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Lars Gold

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Largo

Pirat
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37
Alter
29
Crew
Royal Flush Piraten
Posten
Koch
Alter
36 Jahre
Größe
2,20 Meter
Steckbrief
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Charakterdatenblatt

Persönliche Daten

Name: Gold
Vorname: Lars
Spitzname: Largo, Mr./Käpt'n Big Shot / Big Shot Largo

Geburtstag: 12.3.
Alter: 36 Jahre
Größe: 2,20 Meter
Gewicht: ca. 140 kg

Augenfarbe: Strahlend Blau
Haarfarbe: Blond
Blutgruppe: 0 +

Aussehen: Largo ist ein großer, stemmiger Mensch mit langem, blondem Haar, das zu einem Zopf gebunden über eine seiner Schultern hängt. Zusätzlich werden die Haare mit einem Tuch gebändigt, das als ständige Kopfbedeckung dient und in verschiedenen Farben getragen wird. Sein Gesicht verschwindet fast zur Gänze in einem blonden Vollbart, der wirkt, als wucherte er schon seit ein paar Jahren ungezügelt.
Ab dem Nacken abwärts zeichnet sich Largo vor allem durch seine Größe und Breite aus. Fast möchte man annehmen, der Zwei-Meter-Mann wäre ein Halbriese. Starke Arme sprießen von den Schultern und enden in groben Händen, die groß wie Teller sein könnten, wenn man sie sich geöffnet vorstellt, und meist mit braunen fingerlosen Handschuhen geschützt werden. Sein Torso ist beinahe Fass-förmig, beginnend in breiten Schultern, gefolgt von einer Brust, an der Schiffe zerschellen könnten, untersetzt mit einem leichten Bierbauch. Getragen wird hier meist ein weiß-fleckiges Unterhemd/T-Shirt (gerne auch weiß-blau/-schwarz/-rot/-grün quergestreift), bedeckt mit einer schwarzen Lederweste, die diverse aufgesetzte Taschen hat. Seine kräftigen (wenn auch etwas kurz geratenen) Männerbeine stecken in ausgebleichten, rissigen Jeans, gehalten von einem breiten, schwarzen Gürtel mit eisengrauer Schnalle und stabilen Stiefeln, deren Schäfte unter der Hose verschwinden. Die Stiefel haben Eisenkappen, um die Zehen zu schützen.

Besondere Merkmale:
Auffällige Merkmale von Largos Kleidung sind vor allem sein Schmuck, der aus simplen Metall-Ketten besteht, die er in klein um den Hals und etwas größer an der Hose trägt. Davon ab hat er einige Tattoos, nennenswert auf den Oberarmen (Schädel links, Herz rechts), sowie das Wort „GERECHTIGKEIT“ (im Sinne von Moral, nicht von Justiz) auf seiner Brust, direkt über dem Herzen. Ferner ziert den Rücken seiner Jacke ein aufgenähter Jolly-Roger, der aber zu keiner bekannten Bande gehört, umgeben von stilisierten Explosionen. Unverkennbar ist aber vor allem eins, nämlich die schwarz-glasige Sonnenbrille, die er angeblich nicht mal zum Schlafen abnimmt.

Ein weniger körperliches, aber durchaus optisches Merkmal Largos ist der Alkohol, den er fast immer bei sich trägt und trinkt. Ebenso riecht er wegen seiner Arbeit oft nach Alkohol und scheint meist einen leichten Dusel zu haben. Hinter vorgehaltener Hand behaupten viele im Hafen von Loguetown, dass durch seine Adern Grog statt Blut fließt.

Herkunft und Familie

Verwandte:
Edward „Ed“ Gold; verstarb mit 57 Jahren. Ed war Besitzer einer Bar in Loguetown und ein Brocken von einem Kerl. Angeblich war er selbst ein Abenteurer, bis er seine Frau Mini heiratete und sich niederließ, um sich um seine Familie zu kümmern. So gründete er eine Bar beim Hafen, die er zwar mit viel Hingabe und Liebe führte, diese Liebe war jedoch immer hinter Frau und Kind angestellt, für die er jeden freien Moment opferte. Sei es, dass er Largo abends Geschichten seiner Abenteuer erzählte, oder Zeit mit seiner gutherzigen und wunderschönen Frau verbrachte. Man erkannte in ihm die Sorte Mann, die die raue See erlebt und die Wildheit der Welt gespürt hatte und deswegen nun die Sicherheit der Zivilisation nur umso mehr schätzte. Nie beklagte er sich über einen „langweiligen“ Tag. Er war erst nicht begeistert davon, dass Largo sein Zuhause verlassen wollte, um Abenteuer zu erleben, wie sein Vater zuvor, wusste er doch um die Gefahren, die einen erwarteten. Dennoch ließ er ihn gehen, geschlagen von der Tatsache, dass er es sich wohl selbst zuzuschreiben hatte, wenn man die zahllosen Abenteuergeschichten bedenkt, die er Largo über die Jahre erzählt hatte. Allgemein hält Largo sehr viel von seinem Vater und verliert kein böses Wort über ihn. Tatsächlich ist es kein Geheimnis, dass die beiden sich inzwischen mehr ähneln, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt, sodass ältere Hafenbürger Loguetowns die beiden hin und wieder verwechseln.
Traurigerweise starb Largos Vater vor einigen Jahren nach langer Krankheit und Kummer für alle überraschend an einer Krankheit. Bis zuletzt war nichts davon an seine Bekannten gegangen und wenn doch etwas auffiel, wurde es mit einem dummen Spruch beiseite gewischt. Sein Sohn sollte erst davon erfahren, als er Jahre später von seinen Reisen zurückkehrte.

Mini-Strone Gold, geborene Meistersuppe; verstarb mit 52 Jahren. Largos Mutter war eine gutherzige und – zugegeben – auch etwas naive Frau, die sich wegen ihres frohen, unbeschwerten Gemüts großer Beliebtheit in ihrem Umfeld erfreute. Sie war die Tochter einer Familie von Kulinar-Magnaten, die sich mit ihren verzehrfertigen Suppen-Gerichten ein beachtliches Vermögen erarbeitet hatten.
Mini lernte Ed kennen, als dieser nach einem seiner Abenteuer in Loguetown anlegte und verliebte sich schnell in das großkalibrige Raubein, das so völlig anders war, als die glatthaarigen Schnösel, die ihr ihre Eltern schmackhaft machen wollten. Als Mini ihren Ed heimlich heiratete, kam es zu einem Eklat, an dessen Ende sie mehr oder weniger ohne Eltern, Namen und alles dastand. Nur Ed stand an ihrer Seite, auch wenn sie jetzt mittellos war.
So bauten sie gemeinsam die Hafenkneipe auf, die die Familie Gold für die nächsten Jahre finanzieren sollte. Dabei übernahm sie die Zubereitung einiger Speisen, die den Gästen verkauft wurden und brachte auch ihrem Sohn ein paar Dinge bei, wenn dieser nicht damit beschäftigt war, mit seinem Kindheitsfreund Kuma die Straßen der Stadt unsicher zu machen.
Largo liebt seine Mutter abgöttisch, hat deswegen einen Soft-Spot für Mütter bzw. Frauen allgemein entwickelt. Bedauerlicherweise starb Largos Mutter bei einem Überfall auf den nächtlichen Straßen, während er auf Abenteuerfahrt war. Er erfuhr auch von ihrem Tod erst bei seiner Heimkehr und war am Boden zerstört.

Bekannte:
Kuma „Sidestep“ Bolt; 36 Jahre alt, totgeglaubt; Kuma war Largos bester Freund seit seiner Kindheit und auch für viele Jahre danach, sie waren kaum voneinander zu trennen. Wo der eine sich herumtrieb, war der andere nicht weit, ob als Kinder, oder als Kerle waren sie sich näher, als es sonst nur Blutsbrüder sein könnten. Auch später, als sie sich aufmachten, um Abenteuer zu erleben, bildeten sie eine Einheit und trafen ebenso ihre Entscheidungen zusammen, wie sie auch ihre Gegner verprügelten. Als Kuma dann eines Tages eine Teufelsfrucht herunter schlang, die ihn in einen Bärenmenschen verwandelte, war dies nur ein Anreiz für Largo, mit seinem besten Freund mitzuhalten, wenn es ums Kämpfen ging und sich abzukucken, wozu sein "Brüderchen" plötzlich fähig war. So etwas wie Neid untereinander gab es nicht. Es brauchte tatsächlich einen Sturm, um die beiden schließlich voneinander zu trennen, bei dem Kuma von Bord ihres Schiffes gerissen wurde. Largo hält ihn seitdem für tot, weil Kuma wegen des Fluches der Meere ertrunken sein musste. Der blonde Kerl hatte es grade so geschafft, seine eigene Haut zu retten, während für Kuma augenscheinlich jede Hilfe zu spät kam. Eine der wenigen Sachen, die Largo bis heute bedauert, weil ein kleiner Teil von ihm zu wissen glaubt, dass der Freund, dem er mit dem Move „Bearclaw“ gedenkt, noch am Leben ist.

(Jetzt) Marine-Sargeant Roy Fillby; 35 Jahre alt; Roy und Largo begannen ihre Leben an gegenseitigen Enden des sozialen Spektrums. Wo Largos Eltern relativ arm waren, lebte Roys Familie in Saus und Braus, weil Roys Vater, Logan, ein angesehenes Mitglied der Marine war und hohes, gesellschaftliches Prestige als versehrter Piratenjäger und Geschäftsmann genoss. Teilfinanziert durch dessen wohlhabende Frau Lydia. Beide lebten den elitären Lifestyle und übertrugen ihn auch auf ihren Sohn, der bald dazu überging, sich und seine Internatsfreunde für etwas Besseres zu halten und dieses Selbstbild auch gerne nach außen zu tragen. Insbesondere Kindern und Jugendlichen wie Largo und Kuma gegenüber, was mehr als einmal zu handfesten Prügeleien unter den Heranwachsenden führte. Erst, als diese Konflikte eines Tages überhand nahmen, mischten sich die Eltern ein, statt zu schlichten brachten sie die Situation aber völlig aus dem Ruder, als Logan Largo mit einer Waffe bedrohte und Ed tollkühn mit einem Knüppel einschritt.
Die Polizei vor Ort ging schließlich dazwischen und setzte Ed unter Arrest, während die Fillbies größtenteils ungeschoren davon kamen. Abgesehen von Roy, den sein Vater seither für verweichlicht hielt und auf die Marine-Akademie schickte.
Heute ist Roy ein überaus disziplinierter und aufrechter Kerl, wenn auch immernoch eingebildet und vor allem begierig darauf, in der Marine aufzusteigen, koste es, was es wolle. Die Erinnerungen an den verwöhnten Jungen haben Largo nie verlassen und dazu geführt, dass er reiche und feine Leute nicht besonders schätzt, auch wenn das alles viele Jahre zurückliegt.

Geburtsort: Ein Wohnzimmer in Loguetown.
Geburtsinsel: Loguetown
Geburtsozean: East Blue

Charaktereigenschaften

Interessen: Largo liebt es, zu feiern und betrunken zu sein, neue Leute kennen zu lernen und ebenso, sich mit diesen zu raufen und Geschichten auszutauschen. Er spielt gern Karten und grölt nahezu jedes Lied mit, ob er den Text kennt, oder nicht, ist egal. Hauptsache, er und seine Begleitung haben eine gute Zeit. Dabei beweist Largo auch gern, wie stark er ist, macht mit Wildfremden Armdrücken und andere „Männerspiele“, bei denen er dann auch gern wettet. Schön, wenn man dabei dann Spaß hat, umso schöner aber, wenn er selbst sauber gewinnt und ein paar Berries den Jubel versüßen. So wie er das Trinken liebt, liebt er aber auch das Essen und probiert, was ihm vor die Nase gehalten wird. Ebenso kocht er auch und braut Getränke zusammen, die teils mehr, teils weniger angenehm für den normalen Gaumen/Magen, aber immer stark und intensiv sind, denn das ist, was ihm am besten schmeckt. Auffällig ist dabei, dass Largo, wenn er in der Küche werkelt, oder etwas ähnliches erledigt eine Ruhe und Konzentration an den Tag legt, die man dem sonst so lauten und manchmal chaotischen Kerl gar nicht zutrauen würde. Er sieht es außerdem gern, wenn Menschen um ihn herum zusammen arbeiten, um etwas zu erreichen, das für einen Einzelnen unerreichbar scheint und fässt dabei auch gerne mit an.

Etwas, dass Largo selbst nur ungern zugibt, ist die Tatsache, dass er es bei aller Herzensgüte LIEBT, Geld zu machen. Am liebsten natürlich, in dem er es gewinnt, aber er hat auch kein Problem damit, sich zu nehmen, was er sieht, solange er den Eindruck hat, dass der Besitzer es nicht „wirklich braucht“. Er würde nie Geld von armen Leuten (an-)nehmen, tut sich aber auch schwer, es einfach so zu verschenken. Einzige Ausnahme bilden da hilfsbedürftige Frauen und Kinder, für die er schnell ein paar Berrie in seinen Taschen findet.

Abneigungen: So wie Largo es gern sieht, wenn die kleinen Leute zusammenhalten, so kann er es nicht ausstehen, wenn auf Schwächeren herumgehackt wird. Das sind Situationen, in denen er sich prinzipiell einmischt, was dann nicht selten in Handgreiflichkeiten endet. Dabei ist ihm egal, wer der Schikanierende ist. Er prügelt sich mit einfachen Randalierern ebenso wie mit Piraten und Marine-Soldaten, weshalb er auch schon die eine, oder andere Nacht in einer Arrestzelle verbringen musste, oder anderswie in Schwierigkeiten war. Ebenso kann er es nur schwer tolerieren, wenn Leute einander betrügen, oder anderswie ernsthaft hintergehen. Umso schlimmer, wenn erwähnte Betrüger sich gegen arglose, oder verzweifelte Leute richten. Auch die Marine und damit die Weltregierung haben bei ihm keinen guten Stand, hat er doch am eigenen Leib erfahren, wie sie diese "Gerechtigkeit" definieren, als sie seinen Vater einsperrten. Die vielen Geschichten, die er zusätzlich von Seeleuten in seiner Kneipe hört, helfen dabei aber auch wenig.
Menschen, die sich feindselig verhalten und sich schamlos in Grausamkeit und Tücke ergehen, straft Largo schnell und anhaltend mit Verachtung. Für ihn sind sie unbestreitbar Abschaum. Ebenso hält er nichts von Leuten, die einer gescheiten Keilerei in jeder Situation aus dem Weg gehen. Sie sind für ihn Drückeberger, die sich zu fein sind, sich mit „Seinesgleichen“ zu amüsieren. Das betrifft auch schnell offensichtliche Schnösel, oder anderswie „feine Leute“, die mit ihren erlauchten Geschmäckern und Einstellungen, Vermögen, oder Techniken protzen. Etwas verliert sofort an Wert für Largo, wenn es als kultiviert, oder besonders edel gilt. Das betrifft auch schon einfache Manierlichkeiten, je nach dem, wen man fragt. Auch sorgt es bei ihm schnell für Unmut, wenn man an seinem Stil, oder dem, was er tut herumnörgelt. Wer sich ausdauernd über ihn muckiert, lebt definitiv gefährlich! Außerdem kann er das Lied „Binks' Rum“ nicht ausstehen, seit es als offizielles "Lied der Piraten" völlig überkultiviert und zu oft gesungen wird. Nach mehreren Nächten ständiger Wiederholung würde wohl jeder den Geschmack verlieren. Mehr als nur ein Instrument ging deswegen bereits zu Bruch, auch wenn er Kneipenmusik im Allgemeinen liebt.

Mag:

Feiern
Alkohol
Das Schließen von Bekanntschaften
Prügeleien
Kartenspiele
Kneipenmusik
Wettbewerbe (Armdrücken, etc)
Wetten/Glücksspiel
Deftiges/Intensives Essen
Kochen und Brauen
Zusammenarbeit unter „kleinen Leuten“
Anderen eine Hilfe zu sein
Eine klingelnde Kasse

Hasst:

Unterdrücker/Leute, die ihre Macht misbrauchen
Grausamkeit allgemein
Lügner/Betrüger
Feiglinge und Drückeberger
„Feine Leute“ und deren Kultur
Kritik an ihm/dem, was er tut
Das Lied „Binks' Rum“

Persönlichkeit: Wer Largo auf der Straße trifft, fragt sich meist, was ein solcher Rohling in der Zivilisation verloren hat. Manch einer wechselt die Straßenseite, nur für den Fall, dass der breite Hühne zu irgendeiner Gang gehört, wenn Largo für sich durch die Straßen einer fremden Stadt stapft. Er braucht diesbezüglich nichts zu sagen oder zu tun, denn seine große Erscheinung, eigenwillige Kleidung und sparsame Ausdrucksweise übernehmen das für ihn. Sie lassen ihn für viele schnell wie jemanden wirken, dem man am Besten aus dem Weg geht, wenn man keinen Ärger will. Dass das meiste davon nicht stimmt, vermögen ironischerweise vor allem unbedarfte Augen nur all zu schnell zu entschlüsseln und sehen den gutmütigen Brummbär, wo andere den Schläger-Typen sehen. Speziell Kindern gegenüber zeigt sich schnell eine etwas brummige, aber doch sehr sanfte Seite an Largo, die viele nicht vermuten würden, wenn sie ihn sehen. Nie würde er die Hand gegen ein Kind erheben und sollte es jemand anders tun, so ist er einer der ersten, der dazwischen geht. Gleiches gilt für Frauen, die in Bedrängnis geraten, oder anderswie seiner Hilfe bedürfen, solange diese selbst keine Monster in seinen Augen sind.
Wenn Largo dann irgendwann den Mund aufmacht, fällt schnell auf, dass er vor allem sehr direkt ist und schnell ungefiltert wiedergibt, was ihm in den Sinn kommt. Es wird gerne mal laut gedacht, oder unverständlich vor sich hin gemurmelt, während er zum Beispiel angestrengt nachdenkt. Im Umgang mit anderen ist er daher beileibe nicht der höflichste Zeitgenosse, aber auch kein bösartiger Barbar, der andere herumschubst, wie es ihm passt. Grade als Gastgeber zeichnet ihn eine grobe Herzlichkeit aus, die sich schneller zeigt, je ähnlicher man ihm selbst ist.

Ist Largo nun mit Freunden unterwegs, oder an einem Ort, an dem er sich wohl fühlt, wandelt er sich von einem ruhigen Einzelgänger zu einem geselligen Rudeltier, das mit einem Karten spielt, Zigarre raucht und auch den einen oder anderen hebt, noch ehe man seinen Namen gehört hat. Dieser Zustand tritt allerdings auch ein, wenn er betrunken ist, unabhängig von seiner Umgebung. Dann ist er laut, gut gelaunt und redselig, hört sich ebenso gern Geschichten an, wie er sie erzählt und dabei Witze austauscht. Wenn er lacht, dann so laut, dass man meint, alle Gläser im Raum klirren zu hören.
Es kann aber auch vorkommen, dass ihm jemand wegen der einen oder anderen Sache auf den Schlipps tritt und sich dann schnell in einer handfesten Situation befindet, die jedoch auch binnen eines Wimpernschlages wieder vergessen sein kann. Oder aber man schürt Largos Zorn bewusst, oder mit etwas Grundsätzlichem und fängt sich dann einen Satz warme Ohren ein, oder auch zwei, oder drei. Doch selbst darüber kann er meistens noch lachen, sofern Largo sich nicht in seinen Prinzipien angegriffen gefühlt hat, auch wenn er die Schlägerei verlieren sollte. Er ist ein überaus loyaler Freund und hat einen Hang zu halsbrecherisch-selbstlosem Verhalten, wenn er jemanden mag, denn Freundschaft ist für ihn eines der wertvollsten Güter. Ebenso ist er aber auch ein loyaler Feind und vergisst ebenso schwer, wie er ernste Dinge verzeiht.

Das alles sind jedoch nur Teile des Panzers, der das Innere des blonden Riesen ummantelt, welcher ein tiefes Gefühl der Traurigkeit und der Einsamkeit in sich birgt. Unsicherheiten schüren seinen Wunsch nach Bestätigung, Gesellschaft und Zuspruch, während Ängste vor Ablehnung und Verlust ihn zum Einzelgänger machen, obwohl jene, die ihn kennen, als guten und lustigen Kerl beschreiben. Diese innere Unsicherheit ist es, die ihn für manche wie einen stolzen, eitlen Großkotz dastehen lassen. Alles nur Fassade, damit keiner merkt, dass er sich innerlich nicht so groß fühlt, wie er nach außen hin ist.
Der Teil, den man nach außen sieht – seine Hilfsbereitschaft, nämlich – fußt auf dem unbewussten Bedürfnis, seine Versäumnis bei Kumas Verschwinden zu sühnen. Niemals wieder will er einen Freund verlieren müssen, weil er untätig war.

Lebensziel: Largo hat zum Ziel, die Welt zu bereisen, neue Orte zu sehen und Leute zu treffen. Er hofft dabei etwas zu finden, das ihn in seinen Grundfesten berührt und glücklich macht und die Gedanken von Schuld, die er sich aufbürdet, hinfort wäscht. Wenn man ihn fragte, würde er eher sagen, dass er "die Welt sehen, einen riesen Haufen Berries einsacken und den besten und stärksten Grog aller Zeit brauen und saufen will, bevor er den Piratenkönig zum Armdrücken herausfordert".

Stärken und Schwächen

Stärken: Die offensichtlichste Stärke Largos ist seine gewaltige Erscheinung. Sein Körper sieht nicht nur stark aus, er ist es auch und hat ihn schon durch so manche Schlägerei gebracht, wenn seine Statur allein nicht ausgereicht hat, einen Streit zu schlichten. Dabei teilt er mit seinen Armen schon gut aus, vermag aber umso mehr einzustecken und spätestens, wenn man am Boden liegt und er sich auf einen setzt, ist für die meisten (normalen) Leute Feierabend. Seine Hände sind tellergroß und halten für gewöhnlich was sie einmal packen, dabei spielt es keine Rolle, worum es sich handelt, solange es hinein passt. Wenn man bedenkt, mit wie viel körperlicher Arbeit (und Alkohol) er seinen Körper tagtäglich malträtiert, sind seine Kraft und Zähigkeit aber auch wenig verwunderlich.

Nur marginal weniger offensichtlich ist, dass Largo es leicht fällt, sich Gehör zu verschaffen. Wer groß und breit ist und schwer arbeitet, hat auch dementsprechend große Lungen, mit denen man sehr laut und eindringlich reden kann, sofern man denn den Mund aufmacht. Nur ein weiteres Symptom von Largos Fähigkeit, bei den meisten Leuten Eindrücke zu hinterlassen und seine Sicht der Dinge zu verdeutlichen. Wer groß und laut ist, bekommt zumindest mano-a-mano schneller recht als kleinwüchsige Genies. Wobei er wesentlich lieber Geschichten erzählt, als mit jemandem zu diskutieren.

Ferner ist Largo ein überaus fähiger Geschäftemacher wegen seiner langjährigen Erfahrung als Wirt. Er versteht, was die meisten Dinge in etwa kosten und ist niemand, der groß mit sich feilschen lässt. Wenn doch, dann nimmt er dabei meist das Heft in die Hand und gibt erst Ruhe, wenn er hat, was er will für genau die Menge Berries, die er kalkuliert hat. Man sollte ihm trotzdem keine ökonomischen Fragen stellen, schließlich ist er trotz aller beruflichen Ähnlichkeiten kein Bänker, sondern Wirt und zählt standesgemäß mit den Fingern statt einem Abakus. Was wohl aus ihm geworden wäre, wenn er mehr Schulbildung genossen hätte?

Auch seiner Herkunft und Arbeit in einer Hafenkneipe geschuldet ist der Fakt, dass Largo sich auf das Kochen von Speisen und das Brauen verschiedener Getränke versteht. Er versteht sich darauf, hungrige Bäuche zu füllen, klare Köpfe mit Alkohol zu vernebeln und verkaterte Schädel mit Hausmittelchen weniger laut brummen zu lassen. Wobei erwähnt werden muss, dass er beileibe kein Sternekoch ist. Seine Gerichte und Getränke sind weder besonders delikat, noch weisen sie die Rafinesse auf, mit der sich Möchtegern-Köche oft schmücken. Sie sind haltbar, billig in der (massenhaften) Herstellung und stark in ihrer Wirkung, hauen Zartbeseitete nicht nur mit ihrem Alkohol, sondern auch der schieren Gewalt des Geschmackserlebnisses um. Manch einer streckt seine Drinks und Eintöpfe mit Wasser, bzw. Mayonaise um sie genießen zu können.

Vom ersten Eindruck oft abweichend ist Largos größte charakterliche Stärke der Umstand, dass sein Herz nicht nur physisch recht groß ist und beharrlich seinen Puls hält. Auch im übertragenen Sinne ist der blonde Brecher großherzig, hat eine freundliche, wenn auch nicht höfliche Seele, förmlich besessen vom Bedürfnis, etwas heldenhaftes zu tun. Er würde das nur selten zugeben, aber Largo hat eine Schwäche für Leute, die selbst schwach sind und seine Hilfe brauchen und er fühlt oft mehr mit, als dass er versteht. Dies fällt vor allem bei Frauen und Kindern auf, für die er alles stehen und liegen lässt, sollten diese auf irgendeine Weise in Gefahr geraten. Nicht umsonst hasst er die Weltregierung/Oberschicht und die Marine für ihr oft herzlos anmutendes Verhalten und macht daraus auch kein Geheimnis. Er hat überaus firme Prinzipien seine ganz persönliche Auffassung von Gerechtigkeit betreffend, an denen kein Pragmatismus der Welt zu rütteln vermag. Ironischerweise beinhalten diese meist, es mit dem Gesetz nicht all zu eng zu sehen, wenn die Umstände dies nötig machen.

Schwächen: So wie es eine Stärke Largos ist, seine Statur für sich sprechen und arbeiten lassen zu können, ist es auch eine der Schwächen, die einem am schnellsten an ihm auffallen. Nicht nur ist Largo wegen seiner Erscheinung niemand, der „mal eben so“ von der Bildfläche verschwindet, sondern er ist auch recht einfach einzuschätzen, wenn man ein wenig Menschenkenntnis mit sich bringt. Man sieht ihm zwar nicht an der Nase an, was im tiefsten Inneren seiner Seele los ist, aber es ist unschwer zu erkennen, wie seine oberflächlichen, alltäglichen Gefühle und Gedanken arbeiten. Largos Launen stehen ihm auf die Stirn geschrieben und seine Lügen sind durchschaubar wie moderat-schmutzige Fenster.

Seine Größe birgt aber noch einen weiteren, physischen Nachteil, denn es mangelt ihm bei vielen Dingen an Geschick und Sensibilität, ähnlich wie bei Unterhaltungen, bei denen es oft den Anschein hat, als habe er das Feingefühl eines Vorschlaghammers und das Taktgefühl eines Backsteins, wie auch die Subtilität eines Karneval-Umzugs. Er ist ein chronischer Kopf-durch-die-Wand-Mensch, der kein Gefühl (und auch keine Achtung) für Heimlichkeit besitzt. Ähnliches sollte man erwarten, wenn man einem Plan folgt, den er geschmiedet hat. Er hat kein Auge für Details und Feinheiten, denkt lieber direkt, kurzfristig und improvisiert. Eine Tür, die im Weg ist, wird eingetreten. Auf eine Welle, die sich vor ihm auftürmt, wird geschossen, oder eingeprügelt. „Plan B“ scheint für ihn ein Schimpfwort zu sein.

Ähnliches zeigt sich auch in der Art, wie er kämpft, denn nach einer ausgefeilten Technik, oder übermäßigem Geschick sucht ein Dojo-Besucher zwecklos. Wo andere einen Kampf durch ihre Geschicklichkeit und kunstvolle Manöver für sich entscheiden, zieht Largo es vor, den Gegner möglichst hart (und am besten nur ein mal) zu treffen und den Rest (wie bei seinen Plänen) zu improvisieren. So bewegt er sich langsamer, wuchtiger und ist weniger präzise, als die meisten Menschen von vergleichbarer Kampfkraft.
Rein körperlich zeigt sich dies jedoch vor allem in der Art, wie er sich bewegt und wie er arbeitet. Sektgläser gehen ebenso schnell zu Bruch wie feines Porzellan. Sämtliches Geschirr in Largos Besitz besteht entweder aus Holz, oder Metall. Ebenso sollte man ihm keine Aufgaben wie das Knacken eines Schlosses, oder die Handhabe anderer Feinwerke aufbürden, denn auch diese Enden für gewöhnlich in Scherben der einen, oder anderen Art. Dabei spielen einerseits Largos großen Hände, aber auch seine Persönlichkeit hinein, die keine Geduld für „Fummelkram“ jeglicher Art hat und überdurchschnittlich schnell Frust anheim fällt, wenn es an solche Aufgaben geht. Er schafft es gerademal, die Schnaps-Gläser seines Vaters zu spülen, ohne sie zu zerbrechen.

Eine weitere, sehr persönliche Schwäche ist Largos innere Unsicherheit seiner Selbst betreffend. Er neigt dazu, sich unnötigen Herausforderungen zu stellen und sich zu übernehmen, als müsse er sich und der Welt etwas beweisen. Er übertreibt für sein Leben gern bei Geschichten, gibt gerne mit Dingen an, die er erreicht hat und ist allgemein eitler, als es ihm gut tut. Es ist recht leicht, ihn zu etwas zu überreden, wenn man ihn ein bisschen kennt. Frauen gewinnen ihn schnell für sich, wenn sie nur freundlich zu ihm sind und hilfsbedürftig mit den Augen klimpern, Kinder haben nicht mal das nötig. Er glaubt ihnen alles mögliche und lässt sich dann als Retter in der Not einspannen, wo die Herren der Schöpfung ihm einen Batzen Berries als Belohnung bieten müssten. Sein tiefer Wunsch, ein Held zu sein ist sein stärkster Motor und stoppt erst, wenn die Gefahr gebannt, oder ihm klar geworden ist, dass man ihn reingelegt hat. Einer der größten, roten Knöpfe, die man drücken kann sind sein Aussehen und sein Essen. Wenn man es darauf anlegt, ist Largo ebenso leicht auf die sprichwörtliche Palme zu bringen, wie er auch zu manipulieren ist. Ist ersteres geschafft oder letzteres gescheitert, sollte man aber auch tunlichst in Deckung gehen, denn so wie Largo leicht zu erzürnen ist, so hemmungslos wütet er dann auch. Fast möchte man vergessen, dass er ein menschliches Wesen ist, so rabiat und animalisch kann er toben und daran auch noch gefallen finden, denn wenn Largo wütend ist, fühlt er sich stark. Liegt etwas persönliches zwischen ihm und seinem Gegenüber, vergibt Largo nur selten und NIEMALS leichtfertig, denn er ist ebenso aufrecht, wie er stur ist. Fühlt er sich im Recht, vermag er jemandem noch über Jahre zu grollen, wenn sich die Sachlage zwischen den beiden nicht rabiat ändert.

Klassen

Kampfklasse: Krieger
Jobklasse: Koch

Biographie

Largo kam als Lars Gold und als einziger Sohn von Edward und Mini Gold in einem Wohnzimmer im Hafenviertel von Loguetown zu Welt. Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte Lars dabei an der Seite seiner gutherzigen, aber auch etwas naiven Mutter, die ihre Mitarbeit in Edwards Hafenkneipe hinten an stellte, bis ihr „kleiner Riese“ - wie sie ihn nannte - aus dem Gröbsten raus war. Dabei erzählte sie ihm oft Geschichten darüber, was für ein Abenteurer sein Vater früher gewesen war und dass er einmal genau so groß werden würde, wie er. Letzterer leistete dazu ebenfalls seinen Beitrag, in dem er seinem Sohn selbst laufend neue Geschichten erzählte, die er sich zwar teils aus den Rippen schnitt, die seine Familie aber großartig unterhielten. Als Lars schließlich laufen und sprechen konnte, verbrachte er einiges an Zeit innerhalb besagter Hafenkneipe, wo er hier und da mithalf, aber am liebsten den Geschichten der dort trinkenden Seeleute zu hörte, während diese sich mit Grog volllaufen ließen. Bald kam Largo in die Schule, wo er seinen ersten und ab da auch wichtigsten Freund traf.

Kuma (selbst Sohn eines Hafenarbeiters) wurde schnell zu soetwas wie einem Bruder für Lars, mit dem der große, blonde Junge nun einen Großteil seiner Zeit verbrachte, wenn er nicht in der Kneipe der Familie gebraucht wurde. Zusammen trieben sie sich viel in der Stadt herum und kannten diese bald besser, als das Innere ihrer Taschen. Dabei offenbarte sich schnell der Hunger auf Abenteuer, den Lars von seinem Vater geerbt haben musste, denn für ihn gab es immer etwas neues zu entdecken und zu erleben. Nun war er es, der seinen Eltern Geschichten seiner Abenteuer in der Stadt erzählte und diese auch gern ausschmückte, da sie (wie die meisten Abenteuer von Kindern) ohnehin zur Hälfte in der gemeinsamen Fantasie von Lars und Kuma stattgefunden hatten.
Die einzige Art Geschichte, die er dabei nicht erzählte, waren die, in denen es um seine Begegnungen mit Kindern aus anderen Vierteln ging. Hauptgrund dafür war die überwiegende Natur dieser Begegnungen, denn schon als Kind und Heranwachsender war Largo verhältnismäßig groß und breit und auf Grund seiner einfachen Herkunft schnell das Ziel von Hänseleien seitens besser gestellter, normalerer Kinder. Selbige merkten zwar bald, dass ihnen einiges an Ärger blühte, weil der blonde Knabe auch recht stark für sein Alter war und gut im Steineschmeißen war, dennoch war es wohl eine zu große Verlockung für sie, ihn zur Weißglut zu treiben und sich dann zu verstecken. Sein bester Freund Kuma versuchte zwar oft, Lars zu helfen, wurde dabei aber nur ebenso zum Ziel. Dieser Konflikt trieb sich auf die Spitze, als sich aus diesen Kindern ein Anführer herauskristallisierte: Der Magnatensohn Roy Fillby, der es nicht nur bei Lars selbst beließ, sondern sich auch über seine Eltern ausließ, besonders über die törichte Entscheidung seiner Mutter, ihrer reichen Familie zu entsagen und einen „Dahergelaufenen“ zu heiraten.
Das war der Augenblick, der das Fass für Lars zum Überlaufen brachte und dazu führte, dass dieser einen regelrechten Kinderkrieg vom Zaun brach. Er rottete alle Kinder um sich, die ähnliche Probleme wie er hatten und gründete eine Bande, mit deren Hilfe sie es allen anderen Kindern heimzahlen wollten und genau das taten sie. Was folgte, war ein Sommer gesäumt von weinenden Bonzen-Kindern, die mit Dreck beworfen, verhauen, oder um ihr Taschengeld erleichtert wurden, wenn sie sich mit den Falschen anlegten.
Höhepunkt war dabei, als sich schlussendlich die Eltern einmischten und dem Ganzen ein Ende setzten, namentlich Roys und Lars' Vater, die sich deswegen auf offener Straße prügelten, bis die Polizei dazwischen ging. Lars' Vater kam ins Gefängnis, wegen der Schlägerei und stellvertretend für seinen Sohn, der noch zu jung für eine Bestrafung durch die Stadt war. Roys Vater hingegen wurde gegen Kaution freigelassen und Roy selbst wurde (in Lars' Augen) gar nicht belangt. Für Lars eine Ungerechtigkeit, die ihn für den Rest seines Lebens prägen sollte.

Die Zeit danach wurde durch mehr Arbeit und weniger Spaß für Lars geprägt, denn er musste nun, wo sein Vater einsaß, wesentlich mehr in der Kneipe tun, was ihn sehr ärgerte. Doch er verstand auch, dass seine Mutter jetzt diese Hilfe brauchte und lernte dabei auch den Wert, anderen zu helfen, statt nur denen zu grollen, die es besser hatten, als man selbst. Tatsächlich half ihm diese Zeit dabei, zu mehr zu werden, als nur zu einem wütenden Unterschichtler, der andere herumschubste und auf seiner Brust trommelte. Mehr und mehr in das Geschäft investiert, lernte Lars bald die Rezepte seiner Eltern und auch, wie man Geschäfte machte. Auch, nachdem sein Vater aus der Haft wiederkehrte, verbrachte Largo mehr Zeit in der Kneipe und arbeitete mehr, als er musste, fest davon überzeugt, dass es genau das war, was einen zum Mann machte. Er traf sich wieder öfter mit Kuma, der allerdings ähnlich wie Lars nun mehr von seinen Eltern eingespannt wurde und kaum Zeit hatte, sich herum zu treiben.
Stattdessen trafen sie sich in der Kneipe und tauschten sich dort aus. Über das, was sie erlebten, was sie erlebt hatten und das, was hoffentlich noch vor ihnen liegen sollte. Diesmal war es allerdings Kuma, der von beiden die größeren Träume hatte, hinaussegeln und die Welt sehen wollte, wohingegen Lars sich in seiner Rolle vor Ort inzwischen ganz wohl fühlte. Waren die meisten der Burschen, die er so sehr gehasst hatte, nun auf die Marineakademie geschickt worden, um Männer zu werden und das soziale Umfeld, dass er so gehasst hatte, zerschlagen. Dennoch brauchte es keine große Überredungskunst, um ihn für Kumas Träume zu gewinnen, immerhin war dieser quasi sein Bruder.
Kein halbes Jahr später hatten sie genügend Geld zusammengekratzt und genug Mut gesammelt, um den Hafen von Loguetown mit einem kleinen Segelboot zu verlassen. Es sollte Lars für immer im Gedächtnis bleiben, dass seine Eltern beide am Kai standen und ihm zuwinkten, während Kuma mit dem Boot allein aufgetaucht war. Sein Vater Edward war nach langem Brüten doch einverstanden gewesen, Lars gehen zu lassen und Mini nur voll mütterlicher Wehmut dem einzigen Kind nachschauend.

Erst hatten Lars und Kuma vor, direkt in Richtung Grand Line zu segeln, trotz all der Schauergeschichten, die sie gehört hatten. Sie wollten sich beweisen, dass sie vor nichts zurück schreckten, bis hoher Wellengang und unruhige See beim Rivers Mountain sie doch umstimmten. Glücklicherweise, denn der East Blue hielt hinreichend Abenteuer für sie bereit, während sie von Insel zu Insel segelten und mehr als einmal nur knapp mit dem Leben davon kamen, gefolgt von wilden Tieren, wütenden Dörflern, oder dem einen, oder anderen giftigen Pfeil.
Doch keines ihrer Erlebnisse sollte sie noch einmal so erschrecken, wie der Sturm beim Rivers Mountain, sodass sie an ihren Erlebnissen mehr wuchsen, als dass sie zu Grunde gingen. Sie schlugen sich durch, so gut sie konnten, trainierten, schliefen, aßen, tranken und arbeiteten Seite an Seite, bis aus ihnen tatsächlich die zwei furchtlosen Abenteurer geworden waren, die sie immer hatten sein wollen. Dabei legten sie sich auch ihre „Künstlernamen“ Big Shot und Sidestep zu, um ihre richtigen Namen sauber zu halten, falls mal etwas daneben ging. Kuma gab sich seinen Namen selbst, weil er sich für den Beweglicheren von beiden hielt, Lars erhielt seinen nach einer Begegnung mit einigen Banditen, bei der Lars eine nahe Feldkanone aus ihrer Holzfassung brach, sie in die Höhe stemmte und damit schoss, um die Banditen zu verscheuchen. Sie wurde ihm anschließend von den ebenfalls eingeschüchterten Besitzern zum Geschenk gemacht, dankbar, für die vertriebenen Banditen. Auch schenkten sie dem Duo Vorräte, unter denen sich – unwissentlich – die Teufelsfrucht befand, durch welche sich der bis dahin recht schmächtige Kuma in einen Bärenmenschen verwandelte.
Es waren mehr zufällige Erfolge wie diese, die zu kleineren, kalkulierteren Erfolgen führten und den beiden einen regelrechten Höhenflug bescherten. Ihre Erfahrung, ihre Kraft und ihr Ruf wuchsen mit jeder Insel, die sie besuchten, sie glaubten, nichts könne sie aufhalten. Es dauerte ein paar Jahre des Herumsegelns und Streitsuchens, doch bald erkannte man ihr selbst-bemaltes Segel in diversen Häfen des East Blue. Für manch einen stand es für zwei Abenteurer, die sich um Banditen und andere Tunichtgute kümmerten, für viele andere aber auch für zwei Herumtreiber, die ihr Geld in der örtlichen Kneipe verprassten und ebenso Ärger machten, wie sie ihn beseitigten. Eine kleine Inselgruppe insbesondere, genannt Papaja, war von der Stärke und dem Einsatz des Duos schnell überzeugt und verließ sich bald auf die beiden als eine Art Schutz vor Piraten und Banditen, den sie gern mit barer Münze bezahlten, denn die nächste Marine-Basis war zu fern, um einen besseren Schutz zu bieten, als Largo und Kuma. Bald wurde die kleine Inselgruppe zu etwas, wie ihrem Revier, in dem sie zwar nicht den Ton angaben, aber allein mit ihrem Ruf stark zu sein genug für Ruhe sorgen konnten, dass sie ihr Schutzgeld tatsächlich verdienten.

Dieses Glück sollte einige Jahre währen, bis eines schicksalhaften Tages Piraten von der Grand Line auftauchten und beabsichtigten, Papaja zu plündern. Lars und Kuma taten ihr Möglichstes, um die Leute unter ihrem Schutz zu verteidigen, wurden jedoch vom Kapitän der Piraten vernichtend geschlagen und gefangen genommen. Bis zuletzt hatten sie geglaubt, große Fische zu sein und bezahlten nun den Preis dafür. Die Piraten ließen sie an Bord schuften, offenbar zu vergnügt über die missliche Lage der beiden, als dass sie sich ihrer entledigen wollten. Aus Tagen der Gefangenschaft wurden Wochen.
Papaja hatte sie vermutlich schon vergessen, als Kuma und Lars schließlich die Flucht von Bord des Piratenschiffes gelang, in dem sie eines der Beiboote stahlen und mit ihrer nötigsten Habe flohen. Dabei hatte Lars es sich nicht nehmen lassen, eine der Schiffskanonen zu stehlen und mit sich zu nehmen, nur um damit auf das Piratenschiff zu schießen und es auch zu versenken. Völlig von Lars' Tollkühnheit und ihrem gemeinsamen Glück (denn er hatte das Pulverlager des Schiffes getroffen) überrascht machten sie sich davon, auf gut-Glück den nächsten Hafen zu finden und dort Schutz zu suchen.
Doch statt Schutz fanden sie bald darauf nur einen Sturm, der das kleine besegelte Boot gewaltsam hin und her warf, bis er schließlich einen der Besitzer samt einem Fass und ein paar gestohlener Vorräte von Bord riss.
Niemand vernahm die Rufe der beiden, die zu Schreien wurden, bis von diesen nicht mehr übrig war, als Lars' trostloses, verzweifeltes Heulen. Sein bester und auch einziger wirklicher Freund war fort. Zum ersten Mal seit Jahren war Lars Gold völlig allein mit sich und der See.

Er war bereits kurz davor, zu verdursten, als er von Fischern gefunden und an Land gebracht wurde. Sie brachten den verwahrlosten Seefahrer wieder zu Kräften und Besinnung, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Diese Großherzigkeit erinnerte Lars an sein Zuhause, seine ebenso großherzige Mutter und seinen Vater, die er jetzt schon Jahre nicht mehr gesehen, oder von ihnen gehört hatte. So inspirierte ihn seine kurze Zeit bei den Fischern, doch sie weckte auch reumütige Gefühle im Herzen des Riesenkerls, weshalb dieser beschloss, nach Loguetown zurück zu kehren und seine Abenteuerlust (samt seiner Lieblingsjacke) an den Nagel zu hängen.
Es dauerte eine Weile, doch er schaffte es, seine Heimatinsel über ein paar Umwege zu erreichen. Als er im Hafen ankam, überflutete ihn ein Gefühl der Vorfreude, dass er lange nicht gekannt hatte, doch selbiges erhielt einen bitteren Dämpfer, als er die Bar seiner Eltern ansteuerte, nur um diese verwaist und vernagelt vorzufinden. Leute auf der Straße erklärten ihm, was geschehen war, berichteten vom Tod der Golds, nur ein paar Jahre, nachdem ihr Spross auf See verschollen war. Niemand erinnerte sich an ihn, hatten Lars selbst, wie auch die Hafenstadt um ihn herum sich doch sehr verändert. Nicht einmal Kumas Familie war noch auffindbar, sie hatten die Stadt offenbar vor ein paar Jahren verlassen, um anderswo zu arbeiten.
Die Schmerzen des Verlustes und die Schuld, die er empfand, waren unerträglich für Lars, hatte er doch gehofft, wenigstens noch Familie, oder Bekannte zu haben, doch nichts davon war ihm geblieben, während er fort war. Nichtmal seinen Namen hatte er noch, galt er doch als tot und konnte ohne Papiere und Leute die ihn erkannten, kaum auf seine alte Identität pochen. So ließ Lars sich unter neuem Namen eintragen und beanspruchte die verwaiste Kneipe für sich, da sie niemandem gehörte. So öffnete die Gold-Bar nach Jahren wieder ihre Tür, aber diesmal nicht mit Big Ed, sondern einem bärtigen Riesenkerl namens Largo hinter dem Tresen. Es dauerte ein paar Jahre, doch der große Kerl brachte es fertig, die Gold-Bar wieder zu dem Anlaufpunkt für Seefahrer und Halunken zu machen, der sie einst war. Mit starkem Essen, noch stärkeren Drinks und genug Abenteuer- und Lügen-Geschichten, um damit die Balken aller Marineschiffe im East-Blue zu biegen. Acht Jahre sind seitdem vergangen und Largo wurde zu einem ebenso bekannten Bild, wie sein Vater Ed es einst war. Nur, dass Largo einen wesentlich rauf-mütigeren Ruf genoss, der solche Ausmaße annahm, dass die Gold-Bar zu etwas wie einem sicheren Hafen im Hafenviertel wurde, solange man selbst keinen Ärger machte. Kein Räuber aus der Stadt wagte es, sich mit Largo oder seinen Gästen anzulegen. Zumindest kein zweites Mal.

Als man schließlich Gol D. Roger vor einem Jahr auf dem Schafottplatz hinrichtete, war Largo zugegen, um diesem größten aller Abenteurer seinen Respekt zu zollen, ehe er sich in die Bar zurückzog und drei Tage lang nur trank, aß und mit ausgewählten Stammgästen Geschichten über Roger austauschte. Seitdem ging Largo seinen Geschäften in der Stadt nach, erzählte Geschichten und verdiente an Reisenden und Herumtreibern gutes Geld, wenn er sich nicht hier und da mal etwas Respekt verschaffte. Kein Schurke, der in die Stadt kam sollte ihn herausfordern, ohne den Spott seiner Vorgänger zu ernten.
Tatsächlich wurde von einigen eine Mutprobe daraus gemacht, in der Gold-Bar Ärger zu machen, um sich auf Kosten ungeliebter Neulinge zu amüsieren.

Charakterbild



Schreibprobe

„Und dann hab' ich ihn angesehen und hab' gesagt, NICHT IN DIESEM DORF! Und hab ihm so eine verpasst, dass er 'nen Meter durch den Dreck geschlittert ist! AHA HA HA! Du hättest sein Gesicht sehen sollen, als er gemerkt hat, dass dabei sein Gürtel gerissen ist und er plötzlich unten-ohne dastand! AHA HA HA!“ Largos falche Hand poltert auf seinem Thresen auf, dass die Krüge wackeln. Leere dazwischen machen sogar einen kleinen Hüpfer nach oben, während sich die Gäste, die dabei sitzen, köstlich amüsieren.
Ein Seemann mit rotem Kopftuch prostet ihm glucksend zu. „Echt nicht zu fassen, was du für Geschichten drauf hast, Largo. Allein die Nummer mit der Kanone... Wie kommt man auf solches Seemannsgarn?“ Der blonde Barmann mustert diesen daraufhin und hebt verneinend den Zeigefinger. „Ist kein Seemannsgarn. Hab vielleicht was ausgeschmückt, damit's lustiger ist, aber der Kern der Sache ist wahr.“ Der Seemann, der grade einen tiefen Zug aus seinem Becher nahm, setzt ab und hebt eine Braue.
„Ach und wo ist der Beweis?“ Ein weiters Mal poltert die Hand des Barmanns auf den Thresen, ehe die andere mit dem Daumen auf die Wand hinter der Bar deutet, an welcher tatsächlich eine Schiffskanone prangt, die mit Haltegriffen versehen wurde. Sie wirkt abgegriffen und ramponiert. Der Seemann lacht. „Das alte Ding? Das hast du doch vom Schrott! Nie und nimmer hast du damit ein Schiff versenkt und bist einem Sturm entkommen, Largo!“ Doch dieser hat sich bereits zu besagter Wand umgedreht und blickt wehmütig zu der alten Waffe hinauf, mehr zu sich als in den von Leben erfüllten Raum murmelnd. „Eines Tages werd' ich dich von da oben runter holen und dann zeigen wir's allen.“
Derweil nähert sich ein anderer Gast, einige Becher hoch erhoben. „Wirtschaft! Mehr Grog! Wir haben ja gar nichts mehr zu saufen, hier!“ Largo reagiert jedoch nicht, weil er völlig in Gedanken versunken zu sein scheint. Der Gast ist davon wenig begeistert und knallt die Becher auf den Thresen, nun die Aufmerksamkeit der anderen dort sitzenden Gäste auf sich ziehen. „Guten Morgen, Spelunkenheini! Jemand zuhause?!“ Der Gast tönt in Largos Rücken hinein, ehe dieser sich umdreht und den Mann vergleichsweise ruhig mustert. „Was darf's sein?“ Der Gast, offenbar unzufrieden hebt die Hand und zeigt drei Finger. „Drei Grog auf's Haus, weil du mich hast warten lassen, Spelunkenheini!“ Alle um den offenbaren Fremdling herum machen große Augen, während dieser sich triumphierend auf der Theke abstützt. „Und zwar pronto, Dicker!“ Ein Raunen geht durch den Raum, die launige Musik, die bis eben spielte, verstummt. „Wie war das grade?“ So fragt Largo finster dreinblickend, das Klientel um den unachtsamen Gast rückt ein Stück zur Seite. Aus einer Ecke murmelt es. „Er hat die Hausordnung missachtet,“ woraufhin sich besagter Gast fragend umsieht. „Hausordnung? Was für eine Hausordnung?“ Man möchte ihn noch auf eine Tafel hinweisen, an der ein paar Dinge gekrakelt stehen, doch so weit kommt es nicht, denn Largo räuspert sich hörbar im Rücken des Gastes, der sich prompt wieder dem Barmann zuwendet. Dieser blickt auf seine Brille hinab, die er sich grade putzt.
„Regel Nummer 1: NIEMAND hier mag Bink's Rum.“ Die Brille wird wieder aufgesetzt, ehe Largo sein Gegenüber erneut mustert. „Regel Nummer 2: Wir fangen keinen Streit an.“ Er baut sich jehnseits der Bar auf, in dem er sich auf seine eigene Theke lehnt, erst jetzt wird dem Gast klar, wie groß Largo tatsächlich ist. „Regel Nummer 3: Du bist dran, wenn du dran bist.“ Der Fremde hebt inzwischen beschwichtigend die Hände. „Aber ich wollte doch nur.“ „REGEL NUMMER 4: NIEMAND UNTERBRICHT LARGO!“ Largo spuckt sich demonstrativ in die Hände und reibt sie aneinander, er pausiert. „U-und Regel 5?“ So fragt der Gast, ehe alle anwesenden gröhlen: „UMSONST GIBT'S HIER NUR WARME OHREN!“ Und noch ehe der Fremde weiß, wie ihm geschiet, saust Largos Linke flach auf seine rechte Gesichtshälfte nieder, den eher schmächtigen Kerl von den Füßen holend. Er kommt mit einem Rumpeln unten auf, einen roten Abdruck im Gesicht. Alles lacht, als er sich nach oben hievt, spielt die Musik wieder, die Anwesenden unterhalten sich angeregt. Der Mann möchte (etwas mitgenommen dreinblickend) gehen, als sich plötzlich eine starke Hand auf seine Schulter legt. Sie gehört zu Largo, der grade die Becher des Mannes nachgefüllt hat. „Dass man euch Grünschnäbeln immer erst Manieren beibringen muss... Tse. Macht dann 600 Berrie plus 600 für die letzten drei Becher.“ Als ein Beutel mit Berries auf dem Thresen landet, samt dem Kommentar „stimmt so“ teilt sich Largos Bart zu einem freundlichen Grinsen.
„Ich wusste ja, dass du zur Vernunft kommst, Kumpel.“
 

Largo

Pirat
Beiträge
37
Alter
29
Crew
Royal Flush Piraten
Posten
Koch
Alter
36 Jahre
Größe
2,20 Meter
Steckbrief
Link
Technikdatenblatt

Attribute:

Stärke: 4
Schnelligkeit: 2
Kampfgeschick: 2
Fernkampfgeschick: 2
Widerstand: 4
Willenskraft: 3

Attributssteigerung:

[Klasse]: Krieger

Stärke: 1
Schnelligkeit: 2
Kampfgeschick: 3
Fernkampfgeschick: 2
Widerstand: 1
Willenskraft: 1


Kampf-Klasse:

[Krieger]


StufeBonus
1 Man erlernt mit dieser Stufe die erste Stufe seines Kampfstils.

Ausrüstung:

Waffen:
Eine leichte Schiffskanone (6-Pfünder, Vorderlader) (nackter Lauf ohne Holzbaute) mit angebautem Griff (recht alt) (Härte 4 / Schärfe 1)
Ein Schlagring (Härte 6 / Schärfe 1)

Gegenstände:
Ein Seesack mit Kleidung (Shirts, Tücher, ein paar Hosen, ein Wettermantel), Snacks und mehreren Flaschen Grog
Eine Umhängetasche mit (etwas) Munition
Ein Satz (große) Küchenmesser mit Wetzstein
Ein Buch mit der krakeligen Aufschrift „Pfoten weg!“

Geld:
100.000 Berries

Job:

Koch
JobstufeBeschreibung
1 Man erlernt mit dieser Stufe die erste Stufe seines Jobs.

Jobtechniken


Teufelsfrucht:


[Teufelsfrucht]

--- Techniken der Teufelsfrucht ---


Kampf-/Schießstil:

[Stil]


--- Techniken des Stils ---
 
Status
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