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2. Kings Game

Dieses Thema im Forum "Windmühlen Dorf" wurde erstellt von Brody, 9. Juli 2016.

  1. Triane

    Triane Pirat

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    Triane hat das Kämpfen in Duellen erlernt und fühlte sich hier wohl. Wobei ihr momentaner Zustand nicht wirklich was mit wohl fühlen zu tun hatte. Triane musste auf eine Grundlegende Taktik zurückgreifen, Schildkrötentaktik! Das bedeutete erst einmal nur einstecken und beobachten, bis man eine Schwäche findet. Das klang in der Theorie immer sehr leicht, denn was könnte leichter sein als einfach nur einzustecken? /Ungefähr eine millionen anderer Dinge./ Die Kicks dieser rothaarigen Frau waren wie Dampfhämmer. Selbst wenn sie einen Tritt mit ihren Armen und der Unterarmpanzerung abwehren konnte, spürte sie den Treffer noch bis tief in die Knochen. /Ansonsten treten doch nur Pferde so zu!? Was ist denn mit der los!?/

    Jeder Tritt hämmerte sich in Trianes Körper und Gedächtnis. Sie wusste nicht wie vielseitig der Kampfstiel ihrer Gegnerin war, aber sie wiederholte einige ihrer Angriffe häufiger als andere. Sie schien eine Vorliebe für einen eingesprungenen Drehkick mit Rechts nach zwei schnellen Tritten mit Links zu haben. Nun musste Triane nur auf diese zwei kurzen Kicks mit links warten. Es war schwierig den in den Schuhen versteckten Klingen auszuweichen, doch wusste sie nun wie lang sie sind und konnte besser Abwehren und Ausweichen. Und dann kamen die zwei Kicks mit links, Tria drehte sich unerwartet in den Angriff hinein. Sie bekam beide Treffer in die Seite, aber entging so der Klinge und als der Drehkick kam, fing sie ihn mit beiden Händen. Sie hob den Fuß so hoch, dass die Klinge, welche an der Spitze entsprang, über ihrem Kopf war.

    „Ha! Hab dich!“ Endlich konnte Tria wieder siegessicher grinsen, aber warum grinste die Mätresse denn auch? Aus dem hohen Absatz des Schuhs sprang plötzlich eine Metallspitze und sie hätte Triane beinahe das Auge ausgestochen! Zum Glück ging es knapp daneben und verletzte sie unterhalb des Auges. Tria stieß den Stiefel im letzten Moment weg und Vettoria sprang etwas zurück „Shit! Was sind das für Schuhe? Wo hast du die her?“

    „Kein wunder dass ein Bauerntrampel wie du solche Qualität nicht erkennt! Ich kaufe mein Schuhwerk nur bei Dolche und Giganta!“

    Vettoria nahm Anlauf und sprang auf Tria zu, sie schlang ihre Beine um deren Hals und schwang sich zusammen mit ihrer Gegnerin herum, so dass beide am Boden landeten aber die Mätresse oben lag, so wie eigentlich immer. Tria war auf den Boden gepinnt und Vettoria konnte endlich ihren Handspiegel richtig benutzen. Während sie auf dem Feind hockte und mit den Beinen festhielt. „Ach verdammt, wenn Teleschnecken nur nicht so teuer wären!“ Sie tauschte den Spiegel aber gegen eine Armbrust als sie realisierte, dass keiner der Schützen mehr da war, wo er sein sollte! Und was war das? Ein alter Mann und ein Hund waren dabei die Schützen auf zu mischen? Was war da passiert?


    Izumi hatte einen Auftrag, ihre Schwester musste aus irgend einem Grund diese Menschen mit den Holzdingern ausschalten und diese Holzdinger konnten fies zubeißen auf große Entfernung, ein bisschen so wie diese Feuerstöcke, aber mit einem sirrenden Geräusch und keinem Knall. Izumi wollte nicht dass ihre Schwester gebissen wird, also musste sie sich anstrengen. Sie rannte so schnell sie konnte und folgte ihrer Nase. Zum Glück standen diese Menschen alle nahe an diesem Abgrund, an dem es so arg nach Blut roch und Izumi hatte keine Probleme sie mit der Kraft hinunter zu stoßen, dazu brauchte sie nur dem Instinkt folgen, dem alle Wölfe von Ren folgten. Aber einer von denen hatte sie vorher gesehen und richtete das Holz gegen sie und wollte sie beißen, aber es streifte sie nur, weil da plötzlich noch ein Mensch war. Größer und dunkler als die meisten Menschen die Izumi bisher gesehen hatte und er hatte ein großes Metallstück an einem Stock, mit dem die meisten Menschen wohl Holz spalteten. Der Mensch wirkte schon ein wenig älter, aber dennoch so als ob er noch jagen konnte und sein Geruch... halt den kannte sie! Den hatte sie auch schon bei dem großen Menschen vorhin bemerkt, gehörten die beiden zusammen? War das ein Freund? Er sprach zu ihr, aber nicht mit den Lauten die Triane meistens benutzte.
    Warum sollte man auch, wenn man schon mit einem Tier spricht, nicht einfach in seiner Muttersprache reden? Für die Außenstehenden klang das in etwa so.

    „Brabbel Brabbel!“

    Wuff, Wuff

    „Mwahaha! Brabbel!“

    Kleff, Wuff, Kleff

    „Brabbel, Brabbel, Brabbel.“

    Kleff!

    Izumi traf viele verschiedene Menschen, normalerweise sollte das einen Wolf wie sie ängstigen, aber dank ihrer Schwester traute sie sich die Menschen kennen zu lernen. Einige Menschen machten andere Laute, andere Menschen machten gar keine und mit allen konnte Izumi gleichermaßen gut kommunizieren. Izumi und der alte große Mensch würden zusammen kämpfen, warum auch immer, sie hatten das selbe Ziel und auf dem Schlachtfeld war das gut genug um Seite an Seite zu stehen. Neue Feinde tauchten auf und der alte und der Wolf konnten gegen sie bestehen. Izumi riss sie zu Boden und der alte machte sie fertig mit seiner Waffe. Das ganze lief gut, vier waren schon hinüber und es schien so als ob die Feinde sich lieber zurück ziehen würde. Aber dann hörte Izumi das Sirren und wurde Gebissen!

    „BRAAAAABELL!!!“

    „IZUMI!!!“ Trianes Schrei der Verzweiflung hallte durch die Reihen der Bühne.

    Sie konnte nur zusehen wie Vettoria sich eine der Armbrüste nahm und auf ihre Schwester schoss und jetzt sah sie grinsend auf Triane herunter und ließ sich Zeit beim nachladen der Armbrust. „So bringen wir das zu ende.“ Sie drückte die Armbrust direkt auf Trias Stirn.

    „BRABBEL!“

    Vettoria wurde bei Seite gerissen und in eine Bank getakelt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Jan. 2018
  2. Lydia

    Lydia Pirat

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    Die junge Frau schoss immer und immer wieder und Odi hatte ja wirklich ein Gespür dafür sich bis zum letzten Moment vollkommen bescheuert zu bewegen. Wie zum Teufel sollte sie an ihm vorbeischießen, wenn er so herum hampelte als ob er ein Hase wäre? Am liebsten hätte die junge Frau ihm eine Gescheuert, damit er etwas stiller hielt, aber momentan war dazu die Zeit nicht da dementsprechend versuchte sie auszuhalten. Und ihn so weit es irgendwie ging nicht zu treffen, immerhin hielt er ihr derweil den Feind vom Hals. Solange er nicht direkt an Lydia kleben würde, würde sie sich noch nicht beschweren. Aber so wirklich nützlich schon dieser riesen Mann ja irgendwie doch nicht zu sein… Wieso sollte er denn sonst zulassen, dass ihm der Feind zwischen den beinen durchrutschte. So knapp an ihm und seiner Waffe vorbei und so provokativ. Die junge Frau hätte ihm an seiner Stelle gleich einmal ein Messer in die Kehle gerammt. Aber gut, was erwartete man auch von einem Mann der mit einer Axt durch die Gegend schlug. Natürlich war er zu langsam und flexibel zu reagieren vor allem wenn er so einen wechselseitigen Gegner vor sich hatte wie diesen. Immerhin war er ja sowohl fern als auch Nahkämpfer, etwas wofür Lydia ihn durchaus bewunderte.

    Da kam auch schon das erste dieser komisch aussehnenden Waffen auf die Schützin zu. Jedoch bemerkte sie jene eine Sekunde zu spät, sodass sie gerade noch irgendwie ausweichen konnte, jedoch ein langer blutiger Schnitt ihre Wange zierte und auch ein paar Strähnen des roten Haares zu Boden fielen. Ein wütendes Knurren verließ die Lippen der Kriegerin. Während das Blut über jene nach unten lief. Lydia war echt sauer und das war dann auch der Grund warum sie nach hinten sprintete und die fremde Wurfwaffe packte. Sie stellte sich provokativ auf jene und spannte den Bogen um den Mann erneut anzugreifen und ihn von seiner zweiten Waffe fern zu halten. Immerhin durfte er nur halb so gefährlich sein wenn er die Hälfte seiner Waffen besaßs. So die Theorie aus der Sicht der Rothaarigen. Außerdem heizte sie ihm immer und immer wieder mit ihren Schüssen ein. Auch wenn sie immer und immer wieder auf den Hünen aufpassen musste. Sie war sich ziemlich scher, dass weder er noch der Rest sich freuen würde, wenn sie ihn an oder erschießen würde. Hoffentlich würde es schnell zu Ende gehen, das Blut störte die Schützin ausnahmsweise einmal wirklich.

    Irgendwie musste sie doch an dem Riesen vorbeikommen. Lydia blickte sich nach einem guten Platz um über den Größeren hinwegschießen zu können. Über einem der Eingänge der Arena war ein kleiner Vorsprung, wenn sie dort hoch klettern konnte und Position beziehen konnte war sie zwar mitten im Schussfeld und auf dem Silbertablett, aber sie hätte mit Garantie auch ein gutes Plätzchen um auf den Feind zu schießen und um die Schützen auf den Tribünen kümmerte sich doch eh die Andere mit ihrer süßen kleiner Fellnase. Lydia gab einen Pfiff von sich ehe sie auf den Vorsprung deutete mit dem Kopf um Odi zu sagen, dass sie dort hingehen würde. Dabei hob sie die Waffe des Gegners aus auf der Sie die paar Sekunden bis gerade eben gestanden hatte und warf sie auf die Tribüne. Ohne auf Verluste zu achten, das war auch gar nicht die Art der Rothaarigen so sehr über das was sie tat nach zu denken. Dann sprintete die junge Frau auch schon los um da hoch zu kommen. Na hoffentlich würde das überhaupt funktionieren…
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Feb. 2018
  3. Victor

    Victor Pirat

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    Victor war an sich zufrieden mit seiner Leistung. Sie hätte auch ein wenig besser sein können, aber naja immerhin hatte er seinen Gegner bezwungen. Und war noch nicht Tod. Das war mal eine Leistung, Doch der Zustand in welchem er sich befand war alles andere als gut oder akzeptabel. Sein Bein schien noch immer sehr grosse Freude daran zu haben, seine rote Lebensflüssigkeit aus ihm heraus zu spritzen und in seinem improvisierten Verband zu versickern. Dabei fühlte er sich langsam schwach und beobachtete wie sich seine Mitstreiter schlugen. So war Brody mit dem Feuerteufel aus der Arena abgehauen und auf dem Weg dem König nach. Tria hatte er irgendwo auf der Tribüne einmal kämpfen gesehen gegen eine Lady, welche ehrlich gesagt eher so aussah als ob sie gut im Bett wäre. Aber scheinbar nicht nur dort hatte sie Talente. Sonst hätte Tria vermutlich nie so lange gehabt um mit ihr fertig zu werden. Aber er konnte es gerade relativ schlecht sehen. Der grosse was auch immer er war, kämpfte mit der Furie gegen einen Typen der erstaunlich gut mit seinen Waffen umgehen konnte. Auch wenn Victor nie auf die Idee gekommen wäre diese als effektive Waffen zu benutzen. Dennoch schienen sie sich recht gut zu halten, was ihn ein wenig beruhigte. Immerhin hatte er schon etwas wie eine Verbindung oder so etwas wenn man es so nennen wollte. Auch wenn er eher das Gefühl hatte Lydia wollte ihn am liebsten umbringen, dennoch mochte er sie irgendwie. Bei Tria war es erstaunlicherweise ähnlich. Er mochte sie sogar noch, auch wenn er jetzt schon sehen konnte, dass er sie vermutlich irgendwann umbringen würde. Einfach aus eine Kurzschlussreaktion heraus, weil sie wieder einmal eine wirklich dämliche Idee hatte die absolut gegen jedes Prinzip der Vernunft verstiess. Doch jetzt musste er sich zuerst einmal ein wenig um sich kümmern, er spürte wie sein Körper irgendwie leicht wurde unbeschwert. Woran das genau liegt konnte er auch nicht sagen, dennoch liess er den Kampf mit dem Kanzler noch einmal vor seinem inneren Auge ablaufen. Da kam ihm eine Idee, weshalb stellt er nicht selbst Sprengsätze her? Seiner kürzlichen Erfahrung nach konnten diese sehr effektiv sein, vorallem konnte man sich damit auf gewisse Situationen vorarbeiten. Und in seinem Kopf begonnenen die Zahnräder zu rattern wie konnte er diese Idee effektiv umsetzen Was musste er für Voraussetzungen schaffen um seiner Kreation leben ein und seinem Gegnern auszuhauchen? Ganz sicher, ob die Ideen von seinem Verstand her kamen oder von dem sich schleichend einstellenden Blutverlust wusste er nicht ganz genau aber es spielte auch keine wirkliche Rolle. Wichtig waren, dass er eine Idee hatte auf die gleich die nächste folgte. Wie konnte er verschiedene Typen machen, was waren die Voraussetzung, welche Materialien würde er brauchen, was benötigte er als Werkzeuge um diese zu machen. Wie konnte man diese brauchbar testen ohne gerade alles in die Luft zu sprengen? Das waren so Gedanken, welche den jungen Inquisitor gerade beschäftigten. Denn Feuer war an sich gut sehr gut sogar. So konnte man damit hervorragend Seelen reinigen und ins nächste Leben schicken. Konnte man diese auch tragbar machen, dazu noch eine Priese des Hinterhalts und schon hatte man eine perfekte Mischung. Sobald er wieder auf dein Beinen wäre würde sich der junge Waffenmeister irgendwo in einer Werkstatt einschliessen und über seine Kreationen brüten. Dazu brauchte er nur noch jemand, den er als Versuchskaninchen miss- respektive gebrauchen konnte. Aber da würde sich schon noch jemand finden lassen. Schlimmstenfalls irgendwo unterwegs einen Sünder auflesen, dann hätte sich das Problem auch geregelt. Es wäre sogar gut möglich, dass man dann einen Preis dafür bekam, wenn man dabei half, andere Sünder besser erlösen zu können. Aber das würde man wohl erst im nächsten Leben erfahren.

    Vollkommen abgelenkt bemerkte er gar nicht wie sich eine Gestalt am Körper des Barons zu schaffen machte und diesen im Schutze des anderen Kampfes in Sicherheit brachte. Vielleicht konnte er ja noch gerettet werden. Schnell legte die Person einen Verband und kümmerte sich um die schlimmeren Anzeichen, bevor sie im Schatten verschwand. Wer wusste schon was mit dem Kanzler passieren würde und ob dieser noch zu retten war. Geschweige denn ob man ihn je wieder sehen würde....
     
  4. Odi

    Odi Pirat

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    Verstehend nickte Odi auf die Signale der Rothaarigen hin, mit der sie ihm bedeuten wollte, dass sie eine andere Position einnimmt. Dabei verlor er allerdings ein wenig die Konzentration auf seine Defensive, wodurch es dem Haushofmeister gelang, auch ihm einen blutigen Strich zu verpassen. Allerdings im Nahkampf und über den gesamten Oberkörper hinweg. Es handelte sich nur um einen oberflächlichen Schnitt, den der Hüne kaum wahrnahm. Die Tatsache aber, dass dieser Kerl es schaffte, ihn mit seiner Waffe auf kurzer Distanz zu verwunden, zog ihn gedanklich wieder in das Gefecht zurück. Das bedeutet natürlich keinesfalls, dass der Zimmermann ab diesem Punkt leichtes Spiel hatte. Der Mann mit dem Kinnbart war immer noch deutlich flinker und agiler, sodass es Odi enorm schwerfiel, sich nicht von dessen schwungvollen Angriffen treffen zu lassen. Dabei schaffte er es immerhin Stück für Stück besser, sich an seinen angegriffenen Gleichgewichtssinn zu gewöhnen und nicht mehr bei jeder Bewegung darum kämpfen zu müssen, auf den Beinen zu bleiben. Nach und nach musste der Grünäugige sich aber eingestehen, dass es nicht mehr lange gut gehen würde. Sein Gegner drängte ihn mehr und mehr zurück und die Bogenschützin hatte scheinbar Spaß daran, ihn mit ihrem wahren Ziel zu verwechseln. Anders konnte, oder wollte der Bjarnisunder die beinahe-Treffer gegen ihn einfach nicht sehen. Sobald der Mistkerl geschlagen war, würde Odi sich auf jeden Fall noch Lydia zur haarigen Brust nehmen. Nun galt es aber, dass es erstmal so weit kam. Der Krieger schlug mit voller Wucht seinen Schild gegen die Brust des Lackaffen, sodass dieser nun derjenige war, der nicht nur aus dem Gleichgewicht geriet, sondern gleich rücklinks zu Boden stürzte. Das Chakram, welches dieser bis zu diesem Zeitpunkt feste in seiner Hand gehalten hatte, fiel direkt vor die Füße des Hünen, woraufhin eben der seinen Hammer so feste, wie es nur irgendwie ging, auf das metallische Etwas niedersausen ließ. Die Stahlsplitter der zerberstenden Waffe flogen in alle Richtungen und nicht wenige davon sorgten für weitere kleine Schnitten an Armen und Gesicht des breit grinsenden Kriegers. Dieser warf das eigentliche Werkzeug weg - es war bei dem Angriff selbst zu Bruch gegangen - und den Schild ebenfalls, da ein Schild alleine eher nutzlos war, in den Augen des Bjarnisunders. Stattdessen griff er wieder zu der ihm viel vertrauteren Waffe. Der Bärtige ging mit der Streitaxt Dirvi in seinen Händen einen halben Schritt auf den ängstlich am Boden liegenden Mann zu und hob seine Waffe in einer langsamen, weit ausholenden Bewegung in die Luft. Dabei setzte er an: „Was glaubst Du eigentlich, wer ich bin?“ und ließ die Axt auf sein wehrlos erscheinendes Opfer niedersausen.

    „ICH BIN ODI AV HÚS ÚLVUR!!!“

    Währenddessen prügelte Erik den letzten verbliebenden Armbrustschützen und Stadtwachen das Hirn aus den Schädeln. Eben den Männern und Frauen, die noch zwischen ihm und dem Kampfplatz von Vittoria und Triane, wo gerade eine der Frauen dem armen Wolf einen Bolzen in die Seite gejagt hatte und nun dazu ansetzte, das Gleiche aus nächster Nähe mit ihrer Kontrahentin zu machen. Genaugenommen war keine der Personen in der Position, dass der Grauhaarige ihr unbedingt helfen wollte, aber die Kreatur, die gerade hinterrücks ein gutartiges und scheinbar hochintelligentes Wesen - Es ging erstaunlich gut, mit Izumi während des Kampfes tiefgreifende Kampftaktiken auszutauschen - angeschossen hatte, schien erfolgreich aus diesem Kampf hervorzugehen und das konnte der Zimmermannsmeister nicht zulassen. Gerade hatte er einem Gegner mit seiner Streitaxt den Garaus gemacht, da versuchten zwei weitere, sich von hinten auf ihn zu stürzen und ihn mit dem Griff eines zerbrochenen Schwertes zu erdolchen. Einem der Beiden verpasste der Krieger einen derartigen Ellenbogenstoß, dass dieser den Anderen gleich mit zu Boden riss. Die Zeit nutzte er dazu, sich wieder aufzurappeln und die beiden Typen über die Brustwehr der Tribüne zu schicken. Ein Blick über die Szenerie brachte an den Tag, dass die Zeit langsam ziemlich knapp wurde. Die Frau mit dem schrecklichen Schuhwerk hatte ihre Armbrust scheinbar fertig geladen und bereits zum Schuss angesetzt. Daher verschwendete der Hüne keine Zeit, griff sich den nächstbesten klappbaren Stuhl und schleuderte diesen gegen die Bordsteinschwalbe, die daraufhin vor Schreck kreischend von ihrem beinahe-Opfer abließ. Mit der Axt schwingend sprintete der Bjarnisunder nun auf die Mätresse zu und wollte ihr mit einem Schlag die Rübe abtrennen. Das ließ Vittoria aber nicht zu, die sich von ihrem Schreck erholt und zu einem Tritt ausholte. Das Nächste, was Erik vernahm, war ein mächtiger Tritt in die Magengegend und schallendes Gelächter, während er durch die Luft flog.​

    Wer dachte, dass Paolo di Mordo sich so leicht schlagen oder von ein wenig Gebrüll einschüchtern ließ, der hatte sich ganz tief geschnitten. Dieser hob nämlich einfach mit etwas Wucht sein rechtes Bein, um Odi dahin zu treten, wo Mann es immer spürte und rollte sich zur Seite, um nicht vom Einschlag dieses Haufens Muskeln und Fleisch zertrümmert zu werden. Missmutig stand er da und kratzte sich am Kopf. Er hätte so schön schlafen können. Aber der König musste ja unbedingt darauf bestehen, dass er als Haushofmeister ebenfalls bei den Festlichkeiten anwesend sein musste. Das sollte zwar an sich kein Hindernis sein. Die letzten zwei Königsspiele hatte er auch schlafend unter der Tribüne verbracht und sich allenfalls über das Megaphon des Kommentators geärgert. Diesmal konnte er aber nicht so einfach das TTV-Prinzip* anwenden. Mehr Zeit zum Trübsal blasen gab es aber nicht. Auch wenn der Fleischberg gerade um sein Bewusstsein ringend am Boden lag war die Gefahr von Seiten der bogenschießenden Amazone, wie sie vom Kommentator betitelt wurde, noch immer vorhanden. Und ohne Waffen war der beste Kämpfer aufgeschmissen, sofern er sich nicht auf den waffenlosen Kampf spezialisiert hatte. Das hatte Paolo definitiv nicht und musste schnell wieder an Waffen kommen. Der Haufen Metallsplitter zu seinen Füßen war beim besten Willen nicht mehr als Waffe zu gebrauchen. So versuchte sich der Haushofmeister zwischen zwei Ausweichmanövern zu erinnern, wo das andere Chakram war. „Ach ja, die Bitch hat es auf die Tribüne geworfen.“ rief er ohne bestimmtes Ziel und machte sich gleich auf den Weg, über die Treppe zur Tribüne zu kommen. Gleich hinter ihm rappelte sich Odi hoch, der nach dem Tritt in die Gjermundben wieder einigermaßen klar kam und rief: [Bleib stehen Du Feigling!]

    Noch immer vom Tritt benommen versuchte Erik, halb vom Geländer der Tribüne hängend, wieder in eine stehende Position zu kommen. Der unerwartete Angriff Vittorias hatte ihm mehr zugesetzt, als man denken sollte. Möglicherweise waren ein oder zwei Rippen gebrochen. Aber sein Interesse galt gerade anderen Faktoren. Im Augenwinkel hatte der Zimmermannsmeister nämlich mit angesehen, was dort unten in der Arena vor sich ging und erkannte, dass der Typ, der seinen ehemaligen Schützling zu Boden gebracht hatte, auf der Flucht nach oben war und nun wieder von ihm verfolgt wurde. Nach einer kurzen Orientierung erkannte er, dass die Kämpfer in seiner Nähe vorbeikommen mussten und hinkte zu der Treppe, um sich in deren Weg zu stellen.
    *TTV-Prinzip=Tarnen, Täuschen und Verpissen