Lefeits

Dieses Thema im Forum "Inseln" wurde erstellt von Samantha, 1. Juli 2018.

  1. Samantha

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    Lefeits
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    Klima: Die Sommerinsel Lefeits ist den Großteil des Jahres warm und trocken. Die Temperaturen schwanken zwischen 25-35 Grad im Sommer und 15-25 Grad im Winter. Niederschläge in Form von Regen gibt es im Winter häufig, im Frühling und Herbst hin und wieder und im Sommer kann es zu wochenlangen Trockenzeiten kommen.

    Technologiestand: Der Technologiestand befindet sich auf dem der europäischen Renaissance. Es gibt erste Feuerwaffen und die Feinmechanik (Uhren, Teleskope u.ä.) befindet sich auf dem Vormarsch.

    Lockport-Aufladezeit: 4 Tage

    Landschaft: Die Insel hat drei verschiedene Arten von Küsten. Im Nordosten machen hohe Felsklippen das Anlegen beinahe unmöglich, im Osten finden sich flache Kiesstrände und der Rest der Küste wird von Sandstränden dominiert. Im Herzen der Insel gibt es einige flache Berge, überzogen von Pinienwäldern, in denen die Bäume so dicht stehen, dass die Trockenheit im Sommer dort durch den Schatten überbrückt wird. Dort entspringen einige Quellen, deren Flussläufe sich spinnennetzförmig über die Insel ziehen. Die Rodung der Wälder ist bei Strafe verboten, da die Insel auf die Süßwasserquellen angewiesen ist. Im Gegensatz zu dieser unberührten Natur sind die Ebenen und Hügel am Rand der Insel gut bewirtschaftet.

    Kultur: Lefeits ist sehr stark von der Religion geprägt. Schon seit Jahrhunderten bestimmen die Oberhäupter der Jeven die Geschicke der Insel. Diese Religion steht jedoch nur wohlhabenden Leuten offen, denn ihr Gott Suator erwartet eine Bezahlung in Form von wertvollen Gütern für seine Gnade. Hinzu kommt die saftige Kirchensteuer, die dafür verwendet wird, die Gotteshäuser der Jeven mit prächtigen Deckenmalereien, Glasfenstern, Kronleuchtern und ähnlichem auszustatten. Wer sich den Jevenismus nicht leisten kann, wird nicht nur aus den Kirchen ausgeschlossen – das Betreten durch einen Ungläubigen entweiht diese – sondern auch als unzureichend betrachtet. Da die Politik durch die Religion bestimmt wird, weitet sich diese Ansicht gegenüber der armen Bevölkerung auch auf soziale und rechtliche Belange aus. Die vier großen Städte bestehen jeweils aus einer Oberstadt, in der breite Straßen von Villen mit großen Gärten und großen Einfamilienhäusern für die etwas weniger betuchten Betuchten gesäumt werden, und einer Unterstadt. Wobei die Unterstädte diesen Namen nicht wirklich verdienen. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Häusern und Hütten aus den unterschiedlichsten Materialien, die sich in mehr oder weniger definierten Vierteln um die Oberstadt herum befinden. Das einzige Zugeständnis für die Armenviertel ist ein Kanalisationssystem, da der Gestank sonst bei jeder Windrichtung an die gepuderten Nasen der Oberschicht geweht wird. Während in den höheren Kreisen Bildung, Etikette und geistige Tätigkeiten sowie maximal ein bis zwei Kinder üblich sind, lernen die meist zahlreichen Kinder der Armenviertel gerade eben lesen und rechnen, sich anständig zu verhalten ohne dabei affig zu wirken und wie man einem ordentlichen Handwerk nachgeht. Gemeinschaft wird hier nicht nur in gegenseitiger Hilfe sondern auch im Voodoo, der in dieser Bevölkerungsschicht vorherrschenden Religion, gelebt.

    Wichtige Fauna&Flora:

    Quadro-Büffel

    Typ: Tier
    Fundort: Ebenen am Rand der Insel
    Größe: Schulterhöhe bis zu 1,80 m
    Seltenheit: Häufig
    Preis: 80.000 Berry für ein lebendes, gesundes Exemplar

    Beschreibung: Einst bevölkerten die Quadro-Büffel als wilde Herden die Ebenen Lefeits‘. Inzwischen gibt es kaum noch freilebende Exemplare, sondern nur noch große, domestizierte Herden. Das Fleisch ist sehr schmackhaft und dementsprechend teuer. Sowohl weibliche als auch männliche Exemplare tragen vier Hörner. Die daraus hergestellten Schmuckstücke, Brieföffner und sonstigen Gegenstände sind sehr begehrt und werden bis in die vier Blues exportiert.

    Cane divino

    Typ: Tier
    Fundort: Städte und Dörfer
    Größe: bis zu 90 cm Stockmaß
    Seltenheit: Häufig
    Preis: es besteht kein Kaufinteresse

    Beschreibung: Die Cane divino, die göttlichen Hund, sind eigentlich nur Straßenhunde. Allerdings gibt es auf der Insel eine Erzählung, dass diese Tiere von einem Loa geschickt wurden. So stehen den Tieren in den Armenvierteln und auch in den Häusern der wenigen Voodoogläubigen in der Oberstadt immer die Türen offen und bei der Schlachtung eines Tieres werden das Herz und die Zunge einem Cane divino als Opfer dargebracht. Angeblich würde der Loa dafür sorgen, dass jede schlechte Tat gegenüber einem Cane divino auf einen selbst zurückfällt.

    Anirellab

    Typ: Pflanze
    Fundort: an den trockeneren Stellen der Ebenen
    Größe: ausgewachsen etwa 2 m
    Seltenheit: Selten
    Preis: 2500 Berry pro Frucht

    Beschreibung: Die Anirellab ist ein Zitrusfruchtbaum, der nur bei sehr speziellen Bodenbedingungen und Feuchtigkeitsverhältnissen wächst. Ihn zu kultivieren ist beinahe unmöglich. Die Blüten des Baumes sind sternenförmig und von azurblauer Farbe, während die Schalenfärbung der Früchte während der Reifung von blassgelb zu einem kräftigen Zartrosa wechselt. Der bittere Saft der Anirellab ist pur ungenießbar, weshalb die Früchte nicht wegen ihres Geschmackes so begehrt sind. Hat man eine entsprechende Menge von etwa dreißig Früchten zusammen, kann ein geübter Parfümeur daraus einen betörenden Duft destillieren, der sich großer Beliebtheit erfreut. Allein die eher spärlich vorkommenden Bäume verhindern, dass das Parfum in großen Mengen exportiert werden kann.


    Dörfer, Städte und wichtige Orte:

    Lepaen
    Die zweitgrößte Stadt der Insel ist gleichzeitig auch die Hauptstadt, denn dort befinden sich der Dom der Jeven, der Wohnsitz der Inquisitoren und der Sitz des Tribunals. Die im Norden gelegene Stadt hat aufgrund der felsigen Küste nur einen kleinen Hafen. Zum Meer hin ist Lepaen durch recht neue Kanonenstellungen gesichert. Da diese Waffen jedoch noch sehr neu sind, kommen Fehlfunktionen vor und auch die Schützen sind noch nicht besonders treffsicher. Wie bei allen Städten der Insel gibt es eine Ober- und eine kreisförmig um sie herum gebaute Unterstadt. Im Stadtkern leben die reichsten Bürger Lefeits‘ und um die Stadt herum gibt es hauptsächlich Kornfelder. Deshalb gehen die meisten ärmeren Menschen einer Tätigkeit nach, die mit dem Anbau und der Verarbeitung der goldenen Ähren zu tun hat.

    Don Camilios Mühle
    Die riesige Mühle liegt im Süden der Stadt. Ein verheerendes Feuer hat die Mühle und den ehemaligen Besitzer und Namensgeber Don Camilio sowie seinen Sohn, die sich beim Ausbruch der Feuersbrunst darin befanden, verschlungen. Übrig geblieben sind nur die mächtigen steinernen Mühlensteine. Es wird gemunkelt, dass Don Pippone bei diesem tragischen Unglück seine Finger im Spiel hatte. Er kaufte die Ruine und hat begonnen, sie wieder aufzubauen.

    Gidenev
    In die Bucht im Westen der Insel geschmiegt, findet man die größte Stadt der Insel, Gidenev. Hinter der Stadt erheben sich Weinberge, die die Ausdehnung ins Inselinnere begrenzen, weshalb die Stadt in ihrem stetigen Wachstum irgendwann auf das Wasser ausgeweitet wurde. Die Häuser stehen auf Holzpfosten oder wurden durch schiffsähnliche Vorrichtungen zum Schwimmen gebracht. Der Hafen, der im Prinzip um die ganze Stadt herum liegt, ist dementsprechend groß und mit wenig festen Ankerplätzen ausgestattet. Geankert wird, wo Platz ist und kaum jemand hat eine Übersicht darüber, wer wann wo an- oder ablegt. Die Oberstadt ist verhältnismäßig klein, da nur eine geringe Anzahl an festen Bauten errichtet werden konnte. Damit ist Gidenev die einzige Stadt, in der sich reiche und arme Bevölkerung etwas mischen. Zwischen den meist sehr notdürftigen auf dem Wasser errichteten Häusern befinden sich einige luxuriös ausgestattete und prächtig anzusehende Wohnboote. Die ganze Stadt ist quasi ein einziger Markt. Überall auf den Stegen und Straßen zwischen den Häusern wird mit Ware aus der ganzen Welt gehandelt und gefeilscht. Man sollte sich hier vor Dieben in Acht nehmen.

    Anorev
    Die im Osten der Insel gelegene Stadt der Insel ist die kleinste der vier Städte. Die reichere Bevölkerung lebt hier in ausladenden Strandvillen und –häusern. Westlich der Stadt liegen Obstplantagen.

    Carrera
    Im Süden gelegen und von weiten Graslandschaften umgeben, ist Carrera das Zentrum der Viehzucht. Um die Stadt herum befinden sich einige große Höfe und auch Felder, auf denen zusätzliches Futter für die Tiere angepflanzt wird.

    Bedeutende Personen:

    Leonardo Bassini
    Vor Jahrhunderten kam er als Missionar nach Lefeits. Ob der Jevenismus auf einer anderen Insel entstanden ist, oder von Leonardo selbst stammt, ist nicht bekannt. Es war nicht seine charismatische Art, mit der er die Menschen überzeugte, sondern sein Können mit dem Schwert und sein Gold. Sein Grab ist in den Katakomben des Doms und es wird gemunkelt, dass mit ihm sein Schwert, das von erlesener Machart sein soll, dort begraben liegt.

    Alessandro Bassini
    In seinem Amt als Großinquisitor ist der 57-jährige nicht nur der geistliche Leiter der Jeven, sondern auch der politische Führer der Geschicke Lefeits‘. Das Amt wird in seiner Blutlinie immer an das erstgeborene Kind weitergereicht, unabhängig vom Geschlecht. Ebenso in der Familie Bassini vererbt wird das Talent für den Umgang mit dem Schwert.

    Don Pippone
    Einer der mächtigsten Männer Lepaens, der die große Getreidemühle wieder aufbaut. Es heißt, dass er in seiner macht- und Geldgier sogar über Leichen geht.

    Christa Bianco
    Die achtzehnjährige ist eine Tochter aus gutem Hause und lebt in Lepaen. Sie ist die beste Freundin von Samantha Boia. Seit Samantha für einen Racheakt an einem Priester verhaftet wurde, setzt Christa sich für die Rechte der ärmeren Bevölkerung ein.

    Naveen
    Bei dem mittelalten Mann handelt es sich um den Hohepriester der Voodoogemeinde von Lepaen. In seinen Aufgabenbereich fallen auch die ärztliche Versorgung und die sehr auf die Grundlagen beschränkte Schulbildung in den Armenvierteln. Er ist ein fähiger und intelligenter Mann, der sich oft nur sehr nebulös ausdrückt.

    Nahimana
    Eine alte Einsiedlerin, die in den Pinienwäldern im Inselzentrum lebt. Niemand weiß, wie alt genau sie ist und auch ihre Erscheinung mit weißen Haaren und ein paar Falten vermag dies nicht wirklich zu spezifizieren. Sie ist nicht nur eine Voodoogläubige, sondern auch eine Kriegerin, die äußerst geschickt im Umgang mit den Hakenschwertern ist. Nur einmal hat sie den Wald für eine längere Zeit verlassen, um an der Seite von Michelle Laveau (siehe Black Lung) für die Freiheit der Voodoogläubigen auf Lefeits zu kämpfen.

    Vergangene Ereignisse: Bis vor einigen Jahrzehnten war der Jevenismus die einzige erlaubte Religion auf der Insel. Der Voodoo hatte zwar schon damals Anhänger, jedoch wurden diese verfolgt. Das fand ein Ende als Michelle Laveau von den Loa nach Lefeits geführt wurde. Zunächst mit Worten, später gezwungenermaßen mit Waffengewalt, setzte er sich für die Anerkennung des Voodoo ein und konnte schließlich durch einen Sieg über den damaligen Großinquisitor, den Vater von Alessandro Bassini, dieses Ziel durchsetzen. Da die Sicherheit seiner Gläubigen Michelles einziges Anliegen war, beließ er die politischen Belange, wie sie waren.

    Momentane Situation: Im Moment herrscht viel Unruhe in den Armenvierteln. Grund dafür ist ein Angriff auf einen Jungen durch einen Priester der Jeven auf den eine Vergeltungstat durch Samantha Boia folgte. Ihre darauffolgende Gefangennahme und Verurteilung während der Priester unbehelligt blieb, hat für Unmut unter der voodoogläubigen Bevölkerung gesorgt. Bisher beschränkt sich dies auf etwas lauter gemurmelte Beschwerden und einen verschärften Umgangston zwischen den Anhängern beider Religionen. Zu gewalttätigen Übergriffen ist es seitdem nicht mehr gekommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2018
  2. Samantha

    Samantha New Member

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    Fertiggestellt :)

    Warum ist die Insel gut?

    Die größte Besonderheit ist die beinahe untrennbare Vernetzung von Politik und Religion. Die Insel bietet meiner Meinung nach gute Möglichkeiten für größere und kleinere Plots.

    Was könnte man auf der Insel alles so machen?
    - es liegt ein Aufstand in der Luft... (aufgrund der politischen und sozialen Aspekte muss man dafür nicht zwingend religiös orientiert sein)
    - gerade für einen Schwertkämpfer dürfte das sagenumwobene Schwert des ersten Großinquisitors ein begehrenswertes Stück sein...
    - wo Religion protzt und prunkt finden sich Edelmetalle und Edelsteine in großen Mengen...
    - der Brand in der Don Camilio Mühle scheint kein Unfall gewesen zu sein...
    - beim Stöbern auf dem Markt lässt sich bestimmt das ein oder andere interessante Stück finden...
    - im dichten Gewusel von Gidenev geht schon mal das ein oder andere verloren...LogPorts...Crewmitglieder...Schiffe...
    - wozu den schwindelerregenden Preis für Anirellab Parfüm bezahlen, wenn man direkt zur Quelle kann...
    - die weißen Strände von Anorev laden dazu ein, eine kleine Pause einzulegen...

    Warum ist die Insel auch nach einem Abenteuer einer Crew noch zu gebrauchen?
    Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Selbst wenn eine Crew sich dazu entschließt, den Konflikt zwischen den Religionen auszuspielen - was wohl der weitreichendste Plot auf der Insel wäre -, wird es trotzdem noch einen Machtkampf geben. Gerade Männer wie Don Pippone warten geradezu nur auf einen schwachen Augenblick, in dem sie noch mehr Macht an sich reißen können.
    Ich habe zudem versucht, die Beschreibungen recht allgemein zu halten und Städte für eigene Ideen "leer" zu lassen, damit für die Spieler die Möglichkeit besteht, ein ganz eigenes Abenteuer auf die Beine zu stellen, das ihnen zum Setting einfällt.

    Foren Beschreibung
    Lefeits ist eine Sommerinsel, die von den zwei vorherrschenden Religionen Jevenismus und Voodoo sowie deren Konflikt geprägt ist.