Kampfstil Gentle Throw

Dieses Thema im Forum "Angenommene Techniken" wurde erstellt von Marlon Barino, 10. Apr. 2013.

  1. Marlon Barino

    Marlon Barino Pirat

    Beiträge:
    69
    Posten:
    Koch
    Steckbrief:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Gentle Throw

    Kampfart: Mischung aus waffenlosen Nahkampfmanövern und dem Gebrauch der Wurfklinge mit deutlichem Fokus auf Letzteres
    Waffenart: Bumerangklinge
    Kampftechnik: Parkour
    Klassen: Kämpfer
    Verfügbarkeit: Bedingt (Anwender muss Zugriff auf die recht seltenen Wurfklingen haben)

    Beschreibung: Der Gentle Throw ist ein mehr als ungewöhnlicher Kampfstil, denn obwohl der Anwender eine Klinge führt kämpft er nicht mit dieser. Jedenfalls nicht direkt. Um das zu verstehen soll hier zunächst einmal auf die Art der Klinge eingegangen werden die beim Gentle Throw geführt wird. Dabei handelt es sich nicht um ein Langschwert, ein Katana oder sonst etwas, sondern um eine sogenannte Wurfklinge, manchmal auch Bumerangstahl oder Krummeisen genannt. Diese ist von der Länge und der Machart her etwa mit einem Langschwert vergleichbar, allerdings weist sie etwa 20 Zentimeter nach der Basis einen markanten „Knick“ auf, der sich zur Spitze hin wieder verjüngt, sodass die Klinge annähernd sichelförmig ist, manche vergleichen sie auch mit einem übergroßen Kukri. Das macht sie für den direkten Kampf nur bedingt geeignet, prädestiniert sie jedoch zur Wurfwaffe. Vergleichbar mit einem Bumerang erlaubt ihre Form es einem geübten Werfer sie in einer elliptischen Laufbahn fliegen zu lassen, während dessen Verlauf sie sich mit hoher Geschwindigkeit um ihre eigene Achse dreht und an dessen Ende sie zum Werfer zurückkehrt um von diesem aufgefangen zu werden. Damit dies ohne Verletzungen geschieht ist hartes Training erforderlich und nicht wenige Novizen dieser Kunst haben beim übereilten Umsatteln von der Trainingsklinge aus Holz zu einer echten Waffe eine Hand einbüßen müssen weil sie das Drehverhalten ihrer Waffe falsch berechnet hatten.
    Dieses Beispiel illustriert bereits den wichtigsten Aspekt des Gentle Throw: Genaue Planung, das Einbeziehen der Umgebung und ein waches Auge sind ebenso erforderlich wie tadellose Fitness und eine ruhige Hand. Der Anwender des Gentle Throw muss sich genau bewusst sein wann er seine Klinge wirft und warum. Ein zu frühes Werfen lässt ihn waffenlos dastehen und kann schlimmstenfalls die Waffe zerstören, ebenso wie ein zu spätes Werfen ihn um eine gute Gelegenheit bringen kann. Die bevorzugte Distanz ist daher der Fernkampf, wobei ein Anfänger wohl kaum mehr als fünf Meter, ein wahrer Profi jedoch über kilometerweite Distanzen kämpfen kann, wenn die Umstände richtig sind. Gentle Throw Anwender sind wahre Improvisationskünstler und nicht wenige von ihnen sind reisende Attentäter die sich als Zirkuskünstler tarnen.
    Ein oft übersehener Aspekt des Gentle Throw ist zudem die „Waffenlose Hand“. Damit sind Techniken gemeint die der Anwender ohne seine Wurfklinge ausführen kann. Wenn auch beschränkt, so lehrt der Gentle Throw nämlich doch ein paar waffenlose Kampftechniken, auch wenn diese eher dem Hinhalten des Gegners als einer echten Konfrontation dienen. So lernt man rudimentäre Ausweichmanöver, ein paar einfache Tritte, aber auch aus dem Aikido übernommene Würfe gehören dazu. Viel wichtiger aber dürften die an den Parkour erinnernden Manöver sein, die zum Überwinden von Hindernissen genutzt werden, beispielsweise um die Klinge vorzeitig aufzufangen. Gerade Fortgeschrittene Gentle Throw Anwender vermögen so ihre Gegner immer wieder zu überraschen und in die Irre zu führen, weshalb man diesen Stil manchmal auch „Das Schachspiel unter den Schwertstilen“ nennt.
    Sollte das Schwert seine Krümmung z.b. durch einen starken Treffer einbüßen oder verändern, so benötigt es einen Waffenmeister der sie wieder in ihre ursprüngliche Form zurück versetzt. Wahre Meister vermögen vielleicht auch eine beschädigte Wurfklinge zu führen, doch für Anfänger ist dies aufgrund der oben genannten Faktoren nicht anzuraten.

    Stufe 1: Die Anfänge des Gentle Throw sind bescheiden, aber bereits Folge eines rigorosen Trainings. Bevor man nämlich überhaupt eine echte Klinge für diesen Stil verwenden darf muss man sich in einem oft jahrelangen Training die Grundzüge der recht eigenwilligen Wurfart der Bumerangklinge mit einem Holzschwert beibringen. Diese Stufe bedeutet nicht mehr als dass man diese Lehrlingsjahre überstanden hat und nun endlich ein richtiges Schwert zu führen vermag ohne gleich Gefahr zu laufen sich beim ersten Wurf die eigene Hand abzusäbeln. Alles was darüber hinausgeht sollte man allerdings lieber sein lassen, denn auch wenn man unbewegliche Ziele mit ziemlicher Sicherheit trifft, so kann man doch kaum vorhersagen wie die Klinge sich abseits des Start- und Endpunktes ihrer Wurfbahn verhält und sie vorher aufzufangen ist keine sonderlich gute Idee. Die Reichweite der Würfe des Anwenders unter Kampfbedingungen beträgt etwa fünf Meter, unter günstigen Bedingungen etwa das Doppelte.

    Stufe 2: Hat man es geschafft sich nach den ersten paar richtigen Kämpfen nicht die Hand abzusäbeln ist man bereit sich ein wenig intensiver mit der Wurfklinge zu befassen. Erste taktische Manöver kommen hinzu, beispielsweise das Werfen der Klinge in einer scharfen Knickform um, zugegeben äußerst große, Hindernisse zu umgehen. Auch lernt man die Wurfbahn der eigenen Klinge etwas besser verstehen und kann sogar den Versuch wagen, sie außerhalb des eigenen Standpunktes aufzufangen. Das allerdings sollte wohl überlegt sein, es gibt viele Einhändige die niemals über diese Stufe des Gentle Throw hinausgekommen sind. Im Kampf vermag man nun auf bis zu fünfzehn Meter Distanz zu kämpfen, unter „ruhigen“ Bedingungen sind in Ausnahmefällen durchaus vierzig Meter möglich.

    Stufe 3: Der taktische Aspekt des Gentle Throw rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Die körperlichen Voraussetzungen für komplexere Manöver sind erreicht, sodass nun auch der Verstand geschult werden kann. Man beginnt seine Ziele als bewegliche Objekte zu verstehen und auch ihre Umgebung mit einzubeziehen. Eine Vase mit dem stumpfen Ende der Klinge zu treffen um sie umzuwerfen beispielsweise ist kein Ding der Unmöglichkeit mehr und auch filigranere Aufgaben wie das Durchschneiden eines einzigen Seiles in einem ganzen Gewirr können unter günstigen Umständen durchaus gelingen. Unter Kampfbedingungen vermag man die Wurfklinge nun auf vierzig Meter zielgenau zu werfen, während sich die Reichweite unter ruhigen Bedingungen nur minimal verbessert.

    Stufe 4: Ab hier wird der Gentle Throw etwas exzentrischer und auch Wurfklingen mit gewissen „Extras“ können geführt werden. Gerade flamboyantere Naturen bohren wenn sie diese Stufe erreicht haben gerne Löcher in das Heft ihrer Klinge, die beim Werfen einen markanten Ton oder sogar eine ganze Melodie erzeugen wenn der Wind durch sie weht. Der sich verändernde Luftwiderstand wird quasi instinktiv mit einberechnet und stellt kein wirkliches Risiko mehr dar, ebenso wenig wie starker Gegen- oder Seitenwind nun mit einbezogen wird ohne dass man darüber nachdenken müsste. Auch komplexere Kunstwürfe werden möglich, beispielsweise die Klinge zu einem bestimmten Punkt zu werfen, ein paar mal rotieren zu lassen und sie dann „zurückzuholen“, ähnlich wie ein schlafendes Yo-Yo. Abgesehen davon verbessert sich auch das Beherrschen der „Waffenlosen Hand“ stark, die bislang eher wenig gepflegt wurde. Man lernt wichtige Manöver zum Überwinden von Hindernissen, gut platzierte Würfe und einige andere Tricks damit man ohne seine Waffe nicht wie ein begossener Pudel dastehen und nichts machen kann. Trotzdem ist man kein wirklicher Gegner für ausgebildete Nahkämpfer und wird schon auf sein Glück hoffen müssen um gegen sie zu bestehen. Darauf oder auf einen gut vorherberechneten Wurf.

    Stufe 5:Auf dieser Stufe ist man mit der Wurfklinge so zielgenau wie ein Scharfschütze mit seinem Gewehr. Einen mutigen Freiwilligen oder ein bewegungsloses Opfer vorausgesetzt könnte man mit einem gezielten Wurf nun durchaus jemanden rasieren, entweder vollständig oder modische Bärtchen, ganz nach Belieben. Mittlerweile muss man beim Fangen der Klinge nicht einmal mehr hinsehen, man weiß instinktiv wann und wo man zugreifen muss um nicht in die Klinge zu langen. Das taktische Verständnis des Anwenders wird noch weiter verbessert, ebenso seine Fähigkeiten der Waffenlosen Hand, sodass er diese auch zu taktischen Zwecken einsetzen kann. Auch so gewagte Würfe wie ein Zickzack-Flug der Klinge durch einen Raum voller Säulen ist keine Schwierigkeit mehr und es braucht schon einen Eingriff von Außen damit er seine Klinge nicht haargenau dort fängt wo er sie fangen will.

    Stufe 6: Für das oben erwähnte Rasieren muss man nun nicht einmal mehr hinsehen und das Opfer darf sich ruhig wehren. Man könnte sogar in einem Wurf den Rasierschaum auftragen und bei der Rückkehr der Klinge die Rasur vollziehen, wenn man es denn so umständlich machen will. Die Klinge scheint auf dieser Stufe fast schon ein Eigenleben zu führen und sogar auf unvorhergesehene Zufälle zu reagieren. Tatsächlich ist das strategische Geschick des Anwenders einfach nur so enorm dass er oftmals solche Dinge einfach spürt und die Bahn seiner Klinge entsprechend vorausberechnet, was spektakuläre Effekte nach sich ziehen kann. Auch im Waffenlosen Kampf ist der Anwender jetzt geschult genug um gegen durchschnittliche Gegner einen guten Schnitt zu machen, auch ohne seine Waffe zu ziehen. Doch sein größter Vorteil ist eindeutig seine spektakuläre Beherrschung der Wurfklinge.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Apr. 2013
  2. Kamina

    Kamina Techniken, Inseln und NPC Mitarbeiter

    Beiträge:
    125
    Ahoi Marlon,

    nach mehrmaligem Durchlesen des Stils konnte ich bis auf winzigste Fehler, bei denen ich mir die Freiheit genommen habe, sie selber auszubessern, nichts mehr finden, was mich stört. Wie man es vom (Vertretungs-)Chef erwartet. ;)
    Deshalb hier mein "Angenommen".

    MfG, Kamina
     
  3. Mina

    Mina Member

    Beiträge:
    185
    Crew:
    Technikabteilung
    Posten:
    Technikpolizistin
    Aloha, werter Klingenbumerangschmeißer,

    auch ich habe, vor allem nach den kleinen Korrekturen meines werten Mitarbeiters, eigentlich nichts zu bemängeln. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass dies ein sehr gefährlicher Stil ist, nicht nur durch die Gefahr sich selbst die Hand abzusäbeln oder wenn die Waffe fliegt, dass man sich komplett auf die "Waffenlose Hand" verlassen muss, sondern vor allem, dass man ziemlich mies dran ist, wenn die Klinge im Gegner stecken bleibt oder von diesem gefangen wird - die Wahrscheinlichkeit das man sie dann (heil) wieder zurück bekommt ist relativ gering. Wäre zwar schön, wenn du das noch erwähnen könntest, jedoch kein Muss, weswegen es trotzdem schon das Angenommen gibt, ganz gleich ob du es jetzt noch einfügst oder nicht.

    MfG, Technikpolizistin Mina *salutiert*
     
  4. Cosmo

    Cosmo Inseln und NPC

    Beiträge:
    322
    Nachdem ich (der ich ja auch Marlon bin) das alles ediert habe bedanke ich mich für eure Zeit und beende das Thema hiermit. Angenommen.
     
Ähnliche Themen
Forum Titel Datum
Angenommene Techniken Neuer Kampfstil: Ansin Waia 22. Juni 2017
Angenommene Techniken Kampfstil: Coluna Orischa 15. Mai 2014
Angenommene Techniken Kampfstil ReLoaded: Quickstepp, Quickdeath 8. März 2014
Angenommene Techniken Kampfstil: Rebellion 20. Dez. 2013
Angenommene Techniken Kampfstil: N.W.A. - Nitoryuu: Warmonger Attitude 17. Jan. 2012