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Hangover in Water 7

Momo

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Wasser ist ein mächtiges Element, neben Feuer, Erde und Luft. Es kann ein plätscherndes Rinnsal sein, dass sich seinen Weg sanft und gutmütig durch Grashalme und Gestein sucht. Doch wie alles hat dieses Element zwei Seiten. Das Plätschern dieses Rinnsals kann zu einem Rauschen werden und sich zu einer geballten Kraft aus Druck und Wellen heranwachsen. Es frisst sich durch härtestes Gestein, kann eine ganze Stadt durchfluten und auch wenn es durch viele Dämme aufgehalten wird - gib dem Wasser Zeit und es wird auch dieses Hindernis durchbrechen. Wasser ist Leben und kann es ebenso schnell nehmen, wie es gegeben hat. Ohne Wasser würden wir sterben, denn es ist unser höchstes Gut auf unserer Erde.
Menschen haben es geschafft, einen großesn Nutzen aus Wasser zu ziehen. Sie trinken es, benutzen es um sich zu waschen, um darauf mit Schiffen herumzufahren und seine Kraft zu nutzen, um Elektrizität herzustellen. Doch wessen Idee war es, eine Stadt im Wasser zu bauen?

Es fühlte sich an als würde eine zähe, klebrige Masse sich von dem Körper der jungen Frau lösen. Langsam bekam sie wieder Gefühl in ihre Beine und auch in ihre anderen Gliedmaßen. Doch kaum hatte sich die Glatzköpfige aus der Ohmacht, in die sie vor Stunden gefallen war, herausgequält, begannen heiße Nadeln ihren Schädel zu malträtieren. Es fühlte sich an, als würde eine ganze Kompanie von Soldaten in ihrem Kopf gegen ihre Schläfen anrennen und dabei "Links, zwo, drei, vier" in einer Lautstärke brüllen, die sogar ihren Vater Veljard beeindruckt hätte. Momo stöhnte und hielt sich den Kopf, als würde sie befürchten, er würde gleich in tausend Teile zerspringen. Das wäre vielleicht eine Sauerei... Ein Stich in ihre Schläfen bestrafte sie dafür, dass sie ihr Gehirn anstrengte, um diesen Satz gedanklich loszuwerden. Die junge Frau versuchte nicht einmal ihre Augen zu öffnen, denn sie konnte durch ihre Augenlider erkennen, dass eine helle Lampe einen Raum bestrahlte. Und wenn sie ihre empfindlichen Augen nun öffnete, würde sie das bitter bereuen. Momo versuchte nicht nachzudenken, obwohl sie das gerne getan hätte, denn sie hatte keinen Schimmer, wieso ihr der ganze Körper wehtat. Langsam konnte sie erahnen, dass sie sich in einer horizontalen Lage befand. Kurz gesagt: Sie lag auf einem harten Brett, mit einem Kissen unter ihrem hämmernden Kopf. Einige Geräusche drangen nun an ihr Ohr. Es hörte sich nach Eisen an, dass gegen anderes Eisen schepperte. Stimmen, Schritte, klingelnde Schlüssel. Die Luft wurde tief eingesogen und wieder ausgeatmet und ein weiteres Defitzit wurde festgestellt: Ihre Brust schmerzte beim Atmen. Verdammte scheiße, was zum...? Nun wurde es der jungen Frau zu bunt. Mit Schwung setzte sie sich auf und ließ ein weiteres Stöhnen los. Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand massierten die Schläfen im Uhrzeigersinn und die andere suchte nach dem Tabakbeutel. Noch immer hatte Momo ihre Augen geschlossen.
Zu ihrem Grauen stellte sie fest, dass ihr Beutel mit dem Tabak drin nicht mehr in ihrer Hosentasche steckte.
"Scheiße...", fluchte sie laut und öffnete die Augen einen Spalt. Ein verschwommenes Blickfeld, das von schwarzen Wimpern durchzogen war, wurde an ihr Gehirn geschickt und schon damit war es überfordert. Momo brummte nur und öffnete ihr Blickfeld ein weiteres Stück. Ein weißer Boden. Weiße Wände. "Wo bin ich?", krächzte sie und massierte weiter ihre Schläfen. Der Schmerz wurde langsam besser, doch nun verlagerte es sich in ihre Magengegend und ihr wurde schlecht. Sie rülpste laut und konnte riechen, das ihr Atem nach einer ganzen Schnapsbrennerei stank.
Hab ich getrunken und bin woanders wieder aufgewacht? Momo versuchte sich nun angestrengt an den gestrigen Tag zu erinnern. Sie war frustriert gewesen, weshalb auch immer und in die nächste Bar gestapft. Nur wo genau diese sich befand, war ihr schleierhaft. Die junge Frau schnappte sich einen Barhocker, platzierte TickTack vor sich auf dem Thresen und bestellte Unmengen an Alkohol. Danach... danach... Ja, was war danach? "Oh verdammter Mist. Ich hab einen Filmriss..." Langsam stand die Glatzköpfige auf und ging ein paar Schritte. Zwar war sie etwas wacklig auf den Beinen, doch das würde sich nach einigen Minuten geben. Momo schloss wieder ihre brennenden Augen und ließ ihre Nackenknochen knacken. Ich werd mir jetzt einen Kaffee machen und dann in Ruhe nachdenken...
Schon fast gewaltsam öffnete sie ihre Augen, um sich endlich ein ganzes Bild zu machen. Ihr Kopf hatte sich schon so weit beruhigt, dass er diesen Gewaltakt zuließ und Momo eröffnete sich ein ganz neues Bild.
Der Boden war immer noch weiß. Die Wände hatten dieselbe Farbe. Doch vor ihr wurde der Raum durch Gitterstäbe abgegrenzt. Dahinter war ein Flur. Und nochmal dahinter waren weitere Gitterstäbe. Eine etwas untersetzter Mann hatte seine Wurstfinger um die Gitterstäbe gelegt und grinste Momo mit seinen gelben Zähnen entgegen. "Na, Schöne? Dein erstes Mal im Gefängnis?"
Oh shit...
 

Mika Ruko

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OOOOooohh, maaan... Mika wurde mit dröhnendem Schädel wach und drehte sich auf dem weißen Boden herum. Von der linken Seite auf die rechte und dann wieder zurück. Doch keine der Positionen war auch nur annäherungsweise angenehm. Sämtliche Knochen in seinem Körper schienen zu schmerzen und die ganze Schulterpartie war so verspannt, dass der Zimmermann glaubte, er könne sie keinen Millimeter bewegen. Ächzend und stöhnend rappelte sich der Afro-Träger wieder so langsam auf die Knie, was sich schon recht schwierig gestaltete, dann die Kontrolle über seine Arme war in gewissem Maße eingeschränkt. Genauer gesagt waren sie hinter seinem Rücken zusammen gebunden. Er konnte sie kaum rühren. Auch du heiliger Holzwurm, was is denn hier nur los? Mika blickte an die ebenso weißen Wände und schon der Anblick der stählernen Gitter, die sich praktisch direkt vor seiner Nase befanden, ließen in ihm das Gefühl aufkommen, dass er sich mal wieder tierisch in die Scheiße geritten hatte. Fast schon resignierend hieb der Gefangene seinen Kopf gegen die Gitterstäbe, die daraufhin einen dumpfen Laut von sich gaben. Schmerzen allen Gliedern, eingesperrt höchstwahrscheinlich von der Marine, wie könnte der Tag schöner beginnen? Der Pirat rüttelte an seinen Handgelenken, doch die Fesseln gaben kein bisschen nach. Na supi... Seestein... Seufzend bewegte sich der Dunkelhäutige zurück und setzte sich, die Beine nach vorn von sich gestreckt, mit dem Rücken an die weiße Wand, die allein schon erfahrungsgemäß sicherlich einen Meter, wenn nicht mehr, dick war. Und aus knusprigen Keksen bestanden diese Wände sicher auch nicht. Grummelnd schloss der Tagträumer die Augen und versuchte verzweifelt, sich daran zu erinnern, was zum Teufel denn am vorigen Abend geschehen war, dass er so abgestürzt war, dass er sich einfach so hatte einsperren lassen. Doch es wollte ihm einfach kein klarer Gedanke in den Kopf kommen.
Hm... wie hat es angefangen? grübelte der Afro-Träger und begab sich ein weiteres Mal auf eine Reise in die Abgründe seiner Erinnerungen. Da lief er in den Straßen von Water 7 herum, beobachtete die Yagara Bulls auf den Wasserwegen und überlegte, ob er sich nicht auch so ein Tierchen leihen sollte. Es war spät und irgendwie hatte er einfach Lust darauf in eine Bar zu gehen. Es würde sicher nicht mehr lange dauern, bis die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwunden war, deswegen machte sich der Zimmermann auf in die nächste Bar, um sich den ein oder anderen Schluck zu genehmigen. Angefangen hatte es mit einem Maß Starkbier, das nicht lange gehalten hatte, so viel wusste er noch. Aber viel weiter konnte er sich gerade nicht erinnern. Hatte ihm jemand was in den Drink gemixt? Nein, da war noch mehr Alkohol im Spiel gewesen, da war sich der Baumakrobat sicher. Doch allein würde er doch niemals so viel trinken, allein machte das doch keinen Spaß.. eine schemenhafte Gestalt zeichnete sich in seiner Erinnerung ab, doch Farbe bekam der Schatten dieser Gestalt nicht mehr. Das nächste, an das sich der Braunäugige erinnern konnte, war das Aufwachen in dieser Zelle, gefesselt mit Seesteinhandschellen. Wahrscheinlich mitten im tiefsten Kerker der Marinebasis von Water 7. Das drittmieseste Aufwacherlebnis seines Lebens.
Schritte waren zu hören und nur wenige Momente später, nachdem die Schritte stetig näher gekommen waren, stand ein Mann in einer blütenweißen Marineuniform vor der Zelle. Ein älterer Mann, vielleicht so in etwa um die Fünfzig rum, mit Vollbart und einer Augenklappe über dem linken Auge. Der berühmte Mika Ruko, sagte er leise, herzlich willkommen in unserer kleinen Pension. Zur Sicherheit der anderen Gäste mussten wir ihre Bewegungsfreiheit leider in geringfügigem Maße einschränken, doch ich bin mir sicher, dass sie dafür Verständnis haben. Ich wünsche ihnen im Namen der Marine noch einen wunderbaren Aufenthalt, bis sie morgen verlegt werden. War mir eine Ehre, ihre Bekanntschaft zu machen. Nach diesen Worten drehte sich der Mann, der der Höflichkeit einen hohen Stellenwert zu geben schien, um und marschierte von der Zelle, in der sich Mika befand, davon. Wenn der Afro-Träger nicht so einen Mordsschädel gehabt hätte, hätte er sicher protestiert und wahrscheinlich behauptet, er wäre jemand anderes, doch unter diesen Umständen war ihm danach einfach nicht zumute. Eigentlich war ihm nach überhaupt nichts zumute, außer vielleicht einer weiteren herzhaften Runde Schlaf. Zumindest einen Teil seiner Schmerzen konnte er damit erklären, dass er zu seiner rechten sein Bett sah, aus dem er sich wahrscheinlich in seinem Koma rausgerollt hatte. Die Frage war nun nur noch, wie er hier denn nur wieder heraus kommen sollte, denn allein wäre das kaum möglich und er hatte auch keine Möglichkeit, irgendwie Hilfe zu holen. Was sollte er nur tun? So blieb Mika also zunächst einmal sitzen und versuchte aus Ermangelung anderer Tätigkeiten einfach weiter, sich an den vorigen Abend zu erinnern. Und vor allem, wer diese Schattengestalt war und was sie mit seinem Aufwachen hier zu tun hatte...
 

Momo

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Während die Kopfschmerzen langsam nachließen, versuchte sich Momo ihrer Situation bewusst zu werden und sich zu sammeln. In Gedanken fasste sie alles zusammen. Ich bin in eine Kneipe gegangen und einen Cocktail nach dem anderen getrunken. Anscheinend hab ich ein wenig über den Durst getrunken und einen Blackout erlitten... Sie klopfte gerade gegen die Wände und bemerkte, dass diese mindestens 20 cm dick waren. Und jetzt bin ich in einer Zelle der Marine... "Das hast du wirklich toll gemacht, Momolein! Gratulation!" Doch was habe ich angestellt? Es war nichts Neues, dass Momo in Rage geriet und Blödsinn anstellte, wenn sie betrunken war. Unnötige Schlägerein, kaputte Fenster, ein paar Beulen... oder Knochenbrüche... Aber eigentlich würde die junge Frau interessieren, was denn genau vorgefallen war. Eine Person war ihr auch in Erinnerung geblieben, doch... Sie zermarterte sich weiter ihr Gehirn und versuchte in den Flur zu linsen. An jedem Ende des Flurs war etwas wie ein "Wachposten". Ein Schreibtisch und ein paar Marinesoldaten, die sich mit Karten spielen die Zeit vertrieben, standen dort jeweils. Also war es zu gefährlich, diesen Ausgang zu benutzen. Momo legte den Kopf in den Nacken und starrte zu der ebenfalls weißen Decke, die über zwei Meter hoch war. Da auch nicht... Sie lehnte sich gegen eine Wand und wollte sich aus Gewohnheit wieder eine Zigarette drehen, doch mit einem Knurren bemerkte sie schon das vierte Mal, dass ihr Tabakbeutel weg war. "Wieso bleibst du nicht einfach hier drin und sitzt deine Strafe ab?" Momo grunzte nur belustigt.
Als sie einen weiteren Plan aushecken wollte, merkte sie, dass ihr Haustier fehlte. Sie sah unter dem Bett nach, doch auch dort war ihr weißer Hermelin nicht zu finden. Sie hatten doch nicht... "Hey, ihr Schweine!", schrie sie und kickte mehrmals gegen die Gitterstäbe. Ein Soldat wurde aufmerksam und marschierte zu der Zelle herüber. "Was soll denn der Krach? Kannst du dich nicht benehmen?" Momo leckte sich kampfeslustig über die Lippen. "Wo ist mein Hermelin...?" Erst sah sie der Soldat mittleren Alters fragend an, doch dann hob er beide Augenbrauen. "Ach, du meinst die übergroße Ratte, die du bei der Festnehmung dabei hattest? Das Ding wurde zum Koch verfachtet und..." Etwas in Momos Kopf setzte aus und wie wild fing sie an zu kreischen. "WAAS? WAS HABT IHR?" Ihre Hand schoss zwischen den Gitterstäben hervor und packte den Soldaten am Jackett. Sie zog den Mann heran und knurrte: "Wenn du mir nicht sofort sagst, dass das ein schlechter Scherz war, dann lass ich deine Kronjuwelen vielleicht noch da wo sie hingehören!" Zwei andere Soldaten wurden von dem Krawall alarmiert und lösten den eisernen Griff Momos von der Jacke des Soldaten. "Seien Sie froh, dass sie nur in den schwächer bewachten Zellen gelandet sind, Frau Ettrikskör. Aber das kann sich schnell ändern!" "Nenn mich nicht so!"
Ohne weitere Worte zogen die Soldaten ab und die junge Frau konnte noch ein entferntes Lachen der Männer hören.
"Scheiße...", flüsterte Momo und griff sich an den Kopf. TickTack... Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Wenn sich die junge Frau jetzt nicht beeilte, würde ihr geliebtes Haustier im Kochtopf landen und das will verhindert werden.
Ohne weitere Verzögerung schlug die Teufelsfrau ihre Zähne in den Boden und biss zu. Ihre spitzen Zähne gruben sich in das Mauerwerk und rissen ein großes Stück heraus. Langsam spuckte sie das Teil aus Beton und Stahlstreben aus und legte es unter ihr Bett. Langsam grub sie sich nach unten. Wenn ein Soldat vorbeikam, hockte sie sich über das Loch und stierte wütend geradeaus. Wenn die Streife vorüber war, machte sie weiter und bald war das Loch groß genug, um hindurchschlüpfen zu können. Hoffentlich ist wenigstens da ein Ausgang... Sie ging mit den Füßen voran, zwängte sich durch das Loch und landete... in einer weiteren Zelle.
 

Mika Ruko

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So langsam dämmerte es dem ansonsten doch recht trinkfesten Zimmermann aus Tuck, dass er am vorigen Abend doch mehr als nur ein Maß Starkbier und ein wenig Schnaps getrunken hatte. Langsam baute sich in seinem Kopf auch ein Bild von einem Fass voller Bier auf, wobei er diesem allerdings noch keinen festen Bezug zuordnen konnte. Ein eher krächzendes Husten entrann den Lungen des Afro-Trägers durch die inzwischen staubtrockene Kehle. Diese Mundwüste am Morgen danach war manches Mal einfach furchtbar und besonders, wenn man nicht mal eben einfach was trinken gehen konnte. Blöder Knast.. dachte sich Mika und war wenigstens dankbar, dass seine Kopfschmerzen langsam nachließen, denn das dauernde Pochen in seinem Schädel war mit der Zeit einfach nur unerträglich. Trotz alledem nervte ihn der Einfall des Lichts in seine Augen. Hätten diese verdammten Marinetypen ihn nicht wenigstens in ein schön dunkles Kellerverließ mit kalten, grauen Steinwänden schmeißen können? Nein, sie mussten ihn in einen hell erleuchteten Raum mit weißen Wänden schmeißen, diese Mistkerle. Ein komisches Kratzen oder so war von der Decke über ihm aus zu hören. Wurde da über den Boden gekratzt? Jemand verrücktes oder verzeifeltes? Keine Ahnung, aber das würde ihn nicht weiter kümmern. Als der Afro-Träger seinen Kopf zur Decke drehte, war ihm schon wieder das Licht der Lampe böse in die Augen gefallen. Wo war nur seine Sonnenbrille, wenn er sie mal brauchte. Moment mal... wo war seine Sonnenbrille überhaupt? Die hatte er einem Vizeadmiral geklaut! Dieses schöne Erinnerungsstück.. futsch! Wann und wo mochte er sie verloren haben? Vielleicht war es in der Bar, vielleicht hatten die Marinesoldaten sie ihm abgenommen.
Mika seufzte und schob sich mit der Kraft seiner Beine an der Wand nach oben, bis er wieder vollständig gerade stand. Langsam, aber sicher gewöhnten sich auch seine Augen wieder an das grelle Licht. Der Dunkelhäutige trottete mit kurzen Schritten leicht taumelnd vor zu den Gitterstäben und lehnte sich schließlich nach vorne, sodass sein gesamter Oberkörper sein Gewicht mittels der Metallstangen stützte, seine Füße allerdings noch gute 30 Zentimeter von diesen entfernt stand. Und so versuchte der Gefangene, seinen Kopf leicht durch die Gitterstäbe zu schieben, was ihm jedoch nicht gelang. Allerdings war es möglich, leicht schräg durch die Stäbe zu schauen und einen längeren Gang zu sehen, an dessen Ende sich jeweils eine Treppe nach oben befand. Er war scheinbar im untersten Stockwerk gefangen, wobei der Pirat keinen Schimmer hatte, wieviele Meter unter der Erde er sich befand. Sich vom schimmerden Eisen mit dem Burstkorb wegstoßend trat Mika wieder ein paar Schritte zurück und fing an, kleine Kreise in der vielleicht 9 m² großen Zelle zu laufen. Was sollte er tun? Wie sollte er rauskommen? Was war mit seiner Brille?
Plötzlich krachte es über ihm und bei genauerem Hinschauen war ein kleiner Riss in der sonst so makellos weißen Decke zu sehen. War es möglich? War jemand so blöd, von oben in eine Zelle einzubrechen? Wenn ja, wer?! Der Riss wurde größer und breitete sich weiter aus. Und dann, mit einem lauten Krach brachen einige kleine Splitter aus der Decke heraus und unter geringer Staubentwicklung landete etwas in der Zelle. Ungläubig schob sich der eingesperrte Pirat zurück zur Wand, abwartend, wer oder was das nun war, was in seiner kleinen Zelle erschienen war. Es war ein Mädchen, eine junge Frau. Sie allerdings hatte kein Top an, sondern lediglich einen BH. Ähm... hey, Sis, wer bist du und was willst du hier? Doch Mika konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Mädchen doch recht ansehnlich war. Doch ihr komisch stoppelig rasierter Kopf gab ihr ein wenig etwas psychopatisches, etwas gefährliches. Bei genauerem Hinsehen hatte sie sogar spitze Zähne... Ein Biest? Wäre der Afro-Träger nicht schon eine geraume Zeit Pirat auf der Grand Line, hätte ihn das sicherlich um ein Vielfaches mehr überrascht, als sie es so schon tat. Wenigstens augenblicklich konnte er die Fassung sehr schnell wiedergewinnen und war gespannt, was für eine Person er nun vor sich hatte. Aber irgendwoher kam ihm die Dame vertraut vor...
 

Momo

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Momo hustete kräftig, da ihr einiges an Staub in die Lunge geraten war und klopfte sich das Zeug von den Klamo... "Scheiße...Was zum...? Wieso hab ich kein...Ach egal." Die Schamgrenze der jungen Frau war schon lange nicht mehr vorhanden und sie zupfte die Träger des BHs zurecht. "Du machst wohl gar nichts richtig, oder?" Anscheinend nicht, denn die Teufelsfrau war schon wieder in einer Zelle gelandet. Eigentlich war es ziemlich logisch, doch das wollte die Frau nicht zugeben. Die einzige Möglichkeit war durch den Boden und die hatte sie auch genutzt... vergebens.
"Ähm... hey, Sis, wer bist du und was willst du hier?" Momo drehte sich um und schob eine Augenbraue nach oben, als vor ihr ein ziemlich langer Lulatsch stand. Doch das meiste seiner Größe machte der überdimensionale schwarze Afro aus, der sein kantiges Gesicht umrahmte. Die junge Frau hasste es, zu jemanden aufschauen zu müssen. Seine Haut hatte den Farbton einer Kakaomilch und ein starker Kontrast zu Momos heller Hautfarbe. Ihr Blick klebte an dem riesigen Afro, der sie an jemanden erinnerte, doch sie kam nicht drauf. Sie leckte sich kokett über die Lippen und stemmte die Hände in die Hüften. "Sieht man das nicht? Ich will hier raus. Und wenn dir was daran liegt und du mir dabei hilfst dann...Achso." Das Grinsen der Teufelsfrau wurde breiter und sie umrundete den Afromann einmal. Dabei fiel ihr Blick auf die Seesteinhandschellen, die fest seine Handgelenke umklammerten. "Hilflos, was?" Frech stellte sich die junge Frau vor den Gefangenen und legte den Kopf schief. Wieder leckte sich Momo über ihre Lippen und einige Bilder schossen ihr durch den Kopf. Doch ihre Fantasien zu verwirklichen, dafür war jetzt keine Zeit. TickTack... "Gut, du Spargeltarzan. Ich will hier schleunigst raus und wenn du auch hier raus willst, dann halt die Klappe und steh mir nicht im Weg." Damit drehte sich die Glatzköpfige um und begutachtete die Zellentür. Diese hier war anders als ein Stockwerk weiter oben, doch auch das sollte kein Problem sein. Dort wo die Schaniere waren, biss sie zwei große Stücke der Wand heraus und mit ihnen die Schaniere. Zweimal musste sie sich gegen die Gitter werfen, und mit einem Knall war der Weg frei. Das war zwar nicht die beste Art zu entkommen, doch nun hatte Momo mehr Handlungsfreiraum. "Yiiiiehaa! Auf geht´s, ab geht´s....!" Rechts war eine Treppe, doch als die junge Frau auf diese zulaufen wollte, hörte sie das Geschrei von oben. "Habt ihr das gehört? Da macht jemand Radau!" Die Teufelfrau brummte schlechtgelaunt und bemerkte, dass einige Marineheinis schon auf den Weg nach unten waren. "Das hab ich nun davon...", grummelte Momo und wartete bis einige Soldaten nach unten gestürmt kamen. Insgesamt waren es fünf Stück, die nun den Weg in die Freiheit versperrten. "Ihr steht im Weg!", schrie die Glatzköpfige und begann von rechts nach links einen nach dem anderen auszuschalten. Zwei bekamen eine gehörige Kopfnuss, einer einen Tritt in die Weichteile und die übrigen musste sich mit den High Heels begnügen, die abwechselnd in der Magengegend oder im Gesicht landeten. Zischend entweichte die Luft aus Momos Lungen, als der letzte am Boden landete und sich krümmte. "Scheiß Marine... Die können auch wirklich gar nichts." Langsam stieg sie die Treppe nach oben und lugte über den Rand hinaus. Es war keiner zu sehen. Anscheinend hatte Momo alle Marineheinis unten erledigt und die Teufelsfrau sah sich weiter um. Einige Zellen waren in diesem eher kleinen Raum, doch diese standen leer. Eigentlich schien es so, dass dieser Raum als Büro angelegt war, da viele Schreibtische, Fahndungszettel und viel Papierkram den Raum ausfüllten. Ein Schlüsselbund fiel Momo an der Wand hinter einem Schreibtisch auf und sie griff sich den Bund, um ihn zu inspizieren. Ein ziemlich auffälliger Schlüssel fiel ihr ins Auge und sie drehte sich um. Tatsächlich war ihr der Lulatsch gefolgt und sich geradezu hinter ihrem Rücken versteckt. Irgendetwas rühte sich in Momos Gedankengängen und sie wollte diesen jungen Mann zu jemanden zuordnen, den sie kannte, doch etwas schob den Riegel vor. "Es fällt dir zur gegebener Zeit wieder ein, Liebes." Momo brummte nur und meinte dann zu dem jungen Mann: "Ich sag dir eins, Kleiner. Wenn ich dich von den Fesseln losmache, dann musst du mir helfen, denn zu zweit ist es besser als allein durch dieses Gefängnis zu latschen." Wieder einmal umrundete sie den Unbekannten und steckte den Schlüssel in das Schloss, der sofort einklinkte. Es war der richtige. "Und wenn ich nur merke, dass du mich umbringen oder abhauen willst, dann werd ich dich finden... und dich zu einer Frau machen." Mit diesem Satz drehte die Teufelsfrau den Schlüssel und die Handschellen fielen nutzlos auf den Boden.
 

Mika Ruko

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Meine Fresse, hat diese Mädel eine Riesenfresse! Mika staunte nicht schlecht, als dieses unscheinbare, halbnackte Mädchen, dass eben frisch in seiner Zelle gelandet war und ihr neugierig umkreist hatte, auf einmal mit gewaltigen Bissen Teile der dicken Wand und sogar die Schaniere der Zelltür verschlang als wären es Butterkekse. Verfügte dieses junge Ding etwa auch über die Fähigkeiten einer Teufelskraft? Sicherlich hatte der Pirat in seinem Leben schon einige wilde Biester gesehen, die sich durch diese Materialien hätten durchbeißen können, aber einen Menschen, der dazu in der Lage gewesen wäre, war ihm noch niemals untergekommen. Auch so war sie merkwürdig. Erst schien sie sich an seiner recht misslichen Lage zu erfreuen, aber dennoch schien sie ihm helfen zu wollen. Wieso auch immer. Vielleicht hatte sie einfach einen guten Kern. Und wer wäre er, dass er diese einmalige Gelegenheit des Schicksals ausschlagen würde? Natürlich nutze Mika es und folgte der Frau aus seiner Zelle. Wer hätte schon Lust, nach Impel Down verlegt zu werden? Keiner, genau. Und raus aus seinem Gefängnis konnte er noch gerade mit ansehen, wie dieses kleine Mädchen 5 ausgewachsene Marinesoldaten mit doch recht offensiven und auch leicht rücksichtslosen Attacken zu Boden schickte. Scheinbar praktizierte sie einen doch recht aggressiven Kampfstil. Ein interessantes Geschöpf, dachte sich Mika und betrachtete sich vor allem das doch sehr sportlich anmutende Hinterteil der Teufelsfrau, während diese die Treppe hochlief. Nice, nice, nice, dachte sich der geheime Lustmolch und grinste sich eins in seinen Bart. Bald waren sie oben und jaaaa, da war ein Schlüsselbund. Freiheit, die herrliche Freiheit war wieder in Sicht. "Ich sag dir eins, Kleiner. Wenn ich dich von den Fesseln losmache, dann musst du mir helfen, denn zu zweit ist es besser als allein durch dieses Gefängnis zu latschen." Sie lief um ihn herum und steckte den Schlüssel ins Schluss der Handfesseln. "Und wenn ich nur merke, dass du mich umbringen oder abhauen willst, dann werd ich dich finden... und dich zu einer Frau machen." Kaum war der schwere Seestein von seiner Hand gelöst und seine Arme nicht länger mehr oder weniger bewegungsunfähig, schüttelte der Befreite seine Arme einmal gut durch und massierte kurz seine Handgelenke, die wohl keine Schäden davon getragen hatten. Keine Angst, Sis, du wirst es nicht bereuen, mir geholfen zu haben. Ein Afro-Träger begleicht seine Schulden immer. Schließlich ließ der Pirat die Fingerknöchel knacken und trat auf den Gang hinaus. Unsicher schaute der Dunkelhäutige sich um, nicht sicher, in welche Richtung er sich bewegen sollte. Schließlich entschied sich Mika, nach links zu laufen, weil er von da das Getrappel von Marinestiefeln hörte. Und die würden ja wahrscheinlich von oben kommen, wuchsen sie doch nicht aus der Erde. Und schon nach dem Biegen um die nächste Ecke sah er hinter einem 10er-Trupp Soldaten das Ende einer Treppe, die nach oben und damit zur Freiheit führte, die er bereits nach so kurzer Gefangenschaft vermisst hatte. Und nun, wo er endlich seine Stärke wiedergefunden hatte, waren diese mikrigen Soldaten nun wahrlich kein Problem mehr und er musste das nicht die Frau machen lassen. Afro-Rush! brüllte Mika, trat einmal so extrem stark auf, dass sogar der Boden an dieser Stelle splitterte, und schoss wie eine Rakete mitten durch den kleinen Trupp hindurch, wobei er mit den seitlich ausgestreckten Armen und dem Kopf seine Feine niedermähte. Dann fing er sich mit den Händen an der Wand der Treppe ab, um sein starkes Vorwärtspreschen zu bremsen, wäre er doch sonst gegen die Stufen geknallt. Langsam ließ er sich wieder auf den Boden und schaute zurück auf die stoppelköpfige Dame, die ihm nun folgte, und die umgehauenen Soldaten, die sich krümmend den Boden nun pflasterten. Zufrieden blickte er wieder nach vorn und lief weiter.
Während die beiden nun die Treppe ins nächste Geschoss erklommen, fragte Mika die junge Dame erst mal aus. Sag mal, Sis, wer bist du eigentlich und was hattest du in dem Gefängnis zu suchen? Kommen deine Fähigkeiten eigentlich von einer Teufelsfrucht und mal unter uns, du bist ziemlich gut, wo hast du das gelernt? By the way, läufst du eigentlich immer so rum? fragte er zu guter Letzt, wobei er sich einen Blick auf die beiden Argumente der jungen Frau nicht verkneifen konnte. Dabei stolperte der Zimmermann fast, konnte sich aber wieder fangen und weiter laufen.
 

Momo

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Afro-Rush? Wie passend..., schoss es der Glatzköpfigen durch den Kopf, als sie dem Kerl dabei zusah, wie er mit Leichtigkeit einen ganzen Trupp Soldaten niedermachte. Sie verschränkte kurz die Arme und grübelte, wie man sich in diesem Labyrinth am besten zurecht fand. "Frag doch jemanden..." Momo stutzte, als Goody ihr diesen Tipp einflüsterte und eigentlich war das keine schlechte Idee. Sie nahm sich einen Soldaten vor, der noch nicht ganz weggetreten war und packte ihn am Kragen. "Hey! Kannst du mir mal sagen wo ich die Küche finde?" Die junge Frau bekam ein Gurgeln zu hören und als sie den armen Kerl kurz schüttelte, erbrach er sich vor ihren Füßen. "Na ganz klasse... Sag mir jetzt gefälligst wo die Küche ist!" Erst kam nur ein Krächzen aus dem Soldaten heraus, dabei ergoss sich ein kleines Rinnsal aus Blut auf Momos Hände. "Hoch...und d-d-ann l-links...." Herzlos ließ die junge Frau den Kerl wieder zurück auf den Boden fallen. "Hast du fein gemacht..." Wieder schrie ihr Körper nach Nikotin und wenn sie nur einen Marinesoldaten mit einer Zigarette im Maul sah, würde sie sich diesen schnappen.
Während die Glatzköpfige eine weitere Treppe emporstieg, bombardierte sie der Afrokerl mit einigen Fragen. Erst wollte sie sich gar nicht mit ihm unterhalten, doch seine Attacke vor wenigen Sekunde hatte sogar Momo beeindruckt. "Nenn mich nicht, Sis...", brummte sie und steckte die Hände in die Hosentaschen. "Ich bin Momo und hab keinen Schimmer wieso mich diese Volldeppen hier reingesteckt haben. War ziemlich besoffen... Und was ist dein Delikt?" Die junge Frau überlegte kurz ob sie dem Kerl von ihren Teufelskräften und ihrer Kampfkuns erzählen soll, doch da erhaschte sie einen typischen Männerblick auf ihre Oberweite und grinste breit. "Ich hab von der Munch-Munch-Frucht genascht. Kann so ziemlich alles essen was ich will. Und das Kämpfen hat mir ein Lehrmeister eingebläut. Schon lange her. Darf man denn fragen, wer du überhaupt bist? Bevor ich mit einem Mann aus dem Gefängnis ausbreche, will ich wenigstens wissen, wie er heißt." Die junge Frau sah nach oben und erblickte einen langen Gang, der mit einem blauen Teppich ausgelegt war. Hoch, dann links, rief sich die Glatzköpfige ins Gedächtnis und stapfte weiter. "Aber das mit dem Top ist Absicht. Ich will doch den Kerlen einen schönen Anblick bieten...", grinste Momo erneut und zupfte auffällig an ihrem BH herum. Die beiden bogen links ab und die junge Frau konnte eine große Aufschrift mit "Küche" erspähen, die über einer großen Tür prangte. Unmerklich beschleunigte sie ihre Schritte und einige Küchengeräusche schallten ihr entgegen. Als die Schwingtür aufging, blieb Momo stehen. "...komme gleich. Ich bring nur schnell den Müll weg." Kaum hatte sich der Kerl umgedreht, erspähte er die zwei Gefangenen, die lässig im Flur standen. Er wollte den Mund aufmachen, um etwas zu sagen, doch nur ein leises Krächzen entwich seinen Lippen. Der besagte Müllbeutel wurde fallen gelassen und er wich einige Schritte zurück.
Es war ein junger Bursche, nichtmal zwanzig und seine Gesichtsfarbe war nicht auszumachen, da jeglicher Farbton aus seinem Gesicht gewichen war.
"Na, na. Einfach den Müll fallen lassen? Muss in der Küche nich alles sauber und hygienisch sein? Schäm dich!" Mit einem Satz war sie bei dem Jungen und rammte ihr Knie in seine Magengegend. Als er zu Boden ging und sich krümmte, fragte Momo: "Was gibt es heute? Hermelinsuppe? Geräucherter Hermelin? Hermelin am Spieß?" Sie beugte sich zu dem Kleinen hinab und verzog ihr Gesicht zu einer wütenden Grimasse. "WO IST MEIN HERMELIN????" Der Bursche hatte natürlich keine Ahnung und hielt sich lieber den Bauch als zu antworten. "Gib´s ihm! Gib´s ihm! Mach ihn ALLE!"
Doch Momo entschied sich spontan dagegen, diesen kleinen Knirps nochmal zu treten, sondern wandte sich an den Afromann hinter ihr. "Ich suche mein Haustier. Einen weißen Hermelin. Ein Soldat meinte, sie wollten ihn in der Küche rösten. Und bevor ich ihn nicht wiedergefunden habe, verlasse ich dieses Grundstück nicht... Und du auch nicht!"
 
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Die beiden Ausbrecher liefen nebeneinander die Treppe hoch, während der Zimmermann den Antworten seiner Komplizin lauschte. Es war doch ein wenig... aufschlussreich. Munch-Munch-Frucht? Gut, das erklärte auf jeden Fall schon mal ihre Monsterfresse, wie sie sich durch praktisch alles durchfuttern konnte. Irgendwie beeindruckend.. musste Mika zugeben, denn auch ihre puren körperlichen Fähigkeiten waren sicher nicht von schlechten Eltern. Ihr Meister musste ordentlich was auf dem Kasten haben, er würde wahrscheinlich einen herrlichen Kampf abliefern. Wobei der Tagträumer ja noch nicht einmal genau wusste, was diese Momo denn überhaupt alles konnte. Sie hatte ihm sicher noch lange nicht alle Tricks gezeigt, die sie auf dem Kasten hatte. Hmm.. ein Geräusch entwich den Lippen des Schwarzhaarigen, das man schon fast mit dem Schnurren eines Katers vergleichen konnte, also dafür, dass etwas geboten wird, ist sicherlich gesorgt. Also.. meine Delikte... fing Mika an und grübelte ein wenig... Also.. Piraterie, Körperverletzung, Widerstand gegen die Marinekräfte, Diebstahl, Raub, Körperverletzung mit Todesfolge, schwere Sachbeschädigung, aber letzten Endes bin ich im Knast gelandet, weil ich mir gestern Abend tierisch die Kante gegeben habe und da wohl scheinbar nicht mehr so auf mich aufgepasst habe oder darauf achten konnte, dass ich nicht gefasst werde. Und wie es eben gekommen ist, bin ich dank des Kopfgeldes in ner richtigen Zelle gelandet statt nur in der Ausnüchterungszelle wie früher. Ich bin Mika, Mika Ruko, falls du die Steckbriefe nicht kennst. Dann erst wurde dem Baumakrobaten die Umgebung wieder bewusster, hatte er sie doch zuvor eher unterbewusst an der Seite Momos durchquert. Diese schien ihn direkt in die Küche zu führen. Keine schlechte Idee eigentlich.. ich könnte auch einen Happen vertragen.. dachte sich Mika und ließ nun der Dame den Vortritt, da sie ganz genau zu wissen schien, wo sie denn hinwollte. Denn auch kaum, dass sie die Küche betreten hatte, griff sie sofort einen Küchenjungen an, während sich Mika sofort nach dem Eintritt nach rechts begab, wo er den Stimmen nach noch eine weitere Person vermutete. Und tatsächlich entdeckte er um die Ecke einen Koch, der den Küchenjungen noch im Auge hatte. Um einen direkten Alarm zu verhindern hechtete der Afro-Träger über einen Herd, rollte sich nach vorn über die rechte Schulter ab, schnellte aus den Knien heraus nach oben und rammte dem Chef der Kantine der Marine seine Faust direkt unters Kinn, sodass dieser seine Bodenhaftung verlor, ein wenig abhob und dann bewusstlos auf dem Rücken landete. Der Publikumsmagnet selbst verweilte noch einen kurzen Moment in dieser Pose, um seinen Sieg vollends auszukosten. Währenddessen drangen von Momo schon wieder wütende Schreie zu ihm und er wirbelte herum. "WO IST MEIN HERMELIN????" Doch dann ließ sie den Jungen los und schaute ihn an. "Ich suche mein Haustier. Einen weißen Hermelin. Ein Soldat meinte, sie wollten ihn in der Küche rösten. Und bevor ich ihn nicht wiedergefunden habe, verlasse ich dieses Grundstück nicht... Und du auch nicht!" Mika glotze Momo ziemlich verdutzt an. Hermelin.. Haustier.. wollte sie ihm etwa drohen? Irgendwie drollig, doch man sollte auch nicht mit ihr spaßen, das Girl schien ein ziemlich hitziges Temperament zu besitzen. Na gut, ich helf dir bei der Suche. Hermeline waren diese komischen weißen Ratten, deren Pelze an so manchen Mänteln dran sind, oder? fragte der Afro-Träger seine Begleiterin, nicht wissend, dass er soeben einen großen Fehler begangen hatte.

Zur gleichen Zeit am Hafen von Water 7

Die schweren Schritte von einem paar Stiefel hallten über die glatten Pflastersteine, über die dieser Mann gerade hinweg ging. Als er einen weiteren Steg passierte, gesellte sich zu dem ersten Paar Stiefel ein zweites und im Gleichschritt marschierten die beiden weiter am Hafen entlang. Vor diesen beiden hatte sich nun eine kleine Einheit an Marinesoldaten aufgebaut, die bei dem Anblick dieser beiden Herren direkt stillstanden wie Statuen und eiligst salutierten. Sir, gut, dass sie hier sind, wir haben scheinbar ein Problem mit 2 Ausbrechern in der Basis und der Kapitän ist gerade nicht abkömmlich. Der Wind wehte recht stark durch den Hafen, der Mantel des Vizeadmirals fing an, in diesem zu flattern. Immer nur Ärger... seufzte der eine Mann und sobald der vorgetretene Soldat, der die Meldung gemacht hatte, auch nur blinzelte, war der Mann verschwunden. Und der andere auch... Die Einheit der Marine stand nun allein am Hafen. Sofort brach leises Gemurmel unter den Soldaten aus. Hast du was gesehen? Wer war das? Glaubst du, sie können es mit den Ausbrechern aufnehmen, sie sollen sehr stark sein. Sicher, das waren beides Vizeadmiräle.. Ruhe dahinten! Abmarsch, wir gehen zur Unterstützung. Und im Gleichschritt machten sich die Männer auf den Weg und näherten sich schnell der Marinebasis. Wenn auch lange nicht so schnell wie die beiden Gestalten, die sich über den Dächern der Stadt in dieselbe Richtung bewegten.
 

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Momos Geduld platzte sofort nachdem Mika den Satz beendet hatte. Ihr Geduldsfaden war nie dick genug für die Gesellschaft gewesen, geschweigedenn für irgendwelche fremden Afromänner, die ihr geliebtes Haustier als weiße Ratte oder Pelzmäntel bezeichneten.
Mit großen Schritten durchquerte sie die Küche, griff nach dem Riesenafro und drückte das Gesicht des Kerls auf eine knallte die Stirn auf eine heiße Herdplatte. Mit einem Ruck zog sie ihn nach wenigen Augenblicken wieder hoch und funkelte ihn wütend an. "Erstens, ist ein Hermelin keine weiße Ratte!", knurrte sie und verfestigte ihren Griff in Mikas Haaren. "Und zweitens kein Pelzmantel!" Mit einer immensen Kraft schleuderte die Teufelsfrau ihren Mitgefangenen gegen die nächste Wand und er konnte von Glück reden, dass diese Mauer nicht nach draußen führte. Mit einem lauten Knall und einer großen Staubwolke hinterließ Mika ein großes Loch in der Küchenwand, die anscheinend die Küche von dem Kühllager trennte. Vellie kreischte glücklich in ihrem Kopf und rüttelte an seinen imaginären Gitterstäben. "Der Afro gibt ein gutes Geschoss ab, jaja!" Der Staub verflüchtigte sich und Momo stampfte Mika - immer noch wütend - hinterher, als sie das Keckern ihres Haustieres vernahm. Es drang aus dem Lager und die junge Frau beschleunigte ihre Schritte. Das Lager war voller Regale, Kühlschränken und Kühltruhen. Außerdem hingen von der Decke einige Klumpen Fleisch, doch für Hunger war nicht der richtige Zeitpunkt. "TickTack? Wo bist du, Kleiner?" Wie auf Kommando fing das kleine Tier an zu quieken und endlich erblickte die Besitzerin ihren Hermelin. Er war in einem Käfig, ganz oben auf einem Holzregal. Sie wunderte sich, dass dieses Regal noch intakt war, denn Mika scheint dagegen gekracht zu sein und er konnte von Glück sagen, dass dieses wackelige Konstrukt noch stand, denn wenn TickTack etwas passiert wäre, hätte man keine Garantie mehr, lebend zu entkommen.
Zwar war die Teufelsfrau nicht klein, schon gar nicht wenn sie ihre hochhackigen Schuhe trug, doch das oberste Fach war einfach nicht zu erreichen, auch wenn sie sich noch so sehr streckte. "He, Mika. Hilf mir mal!" Als der junge Mann sich nicht bewegte, zuckte Momo mit den Achseln und benutze Mikas Schulter als Leiter, um endlich an den Käfig zu kommen. Der Afromann saß in einer aufrechten Position, angelehnt an das Holzregal hinter ihm und ergab eine wunderbare Stütze für Momos Fuß. Mit einem Ächzen ergriffen ihre Finger endlich die Gitterstäbe und mit einem Biss war das Schloss abgebrochen. Freudig keckernd schmuste sich das kleine Tierchen an seine Retterin und Momo grinste erfreut. "Du hast mir ja einen Schrecken eingejagt...!" Während sie ihrem Haustier das Köpfchen kraulte, waren ganz in der Nähe einie Marinesoldaten im Anmarsch und die junge Frau konnte ihre schnellen Schritte vernehmen.
Alarmiert stieß sie Mika mit dem Fuß an und meinte genervt: "Jetzt komm schon, Schokoafro! Die kleine Wand wird dich doch nich schon umgenietet haben, oder? Wir müssen schleunigst hier raus, verdammt nochmal!" Entweder war der Kerl wirklich K.O gegangen, oder er hielt ein kleines Schläfchen auf Kosten der jungen Frau, die die Schritte und Schreie der Soldaten immer näher kommen hörte. Die genervten Laute der Teufelsfrau setzten sich fort und sie fällte eine Entscheidung. Eigentlich war ihr der Gefangene schnurzegal, doch er würde noch nützlich für Momo sein. Schon wie er den Koch ausgeschaltet hatte, war nicht übel aber sie wusste, dass der laufende Afro noch mehr zu bieten hatte. Und wenn sie es mit mehr Soldaten zu tun bekam, würde er sich noch nützlich machen. Mit festem Griff packte sie Mika am Kragen und schleifte ihn durch das Loch in die Küche zurück. Das Getrappel kam immer näher und durch den normalen Ausgang würde sie nicht mehr durchkommen geschweigedenn fliehen. Das Fenster war für Momo immer der zweite Aus- oder Eingang gewesen und so war es auch dieses Mal. Ein Griff nach einer Pfanne, ein Wurf durch das Glas und schon war die Tür offen. Ein pfeifender Wind blies der Glatzköpfigen entgegen und sie grinste schelmisch. Freiheit!
Wie immer verließ sich Momo auf ihr Pech, nicht sterben zu können und sprang ohne weiteres aus dem Fenster. Und abermals wurde ihr Pech bewahrheitet. Unter dem Küchenfenster war ein Vordach des Eingangs. Ein Stockwerk weiter unten war der Gefängnisauslauf und das Trainingsgelände für die Gefangenen. Wo die Teufelsfrau nur hinsah, Stacheldrahtzaun; meterhoch. Doch das dürfte für sie kein Problem sein. Mit einem weiteren eleganten Sprung und dem Mitgefangenen im Schlepptau landete sie endlich im Erdgeschoss und unter freiem Himmel, auch wenn dieser eingezäunt war. Einige Sträflinge hatten den Ausbruch mitverfolgt und jubelten begeistert, als die junge Frau in BH vor ihnen stand und ihre Lippen leckte. Die Wachtürme wurden nun auf die Ausbrecherin mit ihrem schlafenden Komplizen aufmerksam. Sie gaben einen Warnschuss ab, der vor der jungen Frau in der trockenen Erde stecken blieb. Weitere Wachsoldaten stürmten auf Momo zu und legten ihre Waffen an.
"Stehenbleiben!" "Ich steh doch schon, ihr Vollidioten!" "Hände hoch!" "Geht wohl schlecht!" "Dann knien Sie sich hin!" "Ich knie nicht vor fremden Pissnelken!" Ein Streifschuss fraß sich durch Momos linke Schulter, doch die junge Frau zuckte nur kurz zusammen. Der Schmerz war nur ein anderes Wort für Doping. "Pass auf, wo du hinschießt!", brüllte die Teufelsfrau genervt und meinte dann zu ihrem Kumpanen: "Mann ey! Jetzt steh schon endlich auf, ich könnte hier etwas Hilfe gebrauchen!"
 

Mika Ruko

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Mit einem leisen Klatschen landete die rechte Wange des Zimmermanns auf einer heißen Herdplatte und endlich fand Mika heraus, wie sich wohl eine Bulette in der Pfanne fühlte, eine Erfahrung, auf die man auch verzichten konnte, wie er fand. Ein fast schon zischendes Geräusch war zu hören, während sich die Wärme der Platte langsam durchs Fleisch fraß und sich ein brennender Schmerz durch im Gesicht verbreitete. Die weißen Zähne wurden stark zusammengepresst, um einen Schmerzensschrei zu unterdrücken, doch glücklicherweise war der Pirat schon bald erlöst, als die stoppelköpfige Dame ihn vom Herd wieder wegzog, nur um ihn direkt anschließend den durch die nächstgelegene Wand zu schmeißen, die glücklicherweise in eine Kühlkammer zu führen schien, denn sobald die Mauer durchschlagen war, umströmte eine wunderbar angenehm kühle Luft den schmerzenden Kopf und kühlte schon im Flug die verbrannte Wange, auf der sichtbar ein paar kleinere Brandwunden zurückbleiben würden. Mit dem Kopf voran prallte der Afro-Träger gegen ein Regal, wobei der Schädel leicht nach oben zog, sodass noch der Rücken gegen eben dieses Stück der Rauminnenausstattung prallte und Mika so nun daran herab fiel und in sitzender Position am Fuße des Regals verharrte. Sein Schädel pochte nun deutlich spürbar, erzeugten doch die verschiedenen Schmerzen aus Kater, Verbrennung und Anschlagen von diesem eine wahre Flotte an Schmerzen, die über die kleine Insel, die seinen Kopf darstellte, hereinstürzten wie Holzwürmer über eine wunderbare Planke. Irgendwie schien diesem Weib, das doch über außergewöhnliche Körperlraft verfügte, extrem viel an diesem Hermelin-Vieh zu liegen, dass sie so ausrastete, sobald man es mit irgendetwas verglich. Auch war sie wohl verdammt jähzornig, wer würde denn schon bei so ein paar kleinen Worten direkt so ausrasten? Erst ma chillen und runterkommen, dachte sich Mika und blieb zunächst regungslos sitzen. Dann tauchte aber seine Peinigerin auf und schien irgendwo dieses Hermelin-Dings zu sehen, was sie suchte. Sollte er ihr zeigen, dass es ihm wieder gut ging oder würde sie direkt wieder versuchen, ihre Wut an ihm auszulassen? Eigentlich hatte er im Moment überhaupt keinen Bock, sich mit diesem launischen Girl zu kloppen, also wartete er erst einmal bewegungslos ab, was diese nun vor hatte, spannt aber die Muskeln an, um eventuelle Angriffe rechtzeitig abwehren zu können. Doch sie kletterte nur auf seine Schulter und holte sich irgendeinen Käfig runter, in dem ein pelziges Kleintier hauste, welches sie auch sofort aus seinem Gefängnis befreite. Hm.. ein schönes Paar, dachte sich Mika, aber um ihren Hals sieht es echt ein wenig wie ein Pelzkragen aus.. Zum Glück dachte er diesen Satz nur.
Fußgetrappel drang an das Ohr des Mannes, der gerade Bewusstlosigkeit schauspielerte. Marine... was sollte er nun machen? Laufen? Ne.. erst mal wollte er seine Mitausbrecherin testen, was für eine Art Mensch sie war. "Jetzt komm schon, Schokoafro! Die kleine Wand wird dich doch nich schon umgenietet haben, oder? Wir müssen schleunigst hier raus, verdammt nochmal!" Innerlich lachte sich Mika ins Fäustchen, doch äußerlich zeigte er nicht die kleinste Rührung. Und Momo bestand den kleinen Charaktertest, den Mika an ihr vorgenommen hatte. Bei diesem Gedanken fühlte sich der Afro-Träger fast wie ein Psychiater, testete er doch die Gesinnung einer Person. Irgendwie gab ihm das ein Gefühl der Überlegenheit, während die Frau den Kerl am Kragen hinter sich her schleifte. Ein lautes Klirren ließ auf ein eingeschmissenes oder eingeschlagenes Fenster schließen und schon im nächsten Moment befand sich das ungleiche Pärchen in der kühlen, frischen Luft, schlug auf einem Vordach und dann auf dem harten Boden auf. Darauf hätte Mika eigentlich auch gern verzichtet. Aber das war nun mal der Preis, den man für Schauspielerei bezahlte. Ein Schuss fiel, es war doch hoffentlich nicht dieses Mädel verletzt worden? Ein ganz kurzer Blick aus den Augenwinkeln verriet dem Zimmermann, dass es nicht der Fall war, sondern sie fast schon verdächtig ruhig blieb. Ganz schön tough... dachte sich Mika, blieb aber erstmal liegen. Wieder das Geräusch und schnellen Schritten... Marinesoldaten. Ein kurzes Wortgefecht mit den Soldaten, ein weiterer Schuss. Doch dieses Mal schienen sie getroffen zu haben, rieselte doch ein kleiner Tropfen Blut von oben herab auf den noch immer am Boden liegenden Piraten. "Mann ey! Jetzt steh schon endlich auf, ich könnte hier etwas Hilfe gebrauchen!" Na also, bei so einer rührenden Bitte um Hilfe konnte man als Gentleman doch einfach nicht nein sagen. Also setzte er sich nun aus eigener Kraft gerade auf, wobei die Frau den Griff an seinem Kragen lockerte und hiefte sich dann mit Hilfe seiner Hände vollends auf die Beine, bevor sich der mehr oder minder bekannte Pirat zu ganzer Größe aufbaute und der Wind durch seinen Afro wehte. Ein befreiendes Gefühl.. murmelte Mika und bewegte den Kopf leicht hin und her, sodass von seinem Nacken leise, knackende Geräusche zu vernehmen waren. Seine Wange schmerzte von der Verbrennung noch immer, doch der restliche Kopf war in diesem Moment schmerzfrei und auch ansonsten schon beinahe beunruhigend klar. Die Soldaten hatten die beiden Ausbrechen nun vollständig eingekesselt und die Hälfte von ihnen, die Gewehre hielt, hatte angelegt. Die anderen hielten ihre Schwerter gezückt. Danke fürs Rumschleppen, Sis, raunte der Zimmermann seiner Komplizin zu, doch noch bevor sie auf das Wort reagieren konnte, welches sie zu hassen schien, war Mika nicht länger da, wo er noch einen Augenblick zuvor gestanden hatte, sondern hatte die Distanz von guten 10 Metern überbrückt und befand sich mit seinem Knie im Gesicht eines Marinesoldaten, welcher durch diesen schnellen und unerwarteten Kick beinahe quer über den gesamten Platz geschleudert wurde. Und noch bevor die nächsten Soldaten ihre Waffen auf den Angreifer richten konnten, hatten sie jeweils schon einen Fuß im Gesicht, bevor der Afro-Träger wieder auf beiden Beinen landete. Ein Schwert sah er aus den Augenwinkeln auf ihn zurasen, worunter er sich hinweg duckte und dem Gefreiten seine Faust in den Magen rammte, worauf dieser seine Waffe fallen ließ, die der Pirat in geübter Art und Weise auffing und dem nächsten in der Reihe eine Wunde quer über den Bauch zufügte. So langsam kam er wieder rein, bekam wieder ein gutes Gefühl für seinen Körper, der endlich mal wieder gefordert wurde.

Währenddessen kam die Marinebasis bereits in Sichtweite der beiden über die Dächer heran eilenden Gestalten.
 

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"Danke fürs Rumschleppen, Sis... AAAAH!", schrie Vellie und es hörte sich so an, als würde er seinen Kopf gegen die Wand schlagen. Momo stöhne nur und sah sich etwas um. Ihre Kopfschmerzen waren unerträglich und jetzt, da sie dieser Mistkerl vom Wachturm so verletzt hatte, waren sie noch schlimmer. Sie brauchte unbedingt eine Zigarette...
Anscheinend amüsierte sich Mika ziemlich gut und vermöbelte erstmal um die zehn Marinesoldaten, die zu perplex in die Menge starrten, als sie zur Wehr zu setzen. "Schönes Ding...", grinste die Glatzköpfige und kraulte TickTack an seinem kleinen Köpfchen. Nach einigen Sekunden hatte sich die Menge der Soldaten doch tatsächlich aufgeteilt. Die eine Seite versuchte sich erfolglos gegen den kämpfenden Afro zu wehren und die andere Hälfte kreiste Momo langsam aber sicher immer enger ein. "Hat jemand 'ne Zigarette für eine wehrlose halbnackte Frau?", schnurrte sie und klimperte dabei mit ihren Äuglein. Gleichzeitig lehnte sie sich etwas nach vorne, um ihre Vorzüge als Frau zu zeigen und schob ihre Mundwinkel leicht nach oben. "Hände h-h-hoch und mach keine F-Faxen!" Die Glatzköpfige zog einen Flunsch und schob dabei ihre Unterlippe beleidigt nach vorne. "Ach kommt schon, Jungs. Wer von euch hat etwas Nikotin bei sich? Ich kann sehr ungemütlich werden, wenn ich meinen Nikotinhaushalt nicht auf dem Maximum halte!" Mit diesen Worten versetzte sie dem ersten ein Tritt in den Magen und dem zweiten rammte sie ihre Schuhspitze gegen die Schläfe.
Die anderen ließen nicht auf sich warten, als Momo den ersten Angriff gestartet hatte und bald war sie von Männerleibern umringt. Mit einem Grinsen auf den Lippen verpasste sie jedem, der auch nur eine Fingerspitze auf ihre Haut legte oder zum Schlag ausholte, eine ordentliche Abreibung. Einem anderen hatte sie eine Bissspur auf den Schultern und Armen verpasst, da er es gewagt hatte, sie von hinten anzugreifen.
Doch die Soldaten wurden einfach nicht weniger, denn es strömten immer mehr aus der Basis heraus. Sie mussten hier weg... Das war ja der Sinn eines jeden Ausbruchs. Mit einem vernichtenden Schlag fegte die Glatzköpfige mit ihrem rechten Fuß eine Lücke in die herannahenden Soldaten und sprintete zu dem Drahtzaun, der sich bis zu vier Meter nach oben streckte. Ihre Zähne verhackten sich im Drahtgeflecht und mit einer gewaltigen Kraft der Kiefermuskeln biss sie ein großes Loch in den Zaun. Bevor sie das Loch vergrößern konnte, wurde sie natürlich mit viel Geschrei aufgehalten und bis sie das Loch reichlich vergrößern konnte, waren einige Minuten vergangen, in denen sie wie im fliegenden Wechsel das Loch vergrößerte und Soldaten verkloppte.
"Mika! Raus hier!" Momo stellte sich kurz auf die Zehenspitzen, um den Afro zu erspähen, der nicht weit entfernt vergnügt kämpfte. "Raus hier! Raus hier!" Die junge Frau wunderte sich, das Goody Momo diese zwei Wörter schrie, denn eigentlich hätte sie das nur von Vellie erwartet. Aber sie hatte recht. Der Ausgang war direkt vor ihrer Nase, wieso sollte sie auf den Afrotypen warten? Mit etwas Anlauf hechtete sie aus dem Gefängnishof, rollte sich ab und war endlich frei. Schnell brachte sie noch mehr Abstand zwischen sich und der Marinebasis und sprang noch gekonnt über eine weitere niedrigere Mauer. Doch kaum ging sie auf der anderen Seite in die Hocke, um den Sprung abzufangen, wurde sie schon zurückgehalten.
"Moment... Wo willst du denn hin, meine Schöne?" Langsam drehte sich die Glatzköpfige um und leckte sich dabei genervt über die Lippen. Anscheinend hatte sie den langen Kerl beim Sprung über die Mauer übersehen oder er war einfach noch nicht da gestanden. Seine Größe überragte die von Momo um Längen, vor allem weil er ja auf der Mauer stand, doch sie wusste, das dieser Kerl genauso groß war wie Mika... wenn noch größer.
Glänzende schwarze Haare wurden von viel Frisieröl nach hinten gekämmt und zu einem langen eleganten Zopf zusammengebunden. Der Schnurr- und Ziegenbart unterstrichen das galante Lächelne, dass der Fremde auf seinen Lippen trug, doch was Momo an diesem Typ störte, waren seine ruhigen Augen, die in einem braun schimmerten. Er trug ein Admiralsjackett, das ihm bis zu den Schienbeinen reichte und bis zum Kragen zugeknöpft war. In seiner rechten hielt er einen schwarzen Gehstock mit einem Messinggriff. Seine Statur war schlank doch muskulös, die Haut schon fast künstlich gebräunt. Theatralisch stemmte Momo ihre Hände energisch in die Hüften und streckte die Nase in die Höhe. "Nach was sieht es denn aus, mein Herr? Glauben Sie ernsthaft, eine Dame mit meinem Niveau bleibt in diesem vergasten Loch voller Marinefuzzis?" Gekonnt rümpfte sie die Nase und rückte neckisch ihren BH zurecht. Der Admiral räusperte sich etwas zu laut und sprang elegant von der Mauer hinunter. Momo hatte recht behalten. Sie musste ihren Kopf heben, um den Mann in die Augen zu sehen. Noch etwas, das sie an dem Kerl nicht ausstehen konnte. Mit federnden Schritten näherte er sich und alle Alarmglocken fingen an zu schrillen, als sich der lange Finger um Momos Sklavenring legte. Er zupfte leicht daran und ein Schauer überlief die junge Frau. "Mein Name ist Marcel de Neuf und ich habe gehört, dass Sie ausbrechen wollten, mein schönes Kind."
 

Mika Ruko

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Wie ein Tornado stürmte Mika durch die Reihen der einfachen Marinesoldaten, die einem Piraten dieses Formats einfach nicht gewachsen waren. Alles, was dem Kämpfer zu nahe kam, flog nur wenig später durch die Luft, doch selbst dem Tagträumer war klar, dass seine Kräfte Grenzen hatten und irgendwann würden diese mal schwächer werden und er würde getroffen werden, was er bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich hatte vermeiden können. Also musste ein Ausweg aus dem Hof gefunden werden, was an sich nicht das Problem darstellen sollte, doch der Afro-Träger war auch kein Mensch, der einfach Kameraden, in deren Schuld er stand, zurück lassen würde. Das ließ einfach sein Stolz als wahrer Mann nicht zu, denn wie konnte man sich noch als Mann bezeichnen, wenn man seine Schulden nicht beglich? Also schaute der Zimmermann in einer der wenigen Atempausen auf und sah sich um. Auf dem umzäunten Gelände lagen bereits einige bewusstlose Soldaten der blauen Seemöwe verstreut und wieder kamen einige auf ihn zu und feuerten einzeln ihre Gewehre ab. Als wäre es dem Zimmermann wichtiger, dass seiner Frisur kein Haar gekrümmt wurde, tauchte er unter einer der abgeschossenen Kugeln hinweg, übersah dabei allerdings einer weitere, die ihn nun unvorbereitet am linken Oberarm streifte. Zum Glück hatte er ein wenig vorher das glatzköpfige Mädel erblickt, der er noch verpflichtet war. So gut es eben bei dieser Masse an kleinen Fischen war, arbeitete sich der Pirat in ihre Richtung vor, wobei sie auf den Zaun zu bewegte. Wollte sie sich etwa um den Zaun kümmern? Da fiel dem Baumakrobaten wieder ein, dass es sich bei dieser Frau nicht um irgendeine schwächliche Frau sondern um einen Teufelsmensch handelte. Vielleicht ... doch noch ehe Mika weiter denken konnte, hatte Momo schon das getan, woran er noch eben hatte denken wollen. Mit scheinbar endlosen Appetit baß sie ein gewaltiges Stück aus dem Metallzaun heraus und schlag es runter als wäre es einfach nur ein gewaltiger Pfannkuchen. Hmm.. Pfannkuchen.. dabei konnte sich der Hamsterpirat des Gedankens an einen der herrlichen Pfannkuchen der creweigenen, reizenden Köchin nicht erwehren. Doch das Sirren eines durch die Luft schneidenden Schwertes holte den gesuchten Mann aus seinem leckeren Tagtraum heraus zurück in die nicht ganz so schmackhafte Realität, da er diesem gefährlichen, metallenen Objekt durch einen hohen Sprung auswich. "Mika! Raus hier!" Aus den Augenwinkeln konnte der Zimmermann soeben noch erkennen, wie das Mädel, das sich nun vollends durch das harte Metall gebissen hatte, durch ein menschengroßes Loch in der Begrenzung entschlüpfte und ihm war auch bewusst, dass ihm gut daran gelegen wäre, wenn er ihrem Beispiel, so schnell er nur eben konnte, folgen würde. Und so stampfte er, kaum, dass er den Boden berührte, wieder einmal so heftig auf, dass der Stein, der in diesem Hof den Grund bildete, teilweise zersplitterte und der Pirat mit einer ungeheuren Geschwindigkeit über den Boden, genau auf das frisch geschaffene Loch zuflog. In der Tat berührten die Füße des menschlichen Geschossen nun den Boden nicht mehr, hatte der kräftige Tritt ihn vorerst mit einer Energie ausgestattet, die es ihm erlaubte, noch für ein paar weitere Meter den Kräften der allgegenwärtigen Schwerkraft zu trotzen. Ein paar weiß gekleidete Gestalten versuchten, den vorbei huschenden schwarzen Blitz mit ihren herab sausenden Schwertern, Äxten oder ähnlichem zu erwischen, doch schlugen die Klingen allesamt hinter Mika auf den Grund und hinterließen dort mehr oder minder tiefe Spuren im Pflaster. Erst wenige Meter vor dem mehr oder weniger elliptischen Loch musste der junge Kämpfer wieder auf dem Boden aufsetzen, doch sein ursprünglicher Plan, der jungen Frau gleich in die Freiheit zu entkommen würde daran scheitern, dass sich vor der Öffnung in der Begrenzung etliche Marinesoldaten angesammelt hatten, die alle bewaffnet und bereit zum Angriff waren. Auch der gesuchte Pirat wollte es nicht unbedingt mit diesem Haufen an Gegnern aufnehmen, wenn er es auch umgehen konnte. Mit einem kleinen Satz landete der Baumakrobat auf den Schultern eines beinahe 3 Meter großen Soldaten, der sich schon ein wenig herunter gebeugt hatte, um dem Flüchtling einen sensenartigen Hieb auf Hüfthöhe zu verpassen, und als dieser sich wieder aufrichtete, nutzte der Kämpfer den zusätzlichen Schwung und katapultierte sich mit der Kraft seiner Beine und der des Hochschnellens des Oberkörpers des Hünen bis knapp unter die Oberkante des Zauns, der ihn noch von der Stadt an sich trennte. Mit wenigen Armzügen war der Kletterer über den letzten Meter hinweg gelangt und nur eine Kugel, die die Schulterpartie des Entkommenen streifte, minderte dessen Freude darüber, dass er der Marine entkommen war, als er auf dem Boden landete.
Siegessicher riss der Pirat die Hände in die Luft, rief den ihn verfolgenden Marinesoldaten Catch me if you can! zu und kletterte geschwind wie ein Affe die Regenrinne eines mittelhohen Gebäudes hoch. Hahaha, lachte der Zimmermann, während er behände die metallene Röhre erklamm, hatte er doch schon seit... mindestens einer Woche nicht mehr so viel Action gehabt. Oben auf dem Dach angelangt rannte der Junge aus Tuck wieder in die Richtung, in die er Momo hatte rennen sehen, wenn er sich recht erinnerte. Zum Glück verfügte der Afro-Träger über einen ausgezeichneten Orientierungssinn und so fiel es ihm auch nicht wirklich schwer, dem Mächen über die Dächer zu folgen, wo er wenigstens halbwegs außerhalb der Schussweite der Marine war, sodass er sich nicht vor umher fliegenden Kugeln in Acht nehmen musste, sondern höchstens vor ein paar lockeren und nicht richtig angebrachten Dachziegeln, die dem gelernten Zimmermann allerdings recht schnell ins Auge fielen, denn sein Beruf schulte in gewisser Weise auch das eigene Auge fürs Details. Am Rand des letzten Daches bremste der Dachläufer, nur um zu sehen, wie seine Komplizin bei diesem Ausbruch, von der nur ihr Kopf zu sehen war, scheinbar hinter einer Mauer stand und auf dieser... eine geölte Kanaille von einem Marinefutzi. Und sein Umhang ließ zumindest auf einen Höhergerangigen schließen, im schlimmsten Fall allerdings sogar ein Vizeadmiral. Als wäre ein Ausbruch aus Water 7 nicht so schon schwer genug. Doch noch ehe Mika seiner Kameradin, als die er die Dame mit den angespitzten Zähnen inzwischen betrachtete, eine Warnung zubrüllen, geschweige denn ihr zu zu Hilfe eilen konnte, ließ ihn ein ungutes Gefühl von hinter seinem Rücken erschaudern. Doch gerade als der Pirat herum fuhr, hatte er schon einen schweren Stiefel mitten in der Seite seines Gesichts und sein Körper hatte lange nicht den entsprechenden Stand, als dass er in der Lage gewesen wäre, diesem Tritt auch nur irgendetwas entgegenzusetzen, und so segelte der Afro-Träger schräg nach unten, an dem schmierigen Typ und der toughen Frau vorbei mitten auf den gepflasterten Boden hinter einem der unzähligen Kanäle in dieser Stadt, welcher nun Mika und Momo trennte. Der Mann schlug auf dem Pflaster auf, prallte ab und wurde von der enormen Energie seines Sturzes durch die Wand eines angrenzenden Geschäftes für Baumaterial geschmettert. Aaaaaaautsch... stöhnte es nur noch aus dem Loch in Form eines auf dem Kopf stehenden Mannes mit einer großen Kugel am Kopf.
Weiter oben auf dem einen Gebäude, exakt an der Stelle, wo noch Sekunden zuvor der Zimmermann gestanden und das Szenario beobachtet hatte, landete nun ein ungewöhnlich korpulenter Mann, dessen Hautfärbe sich vor allem durch eine extrem künstliche Bräune auszeichnete. Er war nur mit Hosen, die von Hosenträgern gehalten wurden, schweren Stiefeln und dem seinem Rang entsprechenden Umhang bekleidet. Auch zeichnete lediglich ein kleiner, beinahe rechteckiger Busch aus Haaren sein ansonsten kahles Haupt. Der übermäßig gebräunte Mann verschränkte die wahrscheinlich gewachsten Arme vor den Männerbrüsten und schnaubte verächtlich, während er auf die beiden Kriminellen und seinen Kollegen hinab starrte und die Sonne auf seinen Kopf schien. Er rülpste einmal laut, stopfte sich anschließend wieder eine gebratene Schweinskeule in den großen Schlund, von der er lediglich den blanken Knochen wieder heraus zog, dessen er sich danach entledigte, und grunzte Im Namen der Marine und meiner Wenigkeit, Raimondo de la Celzone, steht ihr zwei unter Arrest. Nach dieser Verkündigung klopfte er sich zufrieden auf den dicken Bauch.
 

Momo

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"Wie schon gesagt, er gibt ein gutes Geschoss ab..." Mit hochgezogener Augenbraue sah sich Momo den Abdruck in der Wand an, den Mika so plötzlich hinterlassen hatte. Dann begann sie seine Flugbahn zurückzuverfolgen und ließ einen genervten Seufzer los. Noch so ein Fatzke... "Habt ihr nichts anderes zu tun?" Obwohl die junge Frau keinen Zentimeter von den beiden Vizeadmirälen beeindruckt war, wich sie einen Schritt vor Marcel zurück. Erstens war er ihr einfach zu nahe getreten und das konnte sie besonders bei Männern nicht leiden. Zweitens roch dieser schmierige Kerl nach einem ganzen Parfumladen, und der war nicht gerade erster Klasse. TickTack fauchte dem Typen frech ins Gesicht und sträubte sein weißes Rückenfell. Auch ihr Haustier war von dem neuen Hindernis vor ihr nicht begeistert und bleckte angriffslustig seine kleinen Zähne. Beruhigend kraulte die Glatzköpfige das Tier am Köpfchen und blickte dabei mit zusammengekniffenen Augen auf das neue Objekt, dass sich auf den Dächern der Marinebasis auftat. Raimondo de la Celzone... klingt wie ein Käse. Aber davon hatte er anscheinend reichlich verdrückt. Diese Wampe war wirklich kaum zu übertreffen und zu allem Überfluss stellte sie jeder Person zur Schau. Er könnte auch noch ein Problem werden.
"Okay, Mister. Entweder sie lassen die Finger von mir..." Momo griff nach dem Handgelenk des Vizeadmirals und drückte kräftig zu, damit er endlich die Finger von ihrem Halsschmuck ließ. "...oder Sie können als Furz im Wind enden, so wie Sie riechen." Der amüsierte Blick wich nicht von Marcels Gesicht, sondern wurde nur von einem schmierigen Lächeln gefördert. Obwohl die Glatzköpfige all ihre Kraft aufbrachte, konnte sie die Hand des Kerls keinen Zentimeter weiter bewegen. Sie hatte ihn unterschätzt, wie sie es bei vielen Leuten tat. Doch bei den hohen Tieren der Marine war sie noch nie beeindruckt gewesen. Geldgeiles Pack, allesamt. Das waren sie. Hatten sich durch korrupte Offiziere und interne Kontakte nach oben chauffieren lassen und rührten nicht einen Finger.... obwohl der von Marcel ziemlich an Momos Körper interessiert war. "Wir wollen doch nur Recht und Ordnung in Water 7 beibehalten, nicht wahr?" Schnurrend umgarnte seine Stimme das Gehör der jungen Frau und ein weiterer Schauder erfasste ihren Körper. "Lass dir das nicht gefallen, Momo!" Mit einem Knurren, dass plötzlich ihre Lippen verließ, befolgte sie den Rat ihrer imaginären Stimme. Ein kräftiger Ruck war nötig, um den Überraschungsmoment auf ihre Seite zu bringen. Immer noch das Handgelenk des Vizeadmirals umfassend, zog sie den langen Lulatsch zu sich heran. Aus dem Gleichgewicht gebracht verlagerte sich sein Oberkörper nach vorne und brachte Momos Ziel ein wenig näher an ihre eigentliche Waffe im Kampf: Ihr Körper. Sie riss ihren Kopf erst nach hinten, um ihn dann mit einer ungeheuren Energie nach vorne zu schleudern. "Fury Headbutt!" Zwei Schädeldecken krachten aufeinander, doch die von Momo war widerstandsfähiger. Marcel wurde nach hinten geschleudert und krachte mit einem Rumms gegen die Mauer, auf der er noch vor einigen Minuten gestanden hatte.
Kaum war der aufdringliche Kerl aus der Privatsphäre der jungen Frau geschleudert worden, ergriff sie sogleich die Flucht. Zwar war Momo nie feige gewesen oder hatte sich einen Kampf entgehen lassen, doch das war nicht der richtige Zeitpunkt, um auf ihren Prinzipien zu bestehen. Der Admiral war kein Gegener für sie und sogesehen war sie auf der Flucht und wollte nur so schnell wie möglich mehr Abstand zwischen sich und dem Gefängnis bringen. "Das war´s schon, Miss Ettrikskör? Ich dachte, wir wollten noch ein wenig Zeit miteinander verbringen? Seit sie von ihrem Vater getrennt sind, dürften Sie schon lange keinen Spaß mit einem Mann haben?" Schon der Klang ihres Nachnamens ließ sie stutzen und eine Welle der Wut überschwemmte ihren jungen Körper. Doch egal wer dieser Marcel war, oder welchen Rang er in dieser nichtsnutzigen Marine inne hatte: Niemand durfte so mit ihr umspringen. Etwas zwang die Glatzköpfige weiter zu rennen. War es ihr Instinkt, der nur das Beste für sie wollte? Oder war es Goody Momo, die sie stumm dazu drängte, weiterhin auf der Flucht zu bleiben? Scheiß drauf...
"Was hast du gesagt, du Mistkerl? Kannst du das bitte nochmal wiederholen?" Der Staub, der von dem Aufprall des Admirals verursacht wurde, legte sich langsam und die Umrisse des großen Kerls wurden wieder sichtbar. Eine große Beule prangte an seinem Haaransatz und ließ ihn wie ein gestutztes Einhorn aussehen. Langsam richtete er sich auf und wischte sich elegant die Mauerbrocken von dem Admiralsjackett. Dann ergriff er seinen Gehstock und wirbelte ihn elegant in seiner Hand herum. "Ich dachte mir, Sie könnten etwas Abwechslung gebrauchen. Doch wenn Sie lieber gehen möchten - nur zu.", lächelte er und entblößte eine Reihe von makellos weißen Zähnen... nur ein Eckzahn schimmerte in purem Gold und machte das Lächeln vollkommen. "Ich lass mir von niemandem etwas sagen, du Pappenheimer. Wenn du unbedingt Streit willst, dann kannst du ihn haben!" Mit einem Satz preschte die junge Kämpferin vorwärts und holte zum Schlag aus. Natürlich war dieser Angriff total banal für einen erfahrenen Vizeadmiral und Marcel wich spielend aus. Doch auch Momo hatte all die Jahre fleißig trainiert und riss ihr Knie stürmisch nach oben, um den empfindlichen Unterleib zu treffen. Aber auch dieser Angriff wurde mit einem Schritt nach hinten schon beinahe ignoriert. Dafür bekam sie mit dem harten Gehstock eins über den Kopf gezogen und ein stechender Schmerz breitete sich am Hinterkopf der jungen Frau aus.
"Na, na. Wir wollen uns doch nicht weh tun, Miss Ettrikskör." "Hör auf, mich so zu nennen, du mieses Arsch..." Der Satz wurde aprupt von einem starken Schlag unterbrochen, der direkt den Solar Plexus traf. Momo wusste gar nicht, woher der Schlag kam, oder was Marcel dabei für ein Körperteil benutzte, doch das zwang sie doch teilweise in die Knie. Röchelnd kniete sie vor dem schleimigen Typen, der die Spitze seines Gehstocks nun sachte auf Momos Nacken platzierte. "Ich kann Sie mit einem Schlag töten, wenn Sie nicht sofort mit ihren Spielchen aufhören." "Spielchen? Was für SPIELCHEN?", donnerte Vellie und kreischte sich die Seele aus dem Leib. Mit schmerzverzerrter Miene hielt sich Momo ihren schmerzenden Leib und versuchte einen Plan zu entwickeln wie sie da nur aus dieser Misére herauskam.
 
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Mika Ruko

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Raimondo de la Celzone.... dieser Name gefiel Mika gar nicht. Denn er klang einfach bescheuert. Und dennoch bereiteten ihm diese Worte auch so ein gewisses Unbehagen, hatte er sie doch sicherlich schon einmal in einem anderen Zusammenhang vernommen. Mühsam rappelte sich der Pirat auf und blinzelte über Momo und Marcel hinweg auf den dicken Mann, der immer noch recht zufrieden auf seine frische Beute schaute und sich dabei genüsslich über sein Bäuchlein strich, wenn man das denn überhaupt noch als Bäuchlein bezeichnen konnte, denn süß war das ganz und gar nicht. Die Sonne spiegelte ein wenig auf der glatten, wohl polierten Oberfläche dieses übermäßig gebräunten Monstrums und verwehrte einen weiteren klaren Blick auf dessen Gesicht. Doch auf einmal verschwand der Schein auf der Wampe des Vizeadmirals, hatten sich doch ganz keck ein paar Wolken zwischen diesen und die Strahlung des Sterns geschoben. Diese einzelnen kleinen, noch weißen Wolken waren nur die Vorboten einer größeren, dunkleren Wolkenfront, die sich langsam aber sicher wie eine Flotte von dunklen Marineschiffen ihren Weg über den blauen Ozean, den der Himmel darstellte, ihren Weg nach Water 7 bahnte. Mikas Afro zuckte leicht, was sowohl der Vorbote eines furchtbaren Ereignisses sein konnte, aber auch einfach daran liegen konnte, dass leichter Wind aufkam. Ächzend klopfte sich der Zimmermann den Staub von den dreckigen Klamotten, weniger, weil es ihn kümmerte, ob diese nun dreckig waren oder nicht, als viel mehr, um dem Mann der Marine demonstrativ zu zeigen: Ey Alter, das hat nur ein wenig wehgetan, guck her, ich bin nicht verletzt. Fast schon herausfordernd starrte der Afro-Träger dem Marine-Offizier in die Augen. Fang mich doch, wenn du kannst, du fettes Schwein! rief der Zimmermann dann und bereute das eben Gesagte nur einen Sekundenbruchteil später, als der Vizeadmiral nicht länger oben auf dem Dach stand, sondern wieder einmal mitten in der Luft, beziehungsweise eher mit den Füßen in Mikas Gesicht stand und den jungen Piraten durch die Wucht dieses Kicks zurück in das Loch in dem Gebäude kickte, aus dem er gerade eben erst wieder heraus getreten war. Für einen relativ großen Mann von beinahe 2 Metern besaß Raimondo allerdings seltsam kleine Füße, weshalb sich nun ein kleiner, richtig dunkler Fleck auf der Stirn des Tagträumers abzeichnete, während er vom Boden abprallte und durch die Rückwand des Gebäudes krachte. Auf diese Weise schaffte er einen neuen Hintereingang in ein anderes Gebäude. Als Mika das nächste Mal etwas sehen konnte, war alles rot und etwas verschwommen, er konnte nicht atmen! Er röchelte nach Luft, doch Flüssigkeit strömte in seinen Rachen, der restliche Körper außer seinem Kopf war aber irgendwie merkwürdig trocken.. In der Tat steckte der Mann aus Tuck mit dem Kopf voran in einem Weinfass fest. Doch trat nun die alkoholische Flüssigkeit auch durch das Loch, in dem der Kopf steckte, um den Hals herum aus, sodass der Pirat zum Glück wieder atmen konnte. Das vorherige Geblubber verstummte und an seine Stelle trat ein röchelndes Husten und Spucken, gefolgt von einem lauten Aufschrei: Was machst du denn da?! Was hast du hier zu suchen?! Mit verwirrtem Blick richtete sich der Zimmermann auf, doch konnte er die Quelle dieses Aufschreis zunächst nicht erkennen, was eigentlich kein Wunder ist, wenn man immer noch ein mittlerweise leeres Weinfass auf dem Kopf hat. Doch auch die Lösung dieses Problems sollte nicht lange auf sich warten lassen, als ein kleiner Hammer die Seite des Fasses zertrümmerte und den stark beharrten aus seinem Gefängnis befreite oder zumindest seinen Kopf. Vor ihm stand ein leicht untersetzter Mann mit Schürze, vorgeschobener Oberlippe, kurzem, grauem Haar und einem unglaublich mürrischen Gesichtsausdruck, der auf den durch den unerwarteten Schlag zu Boden gegangenen Kerl hinab starrte. Du schon wieder? Hat dir das, was du gestern Abend angestellt hast, nicht gereicht, du Bastard? Wie, wo, was.. ähm.. HÄÄÄH? Dem Piraten, der seinen Restalkoholpegel, der ohnehin noch nicht einmal auf Null gesunken war, gerade mit teurem Wein wieder ein wenig aufgefüllt hatte, starrte den mies gelaunten Barkeeper an, als würde er ihm gerade einen Witz von einem Pferd erzählen. Was sollte der Schwachsinn? Was hatte er denn am vorigen Abend so schlimmes verbrochen? Da wurde ihm bewusst, dass er wahrscheinlich nicht ohne Grund von der Marine verhaftet worden wäre, denn irgendwie musste er ja auffällig geworden sein, wenn ihn jemand erkannt hatte.
Just in diesem Moment brach nur wenige Meter weiter ein weiteres Stück aus der Mauer heraus und etwas krachte mit lautem Gepolter in ein anderes Fass, wärend die umher fliegenden Backsteine auch nocho die ein oder andere Flasche zerschmetterten. Nicht nur Mika war dieser Anblick ein Graus, auch der Barkeeper sah so aus, als hätte ihm grade jemand von dem Rang eines Admirals einen träftigen Tritt mitten in seine Kronjuwelen verpasst. Er stand zwar noch aufrecht, doch seine Knie zitterten und man konnte schon das weiße in seinen Augen sehen, während weißer Schaum aus seinen Mundwinkeln tropfte und sich am Boden mit den Pfützen verschiedener Weingemische verdand. In dem zerbrochenen Weinfass lag diese komische Momo, die sich wohl auch mit dem anderen Vizeadmiral ein wenig vergnügt hatte. Das schien dem untersetzten Mann den Rest gegeben zu haben. Er stammelte nur noch kurz Nicht die auch noch.. und sackte zusammen wie ein Häuflein Elend. Durch die beiden Löcher bahnten sich indes Raimondo und Marcel ihren Weg in den Lagerraum der Gaststätte, die Mika und Momo am Vortag wohl besucht hatten. Buhahahaha... lachte der Fettsack und starrte hinab auf den Piraten und dann auf die junge Frau. Und ihr wollt versuchen, uns zu entkommen? Buhahaha, dass ich nicht lache. Das irgendwie grunzende Lachen verstarb, als sich der Afro-Träger wieder aufrappelte und den letzten Rest des Fassbodens, der seinen Hals immer noch umschlossen hatte wie eine Halskrause, entfernte. Man, das hier hat gerade erst angefangen, du fettes Schw.. doch noch bevor der Pirat den Satz beenden konnte, schoss schon wieder ein Fuß auf sein Gesicht zu, doch dieses Mal war er darauf vorbereitet, denn er tauchte unter diesem hinweg, wirbelte das rechte Bein herum und trat den quer durch die Luft segelnden Vizedamiral mitten in seiner dicken Wampe, sodass dieser durch die Wucht des Kicks durch die nächste Wand geschleudert wurde. ..ein.
 

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Momo rieb sich den schmerzenden Kopf und richtete sich langsam auf. Das sie durch die Mauer gerauscht war, war nicht das Problem, sondern dass sie es mit dem Kopf voran getan hatte. Aber man konnte schlecht seine Flugbahn ändern, wenn die von jemand anderen schon festgelegt worden war. Nachdem sie so demütig vor dem Vizeadmiral gekniet hatte und darauf wartete, endlich sterben zu können, da ihr Kopf keine Lösung zuließ, aus diesem Schlamassel zu entkommen, kroch TickTack aus seinem warmen Versteck hervor. Er hatte sich unter Momos Top versteckt und sich dort zusammengerollt, doch anscheinend hat ihn die Tatsache, dass seine Besitzerin in der Zwickmühle steckte, aus seinem Versteck gelockt. Mit geübter Geschwindigkeit ringelte sich der Hermelin am Stock Marcels entlang und biss dem Admiral gehörig in die Hand. Das war zwar nur ein Mückenstich im Gegensatz zu den Dingen, die Marcel sonst so abbekam, doch er wunderte sich, was das wohl für ein Vieh sei. Anstatt seine Äuglein auf Momo zu richten, hatte er nun TickTack im Auge den er versuchte abzuschütteln. Doch der Kleine ließ nicht locker.
Momo nutzte die Gunst der letzten zehn Minuten und bewegte sich. Mit der rechten Hand schob sie den Gehstock ihres Feindes beiseite und spannte zugleich ihre Oberschenkelmuskeln an. Erst ging sie in die Hocke und dann drückte sie sich mit aller Kraft hoch. Mit ihrem Dickschädel knallte sie gegen das vorgereckte Kinn ihres Gegners und mit einem rechten Schlag, zahlte sie dem Vizeadmiral den Schlag in die Brust mitte heim. Marcel wich einige Schritte zurück und hielt sich sein Kinn, während Momo schon zum nächsten Angriff überging. Doch sie zielte Mal wieder daneben und wurde sofort am Kragen gepackt - um genauer zu sein an dem hinteren Teil ihres BHs. Mit Schwung und Grazie drehte sich Marcel einmal im Kreis, um für seinen nächsten Wurf Schwung zu holen. Wie ein Pfeil sauste die Teufelsfrau mit dem Kopf voran in die Kneipe, in der Mika mit seinem Peiniger schon einen Platz gefunden hatte.
"Ach scheiße, Mann." Mit ihrem Arm hinderte sie ihren BH daran ganz runterzurutschen, da das Kleidungsstück den Flug nicht überstanden zu haben schien. "Den hab ich erst neu gekauft!" "Mecker nicht, du blödes Gör sondern verpass diesem Mistkerl nochmal eine!" Doch Momo machte gar nichts. Sie sah sich erstmal um, wo sie überhaupt war und etwas zog an ihrer Erinnerung, doch es wollte ihr nicht einfallen was es war. "Hier war ich doch schon Mal." Die Kneipe war nun ziemlich instabil, denn eine weitere Wand wurde herausgebrochen, als Mika dem Fettwanst gehörig eine verpasste. "Schöner Schuss, Mika." Doch eine Kneipe wurde durch viel Alkohol ausgezeichnet, der leider nicht mehr vorhanden war. Einige Weinfässer waren zerbrochen, viele Flaschen standen nicht mehr dort, wo sie sein sollten und der ganze schöne Alkohol war auf dem Boden verteilt. Auf dem Boden vor ihr lag anscheinend der Besitzer der Schaluppe, der zu dem Ganzen gar nichts zu sagen hatte. Momo zuckte die Achseln, kniete sich vor dem älteren Kerl hin und erleichterte den älteren Herr um sein Hemd, dass sie sich überzog. "Riecht zwar etwas schlecht, aber besser als nichts."
Sie stand wieder auf und blickte in die Richtung, aus der sie geflogen war. Marcel betrat nun durch eins der Löcher die Kneipe und grinste schelmisch. "Na? Erinnert Euch das nicht an Etwas, Miss Ettrikskör?" Er breitete die Arme aus und füllte damit gut und gerne die Hälfte des Raumes aus. Wieder knurrte Momo bei ihren Nachnamen, doch jetzt wo ihr Gegner es erwähnte, fiel ihr wirklich etwas auf. Sie sah sich nach dem Thresen der Bar um und erblickte am unteren Ende des dunklen Holzes ein Loch. "Ich war gestern Abend hier...", murmelte sie. "Und du hast mit Mika einen über den Durst getrunken...", ergänzte Goody Momo leise und verschwand sofort wieder aus ihren Gedankengängen. "He, Mika. Kannst du dich erinnern, mit mir gestern einen getrunken zu haben. Und ich hab deinen Kopf in das Loch dort in den Thresen gestopft." Das kam ihr alles so unwirklich vor, doch es stimmte. Nur der Alkohol war wohl in so großen Mengen geflossen, dass sie einen breiten Filmriss hatte. "Noch irgendwelche Informationen, die du mit uns tielen willst?", fragte die Teufelsfrau an Marcel gewandt und bückte sich nach einem Backstein. "Nicht das ich wüsste, Miss..." Momo warf den Backstein halbwegs in die Luft und kickte ihn kraftvoll in Richtung ihres Gegners. Der Stein erwischte den Vizeadmiral an der Beule, die die junge Frau ihm schon vorher zugefügt hatte. Ein Schmerzenschrei erfüllte die luftige Kneipe und Marcel hielt sich fluchend seine Stirn, während er nach hinten stolperte. Dabei blieb er an einigen Backsteinen hängen, über die er glücklicherweise auch noch flog und unsanft auf seinem Rücken landete.
 
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