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Tunnel für Nager

Kakuga

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Cf: Haltet die Hamster

Zähneknirschend stand Kakuga von ihrem schmerzenden Hintern auf und schüttelte den Kopf. Das war ein ganz schöner Sturz gewesen... Ihrem Rücken hatte das jedenfalls nicht gut getan. Außerdem war sie jetzt voller Sand, das gefiel ihr so gar nicht. Ein wenig fröstelte sie unter ihren weiten Klamotten und realisierte jetzt erst, dass sie die Hitze der Wüste wohl hinter sich gelassen hatte. Etwas erleichtert schnitt sie sich ein langes Stück Stoff aus der Extraplane, die sie von Blake erhalten hatte, und wickelte sie sich als Gürtel um die Hüfte, hübsch mit einer Schleife gebunden, sodass sie die zweite Schicht Kleidung abwerfen und wie einen Rock an sich herunterbaumeln lassen konnte, sodass ihr Oberkörper nur noch in ihren hübschen Poncho gewickelt war. Wenn sie den etwas enger zog... so, dann ging das hier unten schon etwas besser. Diese ganzen Luftpolster brauchte sie hier unten wirklich nicht...
Nach diesen kleineren Anpassungen blickte sich die Ärztin erst so richtig um. Ganz leicht war das nicht, düster wie es hier war, aber das in der Dunkelheit sanft fluoreszierende Moos, das an den steinernen Wänden wuchs, half dabei, dass Kuga sich nicht vollkommen verloren fühlte. Sie war wohl in einer Art Höhle gelandet... eine Meereshöhle. Die feuchte, modrige Erde auf dem Boden war ein klares Zeichen dafür, und wenn sie ihre Finger über die Höhlenwand strich, spürte sie auch das unebene, kratzige Gestein, das darauf hindeutete, dass es von Wasser geschliffen würde. Wenn das hier eine Höhle war, in der Ebbe und Flut herrschten, war es eine realistische Gefahr, dass sie hier drin ertrinken konnte. Nervös biss Kuga die Zähne zusammen und schaute, ob sie ein Zeichen ihrer Begleiter sah. Mit etwas Glück waren Blake, Heroe und Hikari alle in Sicherheit, aber Boris war auf jeden Fall heruntergefallen. Den sah sie allerdings noch nicht...

„Hey, Boris!“, rief sie laut und hörte ihr Echo widerhallen, gemischt mit dem sanften Klang von Wassertropfen, die von der Decke fielen. Die musste ja ziemlich löchrig sein, wenn sie einfach hindurch gerutscht war... Langsam und vorsichtig einen Schritt vor den anderen setzend begab Kakuga sich auf die Suche nach ihrem Kapitän, rief wieder seinen Namen aus. So weit weg konnte der doch nicht gefallen sein...
 
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Boris

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Teufelsfrucht
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Hm... feucht. Oben mag es so etwas wie eine Wüste sein, hier unten war es wohlig und salzig und all die guten Dinge. Sich an den Stein zu schmiegen fühlte sich gemütlich an, fast so wie im Mutterleib. Zumindest im Fall von Säugetiere, wobei in einem Ei zu sein auch warm und wohlig sein sollte. Nicht, dass sich diejenigen, die diese Erfahrung gemacht hatten sich daran erinnern... eigentlich erinnern sich auch Säugetiere nicht an den Mutterleib, weswegen diese gesamte Metapher schon von etwas ausgeht, wovon es keine zuverlässigen Zeugen gibt, ohne Messung oder gar mathematischen Beweis, also sollten wir an dieser Stelle mal von dieser Aussage Abstand nehmen und es neu formulieren wie: Es war echt nass, triefend und irgendwie warm und kalt, mit den Steinen zu kuscheln, aber auch ziemlich nett.
Der Tunnel war schwach mit Moos beleuchtet und kleinen fliegenden Insekten, die fast schon an der Decke klebten. Hier und da sah man einen Büschel, der genauso leuchtete wie das Moos, es war so, dass jedes Lebewesen hier leuchtete. Blumen mit murmelgroßen Blüten sahen aus wie Sterne am Nachthimmel, es war ein magischer Ort, ein Moment wie man ihn in einem Gemälde einfangen wollte.
Die Augen bewegten sich, versuchten alles einzufassen. Das linke ging etwas schwerfälliger, nicht in der Lage den schnellen Bewegungen des rechten Augapfels wirklich zu folgen. Die Haut war benetzt mit Tröpflein und Sandkörnern. Die Zunge war trocken und hing zwischen den Lippen heraus.
Es war Zeit sich aufzumachen. Es war an der Zeit einen anderen Ort aufzusuchen. Es war an der Zeit etwas zu tun. Zumindest nahm sich das die Schlange vor, kurz bevor sie von einem schweren Stiefel zertreten wurde. „Puc, BORIS ist in etwas getreten! Oho, eine leuchtende Liane! Das wird BORIS helfen.“ Manche Leute passen einfach nicht auf.


Mit der neuen Liane um den Arm geschlungen, suchte Boris die Höhle ab. Er hatte es stets gewusst, dass er fette Schläge hatte, aber in letzter Zeit wurde es schon abartig. Wer hätte gedacht, dass sein BORIS Krach!!! schon stark genug war, um ganze Höhlensysteme in Fels zu schlagen!? „BORIS muss lernen, mit dieser Verantwortung umzugehen...“
„Quiek?“, kam es aus dem neu gebundenen Turban hervor.
„Das hier hat BORIS getan... wenn BORIS nochmal zuschlägt, mag die ganze Insel auseinanderbrechen.“
„Quiek?“
„Na, die Höhle hier.“
„Quiek. Queeek, quiek, qu, qu, kwiekk.“
„...sicher?“
Puc konnte dazu nur nicken. „Quiek.“
„Wasser ist gefährlich. BORIS muss noch härter zuschlagen.“, murmelte der kahle Kapitän in Ermangelung eines Bartes in sein unbehaartes Kinn. „Nun ist die Frage, wo die Nakama von BORIS sind. Soll BORIS es so wie in Modaha machen?“
„Quiek?“
„Na, Löcher in die Wände schlagen für eine Abkürzung.“
„Quiek!“
„Puc, seit wann bist du so engstirnig? Früher hättest du gesagt, dass es cool sei.“
Fassungslos berührte der junge Krieger seine Backen, als ob er gerade realisierte, dass er unangenehm langweilig geworden ist. „Quiek?!“
„Ja.“
„Quk...“, antwortete der Nager, vollkommen kraftlos und unsicher, wie er mit dieser Einschätzung leben soll. „Quiek. Queick!“
„Wirklich?“
„Quiek.“, nickte Puc in Zustimmung.
„Hier kommt BORIS! BORIS Krach!!! Mit einem Schlag, zerschmetterte Boris die Wand vor sich und öffnete damit einen weiteren Gang. „Puc, du und BORIS sind hier bald raus. BUAHAHAHAHA!“
Jedoch hatten sie nicht damit gerechnet, dass der Lärm wie ein Magnet wirken würde...
 

Kakuga

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„Das Moos leuchtet also im Dunkeln... was da wohl für Inhaltstoffe drin sind...?“, murmelte Kakuga vor sich hin, ihr Interesse als Forscherin geweckt. Noch hatte sie ihre Kameraden nicht gefunden, aber auch nichts, was gefährlich wirkte. In vermeintlicher Sicherheit und vermutlich nicht weit von ihrem Kapitän ergab sie sich also ihrer neugierigen Natur und betrachtete ein Moosbüschel, das am Boden begann und sich Stück für Stück die steinerne Wand hochgearbeitet hatte. „Ich wünschte, es wäre ein wenig heller...“, fuhr sie fort und sah sich in der dunklen Höhle um, in der wenig mehr als die Silhouetten der Wände im schwachen Leuchten der indigenen Flora auszumachen waren. Eine Fackel wäre vermutlich nützlich, aber natürlich gab es in einem Feuchtgebiet wie hier nicht viele trockene Stoffe zum Anzünden. Mit einem selbstbewussten Grinsen zog die Hakai ein paar kleine Handbücher aus ihrer Arzttasche – „Infektionen für Dummies“, „Erste Hilfe für Dummies“, „Knochenbrüche für Dummies“ und Ähnliches – und klappte sie auf. Wie viele Leute hatten ihr schon gesagt, dass eine gute Ärztin so etwas nicht mit sich herumschleppen musste? Tja, jetzt würden sie ihre Worte sicher zurücknehmen! Das Moos von der Wand ziehend, legte sie Stücke davon in die Büchlein und drückte sie fest zu, presste die feuchte Pflanze zwischen den Seiten zusammen, sodass sie in nicht allzu langer Zeit getrocknet sein würde. Dann brauchte sie nur so etwas wie einen Stock und musste es irgendwie anzünden, und schon hatte sie eine funktionstüchtige Fackel! Brillant! Ein bisschen Moos füllte sie auch unbeschädigt in ein kleines Fläschchen, um im Nachgang alle Inhaltsstoffe untersuchen zu können, und packte dann all ihre Funde zusammen in ihre Tasche. So, jetzt konnte sie sich wieder darauf konzentrieren, ihre Crew zu finden...

Ein lautes Krachen brachte Kuga dazu, zusammen zu zucken, und sie überlegte. Boris war hier unten. Laute Geräusche waren oft ein Zeichen von Boris. Andererseits waren laute Geräusche auch oft ein Zeichen von Gefahr. Gleichzeitig lag das Geräusch aber auch in der Richtung, in die Kakuga ohnehin hatte gehen wollen. Eine sanfte Bewegung der Luft war in der Höhle zu spüren, ein schwacher Wind, der auf einen Ausgang hindeuten konnte. Es gab verschiedene Erklärungen für Bewetterung in Höhlen, aber wenn sie eine Chance dazu hatte, den Ausweg zu finden, dann wollte sie diese auch ergreifen. Gekoppelt mit der Möglichkeit, auf Boris zu treffen, war das der einzige Weg, den sie wirklich einschlagen konnte. Dem Krachen folgend legte sie also ihre rechte Hand an die Wand neben sich, bewegte sich leise durch die Gänge hindurch. Etwas nervös war sie ja schon... Wer wusste, was da alles auf sie warten konnte? Vor Allem hielt sie sich ja eigentlich sehr genau an die Wand und griff trotzdem plötzlich ins Leere! Anstatt sich hier normal zu biegen, wirkte es fast, als wäre die Wand einfach eingebrochen... Unten an ihren Füßen zuckte ein kurzes Blitzen auf und sie blickte hinab, sah das Geröll, das sich dort gesammelt hatte. Tatsache, diese Wand hatte jemand mit Gewalt zerstört.
Das Licht selbst, das hier und da aufblitzte, war eine kleine Echse, die zwischen den Steinen hin und her huschte. Obwohl, vielleicht war es keine Echse, eine Art Lurch würde als Amphibie besser an diesen feuchten Ort passen... So oder so stieß es das gleiche, sanfte Licht aus wie das Moos, das sie bereits gesammelt hatte. Was für einen Zusammenhang es da wohl gab? Ob die Tiere die Pflanzen färbten? Die Pflanzen die Tiere? Oder waren es irgendwelche Stoffe, die hier im Sediment steckten und die Fauna und Flora über längere Zeit verändert hatten...?
Ohne viel Zeit zu überlegen schnappte sich Kakuga eine Pinzette und ergriff damit den schleimigen Schwanz des Tieres, sodass sie es vor sich heben konnte. Gerne hätte sie es genauer begutachtet, aber wenn hier etwas oder jemand war, der Wände zerstörte, dann musste sie aufmerksam bleiben. Nur für den Fall, dass dieses Etwas nicht die Person war, die sie vermutete. Das arme Wesen baumelte wie eine Laterne vor dem ausgestreckten Arm der Ärztin, während diese durch den von Menschenhand geschaffenen Weg durch die Wand trat. „Boris, bist du da?“, rief sie noch einmal, folgte den Spuren der Zerstörung. Wäre doch gelacht, wenn sie ihren Kapitän nicht fand...
 

Boris

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Kara Ben Ir – Ira Mos Anwesen
Ira Mos Wedi schaute von seinem Balkon auf die Leuchtende Garde. Natürlich leuchteten hier alle Bewohner, doch die Leuchtende Garde war die von ihm selbst benannte Gruppe von Elitekriegern, die er sich mit viel Geld gekauft hatte. Sie exerzierten auf dem Platz seines Anwesens und machten sich bereit, was in dem Händler selbst große Aufregung und Vorfreude brachte. Reichtum, Macht und Ruhm. Man sagte, dass Gold Roger all das hatte, doch hatte dieser Narr am Ende nur das Schafott gefunden. Wieso der Piraterie angehören, wenn man stattdessen sich zum König krönen lassen konnte?
Natürlich hatten Piraten ihren Nutzen. Es gab hier auf der Insel einige an Störenfrieden und Rivalen zu bekämpfen. Deswegen kam das Angebot des Dons Ira Mos Wedi ganz gelegen: Der Don würde Luminoe zu seinem Territorium hinzufügen, während der Händler der Herrscher sein würde. Sobald das erst etabliert war, konnte Ira Mos Wedi nicht mehr verlieren.
Er trank aus seinem Kelch Wein und ging seinen Tag mental durch. Er hasste es, dass diese Teufelseinheit, die Elitetruppe des Dons, nicht unter seinem Kommando war und dementsprechend nicht einfach nur das tat, was man ihnen sagte. Er hatte nur zwei von denen in seinem Anwesen als Gäste und die eine benahm sich wie eine Königin, während der andere sich wie ihr Diener unterwarf. Nun, sie sah schon etwas schnucklich aus, aber nein, das war keine Frau, viel zu klein, viel zu höhnisch. Es hätte Spaß gemacht, sie zu brechen, sie sich zum Eigen zu machen und sie seinem Harem hinzufügen, doch war diese Schnepfe nicht sein Typ und es würde gefährlich sein, sich an jemanden vom Don zu vergreifen, solange Ira Mos Wedi noch nicht der erste König Luminoes war.
Jedoch war es bald an der Zeit, die beiden zu benutzen. Er hatte den einen oder anderen Rivalen in dieser Stadt und wenn halt ihr Besitz und Leben durch Piraten vergehen würde, wer könnte den berühmten und genialen Händler Ira Mos Wedi denn beschuldigen?
Heute war es an der Zeit, ein paar Besuche zu machen. Er musste unbedingt in das Kolosseum, um sich mit seinen anderen Kontakten zu treffen. Außerdem würde er später noch vor dem Konzert zu einer „richtigen“ Frau gehen. Einer, wo er selbst einiges in Bewegung gesetzt hat, um sie auf diese Insel zu bekommen.

Unterwelthöhlen
Mit einem Schlag hat Boris eine Kuhle in eine weitere Wand reingeschlagen. „Ha! Diese Wand ist einfach nur dicker.“
„Quiek!“
„Da hast du vielleicht Recht.“, bemerkte der Glatzkopf, während er die mit Steinstaub belegten Arme verschränkte. Fühlte sich fast an wie Holzstaub, nur irgendwie steiniger.„Doch ist das die coole Antwort?“
„Quiek...“
„Deswegen nochmal mit Schmackes! Und wenn kein Weg dahinter ist, dann macht BORIS einen neuen! Buahahahaha!“ Man merkte, wie Boris mit jedem Schlag seinen Körper stärker und härter machte, ganz so als wäre er noch ein Eisenrohling, der noch einen langen Weg vor sich hatte, um zu einer stählernen Klinge zu werden... oder vielleicht auch ein Vorschlaghammer, zumindest was die Subtilität angelangte.
Plötzlich gab Puc eine Warnung, während er von Boris Kopf an die Wand hüpfte. „Quiek!“ Er krallte sich am Stein fest und kletterte etwas unbehelfsmäßig auf einen kleinen Steinvorsprung, der durch die Risse, die Boris in die Wand gehauen hat, die Hinterpfoten zappelten und wackelten, während sie versuchten auf dem Stein den notwendigen Halt zu finden.
Der Warnung folgend, drehte der Pirat seinen kahlen Kopf um. „Hä-Harmph!“ Nur um einen Streitkolben in die Fresse zu bekommen. Der Führer dieser Waffe war ein muskulöser, doch schlanker Zeitgenosse, der in brauner, doch leichter Kleidung umherging. Man sah an Armen und Beinen Metallreifen, das Haar war dunkelgrün und Kraus, doch etwas war merkwürdig an diesem Genossen.
Es war nicht sein Gesichtsausdruck gemeint, der aber ziemlich ulkig war, das eine Auge zugekniffen, das andere weit aufgesperrt, der Mund verzerrt, als ob er nicht glauben konnte, was er mit eigenen Augen sah. „Ihr Wilden seid wirklich zäh!“, rief er verwundert aus, während er blitzschnell seine Waffe zurückriss und nochmal im Bogen gegen Boris Rippen führte... oder eher auf die Muskeln, die über diese lagen. „Wie fühlt sich das an?“
„Wie einmal streicheln.“ Natürlich tat das weh, immerhin war das massives Metall, aber wahr zu seiner Persönlichkeit tat es Boris als eine Nichtigkeit ab und sperrte die Schmerzen ganz tief in seinem Kopf ein. Platz darin war immerhin genug. „Aber BORIS versteht... Du hast von einer Teufelsfrucht gegessen!“
Fürwahr leuchtete der andere Krieger und da das nicht normal war, musste es wegen einer Teufelsfrucht sein.
Boris hat nämlich ja neulich gelernt, dass es Teufelsfrüchte gibt und sie ihren Besitzern besondere Fähigkeiten geben. Er wusste inzwischen, dass er selbst eine gegessen hatte. Ohne den Professor hätte er vielleicht noch über Monate oder gar Jahre gebraucht, bis er darauf gekommen wäre, dass seine besonderen Kräfte der Verwandlung seines Körpers in Werkzeuge nicht einfach nur daher kommt, das Boris echt stark, männlich und cool war.
Aber wenn es gegen einen anderen Teufelsfruchtnutzer ging... „BORIS hat keine Ahnung, was genau deine Leuchtkraft ist, deswegen wird BORIS einfach alles geben.“ Ein Schritt und Boris hatte statt seiner üblichen Pranken Sägeblätter. Ein zweiter Schritt, und die Sägeblätter blähten sich in Größe und Masse auf. Der dritte Schritt klang komisch, da plötzlich statt der Füße Hammerköpfe da waren, während der vierte Schritt sie auch aufbliesen. Dann wurde er mit dem fünften Schritt größer, da die Stiele der Hämmer seine Unterschenkel ersetzten.
So stand ein monströses Ungetüm vor einem Krieger, der nie in seinem Leben von Teufelskräften gehört hatte und natürlich selbst auch keine Unze davon intus hatte. Ein mutiger und tapferer Krieger, der einem armen Händler als Schutz gegen die einheimischen Tiere als Freund und Leibwächter diente und einfach nur nachschauen wollte, was für den ganzen Krach verantwortlich war...
 
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Kara Ben Ir:
Das Geräusch von Schritten erfüllte den offenen Pool Bereich des Nobelhotels. Diese verstummten und wurden vom Klirren von Glas ersetzt, ehe sie wieder einsetzen und langsam verhallten, ehe wieder Stille einkehrte.
Eine Hand griff zum eben gelieferten Cocktail und führte den Strohhalm langsam zu roten Lippen.
Diese umschlossen die Trinkapparatur. Die Flüssigkeit kroch langsam am Halm hinauf, ehe sie hinter den roten Lippen verschwand.
Der Cocktail wurde wieder auf den Beistelltisch abgelegt und die freie Hand griff wieder nach der Zeitung. Nicht viel Neues war darin zu lesen. Nur ein Artikel war interessant für die Sängerin.
Es ging um die Hamsterpiraten und dem beiliegenden Steckbrief.
"50 Millionen Berry also? Nicht besonders viel für die Grand Line, aber auch nicht wenig. Wenn man bedenkt, ...", wurde sie aus den Gedanken gerissen, als sie ihr bekannte Schritte wahrnahm. Es war das Schuhwerk von Adrian Fox, ihrem "Manager". Nun, Sklavenhalter wäre wohl der passendere Begriff gewesen, doch würde er sich selbst niemals so bezeichnen. Schon gar nicht als Langarmmensch, die ebenso von einigen Individuen gesucht, wie sie es selbst wurde. Und das nur, weil sie lange Beine hatte. Schon etwas merkwürdig.
Die Sängerin blickte nicht auf von ihrer Sonnenbrille und blieb weiterhin vertieft in ihren Zeitungsartikel über die Hamsterpiraten.
Ihr Manager dagegen machte keine Anstalten sie zu begrüßen oder anderweitig auf sich aufmerksam zu machen.
Er setzte sich auf die Sonnenliege gleich neben ihr und zündete sich eine Zigarre an. Er zog mehrmals daran, ehe er den Rauch aus seinem Mundraum entweichen ließ und die Zigarre mit den Zähnen fixierte.
"Wie lange wollen wir eigentlich noch hier bleiben? Sollte nicht längst der nächste Auftritt auf einer anderen Insel geplant sein?"
Die Schwarzhaarige kannte ihren Manager schon sehr lange. Er war für sie beinahe wie ein Freund. Aus diesem Grund wunderte es sie, warum sie bereits eine Woche hier auf der Insel verweilten. Fünf Tage war bisher das Maximum gewesen, doch diesmal überzog er deutlich und merklich.
Irgendetwas war anders.
Adrian zog an seiner Zigarre, ehe er antwortete:"Wüsste nicht, was es sich hier zu beschweren gibt. Wir haben das beste Wetter der Grand Line und wahrscheinlich sogar den besten Service der Insel! Es ist beinahe das Paradies", gab der Langarmmensch mit dem langen, braunen Rasta von sich. Und er hatte recht. Die Beiden hatten schon viel schlimmere Unterkünfte gehabt und deutlich schlimmeres Wetter. Besonders Winterinseln waren grässlich. Kaum Sonne, nur kalte Temperaturen und die Gemüter der Inselbewohner waren ebenso eingefroren und schwer zu erwärmen. Dennoch hatte sie es geschafft. Was die Winterinseln nicht weniger ertragbar machten.
Dennoch kannte Mary die Geschäftigkeit, mit der Adrian lebte mehr als gut. Kaum hatte die Sängerin 3 - 5 Konzerte quer über die Insel gegeben, schon waren sie wieder verschwunden. "Künstliche Verknappung" hatte Adrian dies genannt, was auch immer er damit gemeint hatte. Doch diesmal wurde nicht verknappt.
"Aber du hast recht. Normalerweise wären wir schneller weg gewesen, als ein Hamster mit unverschlossener Käfigtür, muamuamua!
Doch ich habe dir deine bisher größte Aufführung verschafft!"

Da wurde die Sängerin hellhörig. Sie konnte gar nicht anders, als den Artikel über die Hamster zu ignorieren und sich mit dem Blick über ihre Sonnenbrille ihrem Manager zuzuwenden.
Als dieser merkte, dass er die Aufmerksamkeit seines Goldkehlchens hatte, fuhr er fort.
"Etwas, was Die Welt von dir bisher noch nie gesehen hat! Tausende werden deiner Stimme lauschen, während du den Kämpfern Mut und Tapferkeit schenkst! Es wird wahrlich atemberaubend!"
Adrian kam aus dem Staunen beinahe gar nicht mehr heraus. Es klang aus seinem Mund wirklich wie ihr bislang größter Auftritt. Und ihre Chance zu ihrer Gefangenschaft zu entkommen!
"Ich soll also in der Arena ein Stimmungslied für die Kämpfer singen? Wer bezahlt dich? Der Veranstalter?"
Der Gesichtsausdruck von Adrian wurde deutlich ernster und zurückhaltender. Mit dem Ansprechen des Auftraggebers war die gute Laune dahin.
"Nein, es ist ein Mann namens Ira Mos Wedi. Er ist hier ansässig und hat ausdrücklich darum gebeten. Zuvor will er dich sogar noch treffen."
Die Sängerin schwieg zunächst. Zu viele Gedanken quälten sie. Sie musste erst Ordnung schaffen. Der Auftritt in dieser Kampfarena würde sie landesweit berühmt machen. Vielleicht würde es sogar einen Zeitungsartikel über ihren Auftritt geben! Das wäre endlich die Aufmerksamkeit, die sie sich immer gewünscht hatte. Doch wer war dieser Ira Mos Wedi. Bislang hatte sie diesen Namen nicht vernommen. Weder den Vor- noch den Nachnamen. Aber wenn er das nötige Kleingeld und die Kontakte hatte, um ihr solch einen Auftritt zu ermöglichen, war dies doch zu ihrem Vorteil.
Zudem gab es ihr die Möglichkeit, ihren Plan weiter zu vertiefen.
"Bei diesem Kampfgelage gibt es doch sicherlich etwas zu gewinnen. Du weißt nicht zufällig etwas darüber?"
"Keine Ahnung. Darüber werden hier Geheimnisse gemacht, als wäre es irgendein Landesschatz. Ich wollte schon Ronny und Lonny mitmachen lassen, aber wenn ich nicht weiß, was der Preis ist, will ich ihre Gesundheit nicht aufs Spiel setzen", sprach Adrian etwas enttäuscht. Er wollte zu gerne wissen, was der Preis war. Ronny und Lonny waren die "Bodyguards" von Mary. Diese waren genauso wenig Bodyguards, wie Adrian ein Manager war. Sie waren seine Wachhunde. Zwei normalgroße Menschen, die ausgerechnet auch Zwillinge waren. Was ihre Intelligenz anging, mussten sie diese im Mutterleib geteilt haben. Die Beiden waren dumm wie Bohnenstroh. Dies gleichten sie mit ihrer Kampferfahrung mehr als deutlich aus. Wenn es um Zusammenspiel ging, waren sie wohl unschlagbar. Und Mary hatte ihre Teufelskräfte noch nicht mitgerechnet, die sie bislang geheim gehalten hatten. Doch allein ihre physische Kraft und ihr taktisches Vorgehen hatte bislang ausgereicht, um die Schwarzhaarige an Adrian zu binden.
"Lass sie trotzdem teilnehmen. Mein letzter Fluchtversuch ist wie lange her? Ein Jahr und 3 Monate? Die Jungs rosten noch oder sterben vor Langeweile. Sie brauchen etwas Auslastung", schlug die Schwarzhaarige vor. Sobald die Beiden von den Kämpfern in der Arena besiegt wurden, hätte sie deutlich leichteres Spiel, um zu entkommen. Und wenn sie es zusätzlich schaffte, die Hamsterpiraten zur Arena zu locken, wäre damit ihre Flucht von dieser Insel geglückt.
Nur gut, dass sie bereits alles dafür in die Wege geleitet hatte. Jedem fahrenden Händler, dem sie auf dem Weg nach Kara Ben Ir begegnet waren, steckte sie einen Zettel zu, mit der Bitte ihn an Boris zu übergeben. Glücklicherweise dürfte es auf dieser Insel kaum Einwohner mit diesem Namen geben. Und sollte die Crew hierher unterwegs sein, sollten sie an den fahrenden Händlern vorbeikommen. Die lebten ja quasi davon, Menschen in der Wüste mit Lebensmitteln und Wasser zu versorgen, sofern sie die Berry dafür hatten.
Ein Händler war ihr in besonderer Erinnerung geblieben. Er war in Begleitung von einem Kämpfer gewesen, welcher einen Streitkolben mit sich trug. So eine Waffe ist nicht sehr häufig anzutreffen und verbleibt im Gedächtnis.
Die Schwarzhaarige trank den Rest von ihrem sehr süßem Cocktail, ehe sie aufstand und sich zum Gehen bewegte.
"Wo zum Henker, willst du hin?!"
"Ich werde mich umziehen. Du willst doch nicht, dass ich unseren Auftraggeber im Bikine begrüße, oder? Ist dir das Eva-Kostüm lieber", fragte sie ganz ungeniert und begann damit, die Schnüre der Bademode langsam zu öffnen.
"Bloß nicht! Was soll er den nur von uns denken, verrücktes Weib!? Zieh das Kleid an, dass du gestern gekauft hast. Es passt in diese Kultur und zeigt auch nicht so viel von dir", gab er schwitzend von sich. Irgendwas schien er dagegen zu haben, dass sie so freizügig war, aber das störte sie nicht. Sie nutzte es nur, um ihn ein wenig zu necken und sich so ein wenig den Alltag zu versüßen.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht verschwand sie im Inneren des geräumigen Zimmers und schritt auf den begehbaren Kleiderschrank zu und zog sich für diesen Ira Mos Wedi um.
 
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Kakuga

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„Das darf doch wohl nicht wahr sein...“
An die feuchte Wand der Höhle gepresst sah Kakuga um die Ecke und betrachtete diesen Anblick, mit dem sie eigentlich hätte rechnen können. Da war er, Boris der Zerstörer, und hatte sich jetzt schon mit einem der Einheimischen angelegt, der offenbar versuchte, furchtlos zu wirken, während er vor dem Werkzeug-Monstrum zu schrumpfen schien. Sie waren noch keine halbe Stunde hier unten – oder vielleicht doch, das Zeitgefühl der Ärztin war nach dem Sturz etwas durcheinander – und schon legte sich ihr Kapitän mit den Einheimischen an! Hatte er das oben in der Wüste nicht auch getan? Schockierend, wie manche Menschen andere Lebewesen so ganz ohne Rücksicht und Respekt behandeln konnten...
Den Schweif ihres leuchtenden Salamanders noch immer fest in ihrem Griff schlenkerte sie das Tier hastig hinter ihren Rücken und ignorierte dabei gekonnt das panische Strampeln, mit dem es zu entkommen versuchte. Es wäre unglücklich, wenn sein Licht ihre Position preisgab, ehe sie die Szene ausreichend beobachtet hatte. Beobachtung war schließlich das Herz jeder Forschung, daher wollte die Hakai genau wissen, worauf sie sich einließ, ehe sie hinter der Wand hervorkam. Boris Gegenüber wirkte nämlich auch ziemlich ungewöhnlich. Genau wie das Reptil und/oder die Amphibie in ihrer Hand leuchtete er im Dunkeln in einem ziemlich ungesund gelblichen Ton, der die Höhle um ihn herum deutlich besser beleuchtete, als es das kleine Tier oder die einzelnen Pflanzen, die sich hier und da ausbreiten, konnten. Bedeutete das, dass jedes Lebewesen hier unten fluoreszent war? Oder lumineszent? Vielleicht sogar phosphoreszent? Als vollblütige Wissenschaftlerin war Kakuga sich fast sicher, dass es zwischen diesen Begriffen einen Unterschied gab!
Wo der Schein des Mannes enden wollte, konnte sie, wenn sie genau hinsah, auch noch eine weitere Person sehen. Ihr nicht unähnlich stand da jemand an eine Wand gedrückt und verfolgte das Geschehen vorsichtig aus der Sicherheit eines anderen Ganges, sodass nur etwa die Hälfte seines Körpers sichtbar war. Sie waren in einer sehr ähnlichen Position, wenn man ignorierte, dass es sich bei ihm um einen kleinen, stämmigen Mann handelte, dessen übergroßer Rucksack deutlich weniger elegant aussah als die Arzt-Handtasche, die noch immer über Kakugas Schulter hing, auch wenn die größtenteils durch ihren selbstgemachten Poncho verdeckt wurde. Jedenfalls schien der ängstliche kleine Kerl dahinten den Krieger zu kennen, der Boris im Weg stand... und er wirkte nicht aggressiv. Vermutlich war auch er der intelligente Teil eines Zweiterteams, dessen andere Hälfte sich selbstständig in einen Konflikt verwickelt hatte. Einen Konflikt, den sie wohl lösen musste!

„Stopp! Halt! Stopp! Nicht zuschlagen! Niemand muss zuschlagen!“, rief Kakuga aus, während sie aus ihrem Versteck hervorsprang und mit ihrer Echse wedelte, um die Aufmerksamkeit der beiden stolzen Männer auf sich zu ziehen. Hastig lief sie auf Boris zu und sah dabei seinen Gegner an. „Wir sind nur Reisende! Wir haben nicht die Absicht, jemandem wehzutun! Wenn überhaupt brauchen wir jemanden, der uns sagen kann, wie wir zur nächsten Siedlung kommen!“ Wenn die Wilden in der Wüste irgendein Indikator waren, war es vermutlich zu viel erwartet, hier ein Dorf oder gar eine Stadt zu sehen, aber wenn sie nach einer Siedlung oder einem Stamm oder wenigstens einem Zelt sprach, dann musste man sie doch verstehen!
„Und du! Hör auf, Unsinn zu machen, wenn ich nicht dabei bin, Boris!“, meinte sie kopfschüttelnd und gab ihrem Kapitän einen Klaps gegen eins seiner Sägeblätter, das mit einem metallischen Geräusch zu wackeln begann. Etwas überrascht blickte sie darauf hinab. „Oh wow, das fühlt sich ja so gar nicht mehr wie Haut an...“, meinte sie nachdenklich und ging in die Hocke, um ihre Hand auf die verwandelte Pranke zu legen, achtsam, um nicht den schneidenden Part zu berühren. „Das ist eindeutig Metall... Ist das richtiger Stahl? Haben Stahl und der menschliche Körper eventuell gemeinsame Bestandteile, die diese Verwandlung ermöglicht? Oder...“ Nachdenklich murmelte sie vor sich hin, während ihre bisher versteckte Hand aus ihrem Poncho hervor glitt, um mit der Spitze ihres Skalpells gegen das Blatt zu drücken. Es gab leicht nach, ließ sich aber nicht schneiden. Ihr Blick fiel hinab auf die Hammerbeine ihres Kapitäns.
„Es ist also nicht nur der tatsächlich funktionale Teil des Werkzeugs, sondern auch der Griff...“, fuhr sie fort, jetzt auf allen Knien, während sie verzweifelt versuchte, in das harte Holz von Boris Beinen zu schneiden. Ihr Grinsen wirkte gerade ziemlich hungrig, schließlich bekam sie nicht zu oft die Gelegenheit, live an den Teufelsfrucht-Teilchen ihres Kapitäns zu experimentieren. „Ich wusste nicht, dass du sie so groß machen kannst... Geht das immer? Kannst du die Größe immer variieren, Boris? Oder ist das eine neue Entwicklung? Es kann nicht sein, dass ich darauf einfach nie geachtet habe... oder? Oder? Nein, nein, natürlich nicht. Entweder hast du es geheim gehalten, aber ich bezweifle, dass du die mentalen Kapazitäten dazu hast, oder...“
Inzwischen brabbelte sie nicht einmal mehr über ihre aktuellen Beobachtungen, sondern über Thesen dazu, wieso sie sie noch nicht gemacht hatte. Der leuchtende Krieger wirkte mehr als verwirrt, hatte aber wenigstens seine angriffslustige Haltung abgelegt. Auch der Händler, den er hatte beschützen wollen, kam langsam aus seinem Versteck hervor. Irgendwie wirkte dieser Boris gar nicht mehr so angsteinflößend... auch wenn das eventuell an der gruseligen Frau liegen konnte, die ihm zu Füßen lag, ein Messer in der einen und eine Echse in der anderen Hand...
 

Boris

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Unterwelthöhlen
Boris sah mit starren Augen in die dunklen und tiefen Augen der Ärztin und bewegte etwas unschlüssig seinen Kiefer und seine Zunge, während er gerade versuchte sich zu einer Antwort zu mausern, auch wenn es dabei ein großes Problem gab: Er ist bei den Fragen nicht hinterher gekommen. Also war der einzige Weg das zu lesen der, die Arme wieder zurückzuverwandeln um sie verschränken zu können und dann mit selbstbewusster Miene und einem langsamen Nicken zu sagen: „BORIS ist halt toll, nicht wahr? Buahaha!“
„Ihr seid scheinbar keine der Wilden. Was seid ihr denn dann?“ Diese Frage kam von dem Krieger, der anscheinend nicht mehr kämpfen wollte.
Da Boris kein Kaugummi und keine Ärsche zum Treten hatte, überlegte er für einen Moment, weswegen er eigentlich noch hier war. Aber die Frage des Fremden war die perfekte Vorlage mal wieder etwas klarzustellen: „BORIS und Kakuga sind Piraten!“
Sofort hob der Krieger wieder seinen Streitkolben, bereit Boris und Kakuga eins auf die Fgresse zu geben, aber die Schwarzhaarige fuhr schon wieder dazwischen und begann mit dem Fremden zu meckern: „Hey, hör auf mit dieser vollkommen... angemessenen Reaktion, jetzt wo ich drüber nachdenke, immerhin sind wir Piraten... Also, macht weiter, denke ich?“
„Adfin, senk die Waffe.“, kam nun ein kleiner Mann mit riesigem Rucksack dazu, der so aussah, als würde er sich am liebsten verkriechen. „Die beiden scheinen zwar Piraten zu sein, aber sie sehen so nett aus. Also, auf den ersten Blick zumindest. Näher betrachtet sieht sie aus wie ein sabberndes Etwas, was gerade dabei ist, sich einen Riegel Schokolade hineinzustopfen und er ähnelt einem Grobian, der noch nie eine Kneipe betreten hat, ohne sich in dieser zu schlagen, aber die sehen trotzdem ganz nett aus, du verstehst?.“
„Kein Stück, Sawwat,“ seufzte der Krieger während er die Waffe senkte, „Aber gut.“
„Quiek?“, meldete sich Puc, der sehr gespannt war, wie der Kleine ihn auf dem zweiten Blick einschätzen würde.
Das Auftauchen des Nagers sorgte aber für Panik beim Rucksackträger„Oh mein Geld! Ist das eine Maus mit Missbildung!? Ich glaube, mir wird schlecht!“
Pucs Miene versteinerte, nein, sein ganzer Körper versteinerte bei diesen Worten: „Quiek!“ Er mag sich zwar daran gewöhnt zu haben, dass Menschen ihn fälschlicherweise einen Hamster nannten, aber eine missgeborene Maus hatte ihn bisher noch keiner genannt und das verletzte seine Gefühle doch sehr.
„Wie hast du Puc genannt!?“ Das war natürlich sofort Grund für Boris sehr aggressiv und sehr beschützend einzugreifen und dem Mann mal seine Meinung zu geigen. „Puc ist ein stolzes Riesenhamsterbaby, du Wicht!“
„Rück Sawwat von der Pelle, Monster!“
„Teufelsfruchtanwender, nicht Monster.“
Hah!!?“
Hah!!?“
Hah!!?“
„Quiek!!?“
Es dauerte eine Weile, bis sich alle beruhigten. So lernten Boris, Puc und Kakuga den Krieger Adfin kennen, der treu und mutig war, jedoch wenig Fantasie besaß und sehr gradlinig dachte, zusätzlich mit seinem Freund, dem Händler Sawwat, dem mal gerne die eine oder andere Unhöflichkeit natürlich mitten im Satz herausrutschte und der statt irgendwelchen Göttern seine eigene Sache anbetete...

Kara Ben Ir – Kolosseum
„Und genau deswegen wäre es viel besser, wenn wir uns zusammentun.“, schloss Ira Mos Wedi seine Argumentation mit Uwa Sen Tiales, der alten Vettel, die ebenfalls ein Händlerfürst hier war.
„Zusammen könnten wir viel Bewegen, Mos Wedi.“, sagte sie, während sie sich auf dem riesigen Kissen rekelte und sich das Mundstücks des Schlauchs, der zu der großen Urne führte, in den Mund legte und genüsslich etwas zog. „Die Frage ist nur, warum ich, diejenige die die größe Ansammlung von Kriegern in Kara Ben Ir hat, sich überhaupt mit jemanden wie dich abgeben sollte. Die Stadt hat genug Wohlstand für uns alle. Ich höre, dass du Söldner aufkaufst, aber denke nicht einen Moment, dass deine Gruppe an Tagelöhner etwas gegen meine arenaerprobten Kämpfer ausrichten können. Deswegen willst du doch meine Gunst und Kooperation, doch dein Angebot ist zu schlecht. Gib mir mindestens neunzig Prozent.“
„Meine liebe Sen Tiales“ du alte Vettel „ich fürchte du hast mir nicht genau zugehört.“ was bei deinem Alter wohlwahr immer schwerer wird „Sind Ta Mackis Kristalladern nicht praktisch schon der gesamte Wohlstand?“ Natürlich nicht, aber eine greise Krähe wie du wird niemals meinen Plan durchschauen. Ira Mos Wedi knetete seine Hände, während er in einem der Gästeräume des Kolosseum sich mit einer verbitterten Rivalin austauschte. Solche Gespräche waren besser auf neutralem Boden zu klären und Zumares Ol Packa, der dekadente und unfähige Besitzer des Kolosseum bekam eh nie mit, wenn die anderen Händlerfürsten unter seiner Nase ihre Intrigen nachgingen. Der einzige Grund, warum Ol Packa noch das Kolosseum hatte war, dass es besser in den Händen eines Trottels war, als von jemanden kompetenten. Außerdem war das Gebäude nichts weiteres als ein Prestigeobjekt, die Wartungs- und Verpflegungskosten von Bauten, Bestien und Arbeitern waren immens und die Einnahmen waren kaum genug um es zu decken, insbesondere da die Händlerfürsten, die ihre Kämpfer in die Arena schickten, das Meiste der Gewinne der Kämpfe bekamen.
Nach einem hitzigen Gespräch ohne Fortschritt trat Ira Mos Wedi verschwitzt aus dem Gästeraum. Er nahm sich vor, diese Vettel aus dem Weg zu schaffen. Sie würde nie ihn als König anerkennen, deswegen sollten ein paar Piraten sie mal besuchen...
Bald hatte der Händlerfürst aber sein Treffen mit Lady Siren. Doch war er sich sicher, dass zuerst Ol Packa sein Recht als Gastgeber nutzen wird, um sich mit ihr vor Mos Wedi zu treffen... Scheiße!
 
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Kara Ben Ir – Kolosseum

Die Zeit war vorangeschritten. Aus dem frühen sonnigen Morgen, war ein deutlicher sonniger Mittag geworden. Der leuchtende Feuerball am Himmel sendete seine erbarmungslose Hitze auf die Personen unter ihr nieder und brachte die Luft zum Flimmern.
Doch dieses Wetter machte der Sängerin kaum etwas aus. Viel mehr störte sie ihr aktuelles Outfit, wenn auch es eigentlich zu ihrem Stil gehörte.
Sie trug einen in schwarz gehaltenen, dünnen Mantel, welchen sie offen trug. Dieser bedeckte ihren Busen jeweils nur zur Hälfte, weswegen man einen Blick auf ihren Brustkorb riskieren konnte, welcher sich nackt zur Schau stellte. Dazu trug sie eine dünne schwarze Leggins, welche bis zu den Knöcheln reichte. An ihren Füßen trug sie in goldgehaltene Sandalen, dessen Bänder bei jedem Treffen mit einem Sonnenstrahl glänzten. Die Leggins und der Mantel wurden mit in goldgehaltenen Verzierungen geschmückt, die an Ketten erinnerten. Dies war das Outfit, welches der Langarmmensch, seines Zeichens Manager, für sie besorgt hatte. Gegen den Mantel hatte sie nichts gesagt, aber die Leggins fand sie schon etwas unpassend. Nicht nur, dass diese sie in ihrer Freizügigkeit einschränkte, auch die örtlichen Temperaturen machten dieses Kleidungsstück etwas unnötig. Es war nicht unerträglich, aber sie hätte etwas mit deutlich weniger Stoff gewählt. Sie akzeptierte es, da sie es nur für das Treffen tragen musste. Danach würde sie sich diesem Outfit entledigen und zurück auf ihren Liegestuhl am Pool Platz nehmen. Dabei würde sie wieder nur einen Bikini tragen und genüsslich an ihrem Cocktail nippen.
"Ach, da gibt es etwas, was ich dir verschwiegen hatte...", fing Adrian an, während sie sich innerhalb des Kolosseums bewegten. Er holte sie mit diesen Worten aus ihren Gedanken und sie spendete ihm einen fragenden Blick.
"Das wäre zumindest nicht das erste Mal", gab diese zurück. Ihr Manager wandte den Blick ab und sah geknickt zum Boden unter ihren Füßen. Die Steinplatten kamen und gingen mit jedem Schritt, den sie zurücklegten.
Mary sah weiterhin geradeaus und würdigte ihm keines Blickes.
"Wie auch immer", räusperte er sich, ehe er fort fuhr:"Bevor wir diesen Mos Wedi treffen, werden wir Bekanntschaft mit diesem Arenabesitzer machen. Ol Packa ist sein Name."

Die Schwarzhaarige wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Es war schon nervig genug für einen Mann zu singen, der einen in seiner Gewalt hatte. Das nun auch solche Schikanen dazu kamen, legte nochmal eine Schippe drauf. Sie bewahrte Contenance und atmete ruhig.
"Weist du wenigstens etwas über ihn?"
Der Manager lief unbeirrt auf das Büro von ihm zu und zündete sich dabei einer seiner Zigarren an. Er blies den Rauch stoßartig aus, ehe ein Grinsen auf seinem Gesicht hängen blieb. Gemütlich lehnte er sich an die Tür des Büros der Arena.
"Nicht das geringste", grinste er und fühlte sich damit in irgendeiner Form überlegen. Als würde er sein Goldkehlchen wieder mal ins kalte Wasser werfen. Doch da hatte er sich schwer getäuscht. Mal wieder.

"Also genauso viel wie über den Inhalt zwischen deinen Beinen", fragte sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht, als sie an ihm vorbeiging und die Tür zum Büro öffnete. Ihr Manager hatte nicht mit einer solchen Kränkung gerechnet, verschluckte sich kurz am Rauch und ging mit geknicktem Haupt in das Büro hinein, ihr hinterherdackelnd.

Das Büro war in Stein gehalten, wie es auch die Arena selbst war. Doch hier wurde deutlich mehr auf Ästhetik gelegt, was man an den vielen verzierten Blumenvasen und den verschnörkelten Säulen sehen konnte. Doch war diese Innenarchitektur schon wesentlich älter. Dieses Büro hatte seine besten Tage bereits hinter sich.
An einem Schreibtisch aus dunklem Holz saß ein beleibter Mann im mittleren Alter. Er war in smaragdgrüne Gewänder gekleidet, die mit sandfarbenen Verzierungen aufwartete. Sein stämmiger Bauch quoll über den Stoffgürtel und wurde auch nicht vollständig vom Stoff verdeckt. Seine Brust, die beinahe völlig entblößt war, zeigte viele Goldketten unterschiedlicher Länge, welche ihm um den Hals hingen. Ein weißer Turban rundete das Gesamtbild ab, welcher mit Federn von Southbirds geschmückt war. Solche Federn hatte Mary schon öfter im Haar getragen, da sie sehr bunt waren und ihrem schwarzen Haare, welches sie gerade offen trug, etwas verzierte.
"Ach du meine Güte! Bei allen sengenden Sonnen! Ich hatte ja mit einer Schönheit gerechnet, doch ihr müsst aus einem Traum entsprungen sein", begrüßte er die Langbeinfrau und sprang von seinem Stuhl, über den Schreibtisch und blieb vor ihr mit anhimmelnden Blick stehen.
Mary kam aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. Sie beugte sich hinunter, wobei sie ihre Beine gestreckt ließ und ihren Oberkörper soweit hinunter beugte, dass ihr Busen auf der Augenhöhe von Ol Packa waren.
"Die Freude ist ganz meinerseits", sprach sie mit einer tieferen und melodischen Stimme, nahm seine Hand und gab ihm einen Kuss auf den Ring. Der Arenabesitzer ließ es einfach geschehen, da das äußerliche Erscheinungsbild von Mary ihn zu sehr vereinnahmte.
Bei ihrer Berührung entfuhr ihm ein leichter Schauer der Nervosität, welcher an den Füßen sich bis zum Nacken hinauf kämpfte.
Ol Packa war daraufhin sprachlos und konnte nur wieder mit dem zweimaligen Klatschen von Adrian geweckt werden.
"Darf ich vorstellen: Lady Siren, die Frau, die jeden Mann mit ihrer Stimme verzaubert", stellte ihr Manager sie vor. Den Zusatz wollte sie schon lange wegstreichen, doch ließ sich der Langarmmensch Langarmmensch dahingehend nicht mit sich reden.

Bei ihrer Vorstellung hatte sich die Musikerin wieder aufgerichtet und wartete darauf, dass ihnen ein Platz angeboten wurde.
"Ganz recht, ganz recht! Nun, setzt euch doch, Lady Siren. Möchtet ihr etwas Trinken oder eine andere Köstlichkeit?"

Adrian winkte schnell ab und nahm auf einem beigen Sofa Platz und zog an seiner Zigarre.
Mary hatte sich zwar über einen weiteren Cocktail gefreut, doch machte ihr da ihr Manager wieder einen Strich durch die Rechnung! Contenance!
Sie lächelte einfach und nahm ebenso auf der Couchlandschaft Platz.
 

Kakuga

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Einheimische Verbündete waren eine nützliche Addition zu ihrem aktuell verkleinerten Team. Sawwat schien eine große Menge an Wissen zu besitzen und teilte es auch gerne, wohl die Art Person, die sich gern reden hörte, auch wenn sein Selbstbewusstsein seine Grenzen hatte. Solche Menschen konnte man wundervoll auspressen! Wissbegierig stellte die Ärztin ihm eine Frage nach der anderen über die lokale Flora und Fauna, während sie ihre Eidechse wie ein Yoyo auf und ab baumeln ließ.
„Oh... das sieht ja interessant aus“, meinte sie, während sie durch die düsteren Höhlen schritten und ein sanftes Schimmern in einer besonders dunklen Nische zu sehen war. Vorsichtig trat sie näher, sah die dünnen Lichtstrahlen, die nicht von außen kamen. Es sah eher aus, als hätte jemand aus Draht ein Netz gespannt, aber selbst dann brauchte es doch eigentlich eine Lichtquelle von Außen... „Wie aufmerksam. Ich empfehle dir, die Finger davon zu lassen“, lächelte der Händler freundlich. Kurz sah Kakuga zu ihm zurück, zu seinem Gesichtsausdruck, der so lieb war, dass sie sich fühlte, als würde er sich über sie lustig machen. Dann näherte sie ihr Gesicht dem Licht, um es besser sehen zu können. Warum sollte sie das nicht anfassen? „Warum sollte ich das nicht anfassen?“, fragte sie, während ihr Zeigefinger unter ihrem Poncho bereits mit dem Griff ihres Skalpells spielte. Ob das wohl eine Art Licht war, die man schneiden konnte?
„Du siehst Spinnenfäden“, erklärte Sawwat, und augenblicklich trat Kakuga einen Schritt zurück. „Das dünne Werk von einer Schule Spinnen. Sie sind unheimlich klebrig. Du wirst sie nicht los, wenn du sie berührst.“ Sie blickte ihn wieder an. Hatte er von einer Schule Spinnen gesprochen? Waren Spinnen hier unten etwa Rudeltiere? Auf jeden Fall erklärte das, wieso sie das Licht sehen konnte. Wenn alle Tiere hier leuchtende Stoffe in ihren Körpern hatten, dann würden diese sicher auch in aus ihren Körpern gewonnenen Produkten zu finden sein. Ob man hier Kühe halten konnte? Leuchtende Milch klang sehr interessant! „Klingt nützlich! Kann ich die Fäden irgendwie einsammeln? Ein gerissener Händler wie du weiß sicher, wie man so gute Ware bekommt!“ Geschmeichelt weitete sich Sawwats Lächeln, wurde zu einem peinlich berührten Grinsen, doch er schüttelte nur den Kopf und hob abwehrend die Hände. „Ich lasse die Finger davon, wie du sollst. Es gibt in Kara Ben Ir ein Sprichwort: Ärgere Spinnen nicht. Es ist ein kurzes Sprichwort.“ Ihren Salamander dicht über die Fäden haltend, sodass sie einen etwas besseren Blick darauf werfen konnte, biss die Ärztin die Zähne zusammen. So eine Gelegenheit sausen zu lassen gefiel ihr nicht. Auf Anhieb fiel ihr aber auch nicht ein, was sie tun sollte, wenn sie dieses eklige Zeug am Ende nicht mehr von ihrer Haut abbekommen konnte. Mit einem unzufriedenen Seufzer drehte sie sich weg. „... von mir aus...“
Ein kurzes Ziehen an ihrer Hand irritierte die Ärztin, es fühlte sich an, als würde sie etwas zurückhalten. Irritiert zog sie ihren Arm vor, sodass ihre Hand sich wieder freier fühlte... und in ihrer Pinzette nur noch ein leuchtendes Schwänzchen hing. Überrascht drehte sie noch einmal den Kopf, um zu sehen, wie die Echse im Netz der Spinnenschule zappelte. „Ups... meine Laterne klebt fest...“

„Übrigens, Piratenfrau“, meinte Sawwat, als sie weitergingen, und wurde unterbrochen. „Nenn mich nicht Piratin! Ich bin die bes-...“ Kakuga stockte. „Ich bin Ärztin.“ „Nun gut... Arztfrau“, stimmte er mit einem ruhigen Lächeln zu. „Du hast gute Aufmerksamkeit. Hast du Erfahrung mit Wetten?“ „Wetten?“ Interessiert hob die Schwarzhaarige den Kopf. „Ja, Wetten. Bei uns in der Arena kämpfen die stärksten Krieger von unserem Heim und außerhalb gegen die Bestien der Höhlen. Weißt du, wer gewinnt, dann kannst du wetten.“ Er hielt zwei goldene Münzen vor sich, die im bläulichen Licht seines lumineszierenden Körpers sanft schimmerten. „Verstehst du den Kampf und die Gegner, ist es leicht. Mir fehlt ein Partner mit guten Augen. Wetten sind wunderlich. Du bietest Geld, und du erhältst mehr Geld!“ Kakugas Augen leuchteten auf bei dem Gedanken, ohne Arbeit und ohne Gefahr etwas zu verdienen. Das war ein wundervoller Weg, die Crew mit guter Kleidung und gutem Essen zu versorgen! Boris, Blake und Hikari würden sie dafür bewundern, und Heroe würde zugeben müssen, wie großartig sie war! Für einen kurzen Moment wirkte sie wirklich begeistert – ehe ihre Miene sich verdüstere wie die feuchte Höhle, in der ihre Schritte hallten.

„Wir haben praktisch kein Geld...“
 

Boris

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„Und es geht darum, den mächtigen Krieger Kara Ben Nemsi Effendi Tribut zu zollen.“, erklärte Sawwat den beiden Piraten und dem Riesenhamsterbaby weiter den Sinn der Arena.
„Großer Krieger, huh? BORIS ist größer. Und kriegerischer. Und besser sowieso!“
„Kara Ben Nemsi Effendi ist der Stärkste überhaupt! Ohne ihn wäre Kara Ben Ir schon längst gefallen! In der Tat ist es nun die Stadt der Wettkämpfe und der Stärke nur wegen ihm!“
„Pah, BORIS wird es ihm zeigen! Nicht einmal eine Runde hält er stand!“
„Nun Adfin, Boris mag eventuell es schaffen. Doch um Effendi herauszufordern, muss er sich erstmal einen Namen in der Arena machen.“ Aus irgendeinem Grund hatten die Augen des Händlers das Berrysymbol angenommen.
Natürlich war es für Boris aber nicht mehr möglich, einen Rückzieher zu machen. Warum denn auch? Immerhin würde er Piratenkönig werden und das bedeutete, der Stärkste zu sein. Niemand würde ihn aufhalten können, niemand wird ihm im Wege stehen. „BORIS wird es allen zeigen!“
„Klasse. Wir sind bald in Kara Ben Ir und da kannst du dich beweisen.“ Dann wandte er sich an Kakuga: „Du als jemand, der ihn genau kennt. Ist er so stark wie er meint? Ich habe ein wenig gesehen, aber wir sprechen hier von Kara Ben Nemsi Effendi, der selbst das Panzertier mit zwei Hieben niederstreckt, einen um drei Panzer abzuschälen und einen für den Todesstoß.“

Kara Ben Ir – Eingang
Boris wartete ungeduldig vor dem Tor, bis Sawwat endlich mit den Kriegern da gesprochen hatte. Würde es nach dem Piraten gehen, hätte er das Tor schon längst eingetreten und jeden, der ihm am Eintreten hindern wollte in den Arsch getreten. Aber nein, wenn er in der Arena kämpfen wollte, musste er sich nun ruhig verhalten.
Stattdessen starrte er nun eine Statue an, die diesen Kara Ben Nemsi Effendi darstellen soll. Ein großer, muskelgepackter Krieger mit einem Doppelschwert. Er war nur so groß, weil das eine Statue war, der wahre Krieger wird viel kleiner sein, ganz klar.
„Alles geklärt. Macht euch bereit angestarrt zu werden, immerhin fehlt euch das Luminöse hier. Wir machen einen kurzen Stopp bei meinem Laden und dann geht’s sofort ins Kolosseum.“ Die Töre öffneten sich und hinter der Mauer kamen quadratische Gebäude zum Vorschein. Lampen erhellten die Straßen tageshell, Laternen in verschiedenen Farben leuchteten über den Straßen aus Pflasterstein und obwohl es eigentlich ein trister Anblick hätte sein sollen, wirkte die Stadt bunt und lebendig. Die Leute und Tiere hier leuchteten von sich heraus, was der ganzen Stadt eine Art Glitter verlieh. Es war laut, es war friedlich, aber man sah hier viele Leute mit Waffen und Muskeln, Krieger, die für den Schutz der Monster draußen sorgten.
Sawwat deutete auf ein Gebäude, welches sich in der Mitte erhob: „Kara Ben Irs Parlament, umgeben vom Kolosseum, welches viele Arenen hat. Für Einzelkämpfe, für Gruppenkämpfe, für ganze Schlachten. Geführt wird die Stadt von ausgesuchten Händlerfürsten und Mitgliedern des Kriegsrats, ein Ort wo Kommerz und Krieg aufeinandertreffen.“ In der Tat war diese Pyramide in der Mitte, die sehr stufig aussah, sehr beeindruckend und darum schmiegte sich ein gewaltiger Gebäudekomplex, der aussah wie eine riesige Schlange, die sich in den eigenen Schwanz biss. Nicht nur dieses Gebäude, auch andere hatten das Motiv von Tieren und Tierköpfen, was mit den bunten Gesteinen, den flechtenartigen Pflanzen die überall herunterhingen und den Sträuchern schon fast wie ein Dschungel wirkte...
Ja, Kara Ben Ir war ein Höhlendschungel!

Kara Ben Ir – Kolosseum
„Heute wird ein toller Tag! Ich habe keine Kosten gescheut, damit es Euch gut geht.“ Ol Packas smaragdgrünen Gewänder und Goldketten bebten bei jedem seiner Worte, als würde er mitten in einem Lachkrampf stecken, den keiner hören konnte. „Wir haben alle Mühen auf uns genommen, um heute besonders zu gestalten. Mit Euch, mit einer Reihe neuer Krieger aus anderen Städten, gefangenen Monstern aus den Höhlen und natürlich Merchandise!“ Das letzte Wort wurde erstaunlich lauter und eindrucksstärker ausgesprochen. „Seht diese neue Effendi-Actionfigur an! Wenn ihr den Knopf am Rücken drückt ~schwing~ und sie schwingt das Doppelschwert. Und das ist nicht alles, wenn man den Knopf wieder drückt ~schwing~ und von der anderen Richtung. Es hat eine Fünf-Schläge-Kombination und kostet bloß 40.000 Berry! Was für ein Schnäppchen! Natürlich muss sich Effendi gegen die Monster behaupten, hier haben wir das schreckliche Panztier, aber ~bam~, und drei Stücke des Panzers springen ab, jetzt muss Effendi den Todesstoß setzen, bamm!“ Man sag den beleibten, verdammt reich aussehenden Mann mit Actionfiguren spielen, als sei er ein Fünfjähriger, vollkommen in seiner eigenen kleinen Welt versunken.
 
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"Nein, wir brauchen nichts", gab Adrian FOX lediglich von sich, ehe er sich eine Zigarre anzündete. Mary hätte durchaus nochmal einen dieser leuchtenden und süßen Cocktails geschlürft, aber leider hatte ihr Manager noch das Sagen. Seine zwei Bodyguards hinter ihm unterstrichen seine Autorität.
Ol Packa lächelte lediglich und sprach von seinen Anstrengungen, die Sängerin, ausländische Krieger und einheimische Monster zu akquirieren. Das letzte war Mary kein Begriff. Merchandise. Sie hatte keinerlei Ahnung, in welche Richtung er das Gespräch lenken wollte, ehe die Spielzeugfiguren auf dem Tisch standen.
Adrian hörte ganz gelassen zu und blickte sich zwischenzeitlich zum Eingang um. Scheinbar erwartete er noch jemanden. Vermutlich ihren eigentlichen Auftragggeber Ira Mos Wedi. Auch Mary war gespannt auf diesen, da sie nicht wirklich viele Informationen über ihn hatte.
Die Sängerin sah amüsiert zu, während Ol Packa mit den Figuren buchstäblich spielte und sie in ihren Einzelheiten vorstellte.
Er ging richtig darin auf und schien so ein wenig seine Kindheit nachzuholen.
Was würde Lady Siren dafür geben, auch solch eine Figur zu haben! Aber so langsam bekam sie eine Bedeutung vom Begriff Merchandise. Scheinbar ging es um Fanartikel, die verkauft werden konnten.
"Werte Lady Siren, bevor ich es vergesse! Ich habe natürlich keine Kosten und Mühen gescheut, euch auch als Spielzeug zu verewigen", sprach der beleibte Arenabesitzer aufgeregt, ehe er die Figur von Mary auf den Tisch legte. Ihre Augen weiteten sich bei dem Anblick, sich selbst in Miniaturform zu sehen.

Die Details waren so genau, dass sie schon ein wenig staunte. Zudem war die Kleidung der Figur ein wahrer Hingucker!
"Das Outfit ist sehr extravagant", bemerkte sie mit einem wohlwollenden Lächeln auf dem Gesicht.
"Ihr habt recht. Bislang hat man solche Mode hier noch nie gesehen. Ihr werdet es auch bei eurem Auftritt tragen und so die Figur zum Kassenschlager machen!"
Jetzt musste Mary die Figur in die Hand nehmen. Bei dem Gedanken daran dieses Kleid zu tragen, erfüllte sich ihr Darstellerherz mit purer Leidenschaft. Dieses leuchtende Kleid würde sie unvergessen machen. Zumindest hier auf der Insel. Sollten die Figuren über die Grand Line verkauft werden, würde das ihren Bekanntheitsgrad merklich steigern.
"Ich freue mich schon darauf es zu tragen. Ihr habt für meinen Auftritt keine Kosten und Mühe gescheut, dass man euch lassen", erkannte die Sängerin an und achtete auf den Boten, der gerade zum Haupteingang herein eilte.
"Werter Ol Packa! So eben ist Ira Mos Wedi eingetroffen und verlangt mit Lady Siren zu sprechen."
Ol Packa schaute kurzweilig verdutzt und genervt auf den Boten, ehe seine Miene wieder fröhlicher wurde und seine Stimme sich hob.
"Dann sollten wir ihn nicht länger warten lassen. Es war mir eine Freude eure Bekanntschaft zu machen! Ich freue mich schon sehr auf euren Auftritt. Ihr könnt noch hier verweilen, solange Mos Wedi nach euch verlangt. Meine Angestellten werden euch jeden Wunsch von den Lippen lesen", verabschiedete sich der Dicke und ließ die Vier in dem kleinen Saal zurück.
 

Kakuga

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„Okay... ich verstehe ja, dass Boris in der Arena gegen starke Krieger kämpfen soll, und dass man damit ordentlich Geld machen kann...“, meinte Kakuga recht bissig und schenkte Sawwat einen ziemlich bösen Blick. „Aber warum soll ausgerechnet ICH da mitmachen?“
„Ah, heute ist ein großes Turnier in der Gruppenarena. In den ersten Kämpfen treten zwei gegen zwei an, also braucht dein Freund einen Partner!“, erklärte der Händler mit seinem üblichen strahlenden Lächeln, das Kuga so langsam wie eine ziemliche Farce vorkam. Hatte er nicht gesagt, dass er sie für ihre guten Augen zum Partner haben wollte? „Wir wissen aber doch längst, auf wen wir setzen sollen. Laut deinem Wort wird dein Freund gewinnen. Solange er kämpft, ist dein Auge also nicht weiter nötig!“ Wow, das war direkt... Trotzdem gab die Hakai nicht so einfach auf. Während sie ihre Arme hob, damit Sawwat die typischen Rüstungsteile der Arenakrieger an ihre deutlich dünneren Arme anpassen konnte, arbeitete sie schon an dem nächsten Widerspruch: „Aber... ich bin im Kampf gar nicht nützlich! Ich sage doch, ich bin Ärztin! Es wäre doch besser, wenn dein erfahrener Krieger-Kumpel mit ihm in die Arena geht!“
„Ich trete nicht in die Arena ein mit jemandem, der nie an meiner Seite gekämpft hat.“ Aus einem anderen Raum eintretend, meldete sich Afdin zu Wort. Während Sawwat sich bemüht hatte, Kakuga auszustatten, hatte er sich mit Boris verpasst. Damit neigte sich der kurze Stopp in Sawats Laden wohl langsam dem Ende... „Das Wichtigste im Kampf ist, sich auf seine Partner verlassen zu können. Zwei Fremde gewinnen keinen Kampf. Ihr beide vertraut einander... also kann er mit dir gewinnen, nicht mit mir.“ Die Arme verschränkend, fügte er noch hinzu: „Außerdem sind die Kämpfe in der Arena zu gefährlich, um sie mit einem Fremden zu bestreiten.“ Das jagte der Piratin dann doch wieder einen Schauer über den Rücken. Sie sollte sich also nicht nur irgendwelchen Trainingskämpfen aussetzen, sondern richtigen, gefährlichen Kämpfen, in denen man wirklich verletzt werden konnte...
„Warum so aufgeregt? Entspann dich!“, meinte Sawwat fröhlich, während er ein ziemlich enges Stück Rüstung um ihren Brustkorb festigte, das ihr das Atmen leicht erschwerte. Die größeren hatten nicht über ihre Schultern gepasst und waren einfach abgerutscht, ohne wirklich Schutz zu bieten, also war das vermutlich das kleinere Übel... „Du hast gesagt, mit seinen Kräften kann er das Panzertier mit einem Schlag besiegen! Wenn er etwas schafft, das selbst Kara Ben Nemsi Effendi nicht möglich ist, wird er die Arena ohne jeden Ärger bestehen!“ „Ah... richtig...“ Stimmt, so etwas hatte sie gesagt, nachdem Sawwat vom Panzertier erzählt hatte. Auch wenn sie es nicht kannte, fand sie die Annahme sinnvoll, dass Boris so etwas wie einen übergroßen Eispickel schaffen konnte und damit mit seiner Kraft direkt durch den Panzer in das Fleisch des Tieres schlagen würde. Das ganze hatte sie, in ihrer üblichen Manier, ein wenig ausgeschmückt, also war es kein Wunder, dass die beiden so viel Vertrauen in den Hünen steckten... Zugegeben, sie vertraute ihm ja auch. Aber mit ihm zusammen kämpfen... Wenn sie so darüber nachdachte, hatten sie seit ihrem ersten Treffen auf ihrer Heimatinsel nicht mehr Seite an Seite gekämpft, und selbst da hatte sie nicht wirklich etwas beigetragen. Der Unterschied zwischen ihm und ihr als Kämpfer war einfach zu groß, sodass sie für ihn nicht mehr sein konnte als ein Ballast... Irgendwie entmutigend für eine Frau, die ihr Leben lang davon überzeugt gewesen war, zu den großartigsten Menschen der Welt zu gehören...

„... also, so sieht's aus. Wir werden also zusammen im Ring stehen“, erklärte die Hakai Boris recht niedergeschlagen, während sie auf dem Weg zur Arena waren. „Ich tu, was ich kann, aber... ich verlasse mich auf dich, okay, Kapitän? Pass ein bisschen auf mich auf... hm?“ Ganz knapp fiel ihr hinter dem breiten Trizeps von Boris ein Plakat auf, auf dem ein entfernt bekanntes Gesicht zu sehen war. Sie stockte kurz und lief dann hinüber zu der Höhlenwand, an der der Zettel von einem knapp darüber wachsenden Farn beleuchtet wurde. „Hey, ist das nicht... na, wie heißt sie noch gleich...“ Ihre Augen fielen etwas hinab, auf den Namen der Sängerin. „Lady Siren! Das ist Lady Siren!“ Aufgeregt legte die Ärztin die Hände vor ihrer Brust zusammen, während Sternchen in ihren Augen erschienen. Als tiefgreifende Romantikerin liebte sie alles von Rittern, die Jungfrauen aus Türmen retteten, über Prinzessinen, die hunderte Heiratskandidaten ablehnten, um den richtigen zu finden, bis hin zu den Stars der Welt, die auf großen Bühnen von allerlei Mann und Frau bewundert wurden! Wenn man so darüber nachdachte, klang das deutlich spannender als das anstrengende und gefährliche Leben als Pirat... eine unsterbliche Schönheit wie Kakuga hätte mit Sicherheit eine große Sensation werden können als die erste singende und tanzende Frau, die die Mysterien des Universums erforschte! Wissenschaftlerin bei Tag, Idol der Massen bei Nacht! Sie konnte die Zeitungsartikel schon vor sich sehen...
Mit dieser Begeisterung hatte sie auch die Artikel über andere Männer und Frauen gelesen, die bereits dabei waren, sich diese Träume zu erfüllen. Lady Siren hatte vor ein paar Jahren an Traktion gewonnen und inzwischen eine ziemlich eingeschweißte Fangemeinde, die stetig darauf hoffte, sie auf ihrer Heimatinsel zu sehen. Sie hatte an vielen Orten gesungen, und auch, wenn sie vielleicht noch keinen Weltruhm erreicht hatte, war sie doch ein aufgehender Stern, nein, eine aufgehende Sonne, deren Stimme Kakuga Hakai nur zu gerne einmal gehört hätte! Und jetzt, hier und heute, fand ein Konzert von ihr statt... direkt in dem Kolosseum, das die beiden Hamster ohnehin besuchen mussten!
„Oh, Boris, Boris, Boris!“, rief Kuga aufgeregt und deutete auf das Plakat. „Lady Siren hat hier einen Auftritt! Direkt vor dem Turnier! Können wir uns das anschauen? Ich will voll gerne! Bitte, bitte, bitte, bitte!“

Mit etwas Glück würde sich sogar eine Gelegenheit bieten, sich den tödlichen Kämpfen zu entziehen und stattdessen für ihre eigene Promikarriere entdeckt zu werden... Was für ein aufregender Gedanke!
 
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