist beängstigend, was du nur mit Worten in ihren Köpfen anrichtest -« Hero unterbrach sich, als Kakuga beinahe vor ihr zusammenbrach und ihren Namen rief. Die Ärztin umklammerte die Hände der kleinen Frau und Hero blickte direkt in ihre glasigen Augen. »Was ist los?« Kakugas Stimme klang mit einem Mal herzerweichend. Hilfesuchend sah Hero kurz zur Seite, doch niemand rührte sich, um ihr in dieser zwischenmenschlichen Notlage zur Seite zu stehen. Was sollte sie tun? Kakuga berichtete ihr von einem Gegner, mit dem sie aneinandergeraten war. Heros Blick wurde finster.
    »Was hat er dir angetan?« Detailreich und mit dem Jammern eines nassen Kätzchens fuhr Kakuga fort. Die kleine Frau nickte, um ihre Aufmerksamkeit zu bekunden. Kakugas Jacke. Eine Wunde. Ruß auf ihrer Haut. Und wieder ihre Jacke. Beleidigt hatte er sie – und sie sogar angegriffen. Ein Feind auf einem feindlichen Schiff, das sie selbst angegriffen hatten, summierte sie die Schilderung. Heros Augenbrauen hoben sich in einem Ausdruck innerer Leere. Sie erinnerte sich daran, wie einige ihrer jüngeren Brüder und Schwestern zu ihrem Vater gerannt waren, um sich trösten zu lassen. Hero hatte nie Talent dafür bewiesen, die Sorgen und Nöte der Waisenkinder zu verjagen. Sie war eine Spielkameradin, aber niemand, der Tränen weggewischt hatte. Wenn es aber das war, was von ihr verlangt war, würde sie sich dieser Herausforderung so stellen, wie jedem anderen scheinbar unbezwingbaren Gegner.
    Vorsichtig hob sie die Hand aus der Umklammerung, als würde sie Kakuga nicht mit einer hektischen Bewegung erschrecken wollen. Dann legte sie ihr Herz in ein Lächeln, das hoffentlich auch ihre Augen erreichte. Behutsam tätschelte sie langsam den Kopf der anderen Frau. »Sch, sch. Alles wird wieder gut.« wiederholte sie, was sie ihren Ziehvater hatte sagen hören. Aus ihrem Mund klangen die Worte fremd. Dann hatte Keiij den Kindern stets etwas versprochen. Kurz zögerte Hero, ob ein so schlichter Bestechungsversuch Erfolg haben würde – doch vor ihr war immerhin Kakuga.
    »Wir suchen dir auf Boldman etwas Süßes. Eine großartige Mahlzeit! Dann kommst du schnell wieder zu Kräften und bald ist alles wieder gut.« Mit ihrer Aufgabe warm geworden, strich Hero Kakuga nun selbstsicherer über das schwarze Haar. Als sie bemerkte, dass das Haar statisch werden wollte, stellte sie die Bewegung schnell ein und fasste Kakuga stattdessen bei den Schultern. »Und wir suchen den Kerl, der unserer Ärztin etwas anhaben wollte.« Ihre Augen verengten sich. In diesen Gewässern war sie eher zu Hause. Niemand vergriff sich an denen, die ihr etwas bedeuteten. »Bringen wir ihm bei, was die Konsequenzen für sein Handeln sind.« In den traurigen Augen der Frau sah sie verwundeten Stolz in dem, was der Wunsch war, dieses Schiff zu verlassen - hörte ein Verlangen nach Genugtuung in der leisen Stimme, die eigentlich genug hatte. Ein weiteres Nicken bekräftigte ihre Worte. »Zuerst gehen wir tiefer in das Schiff zu den anderen Gefängnissen und befreien die Gefangenen. Dann sehen wir nach deiner Meute. Und wenn wir unterwegs diesen ehrlosen Kriminellen finden.. Versuchspersonen sind besser an einem Stück, ja?«

    *​

    »Heroe! Ich wusste es! Ich bin so froh!« Der junge Erwachsene wischte sich mit dem Ärmel über den Nasenrücken. Seine kantigen Gesichtszüge waren verschmiert, das kurzgeschnittene Haar staubig und verklebt.
    »Idiot! Du gar nichts gewusst. Nur geheult hast du! Du heulst immer noch!« wurde er von einem Mädchen angeherrscht, das neben ihm stand. Die Jugendliche war wenige Jahre jünger als Hero, wirkte aber ungleich erwachsener und überragte sie um mehr als zwei Köpfe. Sie strahlte wie die Sommersonne und ihre Augen waren von Tränen gefüllt. Ihr tiefschwarzes, schulterlanges Haar war zerzaust und die Ärmel ihres Stoffhemds gerissen. »Soshi und Emi, greift mir ein bisschen unter die Arme, ja? Dieser Fuß..« Ein schmaler Mann mittleren Alters humpelte in Richtung des Zelleingangs, bei dem Kakuga und Heroe warteten. Er ging barfuß und sein linker Knöchel war deutlich angeschwollen.
    Kakuga und Hero hatten einen weiteren Zelltrakt befreit, in dem sie ein Gefangener darauf hingewiesen hatte, dass die Estella Muerta einige Menschen in Lagerräumen im Bug des Schiffes eingepfercht hatte. ‘Wahrscheinlich hätten wir sie sonst nie entdeckt.‘ Der Bolzen vor der Tür hatte wie ein Fremdkörper gewirkte und musste erst kürzlich angebracht worden sein. Nachdem Hero den schweren Holzbolzen zu Boden gewuchtet und die Tür geöffnet hatte, war zum ersten Mal Licht in den Raum gedrungen, seit er am Vortag geschlossen worden war.
    »Sei ruhig Emi! Du hast dir fast in die Hose gemacht wegen der schwarzen Ziege. Komm‘, Onkel. Hier geht’s raus. Wir gehen nach Hause.«
    »Danke euch, Kinder. Und Heroe. Ich danke dir und ...?«
    »Kakuga. Ihr wird es gefallen, wenn ihr sie Meisterin nennt.« Hero klopfte Kakuga gegen die Schulter. »Meisterin -« »Und jetzt raus hier. Zeit zu verschwinden.« Ein ungeduldiges Kreisen ihrer rechten Hand winkte die Menschen voran. Hero wartete schließlich mit verschränkten Armen, während sich der Raum leerte und mehr und mehr Menschen den Gang füllten, in dem Kakuga und sie warteten. Hero stand auf dem hölzernen Bolzen, der sie zwei Handbreit größer machte.

    »Heroe!« Ein junges Mädchen kam mit großen Schritten auf sie zu und wollte ihre Arme um den zierlichen Körper der Angesprochenen winden. Hero hielt sie mit sanfter Gewalt auf Abstand. »Ich bin so froh, dass du uns gefunden hast! Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben.« Hero erkannte Sami, deren grobe, blaue Stofftunika zerschlissen und ungebunden von ihren Schultern hing. Die junge Schwertkämpferin war ihrer Waffe beraubt wurden und die Beine ihres weiten Hosenrocks waren fleckig von der Erde, auf der sie auf Kyoko gekämpft hatten. »Ich habe noch versucht, mich zu verstecken.. Aber diese Biester.. sie haben uns zu einem ekelhaften, schleimigen – einem Kerl wie eine hässliche Ziege gebracht! Er hat uns beleidigt, wie Leibeigene sollten wir sein! Und er hat Soshi fast das Rückgrat gebrochen.« Samis Gesichtszüge waren verzerrt. »Sieh’ dir das an. Einer dieser Wärter hat meine Jacke fast zerfetzt. Und mich beinahe ebenfalls. Jetzt, wo ihr hier seid.. endlich sind wir sicher.« Tränen rannen über ihre verschmutzen Wangen.
    Hero stellte sich leicht auf die Zehenspitzen und schlug dem Mädchen mit den Handknöcheln auf den strubbeligen Kopf. »Au! Heroe!« »Hör auf zu weinen, Sami! Du bist eine Schwertkämpferin!« Hero nahm die losen Enden des Stoffgürtels des Mädchens und band sie mit einem Ruck zusammen. »Hat dir Meister Jisai beigebracht, dich zu verstecken? Einfach die Hoffnung aufzugeben?« Sami schniefte und schüttelte den Kopf. »Häng' nicht so an deiner Kleidung! Du brauchst nur das« Mit dem linken Zeigefinger, auf dessen Knöchel eine weiße Narbe hervorstand, drücke sie auf den Oberkörper des Mädchens, direkt vor ihrem Herzen. »und ein Schwert. Auf dem Weg nach oben greifst du dir eins und dann bringst du unsere Leute nach Hause.« Sami wischte sich mit dem Handrücken über die Augen und verschmierte die staubige Erde in ihrem Gesicht. Das Schluchzen wurde leiser. »Sami.« Hero griff nach dem Arm des Mädchens, bevor es sich abwand. »Ich bin froh, dass es dir gut geht. Und jetzt mach‘ dich auf den Weg.« Die Lippen des Mädchens versteiften sich zu einem entschlossenen Strich und sie nickte, bevor sie weiterging.
    »Du bist furchtbar darin, jemanden zu trösten.« Hero verschränkte die Arme und schwieg verbissen, um erneut mit dieser Schwierigkeit konfrontiert nicht die Beherrschung zu verlieren. »Sie hat aufgehört zu weinen! Und sie lebt nach dem Schwert, sie sollte sich besser im Griff haben.« Gestützt von Emi und Soshi betrachtete sie der Mann. »Wie ich schon sagte..«

    *​

    Gemeinsam mit den Bewohnern der Insel Kyoko kehrten Kakuga und Hero dem Bug den Rücken, bis sie schließlich in der Nähe des Decks waren, auf dem sie Lita und Hektor vernichtend geschlagen hatten.
    »Es ist Zeit für uns, an Deck zu gehen.« wandte sich Hero an Kakuga. In Gedanken kehrte sie zu Boris zurück, den sie im Kampf mit dem urgewaltigen Roboter zurückgelassen hatten. »Was denkst du?« fügte sie hinzu, schließlich war Kakuga bereits länger ein Mitglied dieser Mannschaft, sodass die Hero anerzogene Denkweise der Ärztin ohne weiteres ein gewichtiges Mitspracherecht einräumte.
    »MEISTERIN KAKUGA!« Ein Dutzend der kurz zuvor befreiten Gefangenen hasteten von vorn auf die Gruppe zu. »Der Weg nach oben ist frei! Aber wir können nicht ohne Euch gehen. Wie konnten wir Euch überhaupt hier zurücklassen?!« Hero warf Kakuga einen Blick über die Schulter zu. »Und hört Euch das an: Wir haben jemanden gefunden, dem ein Hund aus dem Arm wächst! Die Wärter gehen einer nach dem anderen vor die Hunde.« Der Mann reckte die Faust in die Luft. Ein weiterer platzte beinahe, bevor er schließlich ergänzte: »Hundeelend ist ihnen zumute!« Hero wollte sich die flache Hand zur Stirn führen, strich sich schließlich jedoch nur eine Strähne aus dem Gesicht. »Habt Ihr ihn uns geschickt, Meisterin?« Jubelrufe dröhnten durch den Gang. »FREIHEIT!«
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Apr. 2018
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  8. Boris

    Boris Piratenkapitän

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    „Ich bin hier um dich zu unterstützen! Kakuga hat mit mir gesprochen,“ behauptete dieser Fremde, dieser ältere Herr, der zumindest seinen fairen Anteil an Muskeln abbekommen hatte. Und er hatte eine Augenklappe, weswegen er Pirat sein musste, wobei Piraten ja auch das sind, gegen das gerade Boris kämpfte. So genommen, war es viel leichter einen Gegner, der mit einem geschickten Bluff sich hier einschmeicheln wollte, als einen unerwarteten Verbündeten zu finden, ja, das wäre das einfachste auf der Welt, man brauchte nur diese harte und gemeine Visage zu sehen, um erstes Misstrauen zu bekommen und jeder der auch nur einen Funken Verstand hatte, würde diese Behauptung hinterfragen und jedes dieser Worte mit einer Prise Salz nehmen.
    Jedoch sprechen wir hier von Boris: „Gut, BORIS kann gerade etwas Hilfe gebrauchen!“ Ein Funken Verstand kann man da lange suchen. „BORIS hat hier einen Hund, der BORIS nicht mehr loslässt.“ Um zu zeigen, mit was für einer Entschlossenheit der Münsterländer an seiner Hand festhielt, verwandelte der Pirat seine andere Hand in ein Brecheisen und versuchte den Kiefer des Mistviechs aufzustemmen. Ohne Erfolg. „Kannst du irgendetwas, was bei diesem Problem helfen kann?“

    „Quiek.“ Puc hält sich die Stirn, als ob er nicht glauben kann, was gerade vor sich ging. Doch irgendwie hatte sich das kurze Gespräch der Referenzen Blakes dazu geführt, dass an dem Hund nun eine Mine festhing, die einen chemischen Zünder eingebaut bekommen hat. Nun verwandelte Boris seinen Hundearm in ein Brecheisen, da dieses recht stabil ist, und klemmte es in eine Tür ein.
    Mit einer gewaltigen Explosion wurde die Tür aufgeschossen, sie knallte gegen den Glatzkopf, obwohl er mit voller Kraft dagegen hielt und nun war einmal senkrecht über sein Gesicht ein roter Streifen einer Türkante zu entdecken.
    „Auuuff...“ Tatsächlich hörte man trotz der Sprengung den wahrscheinlich stursten Hund aller Meere noch wimmern, doch nun war Boris' Arm frei. Das Brecheisen war etwas angekokelt, aber intakt, immerhin war die Sprengladung etwas sanfter ausgefallen um den Hund nicht mehr als notwendig in die Luft zu sprengen.
    „Buahaha! Frei! BORIS ist frei!“ Er verwandelte den Arm zurück, der nun auch ein bisschen angekokelt war, aber immer noch viel besser als die ganze Zeit einen Köter an der Hand zu haben. „Ah, hast du einen Professor gesehen? BORIS sucht ihn gerade, da er sonst das ganze Schiff in die Luft sprengt.“
     
  9. Prof. Dr. Arthur Venture

    Prof. Dr. Arthur Venture Samurai der Meere

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    Eine gute Waffe hat mindestens zwei Zusatzfunktionen und einen Selbstzerstörungsmechanismus. Da Prof. Dr. Venture die Lost Hope selbst erfunden hat, hatte er sie wie eine Waffe behandelt, also ist das nicht nur ein Schiff, sondern auch ein Gefängnis und ein Polostadium. Aus irgendwelchen Gründen wurden die Tore von den neuen Besitzern aber immer für Seile benutzt, was für eine Verschwendung einer guten Erfindung. Und die Stallungen sind nun Werkzeugschuppen, haben die edenn nicht das Genie erkannt, als es ihnen förmlich ins Gesicht sprang?! Das Polofeld war auch multifunktionell, es konnte als Rugbyfeld oder auch für Fußball benutzt werden, es gab sogar die Markierungen für beide Sportarten und Fußballtore, die jederzeit mit einem Hebel aufgeklappt werden konnten... Achja, er hatte den Hebel ausgebaut, als er das Schiff verkaufte, da er einen für seine Kaffeemaschine brauchte, damit er sie zwischen Kaffeekochen und Folterwerk hin- und herschalten konnte.
    Naja, kommen wir mal zum Selbstzerstörungsmechanismus. Dieser ist recht beeindruckend, da es das ganze Schiff in einer riesigen Kettenreaktion auseinanderreißen wird. Deswegen ist ja das Schiff so stabil und die Wände nahezu unzerstörbar! Weil dahinter die ganzen Sprengladungen waren, in jeder Wand befand sich massig von dem Zeug.
    Nun musste er aber zur geheimen Kommandozentrale. Die, die er so gut versteckt hat, dass selbst ein Genie wie er sie nicht so leicht wiederfinden konnte. Zumindest war das sein Gedanke, da er keine Ahnung mehr hatte, wo er sie hingepackt hatte, weswegen er anfing, sämtliche Besenschränke aufzureißen und die Sachen herauszuziehen. Dummerweise hatte er seine Geheimpläne des Schiffes verlegt.
    „OOOOOOHHHH!!! WO BIST DU NUR!? HIHAHAHAHAHA!!!“
    „Was genau machen Sie gerade?“
    „Ajane. Wie gut kannst du putzen?“
    „Was?“
    „Und aufräumen?“
    „Wenn das ein weiterer Heiratsantrag ist, dann wird das Nächste, was ich tun werde, ein bisschen Polieren sein.“, antwortete Ajane die Frage, während sie sich die Faust rieb.
    „MAGNIFICIENT! Du hast es begriffen! Wir müssen einen sauberen Abgang machen, endlich begreifst du!“
    „+#!“
    „Ach, Ajane wächst so sehr. Nun bin ICH derjenige, der nicht versteht!
    Der Professor holt ein Taschentuch aus dem Kittel und wischt sich damit seine Tränen ab. Dann zieht er seinen Kittel aus und legt ihn um Ajanes Schultern: „Jetzt bist du der Professor!“
    „Was hat das zu bedeuten!?“
    „Dass meine Arme so müde sind, die ganzen Papierfetzen zu zerteilen und sie sind in meinen Kitteltaschen. Übernehme, Ajane!“ Dann schob er die Frau vor sich, mit der Kraft eines Irren: „Streu! Streu, Ajane! Sauberer Abgang indem wir Konfetti verteilen, mach!“
    „Ich will nicht, ich- warte, sind diese Fetzen etwa beschrieben!?“
    „Ja, es waren die Geheimpläne der Lost Hope, wo alles stand, alle Geheimgänge, alle Geheimräume, und alle Codes die man braucht!“
    „SIE HABEN DIE PLÄNE ZERRISSEN UND DURCH DAS GANZE SCHIFF VERTEILT UND DESWEGEN WIR IRREN NUN HERUM!“
    „EXACTLY!!! HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!“
     
  10. Boris

    Boris Piratenkapitän

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    Aus dem Gang vor Boris und Blake kam ein Gestöhne, es hörte sich so an, als ob ein Zombie durch die Gänge schritt. „Quiek?!“ Puc schaute angespannt, er merkte anscheinend schon, dass was jetzt kam, kein Mensch sein würde.
    „Sir, ich will sie nicht nochmal verlieren, sonst dreht mir Vizedirektor Jerkins den Hals um.“ Eine junge, eine unbefangene Stimme, hört sich verdächtig nach einem Praktikanten an. Da Boris ein gelernter Zimmermann ist, wusste er genau, in welcher Rangordnung die Praktikanten standen, weswegen er sich da keine Sorgen machte.
    „Ah... mein Gaumenzäpfchen zwickt, das fühlt sich eklig an.“ Das war eine äußerst erbärmliche Stimme und der Sprecher kam gerade um die Ecke. Und der war groß! Er war deutlich größer als Boris, was also bedeutet, dass er sehr stark sein musste. „Ah... hallo? Ich suche einen Boris, wisst ihr? Warte...“ Aus irgendeinem Grund verzog sich das Gesicht des größeren Hünens und er hielt die Hand vorm Mund, stürzte sich einmal wieder zurück um die Ecke und übergab sich klar hörbar.
    Der Praktikant hob entschuldigend die Hand: „Tut mir Leid, als ich ihn fand, hatte er gerade Sprengstoff gegessen und versucht ein brennendes Streichholz in den Rachen zu werfen.“
    „Kein Problem, lass den Mann reiern.“
    „Danke.“
    Nach einigen Augenblicken kam der Mann mit einem sichtbaren aschfahlen Gesichtston zurück, weswegen Boris sich nun in Pose warf, den Finger auf den Hünen gerichtet, das Kinn vorgestreckt und die Arme vollgepumpt: „Du suchst BORIS!? Du hast BORIS gefunden!“ So, als ob nichts passiert wäre.
    „Ah, hallo. Könntest du mir einen Gefallen tun? Könntest du mir mit voller Kraft eine runterhauen?“
    „Öhm... klar? Normalerweise bekommen die Leute das, ohne dass sie fragen müssen.“ Dieses direkt Fragen, ob man einen auf die Fresse bekommen dürfte, verwirrte den Piratenkapitän etwas, aber es gab keinen Grund das abzulehnen. Deswegen trat er nach vorne und platzierte sich: „Bereit?“
    „Ja. Könntest du bitte direkt beim Solar Plexus das machen. Der ist hier. Ich wäre sehr verbunden.“
    „OK.“ Boris atmete einmal tief durch, dann holte er aus: BORIS Krach!!! Die Faust dröhnte und knackte, man konnte einen deutlichen Luftstoß spüren, der den Praktikanten einfach von den Füßen warf. Weder der Direktor, noch der Seeräuber bewegten sich, letzterer schaute dann einmal hoch zu den größeren Mann: „Nicht schlecht! Wirklich nicht schlecht. Gib BORIS einen Moment. Blake, BORIS ist gleich wieder da.“ Damit schritt Boris um die Ecke und begann dann lautstark seine Hand zu pusten: „Au, au, au! *Pust* Au!“ Das könnte härter werden, als er gedacht hatte.
     
  11. Blake Granite

    Blake Granite Pirat

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    „Gut, BORIS kann gerade etwas Hilfe gebrauchen!“ "Natürlich erwarte ich nicht das du mir einfach so glaubst, aber... Entschuldige, was hast du gesagt?" „BORIS hat hier einen Hund, der BORIS nicht mehr loslässt.“ Nun. Das war ja schon beinahe etwas antiklimaktisch. Er... hatte nun wirklich nicht erwartet das... Nun, es schien so als würden die Qualitäten seines neuen Kapitäns dazu Piratenkönig zu werden, nicht wirklich in seiner überragenden Intelligenz zu finden sein. „Kannst du irgendetwas, was bei diesem Problem helfen kann?“ Nun, wenigstens an Durchhaltevermögen schien es ihm nicht zu mangeln und das war ja angeblich das wichtigste, nicht wahr? "Vielleicht lässt sich dafür eine Lösung finden..."

    „Quiek.“ Wirklich faszinierend dieses kleine Tier. Der Hamster den der Große mit sich herumtrug, hatte beinahe den Eindruck gemacht als ob er mit jedem Wort das die beiden wechselten, und vor allem, den Lautstarken Versicherungen von Boris, das das "Schon klappen!" würde, zunehmend in eine gewisse subtile Art von Verzweiflung ob der beiden Menschen verfallen war. Aber das war natürlich Unsinn, gerade so gut könnte man einen Affen ein Schiff steuern lassen.
    "Hm." war Blakes Antwort, als sich der Rauch langsam legte.... Und er schob mit seinem Fuss die Türe zu als dahinter ein erneutes Heulen erklang. So interessant das auch war, er konnte darauf verzichten das der Hund gleich wieder angesprungen kam und versuchte Boris zu Fressen, "Ich gebe zu, ich war mir nicht annähernd so sicher das das funktionieren würde..." zu der deutlichen Spur auf der Stirn des Käptns sagte er einfach... nichts. Irgendetwas vermittelte ihm das Gefühl das der Hühne es noch nicht einmal bemerkt hatte. Er hielt ja auch viel aus, aber dieser Kerl? Es schien als ob man einfach nur auf einen besonders agilen Stein einprügelte. Jetzt wo er darüber nachdachte... Das erinnerte ihn an Jemanden, nur das dieser Kerl hier bedeutend weniger jammerte.
    „Ah, hast du einen Professor gesehen? BORIS sucht ihn gerade, da er sonst das ganze Schiff in die Luft sprengt.“ "Hm?" fragte Blake der erst jetzt gerade von den Explosionsspuren an dem Arm und der Türe aufschaute und gerade noch einem Gedanken nachhing; was wenn es möglich wäre eine Form von Sprengstoff zu entwickeln die biologisches Material im Allgemeinen und Leute im besonderen nur im geringsten Ausmaße verletzte, aber die volle Wirkung gegen anderes Material besaß und... Heute konnte er wirklich keinen Gedanken ruhig zu Ende führen, "Meintest du gerade das er das ganze Schiff in die Luft sprengen will?" plötzlich war seine Stimme etwas weniger entspannt, "Das erklärt warum er in den letzten Wochen immer mal wieder Materialien oder meine Werkstatt "requiriert" hat. Jedes Mal wenn er fertig war hinterliess er ein abstruses Chaos, das eine Mal eine in einen Schraubstock eingespannte, geschälte Kartoffel. Ich dachte das sei blos sein üblicher Wahnsinn. Ja, natürlich, ich habe ihn gesehen. Zu unserem Glück ist er ganz schön auffällig, achte nur auf den Boden und wir finden ihn, wir müssen lediglich der Konfettispur folgen...." damit machten sich die beiden auch schon auf den Weg, denn zumindest hatten sie ein doch recht deutliches Ziel vor Augen...

    Kurz darauf hielt er, ziemlich zeitgleich mit Boris inne. Stöhnen, Schlurfen. Der Kanonier hatte gehört das die Hamster eine Frau dabei hatten die als Nekromantin bezeichnet wurde, aber dieser Titel war mit Sicherheit figurativer und nicht wortwörtlicher Natur. Oder? Dann allerdings hörte er die Stimme des jungen Matrosen und die Worte des die er aussprach... Und es lief ihm kalt den Rücken hinunter. Das hier war nichts als eine Katastrophe. Blake konnte allerdings nichts tun, denn noch bevor er Anstalten machen konnte Boris in einen Seitenraum zu zerren, kam der Direktor um die Ecke geschlurft und die Augen des Leichtmatrosen der ihn begleitete hellten sich auf und er konnte nichts tun als das Schauspiel das gleich folgen würde mit Faszination zu verfolgen...
    Als der Direktor sich jedoch kurz darauf zurückzog um sich zu übergeben, lautstark verstand sich, wandte er sich an Boris, "Wir sollten wirklich gehen. Das da ist ein Gegner den wir am besten einfach mit der ganzen verdammten Lost Hope untergehen lassen!" Allerdings schien es so als würde sein neuer Kapitän die, wie sollte man sich ausdrücken, speziellen Regeln einer solchen Auseinandersetzung in Ehren halten, denn trotz der Unterbrechung stand Boris weiterhin da, aufgeplustert, Muskelberge angespannt... Beinahe als hätte Jemand bei einer dieser neuartigen technischen Schauspielaufführungen die es auf manchen Inseln gab den Pauseknopf gedrückt. Genau gleich stießen seine Ratschläge auf taube Ohren... Auch wenn er den Eindruck hatte das der Hamster gerade an einem davon zog, als ob er versuchen würde Boris zur Seite zu ziehen, allerdings mit genau so wenig Erfolg. Na gut. Dann würde er eben auch mitspielen... Eine flinke Bewegung und seine Steinschlossgewehre waren mit einer Vielzahl verschiedenfarbiger Kugeln beladen und rein präventiv löste er die Kordel an einem ganz besonderen Säcklein. Zugegebenermaßen. Er war versucht einfach all seinen Sprengstoff um den Direktor herum aufzutürmen und alles auf einen Schlag in die Luft zu jagen, aber er machte sich da wenige Hoffnungen. Wahrscheinlich würde das nur für etwas Husten sorgen. Nein, wenn schon war ein gezielter Schuss notwendig. Gezielt bedeutete natürlich nicht ein Kopfschuss, das wäre nun wirklich hoffnungslos, dieser Kerl hatte schon ein Dutzend mal versucht sich zu erschießen. Aber dieses Monster musste doch irgend eine Schwäche besitzen.

    Wie sich zeigte, war diese Schwäche nicht Boris Faust, zumindest nicht auf so eine simple Art. Sein Mantel wurde umher geweht, seine graustichigen Haare zurückgeweht... Und der Direktor stand immer noch dort wo er war. Als sich Boris entschuldigte nickte er diesem kurz zu, "Natürlich... Ich bin mir sicher wir warten hier, ist ja nur fair." ein tiefes Seufzen folgte dieser Aussage und erneut musterte er den Direktor von Kopf bis Fuß... Und in seinem Magen machte sich ein ungutes Gefühl breit. Das wurde nicht unbedingt besser als sich der große Mann ihm zuwandte und mit Tränen in den Augen fragte, "Bist du etwa übergelaufen Blake? Ich dachte wenigstens du magst mich. Du hast nie versucht mich von einem meiner Selbstmordversuche abzuhalten!" ein monumentales Schniefen folgte dieser Aussage, ehe sich ein Schimmer von Hoffnung in seinen Augen zeigte, "Bedeutet das etwa das du auch versuchen wirst mich umzubringen? Oh, ich danke dir Vielmals!" Ein schwaches und wirklich nur wenig überzeugtes Lächeln war die Antwort Blakes.
     
  12. Kakuga

    Kakuga Pirat

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    Kakuga gönnte Heroe den Moment der Vereinigung mit ihren alten Verbündeten. Ganz ehrlich. Nachdem Heroe sich so lieb um sie gekümmert hatte, war das doch das Mindeste! Tatsächlich war Kakuga dafür, dass das kleine Mädchen sich alle Zeit der Welt nahm, um alte Geschichten zu erzählen und die anderen zu unterstützen, sie zu motivieren und vielleicht gemeinsam ein paar Runden Karten zu spielen oder so. Dinge, die man hier unten gut machen konnte, ohne sich in Gefahr zu begeben. Die Ärztin war sogar bereit, für ein paar Runden mit einzusteigen!
    Leider neigten Samurai anscheinend nicht zu langen, emotionalen Feiern zu neigen, wenn sie gerade in feindlichem Territorium aus dem Gefängnis geholt wurden. So schnell die Kämpfer von Kyoko gekommen waren, so schnell waren sie auch schon wieder auf dem Weg und Heroe wollte Kakuga dazu anhalten, dass sie sich auch zusammen auf den Weg machen sollten, um dem Kampf wieder beizutreten. Genau das wollte sie doch vermeiden! Aber gut, die Hehero war jemand, mit dem man reden konnte. Das würden sie schon irgendwie hinkriegen...
    „Ähm, ich denke nicht, dass wir da oben besonders hilfreich wären. Der Kapitän hat so seine eigene Art, Dinge zu machen, da sind wir nur im Weg. Am meisten können wir helfen, wenn wir einfach hi-“

    „MEISTERIN KAKUGA!“

    Auch das noch! Als wäre Hero allein nicht stur genug, kam auch noch der ganze Idiotentrupp und wollten mit ihr zusammen kämpfen. Das war zwar nicht so leicht rauszuhören zwischen den ganzen Stimmen, die übereinander redeten und nach Freiheit schrien, aber es schien der allgemeine Konsens zu sein. Ein Konsens, mit dem die Ärztin nicht konsentierte! Und als wäre das nicht genug, redeten sie auch noch über einen Kerl mit einem Hund, der anscheinend Ärger machte. „Mit Hund? Ne, kenn ich nicht. Nie gehört“, winkte Kakuga ab. Einer der Gefangenen kratzte sich am Kopf. „Seltsam. Von hier ist der nich. Könnte Boris heißen?“ Bei dem Wort zuckten sowohl Kuga als auch Hero auf. Wo hatte der Kerl einen Hund aufgegabelt?
    „M-Moment, das bedeutet noch gar nichts. Den Namen gibt’s oft. Woher willst du überhaupt wissen, wie er heißt, wenn du ihn nicht kennst?“
    „Das schreit der Kerl zumindest die ganze Zeit rum. Also, zwischen anderen Wörtern. Boris Corgi! Boris Dackel! Sowas.“
    „Ah... doch, ja... der gehört zu mir...“
    Immerhin schaffte es ihr Kapitän, hier ordentlich Ärger zu machen. Wenn das so weiterging, dürfte es ja nicht lange dauern, bis er alle Feinde erledigt hatte und die beiden aus dem Gefängnistrakt erretten kam. Mit einem breiten Grinsen drehte sich Kakuga wieder Heroe zu. „Siehst du, der kriegt das schon gut hin! Also lass uns in Ruhe...“
    „Meisterin Kakuga! Wenn die Verstärkung jetzt da ist, können wir ja loslegen! Mit Euch an der Front wird die Rebellion definitiv ein Erfolg!“ Begeisterter Jubel im Hintergrund übertönte jeden möglichen Widerspruch der Ärztin, die sich verzweifelt gegen die immer stärker werdende Wahrscheinlichkeit wehrte, dass sie noch mehr tun musste. Ihre Augen glitten hinüber zu Hero. Wenn jemand ihr aus dieser Situation helfen konnte, dann sie! Auf sie beide zusammen mussten die Gefangenen doch hören...
    „Ach ja, Frau Heldin!“, bemerkte auch der motivierte Mann von eben das Mädchen und blickte sie mit leuchtenden Augen an. „Sie werden doch auch mit der Meisterin zusammen an der Front kämpfen, nicht? Immerhin sind sie beiden die größten Heldinnen! Ich kann es kaum erwarten, neben einer Gigantin wie Ihnen zu kämpfen!“
    … Oh nein.


    Mit Tränen in den Augen lief Kakuga vor der Truppe an kampferprobten Insassen her, neben ihr eine Heroe, deren Gesicht strahlte vor Glück und hinter ihr laute Rufe der Freude. Wie konnten die alle so glücklich sein in einer Situation wie dieser? Es war ja nichtmal nur, dass hier überall Feinde rumliefen – die meisten davon konnte die Samurai neben ihr glücklicherweise mit einem Streich einfach zu Boden schicken – sondern sie hatten auch schon herausgefunden, dass alle Wege an Deck auf dieser Seite des Schiffes versperrt waren! So, wie es aussah, mussten sie sich tiefer ins Herz des Schiffes begeben, zur Brücke, wo die Steuerung und vermutlich auch die wirklich harten Gegner auf sie warteten!
    Und als wäre das nicht genug, entdeckte Kakuga eine Spur an Dellen in der massiven Metallwand, erlegte Wachen und Tropfen von Hundeblut – als Ärztin, die viel an Tieren geübt hatte, erkannte Kakuga den Unterschied sofort – die nur auf eine Person hinweisen konnte... und wo auch immer der Kapitän auch sein mochte, stank es nach Ärger!
     
  13. Boris

    Boris Piratenkapitän

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    Jemand mit Boris' Talenten war gut in vielen Dingen, wie Durchhalten und Dranbleiben, jedoch hatte er auch Schwächen in den Bereichen von Urteilen und Umdenken. Deswegen war es nicht sehr verwunderlich, dass der Piratenkapitän kurzerhand wieder vor dem Direktor stand, aber es war auch nicht so überraschend, dass er immer noch keinen Plan hatte außer: Noch härter zuschlagen.
    „Hast du vielleicht schon gemerkt, aber er steht im Ruf unverwundbar zu sein.“, schnarrte Blake, während er scheinbar gerade seine Waffen durchging oder vielleicht auch wartete. „Selbst eine Kugel im Gaumen zwickt ihn bestenfalls.“
    „Hoho!“, entgegnete der Glatzkopf mit einem breiten Grinsen: „Aber wenn es genug zwickt, dann muss selbst der größte Krieger sich irgendwann mal kratzen!“ Mit dieser Aussage verwandelte Boris seine Fingerkuppen in Schlitzschraubenzieherköpfe. Versucht das mal dreimal schnell hintereinander zu sagen! „Wie heißt du, Großer!“ Da Boris hier der kleinere Mann war, hatte dieser große Mann schon seinen Respekt verdient.
    „Ich? Ich heiße Dacky, ich bin der Neue.“
    „Nein, BORIS meinte den da.“
    „Oh, tut mir Leid.“
    „Ich bin der Direktor des Gefängnisses, Lou Weegie.“
    „Dann fangen wir an, Weegie!“ Boris stapfte vor, es ein Laufen zu nennen wäre viel zu viel des Guten, es war mehr das Stampfen eines Elefanten zusammengelegt mit dem Stolpern eines Kleinkindes. Um ein wenig anzutesten, fuhr er mit seinen Schlitzschraubenzieherköpfen über die Haut, die so gratig und fest war wie Eisen. Das fühlte sich sehr ähnlich wie der Boroter an!
    Dann ergriff Boris den Arm von Weegie und schmiss ihn gegen die nächste Wand, die einmal nur ächzte, aber nicht einmal eindellte. Wer auch immer das Schiff gebaut hat, der hat sein Handwerk verstanden. Auch Boris versteht sein Handwerk, das auf Hämmern, Hauen und Hinterntreten besteht, weswegen er genau in den Moment, wo er Weegie geworfen hat begriff, dass der Mann keine Maschine sein sollte.
    Zumindest hatte der Wurf Wirkung: „Ich glaub, ich muss wieder kotzen...“ Während der Direktor auf den Boden lag, sprang Boris vor und verwandelte den Arm in eine lange, gerade Brechstange, die er in den Rachen von Weegie packte: „Uaäääh!?“ Dann verwandelte er diese in einen großen Hammer, oder eher... „Ehh, uäääh, eh!“
    „...uh, BORIS steckt fest!“ Etwas sehr unangenehmes passierte gerade, Boris wollte seinen Hammer ziemlich groß machen, aber die Kehle des Direktors war genauso eisenfest wie das Äußere. So spürte der Pirat einen unglaublichen Druck im Arm, er fühlte wie sich das alles noch nicht so ganz verwandelt hatte und nun konnte man ziemlich gar nichts machen, Boris versuchte es zurückzuverwandeln, aber es machte nichts, vielleicht weil es erst die Form zu Ende machen wollte. „Das ist irgendwie peinlich,“
    Die große Frage war, was nun.
    Naja, Boris war letzten Endes Zimmermann und somit Handwerker, das bedeutete ja nur, dass er einige der einfachen Handwerkertechniken benutzen musste. Wie: „Wenn Gewalt nicht hilft, dann musst du mehr benutzen.“ Mit diesen Worten verwandelte Boris seinen anderen Arm in eine gekrümmte Brechstange.
    „Oh mein Gott, ich kann gar nicht hinsehen.“, stöhnte Dacky, während er die Hände vor die Augen nahm.
    „Quiek.“, bestätigte ein angebliches Riesenhamsterbaby, während es sich auch die Augen mit den Pfoten zuhielt.
    Das ist ja auch echt kein schöner Anblick. Was aber vielleicht schlimmer waren, waren die Geräusche dabei. „Huaargh, aa, uargh, iia!“
     
  14. Heroe

    Heroe Pirat

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    Eine Hand auf den Knauf ihres Schwertes gestützt sah Hero zu Kakuga. Zusammen mit der Unzahl ehemaliger Gefangener durchquerten sie das Gefangenendeck. Hero hatte Mühe, mit den größeren Männern Schritt zu halten, aber sie war es gewohnt, für einen Schritt fast zwei zurückzulegen.
    Die Ärztin schien nicht von der Idee angetan, in die oberen Ebenen des Schiffes vorzudringen. Hero tat das als eine bescheidene Art der Frau ab. Selbst indem sie versucht hatte, einer Gegnerin auszuweichen, hatte Kakuga diese besiegt – nicht auszumalen, was geschah, wenn sie einem Feind mit der Absicht gegenübertrag, ihn den Sieg zu kosten. Es gab also keinen Grund für Bedenken, mit ihr zu Boris aufzuschließen, schlussfolgerte Hero. »Seine eigene Art, Dinge zu machen, ist einer der Gründe, warum wir uns beeilen sollten.« gab Hero zu bedenken und erinnerte sich an die zusammenstürzenden Gebäude ihrer Heimatstadt, als Boris gegen einen alten Bekannten einen Kampf ausgetragen hatte.
    Ein gänzlich unerwartetes Wort drang an ihre Ohren. ‘Gigantin?‘ Plötzlich schien sich auf dem Boden ein unerwartetes Hindernis aufzutun. Hero verlor den Tritt und nur ein hastiger Ausfallschritt konnte sie vor dem Fallen bewahren. Ihre Wangen wurden rosig und mit einem breiten Lächeln herrschte sie den wortreichen Gefolgsmann Kakugas an. »Verliert nicht euren Fokus! Dieser Kampf ist noch nicht vorbei und Unaufmerksamkeit kann selbst die..« - das Rosa ihrer Wangen wurde tiefer, nur selten stolperte sie über Wörter - »größten Giganten« - hatte sie soeben gekichert, oder war es ein Schluckauf? »den Sieg kosten!« Die Gefangenen lachten und Hero runzelte die Stirn.
    »Ihr habt es gehört! Fokus auf die Freiheit!« Verschwitze Fäuste wurden abermals in die Luft gereckt. »Das habe ich nicht gesagt!« »Fokus auf die Freiheit! Niemand wird uns besiegen!« Das Johlen musste noch zwei Decks weiter zu hören sein.
    *​

    Die massive Tür, die zu dem gewaltigen Raum aus Metall führte, in dem Boris gegen den Boroter gekämpft hatte, war versperrt. Hero legte die rechte Handfläche auf das raue Holz dieser Seite und ihre Lippen wurden schmal. »Wir haben alles versucht. Nicht aufzuschlagen, zu sägen oder zu sprengen.« Die Worte des ehemaligen Gefangenen entwichen zusammen mit einem rasselnden Keuchen. »Im hinteren Teil muss es einen weiteren Weg geben.. ich bin mir sicher!« ‘Welche Wahl haben wir?‘ dachte Hero und schloss für einen Moment die Augen. ‘Wenn ich nur diese Türen öffnen könnte.‘ Ihre linke Hand verstärkte für einen kurzen, frustrierten Moment den Griff um ihr Schwert. Es blieb ihnen nichts, als abermals in das Innere des Schiffes vorzudringen.

    Kakugas Gefolge übernahm die Führung der Gruppe, an deren Ende die befreiten Bewohner von Kyoko folgten. Hero bildete mit Kakuga zusammen die Nachhut. Ein Blick auf das Gesicht der Ärztin schien ein verlässlicher Gradmesser des Gefahrpotenzials der Richtung, in die sie sich bewegten. Wie ein Thermometer schien sie lebendiger, je weniger Gefahr bestand und umso blasser, je risikobehafteter ihre Umgebung war. Zielsicher suchten und fanden ihre scharfe Augen Beschädigungen der robusten Metallwände. Auch auf Blutspuren wurde Hero durch Kakugas Blickrichtung aufmerksam. Ihrer Expertise zufolge handelte es sich um Blut eines Hundes, was Hero mit einem Nicken zur Kenntnis nahm. Zweifelsohne waren sie auf dem richtigen Weg, dachte Hero mit einem Blick auf die vornehme Blässe, die die Gesichtszüge der umsichtigen Ärztin angenommen hatten. Sie passierten einen weitläufigen Raum, dessen metallenes Äußere mit Holz verkleidet worden war. Hier lagerte die Estella Muerta Fässer und in Regalen verzurrte Kisten. Aus einigen in Mitleidenschaft gezogenen Säcken entwich Getreide, das sich mit dem Bier eines zerschlagenen Fasses mischte. Ein Geruch von Hefe lag in der Luft.
    Abgesehen von dem gegenüberliegenden Ausgang, auf den der Trupp ehemaliger Gefangener sich zubewegte, befand sich an der linken Wand ein offener Durchgang, hinter dem Hero Tische und befestigte Bänke erkennen konnte. ‘Ein leergefegter Speisesaal.‘
    Auf dem Weg zu den verschlossenen Türen waren sie vereinzelt verbleibenden Muertas begegnet. Jetzt schien dieser Teil des Rumpfs wie ein Geisterschiff. Oder eines, das bald zu einem werden würde, in Anbetracht der Anzahl zu Boden gegangener Gegner, über die die Gruppe stiefelte oder steigen musste.
    »Zwar sind wir jetzt viele und haben Verstärkung, aber ich mag es nicht, mit so einer großen Gruppe dieses Schiff zu passieren.« erklärte Hero. Die meisten Gefangenen und ein Großteil ihrer Landsleute war bereits in den nächsten Gang getreten, der für Hero nicht einsehbar war. Unzufrieden biss sie sich auf die Unterlippe. »Willst du dich vorne bei deinem Gefolge umsehen? Einer von uns sollte im Blick haben, was vor uns passiert.« Sie überließ Kakuga zu wählen, ob sie lieber die einstigen Gefangenen oder Heros Landsleute in ihrer Nähe wissen wollte. Aus den Augenwinkeln machte Hero eine Bewegung aus und ihr Kopf ruckte herum.
    »Die Ziege!« Die Befreiten waren mit einem Mal nervös, einige zögerten mit finsteren Mienen, andere eilten in den vorausliegenden Gang. »Dass wir keine Waffen haben, wird uns nicht aufhalten!« Der uniformierte Mann in dem seitlich gelegenen Durchgang trug ein Klemmbrett. Selbst das geringe Licht in diesem Raum genügte, um sein schwarzes, glatt zurückgekämmtes Haar ölig glänzen zu lassen. Mit der linken Hand zog er an seinem Spitzbart und seine Lippen kräuselten sich in einem Amüsement, das jemand nur auf Kosten anderer empfinden konnte.
    »Heroe!« Hero wandte den Blick nicht von dem Mann mit dem Ziegenbart ab, als sie Samis Stimme vernahm. »Heroe! Das ist-« ‘Ich weiß. Die „Ziege“. Der Vize-Direktor.‘ Hero sah zu Kakuga.
    »Er ist mein.« Die Erklärung bot den Kyokoern Einhalt. Hero konnte in einigen Gesichtern sehen, dass sie Absichten einer Rache hegten, die sich ihrer Beanspruchung dieses Gegners nur widerwillig unterordneten. Doch die Moral, nach der sie lebten, hielt. »Ich folge euch nach.« »Hero!« Sami schob sich durch ihre Landsleute zurück nach hinten. Die junge Frau nahm die Augen nicht von Hero, soweit sie die kleine Gestalt zwischen den anderen Menschen ausmachen konnte. »Geh, Sami!« Soshi griff nach Samis Arm. Sie wehrte sich, konnte aber nichts ausrichten, als Emi zur Hilfe kam. Während die letzten Kyokoer durch die Tür verschwanden, trat der Mann mit dem Ziegenbart näher. Er nahm einen Stift von seinem Klemmbrett und tippte darauf. Das Gesicht war schmal und seine Augen standen leicht hervor. Selbst die Ohren lagen nicht flach am Schädel an. Die Tür fiel schließlich in ihr Schloss.

    »Mek-hek-hek.« Hero hob die Augenbrauen. »Eine Ziege.« Der hochgewachsene Mann blickte zur Seite und dann hinter sich. Seine Statur war schlank, bemerkte Hero. Wenn seine Stärke dem Vize-Direktor dieses Schiffes gerecht wurde, war sie ihm nicht anzusehen. »Wo?« Hero schüttelte den Kopf. »Ich.. – nichts.« Das Tippen des Stifts verstummte. »In der Tat. Ich hingegen bin alles auf diesem Schiff. Mein Spitzbar- mein Spitzname ist der Fiese-Direktor. Eine vornehme Rolle, exklusive ihrer Verantwortung, inklusive ihrer Annehmlichkeiten. Eine davon ist diese Inventarliste. Es scheint, von ihr sind einhundertdreiundvierzig Individuen von ihren Plätzen entfernt worden.« Er trug etwas auf der Liste ein und Hero konnte das Kratzen des Stiftes hören. »Ein Individuum verbleibt. Und das steht vor mir. Das beträgt ein Soll von einhundertzweiundvierzig. Sag‘ mir, wiegst du diese auf, Heroe Hehero von den Hamster-Piraten?« Dunkle Augen mustern sie vom Scheitel bis zu den Sandalen.

    *​

    Sami riss sich von Emi und Soshi los. Die Tür war hinter ihnen verschlossen und die Menschenmenge schob sie in dem engen Gang unaufhaltsam vorwärts.
    »Verdammt, Heroe!« Soshi fluchte leise. »Und ihr, lasst eure Finger von mir!« »Reiß’ dich zusammen! Sie kommt zurecht. Du wärst ihr nur im Weg.« Sami fixierte den Blick des jungen Mannes. »Hast du keine Augen im Kopf?« Ihre Mimik war vor Aufregung verzerrt. »Das war nicht die Ziege!«
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2018
  15. Blake Granite

    Blake Granite Pirat

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    „Hoho! Aber wenn es genug zwickt, dann muss selbst der größte Krieger sich irgendwann mal kratzen!“
    Für einen Moment verschlug es Blake schlicht den Atem. Erneut, Durchhaltevermögen war ein großer Vorteil für den König der Piraten, aber trotz alledem... Er hatte eigentlich nicht in der Crew von Boris angeheuert nur um einen weiteren Narren beim Suizid zu assistieren. Aber was konnte man schon tun? Bettler waren nun einmal nicht wählerisch und er war ein Deserteur, nun schon zum dritten Mal und er hoffte das er über dieses mal nicht so ungerne sprechen würde wie das zweite.
    „Ich bin der Direktor des Gefängnisses, Lou Weegie.“
    „Dann fangen wir an, Weegie!“
    Runde zwei.
    "Das haben wir schon einmal probiert." erläuterte Blake während der Direktor gegen die Wand prallte, "Ich bräuchte eine Schneidladung um einen anständigen Schlitz in der Schiffswand zu hinterlassen." Während er sprach stand Blake dort, zurückgelehnt gegen die Wand, während er gerade mit einem kleinen, vom Gürtel gezückten Messer eine neue Zigarre köpfte. Seine Alte hatte nach der Konfrontation mit Bubbles mehr das aussehen einer aufgeplatzten Rohrbombe und so spuckte er sie einfach auf den eh schon dreckigen Boden aus, wo ein paar Funken herumtanzten und spontan Teile... Dessen was auch immer der Direktor dort alles ausgespuckt hatte, er war sich beinahe sicher das er eine alte Schiffsglocke entdecken konnte, in Brand setzte. Zugegebenermaßen war er erstaunt das auch die Flüssigkeit in Brand geriet, aber... Bei Weegie verhielt sich das wohl so ähnlich wie mit hochwertigem Rum; Wenn er wirklich gut war konnte man das Schwarzpulver selbst dann noch anzünden wenn man es mit dem Inhalt eines Schnapsglases verrührt hatte und wo er darüber nachdachte, wollte er eigentlich gar nicht so genau wissen wie viel Schwarzpulver der Direx über die Jahre in sich aufgenommen hatte.
    Auf jeden Fall musste er sich den Magen wirklich übel verstimmt haben, sonst würde es ihm schwer fallen zu glauben das dieses bisschen Geruckel in der kurzen Zeit schon wieder für Übelkeit gesorgt hatte. Das war ja schlimmer als das eine Mal mit der bleiche. "Sag mal Dacky..." fragte er den jungen Mann beiläufig. "Müsstest du nicht eigentlich versuchen mich umzulegen. Ich meine, das hier ist so ziemlich die ganz grundlegende Definition von Meuterei und immerhin hängst du mit dem Direktor rum."
    "Hm." War die unmotivierte Antwort des jungen Mannes. "Wer, ich? Also... Vielleicht. Aber irgendwie erscheint mir das wie ziemlich viel Arbeit und der Vizedirektor hat mir nur gesagt ich solle mit dem Direktor zusammen nach Leuten wie dem da drüben suchen und dafür Sorgen das er euch umbringt."
    Schnipp. Die Spitze der Zigarre fiel zu Boden. "Damit hast du wohl recht. Ist manchmal ganz gut die Sache pragmatisch anzuschauen... Was hat er eigentlich dieses mal geschluckt?"
    "Uh, also, ich habe nicht wirklich aufgepasst und er war dieses mal schon fast fertig als ich dazu kam. Aber das Schwarzpulverfass, du weißt schon, eins der großen war leer und er nuckelte gerade an einer dieser Flaschen herum die du hast einkaufen lassen. Du weißt schon. Das Zeugs mit dem der damals noch zweiarmige, jetzt einarmige Jones versucht hat zu jonglieren."
    „...uh, BORIS steckt fest! Das ist irgendwie peinlich.“
    "Die beiden verstehen nicht so viel davon die Dinge pragmatisch zu betrachten." Ein Mann mit weniger Selbstbeherrschung als er hätte sich mit Sicherheit einen schmutzigen Scherz nicht verkneifen können bei den Dingen die dort gerade vor sich gingen, aber glücklicherweise war er ja nicht mehr ganz so jung. „Wenn Gewalt nicht hilft, dann musst du mehr benutzen.“
    „Oh mein Gott, ich kann gar nicht hinsehen.“
    „Quiek.“
    "Erinnert mich an Zuhause in der Gießerei, wisst ihr. Wenn da ein Brocken in die Rohre kam der da nicht hin gehörte gab das eine riesige Sauerei und weder wollte der nach vorne noch nach hinten. Wenn wir das Rohr einfach weggeschmissen hätten, hätten wir bei Sonderbestellungen einen ganz schönen Verlust gemacht." er steckte sich die frische Zigarre in den Mund bevor er auf die beiden Streithähne zumarschierte, seine Kanone schulternd. "Die Dinger waren immer vollgestopft. Das flüssige Metall ist nicht anständig abgelaufen, überall lief der Mist über." ein Zischen erklang als er das Streichholz an Weegies Haut anriss und dann seine Zigare anzündete. "Da hat mein Pa immer gesagt, "Junge, wie können wir erwarten das unsere Kanonen schwere Kugeln abfeuern können nachdem sie einmal quer über anderthalb Blues und dann noch die halbe Grandline geschippert wurden und dann noch nicht einmal darauf vertrauen das unsere eigenen, sorgfältig hergestellten Werkzeuge eine kleine Explosion nicht aushalten."" Blake zog einmal hart an der Zigarre und lies den Rauch durch seine Nase entweichen. "Also hat er das Rohr unten mit Schwarzpulver gefüllt, es zugestopft, und einen winzigen Spalt in das Metall geschlagen damit genug Luft dran ran kam. Manchmal hat es die Rohre einfach zerrissen wenn sie zu spröde waren, aber dann brauchte man die ja auch nicht mehr." mit einer gewissen Neugier betrachtet er wie Boris mit seinem zweiten Brecheisen versucht den Rachen des Direktors auseinander zu pressen. "Dann hat er eine glühende Kohle reingelegt und gewartet... Auf die Schwarzpulverdämpfe." Blake hob das Zündholz über den Rachen des Direktors... Und ließ es fallen. Das noch nicht brennende Ende prallte von der Zunge des Direktors ab, drehte sich in seinem Rachen... Und stürzte hinab in nicht enden wollende Dunkelheit. Während Blake noch einen Schritt zurückmachte, herrschte gespenstische Stille vor. Ein ekelhaftes Schluckgeräusch ertönte. Dann ein Zischen...
    Und schließlich das rumsen einer gedämpften Explosion, kurz darauf gefolgt von einer Druckwelle erstaunlicher Ausmaße als der Direktor in die eine und Boris in die andere Richtung geschleudert wurden. Beide prallten wohl mindestens einmal gegen die Decke bevor sie zum liegen kamen, während, nun ja, die Hitze der Explosion den Weg des geringsten Widerstandes beidseitig aus Weegies Körper nahm. "Man das hat immer geknallt, das könnt ihr euch kaum vorstellen. Und danach war das Rohr wieder so richtig sauber geputzt. Ich möchte erwähnen, Käptn, das man mir nicht gesagt hat das ich so oft Dinge von deinem Arm freisprengen muss. Chef, darf ich diesmal?" Der geübte Blick des Kanoniers entdeckte nun diel leichte Materialschwäche die der Direktor in der Schiffswand hinterlassen hatte. Naja. Kein Wunder. Wenn das bei irgend Jemandem der Fall war, dann bei dem Direktor das man ihn als lebende Schneidladung verwenden konnte. Selbst dieser Behemoth musste erst einmal nach so einer Erfahrung zu Atem kommen, auch wenn er immer noch keine besonderen Hoffnungen hegte dieses Monstrum tatsächlich verletzt zu haben. Trotzdem hob er seine Kanone... Und zog an der kleinen Schnur die das Steinschloss herabsausen ließ. Die überschwere Mauerbrecherkugel raste los und traf den noch sehr ungelenk auf seinen Beinen schwankenden und eine dicke Rauchwolke ausstoßenden Direktor vor der Brust. Einmal rummste es laut... Und als sich der Dampf wieder legte, steckte Weegie mit seinem Oberkörper in einem direktorförmigen Abdruck in der Wand und strampelte mit den Füßen als ihm klar wurde was passiert war. Offensichtlich war diese Passform beinahe genau so eng wie die vorherige, genau so wenig wie sich die Kehle von Weegie um Boris Hammer herum verformen wollte, wollte sich die massive Schiffsmauer um den Direktor herum verformen. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, aber dann musste man auch bedenken das man hier von Lou Weegie sprach. Alles war blos eine meist kurze Frage der Zeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Mai 2018
  16. Kakuga

    Kakuga Pirat

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    Wieso? Wieso musste Heroe darauf bestehen, dass sie und Kakuga sich aufteilten? Solange die kleine, aber feine Schwertmeisterin an ihrer Seite war, konnte sie sich immerhin noch relativ sicher fühlen, also warum sollten sie sich trennen? Klar, die Gefangenen, die sie gerettet hatten, würden einem frontalen Angriff frei ausgesetzt sein, aber die konnten der Ärztin auch kein bisschen egaler sein! Das durfte sie aber natürlich nicht zugeben... „Ah... meinst du nicht, dass wir zusammen eine bessere Einheit abgeben? A-als Ärztin bin ich immerhin der Healer, nicht DPS...“ Moment, der Vergleich machte keinen Sinn, weder Kuga selbst noch Heroe hatte je von so einem System hören können... aber als die Hakai zu einer besseren Analogie ansetzen wollte, hörte sie auch schon ihre Entourage Alarm schlagen.
    „D-die Ziege?“, wiederholte sie die Worte, die zu ihnen nach hinten schallten. Sie hatte nicht die geringste Ahnung, wer das sein mochte, aber allein anhand der Tonlage klang das, als sei gerade ein großer Gegner aufgetaucht. Die Zähne zusammenbeißend blickte sich die Schwarzhaarige um, sah aber noch niemanden. Offenbar wurde die Situation ernst...

    Heroe war sehr entschlossen, diesen Feind persönlich zu bekämpfen. Damit überstieg mit einem Mal das Risiko an ihrer Seite das Risiko in der Gruppe. Dann war es wohl an der Zeit, ihre eigenen Ideen stehen und liegen zu lassen und dem Vorschlag der Samurai zu folgen!
    „In Ordnung, wenn es dir wichtig ist, kümmere dich um ihn. Ich sorge dafür, dass der Rest ihm entkommt!“, stimmte sie eifrig zu und lief in die Richtung, die von der sogenannten Ziege wegführen sollte. Jetzt, wo sie darüber nachdachte... konnten sie damit vielleicht meinen, dass Lita ihnen doch irgendwie gefolgt war? Die war wirklich eine Ziege gewesen...
    Jetzt an der Front, vor allen anderen herrennend, war es der Ärztin umso wichtiger, dass sie tatsächlich zu ihrem Kapitän aufschloss. Egal, wie stark ihre Gruppe an Gefangenen sein mochte, sie hatten nichtmal gegen eine Handlangerin eines großen Fisches dieses Schiffes eine Chance gehabt. Wenn es eine Hoffnung gab, hier lebend wieder rauszukommen, dann lag die nicht bei irgendwelchen Fremden, sondern bei den Teamkameraden, mit denen sie hergekommen war! Ihre analytischen Augen betrachteten die Zeichen, die zweifellos der Kampf ihres Bosses hinterlassen hatte, bevor sie in einem Türrahmen zum stehen kam. Da! Da war er! Dieser dunkle Berg aus Muskeln konnte niemand anders sein! „Käpteeen!“, rief sie aufgeregt und freudig, ehe sie sah, was da auf seiner anderen Seite in der Wand hing...

    Mit einem genervten Blick sah die Ärztin dabei zu, wie sich ihre eigenen Gefolgsleute um ihren Kapitän und Weegie scherten. Schlussendlich fanden sich jene, die Probleme mit Gewalt lösten, wohl immer anziehend. Sie selbst hatte sich nun an den Tisch gesetzt, der dem ebenfalls weniger interessierten Pärchen Blake und Dacky als Basis diente. „Ich hab grade nix, mit dem ich so einem Monster eine Probe rausschneiden könnte“, erklärte sie in aller Ruhe, während sie mit ihrem langen Fingernagel auf der Tischplatte rumkratzte. „Und solange ich nicht analysieren kann, wieso er nicht stirbt, kann ich auch nichts zusammenmischen, dass das ändert. Ich weiß eh nicht, warum das der Job einer Ärztin sein sollte. Ich rette Leben, nicht andersrum!“ Seufzend lehnte sie sich in dem Stuhl zurück und reckte den Hals, um sich ein wenig zu entspannen. Nach so einer aufreibenden Reise war sie froh, sich ein wenig beruhigen zu können. Als ihr Blick dabei auf Blake fiel, realisierte sie, dass das jetzt vielleicht nicht ganz mit seinem Bild von ihr übereinstimmte, und legte schnell ein entschuldigendes Lächeln auf. „Ü-Übrigens, ich bin superfroh, dass es dir gut geht! Und dass ihr euch gefunden habt! Du musst mir alles erzählen! Ähm, später! Ich würde ja wirklich, wirklich gern helfen, aber ich kann einfach nicht!“ Nervös fuhr sie mit ihren Fingern durch ihre langen Haare. „Ähm, du musst verstehen, wenn man mit Logik nicht weiterkommt, dann brauch man ein Wunder. Damit kann ich nicht dienen.“ Ihr Schauspiel verschwand mit ihrem Lächeln, während ein einfacher, ernster Gesichtsausdruck ihr Gesicht beanspruchte. Ihr Zeigefinger deutete auf ihren Kapitän.

    „Wenn du ein Wunder sehen willst, dann ist der da dein Mann.“
     
  17. Boris

    Boris Piratenkapitän

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    Der lädierte und ramponierte Boris musste eine weitere Explosion aus der Nähe mitmachen, diesmal hatte er so viel wie möglich in Eisenwerkzeuge verwandelt, damit er nicht so sehr drunter leiden musste, was einen angreifbaren Torso leider übrig ließ. Dennoch hatte Boris echt beeindruckende Muskeln, weswegen eine Explosion oder zwei doch kleine Kinkerlitzchen waren, die ihn nicht lange abhalten konnten.
    Wenn man bedachte, dass Boris in Kyoko gegen einige Soldaten des Dons kämpfen musste, nur um dann Darling und Honey entgegenzutreten und dort mit Afro echt was einsteckte, nur um auf Lost Hope dem Boroter zu begegnen, der ihm fast die Muskeln aus den Leib geprügelt hatte, sich anschließend dieser Köter an seinen Arm festbiss, der nur durch eine Explosion vertrieben werden konnte, um schlussendlich nochmal einen Monster von einem Mann zu begegnen, konnte man ihm diese halbe Minute auf den Boden doch verzeihen, oder?
    Doch nichts konnte sich ändern, solange der Glatzkopf sich auf dem Boden ausruhte, weswegen er etwas stöhnend, aber sehr kampfbereit aufstand. „BORIS hat es... BORIS hat eine Idee!“
    „Wenn du ein Wunder sehen willst, dann ist der da dein Mann.“
    „Hast du BORIS gerufen, Kuga?“ Mit dem unerschütterlichen Selbstvertrauen, welches Boris durch viele seiner schwierigen Kämpfe geführt hatte, begann der eigentlich immer noch im Herzen halbstarke Piratenkapitän sich zu seiner Ärztin umzuwenden. „Warte mal kurz, BORIS wird erst mal Weegie eine kloppen.“
    „Dem Direktor eine kloppen? Unmöglich!“
    „Ne, das geht, aber dabei verletzt man sich nur selbst.“
    „Aber wenn wir alle...“
    „Hast du nicht gehört, was im Trakt 13 passiert ist?“
    „Hatte nicht ein Wärter gesagt, Trakt 13 sei leer?“
    „Eben.“
    „Das kann nichts werden.“
    „Wart ab!“, verkündete der Hüne, während er den Kopf nach links und rechts lehnte, in beiden Richtungen gab es ein knacken, dann knackte er auch eindrucksvoll in die Fäuste.
    Boris trat vor dem sogar noch größeren Direktor, der sich wieder von der Wand abgekratzt hatte. „Uh, nia icht chuindelich und nein 'a'en ännt. (Uh, mir ist schwindelig und mein Rachen brennt!)“ Er schluckte zweimal tief und begann mit leicht rauchiger Stimme: „Mir ist Rauch in die Nase und die Augen gekommen, sie brennen!“ Aus beiden besagten Organen schossen Ströme der jeweiligen Körperflüssigkeiten. „Und es kribbelt so unangenehm im Rücken, habe ich da einen Musikknochen? Oh Gottchen, auch die Gefangenen sind frei, bitte wieder in die Zellen zurück, ansonsten bekomme ich wieder kein Essen und ich hasse es Hunger zu haben.“ Lou Weegie ist ein äußerst willensschwacher Kerl, er plant wenig vor, selbst seine Selbstmordversuche sind immer spontan und ohne Plan, aber er hat auch Angst vor Schmerzen, vielleicht weil er sie so selten spürt.
    „Die Explosion hat BORIS gezeigt, was BORIS falsch gemacht hat und was die Schwäche von ihm ist:“ Eine Schwäche? Konnte jemand wie Lou Weegie wirklich eine Schwäche haben? Warte mal, Boris hat seinen Kopf zum Denken benutzt!? Das ist für jene, die ihn kannten eine Weltneuheit, eine Sache, die so selten passiert, dass sie dokumentiert werden sollte und zu Untersuchungen an renommierte Universitäten geschickt werden sollten. Für die Gefangenen war aber der Gedanke, dass etwas das Monster, welches der Direktor war, irgendwie schaden konnte und sie fragten sich gerade, was genau der künftige Piratenkönig sich erdacht hatte, um es zu erlegen. Was war die schwäche von Lou Weegie!? „Wirklich hart zuschlagen!“
    Das ist so der Moment, wo jeder in dem Raum kollektiv „Was für ein Schwachsinn!“ rief und entsetzt und desillusioniert auf den Emporkömmling schaute, der längst wissen sollte, dass egal was er auch machte, es gegen den Direktor nicht helfen wird.
    Nichtsdestotrotz baute sich Boris einmal auf. „Wie wäre es... wenn ihr brav in eure Zellen zurückkehrt, statte ich euch alle mit Waffen aus und-“
    „Ähm, Sir. Das ist keine gute Idee.“
    „Wie wäre es dann, wenn sie alle sich auf mich stürzen und wenn ich es überlebe, dann vielleicht?“ Alle ehemaligen Gefangenen fingen an kollektiv den Kopf zu schütteln und sich hinter die Frau mit Kittel zu verschanzen: „Ähm, würdest du sie bitte davon überzeugen in ihre Zellen zu gehen? Ich meine, ich müsste sie sonst zurückzwingen und wenn ich selbst angreife, dann beginnen meine Hände immer so ekelig zu jucken und ich fange an zu schwitzen und so...“ Die Bedenken eines Mannes, der eine gute Weile im Magen eines Seekönigs überlebt hatte,
    „Hey“, begann der vollkommen ignorierte Boris, der schon mehrere Wutadern hatte, da Lou Weegie nicht einmal ihn mehr anschaute, so als wäre der Glatzkopf nicht gut genug für ihn. „BORIS ist dein Gegner!“ Er begann mit seinen Muskeln zu spielen und dann plusterten sie sich auf, im wahrsten Sinne des Wortes: BORIS Berg!!! Seine Körpergröße wurde durch diese gewaltigen Muskeln noch einmal erhöht, er war ein richtiger Muskelberg, seine Kraft stieg und stieg, auch wenn es seine Geschwindigkeit sehr stören würde, doch das war dem Kapitän egal, er brauchte nur mehr Masse! Dann holte er aus: BORIS Stampfer!!! Ein harter Schlag mit einem metallenen Arm mitten auf die Brust, aber damit war es noch nicht fertig! BORIS Haken!!! Die Faust rammte in die gleiche Stelle ein und hob Weegie ein Stück von den Füßen, doch auch Boris blieb nicht auf den Boden der Tatsachen, sondern hob einmal gewaltig ab, nur um sich seitlich zu drehen: BORIS Tanz!!! Seine Füße wurden zu Hämmern und gruben sich wieder auf die gleiche Stelle ein, während sie den Direktor wie einen Pingpong Ball gegen den Boden schossen, der aber hart genug war, dass er wieder aufsprang, so als ob der Direktor auch ein hartes Objekt war, während die Tritte gegen den Direktor Boris immer weit genug nach oben holten, dass er wieder zutreten konnte. Einige Male wiederholte sich das Pingpong Spiel und als der Schwung der Drehung draußen war, endete der Pirat die Sache wie er sie begann: BORIS Stampfer!!! Diesmal wehte Boris die Wucht seiner eigenen Attacke ins Gesicht und Weegie wurde mit voller Wucht wieder gegen den Boden gehauen, diesmal aber hinterließ er einen Umriss, ähnlich wie die Explosion von Blake es getan hatte, tatsächlich hatte diese den Idioten einmal so etwas wie denken lassen, halt aber auf seine Art und Weise.
    Weegie stöhnte. „Auuuuu...“ und das unglaubliche ist passiert, er hatte einen Schmerzgestöhne, da er gehauen wurde! Tatsächlich hatte er eine rote Stelle auf der Brust, wie konnte es nur sein, was genau hatte dieser Boris an sich, was es geschafft hat Weegie Schaden zuzufügen.
    Keine Ahnung und den Mann selbst kann man auch nicht mehr fragen, da er mit leichten Blutregen aus wieder geöffneten Wunden dann auf den Boden knallte, scheinbar nicht in der Lage seinen Fall zu bremsen: „BORIS hat Vorarbeit geleistet, den Rest übernimmt ihr!“, erklärte er mit dem Gesicht nach unten und einem Daumen nach oben: „BORIS braucht eine Pause.“
    ...„WAS!?“
     
  18. Kakuga

    Kakuga Pirat

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    Und da war es auch schon, ihr Wunder. Die Hamsterpiratin und ihr Kapitän mochten die einzigen zwei Personen im Raum sein, die daran glaubten, dass Boris den unverwundbaren Lou Weegie verwunden könnte, doch dieser Glaube allein genügte, um noch einen Versuch zu wagen. Während der Direktor schon versuchte, mit den Gefangenen zu verhandeln, und diese sich hinter ihrem schmalen Rücken zu verstecken versuchten, saß die Ärztin stoisch da und hatte ihren kühlen Blick auf ihren Kapitän gerichtet, der sich gerade zu dem Berg von einem Mann aufbaute, der er eben war. Dann wanderten ihre Augen weiter zu Weegie, der kurz davor stand dem zukünftigen Piratenkönig zum Opfer zu fallen. Während ein mächtiger Angriff nach dem anderen auf ihn einprasselte, behielt Kakuga den Kapitän der Lost Hope in ihren Augen, die sich in Erkenntnis weiteten in dem Moment, in dem er in den Boden geschleudert wurde.

    Als Boris den Staffelstab abgab, waren die meisten Personen im Raum mehr als verblüfft, doch einen Moment später verschob sich die gesamte Aufmerksamkeit von ihm auf den Stuhl, der mit einem lauten Knall auf dem Boden hinter Kakuga aufschlug, nachdem er an einem der Gefangenen im Schatten ihres Rückens abgeprallt war. Plötzlich und mit Schwung war sie aufgestanden, machte sich auf den Weg direkt zu Weegie. „Aye aye, Käpten!“, beantwortete sie den Aufruf des größten und stärksten Hamsterpiraten, ehe sie sich vor dem feindlichen Anführer auf die Knie begab und einen seiner starken Arme erfühlte. Selbst unter dem leichten Druck ihrer Fingerspitzen konnte sie spüren, wie sich seine Muskeln abwehrend zusammenzogen. „Kontraktionen der Bizepsmuskulatur bei Kontakt...“, sprach sie vor sich hin, ihren stöhnenden Patienten ignorierend. Ihre Hände wanderten weiter über seinen Körper. „Selbiges bei Trapez- und Rautenmuskulatur, Brustmuskel, Deltamuskel...“ Als ihre Finger über die von Boris malträtierte Stelle am Bauch glitten und sie spürte, wie der massive Körper unter ihrer Berührung leicht zusammenzuckte, breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus. „Kontraktionen der unteren Bauchmuskulatur fällt deutlich schwächer aus.“ War es möglich, dass der unverletzliche Körper dieses Mannes... auf Muskelkontraktionen basierte? Eine Art Technik, die seine Muskeln zu einem unbewussten Schild machte, wann immer er attackiert wurde? Das mochte zwar nicht all seine Leistungen als Überlebenskünstler erklären, aber... es würde genug sein, um aus dem, was Boris getan hatte, das Wunder zu machen, das sie gebraucht hatte!

    Glücklich mit ihrer Entdeckung wollte die Ärztin ihr Skalpell aus ihrem Umhang holen, ehe sie realisierte, dass weder Umhang noch Skalpell noch in ihrem Besitz waren. Frustriert biss sie die Zähne zusammen und zog stattdessen eine Spritze hervor, deren Nadel sie mit einer kräftigen, rücksichtslosen Bewegung in die geschwächte Bauchmuskulatur des Kapitäns jagte. Weegie jaulte jämmerlich. „Aww, entschuldige, Kleiner“, säuselte sie dem deutlich größeren Mann leise ins Ohr, während sie ein wenig an der Spritze zog. Der Schmerz hatte wohl seinen Schutzmechanismus wieder ausgelöst – die Nadel bewegte sich keinen Millimeter. Zum Glück steckte sie schon drinnen. Mit geschickten Handgriffen drehte Kakuga den durchsichtigen Korpus der Spritze, bis er sich von der Nadel löste. „Lass nur die liebe Ärztin schnell die Schmerzen behandeln, ja?“, raunte sie ihm zu, während sie die Spritze befüllte und wieder auf die Nadel schraubte. „Danach sag ich den ganzen Herren hier, dass sie wieder gehen sollen, also halt einfach still.“ Mit einem Druck ihres Daumens leerte sie den Inhalt der Spritze in seinen Blutkreislauf – ein klassisches Narkotikum, das einen braven Patienten zur Ruhe betten sollte. Da Boris selbst mit zwei vollen Spritzen noch eine ganze Weile überstanden hatte, wollte sie diesmal aber etwas weiter gehen. Ohne Rücksicht auf Verluste wurde Weegie vollgepumpt, bis nichts mehr übrig war in ihrem Arzttäschchen. „Aah... der Schmerz ist weg...“, stöhnte Weegie vor sich hin, ordentlich benommen. Die Tatsache, dass er nach einer Dosis, die mehrere ausgewachsene Menschen hätte töten können, immer noch nicht richtig einschlief, war Beweis genug, dass seine harte Schale nicht seine einzige Verteidigung war. Selbst jetzt zog sich seine Muskulatur zusammen, selbst wenn sie seine erschlafften Arme leicht anhob, also war dieser Vorgang wohl ein von seinem Geisteszustand unabhängiger Instinkt. Da er sich aber in keinster Weise gegen ihre Berührungen wehrte, dürfte ihr Vorhaben wohl dennoch erfolgreich gewesen sein.
    „In Ordnung, damit ist er für den nächsten Schritt bereit!“, meinte die Ärztin stolz, wandte sich von ihm ab und klopfte ihre Hände aneinander ab. Dann blickte sie in die Runde. „Also, was ist der nächste Schritt?“ Erneut zeigten sich die Gefangenen geschockt von der fehlenden Zukunftsplanung der Hamsterpiraten, doch diesmal war es Blake selbst, der vortrat. Da Weegie nun nicht einmal mehr versuchte, sich zu wehren, war es ihm ein Leichtes, den breiten, runden Lauf eines großen Gewehres – nein, es war eher eine handliche Kanone – in den Mund des Kapitäns zu stopfen, ehe er den Abzug tätigte. Ein lauter Knall erfüllte den Raum, und eine schwere Bewegung ging durch den großen Körper, ehe er in sich zusammensackte. Ob dadurch Schaden verursacht worden war, war fraglich – was blieb war die schwere Kugel im Magen des Opfers.
    „Das hat ja viel gebracht...“, murmelte die Hakai, während sie sich neben Blake aufstellte. Dann blickte sie ihn an. „Und was willst du jetzt mit ihm machen?“


    Unsicher auf dem Nagel ihres Daumens kauend, blickte sich Kakuga um, während sie und Blake den Gang entlang schritten. Das Schiff war sehr leise geworden, seit die Gefangenen entkommen waren. Mit den meisten Offizieren aus dem Weg hatten sich viele von denen, die bereits gebrochen gewesen waren, auch zur Meuterei entschlossen. Der Kampf hatte nicht viel länger angehalten. Das letzte Hindernis war Lou Weegie selbst.
    Ihr Blick fiel auf ihn. Hinter den beiden Anführern lag er da, bewegte sich kaum, stöhnte nur hin und wieder vor sich hin. Er musste ja auch selbst nichts tun, wurde getragen von den Massen an Kraftprotzen, die die Ärztin aus dem Schiffsgefängnis geholt hatte. Das hier war wohl die letzte große Aufgabe, die sie für sie erledigen hatten.
    Ihre Augen glitten zurück zu dem Schützen, der sie begleitete. „Lass bloß die anderen nichts davon hören, was wir hier vorhaben. Die haben zu viel Anstand für so einen Plan“, meinte sie kopfschüttelnd. Vor allem die ehrenhafte Mini-Samurai würde ihr das vermutlich niemals verzeihen. „Ich hoffe, du bist wenigstens sicher, dass dein Plan funktioniert...“
     
  19. Heroe

    Heroe Pirat

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    Irgendwann hatte der Mann begonnen zu rennen.

    Sie war nicht daran interessiert gewesen, Worte mit ihm auszutauschen. Also hatte sie ihr Schwert gezogen und war auf ihn zugegangen, während er aus luftiger Höhe herabgeblickt und die Augenbrauen gehoben hatte. Sein zur Verteidigung gehobenes Klemmbrett hatte ihm als Schild gedient, das ihr wuchtig geführtes Schwert jedoch beiseite gefegt hatte. Gezielt hatte er seinen Kugelschreiber zu einem Konter geführt, doch die Hülle des Schreibgerätes brach an ihrer Waffe, sodass er sich selbst an der innen verborgenen Klinge geschnitten hatte. Hero erinnerte sich noch, wie er die Augen immer weiter aufgerissen und aufgejault hatte. Und schon bald darauf war sie ihm durch das Schiff hinterhergejagt. Eine Jagd, die sie unter anderen Umständen abgebrochen hätte. Umständen wie denen, dass er nicht Entführer der Menschen ihrer Heimat gewesen wäre. ‘Er rennt jedenfalls schneller, als er sein Klemmbrett führt.‘ Der ziegenbärtige Mann stürmte in einen weiteren Raum und warf seiner Verfolgerin über die Schulter einen verstohlenen Blick zu. »Hierhin hättest du mir nicht nachlaufen sollen!« Hero hastete um die Ecke und der Mann blieb wie angewurzelt in der Mitte stehen. Er drehte sich um sich selbst. »Was – wo ist -?« Als er wieder zum Eingang und schließlich herabblickte, konnte er noch das Aufblitzen gebleckten Stahls sehen, bevor sich ein Brennen auf seinem Oberkörper ausbreitete, das ihn zusammensinken ließ. Hero steckte ihr Schwert weg und betrachtete stumm den Körper des Vize-Direktors, der auf dem polierten Holzboden lag. Der Raum war quadratisch und ebenfalls mit Holz verkleidet. Eine Seite war mit Truhen, einem Tisch und einem massiven Schrank mit abgerundeten Ecken ausgestattet, der Rest war unberührt. Für einen Ort, der nicht unter freiem Himmel lag, war er zu Heros Gefallen.

    »Ein völliger Nichtsnutz. Er hätte nicht hierherkommen sollen. Es ist sein Zweck, nicht dort zu sein, wo ich es bin.«
    Hero schnellte herum, die Hand auf dem Griff des Schwertes. Sie hatte den Mann in der Tür nicht kommen gehört. »Du möchtest wissen: bin ich der Vize-Direktor? Weshalb sieht er aus wie ich? Du musst wissen, dass es auf diesem Schiff nur wenige gibt, gegen die Hektor nicht bestehen konnte. Du gehörst dazu. Auch meine Person ist eine davon. Ich kann als Vize-Direktor, der bis auf die Stärke unseres Direktors alle übrigen seiner Aufgaben ausfüllt, jedoch nicht überall zur selben Zeit sein. Ich muss mehr sein, ein Über-Ich. Daher gibt es Untergebene wie ihn. Oder „Es“. Der Professor bezeichnet ihn auf diese Weise. Zu einem „Ich“ wird er nun nicht mehr aufsteigen.« Eine knappe Handbewegung wies auf den geschlagenen Doppelgänger. Er selbst trug ebenfalls einen Ziegenbart. Sein Haar schien ebenso fettig wie das des Mannes, den sie verfolgte hatte. Kurz sah sie zu dessen Körper hinüber, wie um sich zu überzeugen, dass er nicht plötzlich widerauferstanden war. Auf dem Boden lag das metallene Klemmbrett und noch bevor sie zurück zur Tür blickte, erkannte Hero den augenfälligen Unterschied: dieser Mann ihr gegenüber trug ein Schwert. »Es ist schwer, Gefangene zu finden, die mir nicht nur äußerlich ähneln. Je mehr wir uns unterhalten, je mehr wirst du Unterschiede zwischen ihm und mir feststellen. Mein längeres Haar, sein schlaksiger Gang. Und auch das.« Langsam legte er die linke Handfläche auf den Knauf seines Schwertes. » Aber vor allem möchtest du natürlich wissen: bin ich ein lohnenswerter Gegner?« Der Mann trat in den Raum und strich sich über den Ziegenbart, während er zu dem Tisch hinüberging. »Ich habe gesehen, wie sich deine Pupillen geweitet haben, als du diese Waffe gesehen hast. Hektor hat dich nicht gesättigt, seine Schwerter waren nicht nur im übertragenden Sinne stumpf. Möchtest du es sehen?« Er löste das Schwert von seinem Gürtel und warf es Hero zu. Sie fing die Waffe mit einer Hand am Griff, die andere an der Scheide. ‘Wie sehr sieht er auf mich herab?‘ Hero entspannte die Muskeln ihrer Stirn, bevor sie sich in Falten legen konnten.
    »Warum gibt er mir seine Waffe? Hat mich je ein Gegner so beleidigt? Im Gegenteil. Nur zu, sieh dir diese Klinge an, sieh, wie scharf sie ist.« Ihr Gegenüber ließ sich auf dem Tisch nieder. »Das hängt davon ab, wie du sie führst.« »Mik-hik-hik-hik.« Die kantigen Gesichtszüge blieben wie eingefroren, während der Mann lachte. »Eine gute Antwort, aber eine wie jede andere. Die Wahrheit ist, deine Ehre ist deine Schwäche. Gib‘ mir mein Schwert zurück, Hehero.« Er streckte die Hand aus. Hero warf die Klinge zurück. Mit einem leisen Singen trat das Schwert ein Stück aus der Scheide, als er an dem Griff zog. »Die Wahrheit ist, deine Ehre ist auch deine Schwäche. Dein Gegner händigt dir seine Waffe aus und du gibst sie zurück. Die Wahrheit ist auch, wenn ein Schwert gezogen wird, muss Blut fließen. So sagt man auf Kyoko, ist dem nicht so? Das und viel mehr habe ich erfahren. Von Hiku. Von dem alten Mann. Von Sami.«
    Hero ließ mit einer bewussten Willensanstrengung ihren Schwertgriff los und entspannte ihre Haltung. Der Mann mit dem Ziegenbart lächelte. »Auch das kennt man aus Yaryu. Besser als die Schausteller beherrschen nur Schwertkünstler ihren Körper.« Er winkte ab. »Ich beurteile andere nicht nach ihrem Äußeren, wie du siehst. Was mich interessiert, ist ihr Innerstes. Und ich sehe deines sehr gut. Und gleich sogar noch besser.« Er erhob sich von dem Tisch und befestigte das Schwert wieder an seinem Gürtel. »Ich werde nun dazu übergehen, dich anzugreifen.« Hero war längst bereit dafür und die überflüssige Ankündigung kümmerte sie ebenso wenig wie die vielen Worte des hochgewachsenen Mannes. Sein drahtiger Körper strafte sein ansonsten beinahe verwahrlostes Äußeres Lügen.
    Als schnappte eine Falle zu, trat Hero blitzartig zur Seite, wandte sich um und ihr Schwert trat explosionsartig aus seiner Scheide. Wenige Handbreit von ihrem Kopf entfernt fing sie eine Axt ab. Mehr der Schreck, den herannahenden Gegner überhört zu haben als die Wucht des Angriffes fuhr ihr bis ins Mark. »Das ist "Ich“.« erläuterte der Schwertträger zu ihrer Seite und verschränkt die Arme. Hero nahm den Blick nicht von ihrem axtschwingenden Gegner und hatte zum zweiten Mal den Eindruck, in das Gesicht eines Zwillings zu blicken. »Ich hatte zu einem Teil gehofft, er würde dich am Rücken treffen. Zum anderen Teil wusste ich, dass du nicht zu unterschätzen bist. Aber auch er ist fähiger als „Es“. Also gib‘ ihm eine weitere Chance, wirst du das tun?«
     
  20. Blake Granite

    Blake Granite Pirat

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    "Du musst zugeben das es ihn für den Moment still hält..." erklärte Blake schlicht und ergreifend während sie hinter den Kerlen herliefen die Weegie für sie trugen der immer noch die Kugel in seinem Magen hatte. Sie bestand aus einem etwas anderen Metall, eine der Kugeln die er speziell dazu gefertigt hatte um Panzerungen zu durchschlagen. Distanz war immerhin keine Notwendigkeit in diesem Fall. Vor allem allerdings, war sie extrem schwer, was wiederum den zusätzlichen Vorteil hatte das es dem Direktor nicht gerade einfach fiel sich wieder auf seine Füße zu bringen, erst recht zusammen mit dem Narkosemittel das man ihm gespritzt hatte. So wedelte er gerade eher mit allen vieren wie eine Schildkröte auf dem Rücken. Ein unglücklicher ehemaliger Gefangener wurde von einer Fingerspitze gestreift und knallte mit dem Kopf gegen die Wand wo er fürs erste liegen blieb. Ach, das machte nicht so viel. Er kannte viele dieser Kerle und während die Männer und Frauen aus Kyoko natürlich eine Ausnahme bildeten, nun ja, blieb trotzdem der Fakt das viele von ihnen wirklich unangenehme Typen waren. Nicht so unangenehm wie Jerkins zum Beispiel, aber nun, trotzdem richtig ekelhafte Persönlichkeiten. Nun, genau diejenigen die er erkannt hatte, hatte er auch von Kuga für diese kleien Aufgabe auswählen lassen. Nicht nur half das Ego das einige von ihnen hatten dabei sie zu überreden, auch tat es ihm nicht zu sehr leid wenn der eine oder andere bei ihrem Versuch ein bisschen Schaden nahm. "So etwas hatte ich mir schon beinahe gedacht. Ich würde ihm ja die Kehle durchschneiden und die Sache beenden, aber irgendwie habe ich nicht viel Hoffnung dazu. Außerdem, ich finde nicht das das per se unehrenhaft ist. Wir müssen nur zu fantasievollen Methoden greifen um die Sache permanent zu gestalten. Und ich übernehme keine Garantie dafür Kuga. Ich weiß nur das es nix bringt ihn über Bord zu schmeißen, selbst mit Gewichten. Er schwimmt einfach... Und dann war da die Sache mit dem Seeteufel. Das hier ist zumindest ein neuer Ansatz!"
    Kurz darauf erreichten sie ihr eigentliches Ziel: Die Giesserei des Schiffs. Die Lost hope war riesig und es gab immer nachschubsbedarf für Ketten, Türstäbe und vieles anderem. Es war ganz simpel und einfach zeitsparender diese Dinge zu giessen. Das heißt... "Verdammt noch mal!" fluchte Blake in sich hinein als er den heruntergekommenen Arbeitsraum sah. Teile der Einrichtung waren verrostet, andere nicht instand gehalten. Kein einziger der Apparate war heiß. Seit der Professor hier war, brauchte man ganz einfach keine Ersatzteile mehr, erst recht für die Hülle des Schiffs und so wie solche Dinge auf der Lost Hope gehandhabt wurden, hätte er sich denken können das man die nicht mehr benötigten Werkzeuge einfach verrotten lassen würde... Wütend trat er eine halb zerbröselte Gußform zur Seite und schob stattdessen eine der massiven, großen und tiefen Gußformen für Panzerplatten für das Schiff unter den Füllstutzen, "Schmeißt ihn da rein. Kuga, sorg dafür das er still bleibt sonst wird das hier ein Desaster..." der Kanonier ließ seinen Blick durch den Raum wandern und kratzte sich am Kopf, musterte das komplizierte Röhrensystem des aufwändigen Apparats den man noch vor seiner Zeit eingebaut hatte. Ein kurzer Test zeigte ihm das sowohl die Gaszufuhr gekappt, wie auch die normaleren Brennstoffe verpufft oder schlicht vermodert waren. Genervt paffte er an seiner Zigarre und stieß den beißenden Rauch in einer dicken Wolke aus seiner Nase aus. "Äh, Blakey mein Lieber? Ich glaube der Direktor will nicht wieder in die Heia gehen und meine Tasche ist leider ziemlich leer, also wäre es gut wenn du dich eeeetwas beeilen könntest, ich will dich natürlich nicht unter Druck setzen, aber es wäre nett wenn du irgend etwas tun würdest!" Amüsiert schnaubte der ältere Mann, nur damit sich ihm ein Klumpen im Magen breit machte als er sah wie sich der Kerl tatsächlich langsam wieder bewegte... "Der Kerl ist zu doof dazu um zu begreifen wann er ohnmächtig sein sollte..." murrte er, bevor er in den großen Munitionsbeutel griff und eine große, segmentierte Kugel herausholte. Im inneren des halb durchsichtigen Geschosses schien sich irgend etwas zu winden. Mit einer gewissen Vorsicht lud er das Geschoß in die Kanone und drückte ab. Das was herausschoß war keine Kugel, sondern ein dicht konzentrierter Strahl aus weißglühenden Flammen. Ein Röhren ertönte als die Flammen in den primären Schmelztigel schlüpften und kurz darauf ein Geräusch das an das Brüllen eines riesigen Tieres erinnerte. Zeitgleich stieß eine fast fünf Meter lange Stichflamme aus der Fülluke die kurz darauf von Blake zugeschlagen wurde. Das Gesamte Gerät wurde in Flammen gehüllt, Feuerwalzen schoßen die Rohre entlang und der Raum erhitzte sich innert kürzester Zeit auf ein unangenehmes Maß. Langsam geriet das vorher noch feste Metall in den Rohren erneut in Bewegung. Um genau zu sein, war die Hitze so groß das man beobachten konnte wie einige Stellen des Schmelztiegels selbst langsam zu glühen begannen und der Deckel einsackte. Mit einem Lautstarken rumsen riss Blake den Zufluss herum so das das geschmolzene Metall da hin fließen würde wo es sollte. als die ersten Tropfen glühenden Metalls herabfielen und auf den überdimensionalen Leib des Direktors tropften, stöhnte dieser und Blake grinste siegessicher... Bis sich Weegie langsam bewegte während das Metall auf ihn herabfloss, "Warm..." langsam richtete sich der Direktor auf und machte Anstalten aufzustehen auch wenn er Mühe hatte seinen Körper anständig zu heben ob des Gewichts auf und in ihm. "Viel zu heiß um ein anständiges Nickerchen zu machen..."
     
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Forum Titel Datum
Kyoko Projekt Hammerhamster 15. Juli 2014