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Sougon N. Nasshingu

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S

Sona

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Charakterdatenblatt


Persönliche Daten

Name: Nasshingu
Vorname: Sougon Na
Spitzname:Sona


Geburtstag:
5.7.
Alter: 23 Jahre
Größe: 1.87 m
Gewicht: 61 kg

Augenfarbe:
stahlblau
Haarfarbe: schwarz

Aussehen:
Seine ungepflegten, schwarzen Haare, seine stahlblauen und dadurch leer wirkenden Augen, sein blasser aber nicht weißer Teint und seine dünne Statur bewirken auf den ersten Blick einen Schauer, der unnachgiebig über den eigenen Rücken läuft. Das emotionslose Gesicht, welches in äußerster Ekstase lediglich ein leichtes Grübeln erahnen lässt, verstärkt diesen Eindruck. Sougon selbst weiß jedoch nicht, dass er wie eben beschrieben auf sein Umfeld wirkt, was auf Grund der so entstandenen Missverständnisse über die Zeit seines Lebens bei ihm dazu geführt hat, menschenscheu und introvertiert zu sein.

Blutgruppe: 0 Rh-

Besondere Merkmale: Neben der durch sein skurriles Äußeres erzeugten Weltfremde, hat Sougon mehrere, kaum sehbare Narben auf seiner Stirn, für die er aus tiefster Verzweiflung über den Tod seiner Verlobten heraus selbst verantwortlich ist. Auffallend ist auch ein sich grotesk abzeichnendes Bild seines Gesichtes, falls er unter bestimmten Umständen seine wirklichen Empfindungen tatsächlich unvermindert zu Tage bringt. Wenn man ihn nicht persönlich kennt, so hat man in solchen Momenten das Gefühl, dass dieses lachende oder weinende Gesicht einfach nicht zu dem Rest dieses Menschens gehören kann, fast so, als seien Emotion und Sougon unvereinbare Gegensätze.

Kleidung: Sougon trägt vorzugsweise abgetragene Anzüge in schwarzer Farbe, da er so, zusammen mit seinen Haaren, vermeidet aufzufallen. Lediglich einige weiße Hemden und neben schwarzen auch knallrote Fliegen, die er sich entgegen seines Grundsatzes vielleicht durch Träumerei, vielleicht aber auch nur durch Dekadenz, gekauft hatte, bilden die Ausnahme. Generell kann man sagen, dass er Kleidung bevorzugt, die ihn unscheinbar und unauffällig wirken lassen.



Herkunft und Familie

Die pragmatisch orientierte Familie der Nasshingus ist ein ausschlaggebender Punkt in der Entwicklung Sougons.
Sie besitzen eine Mietwohnung nahe des örtlichen Hospitals und des einzigen Parks in Sumera. Was diese Familie, Sougon ausgenommen, auf den ersten Blick kennzeichnet, sind rationale und Effekt orientierte Denkweisen und Handlungen. Die Nasshingus sind in Sumera deshalb dafür bekannt, stets gute Arbeit zu leisten und somit der Gesellschaft einen besonderen Dienst zu erweisen. Im privaten Familienleben selber schlägt sich dieser spartanische Ruhm eher weniger nieder. Vielmehr erhält man als Außenstehender den Eindruck einer vorherrschenden Gefühlskälte unter den Familienmitgliedern. Kennt man die Nasshingus beruflich, ist man Stolz sie zu kennen. Kennt man sie persönlich und privat, so ist man eher verwundert und empfindet Unbehagen über die Familienmoral selbiger.
Letzten Endes sind es die Geschichten der Eltern, die Grund für jene eigenartige Familienerscheinung sind.

Verwandte:

Vater Nasshingu (Suizid mit 52):
Der Vater der Familie Nasshingu ist durch arbeitsame und teils überdisziplinare Verhaltensweisen geprägt. Er ist ordnungsliebend, pedantisch und diktatorisch – alles Eigenschaften, die er sich mühevoll erarbeitete und als Grund des Nasshingu-Kleinbürgerruhms sieht. Durch diesen erweckten Stolz auf sein bisheriges Lebenswerk, versucht er mit aller Macht, jene Tugenden auf seine Kinder zu übertragen und verliert im Wahn nach Ordnung und Regelung dadurch schnell die notwendige väterliche Liebe. Mit dem frühen Tod seines von ihm fast schon vergötterten Vaters, der es liebte klassische Stücke hören und darüber zu fachsimpeln als sei er selbst der Komponist gewesen, entwickelte er eine Art traumatische Einstellung zu jeglicher Kunstform und konzentrierte von nun an auf den Ausbau seines Arbeiterlebens. Dass seine Frau auf den Vorfall mit der Geige hin in ein tiefes Wachkoma fällt und wenig später stirbt, führt bei ihm etappenweise zu einer geistigen Umnachtung, da es gerade Mutter Nasshingu war, die für ihn die Weiblichkeit schlechthin verdeutlichte. Er liebte sie von ganzem Herzen, auch wenn dies seine einzige Gefühlsregung familiärer Natur war, und sah sich selbst als Auslöser des Wachkomas. Erschlagen durch diese Tatsache und überfordert mit der Betreuung der verbleibenden drei Kinder, die selber mit dem Tod der Mutter klarkommen mussten, beging er eine Woche vor Sougons zwanzigsten Geburtstag Selbstmord.

Mutter Nasshingu (verstorben mit 44):
Aufgewachsen in einer Familie, die mit Arbeit weniger am Hut hatte als mit der Musik selber, erlernte Mutter Nasshingu bereits in jungen Jahren, Klavier, Geige und Flöte zu spielen und zu komponieren. Sie liebte es die Welt melodisch wahrzunehmen, weshalb sie bereits mit sieben Jahren im Stande war eine komplette sinfonische Dichtung über ihren Vater zu schreiben. Sie war total entrüstet, als ihr Vater beim Hören der ihm gewidmeten Dichtung in Tränen der Freude ausbrach und fing ebenfalls an zu weinen, weil sie dachte, sie hätte ihrem Vater Weh getan. Jener Eindruck wurde für sie nur noch stärker, als ihre Eltern sich bald auf ihren achten Geburtstag trennten und sie ihren Vater nie wieder zu Gesicht bekam. Vielleicht hatte er es ein-, zweimal versucht, noch einmal Kontakt mit seiner Tochter aufzunehmen, doch ebbten diese Versuche gegenüber der besorgten und den Vater verdrängenden Mutter aus, sodass sich die zukünftige Mutter Nasshingu schon in jungen Jahren mit diesem einen, unlösbarem Problem konfrontiert fand – sie dachte, sie wäre der Grund, warum ihr Vater abgehauen ist. So wirkte sich dies auf ihre Musikernatur erheblich aus. Sie beendete ihren Unterricht in allem Instrumentenspiel und der Komposition und wendete sich ihrer eigenen Arbeitsamkeit zu. Wenn man es so formulieren möchte, kam ihr Vater Nasshingu nur recht gelegen. Unter seiner regelrechten Normdiktatur, fiel es ihr leichter mit dem Verschwinden ihres Vaters klarzukommen. Als sie Sougon an seinem Geburtstag mit einer Geige in der Hand spielen hört und sieht, begreift sie, dass sie sich Zeit ihres Lebens durch die Ehe mit Vater Nasshingu und dem Versagen der Musik selbst verraten hat und bricht unter der Belastung dieser Kenntnis zusammen. Sechs Jahre später entstirbt sie dem so herbeigeführten Wachkoma. Ihren letzten Gedanken widmete sie Sougon.

Geschwister Sougons:
Die drei Geschwister Sougons, zwei Brüder und eine Schwester, spielen für sein Leben eher eine untergeordnete Rolle, weshalb es überflüssig erscheint sie einzeln zu benennen. Wichtig ist lediglich die Tatsache, dass auch diese Geschwister unter den Missständen ihrer Eltern und daraus resultierenden Folgen erheblich litten. Unter allen Geschwistern herrschte zwar eine gewisse Akzeptanz, doch das aufprojizierte Wesen des Vaters, der stetige Durchsetzungskampf in der Arbeiterwelt, führte dazu, dass sich jene untereinander mehr als Konkurrenten statt Geschwister sahen. Die Todesumstände der beiden Eltern bewirkten einen Ausbau der konkurrierenden Ansichten untereinander, weshalb die drei Geschwister, die Sougon nie auch nur vermisste, schnell verhaltensauffällig und kriminell wurden. Sie fristen ihr Dasein derweil in einem Gefängnis der Marine und sind Insel 1 weit als die kriminellen „Geschwister des Nichts“ bekannt.

Amuru Nomuusa (umgebracht im Alter von 20 Jahren):
Amuru Nomuusa (wörtlich: Muse der Liebe) tritt mit neunzehn Jahren in das Leben Sonas. Sie selber entstammt einer ordnungsliebenden, für Sumera typischen Familie und ist von dieser so etwas wie das „schwarze Schaf“. Niemand in ihrer näheren Verwandtschaft hat auch nur einen Funken mit Musik, Kunst oder ähnlichem zu tun. Deshalb musste sie in ihrer Erziehung bereits viel einstecken und konnte sich selbst nicht gehen lassen. Die Möglichkeit, Liebe für ihre eigene Familie zu empfinden, wurde zudem durch ihre künstlerische Freinatur erheblich eingeschränkt, was nicht bedeuten soll, dass sie verhaltensauffällig war, eher im Gegenteil. Sie war in ihrem nicht unbedingt weitreichenden Freundeskreis bekannt als die „Zuhörerin“ die allem und jedem hilft, wenn er nur nett fragt, wurde als lieb, nett und vor allem aber als hübsch bezeichnet. Als sie Sona das erste Mal auf dem Weg nach Hause sieht, wie er spielt und tanzt und tanzt und spielt, so ohne Rücksicht auf Verluste und einfach nur frei von allen Konventionen, bemerkt sie eine Begeisterung für ihn, die schnell in ihre erste wahre Liebe mündet. Es kommt schnell zum Hochzeitswunsch. Auf der Hochzeit selber stellt sich jedoch heraus, dass der Priester ein Pirat ist. Durch die Hochzeitsintervention eines nervösen Marineoffiziers, kommt alles Schlag auf Schlag und Amuru stirbt vor den Augen ihres Geliebten durch die Kugel, die eigentlich für den Piraten bestimmt war. Kurz bevor sie starb, dachte sie an ihr Leben und das einzige, was ihr zu diesem einfiel, war Sonas Name. Sie liebte ihn von ganzem Herzen – fast so wie er sie.

Geburtsort: Im Hospital in der Nähe der einzigen idyllischen Parkanlage Sumeras
Geburtsinsel: Insel 1
Geburtsozean: North Blue



Persönlichkeit

Interessen:
In der Zeit seines doch einsamen Lebens im Park und auf der Straße, merkt Sona, dass die Freiheit für ihn ein stark positives Gefühl ist, so stark, dass sie sogar das Gefühl der Einsamkeit kompensieren kann. Er fühlt sich im Angesicht der Tatsache, dass er machen kann, was er möchte, ohne dabei an andere denken zu müssen, befreit und lebendig. Es ist die Sorglosigkeit und die Unabhängigkeit von seinem Umfeld, die in ihm wahre Freudenergüsse provozieren.
Die musikalische Kunst stellt für Sona einen anderen, wichtigen Lebenspfeiler seines Daseins dar. Die von ihm gespielte Musik gibt ihm die Möglichkeit, loszulassen und einfach nur zu genießen, dass er existiert. Aber auch nicht von ihm gespielte Musik reizt seine Ohren auf besondere Weise. Egal, wie er auch mit Musik in Kontakt tritt, immer zuckt es ihm in seinen Beinen – er muss sich einfach zu jedem Lied wiegen und tanzen, um die doch zahlreichen Informationen der Musik an sich nur noch mehr aufnehmen zu können.
Außerdem neigt Sona dazu, zu träumen. Ihm gefällt es einfach, natürlichen Dingen durch weit schweifende Assoziationen mehrere Bedeutungen zukommen zu lassen, da für ihn so die Realität ertragbarer wird. Besonders in der ersten Zeit nach dem Tod Amis zieht er das Träumen der Musik vor. Es hilft ihm zu begreifen, was ohne Hilfsmittel nur sehr schwer zu begreifen wäre: seine Geliebte, tot am eigenen Hochzeitstag.

Desinteressen:

Schon in seiner frühen Kindheit, war es Sougon zuwider, sich ständig in seiner eigenen Familie um Essen und Spielzeug zu streiten. Nie hatte er verstanden, warum nicht einfach Liebe und Akzeptanz Grundregeln des Zusammenseins waren, sondern Disziplin und Ordnung. Disziplin und Ordnung, im eigenen Heim, dort, wo man alle Sorgen fallen lassen können sollte. Es war ihm ein Dorn im Auge, wenn ihr Vater darauf pochte, beim Essen still zu sein, beim Spielen nacheinander zu spielen, beim Gute-Nacht-Sagen in einer Reihe zu stehen – was war das für eine warmherzige Umgangsweise für Soldaten, kaltblütig für Kinder. Was war das für ein Leben?
Auch schlug sich dieser Hass auf Grund seines künstlerischen Schaffens nieder. Der Künstler will darstellen, was Worte nicht fassen. Der Künstler will zeigen, was Augen nicht sehen. Der Künstler will vermitteln, was niemand denkt. Gerade durch diese Ansätze, verstand Sougon seinen rationalen und Effekt orientierten Vater nie auch nur ein kleines bisschen.
Hinzu kommt, dass Sona später Traditionen als eingefrorene Lebensentwicklungen ansah. Er hatte nichts gegen Feste oder dergleichen, doch war es ihm zuwider, immer gleiche Feste feiern zu müssen. Ein erfülltes Leben ist seiner Meinung nach gefüllt mit vielen, unterschiedlichen Erfahrungen und nicht mit stets der gleichen. Was ihm in seiner Zeit bis zum zweiundzwanzigsten Lebensjahr jedoch auffällt, ist die Tatsache, dass sein Geburtstag – also eine Tradition - für ihn einen geeigneten Zeitmesspunkt darstellt. Insofern schmälert sich hier seine Abneigung, geht jedoch nie völlig verloren.

Mag:
Freiheit, Sorglosigkeit, Musizieren, Komponieren, Tanzen, Träumen
Hasst: Disziplin, Ordnung, Rationalitäten, jegliche Wissenschaften, Traditionen

Auftreten:

Wenn man Sona das erste Mal bewusst unter einer Menschentraube wahrnimmt, so fragt man sich doch, was diese Person am Leben hält. Sein abgetragenes Äußeres sowie seine emotionslosen Gesten des Alltags führen nicht selten auf manchen Rücken zu einem Schauer. Er wirkt gespensterhaft, mitgenommen, ja fast schon ohne jegliche Lebenslust und -kraft. Je mehr man Sona jedoch wirklich kennen lernt, desto klarer wird einem sein kompletter Habitus, desto erfreulicher sind seine äußeren, seltenen und schwachen Emotionsausdrücke für einen selbst und desto erträglicher wird sein geisterhaftes Äußeres. Sein zuerst äußerst exzentrisches und anstößiges Verhalten zwischen Ekstase und Phlegma, wenn er Musik spielt und dazu tanzt oder einfach nur vor sich hinträumt, wird mit dem Verständnis für Sonas Lebensweg herzerweichender und vor allem faszinierender.

Verhalten:

Seit dem Vorfall mit seiner Verlobten, entwickelte sich Sona zu einem phlegmatischen Wrack, was heißt, dass er gegenüber Anderen zuerst sehr ruhig ist. Er gibt nicht viel von sich preis, lässt lieber um sich herum erzählen und beobachtet. Nicht immer, wenn es Bedarf gäbe, dass er etwas sagt, tut ihr dies auch. Sona besitzt unter anderem die Macke in einem solchen Fall stattdessen zu seiner Geige zu greifen, um mit dem viel sagenden Blick eines Künstlers das Geigenspiel zu beginnen. Mit der Zeit und dem Vertrauen zu bekannten Gesichtern, die vielleicht auch seine Musik verstehen, zeigt er ein langsam wachsendes, zutrauliches Verhältnis. Wenn Sona einen lebenden, also freien Menschen in dem Anderen sieht, dann beginnt Sona zu lieben und verhält sich dementsprechend offener. Dass ihm das nicht immer zu Gute kommt, zeigt sich am Beispiel seiner ehemaligen Verlobten Ami.

Wesen:

Sona genießt das Leben, insbesondere die von der um ihn befindlichen Natur, mit vollen Zügen und liebt es zu träumen. Andere Menschen versteht er auch als solche, behandelt sie mit Respekt und Nächstenliebe. Entgegen seiner innerlich doch erfreuten und offenen Weltaufnahme, bleibt er Unvertrautem stumm gegenüber. Er liebt es Menschen zu beobachten, weil er Menschen liebt. Selbst die Arbeiter aus seiner Heimat hatte er gemocht. Wenn er spielt und tanzt, ist es ihm egal, wie sein Umfeld ihn aufnimmt – in diesem Moment geht es ihm nur um ihn selbst und seine Musik. Der Antrieb, der Sona vorantreibt, ist sein tiefer Wunsch, jedem auf diesem Planeten begreiflich zu machen, was es bedeutet eine Freiheit zu empfinden, wie er sie beim musizieren empfindet. Befreien will er sie, sie zum Lächeln bringen – ihnen einfach nur begreiflich machen, dass ihre eigene Existenz Grund genug zur Feier geben sollte. So will er abwenden, dass auch nur irgendeiner ein ähnliches Leid durchleben muss, wie er es tat.


Stärken und Schwächen

Stärken:
Sona zeichnet die Liebe für das Leben in besonderer Weise aus. Er respektiert alles und jeden, gibt sich mit der bloßen Präsenz eines Anderen den Grund zur Toleranz und Nächstenliebe. Es muss schon viel geschehen, ehe Sona eine schlechte Einstellung zu einer Person besitzt und selbst dann äußert sich dies lediglich in Blicken, die er jenen verwährt. Sein Ehrgeiz an der Musik und der künstlerischen Irrationalisierung der Rationalität begeistert nicht selten Gleichfühlende derart, dass sie in Sona mehr sehen als nur den blassen Jungen, der Geige spielen kann. Auch führt diese seine Eigenart dazu, dass er nur selten völlig resigniert, und eher dazu neigt, immer wieder erneut zu versuchen, was ihm am Vortag unmöglich schien. Es gelang ihm nur durch jenen Ehrgeiz und seinem Gespür für Tonalität, die vom Vater zerschlagene Geige so zu reparieren, dass sie nicht nur wieder funktionierte, sondern noch dazu um einige Nuancen erweitert wurde. Sein Gespür für die Musik begründet sich letzten Endes doch auf ein Gespür für den Emotionshaushalt der Menschen, weshalb er sich, viel Vertrauen vorausgesetzt, als ein starker Partner und Freund erweisen können wird.

Schwächen:

Auf Grund der intensiven Schicksalsschläge, die Sougon bereits in jungen Jahren durchleben musste, entwickelte er sich bereits früh nach innen, was bedeutete, dass er mehr und mehr die Fähigkeit verlor, sein Inneres nach außen preiszugeben. Er hat starke Probleme damit, sich anderen zu öffnen, und kann dies nur unter großem Bemühen seiner selbst mit viel Vertrauen ermöglichen. Sein äußeres Phlegma, welches sich durch emotionslose Gestiken und Mimiken bildet, gibt vielen Menschen das Gefühl, einem gefühlskalten Menschen gegenüber zu stehen – entgegen dem Empfinden Sonas selbst. Er ist deshalb unfähig sich selbst, abgesehen vom geigen, zu artikulieren. Außerdem tut er sich schwer, zu verstehen, warum viele Menschen äußerst erschreckt wirken, wenn sein doch geisterhaftes Wesen vor ihren Augen zum ersten Mal auftritt. Des Weiteren ist er sehr egozentrisch, was die Lösung eigener Probleme betrifft – bei keinem Problem seines eigenen Lebens lässt er sich gerne und unbedingt helfen, da er sehr viel darauf setzt, diese mit dem Spielen seiner Musik zu lösen. Dass sie dadurch nur für den Moment des Spielens wirklich von seiner Seele lassen, scheint er nicht zu begreifen – beziehungsweise nicht begreifen zu wollen. Er neigt dazu, seine Seele unbewusst und stetig zu überfordern, sodass sich in ihm eine immer gewaltigere Kluft zwischen seinen Gefühlen und dem Erkennen selbiger auftut. Ohne seine Musik, wäre er also schon längst an dem wirklichen Leben gescheitert.


Klassen

Kampfklasse: Teufelsfrucht Schläger
Jobklasse: Musiker



Geschichte

Das Schicksal spielt hin und wieder belustigende Streiche mit dem Leben. Hier werden Katze und Hund Seite an Seite geboren, dort kommt eine Maus in der Nähe einer Katzenschar zur Welt. Es ist ironisch zu wissen, dass beidem keine ertragreiche Zukunft zugedacht wird. Will man dieses Gedankenspiel fortführen, so kommt man doch wohl oder übel immer auf dasselbe Fazit – das Leben von Sougon Na Nasshingu kann anders nicht besser beschrieben werden.

Es war ein ironisch sonniger Tag, der 5. Juli – die Arbeiter von Sumera waren bereits mit voller Betüchtigung in den Tag eingearbeitet. Jede auch nur noch so erdenklich kleine Schweißdrüse arbeitete mit seinem Arbeiter. Überall herrschte eine produktive Stimmung, war doch erst letzte Woche ein für Sumera unverhältnismäßig großer Auftrag seitens der Marine eingegangen, im Zuge der erfolgreichen Erforschung des Wetters in Babellon, ein Wetterspähschiff mit dem Namen „Seeking Sunshine“ zu erbauen. „Seekönig Sonnenschein“ oder „Den Sonnenschein ersuchend“ – beides bezeichnende Formulierungen für das Leben Sougons. Am Nachmittag dieses so arbeitsreichen Tages erblickte Sougon Na Nasshingu in einem kleinen Verschlag von Krankenhaus das Licht der Welt, welches sich in der Nähe des einzigen Parks in Sumera befand. Ein Park in einer Arbeiterstadt, wie Sumera sie war – Gegensätze ziehen sich an oder eher gelungene Abwechslung?

Mit einem Vater, der durch und durch den Arbeiter Sumeras verkörperte, und einer Mutter, die sich zu Hause um den Haushalt kümmerte, wuchs Sougon in einer doch recht stabilen und traditionellen Familie auf. Wie das Schicksal es so möchte, war Sougon dennoch mit seinen Lebensumständen, besonders in der Familie, unzufrieden, deshalb rebellisch und fast schon verantwortungslos gegenüber seinen Geschwistern. Sich als einer von 4 Geschwistern vor einer von der Hausarbeit verhetzten Mutter zu behaupten, ist nun mal kein leicht verdientes Brot. Schon gar nicht für Sougon – das Gefühl hatte er zumindest. Er war zwar Teil der Arbeitergesellschaft, doch fiel ihm das ewig wiederkehrende Durchsetzen schwer. Ständig stritt er sich mit seinen Geschwistern um Essen, Kleidung und sonstige Sachen, die unter Geschwistern mal mehr, mal weniger üblich sind. Ihm war so etwas schon in seinem jungen Alter unangenehm. Hinzu kommt, dass sein Herz spätestens mit dem Finden selbiger nur für seine Geige schlug. Mit sechs Jahren fand er sie beim Spielen im Park unter vielem Schiffgerümpel und seitdem bespielte er sie nur hier und liebte sie überall. Der stetig anhaltende Bewährungskampf in der Familie, der Gesellschaft, im Leben – er war vergessen, bedeckt, geheilt.

Als Musiker, zu dem Sougon sich im Laufe seines weiteren Lebens entwickeln sollte, zwischen Arbeitern – das Schicksal spielt hin und wieder belustigende Streiche mit dem Leben.

Mit den Jahren, die auf das Finden der Geige folgen sollten, stellte sich heraus, dass Sougon immer zurückgezogener wurde. Da, wo er früher aufmüpfig und laut um seinen Teil des Essens schrie, saß er nunmehr still in der Ecke und begnügte sich mit dem Rest, sofern einer übrig blieb. Da, wo er früher ekstatisch um das Ohr seiner Mutter flehte, ging er nunmehr still in den Park und bespielte seine Geige. Da, wo er früher Liebe empfand, war nunmehr Gleichgültigkeit. Warum, könnte man fragen, warum so unergründlich – die Antwort von Sougon wäre doch immerdar dieselbe: weil es so war. Wenn er alleine im Park saß, nur mit seiner Geige in der Hand, ja, dann fühlte er sich wohl, konnte lieben, leben, fliegen, entfliegen aus dem Alltag der Arbeiter, aus dem strikten Plan des Lebens, einfach frei nach eigenen Gesetzen entschweben – und das Schönste daran war, es störte niemanden. Nicht seinen Vater, der doch sehr auf die Arbeitsbereitschaft und Disziplin seiner Kinder setzte, sofern er mal zu Hause war, nicht seine Mutter, die doch stets drum bemüht war, jedes Kind vor sich selbst mit Essen zu versorgen, und nicht einmal seine Geschwister, die mit ihm aufgewachsen waren, ihn geliebt hatten. Es war die für ihn unergründliche Gleichgültigkeit seiner Familie, die die Gleichgültigkeit für seine Familie nährte und gedeihen, ihm die Vorkost wahrer Freiheit zum Frühstück servierte und genießen ließ.

Sougons dreizehnter Geburtstag sollte dieses freizügige Künstlerleben verändern. Anders als es sonst der Fall war, tobte über der Insel 1 ein fürchterlicher Sturm. Hund, Katze und Maus – in diesem Moment sind sie doch alle gleich und verstecken sich in ihren Höhlen, in ihren Käfigen, die sie Stolz als „selbstgeschaffen“ und „Heimat“ bezeichnen. Nur Sougon wäre draußen gewesen, wenn er nur gedurft hätte. Es waren seine Eltern, die ihm zum ersten Mal den Ausgang in den Park verwährten – war es doch sein Geburtstag und nur für ihn seien alle zusammen gekommen, um diesen gemeinsam zu feiern. Im Haus herrschte eine triste Stimmung. Vater Nasshingu war in seine Arbeitsplanung vertieft, Mutter Nasshingu stand wie üblich nur in der Küche und kümmerte sich um das Essen, Sougons Geschwister saßen wie bestellt um ihn herum, niemand gab etwas von sich. Wie sie alle gekommen waren, nur wegen ihm und seinem Geburtstag, zum Feiern. Es dauerte nicht lange bis Sougon ungeduldig auf seinem Stuhl hin und her wippte, weil er unbedingt Geige spielen wollte. Nichts und niemand hätte ihn jetzt noch davon abbringen können – nicht einmal die Angst vor der Reaktion seiner Familie auf sein Geigenspiel, die Reaktion der Arbeit auf die Kunst -, zu seiner Geige zu haschen, sie mit dem geübten Griff zwischen Kinn und Schulter zu klemmen und zu fiedeln. Und er fiedelte wirklich – fiedelte, als ob es keinen Morgen gäbe. Dieser Moment, dieses Lied, dieses Leben war es, dessen Ausmaße auf Sougons bisheriges Dasein für ihn zum Verhängnis werden sollten. Erschrocken von jener Fiedelei sprang sein Vater auf, blickte verwirrt um sich und erkannte Sougon mit der Geige. Er war puderrot vor Wut, die Empörung schoss ihm aus allen Ohren – er schritt entschlossenen Schrittes auf Sougon zu. Dessen Mutter stand im Hintergrund, hielt die eine Hand vor ihren zugebissenen Mund, ihr Gesicht war von Tränen ganz nass. Die Geschwister flüchteten unter Schreien wie eine erschrockene Schafsherde in alle Richtungen davon. Es passierte alles so schnell. Unerwartet. Unbegründet.

Blaue Flecken stachen auf dem dünnen Ärmchen, welches sonst durch die Sonne leicht geblässt, vital erschien, hervor, verunstalteten das ohnehin durch die vielen Tränen schon aufgequollene, menschliche Fleisch. In der linken Hand trug es etwas Zerbrochenes mit willkürlich gelocktem Haar; etwas aus gutem, aber altem Holz. In der linken Hand schlug etwas Zerbrochenes wie in der linken Brust mit willkürlich rhythmisiertem Schlag. Die zermarterte Seele schliff wie eine ungewollte Last hinterher, schwer und unnachgiebig immer hinterher. Hinaus in die stürmische Nacht. Hinaus in den heimischen Park. Hinaus in die Freiheit.

Er war neunzehn, dünn aber nicht unsportlich in die Höhe gewachsen, blass aber nicht weiß von der Sonne gebräunt, geschwächt aber nicht ausgelaugt. Ein Bild, welches gezeichnet wird, wenn die Sonne auf einen fällt, der seinen Lebensweg sechs Jahre rastlos, ohne Sicherheit und allein unter Menschen beschritten hat. In dieser Zeit, verbrachte Sougon sein Leben in der Freiheit. Anfangs war es schwierig, sich durchzukämpfen – stets dafür zu sorgen, dass man nicht verhungerte oder verkühlte – doch mit der Zeit kamen die Möglichkeiten und mit den Möglichkeiten die Wege. Die zerbrochene Geige, sein Herz, trug er immer bei sich, egal wie umständlich der Transport der Einzelteile auch ausfiel. Wenn er die Geige nicht hätte, sei sie auch noch so ramponiert, dachte er, dann würde er sterben.

Sein Leben mit der Linken fest umklammert, erlebte er Sonne und Sturm, Schönes und Schlechtes, Himmel und Hölle mit faszinierten Augen der Neugier. Das freie Leben war es, welches er erfuhr, und Herr Gott noch eins, es gefiel Sona. Sona – so nannte er sich jetzt. Das über sich selbst stolpernde, humpelige Sougon Na war dem simplen, wohlklingenden Sona gewichen – eine willkürliche Namensänderung als Ausdruck der Freiheit. Man könnte behaupten, für Sona war das Leben des in die Gesellschaft gedrängten Sougon Na vorbei. Der Musiker Sona trat an die Stelle des Leidenden Sougon Na. Das Leben ersetzte den Tod. Es mag dahingestellt sein, ob diese Behauptungen wirklich für Sona selbst zutrafen – für ihn war es doch schließlich eine simple Namensänderung, einfach der Versuch der von der Menschheit eingestanzten Welt die eine oder andere kalte Komplikation zu nehmen und um die eine oder andere irrationale Nuance zu erweitern, das Thema seines Lebens wirkungsvoller auszukomponieren. So ging er auch an andere Aspekte seines Lebens heran. Warum sollte er sich damit zufrieden geben, auf einer Bank im Park zu schlafen, wenn er doch gleichzeitig mit den Ästen und Gräsern die Möglichkeit hatte, sich eine Wohnung zu bauen, oder sich unter freiem Himmel von der Natur selbst bedecken zu lassen? Warum sollte er stur nach einer gestohlenen Anleitung seine Geige reparieren, wenn er doch gleichzeitig Verbesserungen vornehmen konnte, die dazu führten, dass die Stimme seines Lebens nur umso klarer erschallen würde? Warum sollte er funktionieren, wenn er doch gleichzeitig leben kann? Nur mit dem zu leben, was man hat, ohne selbst daraus etwas zu machen, ist keine Freiheit, sondern Sklaverei – Sona war frei.

Pünktlich, so Sona, eine Woche vor seinem zwanzigsten Geburtstag, beendete er die Reparatur seiner Geige, die mittlerweile als solche nicht mehr zu erkennen war. Die übliche Form eines verzierten Ovals mit einem am Kopfende herausragenden Hals war ersetzt durch ein chaotisches Durcheinander des Resonanzkörpers, welcher wörtlich von mehr als den üblichen 4 Saiten verschlungen war. Man konnte Geigengehäuse und Geigensaiten auf den ersten Blick nicht unterscheiden – eine perfekte Symbiose aus Form und Klang, wobei der Klang als wichtigstes Medium die Form verschlingt und mit ihr eins wird, dachte Sona. Er klemmte dieses unförmige Etwas mit höchster Vorsicht zwischen Kinn und Schulter und strich die ersten Töne seit gut sieben Jahren hinaus in die weite Welt. Noch während er spielte, als ob er nie auch nur einen Finger von seiner Geige genommen hätte, schossen ihm die Tränen in die Augen. Er begann zu lachen und tanzte fröhlich im Kreis umher, dasselbe Lied wiederholend, er ließ nicht einen Seufzer hören, der ihm über die Lippen schwebte, nicht eine Träne fiel ihm auf seine Geige. Nur das Lachen und Tanzen und Leben teilte er mit ihr.

Ab seinem zwanzigsten Geburtstag teilte er das Lachen, das Tanzen und das Leben mit der Gesellschaft Sumeras. Mit der Zeit kam die Möglichkeit – die Möglichkeit, Geld mit Straßenmusik zu verdienen. Tag für Tag war es jetzt Sona, der unermüdlich in der Arbeiterstadt dafür sorgte, die ihn so bereichernde Musik an die Arbeiter weiterzugeben, in der Hoffnung, sie greifbar und erreichbar zu machen, und natürlich um Geld zu sammeln. Es gab Tage, da musizierte er von früh bis spät, sogar bis in die Nacht hinein, und dennoch war ihm Fortuna nicht wohl gesonnt. Es gab aber auch Tage, da hatte er bereits zum Mittag die Menge Geld erspielt, die er an schlechteren Tagen, an denen er von früh bis spät den Klangteppich seiner Musik entwebte, nicht einmal annähernd zusammen bekam. Es hing alles davon ab, welche Kaliber der sumeranischen Bevölkerung mit welchem Gemütszustand an Sonas Ort entgrenzter Freiheit vorbeigingen. An schlechten Tagen, die sich vorzugsweise werktags einstellten, da waren die Pragmatischen, die Rationellen, die Arbeiter unterwegs. Viele von ihnen beäugten Sonas Tagewerk nur blitzlichtartig und besonders skeptisch. Der einfache Umstand, dass Sonas Musik in ihren Augen irrational, zwecklos und „dahingelebt“, wie es einige von ihnen dachten, war, führte zu einer bestimmten Art von Ekel, die sich in besonders eigenwilligen Menschen wie ein Virus in jegliche Ader des eigenen Seins hineinfrisst. Sie mochten die Musik nicht und damit auch nicht diesen blassen Kerl, der nach ihrer Meinung der Gesellschaft nichts brachte. An guten Tagen hingegen war es der in Sonas Augen lebende Teil, das wirklich dynamische Organ der Gesellschaft – die Optimisten, Weltliebenden, die Liebenden –, die ihn passierten. So sah er an solchen Tagen viele Jugendliche, viele Verliebte, viele Menschen. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass zufriedene und glückliche Menschen spendabler sind – zumindest wären Sonas Beobachtungen und Einnahmen, hingegen aller doch befremdlichen Äußerlichkeiten Sonas, Beweis genug dafür gewesen. Alles in allem, führten jegliche Einflüsse in diesen zwei Jahren seines Lebens dazu, dass er immer mehr und mehr erkannte, was es für ihn bedeutet zu leben. Es bedeutete frei sein.

Zwei Jahre mehr, insgesamt schon neun Jahre – in all dieser Zeit verschwendete Sougon nicht einen Gedanken an seinen Vater, seine Mutter oder seine Geschwister. Sie waren für ihn mit seinem dreizehnten Geburtstag einfach gestorben. Ironischerweise lag er damit nicht falsch. Seine Mutter, schockiert von allem, was geschah, von allem, was vielleicht noch geschehen könnte, von allem, was sich nicht mehr abwenden ließ – sie fiel kurz nach Sougons Flucht in sein Leben unter ihrem eigenen in ein tiefes Wachkoma. Viel zu lange hatte sie darunter gelitten, sich immer behaupten zu müssen, bald, immer gehorchen zu müssen. Viel zu lange hatte sie darunter gelitten, sich selbst zu versperren. Ihre Tränen des besagten Tages waren Tränen der Glückseeligkeit und Tränen der Angst. Glückseeligkeit für dieses ihrer Kinder, welches den Weg zurück zu seinen Ursprüngen gefunden hat – die Musik, die Mutter Nasshingu nicht mehr leben durfte. Angst für dieses ihrer Kinder, welches den Weg in die Höhle der Einsamkeit beschreiten wollte – die Tyrannei des Vaters, die sie ebenfalls belastete. Und nun brach sie zusammen – bald darauf auch ihr Leben und mit ihr die Reste der Familie Nasshingu. Die Trauer um den Tod ihrer Mutter führte einen Keil zwischen die Geschwister. Jeder wollte seine Trauer bewältigen, doch die Trauer des anderen war nicht erwünscht. Rangeleien, Streit, blutige Auseinandersetzungen – der Alltag der Arbeiter war gestört. Gestört durch das Fehlen der Musik. Der Vater hatte Mühe und Not zu begreifen, was mit ihm geschehen war, was mit ihnen geschehen war. Er entwickelte die Eigenart mit seiner toten, von ihm über alles begehrten Frau zu reden – mit sich selbst zu reden. Sein psychisches Leiden wurde durch das der Kinder nicht besänftigt, sondern nur noch extremer belastet. Immer und immer wieder sah er seine Frau, wie sie in der Küche das Essen bereitete, wie sie mit den Kindern spielte. Ihm fiel auf, dass einer seiner drei Söhne sehr häufig gefehlt hat, fast so als hätte er es woanders schöner gefunden. Er begriff nicht und doch verstand er. Er verstand zu viel. Der Geburtstag der perfekten Symbiose aus Klang und Form, der Fertigstellung der absonderlichen Geige Sougons, die ihm sein Leben zurückbrachte, sollte der Todestag seines eigenen Vaters werden. Jeder seiner Geschwister kannte nun die Wände der Marine von innen und das nicht, weil sie sich dort bewarben. Insgesamt schon neun Jahre – in all dieser Zeit verschwendete Sona nicht einen Gedanken an seinen Vater, seine Mutter oder seine Geschwister. Sie waren mit seinem dreizehnten Geburtstag einfach gestorben.

Die Sonne stand im Zenit, die arbeitenden Leiber schwitzten und Sona tanzte. Es war einer dieser guten Tage. Bereits in den ersten Morgenstunden ergatterte er genügend Geld, um sich im Laufe des Nachmittages von seinen zusammengeklauten Lumpen von Kleidung zu befreien und diese mit einem schwarzen Anzug zu ersetzen, welcher Sona beim Schlendern in der Einkaufpassage der Stadt aufgefallen war. Deshalb im Geiste ekstatisch beseelt, spielte und tanzte er wie noch nie. Morgen würde sein zweiundzwanzigster Geburtstag sein, den er unter diesen Umständen gebührend genießen könne. Es hatte sich eine Menschentraube um ihn gebildet, die begeistert verfolgte, wie Sona die Welt in ihren tiefsten Zügen mit einfachsten Melodien zum Ausdruck brachte. Unter ihnen war auch das junge Mädchen, das bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten Woche hier war. Sie war schlank und zierlich im Körperbau, gezeichnet durch unschuldige Blässe am ganzen Körper. Ihren Augen waren bis in die feinsten Nuancen mit einem Grün ausgefüllt, welches selbst das Smaragdgrün einer Parkwiese dunkel, matt und unfreundlich erscheinen ließ. Die braunen, verspielt gelockten Haare fielen in Wellen der Freude an ihrem Körper hinab und umschmeichelnden ihre weiblichen Reize, wie die Wüste um die Blüte eines Kaktus eben selbiger nur schmeicheln kann. Amuru Nomuusa, auch Ami genannt, war, seitdem sie Sona das erste Mal spielen und tanzen gesehen hat, von seiner Art des Lebens hellauf begeistert.

Die Geschichte zweier Liebenden ist durch viele Faszinationen, Tragödien und Nuancen gekennzeichnet, weshalb die genaue Beschreibung der folgenden Ereignisse unnötig scheint. Selbst die genauste Darstellung aller Vorkommnisse, vom ersten Treffen bis zum ersten Streit, verdeutlicht doch nie auch nur einen Bruchteil der Gefühle, die in den Beteiligten umherschweben und stetig zwischen Präsenz und Omnipräsenz hin- und herschwanken. Die Achterbahn der Liebe ist eine, die man selbst durchlebt haben muss, um zu verstehen. Nun kam es mit der Zeit so, dass sich Sona und Ami immer bewusster in die Augen fassten. Sona, der sie erst einige Treffen später überhaupt als Wiederkehrende begriff, und Ami, die seitdem jede auch nur mögliche Zeit in der Nähe Sonas verbringen mochte – beide waren durch die Erscheinung des anderen beflügelt, ja fast schon entgrenzt aller weltlichen Dinge. Das erste private Treffen entwickelte sich zufällig, als Ami im Park auf Sonas Heimat stieß. Das zweite Treffen war eine Folge des ersten Treffens und fand erneut auf der Straße statt, auf der tagtäglich Arbeiter ihre Wege gingen und Sona musizierte. Ami wartete bis aller Trubel um Sonas Musik für den Tag dahingeschieden war und begann das Gespräch unverfroren. Das dritte Treffen war abgemacht, das vierte würde folgen. Nach diesem das fünfte, dann das sechste, dann das siebente, das achte, das neunte… Je öfter sich beide begegneten, desto klarer wurde es für beide, was mit ihnen geschah. Und doch wurde es für sie unklarer und verworrener – ist die erste Liebe doch ein Schauspiel ohne Halt und Vernunft. Je öfter sie sich sahen, desto intensiver war der Wunsch, den Anderen wieder zu sehen. Je öfter sie sich sahen, desto intensiver sahen sie sich. Ihre Augen waren ihre Münder mit denen sie sich alles sagten, was der eigene Körper nicht zustande brachte. Ihre Münder waren ihre Hände, mit denen sie sich zitternd vor Aufregung und zärtlich berührten. Ihre Hände waren ihre Augen, mit denen sie sahen und begriffen, dass der Andere wirklich in ihrer Nähe war. Sie liebten, lieben, liebten sich. Sie liebten sich.

Nach gut einem Jahr, welches sodann schicksalsträchtig seine Wege ging, saß er nun hier. Der Vorsprung zeigte ein atemberaubendes Panorama des Meeres, dieses wankende Etwas, diese dynamische Unsicherheit und Sicherheit zugleich – ein wahres Bild des Lebens. Sein Leben kannte jedoch nur noch Unsicherheit, war nicht mal mehr als das halbe Meer. Die harmonisch kleine Vegetation von grünen Gräsern und grünen Bäumen bildeten einen Logensitz, der auf die Welt gerichtet, Wanken und Rast zugleich bot. Sein Leben kannte jedoch nur noch Wanken, das Grün war aus seinem Leben getreten. Eine Träne lief ihm über das eiskalte, emotionslose Gesicht. Sie lief langsam und endgültig, hinab mit unabwendbarer Richtung, hinab. Vor seinem Kinn machte sie einen kurzen Halt, fast so, als wolle irgendetwas sie davon abhalten ihr Ziel zu erreichen. Doch sie kannte keine Gnade und lief weiter hinab, hinab mit so unantastbarer Sicherheit. Sie war gekommen, um zu richten. Gekommen, um zu sagen, was ihm noch nicht klar war. Sie trug den Schmerz mit Kraft und Widerstand hinab. Hinab auf diese absonderliche Geige. Hinab auf sein Leben. Aus Trauer wird Verzweiflung, aus Verzweiflung wird Wut und aus Wut wird Hass. Selbsthass. Warum hatte er nichts getan? Warum hatte er nichts unternommen? Warum hatte er nur dagestanden? Warum begreift er nicht, obwohl er es sah? Warum nur? Seine linke Hand griff willkürlich zu einem Stein, der in seiner Nähe lag. Sie griff entschlossen und sauer zu. Was nun folgte, ließ sich ab hier nicht mehr abwenden. Die Hand holte Schwung und schlug auf seine Stirn. Immer und immer wieder, immer und immer härter, immer und immer unbarmherziger. Sie schlug und schlug und schlug, so wie sie früher spielte und spielte und spielte. Der Schmerz war kurz vergessen, mit roter Tinktur überdeckt, das Leben kurz ertragbar, mit tiefstem Schmerz gereinigt. Seine Hand beendete das Spiel. Seine Stirn war von Blut überströmt. Er saß leblos da. Wie sollte das alles nun weitergehen?

Als Sona und Ami sich entschlossen zu heiraten, war die vorher schon unerträgliche Freude auf ihren Zenit gestiegen. Jegliche Vorbereitung für die Hochzeit, die beide nur unter sich erleben wollten, wurde in stundenlangen Absprachen beider beschlossen, jede Kleinigkeit auf das genauste geplant. Die Frage der einzuladenden Verwandten war jedoch schnell geklärt – keine. Vielleicht war es auch das, was Sona an Ami und Ami an Sona hielt – der feste Spalt zwischen Familie und sich selbst. So ging alles seine Wege und es dauerte nicht lange, bis beide in ihrem Maße hübsch gekleidet vor dem örtlichen Traualtar standen und die Worte des Priesters vernahmen, die auf ein glückliches Zusammen in der Zukunft hindeuten sollten. Versunken in Träume der Zweisamkeit, erschraken beide auf ein plötzliches Öffnen der Kirchentür hin unter heftigem Zucken. Was nun folgt, wird Sona oder Sougon oder wie er sich auch nennen mag bis zum Ende seines Lebens verfolgen. Es wird der Grund sein, warum er sich diese Narben auf der Stirn zufügen wird, es wird der Grund sein, warum er volltrunken an seine Familie denkt und erfährt, was mit ihr geschehen ist, es wird der Grund sein, warum seine exzentrisch Spielart der Musik in den Hintergrund treten wird, es wird der Grund sein, warum er seine Stimme verliert, es wird der Grund sein, warum er sich verliert – es wird der Grund sein.

Er sah es genau vor sich: Der Marineoffizier tritt herein, zückt seine Pistole, erwähnt energisch, dass er und Ami beiseite gehen sollen, weil es sich beim hiesigen Priester nicht um einen Priester, sondern um einen gesuchten Piraten handelt, der gefangen werden und wenn er sich weigert getötet werden muss. Er begreift nicht und sieht, dass Ami es ebenfalls nicht vermag. Der Priester tritt erschrocken zurück, wirkt ertappt, beginnt zu schwitzen, schaut sich um, greift sich Ami und hält sie schützend vor sich. Er steht nur da. Der Marineoffizier wiederholt seine Drohung, macht seine Pistole schussbereit und weist den Pirat erneut darauf hin, keine Faxen zu machen. Er steht nur da. Ami blickt hilflos von ihm zum Marineoffizier und wieder zurück, beginnt fürchterlich zu schreien, kämpft um Freiheit vom festen Griff des Piraten. Er steht nur da. Der Pirat grinst, äußert ein nicht näher wichtiges Ultimatum, sabbert unter Volltrunkenheit der Situation auf Amis schöne Hochzeitskleidung und grunzt zufrieden über das Gesicht des Marineoffiziers, der immer nervöser wirkt. Er steht nur da. Der Marineoffizier schwitzt jetzt ebenfalls, seine die Pistole haltende Hand zittert energisch unter dem gewaltigen Adrenalinschub, den der Marineoffizier versucht durch weitere unpassende Drohungen dem Piraten gegenüber zu kompensieren. Er steht nur da. Der Pirat tritt beiseite, macht deutlich, dass er mit der Geißel verschwinden möchte, beginnt sich immer schneller zu bewegen, der Marineoffizier ist ratlos, zittert immer stärker, schwitzt am ganzen Leibe, will den Piraten nicht entkommen lassen, zittert und zittert und drückt ab – und er steht nur da. Die grünen Augen von Ami sind leer. Ihre Schreie verstummt. Ihr Leben dahin. Auf ihrer Wange läuft eine einzige Träne unabwendbar hinab, hinab auf sein Leben. Er fällt in Ohnmacht. Als er später in einem Versorgungshospital der Marine aufwacht, ist sein Gesicht kein Gesicht mehr. Er hastet nach oben, befreit sich von jeglicher Versorgung um ihn herum, schnappt sich seine Geige, die nicht unweit von seinem Bett steht, und rennt. Hinaus in die stürmische Nacht. Hinaus in den befleckten Park. Hinaus in die Einsamkeit.

So saß er auf dem Vorsprung. Seine Familie, seine Ami und sich selbst hinter sich gelassen. Nur seine Geige war seit ihrem Finden immer bei ihm. Nur sie und niemand anders. Er wusch sich das Blut mit dem Arm aus dem Gesicht und begriff. Er musste von hier verschwinden. Nur seine Geige, seine Musik, seine Freiheit wird immer bei ihm sein. Nichts sonst.


Charakterbild



Sona & Ami


Schreibprobe

Er stand auf und überblickte das weite, blaue Meer, welches ihm große Versprechungen machte. Das wird meine einzige Möglichkeit bleiben. Langsamen Schrittes bewegte er sich gen Hafen. Zwei Tage später würde ein Schiff im Hafen auslaufen, auf dem sich unter anderen reiselustigen Gesellen auch Sona befinden wird. Seine Seele wird für den Moment besänftigt sein und seine Gedanken für kurze Zeit befreit von jeglicher Last. Hinaus aufs weite Meer. Zur See! Zur See!
Noch vor zwei Tagen hatte er ein anderes wichtiges Problem zu klären. Auf Grund der Ereignisse der letzten Stunden, hatte er lange nichts mehr in den Magen bekommen. Klar, es würde schwer sein, den ersten Bissen zu tun – sein Magen spielte genau wie seine ganze Seele verrückt und verdaute. Seine Gedanken schweiften erneut über diesen Tag hinweg. Ami, hörst du mich? Wo bist du? Ich… ich weiß, ich habe… es… es tut mir leid! Schwere Tränen tropften auf den harten Feldweg hinunter. Sona blieb stehen und wankte, fiel beinahe unter dem eigenen Gewicht auf die Knie. Seltsamerweise blieb sein Gesicht trotz aller Umstände starr und kalt. Nur die Tränen verrieten Zerstörung. Sona begriff noch nicht alles. Seine Seele schien die ganze Zeit immer genau einen Schritt hinter ihm zu gehen, so unwirklich wirkte jede Bewegung auf ihn. Nach zwei, drei Schritten in Richtung Stadt blieb er erneut stehen. Er wandte sich dem Meer zu. Nur fünf Schritte und alles wäre vorbei. Er spielte mit dem Gedanken, sich ein Ende zu setzen. Fünf Schritte in Richtung der Küste und er würde ohne ein Wort oder ein Schreien an den dem Meer zugewandten Klippen, wie eine sanfte Welle des Meeres selbst, zerschellen. Nur fünf Schritte. Das Delirium trieb ihn zwei Schritte voran. Näher an die Kluft. Reiß dich zusammen, Sona! Was hast du davon, wenn alles vorbei ist? Er blieb stehen und schaute. Seine Atemzüge wurden intensiver, seine Tränen zahlreicher. Die Geige in seiner linken Hand wurde schwerer. Er packte sie noch fester als er es auf Grund der Angst, sie könne zerbrechen, je getan hatte und war sich, so unscheinbar er schien, so endgültig seine Situation auch war, mit einem Mal eines sicher. Wenn ich jetzt sterbe, werde ich nie wieder in der Lage sein werden, meine Geige zu bespielen. Die Musik wäre auch gestorben. So einfach diese Erkenntnis auch war, und so plötzlich sie auch kam – für Sona bedeutete sie alles. Mit einem letzten Blick, der dem Meer gewidmet war und viele von Sonas Gefühlen in die Hand der Freiheit legte, darauf vertrauend, da draußen Ruhe zu finden (Und wenn nicht gleich Ruhe, dann wenigstens Besänftigung.), beschritt er den von ihm eingeschlagenen Weg gen Westen, immer weiter fort, fort von Sumera, fort von seiner Familie, fort von Ami.
Am Morgen des neuen Tages fühlte Sona sich bereits durchaus in der Lage, Essen zu verzehren – wenn nur etwas in seiner Nähe gewesen wäre. Den sturen Weg nach Westen hatte er nie auch nur einen Millimeter verlassen, die Reise ins Ungewisse mit jedem Schritt nur noch pedantisch weiter heraufbeschworen. Er war inzwischen in einem kleinen Waldstückchen angekommen, hatte sich müde und ausgelaugt fallen gelassen, sodass er nun mitten auf dem Weg im Schneidersitz die Gegend nach etwas Essbarem absuchte. Nichts… weit und breit nichts. Ich bin doch in einem Wald. Wo sind hier die Beeren? Wo sind sie bloß? Sona lief ein Schauer über den Rücken. Noch nie hatte er auch nur daran gedacht, so rational zu denken und jegliche Ausschmückung als Nutzlosigkeit zu unterlassen. Im Angesicht der eigenen, unbefriedigten Bedürfnisse wurde Sougon zum pragmatischen Denker, nur darauf bedacht die eigene Existenz zu sichern. Oh ja, es schauderte ihm gewaltig. Aus Angst, er könne nur noch weitere Verzweiflung verspüren, wenn er noch länger tatenlos herumsäße, hiefte er sich unter dem Knacken seiner ohnehin schon überstrapazierten Kniegelenke hinauf und schritt erneut weiter, weiter in den Wald hinein. Seine Geige zwischen Kinn und Schulter geklemmt, begann er zu spielen – zum ersten Mal seit seinem zwanzigsten Geburtstag tanzte er nicht im Kreis als er spielte, nein, er tanzte voran, entlang des Weges.
Mittlerweile war die Sonne weit vorangeschritten, in Sumera wurden die Feierabendsleuchten hoffnungsvoll angeflunkert, die Stände der Märkte bereits aufgeräumt. Entlang des Waldweges hatte er doch noch ein paar Beeren gefunden, unter ihnen sogar eine sehr große Frucht, geschuppt mit kleinen Fruchthautfetzen, jede durch eine kreisförmige Kringelgravierung verziert. Die Beeren waren lecker ohne Frage, aber die Frucht, so unverhofft sie auch eine einzigartige Beruhigung des Magens versprach, schmeckte sehr absonderlich. Sona beließ es deshalb bei einem Bissen und schmiss den Rest der Frucht zurück ins dicke Geäst. Es ist wohl nicht weiter erwähnenswert, dass es sich nicht nur um eine x-beliebige Frucht handelte, sondern vielmehr um eine Frucht, die das Dasein als frei lebender Mensch von Grund auf verändern kann. Da Sona so oder so nicht schwimmen konnte, wäre es ihm bestimmt nie aufgefallen, doch mit dem Essen der Inryoku Inryoku no Mi würde sich für ihn bald einiges ändern.
Der Himmel verkündete den Abend und Sona hielt inne. Er blickte hinaus auf das Meer, stand er doch an einer kleinen Lichtung des Waldes, die den Blick auf das Meer eröffnete. Der Mond blickte hinab auf das wabernde Etwas, zeichnete viele, funkelnde Bilder von Freude, Trauer, Heimat, Leben – Dinge, die Sona erneut dazu brachten, schwere Tränen in diese ungerechte Welt zu entlassen. Das Schauspiel des Meeres, wie es unabdingbar und ohne Unterlass mit dem Mond in gemeinsamen Reigen dahintanzte, egal ob der Wind sie mit seiner Musik der Bewegung begleitete oder nicht, ergriff Sonas Augen und erfüllte seine Seele mit Hoffnung.Zur See! Zur See! Zur See!, dachte er mit immer größerem Enthusiasmus. Nur noch ein einziges Mal die Qual Sumeras durchstehen und dann zur See! Zur See! Zur See!
Und so brach er auf, zurück entlang des Weges, auf dem er gekommen war, um ein letztes Mal in seiner Geburtsstadt Geld zu erspielen. Mit diesem Geld würde er das nächste Transport-Schiff nehmen, wohin auch immer es gedenkt, zu fahren.
 
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Sona

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Technikdatenblatt


Attribute
:

Stärke: 2
Schnelligkeit: 2
Kampfgeschick: 2
Fernkampfgeschick: 3
Intelligenz: 4
Geschicklichkeit: 3
Widerstand: 2
Willenskraft: 4

Attributssteigerung:

Teufelsfrucht Schläger:


Stärke: 1
Schnelligkeit: 1
Kampfgeschick: 1
Fernkampfgeschick: 3
Intelligenz: 1
Geschicklichkeit: 2
Widerstand: 2
Willenskraft: 2



Kampf-Klasse:

Teufelsfrucht Schläger Stufe 1:

  • Teufelskraft
  • Kampf ohne und mit leichten Waffen


Job:

Musiker Stufe 1:

  • Spielen zur Unterhaltung
  • Meistern eines Instruments


Ausrüstung:

Waffen: -

Gegenstände: seine absonderliche Geige, sein abgetragener Anzug

Geld: knapp 200 erklaute Berry



Teufelsfrucht:


Inryoku Inryoku no Mi (Gravi-Gravi-Frucht)

Typ: Paramecia
Attributssteigerung:

Der gewählten Kampfklasse angepasst

Beschreibung: Hat man diese Frucht gegessen, so ist man in der Lage in sich selbst, in unbelebten, massiven Materialien und bei Perfektion in anderen Personen so genannte Gravitationskeime entstehen zu lassen. Man kann sich diese als kleinste, sich gegenseitig anziehende Atome vorstellen, die sich mit ihrer Eigenmasse an bestehende Molekülstrukturen anheften und so die in der Anziehungskraft wirksame Masse vergrößern. Das bedeutet, dass der Teufelskraftinhabende in der Lage ist, die Physik der Gravitation zu seinen Gunsten zu modellieren und dementsprechend durch veränderbare Anziehungskräfte zwischen sich selbst, Dingen und anderen Personen auszunutzen.

Stufe 1:
Man ist ein Frischling im Umgang mit den Gravitationskeimen, sodass kaum mehr als zwei Keime die Konzentration des Teufelsfruchtnutzers erheblich beanspruchen und eine Überlastung des Gehirns provozieren würden. Die Aufrechterhaltung der Keime ist mithin ein anstrengendes Unterfangen für die gesamte Körpermotorik, weshalb der Ausführende während des Bestehens der Keime wie paralysiert an seinem derzeitigen Ort stehen bleiben und Sichtkontakt halten muss. Außerdem muss eine Mindestwillenskraft von 3 vorhanden sein, um zu gewährleisten, dass jene Keime für lediglich eine Sekunde aufeinander zufliegen. Jede längere Aufrechterhaltung oder schwächere Willenskraft führt zur Überbeanspruchung des Körpers.
Die so im Anwendungsbereich von drei Metern nur in unbelebter Materie wie Holz oder Steine entstandenen Keime ziehen einander ruckartig zusammen und verursachen durch den Zusammenprall leichte Schäden aneinander. So ist es zum Beispiel innerhalb von Stufe 1 möglich, sich zwei Steine von je höchstens 1 Kilogramm Gewicht mit gut 5 Meter pro Quadratsekunde Beschleunigung, also einer Anziehung, die der auf dem Mond gleichkommt, einander anziehen und kollidieren zu lassen, jedoch bleiben jegliche Gebäude aus festen Werkstoffen vom Teufelsfruchteffekt gänzlich unberührt. Es ist nötig, dass nach jeder erzeugten Anziehung eine Pause vom Nutzer eingehalten werden muss, die von der Länge her der der Anwendungszeit entspricht.



Kampf-/Schießstil :


Kampf ohne Waffen (Fäuste)

Stil: -

Stil Techniken: -
 
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Vita

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Ich finde hier grad nix, mal warten auf die Anderen, vielleicht fällt mir mit deren Kritik was wirklich schlimmes auf.
 

Jade

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Perso-Helferlein
Mir grad auch nicht. Außer dass du den Punkt bei Intelligenz ganz abziehen musst. Da soll einfach nur 'ne 1 in deiner Attributsteigerung stehen. Warten wir mal auf Romano.
 
R

Romano

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Sehr löbliche bewerbung, da ich auch nichts gefunden habe. Es sei den ich wollte haarspalterei betreiben und den Rekrut ärgern. Aber da ich das nicht will bekommst ein ANGENOMMEN von mir.
 
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