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Tunnel für Nager

Kakuga

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Cf: Haltet die Hamster

Zähneknirschend stand Kakuga von ihrem schmerzenden Hintern auf und schüttelte den Kopf. Das war ein ganz schöner Sturz gewesen... Ihrem Rücken hatte das jedenfalls nicht gut getan. Außerdem war sie jetzt voller Sand, das gefiel ihr so gar nicht. Ein wenig fröstelte sie unter ihren weiten Klamotten und realisierte jetzt erst, dass sie die Hitze der Wüste wohl hinter sich gelassen hatte. Etwas erleichtert schnitt sie sich ein langes Stück Stoff aus der Extraplane, die sie von Blake erhalten hatte, und wickelte sie sich als Gürtel um die Hüfte, hübsch mit einer Schleife gebunden, sodass sie die zweite Schicht Kleidung abwerfen und wie einen Rock an sich herunterbaumeln lassen konnte, sodass ihr Oberkörper nur noch in ihren hübschen Poncho gewickelt war. Wenn sie den etwas enger zog... so, dann ging das hier unten schon etwas besser. Diese ganzen Luftpolster brauchte sie hier unten wirklich nicht...
Nach diesen kleineren Anpassungen blickte sich die Ärztin erst so richtig um. Ganz leicht war das nicht, düster wie es hier war, aber das in der Dunkelheit sanft fluoreszierende Moos, das an den steinernen Wänden wuchs, half dabei, dass Kuga sich nicht vollkommen verloren fühlte. Sie war wohl in einer Art Höhle gelandet... eine Meereshöhle. Die feuchte, modrige Erde auf dem Boden war ein klares Zeichen dafür, und wenn sie ihre Finger über die Höhlenwand strich, spürte sie auch das unebene, kratzige Gestein, das darauf hindeutete, dass es von Wasser geschliffen würde. Wenn das hier eine Höhle war, in der Ebbe und Flut herrschten, war es eine realistische Gefahr, dass sie hier drin ertrinken konnte. Nervös biss Kuga die Zähne zusammen und schaute, ob sie ein Zeichen ihrer Begleiter sah. Mit etwas Glück waren Blake, Heroe und Hikari alle in Sicherheit, aber Boris war auf jeden Fall heruntergefallen. Den sah sie allerdings noch nicht...

„Hey, Boris!“, rief sie laut und hörte ihr Echo widerhallen, gemischt mit dem sanften Klang von Wassertropfen, die von der Decke fielen. Die musste ja ziemlich löchrig sein, wenn sie einfach hindurch gerutscht war... Langsam und vorsichtig einen Schritt vor den anderen setzend begab Kakuga sich auf die Suche nach ihrem Kapitän, rief wieder seinen Namen aus. So weit weg konnte der doch nicht gefallen sein...
 
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Boris

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Teufelsfrucht
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Hm... feucht. Oben mag es so etwas wie eine Wüste sein, hier unten war es wohlig und salzig und all die guten Dinge. Sich an den Stein zu schmiegen fühlte sich gemütlich an, fast so wie im Mutterleib. Zumindest im Fall von Säugetiere, wobei in einem Ei zu sein auch warm und wohlig sein sollte. Nicht, dass sich diejenigen, die diese Erfahrung gemacht hatten sich daran erinnern... eigentlich erinnern sich auch Säugetiere nicht an den Mutterleib, weswegen diese gesamte Metapher schon von etwas ausgeht, wovon es keine zuverlässigen Zeugen gibt, ohne Messung oder gar mathematischen Beweis, also sollten wir an dieser Stelle mal von dieser Aussage Abstand nehmen und es neu formulieren wie: Es war echt nass, triefend und irgendwie warm und kalt, mit den Steinen zu kuscheln, aber auch ziemlich nett.
Der Tunnel war schwach mit Moos beleuchtet und kleinen fliegenden Insekten, die fast schon an der Decke klebten. Hier und da sah man einen Büschel, der genauso leuchtete wie das Moos, es war so, dass jedes Lebewesen hier leuchtete. Blumen mit murmelgroßen Blüten sahen aus wie Sterne am Nachthimmel, es war ein magischer Ort, ein Moment wie man ihn in einem Gemälde einfangen wollte.
Die Augen bewegten sich, versuchten alles einzufassen. Das linke ging etwas schwerfälliger, nicht in der Lage den schnellen Bewegungen des rechten Augapfels wirklich zu folgen. Die Haut war benetzt mit Tröpflein und Sandkörnern. Die Zunge war trocken und hing zwischen den Lippen heraus.
Es war Zeit sich aufzumachen. Es war an der Zeit einen anderen Ort aufzusuchen. Es war an der Zeit etwas zu tun. Zumindest nahm sich das die Schlange vor, kurz bevor sie von einem schweren Stiefel zertreten wurde. „Puc, BORIS ist in etwas getreten! Oho, eine leuchtende Liane! Das wird BORIS helfen.“ Manche Leute passen einfach nicht auf.


Mit der neuen Liane um den Arm geschlungen, suchte Boris die Höhle ab. Er hatte es stets gewusst, dass er fette Schläge hatte, aber in letzter Zeit wurde es schon abartig. Wer hätte gedacht, dass sein BORIS Krach!!! schon stark genug war, um ganze Höhlensysteme in Fels zu schlagen!? „BORIS muss lernen, mit dieser Verantwortung umzugehen...“
„Quiek?“, kam es aus dem neu gebundenen Turban hervor.
„Das hier hat BORIS getan... wenn BORIS nochmal zuschlägt, mag die ganze Insel auseinanderbrechen.“
„Quiek?“
„Na, die Höhle hier.“
„Quiek. Queeek, quiek, qu, qu, kwiekk.“
„...sicher?“
Puc konnte dazu nur nicken. „Quiek.“
„Wasser ist gefährlich. BORIS muss noch härter zuschlagen.“, murmelte der kahle Kapitän in Ermangelung eines Bartes in sein unbehaartes Kinn. „Nun ist die Frage, wo die Nakama von BORIS sind. Soll BORIS es so wie in Modaha machen?“
„Quiek?“
„Na, Löcher in die Wände schlagen für eine Abkürzung.“
„Quiek!“
„Puc, seit wann bist du so engstirnig? Früher hättest du gesagt, dass es cool sei.“
Fassungslos berührte der junge Krieger seine Backen, als ob er gerade realisierte, dass er unangenehm langweilig geworden ist. „Quiek?!“
„Ja.“
„Quk...“, antwortete der Nager, vollkommen kraftlos und unsicher, wie er mit dieser Einschätzung leben soll. „Quiek. Queick!“
„Wirklich?“
„Quiek.“, nickte Puc in Zustimmung.
„Hier kommt BORIS! BORIS Krach!!! Mit einem Schlag, zerschmetterte Boris die Wand vor sich und öffnete damit einen weiteren Gang. „Puc, du und BORIS sind hier bald raus. BUAHAHAHAHA!“
Jedoch hatten sie nicht damit gerechnet, dass der Lärm wie ein Magnet wirken würde...
 

Kakuga

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„Das Moos leuchtet also im Dunkeln... was da wohl für Inhaltstoffe drin sind...?“, murmelte Kakuga vor sich hin, ihr Interesse als Forscherin geweckt. Noch hatte sie ihre Kameraden nicht gefunden, aber auch nichts, was gefährlich wirkte. In vermeintlicher Sicherheit und vermutlich nicht weit von ihrem Kapitän ergab sie sich also ihrer neugierigen Natur und betrachtete ein Moosbüschel, das am Boden begann und sich Stück für Stück die steinerne Wand hochgearbeitet hatte. „Ich wünschte, es wäre ein wenig heller...“, fuhr sie fort und sah sich in der dunklen Höhle um, in der wenig mehr als die Silhouetten der Wände im schwachen Leuchten der indigenen Flora auszumachen waren. Eine Fackel wäre vermutlich nützlich, aber natürlich gab es in einem Feuchtgebiet wie hier nicht viele trockene Stoffe zum Anzünden. Mit einem selbstbewussten Grinsen zog die Hakai ein paar kleine Handbücher aus ihrer Arzttasche – „Infektionen für Dummies“, „Erste Hilfe für Dummies“, „Knochenbrüche für Dummies“ und Ähnliches – und klappte sie auf. Wie viele Leute hatten ihr schon gesagt, dass eine gute Ärztin so etwas nicht mit sich herumschleppen musste? Tja, jetzt würden sie ihre Worte sicher zurücknehmen! Das Moos von der Wand ziehend, legte sie Stücke davon in die Büchlein und drückte sie fest zu, presste die feuchte Pflanze zwischen den Seiten zusammen, sodass sie in nicht allzu langer Zeit getrocknet sein würde. Dann brauchte sie nur so etwas wie einen Stock und musste es irgendwie anzünden, und schon hatte sie eine funktionstüchtige Fackel! Brillant! Ein bisschen Moos füllte sie auch unbeschädigt in ein kleines Fläschchen, um im Nachgang alle Inhaltsstoffe untersuchen zu können, und packte dann all ihre Funde zusammen in ihre Tasche. So, jetzt konnte sie sich wieder darauf konzentrieren, ihre Crew zu finden...

Ein lautes Krachen brachte Kuga dazu, zusammen zu zucken, und sie überlegte. Boris war hier unten. Laute Geräusche waren oft ein Zeichen von Boris. Andererseits waren laute Geräusche auch oft ein Zeichen von Gefahr. Gleichzeitig lag das Geräusch aber auch in der Richtung, in die Kakuga ohnehin hatte gehen wollen. Eine sanfte Bewegung der Luft war in der Höhle zu spüren, ein schwacher Wind, der auf einen Ausgang hindeuten konnte. Es gab verschiedene Erklärungen für Bewetterung in Höhlen, aber wenn sie eine Chance dazu hatte, den Ausweg zu finden, dann wollte sie diese auch ergreifen. Gekoppelt mit der Möglichkeit, auf Boris zu treffen, war das der einzige Weg, den sie wirklich einschlagen konnte. Dem Krachen folgend legte sie also ihre rechte Hand an die Wand neben sich, bewegte sich leise durch die Gänge hindurch. Etwas nervös war sie ja schon... Wer wusste, was da alles auf sie warten konnte? Vor Allem hielt sie sich ja eigentlich sehr genau an die Wand und griff trotzdem plötzlich ins Leere! Anstatt sich hier normal zu biegen, wirkte es fast, als wäre die Wand einfach eingebrochen... Unten an ihren Füßen zuckte ein kurzes Blitzen auf und sie blickte hinab, sah das Geröll, das sich dort gesammelt hatte. Tatsache, diese Wand hatte jemand mit Gewalt zerstört.
Das Licht selbst, das hier und da aufblitzte, war eine kleine Echse, die zwischen den Steinen hin und her huschte. Obwohl, vielleicht war es keine Echse, eine Art Lurch würde als Amphibie besser an diesen feuchten Ort passen... So oder so stieß es das gleiche, sanfte Licht aus wie das Moos, das sie bereits gesammelt hatte. Was für einen Zusammenhang es da wohl gab? Ob die Tiere die Pflanzen färbten? Die Pflanzen die Tiere? Oder waren es irgendwelche Stoffe, die hier im Sediment steckten und die Fauna und Flora über längere Zeit verändert hatten...?
Ohne viel Zeit zu überlegen schnappte sich Kakuga eine Pinzette und ergriff damit den schleimigen Schwanz des Tieres, sodass sie es vor sich heben konnte. Gerne hätte sie es genauer begutachtet, aber wenn hier etwas oder jemand war, der Wände zerstörte, dann musste sie aufmerksam bleiben. Nur für den Fall, dass dieses Etwas nicht die Person war, die sie vermutete. Das arme Wesen baumelte wie eine Laterne vor dem ausgestreckten Arm der Ärztin, während diese durch den von Menschenhand geschaffenen Weg durch die Wand trat. „Boris, bist du da?“, rief sie noch einmal, folgte den Spuren der Zerstörung. Wäre doch gelacht, wenn sie ihren Kapitän nicht fand...
 
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