Leopolds Zoo Gruppe 3: Erst aussteigen lassen, dann einsteigen

Dieses Thema im Forum "Event Archiv" wurde erstellt von Event, 29. Jan. 2017.

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    Mitglieder: Ebony, Odi, Akataja

    Setting: Verdammt, man ist gefangen! Und ausgerechnet von Leuten, die sich "Zoo" nennen. Doch ist die Gefangennahme nicht das Schlimmste, nein, die Behandlung macht es noch schwerer. Man wird kaum besser als Tiere gehandhabt!
    Doch gibt es Unruhen im Gefängnistrakt, da scheint es jemanden zu geben, der gerade versucht hineinzugelangen... Was genau will Akataja im Gefängnis? Doch für Ebony und Odi mag es genau die Chance geben dadurch, um dadurch wieder herauszukommen!

    NPC: Es gibt mehrere Mitgefangene, darunter auch ein Mann namens Paul Hubbs, der scheinbar für Zoo von Wert ist. Der Mann fühlt sich miserabel und scheint gerade ein paar Lebenskrisen bewältigen zu müssen und ist mit den Kopf ganz woanders... wahrscheinlich bei seiner Familie.
    Doch gibt es auch natürlich einen Wärter, der Hundetrainer Woff Smith, der mit seinen drei Hunden Hanni, Nanni und Manfred (Bernadiner, Dogge, Chihuahua) Angst und Schrecken verbreitet, nicht nur unter den Gefangenen, sondern auch unter seinen Leuten, die alles Piraten sind. Doch jeder dieser Hunde ist ein harter Brocken!

    CharakterStärkeSchnelligkeitKampfgeschickFernkampfgeschickWiderstandWillenskraft
    Woff SmithSchwachNormalSchwachGutNormalSchwach
    Hanni (Bernadiner)StarkNormalStarkSchwachStarkNormal
    Nanni (Dogge)StarkStarkGutSchwachNormalNormal
    Manfred (Chihuahua)GutPrächtigStarkSchwachSchwachGut
    Andere Kampfdaten: Woff Smith ist nur mutig, wenn er sich von seinen Hunden umgeben weiß oder das Ziel hinter Gittern liegt, er selbst hat wenig bis keine Kampfkraft, er ist mehr der Züchter, als der Kämpfer. Er benutzt eine Zwille, mit denen er seinen Hunden entweder stärkende Pillen zuschießen kann, oder aber auch den Gegner mit Bleikugeln wehtut.
    Hannis Standardtaktik ist es, den Gegner anzuspringen und festzunageln, sie ist der bindene Pol der Hunde, dazu spürt sie kaum Schmerz, da Woff sie medizinisch da etwas taub gemacht hat. Nanni benutzt ihren Biss, der Stahlwaffen zerbrechen kann (alles bis Härte 5 rauf), dank der guten Zahnpflege die sie von Woff bekommen hat.
    Manfred ist nicht nur aufgrund seiner Rasse, sondern auch wegen seiner Kampffähigkeiten eine Qual. Er kann sich in einem Sprint schneller als das menschliche Auge bewegen, und reißt dabei tiefe Schnitte mit seinen Zähnen in das Fleisch des Gegners, um ihn ausbluten zu lassen. Generell sieht man ihn erst, dann nicht mehr, dann auf der anderen Seite, und schließlich springt das Blut der Wunde heraus, die er gerade zugefügt hat. Aufgrund seines kleinen Körperbaus, bleibt er nie lange auf einer Stelle.
    Alle drei Hunde sind darauf trainiert, alleine mit Situationen fertig zu werden, weswegen Woff meistens zurückbleibt, doch mag er mit mindestens 2 Hunden auch mal selbst sich in die Gefahr begeben.

    Vorgaben: Jeder soll mindestens einen Szenenpost vorher machen, Akataja um zu erklären warum er ins Gefängnis möchte, Ebony und Odi bevor sie ihren akuten Ausbruchversuch starten.

    Ziel: Es ist vorbei, wenn alle Spielercharaktere aus dem Gefängnis wieder sind.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Feb. 2017
  2. Akataja

    Akataja Pirat

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    Akataja hatte einige dunkle Geheimnisse, gefährliche Bekannte, traurige Geschichten und verstörende Eigenschaften, so wie die meisten Piraten eigentlich. Hier konnte er endlich mal wieder einem dieser dunklen Geheimnisse nachgehen, dass vielleicht auch eine seiner verstörenden Eigenschaften waren.
    Corgis!
    Taja war umgeben von den niedlichen kleinen Hunden, die mit ihm spielen wollten, sein Gesicht leckten und fröhlich vor sich hin tölten. Akataja war aus einem sehr unangenehmen Grund hier, aber jetzt in diesem Moment, da er sich in der kleinen Hütte des Hundezüchters am Boden welzte und mit den plüschigen Gefährten spielte, war er einfach glücklich. Der alte Herr mitdem prächtigen dunkelgrauen Schnurrbart und den buschigen Augenbrauen sah mehr als nur verwundert zu wie der hühnenhafte Mann mit dem schwarzen Mantel mit seinen Corgis spielte, als wäre er ein kleiner Junge.

    Taja lachte ausgelassen "Ahahahaha! Plüsch!" er knuddelte den rot-orangen Hund an sich, dieser wedelte vergnügt im dem kleinen Schwanz und schlabberte im Gesicht des Menschen.

    "Kleff, Kleff!" die Corgis fielen geradezu über den schwarz gekleideten Mann her, sie wollten alle spielen.

    "Ehm... Junge?" Die raue Stimme der buschigen Augenbraue drang nicht ganz zu Taja durch.

    "Wer ist der süßeste kleine Kerl? Ja! Du bist es!" Der Corgi drehte sich auf den Bauch damit Taja ihn besser kraulen konnte. Taja brauchte noch seine zweite Hand um auch den nächsten Corgi das "Bauchi" zu kraulen "Wer ist ein guter Junge? Du bist ein guter Junge!"

    "Junge!?" fragte buschige Augenbraue schon etwas energischer. Im Normalfall hatte er kein Problem damit wenn die Leute mit seinen Corgis spielten, jeder liebt Corgis! Aber der junge Schwertkämpfer war ja aus einem bestimmten Grund zu dieser Uhrzeit in sein Haus gekommen.

    Taja schien jetzt erst wieder zu realisieren wo er war, er richtete sich auf, hatte aber noch immer das kurze Tau im Mund, an dessem Ende ein zappelnder kleiner Corgi hing. Taja ließ das Tau wieder los, dabei hielt er den Hund behutsam und setzte ihn wieder auf die Erde, der kleine freute sich trotzdem und drehte sich mit dem Seil im Mund im Kreis, seine plüschigen Kollegen taten es ihm gleich. Diese Herde der Putzigkeit hätte Taja beinahe wieder getriggert, aber er war nun konzentriert.

    „Ja... tut mir leid.“ Akataja räusperte sich, peinlich war es ihm schon, aber plüschige und niedliche Tiere waren seine Schwäch. Er hatte früher schon seinen Landurlaub gerne auf Animapetrix verbracht, aber diesmal war er nicht auf Urlaub. Die Lage war ernst und daran musste er sich wieder erinnern.

    „Ich mach das hier nur weil du der Junge von Vince bist.“ Meinte buschige Augenbraue „Ich mach das hier nur für ihn.“ Der alte Mann, dessen Vergangenheit um einiges aufregender war als sein jetziges Leben als Hundezüchter, sah mit Wehmut auf die Zeitung auf seinem Regal.

    Die Selbe Zeitung hatte auch Akataja auf der Grand Line gelesen, daraufhin hatte er sie zusammengeknüllt und den Entschluss gefasst hierher zu kommen. Er und seine Nakama hatten erst ein wildes Abenteuer mit Fischmenschen, Scharfschützen und einem verfluchten Schwert hinter sich, darum fühlte er sich schlecht hierher zu kommen. Aber auf der anderen Seite konnten seine Nakama sich so auch ein wenig ausruhen, zudem schien es bei diesem Kapp mit dem riesigen Leuchtturmwärter sicher zu sein. Der Riese war sogar so nett Taja einen merkwürdigen DelphinLachsSchwertfisch mit Sattel zu leihen, der ihn den Berg RiversMountain wieder hinauf brachte und bei der nächsten Insel absetzte. Aber nun war er hier und musste diese eine Sache erledigen. Er hatte seinen Leuten nicht gesagt warum oder wohin er musste, aber der Kapitän vertraute ihm und diese Sache war Taja wirklich wichtig.

    „Also ich habe das Schiff für deine Rückreise und der Typ mit den Pferden weiß auch bescheid.“ Meinte buschige Augenbraue noch „Bist du dir sicher Junge? Was du da vor hast, ist sehr gefährlich und vermutlich die Sache gar nicht wert.“


    „Ich tu es für Onkel Vince... ich schulde ihm viel und auf diese Art und Weise kann ich wenigstens ein wenig wieder gut machen... oh! Eine Sache noch, ich-“

    „Nein! Ich verkaufe meine Corgis nicht an Seefahrer.“

    Es gab kurz Stille, dann meinte Taja „gut, ich mach mich dann lieber auf den Weg.“


    Er trat hinaus in die Sonne, eine warme Briese bewegte seinen schweren schwarzen Ledermantel leicht und das Licht der Sonne blendete ihn leicht. An einem schönen klaren Tag wie diesem Konnte man von der Hütte des Hundezüchters bis zu dem Berg sehen auf dem das große Gefängnis gebaut war, genau dort war Tajas Ziel. Professionelle Einbrecher würden wahrscheinlich bis zur Nacht warten, aber Taja war kein professioneller, er hatte so gut wie gar keine Erfahrung was das angeht.
    Aber zuerst brauchte er ein Pferd, er musste zu dem berg kommen und wollte nicht laufen. Glücklicherweise waren die Stallungen ganz in der Nähe.
    Buschige Augenbraue hatte bereits ein Pferd organisiert, Pferde waren sehr gefragt und so eine Vorbereitung war wichtig. Das sah Taja bereits an dem alten aber doch recht muskulösen Mann, der sich mit dem dem Pferdezüchter stritt. Taja kannte die Sprache nicht, in der der alte fluchte, aber er war sich sicher, dass es herbe Beleidigungen waren. Er verstand jedoch noch etwas in der Richtung wie „Es ist wirklich wichtig! Ich brauche ein Pferd!“
     
  3. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Mit angezogenen Beinen saß Ebony auf dem Zellenboden und hatte den Kopf auf die Knie gelegt. Sie seuftzte genau so genervt wie erschöpft und sah aus den Gittern auf den Schmalen Gang, der an ihrer Zelle vorbei führte. Die Wahrsagerin war schon seit ein paar Tagen in diesem Loch gefangen und sie wusste nichteinmal den Grund dafür.
    Sie hatte einen Stand für ihre Wahrsagekünste aufgebaut, um sich ein paar Berry für die nächste Schifffahrt zu verschaffen. Als aber ein Wachmann die Vorhersage eines Mannes mitbekam, wurde sie ohne Vorwarnung direkt festgenommen und in in diese Zelle geworfen. Nicht gesteckt.. geworfen!
    Was kann ich dafür, wenn das Schicksal von dem Kerl nunmal so aussieht?..ich war nur der Bote.
    Seit dem hockte sie in diesem Käfig und die junge Claves war mit diesem Schicksal nicht allein. Sie teilte sich mit 2 anderen diese kleine, dreckige Zelle. Einem sehr großen bärtigen Mann, und einem Mann, der sich als Paul vorgestellt hatte. Meistens saß Paul in der hinteren Ecke der Zelle und sprach wohl eher mit sich selbst als mit seinen Zellen Kameraden.
    Fuwak... grummelte sie in sich hinein, bevor sie ihre Gedanken über eine Mögliche Flucht kreisen lies.
    Der große Hühne ist bestimmt so stark wie er aussieht..er könnte den Wachmann womöglich zu Fall bringen ..und dieser Paul?..was kann er überhaupt.. außer sich im Selbstmitleid zu verlieren. Andererseits scheint offenbar für ''Die'' von Wert zu sein..also wäre er vielleicht als Druckmittel zu gebrauchen?
    Als sie die Hand ausstreckte und die Zellengitter berührte, schüttelte sie ihren Kopf.
    Wären die Gitterlöcher nur größer..könnte ich hier raus und den Schlüssel suchen. Aber so nützt mir auch der beste Plan nichts... Wenn das so weitergeht sterb ich noch hier drin

    WUFF WUFF WUFF !!!


    Mit penetrantem Gebell preschte der Chihuaua auch wie in den Tagen zuvor auf die Gitterstäbe zu und versuchte Ebony in die Finger zu beißen. Grade noch rechtzeitig zog die junge Claves ihre tätowierte Hand zurück und warf dem Tier einen biestigen Blick zu.
    Du bist ne miese kleine Ratte weist du das?!
    Mit den Worten fuhr sie sich mit der bereits erhobenen Hand durch ihre Violetten Haare. Gerade aber als sie dachte es könnte nicht noch deprimierender werden, als von der ''freien'' Seite des Gitters von einer Ratte angeklefft zu werden, hörte sie Schritte die in ihre Nähe kamen. Sie rutschte ein Stück von dem Gitter weg, denn der Mann, dessen Schritte sie deutlich hören konnte, machte ihr Angst. Wenig später stand auch schon ein großer, bedrohlich wirkender Mann vor ihr mit schmalzigem braunem Haar. In seiner Hand hielt er ein Tablett mit 2 Stücken Brot und einem Teller Haferschleim.

    DAS DINNER IST SERVIERT!..WIR WOLLEN JA NICHT DAS IHR VERHUNGERT!!
    HAHA,
    schrie der Wärter mit voller Kehle den dreien entgegen.
    Die gepiercte Lady hielt sich so gut es ging die Ohren zu, als er anfing zu schreien, trozdem hallte seine Stimme durch ihren Schädel. Mit einem dreckigen grinsen im Gesicht, warf er das Essen einfach durch die Gitterstäbe, wobei sich der Haferbrei in der halben Zelle verteilte.
     
  4. Odi

    Odi Pirat

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    Wo war Odi denn jetzt schon wieder gelandet? Mit wachsamen Augen seine Umgebung erkundend fiel sein Blick zuerst auf einen schlaksigen jungen Mann mit kurzen braunen Haaren und von tiefen Augenringen gezeichneten Seelenspiegeln. Das und die Tatsache, dass der Mann die ganze Zeit alleine vor sich hin murmelnd in einer dunklen Ecke saß, ließ den Schluss zu, dass der - aus Odis Sicht - Zahnstocher von einem Mann gerade ziemlich in Schwierigkeiten steckte. Damit war der Knastaufenthalt mit Sicherheit nicht mal das größte Problem, welches der Bartlose sein Eigen nennen musste. Ein wenig näher bei der vergitterten Gefängnistür saß eine junge attraktive Frau mit violetten Haaren. Wäre der Hüne ein oder zwei Jahrzehnte jünger und unverheiratet, würde er wahrscheinlich in der Gegenwart einer solchen Schönheit deutlich nervöser werden. So aber machte es ihm kein bisschen was aus, eine Frau dieses Formates anzuschauen und sich die Einzelheiten genauer einzuprägen. Dabei waren natürlich keine schmutzigen Einzelheiten gemeint. Interessanter war schon die Tatsache, dass irgendwas an der Nase und den Ohren der Frau aufblitzte, wenn sie ihren Kopf in bestimmte Richtungen drehte. Ein solches Phänomen hatte der Krieger noch nie beobachtet. Nach einigen Minuten stand die Grauäugige auf und ging zur Tür, wo sie scheinbar irgendwelche Untersuchungen der Gitterstruktur vornahm. Einen anderen Reim konnte der Zimmermann sich nicht aus den streichelnden Handbewegungen am Gitter bilden. Dem penetranten Gebell der Fußhupe, welche sie hier offenbar als Wachhund hielten, entgegnete die Liebhaberin des Körperschmucks mit wüsten Beschimpfungen. Als ob das in einer solchen Situation zielführend war. Einen Moment später stand auch schon der nächste Störenfried am anderen Ende der Gitter und schob den drei Häftlingen ein Tablett mit zwei Stücken Brot und einer Schale Haferschleim unter dem Gitter durch. Nach einem abfälligen Kommentar und dem darauffolgenden lauten Lachen fügte der Wärter hinzu: „Der Haferschleim ist für Hubbs. Das Brot müsst ihr unter euch aufteilen. Fresst nicht alles auf einmal!“ Das Lachen des grausam wirkenden Mannes hallte noch lange in den Gängen des Kerkers wider, nachdem er mit seinen Kötern abgezogen war.

    Ca. drei Stunden zuvor
    Sicheren Schrittes überquerte der hochgewachsene Krieger die Gangway, welche den Abstand zwischen Schiff und Anlegestelle überbrücken sollte. Das Wetter war durchaus angenehm diesen Morgen. Die Sonne war gerade erst vollständig aufgegangen und der Himmel erstrahlte in einem hellen Blau, gelegentlich von gewöhnlichen Schäfchenwolken unterbrochen. Bei der Anlegestelle war reges Treiben, aber nichts, was für den Haupthafen einer Blue-Insel ungewöhnlich wäre. Natürlich war es für den Bärtigen immer noch ein ungewohntes Gefühl, sich zwischen Massen unbekannter Menschen zu bewegen, da es sich um den ersten Hafen seit Dark handelte, welchen er betrat. Wenige Sekunden, nachdem der Hüne seinen Weg über die Gangway absolviert hatte, wurde er auch schon von seinem Lehrmeister Erik eingeholt, der bereits mehr Erfahrung im Untertauchen zwischen Menschenmengen hatte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Grauhaarige beinahe genauso groß ist wie sein ehemaliger Lehrling. Daher übernahm er auch sogleich die Führung durch die Straßen des Ortes. Ein wirkliches Ziel hatten die beiden Nordmänner nicht. Der Hafen war nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Shelltown und die Fahrt sollte bereits am übernächsten Tag weitergehen. Deshalb betraten die Bartträger die erstbeste Gaststätte und mieteten sich von dem mageren Sold als Schiffszimmermann der Seewoge ein Zimmer. Nach einer aus finanziellen Gründen vergleichsweise mageren Mahlzeit ging Erik wieder in die Stadt, um sich umzuschauen und vielleicht eine Möglichkeit zu finden, mit der die Zimmermänner Arbeit finden konnten. Die Firma Delphin benötigte Handwerker, weshalb der Mitsiebziger zu dem Gasthaus zurückkehrte und gerade noch mit ansehen konnte, wie Odi vor jenem Gasthaus in Ketten gelegt und auf die Ladefläche einer Kutsche gehievt wurde, während dieser seine Peiniger mit Worten seiner gutturalen Sprache beschimpfte. In dem Wissen, dass er auf die Schnelle nichts gegen ein halbes Dutzend bewaffneter Männer ausrichten konnte beobachtete der Krieger die Szenerie, während er sich selbst hinter einer Mauerecke verbarg. Sobald die Truppe mit Odi abgezogen war, stürmte der Bärtige in das Gasthaus und fragte aufgebracht, warum sein Begleiter festgenommen wurde und wo sie ihn hinbringen würden. Das Warum konnte ihm keiner beantworten, aber auf das Wo gab es nur eine Antwort. Es gab ein großes Gefängnis außerhalb der Stadt, wo alle Gefangenen von Zoo hingebracht werden. Als nächstes fragte Erik nach der genauen Lage und wo er ein Pferd herbekäme. Mit den nötigen Informationen lief der Hüne zu dem Pferdezüchter, welchen man ihm genannt hatte. Ohne Geld wird es aber wirklich schwer werden, auf die Schnelle ein Pferd zu bekommen.
     
  5. Akataja

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    Als Pferdezüchter auf Animapetrix hatte man viel Konkurrenz, aber der Bedarf war so groß, dass selbst der kleinste Züchter noch gutes Geld verdienen konnte. Red war ein bekannter Züchter, dessen Pferde vor allem dafür bekannt waren stark zu sein, sie zogen jede Ladung überall hin. Er war jeden Tag ausgebucht und man musste manchmal mehrere Wochen warten, bis man eines seiner Pferde bekommen konnte. Als jedoch sein alter Freund und Nachbar sich bei ihm meldete, weil er dringend ein Pferd brauchte, hatte Red einen seiner Champions zurückgehalten. Dieser Champion stand nun als letztes Pferd in den Stallungen. Kein wunder dass dieser große alte Mann sich hier so aufregte und Red sogar in Sprachen beschimpfte die er nicht verstand.

    „Ich sagte doch, alles ausgebucht, kommen sie übernächste Woche wieder. Dann können sie für 750 Berry den ganzen Tag meine beste Stute buchen, Jack.“

    Die meisten Leute fragten sich an dieser Stelle warum ein weibliches Pferd Jack genannt wurde, aber Red meinte das passte sehr gut zu ihr. Wie auch immer, dieser alte Mann kümmerte sich nicht darum. Er packte Red beim Kragen und schüttelte ihn.

    „Verdammt Mann! Ich brauch ein Pferd! Es ist wichtig!!“

    „Gibt es hier ein Problem?“

    Das war Akataja, der gerade ankam, er überragte den relativ großen alten Mann noch um ein Stück und auch wenn sein Gesichtsausdruck relativ neutral und kühl war, sagte er doch aus, dass er ohne Probleme Gewallt anwenden würde um die Situation schnell zu klären.

    „Lasst den Mann herunter, mein Herr, ich bin hier wegen einem Pferd, ich muss zu dem Berg dahinten. Ein gemeinsamer Freund schickt mich.“

    Der Pferdzüchter kam wieder auf die Beine.

    „Ah ja, Big McIntosh ist schon bereit, warten sie bitte kurz.“ Der Mann ging nach hinten.

    Der alte Mann sah zu Akataja „Sooooo Junge, du willst also zu diesem Berg?“

    „Das geht euch nichts an.“

    „Du siehst nicht wie einer aus, der einfach nur einen Ritt ins Blaue machen will, was willst du da?“

    „Das werde ich euch nicht sagen.“


    „Mein Name ist übrigens Erik.“ Meint der alte „und ich wette alles was ich habe, dass du zum Gefängnis willst.“

    Taja wurde still und blickte auf Erik, woher wollte der alte das wissen.

    „Du hast da eine ziemlich auffällige Waffe bei dir und versteckst noch eine unter deinem Mantel, da gibt es nicht viel in der Richtung.“

    Akataja versuchte einfach nur weg zu gucken und den alten Erik zu ignorieren.

    „Du willst da mit reiner Waffengewalt reinkommen? Das wird nix Junge, das ist ein Gefängnis, gut bewacht, mit schweren Toren und festen Schlössern. Du brauchst jemanden, der mit richtigem Werkzeug punkten kann.“ Dabei hielt Erik seine Werkzeugtasche hoch.

    Taja sah wieder zu ihm herrüber, der alte Mann hatte hier einen Punkt.

    „Und wenn ich einfach nur euer Werkzegu mitnehme?“

    „Nimms mir nicht übel Junge… aber du siehst mit wie jemand aus, der einen Schraubenzieher nicht von einem Dreiviertel Zoll Rundbogen Flunch unterscheiden kann“

    Der alte hatte wieder recht, Taja hatte noch nie von einem ¾ Zoll Rundbogenflunch gehört, hatte der alte sich das gerade ausgedacht? Würde Yukiko auf sowas herein fallen? Oder würde sie nur lachen und benanntes Stück aus dem Beutel ziehen?

    Nach einigen Sekunden sah Akataja herüber zu dem Pferdezüchter „Habt ihr auch eine Kutsche, die das Pferd ziehen kann? Mit genügend Platz für zwei Männer?“

    „Big McIntosh zieht normalerweise tonnen schwere Apfelladungen, zwei Typen wie ihr seid kein Problem.“
    Der Züchter spannte den Hengst mit dem rotbraunen Fell vor eine schmale Kutsche, die nur eine Achse hatte und zwei Räder und zwei Sitze. Die beiden Männer stiegen auf und fuhren los.

    „Akataja.“

    „Was?“

    „Das ist mein Name.“


    „Klingt merkwürdig… wie etwas, dass sich jemand erst ausgedacht hat.“

    Der Pferdezüchter hatte nicht gelogen, das Pferd konnte den Wagen mit den zwei Männern ohne Probleme ziehen. Taja hatte auf Lohen gelernt ein Pferd zu reiten oder einen Pferdewagen zu steuern, es war schon eine Weile her und er hatte die Zügel bereitwillig gegen ein Steurrad gestauscht, doch er schien es nicht verlernt zu haben.
    Unterwegs erzählte Erik Taja davon, wie man einen Freund von ihm aus dem Wirtshaus entführt und ins Gefängnis gebracht hatte , ohne Verhandlung ohne irgend welche Gründe. Taja erzählte Erik nicht mehr, als das er in dieses Gebäude wollte, weil er jemanden suchte.
    Mit dem Pferdewagen dauerte es nicht lange bis sie ihrem Ziel nahe kamen. Es war erstaunlich wie das große Gebäude mit dem Berg verschmolz. Auf einem Schild konnte Taja lesen

    „Das elefantastische Strafvollziehungssystem der Bärenstarken Beastybrüder, wir sind schlau wie ein Fuchs und halten sie sicher wie ein Wachhund.“

    Taja seufzte, anscheinend wurde dieses Gefängnis als einfache private Justizanstalt verkauft, das hatte er befürchtet. Private Anstalten waren besonders scharf was Mitarbeiter der Regierung angeht, also war Tajas Plan, einfach mit seinem Marineausweiß rein zu spazieren, nichts wehrt.
    Als die beiden zu dem großen umzäunten Bereich und dem Tor kamen hielt der Hengst an und vier Typen mit Gewehren kamen zu ihnen und jeder von ihnen hatte einen scharfen Wachhund dabei.

    „Und was jetzt?“ fragte Erik ruhig zu seinem neune Begleiter.

    „Ich mäh die Typen mit meinem Schwert um, bleibt direkt hinter mir wenn es los geht.“

    Einer der Wachmönner sah zu Erik „Du bist spät drann alter.“

    „was!?“

    „Alle anderen sind schon seid stunden an der Arbeit, wenn du für die Dolphyn arbeiten willst, solltest du pünktlicher sein.“

    „Ich verstehe nicht ganz?“

    „Du bist doch ein Handwerker, der auf der Werft arbeiten will?“ Er piekte mit seinem Schlagzeug gegen Eriks Werkzeugtasche.

    „Ehma…. Aber ja, ja nartürlich! Das bin ich!“

    „Und wer ist das?“ Er zeigte auf Taja, bevor dieser antworten konnte hielt Erik ihm dem Mund zu.

    „Das ist mein Assi…. Sein Name ist… Dung! Und ich bin Meister Alleskönn.“

    „also… Dung und Alleskönn? Na gut, fahrt gleich durch und meldet euch bei Chimp, hopp hopp.“

    Taja war verärgert und gleichzeitig begeistert, wie einfach das ging, anscheinend hatte er einfach Glück. Der Weg hinunter zur Werft führte teilweise an dem Berg und dem Gefängnis führte. Taja konnte bereits das Meer riechen, aber er interessiert sich jetzt mehr für das große Metalltor. Kurz bevor die beiden dort ankamen, sah er noch wie ein blasser Mann mit geschorenem Kopf aus einem kleinen Seitengang kam. Dieser blasse Mann sah auffällig und verdächtig aus, auch wenn er nicht die Person war, die er suchte.

    Taja hielt in der Nähe des Tores „Könnt ihr uns durch diese Tür bringen?“

    „Ich denke schon, aber dahinter werden Wachen stehen.“

    „Lasst das meine Sorge sein.“

    Erik nahm sein Werkzeug hervor und begann mit der Arbeit, die Tür war nicht sonderlich gut gebaut, sie wirkte auf dem ersten Blick sehr stabil aber Erik fand die entscheidende Schwäche schnell.

    „Scharniere mit halben Stift, was für Anfänger.“

    Er brauchte nur ein paar gezielte Schläge mit dem Hammer um die Sicherheitsverschlüsse zu entfernen und stand auf.

    „Mit deinem langen Metallstock da, der in Papier gehüllt ist, kannst du sie jetzt ganz leicht aushebeln.“

    Taja seufzte, er wollte dem Handwerker jetzt nicht erklären, dass es sich um ein Verfluchtes Schwert handelte, dessen Fluch durch Talismane im Griff gehalten wurde.

    „Den Rest erledige ich.“ Taja rammte das verfluchte Schwert ShiberuKen knapp unter der Tür in den Boden und mit einem stöhnen hebelte er die schwere Tür aus, kaum hatte sie sich gelöst rammte er sie mit einem Kampfschrei auf den Lippen und rammte die Tür und die beiden Wachen dahinter gegen die nächste Wand. Beide gingen mit einem leisen „Uff“ zu boden. „Seht ihr? Kein Problem hier.“

    Eine Sekunde später hörte er aber schon von der Seite die Rufe, die sich immer weiter ins Innere des Berges zogen.

    „Hey? Wer ist da!?“
    „Ist das ein Einbruch!?“
    „Was, ein Einbruch!?“
    „Hab ich Einbruch gehört?“
    „Wem gehört irgendwas?“
    „Wassereinbruch?“
    „Scheiße ein Wasserrohrbruch!?“
    „Schlagt Alarm! Jemand will unsere Wasserrohre klaun!“


    Und schon ging der Alarm los.

    Taja blickte zurück zu Erik „Das ist nicht meine Schuld!“
     
  6. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Als sie sah wie der Wärter sich wieder entfernte, nahm Ebony die blassen Hände von ihren Ohren und sah hinaus, in den Gang, der ihre Freiheit bedeuten würde. Gerade aber, als sie ihren Blick wieder senken wollte, sah sie eine Gestalt. Unbemerkt offenbar von dem abartigen Wärter.
    Es war ein Mann, mit einem schwarzen Sidecut und einem Tattoo am Hals. Ihre grauen Augen weiteten sich für einen Moment, als sie diese schwarzen Pupillen sah.
    Ein Modi , hier? Und dann auch noch so ein schöner.
    Als er ihr zuzwinkerte, erwiderte die gepiercte Lady es mit einem flirtenden Lächeln, bevor er verschwand. Als der Tätowierte Mann verschwunden war, sah sie mit einem, wieder mit der Realität konfrontiertem Blick, zu dem Stück Brot das zu ihren Füßen lag. Das andere Stück lag noch halb auf dem Teller mit dem Haferschleim. Die junge Claves wandte ihren Blick zu den anderen beiden Insassen. Der Hüne, saß weiterhin da wie ein Fels ohne jede Bewegung.
    Klasse... da steht so ein heißer Bodymod´... und ich häng hier bei solchen Gestalten.
    Ouh man... gab sie genervt von sich und streckte sich einmal ausgiebig, bevor sie das Stück Brot aufhob. Mit der freien Hand nahm sie den Teller der auf dem Boden stand und ging damit zu den anderen beiden. Sie spürte den Blick dieses Nordisch wirkenden Typen, der sie bei ihren Bewegungen begleitete, doch sagte sie nichts dazu.
    Hey Paul.. du solltest was essen, gab die junge Wahrsagerin mit sanfter Stimme von sich, als sie ihm den Teller hinstellte. Paul jedoch sah nur den Teller an und schüttelte den Kopf.
    Nein..ich kann jetzt nichts essen... meine Familie.. was ist mit meiner Familie?!
    Mit einem Kopfschütteln legte sie ihre Hand auf die seine. Und auch wenn sie sich die größte Mühe gab, Verständnis zu zeigen, spürte man, das sie ihn nur einmal bitten würde.
    Du kannst deiner Familie nicht helfen, wenn du verhungerst..also iss jetzt.
    Das Stück Brot was zuvor noch auf dem Teller gelegen hatte, hielt sie dem Hünen hin,.. der sitzend, immer noch etwas größer war als sie. Der Jedoch schüttelte den Kopf und gab ihr zu verstehen, das er keinen Hunger hätte, und lieber sie oder Paul das Brot nehmen sollten, immerhin saßen sie schon länger hier drin.
    Okay....macht was ihr wollt...aber wir werden alle Kräfte brauchen, wenn wir hier raus kommen wollen.
    Mit diesen Worten legte sie das nicht gewollte Stück Brot wieder auf den Teller, und setzte sich zurück an die Zellentür. Ebony wollte alles im Blick haben und vor allem, auch so viel es ging mithören, um auf alles gefasst zu sein. Dieses misratene Stück Brot sah sie sich eine ganze Weile an, bis sie sich endlich dazu durchringen konnte, ein Stück davon zu essen. Der Hunger machts möglich~
    Urgh....wie lecker~
    Man sagt, man könnte nahezu alles essen, wenn man den Würgreflex erst einmal im Griff habe, nun... Ebony gehörte definitiv nicht zu den Glücklichen die diese Gabe besaßen. Und so wanderte das Brot auf den Boden und die Hand der jungen Wahrsagerin in ihrer Hosentasche.
    Ich kann hier nicht einfach nur Sitzen und abwarten.
    Aus ihrer Tasche zog sie ihre geliebten Tarot Karten, und begann sie zu mischen. Ihr Blick wurde ein wenig glasig und sie wirkte für einen Moment Geistesabwesend, als die Karten durch ihre Hände glitten und sie mit ihnen ein Muster auf den Boden legte.
    Na dann schauen wir mal.
    Nach und nach drehte sie die Karten um...
    Mal sehen wie es mit diesem Riesen hier aussieht.
    Nach der letzten aufgedeckten Karte, legte sich ein süffisantes lächeln auf ihre Lippen.
    Das hab ich mir schon Gedacht, er wird mir nichts tun...außerdem, es gibt jemanden der nach ihm sucht. Vielleicht ist dieser jemand auch auf der Insel?
    Oder hat er etwas bei sich, was gesucht wird? Naja das ist erstmal uninteressant.

    Dann begann sie die Karten erneut zu mischen und zu legen. Dieses mal galt ihre Fragestellung dem Mann den sie gesehen hatte .
    Der Hirophant, und das Rad des Schicksals.
    Mit einem erleichterten Gesichtsausdruck mischte sie dann ihre Karten auch ein letztes mal.
    Ein erleuchteter..sehr interessant.... aber das war nicht unsere letzte Begegnung. Jetzt hat er mich wirklich neugierig gemacht.
    Bei dritten Mal jedoch..zog sie nur eine Karte ... und dies war, wie in den Tagen zuvor, der gehängte Mann. Fuwak... langsam hab ich genug vom warten, zischte sie eher zu sich selbst als zu den anderen, doch gerade als sie die Karten wieder in ihre Tasche gesteckt hatte, spitzte sie die Ohren.
    Die violette Lady hörte ein paar Wachmänner etwas von einem Rohrbruch, rufen. Was?..ein Rohr klauen?..Rohrbruch?...nein Einbruch?!
    Ihre Augen wurden größer als sie auch die vielen Schritte hören konnte, die die Wachmänner in eine Richtung trugen.
    Wenn es wirklich ein Einbruch ist, muss ich die Chance nutzen!
    Auch wenn sie wusste das ihre Ohren besser waren als die von anderen, war sie sich sicher, das die beiden es auch Gehört haben mussten...
    Hey ihr zwei, habt ihr das auch Gehört?!
     
  7. Odi

    Odi Pirat

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    Tatsächlich hatte der aus dem Norden stammende Mann andere Sorgen, als an einem gammeligen Stück Brot herum zu kauen. Abgesehen davon hatte Brot eh keinen sonderlich nennenswerten Nährwert. Das wusste selbst der im Kochen sonst so ungeschickte Hüne. „Lass gut sein, Mädchen. Ich bin hier wahrscheinlich momentan derjenige, der Nahrung am wenigsten benötigt.“ antwortete der Braunhaarige auf die Geste der Wahrsagerin, mit welcher sie ihm das Brot reichen wollte. Eigentlich wollte der Krieger sich in diesem Moment vorstellen und nachfragen, mit wem er es hier zu tun hatte, aber da fiel sein Blick wieder auf die blinkenden Stellen an Ohren und Nase der Person. So aus der Nähe konnte der Mann Zimmermann auch zumindest grob erkennen, worum es sich bei den Piercings handelte. „Hat die sich etwa Nägel in den Kopf gestoßen!? Wie gestört muss man sein, um etwas so Absurdes zu machen!?“ Man könnte meinen, Odi würde die Frau mit den violetten Haaren mit offenem Mund anstarren, aber er schaute ihr sie nur weiter mit ausdruckslosem Blick an, während die sich wieder in ihrer Ecke niederließ und das Brot bereits nach einem Bissen fallen ließ. Auf dem, was die Fremde dann tat, konnte der Bärtige sich keinen Reim machen. Sie nahm einen Stapel Karten, mischte diese und legte dann ein paar von ihnen auf den Boden. Beim ersten Mal lief dem Braunhaarigen ein eisiger Schauer über den Rücken. Fast, als würde jemand direkt in seine Seele blicken. Das Ganze wieder holte sich, jedoch ohne dieses unangenehme Gefühl. Nach dem dritten Mal Mischen und dem Ziehen einer einzigen Karte schien die Grauäugige dann aber doch die Lust an ihrem „Spiel“ zu verlieren und widmete sich erneut der Welt jenseits des Gitters, von wo aus plötzlich die Geräusche eines ziemlichen Chaos‘ durch die Gänge schallten. Schwerfällig richtete sich der Zigarrenliebhaber zu seiner vollen Größe auf und stellte sich neben die junge Frau, welche auch sogleich fragte, ob er und Paul das auch hören würden. „Natürlich haben wir das gehört, Mädchen.“ Einen Moment schaute Odi den Gang hinab, bevor er seinen Blick auf die Frau richtete und sagte: „Ich bin übrigens Odi av hús Úlvur“.

    Unterdessen bereitete sich Erik auf die heranstürmenden Feinde vor, indem er seine Streitaxt aus der Halterung am Rücken nahm und eine feste Position einnahm. „Du solltest nicht davon ausgehen, dass ich hilflos bin, nur weil ich bereits graue Haare habe, Söhnchen. In deinem Volk mögen die Männer mit 72 Wintern zu schwach zum Kämpfen sein. Bei meinem Volk ist das anders.“ Stolz warf der Grauhaarige seinem jungen Begleiter über die Schulter ein Lächeln zu. Ja, er war nicht mehr der Jüngste und hatte nicht mehr die Ausdauer und Kraft, wie es in seiner Jugend der Fall war. Dennoch besaß der Krieger genug Selbstvertrauen, sich dem ein oder anderen Kämpfer entgegen zu stellen. Als die ersten Angreifer in den Gang strömten, welchen Erik und Akataja von ihrer Position aus einsehen konnten, machte Erik ein paar energische Schritte auf diese zu und ließ jeden von ihnen mit einem animalisch klingenden Kampfschrei erstarren. Sobald die ersten Gegner vor seinem Schrei zurückschreckten, machte der ergraute Zimmermann einen schwerfälligen Schritt nach vorne und streckte den ersten ohne zu zögern mit seiner Axt nieder.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2017
  8. Akataja

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    Akataja würde einen Krieger niemals Aufgrund seines Alters unterschätzen, dank seinem Onkel, der schon stolze 58 jahre auf dem Buckel hatte und abgesehen von seiner Beinverletzung noch sehr gut in Schuss war. So wie Vince schwang jetzt auch der Handwerker Erik seine Axt, aber Erik schien viel aggressiver vor zu gehen. Er schrie seinen Gegner laut an und schlug auf die verängstigte Wache ein, diese konnte nichts anderes tun als sein Gewehr zur Abwehr zu heben, die Wucht der Schläge trieb die Wache jedoch immer weiter in die Ecke und als das recht billig hergestellte Gewehr nicht mehr standhielt und brach hatte er gar keine Deckung mehr. Aber die Axt sauste nicht erneut nieder, Taja stand hinter Erik und hielt die Axt am höchsten Punkt ihres Schwunges am Schaft fest.

    „Was machst du das Junge?“

    „Immer mit der Ruhe, ist nicht nötig mehr Leute zu töten, wenn wir nicht müssen... außerdem suche ich jemanden.“

    Taja beugte sich herunter zu der verängstigten Wache und sah ihr direkt in die Augen.

    „Okay, ich suche jemanden, der hier Arbeitet, sein Name ist Kim.“

    Die Wache konnte nur stammeln „I-ich kenne keinen Kim.“

    „Bist du dir da sicher? Es ist möglich, dass dein Leben davon abhängt. Also sag mir: Wo ist Kim?“

    „Ich weiß nicht! Wirklich!“

    Taja seufzte und verdrehte die Augen, dann zog er den Wachmann an seinen Haaren hoch und knallte ihn mit dem Kopf auf einen Tisch in der Nähe.
    Wo ist Kim?“ Bei jedem Word schlug er mit der Faust neben dem Wachmann auf den Tisch, der unter den Hieben schnell zu einen Haufen Splitter verwandelt wurde. Taja ließ den Wachmann los als von hinten ein weiterer Wachmann seinen Knüppel auf dem Rücken des Schwertkämpfers zerbrach, da Taja dort das verfluchte Schwert trug und recht hart im nehmen war, spürte er kaum etwas davon. Er drehte sich nur um und nahm ihm die reste des Knüppels ab, gab ihm einen Schlag mit der Faust uns Gesicht und stieß ihm den Knüppel so heftig in den Magen, dass der Wachman sich übergab und gleich ohnmächtig wurde.
    Es gab einen Schuss und eine Kugel schlug von hinten in das verfluchte Schwert, Taja zog geistigegenwertig den Griff der Masamune und drehte sich herum. Er sah noch wie der Wachmann hinter ihm seine zweite Pistole zog, es war dem mittlerweile geübten Schwertkämpfer leicht den Schuss ab zu schätzen und als der Knall kam wusste Taja bereits wo die Kugel landen würde und wehrte diesen zweiten Schuss mit der ersten Stufe der Masamune 1.1.B ab. Er sah dem verlüften Wachmann in die Augen „Wo ist Kim?“ er steckte die nächste Ebene auf die Masamune und schwang sie einmal herum. Der Wachmann wollte fliehen, aber da war Taja ihm auch schon in den Rücken gesprungen und den Griff seines Schwertes in dessen Rücken gerammt. „Hey, ich will nicht zwei mal Fragen, also, wo ist Kim?“ „Was!?“
    Erik konnte nichts anderes tun als zusehen als der weißhaarige seinem Gegner die Faust ins Gesicht rammte, weil auch dieser keine Antwort geben konnte. Der Schwertkämpfer blickte zu Erik „Ich musste zwei mal fragen! Kann es sein, das man mich nicht versteht?“

    Weiter hinten hörte man weitere Rufe.

    "Verdammt! Die mähen uns nieder! Schnell hol Francis!"
    "Wen?"
    "Ich meine Woff Smith!"
     
  9. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Natürlich haben wir das gehört, Mädchen.
    Um sich besser konzentrieren zu können, schloss Ebony die Augen und ignorierte erstmal den großen Mann, der nun neben ihr stand. Doch mehr als einen haufen Lärm und Schritte, konnte sie nicht verstehen.. Fuwak, ..es ist definitiv jemand eingebrochen...aber ich kann nicht genau hören, was da los ist.
    Dann sah sie mit ihren grauen Augen hinauf, um ins Gesicht des Muskelberges sehen zu können.
    Aber eins steht fest...es ist jemand hier und derjenige ist höchst wahrscheinlich wegen diesem großen Typen hier..Hubbs wurde schließlich von Zoo gefangen, und Zoo gehört doch diese Einrichtung.
    Ich bin übrigens Odi av hús Úlvur.
    Mit einem lächeln und höflichen, wenn auch der Situation geschuldetem eher kurzen zunicken, erwiederte die junge Claves seine Geste.
    Angenehm, Odi ..mein Name ist Ebony Claves.
    Dann sah sie nocheinmal aus dem Blickwinkel zum Gang.
    Du kannst dich freuen, dieser Tumult ist wohl deiner Person geschuldet..offenbar gefällt es deinen nächsten nicht, das du hier drin bist.
    Dann aber, als es ruhiger wurde wandte Ebony ihren Blick zurück zu Hubbs, der zwar mit großen Augen zu Odi und der Wahrsagerin herüber schaute, aber offenbar mit der ganzen Situation nicht klar kam.
    Sie kommen um mich zu holen...oh nein sie haben bestimmt meine Familie, ihnen darf nichts passieren.. NEIN , das darf nicht!
    Nein Paul.. es~
    Sie werden sie töten.. aber ich kann doch nicht!

    Paul..schau do~
    Ich bin an allem Schuld...
    Mit hoch gezogener Augenbraue sah sie Paul an. Er schien völlig neben sich zu stehen, doch langsam gab das auch der jungen Claves zu denken und sie ging auf ihn zu.
    Paul..was ist denn los?!..du hast die ganze Zeit nicht sonderlich gesprochen. Wieso jetzt, was macht dir solche Angst?
    Doch Hubbs legte den Kopf auf die Brust und die Hände an seinen Kopf. Schon fast Reflexartig, schob Ebony die Hand in ihre andere Hosentasche und zog ein kleines Gefäß hervor, kaum größer als ein Flachmann. Die Wahrsagerin ließ etwas weißes in ihre Hand rieseln, und zog damit eine feine Linlie um Hubbs.
    Hey..! Paul, ich bin hier, sieh mich an !
    Sie legte ihre Hand an sein Kinn und drückte es langsam wieder nach oben, sodass er ihr direkt in die Augen sehen musste.
    Jetzt kann dir niemand etwas tun ok? Diese Linlie die ich gezogen habe, schützt dich. Kein Wesen was dir böses will kann nun in deine Nähe, also rede mit mir.
    Mit ihrem silbernen breiten Reif, der sich um Handgelenk schlang, strich sie schon fast wie bei einem Ritual über seine Strin. Und wie durch Zauberhand, begann Paul sich langsam zu beruhigen.
    Atme tief durch , Paul Hubbs..und erzähl mir was los ist.
    Für ein paar Sekunden starrte Hubbs die violette Lady einfach nur an, bis er seinen Atem wieder fand, und begann zu erzählen.
    Ich.. Arbeite für die Weltregierung, meine Aufgabe besteht darin, Statistiken und Nachrichten zusammenzutragen und diese auszuwerden. Damit können die großen Tiere entscheiden, was genau wo gemacht wird, verstehst du? Ich bin nur ein normaler Büroangestellter ich hab keine Entscheidungsgewalt ich werte nur Daten aus...
    Er hielt kurz inne bevor er weitersprach.
    Diese Leute die sich Zoo nennen wollen das ich ihre Aktivitäten verschleier..aber das kann ich doch nicht machen..immerhin wäre das gelogen..aber...aber meine.
    Er brach kurz ab, scheinbar war er den tränen nahe.
    Erzähl weiter Hubbs, ..was ist mit deiner Familie?
    Ich bekam einen Brief , das meine Frau im Krankenhaus liegt und meine Tochter nun ungeschützt sei.. ich hab Angst das sie meine Familie töten wenn ich es nicht mache...
    Mit einem finsteren Gesichtsausdruck sah sie zur Seite, nun dämmerte es Ebony auch wieso grade sie im Gefängnis gelandet war.
    Jetzt verstehe ich...sie dachten ich weiß darüber bescheid..
    Die gepiercte Lady stieß ein verächtliches schnauben aus, bevor sie Hubbs Kinn los lies, und er wieder zu der wimmernden Gestalt wurde, wie in den Tagen zuvor. Ohne ein weiteres Geräusch ging sie mit ihren Füßen über den kühlen Lehmboden zu Odi, der noch an der Zellentür stand. Sie war sich sicher, das er Hubbs Monolog mit angehört hatte, daher sparte sie sich die zusammenfassung.
    Odi... dieser Mann ist essenziell wichtig, für das, was hier bald stattfinden wird fürchte ich.
    Mit fest entschlossenem Blick sah Ebony dem groß gewachsenen Krieger direkt in die Augen.
    Er muss es hier lebendig raus schaffen! Hilfst du mir dabei?
    Dann begann der Tumult aufs neue , offenbar würden bald noch mehr Wachen hier auftauchen.
    Kannst du die Gitterstäbe verbiegen?
    Ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren drehte sich Odi zu den Gitterstäben und fasste mit beiden Händen an die Gitter. Seine Muskeln begannen sich anzuspannen und ein paar Sekunden später war dort ein Loch. Zwar immernoch viel zu klein um nur daran zu denken, einen Menschen hindurch zu bekommen, für die Teufelsfrau jedoch; schon mehr als groß genug.
    Reicht es so?
    Als Odi jedoch zu der jungen Frau sah, und auf ihre Antwort wartete, sah er nur noch wie ihre Augen von grau in ein stechendes gelb wechselten. Ihre Gestalt wurde immer kleiner und ihre Füße knackten leise als sich daraus die Klauen eines Vogels formten. Aus ihrer Haut wuchsen Federn, und dort wo zuvor noch die junge Frau gestanden hatte, war nun eine Eule zu sehen. Den Kopf drehte sie demonstrativ um 180° um Odi nach ihrer Verwandlung ansehen zu können.
    Dieses große Loch ist fast schon eine Beleidigung, hättest dich nicht so anstrengen müssen.
    Mit diesen Worten, mitsamt schnippischen Unterton saß Ebony auch schon in dem Loch, das der Nordmann zuvor gebogen hatte. Gerade aber als sie sich auf der anderen Seite mit ein paar Flügelschlägen in die Luft erhoben hatte um nach dem Schlüssel zu suchen, weiteten sich ihre Augen und man hörte nur ein leises, fiepsen..bevor ...


    ~ BOOOM ~
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Feb. 2017
  10. Odi

    Odi Pirat

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    Ein, zweimal versuchte Erik noch, seine Axt loszureißen und auf den Wachmann niedersausen zu lassen, aber Akataja war so stark, dass der Alte die Waffe kaum bewegen konnte. Also gab der Krieger klein bei und senkte das Instrument seiner Kampfkraft. Doch kaum hatte er das getan, musste der Mitsiebziger sich doch sehr über seinen Kameraden wundern, da dieser nun seinerseits auf Eriks Opfer und die verbliebenden Wachleute losging. „Wer bei Horvaskrs eisiger Tundra ist jetzt Kim und warum dreht der Kerl jetzt so plötzlich durch!?“ dachte sich der Krieger, griff aber nicht ein. Als dann plötzlich ein zweiter Wachmann angerannt kam und seinen Knüppel am Rücken des Grünäugigen zerschlug ging alles zu schnell, als dass Erik irgendetwas hätte tun können. Akataja drehte sich um, entwaffnete den Angreifer und schlug diesen nieder. Anschließend versuchte der andere Wachmann, den Schwertkämpfer von hinten mit einer Pistole zu erschießen. Aus einem Grund, den der Zimmermann nicht mitbekam, richtete die Kugel keinen Schaden an und der Wachmann griff nach einer weiteren Schusswaffe, aus der er auch sogleich einen Schuss abfeuerte. Die daraus abgefeuerte Kugel wurde durch einen Schwertstreich des Mojos abgewehrt und das ganze Spiel ging von vorne los. Der Mann mit den langen Haaren Akataja versuchte, die von ihm so heiß begehrte Information aus seinem Opfer herauszubekommen und als dieser nach mehrmaligem Wiederholen der Frage immer noch nicht die gewünschte Antwort erhielt, begann er damit auch Erik anzuschreien, ob man ihn nicht verstehen könne. Dezent geschockt über das Verhalten des sonst so ruhig wirkenden Mannes machte der Krieger einen Schritt rückwärts und bereitete sich auf eine eventuell notwendige Verteidigung vor. Seiner Meinung nach war sein Gegenüber absolut unberechenbar und er konnte beim besten Willen nicht einschätzen, ob der Schwertkämpfer ihn gleich auch angreifen würde. „Ich denke, diese Männer wissen wirklich nicht, wo die Person ist, hinter der Du her bist.“ Erik versuchte, nicht aggressiv zu klingen, oder Aka zu provozieren. Ihm war klar, dass er trotz seiner lebenslangen Erfahrung gegen diesen Kerl keine Chance hatte. Somit versuchte der Grauhaarige, eine Auseinandersetzung zu vermeiden.

    Zeitgleich bei Odi, Ebony und Paul im Gefängnis
    „Fuwak, ..es ist definitiv jemand eingebrochen...aber ich kann nicht genau hören, was da los ist.“ sagte die violette Lady, nachdem Odi bestätigte, dass er den Tumult auch gehört hatte. Anschließend tat die Frau es ihm gleich und stellte sich ebenfalls vor. Sie hieß Ebony Claves. „Das ist bestimmt mein Meister, Erik. Er wird versuchen, mich hier rauszuholen.“ sagte dieser. Den anschließenden Dialog zwischen seinen Mithäftlingen nahm der Krieger nur halb mit, da er die ganze Zeit über durch das Gitter starrte und wartete, dass Erik um die Ecke kommen würde. Dementsprechend wusste der Braunhaarige auch nicht, warum die Wahrsagerin so plötzlich ausbrechen wollte. Es war ihm aber auch relativ egal. Er wollte ja selber aus dieser engen Zelle raus. Die frage, ob der Hüne die Gitterstäbe verbiegen können, stellten sich ihm gar nicht. Beherzt griff der Bärtige an die Stangen und spannte seine Muskeln. Stück für Stück bogen sich die Eisengitter nach außen und als der Zimmermann diese nicht mehr weiter verbiegen konnte, da die restlichen Stangen im Weg waren, fragte er die Frau, ob es so reichen würde. Zugegeben, die entstandene Lücke war doch sehr klein, aber wenn Ebony gelenkig genug war, könnte sie sich irgendwie durchzwängen. Was dann passierte, würde noch lange im Gedächtnis des Nordmannes verweilen. Die Fremde verwandelte sich schlagartig in eine Schneeeule und blaffte den muskulösen Mann mit den Worten: „Dieses große Loch ist fast schon eine Beleidigung, hättest dich nicht so anstrengen müssen.“ anblaffte. „Hättest dich nicht so anstrengen müssen. PAH! Die soll nur mal wiederkom...“ Sprachlos stand der Krieger da und starrte das Federvieh an, welches gerade durch das von ihm geschaffene Loch schlüpfte, nur um auf der anderen Seite unmittelbar von einem der drei Wachhunde angegriffen zu werden. Es war Hanni, der Bernhardiner, welcher offensichtlich als einziger Wachposten zurückgeblieben war und außerhalb des Blickwinkels der Insassen in der Ecke gesessen hatte. Kaum war Ebony in ihrer Eulenform durch das Gitter geflogen, bellte dieser sofort los und schlug das überraschte Federvieh in einen Stapel Kisten. Wie es der Frau erging konnte der Krieger nicht erkennen, da die Luft nun zusätzlich zu dem ungünstigen Blickwinkel auch noch voller Federn und Holzsplitter war. Lediglich Hanni konnte er ausmachen, da die Hündin fortwährend ein tiefes Knurren von sich gab, während sie sich langsam auf den Trümmerhaufern zubewegte, in dem Ebony steckte. Mit aller Kraft stemmte sich der Hüne gegen das Gitter und fing mit den Worten [HEY DU DRECKSKÖTER! LASS GEFÄLLIGST EBONY IN RUHE! KÄMPF GEFÄLLIGST MIT MENSCHEN, DIE SICH WEHREN KÖNNEN, DU FEIGLING!] an, die Gitter noch mehr zu verbiegen, um seiner gefiederten Kameradin zur Hilfe zu kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Feb. 2017
  11. Akataja

    Akataja Pirat

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    Der alte Handwerker schien sich Sorgen zu machen, ob um sich selber oder um Taja konnte man nicht sagen. Aber vielleicht übertrieb er es wirklich ein wenig? Sein Plan schien nicht zu funktionieren, entweder wussten diese Leute hier wirklich nicht wo Kim war, oder sie waren erstaunlich stur.

    „Ich denke, diese Männer wissen wirklich nicht, wo die Person ist, hinter der Du her bist.“

    „Ja vielleicht habt ihr recht, aber Kim ist hier und jemand muss wissen wo er ist!“

    Taja musste sich abregen und seufzte, er nahm das Schwert wieder herunter.

    „Dann brauchen wir einen Plan, einen guten Plan.“

    Erik hatte in seinem Leben einiges an Erfahrung sammeln können und so war es nicht verwunderlich, dass er schneller einen Plan hatte, als Akataja.

    „Das hier ist ein großer Betrieb mit vielen Mitarbeitern, dass heißt, es muss jemanden geben, der hier den Überblick behält und weiß was los ist. Vielleicht führt er sogar Buch?“

    „Und dieser jemand weiß bestimmt auch wo Kim ist?“

    „Sicherlich... also müssen wir ihn finden, den Chef.“

    Akataja hob den letzten Wachmann noch einmal hoch „also gut, wo finde ich den Chef?“

    Jeder im Gefängnis wusste wo Moff um diese Zeit zu finden war, beim Essen in der Cafeteria. Die anderen Wachen, die hier um die Zeit aßen, hielten lieber Abstand zu dem Wachmann mit den drei Hunden, auch wenn er hier gerade nur mit zwei seiner Bestien saß. Der kleine Teufel Manfred kaute auf einem edlen perfekten Steak, dass größer als er selber war, während die Dogge an einem Knochen knabberte, der vor wenigen Momenten noch ein ganzes Schweine-bein war. Natürlich bekamen die Biester besseres Essen als die meisten Wachmänner hier, aber niemand beschwerte sich deswegen. Nicht nur weil die Wachmänner durch die Bank alles ehemalige Piraten waren, die es gewöhnt waren manchmal tagelang nichts als schimmliges Brot zu essen, sondern auch weil jeder von ihnen schon gesehen hatte wie dieser vier beinigen Teufel Menschen zerfetzen wie Papierpuppen. Moff selber aß in aller Ruhe einen Lamm-rücken, er mochte Lammfleisch nicht sonderlich, aber er wusste wie schwer es war Lamm-rücken zuzubereiten und mochte es den Koch vor Angst schwitzen zu sehen auch nur eine Kleinigkeit falsch zu machen.

    „Was ist mit diesem Aufruhr von dem ich gehört habe?“ Fragte er mit vollem Mund.

    „Nur ein paar Handwerker, die gierig genug waren, um zu versuchen bei uns Kupferrohre zu stehlen.“

    „Mhm? Und?“

    „Wir haben ein paar Leute hingeschickt, das ganze sollte schon erledigt sein.“

    In genau dem Moment zerbrach die Eingangstür und eine der Wache, die „das ganze erledigen“ sollte, flog durch die Trümmer und landete hart am Boden.

    Als Taja den Raum betrat sahen alle zu ihm herüber „Mittagspause ist vorbei.“ Er sah sich um und legte seine zusammengebaute Masamune an „also, wer ist hier der Boss?“

    „Na wenn das nicht unser Unruhestifter ist...“ meinte Woff ruhig und schwang den Löffel einmal herum „worauf wartet ihr Idioten noch? Schnappt ihn euch!“

    Die anderen Wachmänner sprangen auf und stürmten mit gezogenen Waffen auf Akataja zu. Der geübte Schwertkämpfer machte einen Schritt zurück, so dass seine Feinde alle auf einmal durch den breiten Türrahmen mussten, der noch vor ein paar Minuten zwei Türen hielt. Taja musste sich nur kurz konzentrieren bevor er seine Attacke startete.

    „Flügel kreuzen!“

    Seine Waffe war lang genug um die gesamte breite des Türrahmens ab zu decken und seine Feinde liefen ahnungslos genau in die vier Hiebe, die tiefe Wunden schnitten und alle auf einmal niederstreckten. Vermutlich waren gar nicht alle auf einen Schlag besiegt, aber sie hatte einfach zu viel Angst um auf zu stehen. Taja stieg einfach über seine Feind herüber während hinter ihm die Reste des Türrahmens herunter fielen. Er hob seine Waffe, die Spitze war nur wenige Zentimeter von Woff entfernt, das Blut auf der Scheide tropfte auf das Essen des Wärters, aber dieser blieb unbeeindruckt /Wow, der Typ ist eiskalt, der muss verdammt stark sein./ „Ich brauche eine Auskunft über einige eurer Gefangen, gebt sie mir oder ihr werdet sterben!“

    „Ha!“ der Hunde-meister konnte nur einmal kurz lachen „Sag mal, wo steht der eigentlich?“

    „Wer?“

    „Na der Wagen voll mit Typen, denen du diesen Bullshit verkaufen willst?“

    „Was!?“

    „Manfred!“


    Plötzlich wurde die Masamune bei Seite geschlagen, Taja war völlig überrascht /Wie hat er das gemacht!?/ das Schwert wurde plötzlich noch heftiger in eine andere Richtung geschlagen, beinahe hätte er es aus der Hand verloren /Sind das Teufelskräfte? So wie bei dem Kapitän!? Ich muss schnell handeln!/ Taja griff sein Schwert wieder fest und wollte es einfach Woff durch den Kopf treiben, er sah noch einen kurzen dunklen Schatten und sein Schwert flog durch durch Luft, seine Hand blutete „Verdammt!“

    „Na was ist? Stimmt etwas nicht?“ Woff blieb in aller Ruhe sitzen.

    Taja hielt seine Hand und sah sich nach der Waffe um, er sah sie am Boden liegen, auf dem Griff stand ein kleiner knurrender Hund /was ist das denn für ein hässliches Ding?/ und da war der kleine Hund auch schon plötzlich weg „Was!?“ Taja spürte einen Schmerz an seiner Schulter und legte seine Hand darauf und sah, dass er dort blutete und der kleine Hund, Manfred, stand hinter ihm.

    „Da staunst du, nicht wahr?“ Woff nahm noch einen Bissen von seiner Mahlzeit, die jetzt irgendwie viel besser schmeckte „Manfred bewegt sich schneller als du gucken kannst.“ Tajas Augen weiteten sich, konnte das Ding wirklich so schnell sein? „Und jetzt... fass Manfred!“ Akataja ließ sich reflexartig zur Seite fallen und entging so nur knapp dem Biss, eine blutige Schramme am Hals bekam er aber dennoch. Im Fall griff er sich wieder das Schwert und rollte sich gleich ab.

    /Das Ding ist wirklich so schnell, aber ich glaube, wenn ich mich konzentriere kann ich seine Bewegungen vorahnen./ Taja versuchte sich auf das kleine Biest zu konzentrieren, sein Körper war angespannt /ich muss zuschlagen bevor er sich bewegt./

    „ohohohoho!“ lachte Woff „Du denkst das wäre schon alles? Dann pass mal auf, Nanni!“ Die Dogge sprang auf und griff an. Sie war nicht so schnell wie der kleine Hund, dennoch war Taja überrascht wie schnell dieses Vieh war. Er konnte das Schwert rechtzeitig herum ziehen um den Biss ab zu wehren und diese Bestie verbiss sich in der Klinge der Masamune! Das Metall knackte und knirschte in diesem festen Biss. „Ob du es glaubst oder nicht, aber Nanni kann sogar Stahl zerbeißen, das wird sie dir gleich demonstrieren.“
    Aber da kam schon Erik hervor gesprungen, eigentlich sollte er vor der Tür in Sicherheit warten, aber nun konnte er nicht mehr zusehen. Mit einem lauten Kampfschrei schwang er die Axt herum und zog sie der Dogge über den Kopf. Obwohl so ein Schlag eigentlich einen Schädel ohne Probleme spalten konnte, reichte es bei der Dogge nur für ein kurzes Knurren. Zumindest war die Dogge aber soweit abgelenkt dass Taja sie mit einem Tritt von seiner Klinge entfernen konnte. Nanni war aber schnell wieder bei der Sache und griff gleich noch mal mit einem Sprung an, Taja konnte sich jedoch mit einem schnellen Sprung retten und zog Erik mit sich durch die nächste Tür. Die beiden fanden sich in der Küche wieder, der Koch war schon lange geflüchtet und das Feuer unter dem großen Kessel erlosch bereits. Einige Fleisch- und Gemüsebrocken waren zu sehen und Säckeweise Gewürze, die noch in die Speisekammer einsortiert werden mussten.

    „Sackgasse.“

    „Genau.“ Die Tür ging auf und zuerst kam Nanni herein und dann Manfred, hinter ihnen ihr Meister, mit einem selbstzufriedenen Grinsen „Hat das nicht Spaß gemacht ihr zwei? Aber die Spielzeit ist jetzt vorbei!“

    Taja war sich gar nicht sicher, welcher Feind gefährlicher war, dieser über schnelle kleine Teufel oder die Stahl zerbeißende Killermaschine? Hier musste es eine Schwachstelle geben und Taja erkannte sie, als sie als letztes durch die Tür kam /Natürlich... der Hundemeister! Es hat einen Grund das er nicht selber kämpft!/ nun musste Akataja sich auf etwas anderes verlassen als seine Kraft oder seine Waffe, er brauchte einen Plan. Er blickte hinter sich und sah die Säcke mit Gewürzen, dann zur Seite, wo Erik stand /Der alte Mann wird von diesen Bestien zerfetzt wenn ich ihn nicht raus bringe/ und zur Tür, in der Woff zu sehen war. Taja atmete durch und nahm eine andere Kampfstellung ein, das Schwert nach innen gerichtet, er prägte sich ganz genau ein wie es um ihn herum aussah. Seine räumliche Orientierung war sehr gut, das musste sie auch sein, weil er Navigator war, darum konnte er die Augen schließen und sich darauf verlassen jeden Schritt in die richtige Richtung setzen zu können. „Erik! Luft anhalten!“ Taja stach hinter sich in den Sack voller Pfeffer und als er das Schwert herum zog und den Sack aufschlitzte verteilte er eine dichte Wolke fein gemahlenen Pfeffer im Raum. Die über sensiblen Nasen der Hunde schlugen sofort an, der Pfeffer lähmte sie geradezu und auch ihren Herren, der Pfeffer in die Augen und die Nase bekam. Für gewöhnlich brauchte er nur einen Befehl zu rufen und selbst unter diesen Bedingungen würden seine Hunde den Feind zerfetzen. Aber er konnte nichts rufen, Akataja war mit geschlossenen Augen durch die Wolke gesprungen, mit einer Hand hatte er Erik gegriffen, die andere hat er auf Woffs Mund gedrückt und stieß dann mit beiden durch die Tür. Kaum schlug die Tür hinter ihm zu verriegelte er sie mit einer Bank, er packte Woff und Erik erneut und rannte mit ihnen hinaus und den Flur hinab, bis er sich sicher war, dass die Entfernung zu den Hunden ausreichen war. /Ich brauche hier nicht gegen die Hunde zu kämpfen... mein Feind ist der Hundemeister, die Biester sind nur seine Waffe und wenn sich jemand zu sehr auf seine Waffe verlässt, ist er hilflos, wenn man sie ihm abnimmt... Scheiße, der Tür wird sie nicht lange aufhalten, dass hier muss schnell gehen./

    Akataja drückte Woff gegen die Gitterstäbe einer leeren Zelle „Und jetzt gebt ihr mir jede Information über jede Person hier, die ich haben will!“ er schlug ihn noch mal gegen die harten Gitter.

    „Ist ja gut!“ Keuchte der nun nicht mehr so mutige Woff „h-hier!“ er zog mit zittriger Hand ein ledergebundenes Büchlein hervor.

    Erik schnappte sich das Buch und musste nur kurz durchblättern „Ein Verzeichnis mit Namen und Zellennummern. Hier, das klingt nach dem Typen den du suchst und hier, [das ist doch Odi]!“ Taja verstand den letzten Teil nicht, aber es schien als hätten die beiden ihr Ziel erreicht.

    Taja sah wieder zu Woff „Schlüssel!“ Woff zog seinen großen Schlüsselbund mit den vielen Schlüsseln hervor. Taja wollte sie sich gerade nehmen als eine Eule vorbei geflogen kam und sie wegschnappte und weiter flog.
    „WAS!? ACH KOMM SCHON!!!“ Taja rastete beinahe aus „Wieso sind auf dieser verdammten Insel überall Tiere!?“ er packte Woff hart am Kragen, stieß ihn in die Zelle und knallte die Tür so hart zu, dass sie ins Schloss fiel, er hatte jetzt keine zeit um sich mit diesem Wurm und dem Für und Wieder seines Todes herum zu ärgern.

    „Schnell hinterher Junge! Wir brauchen diese Schlüssel!“ Rief Erik noch bevor beide los liefen.

    Taja bekam nicht mit, wie Woff eine Zwille hervor zog und ihm ein kleines Geschoss in den Rücken seines schweren Ledermantels schoss. Er spürte es nicht, weil es gleich zersprang und eine Flüssigkeit aufsprühte, welche die Hunde durch den ganzen Berg finden konnten. Nachdem Woff sich nun wieder gefasst hatte betätigte er seine Hundepfeife, der Klang war so hoch, das normale Menschen ihn nicht hören konnten, aber für seine Hunde war es ein sicheres Zeichen sich zu sofort bei ihm zu sammeln und alles andere stehen und liegen zu lassen.
     
  12. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Mit einem Knall landete der Plüschball rücklings in der Oberste Kiste des Stapels.
    Au... Wo kam das Vieh jetzt aufeinmal her?!
    Eulen Boney schüttelte den Kopf um die Schmerzen aus ihrem Körper zu vetreiben. Als sie sich aber wieder aufrichten wollte, hörte sie nur das Knurren des Hundes, der langsam auf den Kistenturm zu lief. Für sie war nach dem einen Schlag mit der Pfote klar, das dieser Hund mehr als genug Power hatte um sie zu zerreissen.
    Egal was ich anstelle, ..was die Stärke angeht, kann ich dem Ding nicht die Stirn bieten..aber, ich kann was anderes versuchen.
    Mit einem Mal sog sie scharf die Luft ein und ihr Körper begann zu wachsen.
    Ihre Beine wurden länger, und sie bekam wieder die Silhouette einer Frau..jedoch sah sie nun eher aus wie eine Art..Hapyr !? Ihre Klauenfüße waren allgegenwärtig, ebenso wie die Flügel, ihr Schnabel und die hypnotisierend gelben Augen. Ihr Körper wurde von einer Art Federflaum bedeckt, und als sie sich aus den Trümmern erhob, stellte sie sich zur vollen Größe auf. Die junge Wahrsagerin breitete ihre mächtigen Flügel so weit aus, wie sie konnte.
    Damit tauchte sie den Platz um Hanni herum in Schatten. Ihr Gefieder stellte sich auf und sie begann mit ihren scharfen Klauen auf dem Holz zu kratzen auf dem sie Stand. Das anfängliche knurren des Hundes verstummte allmählich und sie blieb an Ort und Stelle stehen, jedoch machte sie keine Anstalten sich zurück zu ziehen.
    Ich muss dich nicht bekämpfen , wenn ich dich einschüchtern kann du Töle!

    Mit dem Willen, Hanni den Schreck ihres Lebens einzujagen, beugte sie sich mit dem Kopf nach vorn und gab mit voller Kehle ein bedrohliches rufengebahren von sich. Wie versteinert stand die Wachhündin dort..und gab keinen Laut mehr von sich. Offenbar hatte Hanni nicht damit gerechnet, das ihr dieses ''Ding'' das sie vorhin mit einem Hieb in die Kiste geschleudert hatte, so wehement den Kampf ansagen würde!
    Ohne sich zu rühren, starrte der Hund in die gelben Augen seines eigentlichen Opfers...und blieb regungslos. Offenbar Schien sie zu überlegen was sie machen sollte. Mit festem Blick auf ihrem Gegner, begann sich Ebonys Gestalt wieder in die einer süßen, plüschigen Eule zu verwandeln.
    Die junge Claves wollte die grübeleien der Hündin ausnutzen um sich aus dem Staub zu machen.
    Schnell weg, bevor die merkt das ich nur geblufft habe!
    Wieder in der gewohnten fedrigen Form, Hüpfte sie von der Kiste um davon zu fliegen. Als sie sich dann aber letzt endlich in die Luft geschwungen hatte, durchfuhr ihren Körper ein stechender schmerz, der sie kurz ins trudeln brachte.
    Die Pranke die ihr Hanni in die Seite geschlagen hatte, hatte ihre Spuren hinterlassen.
    Ebony, du kannst später jammern!
    Nachdem sie ein paar Gänge hinter sich , und damit einen gesunden Abstand zwischen sich und Hanni gebracht hatte, erblickte sie eine Metallstange, die aus der Wand ragte. Kurz entschlossen landete sie mit mehr Glück als Verstand auf dieser um eine kleine Pause zu machen. Ebonys Herz raste förmlich, als sie ihren Kopf verdrehte um nachzusehen, ob ihr jemand gefolgt war.
    Ok... ganz ruhig.. der Hund ist weg...und ..
    Dann wandte sie ihren Blick zu ihrer Seite, an der Hanni sie zuvor getroffen hatte. Dort begannen sich einige ihre Federn rot zu färben.
    Ich blute..ganz klasse.
    Mit einem ziemlich angepissten Blick sah sie dann wieder nach vorn. Vor ihr lag nichts als ein langer Gang, mit ein paar leeren Zellen. Abgesehen davon lag der Duft nach frisch zubereitetem Essen in der Luft, doch so gern sie jetzt auch etwas zu essen stibizt hätte...so hatte der Schlüssel vorrang. Also musste ein Plan her, und zwar schnell bevor Hanni sie finden würde. Gerade als sie diesen Gedanken zuende gesponnen hatte, tauchten auf einmal 3 Männer am anderen Ende des Ganges auf.


    Und jetzt gebt ihr mir jede Information über jede Person hier, die ich haben will!!
    Mit großen Augen beobachtete sie das Schauspiel. Einer der Männer hatte silberne lange Haare, und schien ziemlich sauer zu sein. Der andere war groß gewachsen und schon in die Jahre gekommen. Von der Statur her erinnerte sie der Mann an Odi, ihren Zellenkumpan. Nach kurzer Überlegung, war sie sich sogar ziemlich sicher, das dieser alte Mann der Kerl war, den die Karten vorhergesagt hatten, als sie diese für Odi gelegt hatte. Der dritte im Bunde, war der Wärter der Anstalt und schien von den beiden Bedroht zu werden. Mit schiefem Kopf beobachtete sie, dank ihrer guten Augen wie der eingeschüchterte Wärter den beiden ein Buch aushändigte, und dank ihrem Eulengehör verstand sie auch jedes Wort.
    Ein Namensverzeichnis?.. was will der Kerl mit den silbernen Haaren?..Will er etwa Hubbs?!
    Als sie aber dann die Schlüssel sah, die der eingekesselte Wärter hervor zog, hüpfte Ebony auch schon von der Stange und flog so schnell sie konnte zu dem 3er Gespann.
    Das könnt ihr knicken, die Schlüssel gehören mir!
    Mit ausgefahrenen Krallen flog sie in die Männer Riege und das Schicksal war ihr gnädig, denn mit dem ersten Versuch schnappte sie sich auch schon mit der Klaue den Großen Ring des Schlüsselbundes und flog mit ihm davon.
    WAS!? ACH KOMM SCHON!!!

    Mit einem hämischen grinsen, das sie kurz ihre verletzte Seite vergessen ließ, flatterte Ebony den Gang hinunter
    Tja..zu langsam!
    Im Hintergrund konnte sie noch die Schritte ihrer Verfolger hören..offenbar wollten sie sich den Schlüssel wieder holen. Das aber stand nicht zur diskussion. Die Euphorie hielt jedoch nicht allzulange, da sie die nächste Biegung viel mehr mit Glück, als mit können bewältigte. Denn auch wenn die junge Claves es nicht zugeben wollte, sie war noch kein so geübter Flieger bei längeren Strecken, und war daher sehr dankbar, als die ehemalige Zelle in Sichtweite kam. Nordmann, Fiepste sie ihm entgegen als sie kurz vor der Zelle war. Hanni war nämlich mittlerweile wieder aus ihrer Starre aufgetaut und machte sich bereit den Vogel diesmal aus dem Leben zu klatschen, sollte er in Reichweite kommen.
    Fang! Mit diesen Worten Schwang Ebony ihre Klaue mit einem mal nach vorn und der Schlüssel flog zu Odi, der nichtmal mehr einen Meter von ihr entfernt war.
    Mitsamt dem Schwung den sie noch durch den Wurf hatte, landete sie mehr gewollt als gekonnt wieder in dem Kistenstapel indem sie zuvor von der Hündin geschmettert worden war. Zumindest waren die Kisten noch hoch genug, das Hanni sie nicht treffen, und sie wieder etwas zu Atem kommen konnte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Feb. 2017
  13. Odi

    Odi Pirat

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    Was ist das eigentlich für eine Scheiße? Da hatte er endlich eine Möglichkeit gefunden, Odi zu befreien, da kommt so ein bescheuertes Federvieh angeflogen und klaute ihm einfach den Schlüssel weg. Eines war klar, Erik brauchte diesen Schlüssel und da wird sich die diebische Eule auch nicht in den Weg stellen können. So schnell er konnte, rannte der Krieger in die Richtung, in welcher das nachtaktive Tier verschwunden war. Bereits nach kurzer Zeit schnürte sich der breite Brustkasten des in die Jahre gekommenen Mannes zu und die Lungen verwehrten ihm den Dienst. „Scheint so, als hole mich mein Alter letztendlich doch ein...“ „Junge, schnapp Du ihn Dir! Ich bin zu langsam! Ich komm nach, so schnell ich kann!“ rief er seinem jüngeren Begleiter schweren Herzens zu. Irgendwann muss sich auch der stolzeste Krieger eingestehen, dass sein Körper seinem Geist nicht mehr folgen kann.

    Mit einer überraschend geschickten Bewegung fing Odi den Schlüsselbund auf, welchen er von dieser gruseligen Frau zugeworfen bekam. Der Krieger hatte immer noch nicht verarbeitet, dass die junge Frau scheinbar nach Belieben ihre Form ändern konnte. Jetzt war aber nicht die Zeit, um sich über solche Banalitäten den Kopf zu zerbrechen. Die besagte Formwandlerin war in Gefahr und Odi wahrscheinlich der Einzige, welcher ihr in dieser Situation helfen konnte. So schob der Zimmermann die Hand mit den Schlüsseln durch das Gitter und schloss diese auf. Kaum hörte der Braunhaarige das markante Klick eines sich öffnenden Schlosses, da preschte der Hüne auch schon auf den aggressiven Köter zu und rammte diesen mit seinem ganzen Gewicht und dem Ausruf [Verreck, Du feiges Drecksvieh!] gegen die gegenüberliegende Wand. Der Bernhardiner knallte mit einer Wucht gegen die Wand, die jedem Menschen das Rückgrat brechen würde. Im Gegensatz zu diesen war der Hund aber viel widerstandsfähiger, was es nicht unwahrscheinlich machte, dass dieser nach einem kurzen erschrockenen Aufjaulen wieder auf allen Vieren stand und sich auf seinen Angreifer stürzen wollte. Gerade machte der Grünäugige sich schon für den Aufprall des Tieres bereit, da schaute Hanni plötzlich in die Richtung, aus welcher Ebony gerade kam und rannte urplötzlich wie auf einen unhörbaren Befehl hin den Gang entlang. Ein ihm unbekannter Mann mit langen silbernen Haaren kam gerade den Gang heruntergerannt, und konnte nur noch rechtzeitig ausweichen, um nicht wie ein übergroßer Kegel umgeschmissen zu werden. Zuerst durch den davonstürmenden Kläffer verunsichert starrte der Schwertkämpfer zum Bärtigen und rief mit einer Stimme, die keine Ausreden zuließ: „Sag mir auf der Stelle, wo der Piep Matz ist!“ Odi dachte gar nicht daran, dem Fremden irgendwelche Informationen zu geben, aber dummerweise erwischte Täubchen genau den ungünstigsten Moment, um sich aus den Trümmern zu befreien. In der Erwartung, dass nun der Mann auf den Kopf der Wahrsagerin aus war, stellte sich dieser zwischen den Mann mit den hellgrünen Augen und den verletzten Vogel. „Komm nur einen Schritt näher und ich mach mit dir genau das, wovor der Köter da hinten sich noch retten konnte. Ebony steht unter meinem persönlichen Schutz.“ sagte der Hüne mit ungewohnt ruhiger, aber dennoch bestimmender Stimme, während er die ganze Zeit über die Augen seines Gegenübers fixierte.
     
  14. Akataja

    Akataja Pirat

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    Akatajas neuer Kampfgefährte war ein gestandener Krieger, aber er konnte nicht Schritt halten. Taja vertraute jedoch darauf, dass der alte schon klar kommen würde und irgendwie hinter her kam. Was jetzt am wichtigsten war, waren die Schlüssel, denn Taja wusste nicht ob er die Tür die er suchte auch ohne einen Schlüssel würde öffnen können. Auf seinem Weg kam Taja noch ein Tier entgegen, noch ein Hund! Die Bestie war noch größer als die Dogge von vorhin, es war fast schon ein Bär! /Na toll, noch so einer! Ich habe keine Zeit für so was! Ich mach kurzen Prozess!/ Taja machte einen Sprung und führte eine Drehung gepaart mit einem gewaltigen Hieb aus, die Klinge schnitt durch den den Stein der Wände und Holz, als wäre es nichts und Taja traf auch den Hund, doch dieser zeigte sich fast völlig unberührt, es flog zwar ein wenig Fell durch die Luft und die Bestie blieb stehen, doch dann schüttelte sie sich und lief weiter. /Humpf... schien was wichtigeres vor zu haben... was!? Verdammt! Ich wette dieser Typ hat ihn gerufen und wenn der dicke zu ihm kommt, dann bestimmt auch die anderen./ Taja erinnerte sich an die Dogge, die Stahl zerbeißen konnte /Wenn die ihren Meister aus der Zelle holen... Verdammt!/ Taja rannte noch schneller. Er hatte den Vogel aus den Augen verloren, aber dafür tauchte da plötzlich ein großer Mann auf und Taja konnte nur knapp ausweichen /Was zur Hölle? Wo kommt der denn her?/

    „Komm nur einen Schritt näher und ich mach mit dir genau das, wovor der Köter da hinten sich noch retten konnte. Ebony steht unter meinem persönlichen Schutz.“

    /Wovon redet der da!? Ist nur eine Frage der Zeit bis dieser Kerl mit den Hunden hier auftaucht!!/

    „Ich mach das schnell und schmerzlos!“

    Akataja schlug mit dem Schwert über sich in die Decke und die Wolke aus herabrieselnden Schutt und Staub würde seinen schnellen und harten Angriff verdecken.
     
  15. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Ebony war wieder genau da, wo sie gestartet war. In den Kistentrümmern, in die sie Hanni zuvor mit einem mächtigen Prankenhieb hineingeprügelt hatte. Sie fiepste als sie sich wieder aufrichtete und sich einmal schüttelte um die Holzssplitter aus ihrem Gefieder zu bekommen.
    Komm nur einen Schritt näher und ich mach mit dir genau das, wovor der Köter da hinten sich noch retten konnte. Ebony steht unter meinem persönlichen Schutz.
    Hm?!..was?
    Um besser sehen zu können, hobste sie an den Rand der Kiste und die Wahrsagerin klimperte einmal mit ihren großen Augen, bevor sie die Lage zu realisieren begann.
    Es war wie in einem Schlechten Film! Sie wollte ursprünglich ausbrechen und Hubbs mitnehmen, aber den Nordmann konnte sie ja nicht hier lassen. Also hatte sie sich auf die Suche nach dem Schlüssel gemacht, fand ihn und hat ihm dem silberhaarigen vor der Nase weggeschnappt. Bei dem Ausflug ist sie 2 mal fast von dem beschissenen Hund getötet worden. Der Mann mit dem großen Schwert hätte sich den Schlüssel einfach nehmen können...immerhin steckte er nun einfach nur im Zellenschloss. Stattdessen wollte er ihr offenbar den Schädel spalten mit diesem riesen Schwert!- und Odi war bereit, die Eule vor dem Kerl zu Verteidigen.
    Wie sind wir von einem -wir verschwinden von hier- zum -Schlachten wir den Vogel- gekommen?!
    Die junge Claves verstand die Welt nicht mehr, dann aber erhob der Krieger sein Schwert und rammte es in die Decke.
    Ich mach das schnell und schmerzlos!
    Als der Staub herunter rieselte , hielt sich der Nordman schützend den Arm vors Gesicht.
    Ebony spürte, das wenn dieser silberhaarige Mann jetzt zuschlagen würde..wäre Odi dem schutzlos ausgeliefert...und ohne Odi, würde die gepiercte Lady Hubbs niemals hier raus schaffen können. Also musste sie handeln.
    Nein, warte!
    Halb gesprochen, halb gekrächzt, erhob Ebony ihre Stimme und flatterte zu Odi und landete etwas unsicher vor dem Hünen auf dem Boden. Sie setzte alles auf eine Karte. Musste sie sogar!,- denn einen besseren Plan hatte sie einfach nicht um lebendig hier raus zu kommen. Langsam begann ihre Gestalt zu wachsen und ihre Flügel begannen wieder sich in menschliche Arme zu verwandeln. Die Krallenfüße verschwanden und wurden von blassen, nackten Füßen abgelöst. Auch ihr Gefieder zog sich zurück und am Ende stand dort wieder die junge Frau mit all ihrem Facetten...und der Verletzung an der Tallie.
    Jetzt, wo ihre Federn verschwunden waren, lief das Blut aus ihrer Wunde und ihre Seite hinunter. Die erschöpfte Frau legte eine Hand darauf, und sah mit ihren großen grauen Augen zu dem Mann, mit dem erhobenen Schwert auf.
    Wieso, möchtest du mich töten?...Was habe ich dir getan?
    In ihrer Stimme lag Verwirrung und sogleich Verzeiflung.
    Ich habe..alles riskiert, um den Freund deines Begleiters aus dieser Zelle zu befreien. Die Karten haben mir gesagt das jemand kommen würde, um Odi hier raus zu holen und ich habe den Weg dafür geebnet... Wieso bin ich also in Ungnade gefallen?
    Sie deutete mit ihrer freien Hand zu Odi
    Wir alle wurden zu unrecht hier eingesperrt und wollen nichts anderes, als von hier zu verschwinden.
    Mit einem überraschtem, wenn auch noch kampfbereitem Gesichtsausdruck sah der Mann zu Ebony herunter, die ein ganzes Stück kleiner war als er. Das Schwert war zwar immernoch erhoben, aber er hatte seinen Angriff erst einmal aufgeschoben.
    Ehm..was!?
    Mit einem fragendem Blick musterte er das ehemalige Tier, als auch schon neue Schritte zuhören waren und ein anderer, älterer Mann zu der Truppe stieß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Feb. 2017
  16. Odi

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    Dieser elende Feigling. Zuerst versuchen eine wehrlose Frau zu ermorden und sich dann mit einem Ablenkungsmanöver vor einem ehrenvollen Kampf drücken. Solche Menschen konnte Odi noch nie leiden und in Anbetracht der Umstände wurde der Mann mit den silbernen Haaren für den Zimmermann alles andere als sympathisch. Ruckartig riss der Nordmann seinen muskulösen rechten Arm vors Gesicht, um seine Augen vor dem aufgewirbelten Staub zu schützen und ließ die Luft durch ein tief grollendes Knurren zittern. Bei all der Feigheit seines Gegenübers war der Braunhaarige sich zweier Tatsachen vollends bewusst: „Ich muss versuchen, seine Position mit meinen Ohren zu finden. Dann muss es schnell gehen. Der Kerl ist sicher ein harter Brocken. Wenn ich mich auch nur einmal richtig treffen lasse, ist es aus.“ Ein selbstsicheres Lächeln zeigte sich auf dem bärtigen Gesicht des Kriegers. „Andersherum ist es aber genauso.“ Noch während er diesen Gedanken fasste, nahm der Bärtige seine breitbeinige Kampfposition ein und breitete seine Arme aus, wie ein Torwart, der sich auf einen heraufkommenden Konter des gegnerischen Teams vorbereitete. Obwohl der Hüne wegen des ganzen Staubs in der Luft nicht die Hand vor Augen sehen konnte, wusste er, dass der Schwertkämpfer sich just in diesem Moment darauf vorbereitete, durch die Staubwand zu brechen und einen tödlichen Schwerthieb loszulassen. Jeder Muskel im Körper des Braunhaarigen spannte sich und es schien, nichts könne den bevorstehenden Aufprall zweier Krieger noch stoppen... außer dem Schrei einer Jungfrau in Nöten. Was war das für ein verrückter Tag? Jetzt war Ebony nicht mehr nur eine gruselige Frau, die mit sich selbst Karten spielt und nach Belieben zwischen humanoider, animalischer und hybrider Form hin und her wechseln konnte. Jetzt war sie eine Solche, die sich zwischen ihren Angreifer und den Mann stellt, der ihr zur Hilfe kommt. „Aus dem Weg, Mädchen, wie soll ich dich beschützen, wenn Du nicht hinter mir bleibst!? [verrücktes Weib!]“ brüllte der Bjarnisunder, während ihm die Zornesröte ins Gesicht stieg. Der Claves blieb kaum die Zeit, ihre Fragen an den Fremden zu richten, da stürmte Odi auch schon an ihr vorbei und wollte den Überraschungseffekt nutzen, sich auf den Mojo zu werfen... als sich urplötzlich Erik in den Weg stellte und den Angriff seines ehemaligen Lehrlings mit einer mühsamen Abfanggeste zum Erliegen brachte. Fassungslos starrte der Krieger auf seinen ehemaligen Meister und schrie diesen mit den Worten [Wo kommst Du denn jetzt her!? Was soll das!?] an. Der wiederum antwortete: [Das wollte ich dich gerade fragen! Akataja hat mir geholfen, hier reinzukommen, um dich rauszuholen!] Lange Augenblicke schwieg der jüngere Zimmermann ob der Verwirrtheit hinter seiner Stirn und blickte ratlos zwischen Akataja und Erik hin und her und sagte schließlich mit ausgestrecktem Finger auf den Silberhaarigen zeigend: [Er hat angefangen].
     
  17. Akataja

    Akataja Pirat

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    Akataja war entschlossen diese Sache hier schnell zu ende zu bringen, aber nach allem was er heute erlebt hatte, brauchte er doch eine kleine Sekunde um durch zu atmen. Diese Sekunde hatte gereicht, damit sein Angriff abgebrochen wurde, jemand sprang dazwischen, eine Junge Frau kam aus dem Nichts und warf Taja vor, dass er sie umbringen will, ob wohl sie seinem Begleiter geholfen habe /Was ist hier nur los?/ Er war verwirrt, sehr verwirrt, dennoch war er weiterhin bereit an zu greifen.

    Kurz darauf kam Erik endlich an, um die Situation zu klären /ein paar Sekunden später und es hätte hier noch Tote gegeben.../

    Wie es aussah war dieser große Mann hier, der im begriff war in fein geschnittene Filetstücke verwandelt zu werden, der Freund den Erik gesucht hatte, zumindest erschien es Taja so, denn beide sprachen in der selben unbekannten Sprache miteinander. Akataja senkte langsam seine Waffe, er schwang sie einmal kurz herum, um sie vom Staub zu befreien. „Dann habt ihr also euren Freund wieder gefunden?“ fragte der Schwertkämpfer zu dem alten Handwerker „Das freut mich für euch, dich meine Suche ist noch nicht beendet. Und nun brauche ich erst einmal die Schlüsse, die uns von diesem Vogel gestohlen wurden.“

    Eriks Freund brummte da nur, er zog den Schlüssel von dem Schloss ab und warf ihn herüber zu dem Schwertkämpfer, der ihn auffing. Taja hatte den Schlüssel bis dahin nicht gesehen, weil er ihn ja in den Fängen eines Vogels gesucht hatte. Er hatte keine Ahnung wo dieser Schlüsselbund jetzt hergekommen war, aber das war jetzt auch nicht wichtig, das könnte er später immer noch ergründen. Er sah zu Erik herüber „Und nun brauche ich noch das Buch.“ Erik hatte das Verzeichnis immer noch bei sich, aus dem Taja erfahren konnte, wo sein Ziel sich befand „Nun gib es mir schnell, denn unser Feind wird bald schon wieder hier sein und ich muss meinen Vorsprung noch ausweiten.“

    „Was für ein Feind?“ fragte nun das Mädchen.

    Taja sah zu ihr herüber, er nahm sich nun kurz die Zeit sie zu betrachten. Im Gegensatz zu ihrem Begleiter war sie recht ansehnlich, zudem schien sie zu den Leuten zu gehören, die es mochten sich Metall in den Körper zu stecken. Er erinnerte sich daran, wie sein Onkel ihm mal eine Geschichte über ein Kriegerfolk erzählte, welches sich Metall in den Körper steckte und sich absichtlich Brandwunden zufügte um den Feind zu schocken, aber zu diesen schien sie nicht zu gehören. Auch hatte sie einige Tätowierungen, Akataja hatte nur eine Tätowierung und diese zu sehen fügte ihm immer größere Schmerzen zu, als die flügelförmigen Narben auf seinem Rücken. Wenn Akataja ein anderer Mann gewesen wäre, vermutlich einer von 95 unter 100, hätte er anders über diese Frau gedacht. Männer wie sein Bruder Legna, die in dieser Situation die Bestie ohne Probleme erschlagen und das schöne Mädchen gerettet und mitgenommen hätten. Aber Taja war nun mal Taja und kein anderer Mann, darum rannten seine Gedanken weiter.

    „Ein dürrer Mann mit zwei Hunden, vielleicht auch drei, oder mehr. Das sind gefährliche Bestien, die aus der Hölle selbst stammen könnten.“ Er sah sich die vier Menschen vor sich kurz an „Wenn wir nicht hier weg kommen, werden sie jeden von uns töten.“
     
  18. Ebony Claves

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    Erleichtert atmete das Mädchen aus, als der Krieger sein Schwert endlich senkte, und Odis Freund um die Ecke gekommen war. Endlich schien sich die ganze Sache zu entspannen, daher ging sie nicht nachträglich auf die Rufe von Odi ein, als sie sich vor ihn gestellt hatte. Das würde nur unnötige Streitereien geben, zumal niemand dafür jetzt Zeit hatte. Sie mussten hier raus! Als der Silberhaarige dann ein Buch von Odis Freund einforderte, und von Feinden und Vorsprung sprach sah Ebony wie aus Reflex zurück in die nun offene Zelle.
    Ach herje Hubbs!
    Mit ein paar Schritten huschte sie auch schon durch die offene Tür in die diese hinein und ging zu ihrem Zellenkamerad der wie versteinert da saß. Paul? Wir verschwinden jetzt von hier. In ihrer Stimme lag eine gewisse Hektik und sie legte ihre Hand, auf die des Bürohengstes. Steh auf Hubbs, wir bringen dich zurück zu deiner Familie.
    Mit ihrem Fuß verwischte sie den Kreis aus Salz, den sie zuvor um ihn gezogen hatte.
    Ich pass auf dich auf, genau wie die anderen da vorn. Zoo bekommt dich nicht Paul Hubbs, hab Vertrauen! Den letzten Teil ihres Satzes flüsterte sie ihm zu und er schüttelte seinen Kopf einmal um sich aus seiner Starre zu lösen.
    Meine Familie, ist alles was ich habe.
    Mit diesen Worten stand er auf und folgte der gepiercten Lady zu den 3 Kriegern. Ebony hatte die Worte des Schwertkämpfers nicht vergessen, daher war Eile geboten.
    Das ist Paul, er kommt mit uns. Dann wandte sie ihren Blick kurz in den Gang, in dem Hanni verschwunden war.
    Das ist der Wärter mit seinen Hunden, er hat 3 an der Zahl, mehr hab ich hier auch nicht gesehen. Und wir sollten schauen das wir in Bewegung bleiben, ich befürchte die sind schneller wieder hier als uns lieb ist. Daraufhin meldete sich der Nordmann zu Wort.
    Wir sollten schnell machen, da stimm ich euch zu, aber ohne meine Waffen werde ich nicht von hier verschwinden!
    Deine Waffen?
    Warf der große Mann mit den hellgrünen Augen ein, bevor sich Erik mit einer Stimme zu Wort meldete, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zog.

    Dann lasst uns jetzt die Waffen von Odi holen, den Rest können wir auf dem Weg besprechen!

    Kurz entschlossen nickte die Truppe und lief den anderen Schmalen Korridor entlang. Sie wollten dem Wärter schließlich nicht in die Arme laufen! Auf ihrem Weg begann Ebony sich ihre neuen Begleiter anzusehen. Der ältere Mann sah Odi sehr ähnlich, was die Statur anging. Und offenbar hatten beide auch ein ähnliches Temperament, wenn man von dem Altersunterschied absah. Entweder waren sie Vater und Sohn, oder sie haben eine sehr lange Zeit zusammen verbracht. Der Mann mit den silbernen Haaren jedoch, wirkte irgendwie gefasster. Seine ganze Haltung und das Verhalten das er an den Tag gelegt hatte. Er hat sich das Kämpfen bestimmt nicht selbst beigebracht, er wurde richtig ausgebildet denke ich.
    Und die Vermutung der Wahrsagerin sollten sich bewahrheiten, denn gerade als sie um die nächste Ecke gebogen waren, meldete sich der besagte Mann zu Wort.
    Wie sehen eure Kämpferischen Fähigkeiten aus? Mit einer hochgezogenen Augenbraue wandte Ebony ihren Kopf zu ihm. Bevor sie ihm aber antworten konnte meldete sich Odi zu Wort.
    Also mit Waffen kämpfe ich definitiv besser, als ohne!
    Als der langhaarige im Mantel Odis Aussage abnickte und dann seinen Blick auf Ebony richtete, schenkte sie ihm nur ein seuftzen und ein ironisches lächeln.
    Ich habe vor langer Zeit meine Kämpferischen Fähigkeiten eingetauscht, gegen Flügel und den Blick in die Zukunft. Tut mir leid~ ,dabei hob sie im Lauf kurz die Arme an, für eine entschuldigende Geste. Dann wandte sie ihre grauen Augen wieder nach vorn. Die gepiercte Lady wusste das sich das verrückt anhörte, aber das war nunmal die Wahrheit..nunja irgendwie...der Kontext stimmte zumindest. Mit einem optimistischen Gesichtsausdruck sah sie kurz in die Runde.
    Hoffen wir einfach , das eure Muskelkraft gegen die Viecher ausreicht, oder wir n guten Plan haben bevor sie uns finden.
     
  19. Odi

    Odi Pirat

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    Konnte man es schon als Beleidigung ansehen, einen gestandenen Nordkrieger nach etwaigen kämpferischen Fähigkeiten zu fragen? Natürlich konnte man das. Immerhin gab es seit Jasgondr’s Sieg über Horvaskr keinen Mann aus der alten Heimat des bjarnisunder Volkes, der nicht kämpfen konnte. Und zumindest in den letzten Jahren hatte es selbst von denen niemand geschafft, Odi wirklich das Wasser zu reichen. Abgesehen davon, sollte man dem Hünen doch dessen enorme Stärke und die damit verbundene Kampfkraft ansehen können, oder nicht? Wie dem auch sei, die Gruppe besprach das weitere Vorgehen, wobei sich Odi so ziemlich im Hintergrund hielt. Für Taktiken, welche eine ganze Gruppe und nicht nur sich selbst beschäftigten, hatte der Zimmermann gar kein Händchen. Er war schon immer eher der Typ von Mann, der sich einer Gruppe anschloss und denen dann Rückendeckung bot. Dafür aber auch die Beste. Die Diskussionen, wenn man die kurze Lagebesprechung überhaupt so bezeichnen konnte, dauerte nicht lange. Schnell wurde klar, dass sie sich die Gefährten als erstes darum schären sollten, dem Braunhaarigen seine Sachen zurückzugeben. Mit dem Buch, welches Erik sofort bereitwillig an Akataja abdrückte, war das Auffinden der Asservatenkammer auch kein Problem. Somit wanderten die fünf Gefährten durch die Gänge, den Weg zur besagten Kammer, wo die Waffen und Wertsachen der Insassen aufbewahrt wurden.

    So schnell, wie Odi und Erik konnten, denn die Beiden waren die Langsamsten von ihnen, bewegte die Gruppe sich durch die verschlungenen Korridore des teils veraltet wirkenden Gemäuers. Es dauerte aber auch nicht lange, bis sich auch die ersten Gegner zu Wort meldeten. Bewaffnete Schläger verschiedener Gewichtsklassen, die in kleinen Gruppen auf Odi und seine Begleiter losgingen. Die ersten beiden Gegner waren für den Braunhaarigen kein Problem. Den Ersten schlug der Krieger mit einem gezielten Faustschlag in die Rippen nieder. Der Zweite folgte, indem der Grünäugige ihn an den Armen packte und mit dem Kopf voran in die nächste Steinwand schlug. Als dann die nächste Menschentraube, welche aus fünf Personen bestand, heranstürmte, blaffte der Zimmermann über seine breiten Schultern hinweg: [Erik, deine Axt, schnell!]. Der grauhaarige Mann hatte sich während den körperlichen Auseinandersetzungen bewusst im Hintergrund gehalten, da er sich aufgrund des vorangegangenen Spurts noch nicht im Stande für wirkliche Anstrengungen sah. Daher machte es ihm auch nicht sonderlich viel aus, seinem ehemaligen Lehrling die Streitaxt zu reichen. Im Gegenteil sogar. Der Mann mit den gelben Augen wusste genau, dass eine Axt in seinen Händen momentan verschwendetes Potenzial wäre. Der ältere Hüne warf Odi die Axt zu, welche dieser mit einer, für seine Verhältnisse, überraschenden Behändigkeit auffing und damit aus derselben Bewegung heraus gleich drei Gegner auf einmal niederstreckte.
     
  20. Akataja

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    Akataja war mal ein Soldat und irgendwie war es ja immer noch, die Ausbildung steckte tief in seinen Knochen und er konnte nicht aufhören wie ein Soldat zu denken. /Legna wäre bestimmt stolz/

    Er musste wissen was seine neuen Gefährten im Kampf ausrichten konnten. /Gefährten? Naja, wir verfolgen ähnliche Ziele aber wir sind keine Nakama. Was die anderen wohl gerade machen? Yukiko macht ihr Ding als Schiffszimmermann, da bin ich mir sicher. Der Käptn liegt jetzt vielleicht gerade in der Sonne und schläft... wie ein Penner./ Taja musste schmunzeln bei dem Gedanken /und Ark... vielleicht mal er etwas? Ich habe gesehen, dass er einige Stücken Papier und bunte Stifte besitzt. Dann war da noch dieses Fischmädchen, dass wir aufgegabelt haben bei unserer Landung, vermutlich ist sie schon längst weiter gezogen und lernt neue Leute kennen. Und Tanith? Ich denke- WAS!?/ Taja musste sich wieder konzentrieren als plötzlich Feinde auftauchten. Das war ein gutes Zeichen, wenn hier so viele Wachen waren, musste etwas hier sein, dass sie bewachten.

    Taja nutzte die Gelegenheit um sich ein Bild über die Fähigkeiten des großen Nordmannes zu machen. Diese Pappkameraden, die hier als Wachen arbeiteten, schienen kein Problem für ihn zu sein, er mähte sie einfach nieder, vor allem nach dem er Eriks Waffe erhielt. /Aber diese Typen sind kein Vergleich zu dem Wärter mit den Hunden./

    Taja blieb ruhig und ließ dem Hynen mit der Axt die Arbeit, der Schwertkämpfer suchte lieber in aller Ruhe die richtigen Schlüssel heraus für die richtige Tür.

    „Hey! Willst du ihm nicht helfen?“ Das war die Frau mit den violetten Haaren, sie zeigte auf Odi, der gerade einen weiteren Angreifer mit der Axt niederstreckte.

    Taja sah zu ihm herüber „Wieso? Er kommt doch gut zurecht.“

    Er suchte den richtigen Schlüssel heraus und öffnete damit die große schwere Tür. Hinter der Tür war ein Lager, es war erstaunlich klein und auch nicht wirklich gut gefüllt. /Vermutlich nur als Zwischenhalt, sie werden das zeug später woanders hin schaffen, vielleicht auch verkaufen./

    Taja drehte sich wieder um, er sah, dass nun alle Wachen niedergeschlagen waren, es gab viel Blut und es war unwahrscheinlich, dass sie alle überleben könnten. Diesen Anblick war Taja ebenso als Solsat bereits gewöhnt. Darum fiel es ihm nicht schwer ruhig zu sprechen „He, Nordmann, ich nehme an, dass was ihr sucht, befindet sich hier. Holt es und lasst uns weiter gehen.“

    Als Odi in das Lager ging, wollte Erik ihm folgen, doch der ältere Mann wurde von Akataja an der Schulter gefasst „Erik, auf ein Wort...“

    Ebony beobachtete die beiden Männer aus der Ferne, sie war schon neugierig was die beiden da besprachen. Vor allem weil Taja ein paar mal zu ihr herüber sah, darum sprach sie die beiden Männer einfach an.

    „Gibt es ein Problem?“ Fragte sie

    „Nein, nein, aber ich habe beschlossen euch zu begleiten bis zum Ausgang, ansonsten finde ich nicht die benötigte Ruhe für meine Mission.“
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Feb. 2017
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