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Hau den Lukas

3. Dez. 2014
Hau den Lukas
  • “Hau den Lukas“

    Kampfart: Waffenlos/Improvisierte Waffen
    Kampftechnik: Boxen/Straßenkampf
    Klassen: Krieger
    Verfügbarkeit: Öffentlich

    Beschreibung: Der Hau den Lukas-Stil ist weniger ein ausgefeilter Kampfstil wie bestimmte Kampfsportarten, sondern baut viel mehr auf Praxis auf. Meistens sind es Besucher von rauen Hafenkneipen, die sich diesen Stil im Selbststudium beibringen. Ziel ist es hierbei, auch schmutzig kämpfende Gegner außer Gefecht zu setzen, ohne sie zu verkrüppeln oder zu töten. Meist werden sie einfach bewusstlos oder in die Flucht geschlagen, notfalls auch indem man selbst schmutzige Tricks anwendet. Der Anwender konzentriert sich darauf mit kurzen, gezielten Fausthieben oder Schlägen mit der flachen Hand empfindliche Körperteile zu treffen um den Gegner dadurch kampfunfähig zu machen. Der Anwender ballt hierbei eine Hand zur Faust und hält die andere offen, wie für eine Ohrfeige. Die Beine sind leicht eingeknickt und der Oberkörper deutet nach vorne, was eine aggressive Grundstellung erzeugt. Viel wichtiger als ausgefeilte Kampfstellungen oder -techniken ist für Hau den Lukas jedoch praktische Erfahrung. Schnelligkeit spielt in diesem Stil eher eine untergeordnete Rolle, man bleibt an einem Punkt stehen und verlässt sich auf seine Ausdauer und grobe Stärke. Konkreter „denkt“ man sich einen Kreis, dessen Mittelpunkt man selbst bildet. Je erfahrener der Anwender wird, desto weiter ist der Radius dieses Kreises innerhalb dessen er agiert, wobei er stets darauf bedacht ist zu diesem gedachten Zentrum zurück zu kehren. Zu beachten ist aber, dass der Anwender lieber steht als läuft und daher wenn überhaupt nur langsam und mit großen, mächtigen Schritten vorrangeht, was diesem Stil auch den Beinamen „laufendes Nilpferd“ eingebracht hat. Sein volles Potenzial entfaltet dieser Stil vor allem, wenn es gegen mehrere Gegner geht. Ganz im Geiste einer zünftigen Keilerei in der Kneipe werden dabei auch Flaschen, Stühle, Tische, Regale und alles was nicht niet- und nagelfest ist als improvisierte Hiebwaffen oder Schutzschilde verwendet, sodass bei einem wahren Meister kein Stein auf dem anderen bleibt. Fortgeschrittene Anwender können auch durchaus zweihändig geführte Hiebe ausführen, um zum Beispiel mit einem Schlag auf die Ohren die Trommelfelle platzen zu lassen, was neben heftigen Schmerzen auch Desorientierung mit sich bringt. Auf den ersten Blick mag dieser Stil eher unterhaltsam und lustig wirken, erst wer ihn einmal voll abbekommen hat weiß, wie viel Wucht dahinterstecken kann. Und diese ist alles andere als lustig. Außerhalb einer Kneipe (oder eines anderen Gebäudes) muss der Anwender teils etwas improvisieren, ist aber genauso gefährlich wie innerhalb. Hierbei nutzt er den größeren Platz meist aus indem er Würfe, ausladende Schwinger, Tritte und ähnliches in seinen Kampfstil einbaut, was ein wenig an einen Wrestler erinnert.

    Stufe 1:
    Stärke: 4
    Kampfgeschick: 3

    Der Anwender ist noch neu in diesem Stil, hat vielleicht ein dutzend Kneipenschlägereien hinter sich und auch wenn er diese ohne größere Verletzungen überstanden hat, so ist er noch kein wirklich ausgefeilter Nutzer dieses Kampfstils. Größtenteils fokussiert man sich hierbei auf lange Ohrfeigen, die auf Gesicht oder Nacken abzielen um den unachtsamen Gegner auf die Bretter zu schicken. Auch der Bewegungsradius des Anwenders bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten und dort wo er den Kampf angefangen hat wird er ihn auch beenden, es sei denn er wird geschubst oder anderweitig von seinem Platz gezwungen.

    Stufe 2:
    Stärke: 5
    Widerstand: 4

    Auch kurze Fausthiebe kommen nun in das Repertoire des Anwenders. Kombinationen anzuwenden liegt zwar noch nicht in seinen Möglichkeiten, aber wenn ein Gegner den Fehler macht ihm zu nahe zu kommen wird er eine Faust in der Magengrube oder in der Seite spüren. Auch ist es nun möglich, äußerst rudimentäre „Finten“ anzuwenden, die meist darauf aufbauen, dass man sich selber einmal treffen lässt, um dies anschließend mit doppelter Wucht zurückzugeben. Um sicher zu gehen dass man hierbei auch mehr Schaden austeilt als einsteckt kann man bereits erste „Abwehrtechniken“ anwenden wie zum Beispiel das Anspannen der Bauchmuskeln zum Abfangen eines Hiebes in die Magengrube. Durch das Einwerfen von Fenstern und das Eintreten von Türen verlagert sich manch eine Schlägerei jetzt auch unfreiwillig in den Bereich außerhalb einer Kneipe, wo der Anwender meist noch ein wenig unsicher ist und sich erst etwas orientieren muss.

    Stufe 3:
    Kampfgeschick: 5
    Stärke: 6

    Durch einiges an Übung, mehrere dutzend Kneipenschlägereien hat man nun überstanden, sind nun auch Kombinationsangriffe möglich. So mag es dem Anwender beispielsweise möglich sein, auf einen kurzen Schlag in die Magengrube eine kräftige Ohrfeige folgen zu lassen, die den Gegner über den nächstbesten Tisch befördert. Auch eine gewisse Schmerztoleranz hat sich nun beim Anwender eingestellt, so kann er bei entsprechender Vorbereitung durchaus einen Stuhl oder eine Glasflasche über den Schädel gezogen bekommen und ist danach immer noch bei Sinnen und auf den Beinen, um diesen Gefallen zu erwidern. Eine ordentliche Backpfeife reicht hier nun schon aus um einen normalen Gegner auf die Bretter zu schicken und wird auch bei stärkeren Feinden ein ordentliches Brennen hinterlassen. Auch sein Aktionsradius wird nun weiter als seine eigene Reichweite, etwa zwei Meter wird der Anwender nun von sich aus zu laufen bereit sein um beispielsweise eine neue Waffe zu erreichen oder einen angreifenden/flüchtenden Gegner zu erwischen.

    Stufe 4:
    Fernkampfgeschick: 4
    Kampfgeschick: 7

    Das sich Gegenstände wie Barhocker, Tische, Glasflaschen oder Gegner auch als Wurfwaffen eignen, hat der Schläger lange genug übersehen. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Makel auszugleichen. Es geht hierbei natürlich nicht um die Zielgenauigkeit eines geübten Schützen, sondern einfach nur darum möglichst viel Karacho zu veranstalten. Generell wird die Umgebung des Anwenders nun viel mehr in den Stil mit einbezogen, so ist er nun auch in der Lage exotische Dinge wie ein Billardqueue, Jagdtrophäen oder ein Steuerrad zu benutzen um seinem Gegner „ordentlich eine über den Schädel zu ziehen“ oder sich zu verteidigen. Dass auch eine gute Verteidigung mit einem massiven Tisch, einer Bratpfanne oder einem Stück Glas dem Gegner äußerst wehtun kann ist ein angenehmer Nebeneffekt dieser Strategie. Dass der Stil immer rabiater wird führt natürlich auch dazu, dass sich der Kampf immer öfters nach draußen verlagert, in die Häfen oder Städte wo es den Anwender hinzieht. Dort kann er sich jetzt ebenfalls zur Wehr setzen und macht selbst gegen geübte Gegner eine gute Figur.

    Stufe 5:
    Widerstand: 8
    Kampfgeschick: 8

    Auch ohne dass man es aktiv wahrnimmt kann man nun einfache Angriffe aushalten. Ein Stuhl auf dem Rücken ist kaum mehr als ein Kitzeln und eine Glasflasche über dem Kopf auch von hinten nicht viel mehr als ein Ärgernis. Zudem kann man nun auch beidhändige Angriffe zielsicher ausführen, so zum Beispiel um mit beiden flachen Händen dem Gegner auf die Ohren zu hauen. Auch der Aktionsradius des Anwenders vergrößert sich um ein vielfaches, im Bereich von vier bis fünf Meter kann er nun mit großen, ausladenden Schritten schnell von einem Punkt zum anderen gelangen um noch mehr Chaos unter den Gegnern zu stiften. Wer das bemerkenswerte Pech hat ihn dabei aufhalten zu wollen wird dabei meist gnadenlos zur Seite gefegt oder von der oft massiven Plauze des Anwenders umgeworfen.

    Stufe 6:
    Stärke: 9
    Kampfgeschick: 9

    Mit einem Schlag auf wenige Zentimeter Distanz durchschlägt der Anwender massive Holzwände, ein Wangenklatscher von ihm und man fliegt durch die Kneipe und die angrenzenden Häuser. Ihn zu verletzen ist mit Fausthieben kaum mehr möglich und selbst einen Tisch für 10 Personen kann er nun über ein dutzend Meter genau werfen. Es bräuchte schon eine ganze Kneipe auf dem Niveau der neuen Welt um mit dieser Mensch gewordenen Dampfmaschine fertig zu werden und das Inventar wäre anschließend vollkommen zerstört. In einem geschlossenen Raum ist der Aktionsradius des Kämpfers jetzt nahezu unbegrenzt und es gibt nichts, was nicht irgendwie als Waffe taugen würde, selbst das Klavier in der Ecke kann irgendwie zweckentfremdet werden. Dieses neue Improvisations- und Kampftalent führt dazu, dass der Anwender nun buchstäblich überall kämpfen kann: In Kneipen, in Häfen, selbst in einem für normale Menschen leeren und uninteressanten Raum wird er irgendetwas finden, um seinen Gegnern damit wehzutun...
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