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Boldman-Blödsinn

Boris

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Dies ist als ein „Blicke in die Zukunft“-Thread zu sehen. Damit wollen wir einmal den Alltag auf unserem schönen Schiff darstellen und gleichzeitig auch Kaja und Rin involvieren, welche gerne mit uns posten würden, es aber (noch) nicht können.
Eintritt ist deswegen leider nur für Hamster, doch keine Sorge: Wenn ihr euch die Köpfe rasiert und kleine Haustiere zulegt, mag euch vielleicht jemand von uns mit einem Mithamster verwechseln. :lol:




Wenn eine ganz neue Episode anfängt, wird sie dann ins Inhaltsverzeichnis editiert. Viel Spaß beim Lesen und Schreiben. :smilewinkgrin:



Inhaltsverzeichnis

  1. Ich bin so gut!!!
  2. Alkohol ist nichts für Männer
 
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Boris

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1. Ich bin so gut!!!

Es war ein ruhiges Wetter auf dem Meer. Die Wolken trieben träge dahin und die Sonne schien auf Boldman, dem Schiff einer Piratenbande, welche sich etwas von ihren „Artgenossen“ abhob. Sie ist im West Blue noch kaum bekannt, doch jene die sie kennen, fürchten sie… manchmal. Größtenteils wissen die Menschen eher nicht, ob sie lachen oder weinen sollen und das zurecht, immerhin handelt es sich um einen unberechenbaren Haufen von Irren, Halbstarken und Hamsteranbetern, welche weder das richtige Maß, noch die richtige Zeit und schon gar nicht den richtigen Ort kannten. Kurzum: Wer wollte schon mit ihnen zu tun haben?
Der Kapitän der Hamster-Piraten war Boris, das Raubein. Einige behaupteten, dass in seinen Armen mehrere tausend Volt lauern, aber trotz dieses beeindruckenden Umstandes brannte in der Birne kein Licht. Andere behaupteten jedoch, dass die Birne nicht zum Lichtmachen da ist, sondern um die breiten Augenbrauen zu tragen.
Was nun auch wahr ist, Tatsache bleibt, dass er der Kapitän dieser Crew ist und das lässt schon das Schlimmste vermuten. Doch war sein treuer Begleiter, der Hamster… ähm… das Riesenhamsterbaby Puc, immer bei ihm und sorgte dafür, dass der hitzköpfige, glatzköpfige, leicht zurückgebliebene, äußerst entscheidungsfreudige und oftmals sehr impulsive Kapitän eine Art Berater hatte, denn der kleine Nager, so jung er auch war, war eine viel ruhigere Persönlichkeit.
Boris schritt an diesem Tag mit Puc auf der Schulter ständig Kreise auf dem Hauptdeck, während er versuchte, über etwas nachzudenken. Viele Menschen konnten tausende Dinge tun, während sie nachdachten, bei Boris verlief das alles deutlich langsamer und wenn er sich tatsächlich die Zeit nahm, über etwas nachzudenken, dann dauerte es im besten Fall lang. Im schlimmsten Fall brach er es einfach ab und stürzte sich Hals über Kopf in die nächste Gefahr.
„Das auch nicht…“, murmelte das breite Kinn, während die Zähne immer mal wieder aufeinander mahlten. Der Kapitän trug ein grünes Shirt zu einer braunen Lederhose, die dicken Stiefel hatten bessere Tage erlebt und Hose und Shirt schienen aufgrund purer Muskelmasse beinahe zu platzen.
Puc krabbelte ein wenig nach vorn und sah seinen Freund mit großen Augen an. „Quiek?“
„Hm?“ Boris wandte sich ab und man sah in den schwarzen Augen deutlich, dass er den Faden verloren hatte. „Ähm… BORIS hat es schon wieder vergessen.“ Das war etwas wichtiges gewesen, an das er sich einfach nicht erinnern konnte. Vielleicht würde es besser klappen, wenn er sein Gehirn etwas durchschüttelte.
Mit grimmigen Blick setzte Boris seinen kleinen Freund ab und sagte: „Es gibt Dinge, die BORIS alleine machen muss!“ Damit begann der Hüne leicht auf der Stelle zu hüpfen und mehrmals tief durchzuatmen. Dann schließlich stemmte er die Handflächen aufs Deck und grunzte: „Und los!!!“
Einmal ein Ruck, ein halber Sprung und Boris stand auf den Armen. Die Muskeln spannten sich an, aufgrund dieses Gewichtes, doch war Boris Oberkörper deutlich schwerer als der untere Teil, weswegen sich schnell eine Art merkwürdiges Gleichgewicht einstellte: „Und jetzt schütteln!“ Damit begann der Kapitän schnell die Arme einzubeugen und wieder zu strecken… es war fast… wie Liegestützen ohne Beine!!!
Das freute Boris und er lachte, schnell stellte sich ein regelrechter Rhytmus ein: Buahahahahahaha!!! Seht her, was BORIS kann!!! BORIS ist unschlagbar!!! Diese Rufe galten seiner Crew, die mal wieder sehen würde, weswegen Boris und kein anderer der Kapitän auf diesem Schiff war.
 

Luci

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Auf einem blauen Handtuch am Bug des Hauptdeckes lag eine fast nackte Frau und lies sich von der Sonne bescheinen. Ihre Füße zeigen in Richtung der Reling und die blauen Augen folgten jeder Bewegung des Kapitäns. Der Mund forme ein zufriedenes und durch und durch glückliches Lächeln. Ihre blonden Haare hatte die Frau zur Seite gelegt, so dass auch ihr Nacken Sonne abbekam.
Die Schönheit auf dem Handtuch trug den Namen Rei Ishimura, sie war die Schützin und eines der ersten Mitglieder der Crew. Ihre Eltern glaubten, dass sie entführt worden war, doch hatte sich die junge Frau schon längst vorgenommen ihnen die Wahrheit zu sagen.
Der Anführer der Hamster Piraten, so nannte sich die Crew, war mit seinem Denkprozess am Ende, oder genauer er war unterbrochen worden. Sein kleiner tierischer Begleiter, das Riesenhamsterbaby Puc, hatte ihn wohl angesprochen und die Gedanken aus den Kopf des Hünen gehauen.
Jetzt forderte Boris seine Muskeln und begann etwas, was im ersten Moment eine Ähnlichkeit mit Liegestützen besaß, mit dem Unterschied, dass der Mann im Handstand seine Ellbogen immer wieder beugte und streckte.
Buahahahahahaha!!! Seht her, was BORIS kann!!! BORIS ist unschlagbar!!!
„Wunderbar Boris, da müssen wir uns ja keine Sorgen mehr machen und können uns zurück lehnen.“
Lobte sie das schlichte Gemüt, ihr war klar, dass er es möglicherweise für voll nehmen würde, doch Selbstbewusstsein war gut und wichtig. Geschickt knotete Rei ihren Bikini wieder zusammen, so dass er nicht verrutschen würde, wenn sie sich erhob. Langsam richtete sie sich auf und befestigte ihre Kleidung richtig ehe sie sich zu ihrem Kapitän begab.
In den letzten Wochen war das Schiff zu ihrem zu Hause geworden und die Crew zu ihrer zweiten Familie, eine Familie die immer weiter gewachsen war. Ihr Kapitän war der Vater und Rei so etwas wie die älteste Tochter, welche eine Art Mutterrolle übernommen hatte.
Den Blick lies die junge Frau ein weiteres Mal über das Deck wandern, dieses mal blieb er an der Schmiede hängen. Dies war etwas, was sie an ihr altes zu Hause erinnerte. Ihr Vater war ein Schmied und von ihm hatte sie dieses Handwerk gelernt.
„Kapitän, du solltest so langsam mal einen neuen Kurs festlegen, wir fahren schon zu lange ziellos rum.“
Riet sie dem Crew-Daddy und hockte sich auf dem Boden um ihm ins Gesicht schauen zu können.
 
R

Rin

Guest
Rin wachte auf. Das taten viele Leute, an vielen Tagen, zu jeder Uhrzeit, das ganze Jahr über, sogar am Wochenende, doch die wenigsten wurden von einem zwei Meter großen Hünen geweckt, der Kapitän einer Piratenbande war und mit einem Hamster sprach. Pardon, wie die Schwarzhaarige gelernt hatte, handelte es sich natürlich um einen Riesenhamster, welcher auf der Grand Line beheimatet war und vorwiegend Pflanzliches aß, auch wenn er ein Allesfresser war. Es kam ihr vor als wäre es erst eine Woche her, seitdem sie bei den Hamstern war. Moment, es war eine Woche her! Das war ein Erlebnis...
Naja, sie waren alle ganz schön bekloppt, aber das ging schon in Ordnung.

Rechts von der frischgebackenen Hamster Piratin stand eine volle Flasche O-Saft, die eine Hälfte war für jetzt, die Andere für abends, zwischendurch trank sie auch mal ein paar Gläschen, nach eifrigem Betteln ihrerseits hatten die Hamster Piraten einen riesigen Vorrat angelegt, der bis zur nächsten Insel reichen sollte. Die Schwarzhaarige richtete sich in ihrem Schlafsack auf. Ihre Rechte schnellte hervor und packte das hilflose Objekt am Hals, während die Linke den vorgeöffneten Verschluss aufdrehte, eine ziemliche Geduldsprobe. Noch ein wenig... Und – Plop! – schon fiel der widerspenstige Deckel zu Boden. Während sie so am Trinken war, musste sie darüber nachdenken, warum sie erst jetzt aufwachte, doch je länger sie darüber nachdachte, desto weiter entfernte sie sich von der Antwort. Ach, wen kümmerte das schon, wahrscheinlich, weil der Schlafsack viel sicherer und bequemer war als ein Bett. Ja, das musste es sein. Eigentlich war sich die Orangensaftliebende vollkommen sicher, dass es das nicht wahr, aber mit einem Grund fühlte man sich nun mal besser. Gut, es gab natürlich Leute, die alles ohne erkennbaren Grund machten und tun konnten ... Glatzkopf Boris zum Beispiel, der Kopf, ähm, Bizeps dieser Crew. Rin streckte sich und stand langsam auf. Warum hatte der Bizeps-Mann eigentlich geschrien? Feinde? Das bezweifelte sie, er hätte nicht gerufen, wenn es nur Feinde wären. Es hätte etwas Krach-Bung-Peng-Pow-BORIS Krach! gegeben, Hinterteile hätten das Fliegen erlernt und am Ende hätte der Tritteverteiler mächtig angegeben. Hatte er mit etwas angeben wollen? Ja, das war wahrscheinlicher. Schnell zog sie sich an, um das Was-auch-immer nicht zu verpassen. Mit orangefarbenem T-Shirt, schwarzen, eng anliegenden Jeans und Schuhen, die ebenso in Schwarz und orange gehalten waren und bei denen jeder Modekenner sich mindestens wundern würde, bekleidet, lief sie schnell in Richtung Hauptdeck, gerade wollte sie die Tür zum Hauptdeck aufreißen, um zu sehen was ihr verrückter Kapitän trieb, als sich eine kleine vorsichtige Stimme in ihrem Kopf meldete, es war eine schlaue Stimme, die gerne überhörte Stimme der Vernunft. „Was ist, wenn er gerade mit Mika und Vergil jongliert oder sonst irgendetwas Verrücktes macht und du mitten hineinplatzt? Dann trifft dich etwas am Kopf und du verbringst die nächsten paar Tage in der Wachshütte...“, meinte das Stimmchen warnend. Mit so etwas musste man hier täglich rechnen! Nun hielt die Schmutzbeseitigerin in ihrer Bewegung inne und bewegte ihre Hand langsam zur Türklinke, wie die Vorsicht in Person drückte sie sie hinunter und spähte durch den winzigen Türspalt. Ein erstes gutes Zeichen war, dass sie keine fliegenden Menschen sah, fliegende Hinterteile übrigens auch nicht. Aber, um Gottes Willen, was machte der Hüne da?! Das sah reichlich komisch aus, irgendwie wie Handstand mit Liegestützen, ungläubig murmelte die Musikerin: „Ich werde es Handstandstützen nennen.“ Weiter vorne stand Rei, die Schützin, welche der glatzköpfigen Muskelmasse gerade sagte, dass sie wohl einen neuen Kurs festlegen mussten. Also...Rin hatte nichts dagegen planlos herumzufahren, besser als sich auf einer Insel mit einem Haufen Marineheinis zu kloppen. Auch wenn das mit dieser Truppe ganz lustig werden könnte...auf jeden Fall würde sie jetzt zuerst einmal alle begrüßen und den Hamsterkapitän fragen, was er da eigentlich machte, sie rief also fröhlich, während sie die Tür ganz öffnete und heraustrat: „Morgen, Rei! Morgen, Boris!“ Dann fragte die zukünftige Triangelvirtuosin neugierig:"Duu, ähm, Boris, warum machst du, naja, Handstandstützen?“
 

Kaja

Pirat
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Ein Tag wie jeder anderer möge man sagen. Die Sonne scheint. Kaja hat es sich abermals wieder auf einem Schiff in der Küche gemütlich gemacht. Doch eine Sache hat sich für die Rothaarige ganz gewaltig geändert. Sie hat eine Crew gefunden, wobei besser gesagt sei, die Crew habe wohl sie gefunden, von welcher sie nie in ihren hellsten Träumen gedacht hätte, dass solch eine existieren würde. Kurz gesagt: Eine ganz verrückte Bande, die sie aufgenommen hat.
Wie die Mannschaft bis zu dem Zeitpunkt ohne Koch auf dem Blue überlebt hatte, ist dem Mädchen noch immer unklar. Klar ist, dass der Kapitän den Möchtegernkoch von der JoJo-Bande bei weiten in seinen Kochkünsten untertrifft. Dass er jenes selbst als Essen bezeichnet ist dem Frau noch unklarer. Aber der Kapitän war ja nicht der einzige auf der Karavelle namens Boldman. Nein, es gab dann noch einen Haufen an anderer Leute, die es der ernsten Tetsukage schwer machen nicht einmal von Herzen zu schmunzeln. Aber jenes war zurzeit reine Nebensächlichkeit. Was der Köchin wirkliches Kopfzerbrechen bereitete, war das heutige Mittagessen.
Die Zwanzigjährige hatte nach mehreren Runden im Esszimmer sich wieder in ihre Hängematte gelegt, welche über einigen Kisten, die schön mit einer Decke zugedeckt wurden, befestigt wurde. “Rin wird wohl noch schlafen.. und es wird wohl unhöflich wirken, wenn ich die Kleine wieder frage, was sie sich denn gerne essen würde..“ Rin, das wohl einzige Mädchen, welches bis auf Kaja ihre jüngere Schwester getroffen hat und hier auf der Boldman zu einem der Hamster-Piraten zählt, ist der Köchin auf Anhieb sehr ans Herz gewachsen. Das einzige Problem bei ihr bestand zurzeit nicht darin, dass sie die Sechzehnjährige nicht Duzen konnte, sondern, dass sie meistens, wenn sie ihren Namen rief, sich selbst dabei ertappte, dass sie ein flüchtiges E vor das R setzte und somit den Namen ihrer geliebten Schwester aussprach. Eine recht peinliche Situation für die Rothaarige, die doch eher versuchte ihr „erwachsenes“ Erscheinen beizubehalten.
Ein lauter Schrei riss Kage derart unerwartet aus ihren Gedanken, dass die Frau beinahe in ihre eigen erstellten Fallen hineingefallen wäre, was sehr unangenehm enden konnte. Unter der Decke sind nämlich mehrere aufgespannte Mausefallen, ausgetrocknete Seeigel, tote Kakerlaken und noch einige andere mysteriöse Sachen, die die Crew davon abhalten sollte, sich an den Kisten zu vergreifen in welchen sie einen regelrechten Vorrat an Tomatensaft, Wodka, Tabasco- wie auch Worcestersauce und kleinere Mengen an Selleriesalz, Pfeffer und Zitrone. Um es abzurunden, befinden sich dort alle nötigen Zutaten für ihre heißgeliebte Bloody Mary. Hach, Bloody Mary, das wunderbare Getränk, dass den wunderbaren Geschmack der Schärfe und Köstlichkeit in sich vereinen lässt und dennoch keines der beiden übertrieben vorhanden ist. Aber zurück zum Geschehen. Kaja hatte sich gerade noch in die Hängematte festgekrallt, sodass sie eben auf jene Kisten unterhalb nicht fiel. “Also langsam könnte ich mich wirklich daran gewöhnen, dass es hier einen derart unkontrollierten Krach gibt..“ Man muss nämlich erwähnen, dass sich innerhalb der letzten Woche dieses Szenario mehr als genug wiederholt habe. Die Rothaarige horchte auf. Sie konnte die ein oder andere Stimme wahrnehmen. Der Krach war natürlich BORISs Sache. Vorsichtig erhob sie sich von der Matte und ging zur Tür. Ihre Augen erblickten Rin, Rei und wie schon erhofft Boris, welcher eines seiner Kunststücke aufführte und wohl Lob erhalten wollte. “Guten Morgen den Herrschaften.“, begrüßte Kaja höflich wie eh und je ihre Kameraden. Da Rin ihre Frage bereits gestallt hatte, hörte sich die Frau geduldig die Antwort ihres Kapitäns an. Anschließend wanderte ihr Blick über das Hauptdeck. Das Wetter war wirklich schön. “Vielleicht kann ja Rei mir bei meinem Problem weiterhelfen.“, schoss es der Köchin plötzlich durch den Kopf und sie blickte sofort auf die blonde Schönheit. Sie wollte kurz ansetzen, hielt inne und fragte dann doch: “Miss Rei?“ Die Rothaarige lächelte die Schützin freundlich an. “Gäbe es von Ihrer Seite aus einen speziellen Wunsch, was es zu Mittag sein dürfte?“ Wie schon gesagt, Kaja tat sich schwer die Leute zu duzen. Bei Fremden wäre das kein Problem, aber bei den eigenen Nakama? Rin war wohl eine Ausnahme in diesem Falle. Und der Kapitän. Diesen schaffte es das Mädchen einfach nicht zu siezen. Da sie es dennoch für unhöflich finden würde ihn einfach zu duzen, eignete sie sich schnell – fast zu schnell – an, ihn einfach Kap’tän zu nennen. Sie schaute weiterhin zu Rei hinüber und lächelte, als ob sie nie etwas anderes getan hätte.
 

Luci

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Langsam turdelten immer mehr der Hamster-Piraten ein. Erst einmal erschienen die beiden Neulinge, Rin und Kaja, die Begrüßungen der Beiden quitierte die junge Blondie mit einem herzlichen Lächeln. Langsam erhob sie sich und schaute Kaja an, welche ihr eine Frage stellte.
Warum muss Kaja mich siezen?
„Du kannst mich duzen Kaja-chan, immerhin sind wir eine Art kleiner Familie und da duzt man sich gewöhnlich ja. Aber um zu deiner Frage zurück zu kommen, ich würde mich über etwas Leichtes, wie eine Gemüsepfanne, sehr freuen. Heute ist es zu warm um Mittags was deftiges zu essen, aber ich denke die Herren der Schöpfung würden sich über etwas Fleisch sicher freuen.“
Die Antwort wurde von einem Lächeln begleitet, es war eindeutig, dass Rei sich sehr wohl fühlte. Wieder wanderte ihr Blick auf die Schmiede, diese würde sie heute Abend noch anwerfen und ihre Arme bis zur Ermüdung an einem Metall auslassen.
Die junge Schmiedin liebte es, wenn ihr Körper müde war von der Anstrengung an der Schmiede war. Auch, dass sie dabei dreckig und schwitzig wurde störte sie nicht, denn dann konnte sie in einer schönen Dusche oder noch besser einem Bad entspannen.
Ich muss gleich mit Waylander klären, ob er die Schmiede nicht später nutzten will
Waylander, war ein weiterer Hamster, doch den lernen wir noch früh genug kennen.
 

Boris

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„Warum BORIS das hier macht? Ähm…“ Das fleischige Gesicht begann Schweiß zu entwickeln, der nach unten zur Glatze floss. Das war BORISechter Denkschweiß: „Hm… wie soll BORIS es erklären?“
Puc krabbelte näher an seinen Freund und sah ihn mit einem felligen Gesicht voller Überzeugung und Weisheit an: „Quiek.“
„Ah, du hast Recht, Puc… es ist wie mit Orangensaft, wenn man ihn nicht öfter schüttelt, dann ist es oben zum Schlürfen und unten zum Essen!“ Diese Erklärung sollte der kleinen Rin helfen, diese sehr komplizierte Lage zu verstehen, in der sich der Kapitän befand.
„Was den Kurs betrifft… ähm… Erst nach links, dann nach vorn und irgendwie wird noch rechts und hinten eingebaut, die Details lasse ich Vergil übernehmen…“ Wo war Vergil zu dieser schweren Stunde? Bestimmt las er wieder ein Buch irgendwo, was eine sehr anstrengende und schwere Aufgabe war, wie Boris es aus eigener Erfahrung wusste. Doch auch wenn Puc oftmals nützliche Ratschläge hatte, war er in Navigation nicht so gut.
Boris nahm die linke Hand vom Boden und die Muskeln der rechten Hand und des dazugehörigen Armes spannten sich an, schienen in kürzester Zeit sich fast zu verdoppeln, als das gesamte Gewicht des Glatzkopfes sich auf einen Arm konzentrierte. „Ha! Nur ein Arm!!!“ Doch kam dem Denkschweiß nun auch Anstrengungsschweiß hinzu, weswegen es ein wenig schien, als würde das breite Gesicht anfangen zu schmelzen. Währenddessen verkeilten sich die Zähne.
Als Rei eine Gemüsepfanne sich wünschte, presste Boris jedes einzelnes Wort heraus: „Gemüse? Auf den Tisch muss Fleisch! Denn Fleisch ist BORIS’ Gemüse, Fleisch ist BORIS’ Brot, Fleisch ist BORIS’ Soße, Fleisch ist BORIS’ Nachtisch, Fleisch ist BORIS’ Vorspeise, Fleisch ist BORIS’ Obst, Fleisch ist BORIS’ Suppe. Manchmal geht BORIS in eine Salatbar, um sich einen Salat zu bestellen: Doch nur einen der komplett aus Fleisch besteht!!!“ Nach einigen Momenten des Starrens auf die Gesichter der Frauen fügte der wahre Mann noch kleinlaut hinzu: „Zumindest heute!“ Boris aß eine ganze Menge und mochte generell deftiges Essen. Dazu zählten zum Beispiel auch Kohlgerichte.
Puc stemmte währenddessen die Pfoten in die Seite und sah den glatzköpfigen Menschen mit vorwurfsvollem Blick an. „Quiek! Que, Quiee, quieek, quick.“
„Hm…“ Da hatte er vollkommen. „Hm…“ Wie könnte er einen Rückzieher machen, ohne seine Würde zu verlieren? Es gab nur einen Ausweg: „Seht her: BORIS kann auch freihändig!!!“ Erst ließ er die Worte wirken, damit jeder sein Sätzlein oder seine Reaktion dazu ausdrücken konnte. Dann nahm er die rechte Hand vom Deck und… Bamm! Jetzt stand Boris auf seiner Glatze, immer noch im perfekten Gleichgewicht, während ein dumpfer Schmerz sich im Schädel bemerkbar machte: „Au.“
 

Luci

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Reis Blick war noch immer auf die Schmiede gerichtet, sie hing ihren Gedanken nach. Eine ähnliche, etwas größere, Schmiede nannte ihr Vater sein eigen und an der Schmiede hatt sie ihr Handwerk gelernt.
Erst als Boris laut rief wand sie sich wieder zu ihren Crew Kameraden um. Der Muskelberg drückte sich nun mit nur einer Hand vom Schiff ab oder drückte er gar das Schiff nach unten? Stark genug war er sicher das Schiff um einige Zentimeter nach unten zu verschieben, doch war es in diesem Augenblick unwahrscheinlich.
Nun beschwerte sich der Kapitän über Reis Wunsch nach Gemüsepfanne, mit einem Gesichtsausdruck, welcher Aussagen sollte „Ich hab es dir gesagt“ schaute die Schmiedin zu Kaja. Sofort wich dem Lächeln aber einem lauten und herzhaftem Lachen. Boris fiel auf seinen Kopf und blieb erstaunlicher Weise in einem perfekten Gleichgewicht so stehen.
„Nun Kapitän, du wurdest aber nicht gefragt, aber etwas Fleisch ist sicher nicht falsch. Wobei wenn ich das richtig sehe setzt du so langsam Fett an deinem Bauch an. Scheinbar weichen deinen Muskeln dem Fett schon.“
Diese Worte strotzen nur so von Ironie, doch war sich die Blondine zu neunundneunzig Prozent sicher, damit ihren Kapitän dazu bewegen zu können, das Fleisch wenigstens das eine Mal stehen zu lassen und dafür mit dem Gemüse vorlieb zu nehmen.
Doch der Gedanke eines fetten Boris hatte sich in dem Hirn der Frau festgesetzt und so musste sie nun unwillkürlich lachen. Für die anderen wirkte dies sicher, als ob sie nun endgültig den Verstand verloren hatte, aber das Bild in ihrem Kopf war einfach zu lustig.
 
K

Kassia Sasoi

Guest
Es war ein schönes Bild, wie das Schiff der Hamster friedlich über das Meer glitt. Doch etwas passte nicht ins Bild. Während das ganze Schiff ein harmonisches Bild formte, ein großes hölzernes Schiff auf dem Meer, so gab es eine Kleinigkeit, die sofort ins Auge stach, wenn man das Schiff sah: Eine kleine Hütte aus Wachs zierte das Deck, das kleine Reich der Ärztin der Crew. Sichte man sie, so war diese Hütte oftmals der erste Halt und meist auch erfolgreich.
Kassia hatte diese Hütte selber nach ihren Wünschen hergerichtet und ausgestattet. Ein großes Badezimmer, ein Raum für medizinische Untersuchungen, ein eigener Schlafraum ganz für sie alleine und eine Bücherei, die zwar noch spährlich Bestückt war, aber mit jeder Insel, die die Hamsterpiraten anliefen weitere Bücher aufzuweisen hatte.

Die Ärztin selber war auf dem Dach ihrer kleinen Hütte zu finden. Bis auf das Unterteil ihres Bikinis nackt lag sie auf einem, ebenfalls aus Wachs geformten, Liegestuhl in der Sonne und sog jeden einzelnen Strahl in sich auf, während sich ihre Brust gleichmäßig hob und wieder absenkte: Sie war am schlafen. Es war selten, dass es hier mal ruhig genug war, um tatsächlich in der Sonne liegend wegdösen zu können und auch heute hielt die Ruhe, welche Kassia ins Reich der Träume gezogen hatte, nicht lange an.
Es war eine vertraute Stimme, die sie aus ihrem Schönheitsschlaf riss, im Grunde war es prinzipiell immer die Stimme des selben Besitzers: Ihr hoch geehrter Kapitän Boris. Was hatte der große Junge denn diesmal zu schreien? Ohne Grund? Oder wieder mal eine Verletzung beim übertriebenen Training? Was es auch sei, als Ärztin musste sie zumindest nachsehen. Also erhob sie sich von ihrem Liegestuhl, streckte sich und ging währenddessen auf den rand ihrer Hütte zu. Ihre Augen flogen über das Deck, erspähten die vier Personen, die sich dort unten tummelten.
Boris wirkte nicht verletzt, zumindest noch nicht, aber er war wieder auf dem besten Wege. Einarmige Kopfstützen, wie oft durfte Kassia ihm danach schon gerissene Muskeln durch massagen pflegen, aber lernen würde er es doch nie. Sie lächelte, sie mochte diese Crew wirklich. Worum es da unten wohl ging? Boris sprach von Fleisch... es ging wohl ums Essen. Ja stimm, es durfte bald Mittagszeit sein. Sie hatte wohl doch länger geschlafen, als sie vorerst dachte. "Oiiiii, Kaja!" rief sie herab und winkte. "Sag mal, haben wir vielleicht noch Fisch? Ich hätte wirklich wahnsinnig Lust auf einen schönen Fisch." Lächelte sie zu der Truppe hinunter. Wenn sie denn schon mal wach war, konnte sie sich der Truppe auch anschließen. Kurz noch ging sie zu ihrem liegestuhl zurück, um sich das Oberteil ihres Bikinis zu holen, bevor sie von ihrer Hütte herab stieg und sich der Gesellschaft anschloss. Unterwegs Band sie sich ihr Oberteil um.
Boris hatte mal wieder bewiesen, dass ein Mann seinen kopf nur selten zum denken brauchte: Er benutzte ihn als Beinersatz, so wie es aussah. Sie hockte sich neben ihn und betrachtete seinen Kopf. "Super Boris, die wie viele Platzwunde ist das diese Woche?" Ja, Boris war ein kräftiger Kerl, doch grade das war bei solchen Aktionen seine Schwäche. Sein körpergewicht hatte dem Aufprall eine ziemlich Wucht gegeben.
Wäre es nicht Boris, würde Kassia erst mal sehen, ob er eine Gehirnerschütterung davongetragen hatte, aber hey... Es war Boris...
 

Kaja

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Die Köchin hörte sich Rei’s Antwort an und musste leicht Schlucken, als jene sie abermals darauf hinwies, dass sie jene duzen sollte. “Wenn es doch so leicht wäre.. Ich kann sie doch nicht einfach duzen.. immerhin.. kenne ich sie nicht..“ Es war etwas schwer zu verstehen, warum es so war, aber mit der Zeit hatte sich das Siezen derartig in die Redeweise des Mädchens hineingelebt, so dass sie es einfach nicht so leicht umstellen konnte. Immerhin hat sie es sich Jahre lang angeeignet. Ihre Schwester – Ajana – hatte auch immer diese höfliche Art Fremden gegenüber. “Das sind deine Nakama.. aber..“ Boris’s lautes Fleischgerede riss die Rothaarige aus ihren Gedanken heraus. Wie üblich lächelte sie Rei zu, wandte aber nun ihr Lächeln dem Kapitän zu. “Wie hat er es bloß die vielen Wochen ohne Skorbut überlebt?“ Kaja war wahrlich im staunen. „Seht her: BORIS kann auch freihändig!!!“ Sie war allerdings zum Weiteren erstaunt, wie viel Dummheit für einen Kapitän überhaupt erlaubt sei. “Vater.. wo bin ich nur gelandet..“ Dies wusste wohl keiner so genau. Es war nun mal das Schiff der Hamster-Piraten, an deren Bord das Maskotchen Puc, ein Riesenhamsterbaby, wie man es der Frau erklärte, mehr Verstand besaß als deren Besitzer, der Kapitän.
Kage nickte zustimmend, als die Blonde abermals das Wort fasste. “Käpt’n, es würde sicherlich nicht schaden etwas mehr Vitamine zu sich zunehmen.“ Sie lächelte abermals, während ihr Blick auf die kleine Rin fiel. “Und als Nachtisch könnte ich etwas Orangenkuchen backen, sofern ich etwas von deinem Orangensaft haben könnte E.. ehm… Rin.“ “Schon wieder.. wann merk ich mir endlich, dass Rin Rin ist und nicht Erin…“ Sanft biss sich die Köchin auf ihre Unterlippe, ehe sie fortsetzte und hoffte, dass keiner ihren möglichen Fehler mitbekommen hatte. “Ich würde höchstens zwei Liter benötigen.“, fügte sie kurz hinzu. “Nun gut, dann sollte ich wieder zurück in die Küche..“ Nachdem sich die Rothaarige ausgiebig gestreckt hatte, drehte sie sich um und ging ruhigen Schrittes Richtung Küche zurück, als sie knapp vor der Tür war, hörte sie Kassia, die Schiffsärztin, einen Wunsch nach Fisch zu äußern. “Eine gute Idee.“ Sie lächelte die Sonnenanbeterin an und nickte ihr zustimmend. Dann wandte sie sich Boris zu: “Dank des großen Fleischandranges würde ich vorschlagen, dass der Käpt’n sich einige Männer schnappt und Fische angelt. Ansonsten wird es wohl eine reine Gemüsemahlzeit geben.“ Kaja lächelte nochmals ihn an. Sie war sich sicher, dass der Kapitän ihre Kochkünste nicht sonderlich in Frage stellen würde. Ihr war natürlich auch klar, dass Fisch nicht gleich Fleisch sei, doch sie hoffte darauf, dass es dem Hünen keinen großen Unterschied ausmachen würde. “Falls es weitere Wünsche gäbe, Ihr wisst ja wo Ihr mich findet.“, sie lächelte noch zum Schluss jeden freundlich an und verschwand hinter der Esszimmertür.
 
R

Rin

Guest
Das war wahrscheinlich der passendste und idealste Vergleich, den man Rin geben konnte. Die klischeehafte Glühbirne glimmte über ihrem Kopf auf und Boris ganzes Problem breitete sich vor ihr aus. Er hatte Probleme mit seinem Schädel, der so kahl wie leer war, und musste ihn deswegen ordentlich durchschütteln. Eine vollkommen klare und für jeden nachvollziehbare Schlussfolgerung. „Naja, da hilft weder schütteln noch rütteln, Boris ist nicht mehr zu helfen.“, dachte die Schwarzhaarige, noch bevor ihr einfiel wie gemein das klang und sie sich ein wenig schämte. Aber nur ein wenig...ein kleines bisschen, es war doch wahr! Nebenbei bemerkt...warum wunderte es sie so wenig, dass Puc Boris seine Antworten zuquiekte? War sie es schon so gewöhnt? Das war...erstaunlich. Nun, eigentlich war es so hirnrissig, so außergewöhnlich bekloppt, dass man das Adjektiv dafür noch erfinden musste, doch das nur nebenbei. Sie- „Gemüse? Auf den Tisch muss Fleisch! Denn Fleisch ist BORIS’ Gemüse, Fleisch ist BORIS’ Brot, Fleisch ist BORIS’ Soße, Fleisch ist BORIS’ Nachtisch, Fleisch ist BORIS’ Vorspeise, Fleisch ist BORIS’ Obst, Fleisch ist BORIS’ Suppe. Manchmal geht BORIS in eine Salatbar, um sich einen Salat zu bestellen: Doch nur einen der komplett aus Fleisch besteht!!!“ Sie wurde von Boris aus ihren Gedanken gerissen und starrte ihn fassungslos an, ein kurzer Schock. Wie konnte man denn ohne Orangensaft überleben? Es gab eine Zeit, in welcher die Steinsammlerin daran geglaubt hatte, dass alle Menschen diese wundervolle Mischung aus „Orangen“ und „Saft“ trinken mussten. Wenn auch nur heimlich, immer dann wenn sie nicht dabei war... Doch auch wenn sie nun wusste, dass es Menschen gab, die dieses seltsame Gemisch aus „Apfel“ und „Schorle“, Apfelschorle genannt, tranken – was zur Hölle ist eine „Schorle“?! -, konnte sie es wohl kaum begreifen. Wie ein Mensch, der abgeschnitten von der Zivilisation zwischen Bergen voller Schnee lebte, sich keine Wüste vorstellen konnte. Doch weg von der Schorle, dem Schnee und den Hamstern! Eh, Hamstern? Nein, von denen lieber nicht. Nachdem ihr großartiger Fleischonisten-Kapitän eine weitere akrobatische Meisterleistung vollführte und von Kassia, die anscheinend Fisch mochte, auf recht humorvolle Art dazu ermahnt wurde, wenigstens ein winziges bisschen vorsichtiger zu sein, sah sie sich erneut um. Erst jetzt bemerkte Rin, dass Rei, Kassia, Boris und sie selbst nicht die einzigen waren, die zu dieser Stunde nicht mehr schliefen. Kaja war ja auch noch hier! Doch ehe ihre Fast-Kleine-Schwester wie ein aufgeregter Welpe um sie herumspringen konnte... “Und als Nachtisch könnte ich etwas Orangenkuchen backen, sofern ich etwas von deinem Orangensaft haben könnte E.. ehm… Rin.“, meinte die Rothaarige, nicht ahnend, dass sie einen Schutzmechanismus auslöste, ähnlich dem Todvortäuschungsreflex von einigen Ziegenarten. Die Putzteufelin erstarrte innerlich wie äußerlich, leider auch mitten in der Bewegung, was einen schmerzhaften Fall verursachte, so verharrte sie und musste noch mitanhören wie Erins Schwester unheilvoll etwas über zwei Liter sagte. Als ihrer aller Herrin mit der Botschaft, das sie ja schon wussten, wo sie zu finden war, verschwand, regte sich wieder so etwas wie Leben in dem Mädchen. Als es sich langsam aufrichtete, schossen ihm ernste Gedanken durch den Kopf, das war ungewöhnlich, aber das sollte ja auch mal vorkommen. Würden die Vorräte reichen? Die Sechzehnjährige mochte Kaja wirklich sehr gerne und würde ihr diesen titanischen Gefallen auch tun, aber nur wenn auch Land in Sicht war, Land mit Geschäften voller Orangensaft oder wenigstens der Frucht an sich, dann hatte sie genügend Vorräte und konnte auch noch ordentlich einen drauf machen. Wenn sie den rettenden Strand allerdings erst in mehreren Wochen erreichen würden... Vielleicht sollte sie jemanden fragen?
 

Boris

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Diese Woche? Boris setzte seine Denkerfresse auf, die sehr an die Statuen großer Denker antiker Zeiten erinnert, so innig und wohlüberlegt. Dann beantwortete er die Frage der Ärztin: „BORIS hat bei vierzehn aufgehört zu zählen.“ Boris war zäh und Wunden heilten bei ihm schnell, gerade weil er so zäh war. Er warf offen verstohlen einen Blick auf die wunderbaren Argumente der Schiffsärztin, welche selbst den stärksten Mann umhauen würden…
Doch endlich kam eine Aufgabe, der sich Boris gerne stellen wollte: Angeln, eines der Dinge die ein jeder Mann gerne macht, sich selbst mit den Urgewalten der Meere messen. Mit einem kleinen Sprung setzte sich Boris wieder auf die Beine und legte einen muskelbepackten Arm um Rins Schultern: „Heute wird dir BORIS die Männlichkeit des Angelns zeigen, Rin!“ Mit dem Argument von um die 110 Kilogramm purer Muskelkraft und vielleicht einem kleinen Reserveenergiepolster, welches unter all den Muskeln aber niemanden auffallen sollte, konnte das Mädchen nicht mithalten.
Angelruten waren die Treppe runter im Raum wo die Männer schliefen. Er packte ein paar untern Arm und nahm die kleine die Afro für Puc angefertigt hatte ebenfalls mit und trat damit aufs Deck, nachdem er laut „Angelzeit, es ist Zeit zum Angeln!“ vor sich hersang. Er reichte Rin eine Angel und begann zu erklären: „Weißt du, Rin, Angeln war schon immer etwas, was wahre Männer ausmachte. Jeder Mann der nicht Angeln kann ist kein wahrer Mann. Deswegen bringt BORIS dir diese Kunst nun bei.“ Boris sah in Rin ein Nesthäkchen und war immer gerne bereit, sein Wissen an die Kleine weiterzugeben, eine Aufgabe die sich wahrscheinlich nicht lange hinziehen wird. Und wie er auch schon durch Feng weiß, können kleine Mädchen ebenfalls wahre Männer sein.
„Als erstes nimmt man den Köder.“ Eine Schachtel voller Würmer sorgte dafür. Er öffnete sie und nahm einen Wurm heraus, während er mit Blick auf den Wurm gerichtet Rin die offene Packung in die Hände drückte… Das Rin Insekten nicht ausstehen konnte war in diesem Moment vergessen, oder eher immer dann vergessen, nachdem es sich gemerkt worden ist. „Dann knotest du ihn um den Haken und schließlich…“ Die nun fertig präparierte Angel schnellte in flüssiger Handgelenkbewegung nach vorn, oder zumindest die Schnur, welche geräuschvoll im Wasser landete. „Dann wartest du bis…“ Ein Druck auf der Angel. „Bis etwas anbeißt wie jetzt.“ Vollkommen auf die Angel und rein gar nicht auf die Umgebung konzentriert baute Boris etwas Druck auf. „Lass ihn müde werden, denn diesen Trick kannst du nur machen, wenn du Muckis hast…“ Der Druck verhundertfachte sich in einen Moment, als Boris mit berstenden Oberarmen an der Angel riss, welche für ihn besonders stabil gebaut worden ist. Afro hatte mehrere Tage daran gesessen, damit er nicht ständig die Angeln ersetzen musste.
Der Fisch war ungefähr so lang wie der Unterarm von Vergil. Während er noch in der Luft flog, erklärte Boris weiter, Augen auf den Fisch: „Als nächstes musst du ihn totschlagen und das geht…“ Die linke Hand ballte sich und die Muskeln spannten sich ähnlich stark wie beim Herausziehen, dann als der Fisch in Reichweite war: BORIS Schwinger!!! Der Angriffswinkel war zum Schiff gerichtet, da es zu viele Fische gab, welche Boris einfach mehrere Meter zurück ins Meer gehauen hatte.
Die Schwäche dieser Vorgehensweise war jedoch die mangelnde Zielgenauigkeit. Kaum hatte Boris den Fisch im Flug eine verpasst, schoss er schräg zur Seite direkt Richtung Schmiede, wobei er Rei, welche gerade an etwas arbeitete, voll im Nacken traf. „Ähm… ‚tschuldigung…“, nuschelte der Kapitän etwas schuldbewusst.
 

Luci

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Rei hatte sich schon kurz nach Kaja auf den Weg Unterdeck gemacht, aber mit dem Ziel des Lagers. Um zu schmieden brauchte sie Brennstoff und dieser wurde logischerweise nicht auf dem Deck gelagert. Sie hatte ordentlich an dem Sack zu schleppen und geriet schon leicht ins Schwitzen. Der dünne Schweißfilm lies ihre Haut glänzen und zu dieser Feuchtigkeit gesellte sich etwas Kohlenstaub.
Wieder auf Deck füllte die junge Schmiedin einige Kohlen in die Schmiede und fing an sie zu befeuern. Eine sehr anstrengende Tätigkeit, denn immerhin musste sie den Blasebalg betätigen, damit das Feuer die richtige Temperatur erreichte um das Eisen zu bearbeiten.
Nun war der Blasebalg alles andere als einfach zu bedienen und so musste die doch recht zierliche junge Frau ihr gesamtes Körpergewicht einsetzten, damit die Luft das Rohr mit genügend Kraft verlies. Die Bewegungen übertrugen sich auf den gesamten Körper, einige Stellen wippten in dem Rhythmus mit und wären für einen männlichen Beobachter sicher ein schöner Anblick gewesen.
Dieser Umstand war Rei im Moment egal oder genauer ihr nicht mal wirklich bewusst. Angestrengt schaute sie sich die Flammen an und wartete auf den richtigen Moment um das Werkstück der Hitze der Esse zu übergeben. Es würde nicht mehr lange dauern, an einigen Stellen waren die Flammen schon so hell, dass man nicht direkt rein schauen konnte.
Doch die Konzentration wurde jäh unterbrochen. Etwas kaltes, nasses und auch schweres schlug ihr in den Nacken. Einen Augenblick wurde es etwas dunkler, doch schon war es vorbei und wütend fuhr die Schützin herum. Es war ihr schon vorher klar, wer für diese Unterbrechung verantwortlich war.
„Boris, wenn du nur etwas aufpassen würdest, wäre ich dir sehr dankbar.“ Rief sie auf die Entschuldigung des Missetäters und widmete sich wieder der Schmiede. Zum Glück hatten die Flammen nicht viel an Kraft verloren und schon bald legte Rei das Werkstück in die Esse.
Nun hieß es weiter den Blasebalg zu bedienen bis das Werkstück die richtige Temperatur erreichte. Auch dies würde nicht sehr lange dauern.
 
R

Rin

Guest
Das Aufstehen hätte sich Rin auch sparen können, denn kaum hatte sie sich erhoben, klatschte Boris' Arm zusammen mit einer Bemerkung über die Männlichkeit des Angelns auf sie nieder. Erschlagend. Wieder verschwand jemand unheilvoll, doch Boris würde wieder kommen und ihr...Angeln... beibringen. Oh, Mann... wenn dieser Kerl einem anderen Menschen etwas beibrachte, dann war es absolut immer vollkommen nutzlos – da man seinen kleinen Hirnbrocken schon in zehn Tonnen Muskelmasse umgewandelt haben musste -, dämlich, kraftraubend und nicht selten ein Grund zum Sterben. Ungefähr Boris' Definition von „männlich“. Wenn er eine hätte, was nicht der Fall war. Die Schwarzhaarige schloss ihre Überlegungen in dieser Richtung, als ihr einfiel, dass sie ja noch fliehen musste! Doch nun war es leider zu spät, die schweren Schritte des Nahkampfaffens erschütterten das Hauptdeck und kaum stand sie aufrecht, drückte dieser der Verwirrten eine Angelrute in die Hand. „Weißt du, Rin, Angeln war schon immer etwas, was wahre Männer ausmachte. Jeder Mann der nicht Angeln kann ist kein wahrer Mann. Deswegen bringt BORIS dir diese Kunst nun bei.“ Darauf antworte sie erst einmal nichts. Was sollte sie jetzt machen? Gut, Angeln war zwar noch relativ harmlos, doch was war mit Boris schon harmlos? „Als Erstes nimmt man den Köder.“ Plötzlich lag eine offene Schachtel in ihrer linken Hand, Rin brauchte eine Weile, ehe sie realisieren konnte, was der Köder eigentlich war...

Ihr Herz setzte einen Schlag lang aus, der Inhalt war... „Um Gottes Willen! Nehmt diese schleimigen Kreaturen der Hölle von mir weg!“, flüsterte sie heiser. Die Orangensaftfanatikerin versuchte nicht einmal die Panik in ihrer Stimme zu unterdrücken. Oh mein Gott, wenn etwas so hässlich und abscheulich war wie diese Dinger, konnte man einfach nicht den Blick abwenden. Plötzlich krabbelten eine Millionen Regenwürmer auf ihrer Haut herum und nagten an ihr. Rosafarben, wie dämliche Perücken, die Segmente schillerten wie bösartige geöffnete Augen und ihre Bewegungen! Kringelnd, sie glitten übereinander, versuchten aus der immer noch weit geöffneten Schachtel zu entkommen und das Schlimmste war: Einer schaffte es! Wie ein dickes Seil baumelte er erst über dem Schachtelrand, unter ihm war seine „Treppe“, weitere Würmer, die sich eifrig nach oben drängten...und er fiel auf ihre Hand! Jetzt würde sie eindeutig sterben. Ihr Körper konnte sich einfach nicht bewegen, doch...ihr Geist! Fieberhaft suchte ihr Hirn nach einer Lösung für dieses Problem, jede Windung lieferte Informationen, als... „Würmer...sind keine Insekten!“ Diese einfache Erkenntnis war ihre Rettung. Insekten hatten sechs Beine und der Regenwurm hatte sich in der Frühzeit schon eigenständig entwickelt! Gut, er war ein weit entfernter Verwandter. Aber der weit entfernte Verwandte eines Bäcker konnte auch ein Marineadmiral sein! Lang lebe die Biologie! Gott sei Dank ...

Sie nahm – nun deutlich entspannter, doch immer noch zitternd – den Wurm mit der rechten Hand auf, legte ihn zurück in die Schachtel und wollte sie gerade auf den Boden stellen, als die Erleichterung urplötzlich verschwand und eine ziemliche Wut zurückließ. Wie konnte Boris nur?! Sie wäre fast draufgegangen und er dachte nur ans Angeln! Das logische Denken setzte aus. Zornig visierte sie den kahlen Kopf des Hünen an und nahm die Schachtel in die rechte Hand, was sie tun wollte, war das, was noch keiner getan hatte. Boris eine Köderschachtel an den Kopf werfen! Mit Schwung flog die wurmige Rache direkt auf den Glatzkopf zu, sie beschrieb eine elegante Kurve, an einem fliegenden Fisch vorbei–

Was?! Bestürzt blickte das Mädchen zum rasenden Fisch, der auf die Schmiede zuflog und Rei am Kopf traf. Noch während Boris sich entschuldigte, flog die Wurmschachtel direkt an seinen Augen vorbei...ins Meer. Nun...jetzt fiel der Sechzehnjährigen ein, dass es eine bekloppte Idee war, sich von seiner Wut leiten zu lassen. „Ups.“, konnte sie nur noch hervorbringen.
 
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Boris

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War da gerade etwas an den Augen vorbei geflogen? Boris wusste es nicht, jedoch wusste er auch nicht, dass es Menschen erst ab einer gewissen Entfernung möglich ist, etwas genauer zu erkennen. Schonmal ein Buch direkt an die Nase gehalten und versucht es zu lesen? Da verschwimmen die Buchstaben und sind unleserlich, selbst Brillenträger erkennen nur die Schemen ihrer Fassungen und konzentrieren sich deswegen lieber darauf, einfach nur durch die Gläser zu sehen.
Naja, wo waren wir? Achja: War da etwas an den Augen vorbei geflogen? Boris wusste es nicht. Jedoch hörte er das „Ups.“ seitens Rins, weswegen er ihr einen langen Blick zuwarf. Er betrachtete sie eingehend, von Fuß bis zur Haarspitze, das kleine schwarzhaarige Mädchen mit den dunklen Augen und dem niedlichem Gesicht, welches ihn irgendwie immer an eine Puppe erinnerte. Sie selbst schien auch fragil wie eine Puppe zu sein. Und sie hatte die Köder gehalten… „Rin? Wo sind die Köder?“
Es brauchte im Grunde keine weiteren Erläuterungen, denn Boris war wacher als man meinen mochte und hatte schon eine vollkommene Fallschilderung fertig. Es begann alles damit, als Boris den Prachtbrocken eines Fisches herausgeholt hatte, da musste Wasser gespritzt sein. Da Mädchen nun mal Mädchen waren und Rin noch einen langen Weg zum wahren Mann schreiten musste, in dieser Hinsicht ähnelte sie Puc stark, hatte sie sich erschrocken und dabei die Köder weggeworfen, direkt an den Augen des Piraten vorbei ins Meer.
Boris streckte die Faust vor und hob den Daumen: „BORIS wird’s richten!“ Damit sprang er förmlich auf und hechtete die Treppe hinunter zum Platz, den die Männer zum Schlafen benutzten. Er holte sich aus dem Angelzeug eine Harpune und lief dann mit seiner Höchstgeschwindigkeit die kaum jemanden beeindruckte, zurück zum Mädchen. Was jedoch durchaus beeindruckend war, war der Umstand dass er mitten im Lauf es schaffte, sich bis auf den Lendenschurz auszuziehen.
Mit einem schweren Satz sprang er auf das Geländer, welches ein ungutes Geräusch von sich gab, doch das ignorierte er vollkommen. Würde er später richten. Puc jedoch sah Boris fassungslos an, als wäre er irgendein Depp, welcher immer wieder sich gegen eine Wand schmeißt, als würde er nicht glauben können, dass es wirklich nur eine Wand ist.
Boris jedoch sah in sich die Ausgeburt der Männlichkeit, welche mit Harpune im Meer schwimmen und Fische auf traditionell männliche Weise herausfischen würde. „Wenn du älter bist, Rin“, begann Boris mit voller Zuversicht und mit einer Stimme wie ein Held einer Nation: „dann wird BORIS dir das auch beibringen!“
„QUIEK!!!“ Es war zu spät. Boris ist gesprungen, alle Worte ignorierend und Puc blieb nichts anders übrig, als mit Tränen in den Augen ihm nachzusehen. Kurz darauf trudelten sieben Fische in hohen Bogen vom Wasser aus direkt aufs Deck. Diese zappelten, schlugen mit den Schwänzen und suchten verzweifelt einen Weg direkt ins Meer.
Puc warf einen unsicheren Blick nach unten und sah Boris, wie er mit letzter Kraft noch mit den Armen ruderte, die rapide langsamer wurden. Dadurch hatte er die Fische in die Luft befördert, doch sein Schreien war nur ein Gurgeln und die Lähmung setzte schnell ein…
 

Mika Ruko

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Leicht kichernd hockte Mika im Storchennest des Boldman und war beeindruckt von dem unglaublich tollen Tag bisher. Zunächst war er zwar leicht angewidert gewesen, dass er mitten in der Nacht wach wurde, nur um dann nicht wieder einschlafen zu können, doch im Nachhinein hatte sich das als wahrer Glücksfall heraus gestellt. In der Nacht nämlich hatte er sich spontan entschlossen, auf Grund seiner Schlaflosigkeit ein wenig am Mast herum zu klettern, da ihn die frische Seeluft und die körperliche Anstrengung normalerweise immer müde machten. Und das war auch dieses Mal der Fall gewesen. Nach einiger Zeit in der luftigen Höhe war der Baumakrobat müde geworden und hatte schon in seine Hängematte zurückkehren wollen, als ihm auf einmal ein Gedanke durch den Kopf geschossen war: Warum sollte er überhaupt zurück unter Deck gehen? Die Nacht war lau oder auch warm genug, damit er wie früher bei der Arbeit einfach ein Nickerchen bis zum Morgen im Korb machen konnte. Also hatte er sich kurzer Hand nach oben in den Ausguck geschwungen und sich dort hinein gelegt, worauf ihm auch schon nach wenig Zeit die Augen zugefallen waren und er in einen tiefen Schlaf gefallen war. Dieser hatte allerdings nicht so lange gehalten wie normalerweise, da er früh morgens durch aufgehende Sonne geweckt worden war. Als die ersten Lichtstrahlen des Tages ihren Weg über den Rand des Storchennests gefunden hatten und fast schon schmerzhaft die Augen Afro-Trägers getroffen hatten, war dieser unsanft aus einem Traum gerissen worden, an den er sich nicht erinnern konnte. Mit einer leicht miesen Laune war Mika aufgestanden und hatte sich gestreckt und gereckt sowie ausgiebig gegähnt. Dann aber zu bequem gewesen, den Abstieg zu wagen, hatte es sich der Faulpelz erst einmal wieder bequem gemacht, die Sonnenbrille aufgesetzt und gewartet, was nun passieren würde. Die Zeit war wie im Flug vergangen, während der Tagträumer so vor sich hin geträumt hatte und schon hatte er gemeint, vom Hauptdeck aus Schritte zu vernehmen. Neugierig, wer denn da rumlaufen würde, hatte der Zimmermann vorsichtig über den Rand des Ausgucks gelinst, ohne darüber nachzudenken, warum er dies eigentlich vorsichtig tat. Und wen er erblickt hatte, war Rei gewesen, seine Mitstreiterin bei den Hamsterpiraten, die ganz ohne Zweifel gut aussah, welche sich jetzt zum Sonnenbaden auf das Deck begab. Keine schlechten Aussichten, hatte Mika gemurmelt und die blonde Schönheit von oben begutachtet. Und so hatte der Afro-Träger den bisherigen Rest des Tages damit verbracht, erst Rei zu beobachten und anschließend noch Kassia, welche auch den schönen Tag zum in der Sonne liegen zu nutzen wusste. So hatte der selbst ernannte Afroman über einen netten Zeitraum hinweg zwei nette Objekte gehabt, die zu beobachten sich gelohnt hatte. Kassia und Rei boten schöne Bilder, an denen sich der dunkelhäutige einfach nicht satt sehen konnte. Doch hatte er sich auch nicht beschweren wollen, als Boris, der unglaubliche Hulk.. ähm.. Kapitän der Hamsterpiraten und langjährige Bekannte von Mika aus dessen Heimat, Sharewood, die Szenerie betreten hatte. Denn Boris wusste auch immer, wie man alles zum Lustigeren wenden konnte. Und so hatte der Hamsterpirat das ganze Spektakel ums Essen, Angeln, die Fische und die Würmer beobachtet und wäre beinahe aus dem Korb gefallen, als Rei der Fisch an den Hinterkopf klatschte.


Mika seufzte. Aber es war ein Seufzer, der pure Glückseligkeit ausdrückte. Noch nie in seinem Leben war er irgendwo auch nur annähernd so glücklich gewesen wie an Bord des guten alten Boldman mit den anderen Hamsterpiraten. Und heute war wieder so ein schöner Tag – kurzer Blick hinunter auf Rei – den eigentlich nichts verderben konnte – kurzer Blick hinunter auf Kassia. Genau so konnte es weitergehen. Das Schicksal hattes es wahrhaft gut mit ihm gemeint.
Doch auf einmal hörte der Afro-Träger ein lautes Platschen und das verhieß normalerweise nichts Gutes. Schnell schaute er sich unten auf Deck um und bemerkte rasch, dass Rei immer noch toll aussah und auch nicht mehr trug als einen Bikini. Genau wie Kassia. Rin war noch klein und Puc sogar noch kleiner. Aber wo war der Große, der Kapi, der Mann unter den Frauen und Puc da unten? Genau, Boris musste in Wasser gesprungen sein. Aber er konnte doch nicht schwimmen. Hatte er etwa schon wieder versucht, das Meer zu besiegen und zu beweisen, dass wahre Männer auch mit Teufelskraft schwimmen können? In dem Moment schlugen die Fische auf dem Deck auf. Ach, der war nur angeln... dachte Mika und war für eine Zehntelsekunde beruhigt, bis ihm auffiel, dass das immer noch nichts an der Tatsache änderte, dass Boris trotzdem nicht schwimmen konnte und unweigerlich absaufen würde, wenn ihn niemand aus dem Ozean zog. Und unten war wahrscheinlich keiner in der Lage dazu, also konnte in dieser ausweglosen Situation nur ein Mann dem Kapitän zur Rettung eilen. Nur ein Mann, der den Gefahren des Meeres trotzdem würde, um seinen Anführer zu retten. Und ohne weiteres Zögern stürmte der Baumakrobat los. Leichtfüßig wie eine Elfe sprang er aus dem Ausguck, geschickt wie ein Affe landete er auf dem Querbalken, an dem das Segel befestigt war, grazil wie eine Antilope rannte er auf diesem entlang, bis er das Ende erreichte, von dem er energisch wie ein Känguruh absprang und dann plumb wie ein Stein in die kühlen Fluten des West Blue klatschte, wobei er die Flugphase, in der seine Gliedmaßen zu sich heran zog, mit einem lauten Schrei untermalte: Afrogepowerte Arschbombe! Und mit einem lauten Klatschen schlug der Zimmermann mit dem Gesäß voraus auf dem Wasser auf, welches bis auf Deck des Schiffes spritzte. Kaum, dass der Dunkelhäutige ins kühle Nass eingetaucht war, orientierte er sich kurz, um zu sehen, wie sein Kapitän ein wenig unter ihm den dunklen, unbekannten Tiefen entgegen sank. Eilig tauchte ihm Mika hinterher und konnte ihn auch recht schnell erreichen. Unter etwas Kraftanstrengung gelang es dem Afro-Träger schließlich wild mit den Füßen strampelnd, Boris am Kopf bis an die Wasseroberfläche zu ziehen. Nachdem er kurz und gierig die frische Seeluft in seine beinahe leeren Lungen gesogen hatte, konzentrierte sich der schwimmende Baumakrobat nun wieder darauf, seinen Kapitän über Wasser zu halten, damit er wenigstens atmen konnte. Immer noch wild mit den Füßen austretend schaffte es der Dunkelhäutige gerade so, nicht auch abzusaufen während er den Glatzkopf vor eben diesem bewahrte. Wirf doch mal einer endlich son fucking Seil oder so was runter, okay!? Boris wog garantiert eine Tonne und seine eigenen Klamotten hatte er vor seinem tollkühnen Sprung auch nicht ausgezogen. Die sogen sich jetzt immer mehr mit Wasser voll. Mensch, die sollten sich mal beeilen da oben, dachte Mika und ruderte ein wenig heftiger mit den Beinen weil die beiden Männer schon wieder fast unterzugehen drohten.
 

Kaja

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Tür zu und nun? Kaja schaute sich im Esszimmer um. Da war nun mal der Tisch und die Stühle, ihre Hängematte und die verbotenen Päckchen, die strengstens bewacht wurden, und… “Was ist denn das?!“ Ihre Augen fixierten ein kleines, aber doch erstaunlich großes, Staubwuserl, welches sich mit dem Luftzug in Richtung Küche bewegte. Zwei, drei große Schritte und mit einem sicheren Griff wurde es gefangen genommen, wonach es im Mülleimer landete. Die Küche war sauber. Welch ein Glück! Zwar dachte sich die Piratin anfangs, als sie zu den Hamstern gelangte, dass es keine große Arbeit sein werde das Essen für eine kleine Mannschaft wie diese zu zubereiten, doch da irrte sich die Rothaarige gewaltig. Es war schon Herausforderung genug dem Kapitän etwas vor die Nase – oder eher Mund – zu stellen, das mehr Vitamine beinhaltete als Fleisch. Sie war schon froh genug, dass Boris Fisch wohl zu einer speziellen Fleischsorte zählte. So oder so, auch wenn es nicht stimmte, Fisch war eben nun mal Fisch, wollte sie jenes dem Hünen auf keinem Fall erklären. “Dann will er als nächstes vielleicht noch keinen Fisch mehr essen, sondern richtiges Fleisch.. das könnte dann wohl auf Dauer zum Problem werden..“
Sie wendete sich von dem Anblick der sauberen Küche ab und schritt weiter in die Vorratskammer. Unterwegs nahm sie den kleinen Notizblock aus einer Schublade und einen noch kleineren Bleistift mit. Kaum betrat die Köchin den schmalen Raum notierte sie sich schon auf dem Block die beim nächsten Aufenthalt zu kaufenden Sachen. “Wir brauchen auf jeden Fall einen größeren Orangenvorrat als letztens.. hmm.. vielleicht sollte ich noch den ein oder anderen Liter Orangensaft besorgen.. aber jenes müsste ich von der Kleinen geheim halten.. nicht dass sie ihn sich eigen machen würde.. aber sicher ist sicher..“ Mit der Kleinen war natürlich Rin gemeint. In Kaja’s Gedanken kommt die Schwarzhaarige Musikerin so gut wie immer mit dem liebevoll gemeinten Kosenamen die Kleine vor. Zu sehr fürchtete sie, dass sie abermals aus Versehen Rin gar in Gedanken mit Erin vertauschen würde. Und das dürfte sie nicht. Immerhin wie könnte die Siezmaschine dann noch ihre ernste Maske aufrecht erhalten? Noch dazu vor Erin? Kage schüttelte den Kopf. Sowas grenzte ans unmögliche.
Sie legte den Notizblock und den Stift beiseite, während sie weiter in das Innere der Vorratskammer schritt. “Was macht denn das Seil da?..“ Vorsichtig nahm sie den dicken Strick in die Hände und betrachtete diesen für einen Augenblick der Sekunde. “Ach ja.. muss wohl mit den Kisten Obst hier gelandet sein..Vielleicht kann es ja Rei gebrauchen oder jemand anders.“ Das Seil noch in der Hand schaute sich die Rothaarige wieder um. Sie versank gerade in Gedanken und stellte sich vor, was sie mit den hier vorhandenen Lebensmitteln alles für die Crew herrichten konnte, als.. ein Schrei, wie ihn wohl nur einer machen konnte, sie aus den Gedanken herausriss. „Afrogepowerte Arschbombe!“ Kaja blinzelte. “Schwimmen? Um diese Zeit?“ Sie wollte sich gerade wieder ihren Gedanken zuwenden, als ihr inneres Gefühl bescheid gab, dass das wohl nicht so war. “Boris sollte fischen.. Könnte es etwa sein - “, weiter setzte Tetsukage ihren Satz nicht fort, auch wenn er nur in Gedanken war. Mit schnellen Schritten durchquerte sie die Küche und eilte fast durch das Esszimmer zur Tür. Sie riss sie auf und.. tatsächlich, es war kein Boris weit und breit. Nur Gesichter von den Seiten der Frauen, die ihr schlimmstes bestätigten. “Er ist tatsächlich ins Wasser gesprungen…“ Auf dem Deck versuchten einige Fische vergeblich wieder ins Wasser zu gelangen. Gezielt schritt die Rothaarige zu Rin und schaute hinab ins Meer. Als Mika um ein Seil bat, eher forderte, musste die Köchin schmunzeln. “Zufälle gab’s..“ Sie warf dem Zimmermann das eine Ende und bat Rei und Kassia höflich wie immer um deren Hilfe. Ihr war klar, dass Rei wohl wieder ihr den ein oder anderen Vorwurf machen würde, warum sie sie siezte, aber was soll’s. So war sie nun mal.
 

Boris

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Boris sah nach oben, er konnte sich keinen Millimeter bewegen, das Atmen hatte er endlich eingestellt und er blickte mitten von Wasser umgeben, das Lichtspiel an der Oberfläche an. Das war das Ende? Wohl kaum, doch er konnte sich einfach nicht bewegen. Doch nur weil er gerade am Ertrinken war, bedeutete es noch lange nicht, dass es das Ende sei, es war alles eine Frage der Willenskraft und wenn sein neuer Schwimmstil schon „Stein“ war, dann würde er diesen Schwimmstil meistern und damit beweisen, dass selbst ein Stein schwimmen konnte, wenn er es denn wollte. Und Boris sowieso!
Wenn doch nur die Arme und Beine gehorcht hätten! Aber das taten sie nicht. Doch nur weil er gerade am krepieren war, bedeutete es noch lange nicht, dass es zu Ende sei! Es bedeutete bloß, dass es eine Art Problem gab, welches aber bestimmt mit reiner Muskelkraft und eisernen Willen gelöst werden konnte.
Dann aber kam etwas, was im Grunde noch besser war: Hilfe! Nicht dass Boris sie gebraucht hätte, aber wenn schon jemand sich die Mühe machte, könnte er sie ja annehmen. Und es war… schwarz und rund und… „BRBlooo….“ Das war das einzige, was Boris sagen konnte, doch manchmal waren Worte einfach nicht ausreichend.
Er kam mit einer großen Arschbombe, seine Hand umfasste Boris unter der Mörderbrust und zog ihn nach oben. Kaum durchstießen die beide die Wasseroberfläche, hustete der Glatzkopf schwer und schüttelte den Kopf. Alles was darunter war, war vollkommen taub und bewegungslos.
Ein Seil wurde nach unten geworfen und Afro hievte Boris ans Deck. Dort zappelten mehrere Fische und Boris nahm alle übrig gebliebene Kraft zusammen, um die Fäuste in die Hüften zu stemmen und die Brust herauszudrücken: „Seht ihr! Für BORIS ist das nur ein Handicap, doch egal ob BORIS nun ein Handicap hat oder nicht, BORIS fängt auch so weiter Fische, als wäre es nichts. BORIS ist so gut!!!“
Aus irgendeinem Grund fand sich Boris schnell erneut im Wasser wieder…

Ich bin so gut – Ende
 

Boris

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2. Alkohol ist nichts für Männer

Es war kurz nach dem Abenteuern in Humming-Town geschehen… Die Vorräte wurden aufgestockt und Boldman fuhr Richtung Reverse Mountain. Jedoch meinte Vergil, es bahne sich ein Sturm an und deswegen wäre es nicht gut nachts zu fahren, weswegen das Schiff gerade an einer kleinen unbewohnten Insel, oder eher eine Art Sandhügel, vor Anker lag.
Boris hatte sich selbst für die Nachtwache eingeteilt und stand auf dem Steuerdeck, während er Puc hat schlafen lassen. Es war eine kalte Nacht, jedoch wollte sich der Glatzkopf von der Kälte nicht besiegen lassen und stand da mit einem normalen Hemd und seinen engen Lederhosen, als würde er es immer noch zu heiß empfinden. In einer Hand hielt er einen Blue Report und versuchte das Kreuzworträtsel zu lösen. „Hm… Lebensende mit drei Buchstaben… Arschtritt… A-H-S-D-R-R-E-T… das sind… ähm…“ Einige Wurstfinger wurden benutzt, um die Anzahl der Buchstaben zu zählen, doch nachdem sie eine Minute immer wieder ein- und wieder ausgefahren wurden, schlug der Kapitän des Schiffes einfach die Faust in die offene Hand und raunte: „BORIS ist der Kapitän, also bestimmt BORIS und BORIS sagt, es sind vier Buchstaben… Hm… Aber BORIS sucht ein Wort mit drei Buchstaben…“ Ein großes Dilemma…
Jedoch gab es immer wieder ein Ereignis, was einen von den komplizierten Dingen des Lebens erfolgreich ablenkte. „Hey Bro!“ Afro sprang ans Geländer des Decks und hob sich hoch, nur um einmal sich übers Geländer zu heben und dann abzuspringen. „Kalte Nacht.“ Kaum dass es ausgesprochen wurde, nickte der kahle Kopf brummig, aber nur weil es kalt war, bedeutete es ja nicht, dass es zu kalt wurde.
Jedoch trumpfte der Schwarze auf: „Als wir uns wieder versorgt haben, habe ich was gefunden, Bro…“

Zwei Stunden später saßen Afro und Boris auf dem Hauptdeck, ein offengeschlagenes Fass, groß genug dass Waylander darin passen würde, neben ihnen und von der braungelben Brühe mit Sprudel waren Dreiviertel verschwunden. Es war ein hartes Gesöff und sie waren harte Männer, weswegen sie überhaupt noch stehen konnten. Wenn auch nur grölend und lallend und freudeschwankend, während sie mit zusammengehakten Armen immer wieder im Kreis tanzten, jeder Schritt wurde mit enorm viel Gewicht belaste.
Ein lauter Krach und ein passendes, gesungenes Gejohle:
Joho, ihr könnt’s erraten
wir sind fiesbrutal Piraten
Suchen immer nach ’nem Schatz
räumen Gegner von dem Platz.

Sagen niemals, niemals Danke
scheuchen Leute auf die Planke
dann ein Platsch und Wasser spritzt,
das nennt man Piratenwitz!
Jetzt stellt euch das mal bei einer riesigen Lautstärke vor, welche nur vom Donnern des Decks übertroffen wird, welches ihr Tanz auslöste? Wer soll da schlafen? Bald wissen wir mehr.
 

Waylander

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Waffenschmied/Krieger
Die Nachtruhe war angenehm und soooooooo erholsam.Waylander träumte von grünen Wiesen, zwitschernden Vögeln, bis ja bis eine Herde Elefanten durch das Bild raste und von der grünen Wiese nichts mehr da war.
Dazu kahm noch das eine Horde Hooligans die Elefanten tanzend???? verfolgte.
Und dann machte es ein knirschendes und krachendes Geräusch und Waylander schlug die Augen auf, auf seinem Brustkorb hockten Boris und Mika und gröhlten und sangen weiter.

"Was zum Geier is denn bitte hier los? Habt ihr beiden sie noch alle? Wisst ihr eigentlich wie spät das ist?" Eine äussrst wichtige und wohlgesetzte Pause folgte in der Waylander den Atem der beiden inspizierte.
"Is das etwa Bier?"
Wie von einer Tarantel gestochen sprang Waylander auf und warf dabei Boris und Mika von sich runter.
"Bier? Ich will auch was, ich will auch was, ich will auch was von eurem Bier, wo ist es gebt her das Gesöff."
Was jetzt folgte konnte man getrost als "Gebt-Waylander-Bier-oder-er-wird-sauer" Bezeichnen denn er rannte wie wild durch das Schiff und machte dabei keine Gefangenen bis er sich in das Fass stürzte und kopfüber drinhing.
 
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