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Wavami Nixon

Dieses Thema im Forum "Beubos Bande" wurde erstellt von Wavami, 12. Juli 2014.

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  1. Wavami

    Wavami Pirat

    Beiträge:
    169
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Ärztin
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,85 Meter
    Steckbrief:
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    Rasse:
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    Kampfstil:
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    Charakterdatenblatt

    Persönliche Daten

    Name: Nixon (Selbst gegeben)
    Vorname: Wavami
    Spitzname: -

    Geburtstag: 17.09.
    Alter: 22 Jahre
    Größe: 1,85 m
    Gewicht: 72 kg

    Augenfarbe: grau
    Haarfarbe: dunkelbraun

    Blutgruppe: A-

    Aussehen: Es mag durchaus Leute geben, die es fertig bringen, in der Masse vollkommen unterzugehen. Sie gehen an einem vorbei, man bemerkt sie zwar und sieht sie eventuell sogar an, aber sowie sie einem aus den Augen sind, hat man sie schon wieder völlig vergessen. Aber auch, wenn diese Menschen existieren sollten, so zählt Wavami eindeutig nicht zu dieser Gruppe. Dies fängt schon allein bei ihrer Körpergröße an. Denn sie mag zwar für ihre Spezies nicht gerade groß gewachsen sein, aber dennoch kann sie auf einen recht großen Teil der Personen, die sie umgeben, herabsehen. Der Körperbau der Fischmenschin ist im Verhältnis zu ihrer Körpergröße normal, dass sie durchaus über Muskeln verfügt kann man allerdings höchstens in Ansätzen erkennen. Außerdem sind bei der Ärztin an den richtigen Stellen zwar Rundungen vorhanden, jedoch sind sie eher kleineren Ausmaßes. Aber auch, wenn sie nicht einen Meter und fünfundachtzig Zentimeter groß wäre, so würde sie dadurch auffallen, dass ihre Haut nicht nur eine Färbung besitzt, sondern gleich mehrere. Ihre grundlegende Hautfarbe ist ein mittleres braun. Diese wird allerdings auf ihrem Rücken, ihren Schultern und ihrem Nasenrücken von gelben, verschiedengroßen Flecken abgelöst, welche jeweils einzeln dunkelbraun umrandet sind. Neben dieser Auffälligkeit im Bezug auf ihre Farbe hat die Haut der Braunhaarigen die Eigenschaft ständig rau zu sein. Und es ist egal was sie versucht, wie viel Creme sie verwendet, ihre Haut war rau ist rau und wird auch rau bleiben. Da Wavami den Stachelrochenfischmenschen angehört verfügt sie selbstredend auch über den charakteristischen Schweif, mit den Giftstacheln am Ende und ziemlich weit am Ursprung. Dieser ist etwa eineinhalb Meter lang, voll beweglich und kontrollierbar für sie, wenn er auch die Eigenart hat, die Gefühlslage der Braunhaarigen anzuzeigen. Ebenso besitzt sie die flach ovalförmigen Flügel an ihren Unterarmen sowie Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen. Unter ihren Fußsohlen kann man außerdem verschiedengroße Narben unterschiedlicher Herkunft erkennen.
    Neben den Narben unter ihren Füßen besitzt die Ärztin noch einige weitere recht weit unten an ihrem unteren Rücken, knapp über dem Anfang von ihrem Wirbelsäulenfortsatz. Diese sind jedoch alle von demselben Ursprung und sehen sich, abgesehen von ihrer Größe und Tiefe, doch sehr ähnlich. Jeglichen Körperschmuck, wie etwa Tattoos sucht man an Wavami allerdings völlig vergeblich.
    Betrachtet man, statt dem Körper als Gesamtes, das Gesicht der Ärztin, so wird man erkennen, dass es, neben den vorher erwähnten zwei gelben Flecken auf ihrem Nasenrücken, nichts Außergewöhnliches zu sehen gibt. Die Augen der Fischmenschin haben eine graue Färbung und über ihnen thronen zwei normale Augenbrauen, die in demselben Farbton wie ihre Haare gehalten sind. Folglich haben sie ein recht dunkles braun als Farbe. Die Form von Wavamis Nase ist eher länglich, wobei sie allgemein nicht wirklich groß ist. Auch wenn man sich ihren Mund näher ansieht wird man enttäuscht werden. Zumindest, wenn man mit Reißzähnen, einer ungewöhnlichen Form, oder Ähnlichem gerechnet hatte. Denn auch hier vermag sie sich nicht vom Ottonormalmenschen zu unterscheiden. Und dennoch, wenn man etwas genauer sucht wird man etwas an dem Kopf Wavamis finden, was nicht normal ist. Es mag in den meisten Fällen etwas dauern, bis man es bemerkt, da diese Tatsache fast ständig von dem doch recht dichten Haar der Fischmenschin verdeckt wird, sollte man aber länger mit ihr zu tun haben, wird es einem aber doch irgendwann auffallen. Wovon hier die Rede ist, ist ganz einfach erklärt: Wavami verfügt über keine äußere Ohrmuschel. Lediglich zwei Löcher, dort wo der Gehörgang beginnt, lassen darauf schließen, dass sie doch Hörorgane besitzt, auch wenn man sie von außen nicht sieht. Diese Tatsache schränkt sie allerdings in keiner Weise ein, hören kann sie völlig ohne Probleme. Um noch einmal genauer auf ihre Haare einzugehen soll gesagt sein, dass ihr diese bis etwa zwischen die Schulterblätter reichen und ständig offen und nach hinten gekämmt getragen werden.

    Grundsätzlich hat Wavami keinerlei Abneigung gegen irgendeine Farbe. Es ist viel eher so, dass sie alle Farben mag und dementsprechend farbenfroh sieht auch ihre Kleidungssammlung aus. Dennoch gibt es Farben, die dominieren. Bei ihnen handelt es sich um warme Farben, wie orange und rot. Von der Art ihrer Kleidungsstücke her trägt sie am liebsten ein rückenfreies Trägertop und einen Knielangen Rock. Das hat zum einen den Grund, dass beide Kleidungsstücke viel Bewegungsfreiheit bieten, zum anderen allerdings auch, dass sie das Tragegefühl von dieser Kombination am schönsten findet. Trotzdem besitzt die junge Frau auch Hosen, wobei sie nur Modelle besitzt, die ihr bis über die Knöchel reichen. Wenn es für kürzere Hosen warm genug ist, dann ist es das auch für Röcke, so die Devise. Für wirklich kalte Tage besitzt Wavami einen blauen, knielangen Wintermantel mit Kapuze. Auch besitzt sie ein lachsfarbenes Kleid ohne Ärmel, welches zwar bis zum Boden reicht, aber der obere Stoff ist so dünn, dass man ihre Beine deutlich durchschimmern sieht. Unter diesem dünnen Stoff befindet sich ein eingenähter Unterrock in derselben Farbe, der der Anfang Zwanzigjährigen bis zur Mitte der Oberschenkel geht. Dieses Kleid hat bisher aber noch keinerlei Verwendung gefunden. Was man bei der Braunhaarigen jedoch im Normalfall niemals sehen wird, sind Schuhe. Egal in welcher Machart sie angefertigt wurden oder aus welchem Material sie bestehen, sie kann diese Fußbekleidung nicht leiden. Das Gleiche gilt dabei auch für Socken. Anstelle von Schuhwerk trägt die Ärztin viel lieber Stulpen an ihren Beinen. Diese sind auch die einzigen Dinge, die sie nur aus ästhetischen Gründen trägt. Ist das Braunhaar doch sonst so praktisch veranlagt, auch was ihre Kleidung betrifft, gefallen ihr diese Accessoires doch so gut, dass sie sie trotz des nicht sehr großen Nutzens trägt. Da sie sie aber auch nicht behindern kann sie da sehr gut drüber hinweg sehen. Sonstigen Schmuck, seien es Ketten oder Ringe, besitzt die Fischmenschin allerdings nicht. Was die Anfang Zwanzigjährige jedoch immer mit sich herumträgt ist ihr wasserdichter Rucksack, in dem sich alles befindet, was sie als für sich brauchbar und wichtig ansieht.

    Besondere Merkmale: Wenn man bei Wavami von besonderen Merkmalen in Bezug auf normale Menschen ausgehen würde, so könnte man hier noch einmal alle Merkmale ihrer Fischmenschenunterart aufzählen. Da diese aber nun bekannt sein sollten gehen wir hier auf wirklich individuelle Merkmale der Fischmenschin ein, die sie auch von ihren Artgenossen unterscheiden. Als Erstes sollte hier erneut die Tatsache angeführt werden, dass die Ärztin keine von außen sichtbaren Ohren besitzt. Ihre Unterart verfügt im Normalfall eigentlich über ganz gewöhnliche Ohren, aber bei ihr wurden sie schlicht nicht ausgebildet. Ihr Innenohr funktioniert dagegen wie das von jedem anderen auch. Als Zweites kann man hier durchaus noch einmal genauer auf die Narben Wavamis eingehen. Die Narben unter ihren Fußsohlen kommen von dem Umstand, dass sie sich permanent weigert Schuhe zu tragen. Wenn es nicht unbedingt nötig ist will sie ihre Füße und vor allem ihre Schwimmhäute zwischen ihren Zehen, nicht in Schuhe einklemmen. Und da der Untergrund nicht immer völlig frei von jeglichen Steinen oder Ähnlichem ist, ist sie schon das eine oder andere Mal in die verschiedensten Dinge hineingetreten, die man eigentlich lieber nicht mit bloßen Füßen berührt. Was man bei diesem Umstand aber noch dazu sagen muss ist, dass sich im Laufe der Jahre eine doch recht dicke Hornhaut unter den Füßen der Fischmenschin gebildet hat, sodass sie nicht jeden noch so kleinen Kiesel als schmerzhaft empfindet. Die Narben an ihrem unteren Rücken kommen alle von Peitschenhieben, die Wavami bei den Schaustellern einstecken musste. Einige sind länger, andere kürzer, wieder andere sind nur oberflächlich, während ein paar auch recht tief sind. Aber alle sind in etwa auf derselben Höhe, oft schneiden sich die Narben auch an verschiedenen Punkten. Apropos Punkte, die gelben Flecken auf der Haut der Anfang Zwanzigjährigen sind ebenfalls einmalig. Auch wenn jeder Stachelrochenfischmensch gelbe oder weiße Flecken vorweisen kann, so sind sie doch bei jedem von ihnen einzigartig.

    Herkunft und Familie

    Verwandte:

    Mutter Salomé Maxim (Geborene Lyon, 47 Jahre alt, lebendig)
    Wavamis Mutter war, als sie noch auf der Fischmenscheninsel lebte, eine begabte Schneiderin und hatte ihre eigene kleine Boutique eröffnet. Sie war eine freundliche Stachelrochenfischmenschin, allerdings war sie auch immer etwas schweigsam. Wavamis Vater lernte sie in einer Bar kennen und nach einigen Jahren, in denen sie zusammen waren, heirateten die beiden schließlich. Es fehlte ihnen an nichts, wobei sie auch nicht im übermäßigen Luxus lebten. An dem Tag, an dem Salomé erfuhr, dass sie mit ihrer kleinen Tochter schwanger war, sollte sie von Sklavenhändlern entführt werden, als sie gerade auf dem Weg nach Hause war. Zurzeit ist ihre Aufgabe das Schiff zu putzen.
    Ihr Kind konnte sie nicht aufwachsen sehen. Nicht weil sie gestorben ist, sondern weil es ihr einfach weggenommen wurde und sie es nur ab und zu auf dem Schiff gesehen hatte, wobei das allerdings auch plötzlich aufhörte. Bis heute weiß sie nicht, wo sich ihre Tochter aufhält, da ihr von den Sklavenhändlern jegliche Information darüber vorenthalten wird. Trotzdem würde sie sich freuen, ihre Tochter irgendwann einmal zu treffen, woran sie aber selbst auch nicht wirklich glaubt. Wavami selbst kennt ihre Mutter nicht persönlich und legt auch nicht sonderlich großen Wert darauf das einmal zu ändern.

    Vater Jayden Maxim (50 Jahre alt, lebendig)
    Der Vater der Fischmenschin ist ein offenherziger Stachelrochenfischmensch, der allerdings auch etwas vergesslich war. Nachdem seine spätere Frau Salomé und er sich kennen gelernt hatte machte er ihr einige Zeit den Hof, bis sie schließlich einwilligte, mit ihm eine Beziehung einzugehen. Zwischen diesem Tag und dem Zeitpunkt ihrer Hochzeit vergingen noch einmal ein paar Jahre, die Jayden aber sehr glücklich mit seiner Freundin verlebte. Genauso wie die Zeit ihrer Ehe, die von der Entführung Salomés allerdings jäh unterbrochen werden sollte. Der Fischmensch hat keinerlei Ahnung, wo sich seine Frau aufhält, ob sie noch lebt, oder was überhaupt mit ihr passiert ist. Er glaubt inzwischen auch nicht mehr daran, dass er sie jemals wiedersehen wird. Und genauso wenig, wie er weiß, wo seine Frau ist, ist er sich bewusst, dass er eigentlich Vater ist. Von Wavamis Seite aus gilt im Bezug auf ihren Vater das Gleiche wie bei ihrer Mutter.

    Bekannte:

    Nummer 49 (25 Jahre alt, lebendig)
    Bei diesem, inzwischen Mitte Zwanzigjährigen, Mann handelt es sich um einen Sklaven, der auf demselben Schiff geboren wurde, wie die Braunhaarige selbst. Er wurde selbst, als er neu in das Kinderzimmer des Schiffes kam, von den Älteren schikaniert und fertig gemacht, weshalb er, als er der Älteste war, die Verhältnisse um jeden Preis umdrehen wollte. Der Grund dafür, dass er das Opfer der Älteren wurde, ist ihm auch heute noch ein Rätsel und da alle, die früher mit ihm in dem Zimmer waren, entweder an Krankheit, Überarbeitung oder Selbstmord gestorben sind oder schlicht verkauft worden waren, wird er ihn wohl auch nie erfahren. Er machte den jüngeren Kindern damals klar, dass er jetzt das Sagen habe, wenn gerade kein Wärter da sei und prügelte sich auch das eine oder andere Mal um seinen Platz deutlich zu machen. Er wollte nie wieder der Leidtragende sein. Seine Aufgabenbereiche liegen zurzeit darin, dass er, wenn Flaute ist, an eines der Ruder muss, oder er andere körperliche Arbeiten verrichten muss, wie etwa Ladung von A nach B zu tragen.
    In Wavami fand er dann schließlich das perfekte Opfer, um seine Position auch die letzten Monate seines Aufenthaltes im Kinderzimmer zu verteidigen. Dass sie ihm weh getan hatte, nahm er dafür als weiteren Anlass, auch wenn er selbst auch genau wusste, dass er selbst daran ganz allein schuld war. Sie war zu klein, um sich gegen ihn wehren zu können, vor allem dann nicht, wenn ihm die anderen auch noch halfen. Die Fischmenschin selbst hatte große Angst vor diesem Jungen, sowie allen anderen Kindern entwickelt. Diese war aber doch etwas kleiner, als der Hass, den sie im Bezug auf sie alle verspürte. Würde sie Nummer 49 oder eines der anderen Kinder heute noch einmal wiedersehen und erkennen, so würde sie ihm ungebremst all ihren Hass wortwörtlich um die Ohren hauen und so lang auf ihn einschlagen, bis sie nicht mehr könnte.

    Nummer 75 (20 Jahre alt, lebendig)
    Nummer 75 ist ebenfalls eine Sklavin auf Wavamis Geburtsschiff. Ihre Zeit im Kinderzimmer mit der Fischmenschin sollte sie als ihre schönsten Kindheitsjahre in Erinnerung behalten, mochte sie die anderen, folgenden Kinder doch alle nicht so sehr wie besagte junge Frau. Sie war zwar sehr beliebt bei den anderen Kindern, aber es wäre ihr lieber gewesen, wenn sie immer noch allein mit ihrer besten Freundin in diesem Raum gesessen hätte. Der einzige Grund, warum die doch sehr schöne Sklavin nicht verkauft wurde ist der, dass die Sklavenhändler selbst großen Gefallen an der Frau finden. Sie ist momentan als Küchenhilfe eingeteilt.
    Es mag nicht besonders schwer sein zu erraten, dass Wavami und die Sklavin große Sympathie zueinander entwickelt haben und wenn es möglich wäre, würden sie beide gerne noch einmal mit dem jeweils anderen Treffen.

    Direktor Thore Kanad (49 Jahre alt, lebendig)
    Geboren wurde Thore beim Zirkus und übernahm diesen dann schließlich, als er alt genug war, von seinen Eltern. Er sieht Sklaven und Schaustellungsstücke nur als Objekte an, die nach seinem Willen zu funktionieren haben. Tun sie es nicht, so bekommen sie seine Peitsche zu spüren, was von jedem, der es erlebt hat, als schrecklich beschrieben wird, weshalb auch jedem davon abgeraten wird, ihn zu erzürnen. Die Sichtweise seines Arztes, dass alle Lebewesen gebildet werden sollten empfindet er als unglaublich kindisch, aber Jeff hat seine Fähigkeiten oft genug bewiesen, um von dem Direktor dafür respektiert zu werden. Deshalb glaubte er ihm schließlich auch, dass er es nicht war, der Wavami freigelassen und die letzten Wocheneinnahmen gestohlen hatte.
    Wavami ist für ihn selbstredend auch nur ein austauschbares Objekt gewesen. Trotzdem war er nicht gerade erfreut über ihr Verschwinden, was aber weniger damit zu tun hat, dass sie als Person eben weg war, sondern damit, dass sie recht viel Geld gekostet hat, welches er auch genauso gut hätte aus dem Fenster schmeißen können. Die Ärztin selbst hasst diesen Mann abgrundtief und würde mit ihm liebsten Dasselbe machen, wie mit Nummer 49.

    Der Arzt Jeff Martio (47 Jahre alt, lebendig)
    Der Arzt wurde ebenso wie Thore beim Zirkus geboren, als Sohn der beiden Ärzte dieses Schaustellerbetriebes. Und seine Eltern verstanden etwas von ihrem Fach, weshalb er sie immer bewunderte und ihnen nacheiferte. Aus diesem Grund brachten sie ihm auch alles bei, was sie über die Medizin wussten. Außerdem waren es seine Eltern, die Jeff seine heutige Ansicht über alle Lebewesen vermittelten. Nachdem er Wavami zur Flucht verholfen hatte wurde er natürlich als Erster verdächtigt, aber er schaffte es den Verdacht von sich auf die Frau zu lenken, die die Fischmenschin immer gefüttert hatte. Die eigentlich unschuldige Frau wurde außerdem auch für die Diebin der letzten Wocheneinnahmen gehalten und für beide Taten hart bestraft. Jeff mag zwar ein netter Mann sein, aber er weiß, wie er sich auch mit Worten die Haut retten kann. Er ist sehr ehrgeizig und verfolgt ein gestecktes Ziel immer bis zum Ende.
    Jeff mochte die Braunhaarige sehr. Er konnte sich selbst auch nicht erklären, woher diese Sympathie für das Mädchen damals kam, aber er freute sich sehr darüber, als sie dann irgendwann anfing ihm zu vertrauen. Vielleicht war es auch schlicht und ergreifend, dass er endlich die Chance hatte sein Wissen mit jemand Interessiertem zu teilen. Die Sympathie, die Jeff Wavami entgegen brachte beruhte außerdem auf Gegenseitigkeit, der Arzt wurde ihr engster und einziger Vertrauter, den sie nur zu gern wiedersehen würde.

    Geburtsort: Auf einem Schiff
    Geburtsinsel: -
    Geburtsozean: Grandline


    Charaktereigenschaften

    Interessen: Es ist nicht gerade schwer zu erraten, dass Wavami als Fischmenschin eine Vorliebe für das Meer und allgemein Wasser in jeder erdenklichen Form entwickelt hat. Sie liebt es zu schwimmen und auch gegen einen kräftigen Regenschauer hat sie rein gar nichts einzuwenden. Ebenso ist ihr ihre Freiheit unglaublich wichtig und diese will sie sich diese auch nie wieder nehmen lassen. Lieber würde sie an Ort und Stelle sterben als ihr Leben lang in Ketten zu liegen. Da die Anfang Zwanzigjährige außerdem als Ärztin arbeitet wäre es wohl von Nachteil, wenn sie nicht auch Gefallen an der Medizin finden würde. Sie hätte wohl nie diesen Berufsweg gewählt, wenn ihr jene Tätigkeit nicht auch Spaß machen würde, sondern sie hätte wohl jegliche Gedanken an die Medizin verworfen, als sie vom Zirkus weggelaufen ist. Genauso, wie es ihr Freude bereitet ihrer Arbeit nachzugehen, so macht es ihr auch sehr großen Spaß zu tanzen und zwar einen ganz bestimmten Tanz. Gemeint ist an dieser Stelle der Cancan. Aus einem anfänglichen Zwang hat sich eine Leidenschaft entwickelt, die sogar so weit ging, dass Wavami besagten Tanz sogar in ihre Art zu kämpfen aufgenommen hat, war er doch auch die Grundidee für ihren Kampfstil. Durch ihr jahrelanges Training bei den Schaustellern ist ihr der Tanz inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen und sie könnte auch gänzlich ohne Musik tanzen, solange sie nur den Takt im Kopf hätte. Mit Musik zu tanzen ist ihr allerdings immer noch lieber, einfach weil ihr auch die Musik, zu der man beim Cancan tanzt, gut gefällt. An ihrem Kampfstil zu feilen und diesen zu trainieren ist aus dem Grund ebenso zu einer der liebsten Beschäftigungen der jungen Frau geworden. Da trainieren und tanzen beide körperliche Tätigkeiten sind, wollen wir jetzt näher darauf eingehen, was die Anfang Zwanzigjährige tut, wenn sie sich entspannen will. In diesem Fall gibt es für sie nichts Besseres als ein gutes Buch, in dem sie in aller Ruhe schmökern kann und wenn sie gerade kein neues Buch zur Hand hat, dann liest sie einfach das Buch über Kickboxen noch einmal durch. Oft genug kann sie sich, ihrer Meinung nach, das darin Erwähnte auch überhaupt nicht zu Gemüte führen, immerhin ist diese Kampfsportart ein Teil ihrer Art sich zu verteidigen. Wobei sich die Braunhaarige auch gut entspannen kann sind Sonnenauf- und Untergänge. Sie faszinierten die Ärztin schon seit sie sie das erste Mal sehen durfte. Dadurch, dass sie aus der Überzeugung heraus, dass man mit zu langem Schlaf zu viel Zeit des Tages verschwendet, konsequente Frühaufsteherin ist, kann sie im Normalfall sogar beide Schauspiele bewundern. Die liebste Blume der Fischmenschin ist die Sonnenblume, wobei es auch keine Blume gibt, die sie nicht schön findet. Sie sind eben nur nicht so schön, wie die Sonnenblumen. Immerhin sind sie groß, ihre Blütenblätter strahlen in einem schönen gelb und was fast noch das Beste ist, man kann ihre Samen essen. Und diese schmecken der Ärztin auch noch ausgesprochen gut. Äpfel isst Wavami mindestens genauso gerne, was dazu führt, dass sie immer sowohl ein paar der angesprochenen Kerne, als auch ein, zwei Äpfel dabei hat. Farben betrachtet die Anfang Zwanzigjährige außerdem sehr gern. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß, es gibt noch so viel dazwischen. Warum sollte sie also auf Farben verzichten wollen? Die junge Frau legt außerdem eine sehr große Lernfreude an den Tag, welche sich durch viele Bereiche des Lebens zieht. Als letzte Vorliebe der jungen Frau muss gesagt werden, dass sie es mag sich mit anderen zu messen, sei es nun körperlich oder geistig. Es ist ihr möglich ihre eigenen Grenzen kennen zu lernen, sie zeigt sich selbst wie weit sie gehen kann und nebenher kann sie eventuell sogar jemandem offenbaren, dass sie nicht zu unterschätzen ist.

    Abneigungen: Wenn man weiß, dass Wavami das Wasser liebt, es schön findet zu schwimmen und wenn man sich außerdem bewusst ist, dass sie schnell dehydrieren kann, dann sollte es nicht gerade überraschend sein, dass die Fischmenschin das andere Extrem, die Wüste überhaupt nicht ausstehen kann. Das gilt auch für Hitze im Allgemeinen. Auch hasst es die Anfang Zwanzigjährige eingesperrt zu sein. Es geht sogar so weit, dass sie weinend und schreiend zusammenbricht, sollte man sie in einen geschlossenen Raum stecken. Diese Reaktion ist ihr allerdings mehr als peinlich, genau wie die Wirkung, die Höhe auf sie hat, weshalb sie jene so gut wie es geht meidet. Sie weiß zwar auch selbst nicht, woher ihre Höhenangst kommt, aber das hindert das Braunhaar trotzdem nicht daran, sie zu hassen. Ihre Abneigung gegen jegliche Art von Fußbekleidung muss hier auf jeden Fall auch Erwähnung finden. Sollte sie nicht in eine Gegend kommen, in denen die Wege mit Nägeln oder Ähnlichem gepflastert sind, oder sie in Gefahr läuft sich diese abzufrieren, wird sie nur unter größtem Protest ihre Füße in Schuhen oder Socken verpacken. Eine weitere Sache, die sie nicht ausstehen kann, ist Dreck. Man muss nicht alle zehn Minuten mit einem Putzlappen durch die Gegend rennen, um auch ja jedes Staubkorn zu erwischen, aber im Allgemeinen bevorzugt die Ärztin eine saubere Umgebung. Zumal Dreck ja auch irgendwann gesundheitsschädlich werden kann und darauf hat sie es sicherlich nicht abgesehen. Wo wir schon einmal beim Thema Gesundheit sind, es gibt zwei Tiere, für die die Anfang Zwanzigjährige absolut nichts übrig hat. Diese Tiere sind Ratten und Tauben. Ratten übertragen Krankheiten und Tauben sind in ihren Augen die Ratten der Lüfte, also gilt es sich von ihnen fernzuhalten. Sie hat keine Angst vor ihnen, sie werden nur so gut wie möglich gemieden. Außerdem kann man die junge Frau mit einer bestimmten Speise sprichwörtlich jagen. Bei besagtem Gericht handelt es sich um Brei. Egal welchen Geschmack er hat, schon die Konsistenz allein widert die Anfang Zwanzigjährige an. Auch sollte man es vermeiden Wavami als Monster oder Ähnliches zu bezeichnen. Zumindest, wenn man noch etwas von ihr will, denn bekommt sie es mit, so kann man jegliche Hilfe von ihr vergessen. Es ist dann vielmehr so, dass sie denjenigen dann völlig ignoriert. Womit man die Fischmenschin ebenfalls nicht begeistern kann, ist sich selbst über andere zu stellen, egal aus welchem Grund. Kein Mensch ist in ihren Augen dazu berechtigt andere gegen ihren Willen unter sich zu stellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Braunhaarige deshalb jedes Mal eingreift, sollte sie mitbekommen, dass jemand Sklaven besitzt. Ihrer Meinung nach wäre es auch völlig utopisch zu glauben, dass eine einzelne Person allein dafür sorgen könnte, dass es keine Sklaven mehr auf dieser Welt gibt. Dafür bräuchte es schon viel mehr Leute und außerdem würde es nur unnötigen Ärger verursachen sich jedes Mal allein ins Getümmel zu stürzen. Sollte die junge Frau einmal so freundlich gewesen sein einer oder mehreren Personen zu helfen, so tut man gut daran sich zumindest einmal kurz bei ihr zu bedanken. Das ist in ihren Augen nicht zu viel verlangt. Tut man es nicht, so muss man zwar nicht direkt zu den Waffen greifen und einen Kampf erwarten, allerdings hat dieses Lied dasselbe Ende, wie wenn man sie ein Monster nennt. Verschwendung ist in den Augen der jungen Frau auch etwas, das man nicht praktizieren sollte. Es ist egal ob man materielle oder immaterielle Güter verschwendet, für sie läuft es auf das Gleiche hinaus. Sie selbst gibt immer darauf Acht die ihr zur Verfügung stehenden Mittel so gut wie möglich auszuschöpfen. Das liegt daran, dass sie selbst nie viel besaß und aus dem Grund alles zu schätzen weiß, was sie ihr Eigen nennen darf. Als Letztes sollte hier noch genannt werden, dass man es tunlichst unterlassen sollte absichtlich an dem Schweif der Stachelrochenfischmenschin zu ziehen. Denn es kann durchaus passieren, dass man, wenn man selbst Pech und Wavami gut gezielt hat, die Stacheln des Schweifes in den Körper gejagt bekommt. Sie kann es seit sie ein Kind ist nicht ausstehen, wenn jemand das tut, wobei das Gleiche für Lügen gilt.

    Mag:
    + Das Meer und Wasser allgemein
    +Freiheit
    + Medizin
    + Den Cancan und die zugehörige Musik
    + Ihren Kampfstil und diesen zu trainieren
    + Lesen
    + Sonnenauf- und Untergänge
    + Frühes Aufstehen
    + Sonnenblumen
    + Allgemein Blumen
    + Sonnenblumenkerne
    + Äpfel
    + Farben
    + Neues zu lernen
    + Wettkämpfe

    Hasst:
    - Wüsten und Hitze
    - Eingesperrt zu sein und ihre Reaktion darauf
    - Höhe und ihre Reaktion darauf
    - Schuhe und Socken
    - Dreck
    - Tauben und Ratten
    - Brei
    - Als Monster bezeichnet zu werden
    - Wenn sich jemand über andere stellt
    - Undankbarkeit
    - Verschwendung
    - Wenn man an ihrem Schweif zieht
    - Lügen

    Persönlichkeit: Als unumstößliche Tatsache muss zunächst erst einmal Folgendes festgestellt werden: Wavami hat auf jeden Fall Präsenz. Wenn sie einen Raum betritt kann man sich sicher sein, dass sie in den meisten Fällen durchaus auffallen wird, außer es wäre ein Zimmer voller Fischmenschen oder anderen nicht gerade unauffälligen Zeitgenossen. Da dies in der Regel aber nicht wirklich oft der Fall ist sind meist recht viele Augenpaare auf ihre Wenigkeit gerichtet. Daran großartig stören tut sie sich nicht, wobei sie auch nicht vor Freude umherspringen würde. Es ist der Ärztin einfach relativ gleichgültig, was andere von ihr halten. Wobei sie selbst sich das eingeredet hat. Denn sie mag es zwar immer verleugnen und wahrscheinlich auch nie über ihre Lippen kommen lassen, aber vollkommen egal ist ihr ihr Umfeld auch wieder nicht und es würde sie über alle Maßen freuen, wenn sie endlich einmal einen Raum betreten würde und alle Anwesenden wären erfreut über ihr Erscheinen. Solange dies aber nicht passiert ignoriert die junge Frau schlicht und ergreifend alles, oder zumindest das Meiste, von dem, was über sie gesagt wird. Das heißt allerdings nicht, dass sie das eventuelle Gerede um sie herum, über ihre Person nicht irgendwann doch nerven könnte. Das Braunhaar zieht es dann aber eher vor sich zurückzuziehen, als sich mit den betreffenden Personen auseinanderzusetzen. Nicht etwa weil sie dem nichts entgegenzusetzen hätte, sondern weil es der einfachste Weg ist, um dies zu unterbinden.
    Legt man sein Augenmerk auf die Haltung der Braunhaarigen, so wird einem definitiv auffallen, dass sie eine wirklich gute Haltung an den Tag legt. Und das in allen erdenklichen Situationen, egal ob sie nun sitzt, steht oder sich fortbewegt. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt, es wurde ihr mit jahrelangem Training wortwörtlich eingeprügelt. Und mittlerweile ist es für die Ärztin schon unbequem, wenn sie eine krumme Haltung einnimmt, weshalb sie einfach gerade bleibt.
    Wendet man sich der Stimme der Anfang Zwanzigjährigen zu, so wird man feststellen, dass sie in einer angenehmen Tonlage spricht. Dennoch hat ihre Stimme immer einen leichten, recht kühlen Unterton.
    Bevor wir uns anschauen, wie sich Wavami selbst verhält, schauen wir uns vorher erst einmal an, was für ein Verhalten der Schweif der Fischmenschin an den Tag legt. Denn auch, wenn sie ihn eigentlich kontrollieren kann, so gibt es doch Situationen, wo er gänzlich das macht, was er will. Zum Beispiel erinnert er stark an den Schwanz eines Hundes, wenn die Ärztin sich über etwas wirklich freut. Wedelt er dann doch aufgestellt hin und her. Ein einfaches, gerades Aufrichten des Wirbelsäulenfortsatzes bedeutet jedoch, dass die junge Frau von irgendetwas erschreckt oder geängstigt wird. Verliert der Schweif allerdings jegliche Spannung und hängt einfach ohne jede Regung nach unten, so hat man es geschafft die Braunhaarige zu deprimieren. Wann man aber aufpassen sollte, was man tut oder sagt, ist, wenn der Schweif von Anfang bis Ende durchgehend angespannt ist. Es ist nicht ratsam, die Fischmenschin dann noch weiter zu provozieren und wenn die Muskeln im Schweif schon anfangen vor Anspannung zu zittern ist es meistens schon zu spät und man kann sich auf einen Ausraster der Ärztin gefasst machen, wie er im Bilderbuch steht. Am Anfang mögen einen die verschiedenen Bewegungen dieses Körperteiles vielleicht etwas verwirren und eventuell unnütz wirken, aber wenn man länger mit dem Braunhaar zu tun hat, so können sie durchaus ganz nützlich sein. Immerhin hat man damit eine sehr verlässliche Quelle für die Stimmungslage seines Gegenübers. Und die Stimmung von jemandem zu kennen kann sehr brauchbar sein, um ihn zu manipulieren. Natürlich muss man dafür aber zuerst einmal darauf kommen, dass dieser Umstand überhaupt gegeben ist.
    Da wir jetzt alles über das Verhalten vom Schweif der Ärztin wissen, wenden wir uns nun ihrem Verhalten zu. Grundsätzlich braucht man bei Wavami nie zu fürchten, dass sie sich in irgendeiner Weise mit Absicht in den Mittelpunkt des Geschehens drängen würde, wenn es nicht wirklich unbedingt nötig ist. Dies kann man allerdings keineswegs als vornehme Zurückhaltung bezeichnen, oder sagen, dass sie sich schlicht nicht so wichtig wie die anderen nehmen würde. Nein, es hat vielmehr den Grund, dass sie nicht gern von sich erzählt oder auf andere Art und Weise etwas von sich preisgibt. Denn je weniger der Gegenüber von einem weiß, desto weniger Angriffspunkte hat er. Er kann sie schwerer einschätzen und vermag meist nur durch Glück vorherzusagen, wie die Braunhaarige auf eine bestimmte Situation reagieren wird. Und aufgrund dessen ist es ihm wohl oft erschwert sie in Fallen, Hinterhalte oder Ähnliches zu locken. Dieses Verhalten dient also rein dem Selbstschutz. Außerdem versucht sie damit das Eigenleben ihres Wirbelsäulenfortsatzes zumindest ein wenig zu kompensieren.
    So etwas wie Autoritätspersonen gibt es für Wavami grundsätzlich erst einmal nicht. Sie sieht es nicht ein, dass jemand, den sie vorher wahrscheinlich noch nie gesehen hat, einfach über ihr stehen soll, aus welchem Grund auch immer. Natürlich könnte man hier die Annahme haben, dass sich die Fischmenschin selbst über alle anderen Stellen würde, dass sie ihrer Meinung nach etwas Besseres als sie sei. Jene Annahme muss aber entschieden verneint werden. Auch wenn es vielleicht logisch nachvollziehbar wäre, dass sie, da die Menschen nicht gerade freundlich zu ihr waren, eben diese unter sich selbst sehen würde, allerdings hat sie eine völlig andere Auffassung aus dem Lebensabschnitt als Sklavin mitgenommen. Nämlich die, dass alle intelligenten Lebewesen denselben Wert haben. Selbstredend mag es Stärkere und Schwächere geben, aber Stärke hat rein gar nichts mit dem Wert eines Lebewesens zu tun. Und auch, wenn jemand eine bestimmte Sache besser beherrscht, als ein anderer, so heißt das noch lange nicht, dass derjenige in Allem besser ist. Dies ist die Ursache dafür, dass sie beispielsweise mit einem Admiral der Marine in demselben Ton reden würde, wie mit einem dahergelaufenen, zehnjährigen Kind. Zwischen diesen beiden Menschen besteht für sie, natürlich neben dem Alter, kein großer Unterschied und deshalb werden sie auch exakt gleich behandelt. Dies hängt natürlich auch davon ab, wie sie selbst von ihnen behandelt wird oder wie ihre allgemeine Verfassung beziehungsweise Laune zu dieser Zeit ist. Gibt man ihr keinen Anlass, so wird man von der jungen Frau auch nicht angegriffen, sei es nun verbal oder physisch. Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn man seinen Wert in den Augen der Ärztin verwirkt hat. Denn das ist ihrer Meinung nach durchaus möglich und es funktioniert auf vielfältige Art und Weise. Zum Beispiel, wenn man grundlos jemandem das Leben nimmt, aus niederen Beweggründen stielt oder das Eigentum anderer ohne Begründung beschädigt oder gar zerstört. Wer hier gründlich gelesen hat, der wird feststellen, dass es Wavami dabei immer auf die Begründung ankommt, genauso wie die Situation. Wenn sie die Gründe nachvollziehen kann, dann hat man bei ihr nichts zu befürchten.
    Was man immer erwarten muss ist, dass sie einem sehr ehrlich ihre eigene Meinung sagen wird. Und das ohne Rücksicht auf die Gefühle ihres Gegenübers oder die allgemeine Situation. Die Anfang Zwanzigjährige tut dies aber nur, wenn sie in die Situation involviert ist. Völlig ungefragt von der Seite kommen nur in absoluten Ausnahmefällen Kommentare von ihr. Solche Fälle sind dann gegeben, wenn sie ihre Meinung als essenziell wichtig für den weiteren Verlauf einer Diskussion oder eines anderen Szenarios ansieht.
    Hat man es allerdings geschafft und das Braunhaar auf die Palme gebracht, oder sie schlicht und ergreifend herausgefordert, so kann man zu einhundert Prozent davon ausgehen, dass sie kämpfen wird. Solange ihr Körper ihrem Geist Folge leisten kann, wird sie alles in ihrer Macht Stehende versuchen, um die Konfrontation suchen zu können und diese auch für sich zu entscheiden. Hierbei sind auch Herausforderungen auf geistiger Ebene einzuschließen.
    Wovon aber ganz dringend abzuraten wäre, ist an ihrem Schweif herzumzuziehen. Sollte sie nämlich nicht gerade einen unglaublich guten Tag haben wird die Braunhaarige, dann völlig ohne Vorwarnung, versuchen einem ihre Stacheln in das nächstbeste Körperteil zu rammen. Wenn sie dies nicht sofort tut, gibt es eine einzige Vorwarnung. Sie kann es einfach überhaupt nicht ausstehen, wenn man ihren Schweif ungefragt einfach so berührt, was wohl auf ihre Kindheit zurückzuführen ist.
    Nachdem nun geklärt wurde, wie die Fischmenschin nach außen wirkt und wie sie sich gibt, wollen wir einmal näher beleuchten, wie es eigentlich wirklich in ihr aussieht. Darauf, dass sie vielleicht einmal eine wirklich aufgeschlossene und zu jedem freundliche Frau hätte werden können, wollen wir in dieser Beschreibung allerdings keine weitere Rücksicht nehmen, einfach weil es nicht den gegebenen Tatsachen entspricht. Da sie schon von früher Kindheit an beigebracht bekommen hat, dass sie anders als die anderen sei und damit nicht viel bis gar nichts wert, hat sie die Eigenart entwickelt, sich beweisen zu müssen, dass es eben nicht so ist. Sie ist etwas wert und kann genauso viel wie diese ganzen Idioten. Genau diese Auffassung will sie sich selbst belegen. Und wenn sie es nebenbei auch noch ihrem Gegenüber beweisen kann, ist das ein angenehmer Bonus. Daher wird Wavami Herausforderungen, die nicht einmal kämpferischer Natur sein müssen, niemals freiwillig ablehnen und stets, wenn nötig, bis an ihre Grenzen gehen, um sie zu meistern.
    Womit sich die Ärztin aber wirklich schwer tut, ist anderen zu vertrauen. Es braucht viel Zeit, bis sie jemandem so sehr vertraut, dass sie ihr Leben in seine Hände legen würde, aber auch bei ihr nicht ganz so kostbaren Dingen dauert es recht lange. Womit sie aber nicht hinterm Berg hält ist, wie bereits erwähnt, ihre eigene Meinung, egal in was für Schwierigkeiten sie sich damit eventuell lotsen könnte. Immerhin ist sie doch frei und damit hat sie doch schließlich auch das Recht, ihre Meinung frei zu äußern, oder nicht? Wobei es der Braunhaarigen hier nicht einmal um wirkliche rechtliche Verhältnisse geht, sondern ums Prinzip. Sie wird sich doch nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Sensibelchen, die damit nicht umgehen können, den Mund verbieten lassen. Diese Ansichtsweise mag den einen oder anderen vielleicht an ein bockiges Kind erinnern. Was aber noch eher einen Verweis auf kindliche Züge geben könnte ist die Tatsache, dass man Wavami sehr leicht erfreuen kann. Und sei es nur ein Gericht, das ihr auf Anhieb unglaublich gut schmeckt, eine schöne Blume oder ähnliche nicht sehr schwer zu bekommende Dinge, wenn sie mit ihrem Schweif wedelt hat man damit alles richtig gemacht. Wobei hier noch einmal klar betont werden muss, dass Freude bei ihr rein gar nichts mit Vertrauen oder Naivität zu tun hat. Denn gerade dann, wenn es jemand mit solcherlei Aufmerksamkeiten übertreibt, wird die Ärztin erst recht richtig misstrauisch. Und außerdem ist die Anfang Zwanzigjährige nicht auf ihren Kopf gefallen, weshalb es nicht unbedingt das Leichteste auf der Welt sein sollte sie hinters Licht zu führen.

    Lebensziel: Das Lebensziel von Wavami mag ein recht hoch gestecktes sein, aber sie hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sie irgendwann einmal alle Krankheiten der Welt heilen können will und wird. Teilweise mag sie darauf von ihrem ehemaligen Lehrmeister gebracht worden sein, aber andererseits sieht sie darin auch die Chance, dass sie eventuell endlich einmal wirklich von allen akzeptiert werden würde. Letzteres würde sie aber niemals aussprechen, da sie es auch selbst einfach nicht einsehen will, dass dies ein Beweggrund für ihr Ziel sein könnte.

    Stärken und Schwächen

    Stärken: Da Wavami eine Fischmenschin ist, hat sie von Natur aus schon einige Vorteile und Stärken, die sie dem gewöhnlichen Menschen überlegen machen. So kann sie wie all ihre Artgenossen sehr gut und vor allem schnell schwimmen, ist außerdem auch in der Lage unter Wasser zu atmen. Daneben kann sie auch sehr tief tauchen, da sie gegen den Druck der tiefen Meere resistent ist. Folgenden Punkt kann man zwar nicht allgemeingültig auf alle existierenden Fischmenschen anwenden, aber durchaus auf eine bestimmte Unterart, welcher die Anfang Zwanzigjährige angehört. Die Rede ist hier von dem Schweif der Stachelrochenfischmenschin, genauer gesagt von dessen giftigen Stacheln. Das Gift hat zwar noch nicht einmal annähernd seine höchstmögliche Wirkungskraft erreicht, aber es ist vorhanden und kann sich ja durchaus noch weiterentwickeln und verstärken. Außerdem sind die Stacheln an sich auf jeden Fall in der Lage Wunden zu reißen und sie können auch ohne weiteres in der verursachten Wunde stecken bleiben. Wenn dies passieren sollte wächst aber immer wieder ein Neuer an derselben Stelle nach, wo sich der Alte befunden hat. Ebenso ist die Braunhaarige nicht gerade schwach und kann Einiges austeilen, auch wenn man ihr diese Stärke nicht unbedingt ansehen mag, hat sie doch eher gewöhnliche Körpermaße. Somit kann sie jemanden schon durchaus überraschen, was das angeht, wenn man sie noch nicht so gut kennt oder nicht um die allgemein höhere Stärke der Fischmenschen weiß. Im unbewaffneten Nahkampf ist die junge Frau voll in ihrem Element und hat sich dort auch schon gegen den einen oder anderen Gegner behaupten können. Damit in Verbindung bringen kann man auch noch, dass sie eine durchaus nicht zu vernachlässigende Schnelligkeit an den Tag legen kann, wenn sie es denn will. Im Nahkampf wäre es sicherlich auch nicht gerade von Vorteil, wenn sie nicht in der Lage wäre sich schnell zu bewegen.
    Nun weiter zu den charakterlichen Stärken Wavamis. Zunächst einmal sollte die Aufmerksamkeit darauf gelegt werden, dass die Anfang Zwanzigjährige durchaus Vertrauen in ihre Person, in ihre Fähigkeiten hat. Sie weiß, was sie kann und lässt sich auch von niemandem etwas anderes erzählen, geht gerne an die Grenzen ihres Körpers oder Geistes. Hieran lässt sich auch direkt ihre nächste Stärke anknüpfen. Denn die Fischmenschin gibt einfach alles, was sie kann, wenn sie von einer Sache, einer Person, oder anderem, restlos überzeugt ist. Schafft man es, das Braunhaar komplett für etwas zu begeistern, kann man sich sehr sicher sein, dass sie sich bis zum Ende mit allem in ihrer Macht Stehenden dafür einsetzen wird, bis sie entweder keine Faser mehr rühren kann, ihr wirklich nichts mehr einfällt, oder das Ziel eben erreicht wurde. Auch ist die Ärztin eine von Grund auf ehrliche Person. Sie hätte natürlich auch wie alle anderen Menschen die Möglichkeit, die Unwahrheit zu sagen, aber sie selbst findet Lügen absolut schrecklich, also tut sie es aus Prinzip auch nicht. Dass sie durch ihre ehrliche Art auch durchaus Probleme verursachen kann, ist dabei allerdings wieder eine ganz andere Geschichte. Zwei weitere Stärken Wavamis sind einmal ihre Intelligenz und dass sie Ärztin ist. Beide Punkte sind in den verschiedensten Situationen sehr nützlich und haben ihr schon das eine oder andere Mal die Haut gerettet. In diesem Zusammenhang kann auch noch genannt werden, dass die Anfang Zwanzigjährige sehr gerne neue Dinge dazulernt. Und dieser Umstand ist noch nicht einmal auf die Medizin beschränkt, wenn es sich nützlich anhört wird sie jedem, der ihr wirklich etwas beibringen will, nur zu gern zuhören. Die Frage hierbei ist natürlich nur, wer sich so ausgiebig mit ihr beschäftigen möchte, denn solche Menschen gibt es doch durchaus selten.

    Schwächen: Eine der größten körperlichen Schwächen der Anfang Zwanzigjährigen ist wohl, dass sie dazu neigt recht leicht zu dehydrieren. In warmen Gebieten wird dieser Prozess außerdem noch beschleunigt und sollte sie sich dann nicht wirklich schleunigst ins Wasser begeben oder etwas trinken bricht sie zusammen. Ihr Körper birgt aber noch einen weiteren Nachteil, nämlich den, dass sie doch recht auffällig und groß ist. Der Großteil der Passanten, der sie sieht, dreht sich auch noch einmal um, um zu schauen, ob sie ihre Augen nicht gerade getäuscht haben und sie wirklich eine Frau mit gelben Flecken und noch viel wichtiger einem Schweif und Schwimmhäuten gesehen haben. Da man Fischmenschen nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt merken sich die Leute auch oft wie sie aussah, besser gesagt sie wird angestarrt und über sie wird geredet. Ein vernünftiges Gespräch zu führen gehört für Wavami also eher zu den Ausnahmefällen, da ihr die Leute aus dem Weg gehen. Ihre nächste Schwäche hat sich die Ärztin komplett selbst zuzuschreiben, denn sie geht ja freiwillig Barfuß. Und auch wenn sie schon Hornhaut unter den Füßen hat, so zeigen die Narben auf ihren Fußsohlen doch auch, dass auch diese Hornhaut nicht vor allem schützt, was auf dem Boden liegt. Wenn gewöhnliche Menschen mit etwas dickeren Schuhsohlen auf Glasscherben treten, merken sie davon im besten Fall nicht einmal wirklich etwas. Selbiges könnte Wavami ja einmal mit blanken Füßen probieren. Eine weitere Schwäche der Braunhaarigen ist es, dass ihr Schweif anzeigt, was sie fühlt, wie sie zu etwas steht. Selbst wenn es ihr gelingen sollte ihre Stimmungslage in ihrem Gesicht einigermaßen zu überspielen, so reagiert doch ihr Schweif immer noch auf jedes ihrer Gefühle wie ein Reflex. Es erscheint zum Beispiel nicht gerade sehr glaubwürdig, wenn sie sagen würde, etwas gefalle ihr nicht, aber sie würde zeitgleich mit ihrem Schweif wedeln wie ein kleiner Hund der sich freut. Außerdem versagt die Fischmenschin vollkommen, wenn es um den Fernkampf geht, oder auch um Nahkampf mit Waffen, hatte sie doch nie eine wirkliche Waffe in der Hand, außer man zählt Küchenmesser zu dieser Kategorie.
    Dies alles waren die körperlichen Schwächen der Fischmenschin, nun wollen wir die Schwächen näher beleuchten, die ihren Charakter, ihre Psyche betreffen. Als erstes soll direkt ihre größte psychische Schwäche genannt werden. Nämlich die, dass sie in geschlossenen Räumen ohne für sie ersichtlichen Ausgang unglaublich unruhig wird. Dabei ist die Größe des Raumes oder die Anzahl der Personen darin völlig irrelevant. Es könnte sich auch um einen Raum, so groß wie ein Ballsaal handeln. Sobald sie das Klicken eines Schlosses hört und sie keine Ausgangsmöglichkeit mehr hat kann man sie großteils vergessen. Sie bekommt Schweißausbrüche, fängt an zu zittern und irgendwann endet das Ganze in einem Schrei- und Heulkrampf. Und bis nicht irgendjemand die Tür wieder öffnet verbleibt sie in diesem Zustand. Direkt nach diesem Umstand kommt eine Angst, die recht ähnliche Zustande bei der Braunhaarigen auslösen kann. Denn die Ärztin hat massive Höhenangst. Und diese beginnt ab einer Höhe von etwa sechs Metern, wobei hier mit steilen Abhängen zu rechnen ist, Treppen oder leicht abfallendes Gelände sind kein Problem. Sollte man die Ärztin allerdings wirklich auf eine Klippe oder Ähnliches stellen, so wird sie als erstes versuchen wegzurennen, was auch das Einzige ist, das sie wieder schnell beruhigen kann. Ist eine Flucht allerdings unmöglich, so verfällt sie in Panikattacken, bis sie entweder durch Hyperventilation zusammenbricht, oder es doch noch irgendwie bewerkstelligt von dort zu fliehen. Was außerdem nicht gerade eine Stärke der jungen Frau ist, ist die Tatsache dass sie nicht wirklich schnell Vertrauen in andere, vor allem Menschen, fassen kann. Ist diese Spezies doch für all das Leid verantwortlich, welches sie damals ertragen musste. Ihr ist durchaus bewusst, dass vielleicht nicht alle Menschen grundsätzlich schlecht sind, aber sie überwiegen in ihren Augen doch deutlich. Die Fischmenschin durfte in ihrem Leben bisher nur zwei nette Menschen kennen lernen und wenn man das ins Verhältnis stellt, ist die Statistik doch nicht gerade vielversprechend. Dadurch, dass die Anfang Zwanzigjährige außerdem aus Prinzip eine sehr ehrliche Person ist, kann sie anderen mit ihrer Meinung auch durchaus einmal vor den Kopf stoßen, was bei den falschen Personen wohl nicht gerade das Erstrebenswerteste ist. Auch kann man es als Schwäche auslegen, dass Wavami niemals eine Herausforderung ablehnen wird. Es ist ihr dabei ganz egal, ob die Chancen schlecht für sie stehen und wie überlegen ihr Gegner sein mag. Wenn er sie herausfordert wird sie freiwillig nicht kneifen. Dass das einmal ganz schön nach hinten losgehen kann wird dabei gekonnt ignoriert.

    Klassen

    Kampfklasse: Fischmenschenschlägerin
    Jobklasse: Ärztin


    Biographie

    Nur eine Nummer

    Würde man die Leute fragen, wo sie den Geburtsort eines Fischmenschen vermuten würden, wäre die häufigste Antwort wohl die Fischmenscheninsel. In den meisten Fällen mag das zwar auch zutreffen, nicht aber bei Wavami. Sie wurde nämlich auf einem Schiff geboren, das reichen Sklavenhändlern gehörte, welche gerade auf der Grandline unterwegs waren. Und eben jene Sklavenhändler sahen es nicht ein, dass eine Frau nach einer Geburt eventuell wohl ein wenig Zeit braucht um sich von den Anstrengungen zu erholen. Aus diesem Grund ließen sie Salomé, Wavamis Mutter, die aber nur mit "Nummer 31" gerufen wurde, auch nach etwa einer Viertelstunde wieder weiterarbeiten. Diese Zeit über durfte sie ihre Tochter großzügigerweise in den Armen halten, was auch der längste Kontakt sein sollte, den die beiden je hatten. Einen Namen für ihr Kind hatte sich Salomé nicht überlegt, da es im Endeffekt sinnlos gewesen wäre. Ihre Tochter würde eine Nummer zugewiesen bekommen, so wie alle anderen Sklaven. Daran würde sich auch nichts ändern, nur weil die Stachelrochenfischmenschin meinen müsste ihrem Kind einen Namen zu geben.
    Nach dieser kurzen Schonfrist wurden Mutter und Kind schließlich getrennt. Wie erwartet bekam das Mädchen auch sogleich eine Nummer, die 68 um genau zu sein. Salomé selbst musste zurück an ihren Arbeitsplatz, während die Neugeborene in einen verhältnismäßig kleinen Raum gebracht wurde, in dem mehrere Kinderbetten dicht an dicht nebeneinander standen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber nur wenige Betten belegt, was das Kind aber weder bemerkte, noch sich daran störte. Im Gegenteil, in eben dem Zimmer machte sie wesentliche Entwicklungsstufen durch, fing an zu krabbeln und zu laufen. Auch wurde versucht ihr, so gut wie es in ihrem Alter nun mal möglich war, sprechen beizubringen. Dies hatte aber nicht gerade die Intention das Mädchen zu bilden, sondern viel eher, dass sie Befehle später verstehen und ausführen konnte. Denn so etwas funktioniert bekanntlich am besten, wenn der Sklave die Sprache, die man spricht, auch versteht. Bewusst verließ das Fischmenschenkind mit etwa zweieinhalb Jahren das erste Mal dieses Zimmer, welches sie auch nie wieder betreten sollte. Stattdessen ging es für sie in das von den Sklavenhändlern so genannte "Kinderzimmer", was in diesem Fall einen etwa neun Quadratmeter großen Raum bedeutete, in den man alle Kinder zwischen etwa zweieinhalb und sechs Jahren hineinsteckte. Zumindest wenn sie nicht krank waren, dann kamen sie in ein extra Zimmer, bis sie entweder wieder gesund wurden oder gestorben sind. Mit der Braunhaarigen waren nun sieben Kinder in diesem Raum, in dem es sonst nur noch ein Fenster gab, welches aber für die Kinder viel zu hoch war, als dass sie hätten herausgucken können. Dass es vollkommen unverantwortlich war, die Kinder in diesem Alter ganz allein in einem Raum zu lassen, war den Sklavenhändlern völlig egal, außerdem gab es ja nichts in dem Zimmer, woran sie sich ernsthaft verletzen könnten.
    Nachdem die Neue also in diesen Raum gesteckt wurde herrschte die ersten Minuten Stille. Von oben bis unten wurde sie beäugt und sollte hier von den Kindern auch klar gezeigt bekommen, dass sie nicht so wie sie war. Dass sie anders, nicht normal war. Immerhin waren alle Kinder um sie herum gewöhnliche Menschenkinder und in diese Schublade passte die Fischmenschin einfach nicht. Und wie jeder weiß, können Kinder manchmal sehr grausam sein, wenn es darum geht, dass man anders ist. So kam es schließlich dazu, dass das Fischmenschenkind von den anderen ausgelacht und gehänselt wurde, als diese sich sicher waren, dass ihnen dieses Ding vor ihnen nichts tun konnte. Der Älteste, er war wohl fast sechs Jahre alt, fing irgendwann auch an, der Neuen an ihrem Schweif zu ziehen, was er genau so lange tat, bis er sich an den Stacheln stach, die langsam anfingen aus dem Wirbelsäulenfortsatz zu wachsen. Da er sich erschrocken und weh getan hatte schrie der Junge auf, was zur Folge hatte, dass ein Mann in den Raum kam. Dieser Mann war ziemlich genervt und wollte wissen, was das Problem war. Die Kinder in dem Raum, die schon ganz ordentlich sprechen konnten, erklärten dem Mann, dass dieses Ding einfach Nummer 49 angegriffen hätte, völlig ohne Grund. Die vorigen Ereignisse ließen sie einfach aus und da die Fischmenschin damals noch zu jung war um sich anständig verteidigen zu können bekam sie die Strafe für ihr Fehlverhalten. Nach ein paar Schlägen, die das Mädchen bitterlich zum Weinen brachten, schleifte der Mann sie in das Arztzimmer des Schiffes. Dem Arzt wurde gesagt, dass es jetzt wohl auch bei der Brut von Nummer 31 so weit sei und er sich um die Stacheln kümmern sollte. Genau das tat der Arzt auch, indem er die Stacheln herauszog und anschließend den Schweif mit dicken Verbänden einwickelte. In Zukunft musste das Kind jeden Tag zu diesem Arzt gehen und diese Prozedur über sich ergehen lassen.

    Von Hunger, Hass und einem Funken Hoffnung

    Das folgende Vierteljahr war für das Braunhaar eines der Schlimmsten, welches sie bisher erlebt hatte. Denn der Junge mit der Nummer 49 hatte sich voll und ganz auf sie eingeschossen und sie ununterbrochen terrorisiert. Ihr Tagesablauf sah zu dieser Zeit jeden Tag gleich aus. Sie schlief, bis sie zum Arzt musste. Nachdem sie dann wieder in dem Kinderzimmer war durfte sie sich die Schikane der anderen Kinder gefallen lassen, bis es etwas zu essen gab. Jeden Tag war es derselbe, nach absolut nichts schmeckende, klumpige Brei, den wirklich nur der Hunger in die Kinder hinein trieb. Aber auch dieser wurde ihr oft weggenommen, wenn sie nicht schnell genug aufaß, bevor der Wärter den Raum wieder verlassen hatte. Denn die Lebensmittel waren für alle Kinder knapp, einfach weil es nur eine Mahlzeit gab und die auch gerne ab und zu verschoben oder vergessen wurde, wenn die Wärter keine Lust hatten die Bälger zu versorgen. Und gerade an solchen Tagen, wo sie ganz einfach "vergessen" wurden, war die Stimmung bei den anderen Kindern nicht gerade die allerbeste. Auch, wenn es nicht genug Essen gab um satt zu werden, aber auch nicht wenig genug, als dass man verhungern würde, so gefiel es ihnen verständlicherweise überhaupt nicht, einen Tag lang überhaupt nichts zu essen. Und ihre Wut über diesen Umstand ließen sie dann an etwas aus, dass sich nicht wehren konnte. Am Abend gab es dann wieder eine kurze Pause für das Mädchen, wenn sie zum Arzt gebracht wurde, allerdings ging es zurück im Kinderzimmer übergangslos wie vorher weiter, als wäre überhaupt nichts gewesen. Nach diesem Vierteljahr war es wohl nicht sonderlich verwunderlich, dass das Fischmenschenkind sehr erleichtert war, als eines Morgens Nummer 49 aus dem Zimmer geholt wurde und auch am Abend nicht mehr wieder kam. Zu dem Zeitpunkt dachte sie auch noch nicht daran, dass sich trotzdem fast nichts an ihrer Situation ändern würde. Gut, der Anführer war zwar verschwunden, aber die Mitläufer waren allesamt noch da und da es keinen anderen so lustigen Zeitvertreib gab, wie dieses komische Ding zu ärgern taten sie es auch weiterhin mit voller Begeisterung. Dennoch nahm die Zahl der Kinder stetig ab, bis die Fischmenschin ungefähr vier Jahre alt war. Mit ihr war nur noch ein Junge in dem Raum, dem es allein wohl keinen Spaß zu machen schien seine Zimmergenossin zu terrorisieren, weshalb sich die Lage nun unglaublich entspannte. Ihr wurde gänzlich keine Beachtung mehr von ihrem Gegenüber geschenkt, es gab nicht einmal mehr einen flüchtigen Seitenblick. Auch dann nicht, als er ebenso für immer aus diesem Raum verschwinden sollte. Welche Nummer er oder die anderen Kinder neben Nummer 49 hatten wusste das Mädchen nicht mehr, sie hatte nicht darauf geachtet.
    Nach dem Verlassen des letzten Kindes neben der Braunhaarigen sollte etwa eine Woche vergehen, ehe jemand Neues in das Zimmer geführt wurde. Bei diesem, oder besser gesagt dieser, Neuen handelte es sich um ein kleines Mädchen mit schönen, schwarzen Locken, einem bezaubernden Gesicht und großen, meerblauen Augen. Das Meer konnte das Fischmenschenkind in ihrem Leben bisher einmal sehen und sie war sich sicher, dass es genau dieselbe Farbe hatte, wie die Augen des Neuzugangs. Mit der Zeit hatte Nummer 68 gelernt, dass man am besten immer so viel Abstand wie möglich zwischen sich und die anderen Kinder bringen sollte. Die Reaktionszeit war dadurch merklich vergrößert, auch wenn das nur in den seltensten Fällen etwas brachte. In diesem Fall war es für sie aber überraschenderweise gar nicht nötig, denn die Neue verzog sich von allein in die andere Ecke des Raumes, starrte sie zitternd an und umklammerte ihre Knie. So etwas, wie die Fischmenschin hatte die Schwarzhaarige zum dem Zeitpunkt natürlich noch nie gesehen, also war es nicht sonderlich verwunderlich, dass sie Angst vor ihr hatte. Diese Angst war aber völlig unbegründet, wie das Mädchen ein paar Tage später selbst feststellte. Denn offensichtlich wollte das Ding wohl nur seine Ruhe haben und war nicht darauf aus ihr irgendetwas anzutun. Als die Neue das verstanden hatte saßen die beiden Mädchen einfach entspannt völlig still in diesem Zimmer hielten nur ab und zu Blickkontakt. Die Stacheln an dem Schweif der Fischmenschin wuchsen inzwischen so stetig, dass sie sowohl am Morgen, als auch am Abend zu dem Arzt musste, um sie herausziehen zu lassen.
    Inzwischen waren drei Wochen seit dem Eintreffen der Schwarzhaarigen vergangen, deren Nummer 75 lautete. Und die Kleine schien auch langsam mutiger und neugieriger zu werden, denn auf einmal hörte das Fischmenschenkind eine, zwar recht leise, aber doch verhältnismäßig gut zu hörende, Mädchenstimme zu ihr sprechen. Bei dem, was das Mädchen von sich gab, handelte es sich mehr um den Fetzen eines richten Satzes, als um einen vollständigen Satz und bis Nummer 68 verstanden hatte, dass das Menschenkind sie gefragt hatte, was sie sei verging ein wenig Zeit. Ihr erster Gedanke war bissig zu reagieren, oder sie gänzlich zu ignorieren. Immerhin waren ihre Erfahrungen mit Menschen bisher nicht die allerbesten gewesen. Aber dann erinnerte sie sich daran, wie es mit dem Jungen früher allein im Zimmer war. Menschen schienen in der Gruppe, in ihrem Rudel, wohl viel stärker und selbstsicherer zu sein, als wenn sie auf sich allein gestellt waren. Und diese Theorie konnte sie zumindest einmal austesten, oder? Was hatte sie schon groß zu verlieren? Außerdem handelte es sich bei ihrer Gegenüber um ein Mädchen, das eineinhalb Jahre jünger als sie selbst war und nicht um eine Gruppe Älterer. Sie traute sich deshalb auch zu, mit ihr fertig zu werden, sollte sie anfangen gewalttätig zu werden. Also antwortete sie ihr mit der Erklärung des Arztes, als das Braunhaar ihm genau dieselbe Frage gestellt hatte. Aus diesen Paar Wörtern sollte sich ein Gespräch entwickeln, das zwar auf niedrigem Niveau war, aber dennoch angenehm für das Fischmenschenkind. Sie war überrascht, dass dieses Kind anscheinend wirklich keine bösen Absichten zu haben schien, trotzdem blieb sie zunächst recht misstrauisch. Doch auch wenn sie dem Mädchen nicht wirklich vertraute, so setzte sie sich dennoch mit ihr an eine Wand. Dieses Gespräch sollte außerdem die Grundlage für die beste Freundschaft zu einem anderen weiblichen Wesen bisher für Nummer 68 werden. Der Abstand zwischen den beiden Mädchen verkleinerte sich fast regelmäßig und als etwas über drei Wochen vergangen waren durfte die Schwarzhaarige sogar den Schweif der Fischmenschin einmal kurz anfassen.
    Die Freundschaft der beiden Mädchen sollte etwa eineinhalb Jahre dauern, in denen auch keine Neuen Kinder mehr kamen, bis zu dem sechsten Geburtstag von dem Braunhaar. Denn an diesem Tag kam wieder ein Wärter und verlangte genau nach ihr. Aller Protest der beiden Mädchen brachte rein gar nichts, das Fischmenschenkind verließ die Schwarzhaarige auf Nimmerwiedersehen. Sie hatte laut Ansicht der Sklavenhändler ein akzeptables Alter zum Arbeiten erreicht, womit natürlich noch nicht wirklich harte körperliche Arbeiten gemeint waren, sondern Dinge wie Boden schrubben und Gemüse schälen. Es grenzte an ein Wunder, dass sich das Mädchen mit dem Messer nicht die Schwimmhäute zersäbelt, sondern immer nur in die Finger geschnitten hatte. Dennoch war es für sie die größte Qual den Boden zu schrubben. Denn dies musste sie an Deck tun, wo sie das Meer sehen konnte. Sie wusste damals nicht ,was es wahr, aber aus irgendeinem Grund wurde sie fast schon instinktiv von diesem kühlen Nass angezogen, ohne es wirklich betreten zu können. Mittlerweile glaubt sie sogar, dass es Absicht war, sie das genau dort tun zu lassen. Sie glaubt fest daran, dass es Taktik war, ein Lebewesen, welches von Natur aus Wasser als sein Element hat, zwar nah an dieses ran, aber eben nicht in dieses hinein zu lassen. Allein schon um es zu quälen. Da das Kind ständig von Älteren umgeben war schnappte sie stetig neue Wörter auf, die ihren Wortschatz immer weiter vergrößerten. Dennoch merkte sie hier wieder dasselbe wie schon im Kinderzimmer. Sie sah anders aus, als die anderen. Denn es waren wohl etwa 99% der anwesenden Menschen auf dem Schiff ganz normal, während es mit ihr nur vier gab, die davon abwichen. Eine von den drei anderen war ihre, ihr natürlich völlig unbekannte, Mutter und zwei männliche Fischmenschen.

    Neue Umgebung, alte Verhältnisse

    Bevor sie das Schiff endgültig verlassen sollte verging ein halbes Jahr vom Leben des Mädchens. Sie wurde auf eine Art Sklavenmarkt gebracht und in einen nicht mal drei Quadratmeter großen Käfig gesperrt. Anschließend wurde das Fischmenschenkind wie alle anderen Sklaven um sie herum angepriesen. Genau dadurch konnte sie kein Gespräch genau verfolgen, es war einfach zu laut. So konnte sie auch nicht der Unterhaltung folgen, die über ihr weiteres Leben entschied. Aber ein paar Minuten später sollte sie aus ihrem Käfig gezogen und ihrem neuen Besitzer übergeben werden, der sichtlich zufrieden mit dem Handel zu sein schien. Bei ihrem neuen Besitzer handelte es sich förmlich um einen Schrank von einem Mann, der sie unsanft hinter sich her zog, tiefer in die Insel hinein. Sie wurde zu einer Ansammlung von Wagen gebracht, in deren Mitte ein recht großes Zelt stand. Die Fischmenschin hatte so etwas noch nie in ihrem Leben gesehen. Zielsicher zog man sie zu einem der Wagen hin, in dem ein Mann, der etwa dreißig Jahre alt war, in einem weißen Kittel saß. Dieser schaute das Mädchen überrascht an, bis ihm gesagt wurde er solle ihr die Stacheln herausziehen, wenn es nötig wäre und sie dann zu dem Zelt bringen. Es dauerte nicht lange, da hatte der Mann, der offensichtlich ein Arzt war, seine anfängliche Überraschung überwunden und tat wie ihm befohlen wurde. Bei dieser Arbeit wurde er aber erneut überrascht, denn kaum dass er einen der Stacheln herausgezogen hatte sickerte eine durchsichtige Flüssigkeit aus dieser Stelle, wo er gerade noch gewesen war. Er stellte als erste Vermutung auf, dass dies das Blut des Mädchens war, aber als er sie fragte schüttelte sie nur ihren Kopf. Immerhin hatte sie ihr Blut schon oft genug durch die Arbeit in der Küche gesehen, um zu wissen, dass es rot und nicht durchsichtig war. Da den Arzt diese Flüssigkeit aber interessierte nahm er eine Probe von ihr, beendete seine Arbeit und brachte die Fischmenschin dann ins Zelt. Kaum, dass er sie abgeliefert hatte war der Weißkittel auch schon wieder weg und der Schrank von Mann übernahm wieder das Kommando. Er wollte sie als Tänzerin einteilen und sie sollte auch hinter den Kulissen arbeiten. Und so lange, wie sie den Cancan, den Tanz, den sie lernen sollte, nicht beherrschen würde, wäre sie während den Vorstellungen eine Attraktion außerhalb des Zeltes und würde in einem Käfig sitzen. Käfig. Wie das Fischmenschenkind dieses Wort doch hasste. Es hatte sich also bis auf den Besitzer für sie nichts an der Situation geändert. Wobei, das war auch nicht ganz richtig, denn anscheinend war ihr Besitzer mit dem „Namen“ Nummer 68 ganz und gar nicht zufrieden, weshalb er kurz überlegte und sie anschließend auf den Namen Wavami taufte. Dagegen hatte das Kind nichts einzuwenden, ein richtiger Name hieß doch, dass sie nicht mehr nur Eine von Vielen war, oder? Weit gefehlt. Ihr Name änderte im Endeffekt nichts daran, was sie war. Sie war einfach ein wertloses, austauschbares Ding, das man so lange benutzen konnte, bis man seine Freunde daran verloren hatte, oder es kaputt gegangen war.
    Und um genau dies in Zukunft tun zu können, fing man direkt mit dem „dressieren“ des Mädchens an. Diese Dressur sah als Anfang zwanzig Minuten durch das Zelt im Laufschritt vor. Und immer, wenn das Kind es wagen sollte langsamer zu werden, bekam sie die Peitsche zu spüren, wobei immer sehr genau auf ihren unteren Rücken gezielt wurde, da es nicht im Interesse des Direktor stand Verletzungen auf den Flecken am Rücken des Mädchens zu verursachen. Danach standen Dehnübungen auf dem Plan, wobei er dabei natürlich auch gleich Nutzen aus der Sache ziehen wollte. Immerhin musste Wavami für die Schritte des Cancan über eine gute Flexibilität verfügen und er sah es nicht ein, diese langsam zu trainieren. Im Falle des Spagats zum Beispiel sah es so aus, dass sie nicht nur versuchen sollte einen zu machen, sondern sie förmlich in den Spagat gedrückt wurde, nach dem Motto: wenn sie schreit geht immer noch ein wenig mehr. Als sie mit dieser Tortur fertig waren war es schon Abend geworden und die nächste Show anstand. Wavami war zu diesem Zeitpunkt völlig fertig, ihr tat absolut alles weh und jeder Schritt war die reinste Folter. Trotzdem musste sie wieder in den Arztwagen und sie die Stacheln herausziehen lassen. Dieses Mal sagte keiner von dem Beiden auch nur ein Wort. Auch, als er sie im Anschluss daran zu ihrem Käfig brachte blieben beide stumm. Die ganze Zeit wurde die Fischmenschin in ihrem Käfig von unzähligen Menschen begafft, bis diese irgendwann dem Kind überdrüssig wurden und gingen. Am liebsten wäre das Mädchen an Ort und Stelle eingeschlafen, aber das ging nicht so einfach. Denn, wer schläft bitte gern, wenn er von unglaublich vielen Augenpaaren gleichzeitig angestarrt wird? Die sechs Augenpaare von früher waren da überhaupt nichts gegen. Aber auch wenn das Begaffe Wavami nicht gestört hätte, so wurde sie doch von einem unermesslichen Hunger geplagt und das schon seit Stunden. Wenigstens dieses Problem sollte nicht allzu lange Zeit darauf gelöst werden, denn es kam eine Frau wegen der von ihr so genannten „Fütterungszeit“ und versorgte zuerst die Tiere, ehe sie dem Mädchen einen trockenen Kanten Brot und eine Schale Wasser hinwarf. Wahrscheinlich hätten die meisten anderen Menschen dieses Essen als unwahrscheinlich schlecht empfunden, aber für die Braunhaarige war es eine wirkliche Steigerung im Vergleich zu der Pampe, die sie früher zu Essen bekam und das beste Essen, das sie bisher zwischen die Zähne bekommen hatte.
    Der Tagesablauf des Kindes sah in den nächsten zwei Wochen so aus: Zuerst ging es zum Arzt, der sie anschließend zum Training brachte. Danach gab es Mittagessen, welches sich natürlich erneut aus trockenem Brot und Wasser zusammensetzte und als das beendet war trainierte sie weiter bis zum Abend, wo sie wieder zum Arzt musste. Anschließend durfte sie sich abermals begaffen lassen, bis es Abendessen gab. Als die besagten zwei Wochen ohne Abwechslung vorbei waren, sprach der Weißkittel allerdings ein zweites Mal mit dem Mädchen. Von ihm bekam sie gesagt, dass die Flüssigkeit, die aus ihrem Schweif kam, Gift war, das sie produzieren würde. Es wäre allerdings noch unglaublich schwach und die Bezeichnung Gift wäre aufgrund Dessen noch nicht einmal wirklich angebracht. Dass Wavami bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas von Gift gehört hatte und folglich keine Ahnung hatte, worum es sich dabei handelte, merkte der Arzt auch kurze Zeit später. Wegen dieser Tatsache tat der Mann schließlich etwas für die Fischmenschin zu dem Zeitpunkt völlig Unerwartetes, denn er verlangsamte seine Arbeitsgeschwindigkeit und erläuterte es dem Mädchen. Im selben Wortschwall stellte er sich außerdem als Jeff vor und noch am selben Tag wurde das Fischmenschenkind gefragt, ob sie denn lesen könne, oder schreiben, oder rechnen. Um ihm zu antworten wurde nur mit dem Kopf geschüttelt, kein Wort entwich dem Mund des Kindes. Doch Jeff dachte gar nicht daran aufzugeben und fragte sie eine Woche lang alle möglichen Fragen. Aber Wavami ging auf nichts davon ein, weil sie es für eine Falle hielt um sie für irgendetwas bestrafen zu können. Nachdem sie aber eine Woche lang jeden Morgen und Abend mit Fragen bombardiert wurde gab sie aber doch nach, er hatte wohl eindeutig mehr Ausdauer in so etwas als sie selbst. Jeff schien das förmlich erwartet zu haben, denn von dem Zeitpunkt, an dem sie ihm richtig antwortete, gab es für ihn kein Halten mehr und er erzählte ihr alles Mögliche über die verschiedensten Dinge, die Kinder laut ihm wissen müssten. Und trotz der Tatsache, dass das Mädchen fast kein Wort sprach fing der Weißkittel doch langsam an ihr sympathisch zu werden. Das hatte wiederum zur Folge, dass dem Fischmenschenkind ein Geschenk gemacht wurde. Ein Geschenk, das die meisten, in diesen Stand geborenen, Sklaven nicht erhalten sollten. Sie wurde gebildet. Bisher wurde dem Mädchen in ihrem Leben noch nichts geschenkt, weshalb sie Jeff natürlich fragte, warum er sie diese ganzen Dinge lehren würde. Als Antwort bekam die von dem Weißkittel, dass seiner Meinung nach jedes intelligente Wesen auf dieser Welt Bildung verdient hätte und er mehr als gern seinen Teil dazu beitragen wolle, wenn er denn könnte. Während er sich verlegen am Kopf kratzte fügte er noch hinzu, dass es ihn außerdem sehr freuen würde, wenn ihm jemand wirklich einmal zuhören würde, da er sonst nie so interessierte Zuhörer bei den Schaustellern hatte.
    Eines Abends jedoch versuchte das Mädchen allerdings ein einziges Mal von ganz allein und ohne fremde Hilfe zu fliehen. Sie war gerade Jeff übergeben worden, dieser hatte sich nur einen kurzen Moment umgedreht und schon hörte er Trampeln und das Rasseln von Ketten. Er wollte sie noch aufhalten, weil er schon mehrmals gesehen hatte, was bei einem Missglückten Fluchtversuch passieren, würde, schließlich musste er die armen Seelen am Ende verarzten, aber er war zu spät. Die Fischmenschin war nämlich gerade dem genau in die Arme gelaufen, der für die Bestrafungen verantwortlich war. Gleichzeitig handelte es sich bei ihm auch um den, der sie gekauft hatte. Als Wavami den Direktor vor sich sah rutschte ihr buchstäblich das Herz in die Hose. Sie wollte noch umdrehen und in die andere Richtung flüchten, aber der Direktor war schneller, packte sie und schleifte sie hinein in die Manege. Sie wurde gefesselt und anschließend so lange ausgepeitscht bis sie aufhörte zu schreien. Als sie schließlich wieder bei Jeff saß und dieser ihren Rücken verarztete, meinte er, dass sie so etwas in Zukunft lieber lassen sollte, denn bei ersten Mal würde der Direktor erfahrungsgemäß noch nicht so fest zuschlagen. Allein schon, als sie daran dachte, dass die Peitschenhiebe, die sie bisher bekommen hatte, noch „sanft“ gewesen sein sollten, musste das Kind einmal merklich schlucken, nahm sich vor, wenn sie es noch einmal probieren sollte, alles besser zu planen und auch wirklich zu entkommen. Sie wollte nicht wissen, was es hieß, wenn der Direktor „wirklich“ zuschlagen würde.
    Mit der Zeit wurde Wavami immer besser, was das Tanzen des Cancans anging. Inzwischen war sie in den Grundlagen gut genug, um nur noch die Choreographien lernen zu müssen und das Mädchen musste zugeben, dass ihr dieser Tanz wirklich viel Freude bereitete. Ja, es machte ihr richtig Spaß, ihn zu tanzen, die Beine zu schwingen. Sie hätte nicht gedacht, dass Etwas, das ursprünglich nicht auf freiwilliger Basis beruhte, doch gut sein könnte. Aber eine Sache war daran immer noch schrecklich für die Fischmenschin, sie war nicht frei und immer noch auf ein Ding reduziert. Allein schon die Fußfesseln, die sie, außer beim Training, ständig trug, waren eine gute Bekundung dafür. Und da sie als Ding auch ihren Nutzen haben musste, kam irgendwann auch die erste Show vor Publikum für das Mädchen. Sie tanzte mit vier anderen Tänzerinnen zusammen und ihr Kostüm war den ihren sehr ähnlich. Der einzige Unterschied war, dass noch mehr von ihrem Rücken gezeigt wurde, damit das Publikum gut die Flecken auf eben diesem gut sehen konnte. Wavami war während der Show wirklich aufgeregt, schaffte es aber diesen Umstand recht gut zu verbergen und das Publikum für sich zu begeistern. Deshalb gratulierte ihr Jeff auch am Abend zu der gelungenen Show. Allerdings konnte sie selbst sich darüber nicht wirklich freuen. Ihr Leben lang wirklich nur ein Schaustück zu sein konnte sie einfach nicht glücklich machen, das sah auch der Weißkittel ein.
    Die Zeit, die sie insgesamt bei den Schaustellern verbrachte, betrug fast zwölf Jahre, also bis zu ihrem achtzehnten Geburtstag. In dieser Zeit hatte sie viel von Jeff gelernt, unter anderen zum Beispiel wie man liest, schreibt und rechnet. Und seit das Braunhaar vierzehn Jahre alt war musste sie auch etwas weniger Trainieren. Stattdessen stand andere Arbeit an, denn sie wurde jemandem als Assistentin zugeteilt. Zu ihrem Glück war dieser jemand niemand geringeres als der Arzt Jeff, welcher ab diesem Zeitpunkt auch damit anfing seine Assistentin in die Medizin einzuweisen. Sie lernte die verschiedenen Dinge schnell und zeigte auch immer großes Interesse an dem, was ihr Lehrmeister ihr zeigte. Auch lernte sie von ihm, dass man normalerweise neben einem Vornamen, so wie sie einen hatte, noch einen Nachnamen trug. Dieser sei in den meisten Fällen der Familienname, aber da Wavami ja keine Familie hatte schlug der Weißkittel vor, dass sie sich einfach selbst einen ausdenken könne. Die Jugendliche überlegte etwas. Was für einen Namen würde sie tragen wollen? Ihr schossen hunderte Silben durch den Kopf und verbunden sich, nur um anschließend wieder verworfen zu werden. Dies ging so lange so, bis es wie aus der Pistole geschossen aus ihr herausplatzte. Der Name Nixon ist ihr nämlich in den Kopf gekommen. Ihr gefiel der Klang des Namens außerordentlich gut und auch Jeff fand ihn nicht schlecht, weshalb es damit also beschlossen war. Dennoch wuchs mit der Zeit der Wunsch nach Freiheit in der Jugendlichen immer mehr heran. Auch, wenn ihr das Tanzen großen Spaß machte, sie durchaus Gefallen an der Medizin fand und auch jemanden gefunden hatte, mit dem sie reden konnte und dem sie vertraute, so war sie im Endeffekt immer noch ein Spielzeug zur Belustigung der Menschen. Und auch, wenn es so aussah, als hätte sie sich mit dieser Situation abgefunden, sah es in ihr ganz anders aus. Nur wusste sie, dass sie es allein niemals schaffen würde von diesen Leuten wegzukommen und selbständig zu werden. Unterstützung bräuchte sie aber wohl von niemandem erwarten, immerhin "gehörte" sie ja dem Direktor des Zirkus. Zumindest dachte Wavami, dass ihr niemand helfen würde. Eines Morgens jedoch, die Sonne war noch nicht richtig aufgegangen, sollte diese Annahme ihrerseits einmal komplett über den Haufen geworfen werden. Und zwar von dem Menschen, den sie in den letzten Jahren als einzigen an diesem Ort in ihr Herz geschlossen hatte. Natürlich konnte hier nur von Jeff die Rede sein. Er löste ihre Fußfesseln und drückte ihr einen wasserfesten Rucksack in die Hand. Anschließend sagte er eindringlich zu ihr, dass sie so schnell rennen solle, wie sie könnte und sich nicht mehr umdrehen solle. Da es noch so früh am Morgen sei, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Abhauen, sie hätte immerhin ein, zwei Stunden Vorsprung, ehe alle aufwachen und ihr Verschwinden bemerken würden. Konnte man es der Fischmenschin wirklich verübeln, dass sie nicht lange zögerte? Das Einzige, was sie noch kurz aufhielt war, dass sie den Weißkittel kurz umarmte und ihm mit einem Nicken dankte, bevor sie sich schließlich umdrehte und rannte. Der Arzt sagte ihr noch hinterher, dass sie gut auf sich aufpassen solle. Da er aber nicht gerufen hatte, vernahm Wavami diese Worte nicht mehr. Sie war zu beschäftigt damit zu laufen. Ihr Ziel war klar: Sie musste zum Strand der Insel. Dadurch, dass sie ständig tanzte, war sie recht gut in Form und kam in einem guten Tempo voran, bis sie ihr Ziel dann schließlich erreicht hatte. Kurz schaute sie auf das weite Meer, bei welchem es sich laut Jeff um die Grandline handelte. Das Gefühl, welches sie beim Schwimmen hier empfand war ein gänzlich anderes als wenn sie in dem Aquarium geschwommen ist, in das sie manchmal hinein gelassen wurde. Die Bedingung dafür war allerdings, dass sie eine wirklich fehlerfreie und mitreißende Show ablieferte, die die Zuschauer begeisterte. Es war aber nicht so, dass ihr das Aquarium besser gefallen hatte, sondern genau anders herum. Die Braunhaarige schwamm einfach ohne Sinn und Verstand dahin, wo ihre Nase hinzeigte. Sich zu orientieren hätte viel zu lange gedauert und wirklich erfolgreich wäre es wahrscheinlich auch nicht gewesen.

    Endlich frei

    Es dauerte etwa einen Tag, bis sie am Horizont eine Insel ausmachen konnte. Diese kam ihr gerade recht, hatte sie das Dauerschwimmen doch sehr erschöpft. An einem ruhigen und gerade nicht besuchten Strandabschnitt ging die Fischmenschin an Land, ruhte sich erst einmal aus, bevor sie schließlich in ihren Rucksack schaute. Immerhin wäre es nicht gerade die schlechteste Idee, zu wissen, was sie überhaupt alles bei sich führte. Das Erste, was sie aus dem Rucksack zog, war ein Portemonnaie mit recht viel Geld darin. Bei dieser Summe musste es sich grob geschätzt um die Einnahmen einer gesamten Woche handeln. Mit so viel Geld hatte sie im Leben nicht gerechnet und sie konnte sich denken, dass es für den Weißkittel nicht einfach gewesen sein musste dort heran zu kommen. Genauso wie sie sich lebhaft vorstellen konnte, in was für Schwierigkeiten er kommen würde, wenn raus kommen würde, dass er dieses Geld entwendet hatte. Ganz zu schweigen davon, dass er es gewesen war, der sie frei gelassen hatte. Aber so, wie sie Jeff kennen gelernt hatte, fand er schon die richtigen Worte, um sich aus der Affäre zu ziehen, oder es Jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Er war ein wenig wie Unkraut, wirklich nicht einfach klein zu kriegen. In dem Rucksack befanden sich außerdem ein paar Kleidungsstücke und ein Laib Brot. Im Gegensatz zu dem Brot, welches sie normalerweise zu essen bekommen hatte, war dieses überhaupt nicht hart und trocken, sondern frisch und saftig. Es dauerte keine zehn Minuten, bis von dem Laib nichts mehr übrig war. Nachdem sie aufgegessen und alles wieder ordentlich in ihrem Rucksack verstaut hatte machte die Fischmenschin sich auf den Weg die Insel zu erkunden. Nach recht kurzer Zeit war die Braunhaarige bei einer Stadt angekommen, in der sie sich, so beschloss sie kurzerhand, ein paar Tage aufhalten würde. Dass sie auch hier, egal wohin sie ging, angestarrt wurde, damit hatte sie eigentlich schon gerechnet, aber es wurde nicht mehr von ihr erwartet, dass sie diesen Umstand stundenlang zulassen musste und nicht weggehen durfte, wenn es sie nervte. Der Luxus, dass sie von nichts und niemandem aufgehalten oder festgehalten wurde, gefiel ihr wirklich unglaublich gut und sie war sich hundertprozentig sicher, dass sie ihn auch nie wieder in ihrem Leben missen wollte. Sie würde alles in ihrer Macht stehende tun, um zu verhindern, dass sie wieder gefangen gehalten werden würde. Von dort an tat sie immer nur das, worauf sie gerade Lust hatte. Und da sie sich irgendwie verteidigen können wollte dachte sie sich auch eine Art zu kämpfen aus, die sie auf der Grundlage des Cancan entwickelte. Denn dies war das Einzige, was sie, neben Medizin, gut beherrschte und ihr im Kampf auch bestimmt etwas nützen könnte. Das Braunhaar konnte sich nämlich nicht vorstellen, dass jemand schon einmal seinen Gegner totgerechnet oder totgelesen hat. Durch Zufall hatte sie einmal Kickboxer beim trainieren beobachtet und da sie der Meinung war, dass sich ihr Tanz und diese Art zu kämpfen sicherlich miteinander kombinieren ließen, versuchte sie auch das, was sie gesehen hatte mit einzubeziehen. Ebenso wie ihre naturgegebene Waffe, die nun nicht mehr unschädlich gemacht wurde. Außerdem fand sie zu dieser Zeit auch ein Buch über das Kickboxen, in dem die Grundlagen dafür erläutern wurden, welches sie seitdem ununterbrochen mit sich herumträgt. In diesem Zeitraum wurde ihr eine Sache klar. Sie war nicht so schwach, wie sie immer geglaubt hatte. Sie hat sich nur schwach machen lassen, hat nicht daran geglaubt, dass sie in der Lage wäre, sich zu verteidigen. Hätte sie schon vorher gewusst, dass sie sich durchaus kämpfen kann, wenn sie es darauf anlegt, dann hätte sie sich schon viel früher aus dem Staub gemacht und sich vorher an dem Direktor gerächt. Aber der Gedanke an eine erneute harte Strafe, wenn sie erneut versuchen sollte wegzulaufen, haben sie davon immer abgehalten. Es gab einfach nie einen günstigen Zeitpunkt. Einen Moment lang verfluchte sie sich selbst dafür, dass sie nicht schon früher gemerkt hatte, dass diese Tatsache gegeben war, immerhin hätte sie darauf ja kommen können. Selbstvorwürfe würden die junge Frau an dieser Stelle aber auch nicht weiter bringen, war ihr Schluss aus der Sache. Immerhin war sie nun weg von diesen schrecklichen Leuten. Zwar war sie inzwischen schon erwachsen geworden, aber besser spät als nie. Und während sie also lernte sich ihrer Haut zu erwehren, machte Wavami sich auch darüber Gedanken, was sie mit ihrem Leben überhaupt anfangen wollte, was sie erreichen wollte. Als diese Ziele schließlich gesteckt waren, war nur noch eines zu tun: Daran zu arbeiten.
    Zurzeit befindet sich die junge Frau allerdings nicht mehr auf dieser Insel, denn sie hat sich nach einiger Zeit, die sie dort verbracht hat, dazu entschieden sie wieder zu verlassen und weiter zu reisen. Sie wollte aber nicht unnötig Geld ausgeben, um auf einem Passagierschiff mitzufahren, wenn sie genauso gut selbst schwimmen könnte. Immerhin handelte es sich bei ihr doch um eine Fischmenschin und sie war demnach nicht darauf angewiesen, ans Festland zu gehen. Also packte sie ihre Habseligkeiten zusammen und machte sich auf den Weg. Im Gegensatz zu ihrer ersten Reise allein hatte Wavami dieses Mal allerdings ein ihr genau bekanntes Ziel, das sie erreichen wollte. Zumindest war es ihr Endziel, sie hatte keine große Eile dorthin zu gelangen und auch Umwege wären nicht dramatisch in den Augen der Ärztin. Bei besagtem Zielort handelte es sich um den Rivers Mountain. Dass es neben der Grandline noch die vier Blues gab, das hatte ihr Jeff schon vor längerer Zeit erzählt, allerdings konnte sie nie so recht glauben, dass man tatsächlich über einen Berg von eben diesen vier Ozeanen auf die Grandline gelangen konnte. Andererseits ging sie auch nicht davon aus, dass ihr der Arzt Lügengeschichten erzählt hatte. Trotzdem wollte sich die junge Frau noch einmal selbst von diesem Umstand überzeugen. Wie bereits erwähnt hatte sie kein Problem damit, wenn es länger dauern würde, irgendwann würde sie dort sicherlich ankommen. Sie hatte alle Zeit der Welt, um ihr Ziel zu erreichen, keiner zwang sie, sich zu beeilen. Und so begann sie ihre Reise, die sie hauptsächlich unter, aber auch teilweise über Wasser bestritt. Die ungefähre Richtung zum Rivers Mountain hatte sie von einem Bewohner noch auf der Insel gezeigt bekommen und sie bemühte sich, sie so gut wie möglich bei zu behalten. Und es war gut, dass sie vorher noch jemanden auftreiben konnte, der gewillt war, ihr die Richtung zu weisen, denn wäre sie auf eigene Faust einfach so los geschwommen hätte sie die völlig verkehrte Richtung eingeschlagen. Wenn sie müde wurde ruhte sie sich am Meeresgrund aus, hatte sie Hunger, so gab es Fische oder andere Meerestiere zu essen. Von ihren Äpfeln und Sonnenblumenkernen aß sie nur selten, sie wollte möglichst lange etwas von ihnen haben und teilte sie sich so gut es ging ein. Allgemein öffnete sie ihren Rucksack nur dann, wenn sie an die Oberfläche schwamm, immerhin wäre er nicht mehr dicht, wenn sie ihn unter Wasser öffnen würde. Es gab keine wirklich großen Zwischenfälle bisher auf ihrem Weg, traf man unter Wasser doch nur sehr selten auf andere Menschen. Aber auch über Wasser sah die junge Frau, wenn überhaupt, nur selten einmal ein Schiff in der Ferne vorbeifahren, zu weit weg, als dass die sich darauf Befindenden sie bemerken würden. Auch heute ist die Fischmenschin noch auf besagter Reise und erstaunlicherweise befindet sie sich immer noch auf dem richtigen Weg zum Rivers Mountain. Zwar ist sie nicht den direkten Weg geschwommen, sondern hat ihren Weg mehr in Schlangenlinien zurückgelegt, aber die grundlegende Richtung ist noch die richtige. Es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis sie ihn dann erreichen würde.


    Charakterbild

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    Schreibprobe

    In Ordnung…Ganz ruhig… Ein, aus. Ein, aus. Ein und wieder aus. Dass ruhiges Atmen in manchen Fällen gegen Aufregung helfen sollte hatte die Fischmenschin zwar schon öfters von einigen Tänzerinnen gehört und auch Jeff hatte ihr dazu geraten, aber leider brachte es in ihrem Fall so gut wie gar nichts. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, sie zitterte leicht und außerdem war ihre Kehle so trocken, als hätte sie tagelang nichts getrunken. Und das, obwohl es für die Braunhaarige gerade vor etwas mehr als einer Stunde Mittag gab, wo sie eigentlich getrunken hatte. Über dieses Problem hätte sie sich zwar mit Leichtigkeit noch viel länger Gedanken machen können, allerdings merkte sie, dass es inzwischen Zeit war. Alle Beteiligten Personen rannten wie wild umher, bis sie bei ihren Bestimmungsorten angekommen waren und Wavami musste sich ihnen nun anschließen, ganz egal ob sie wollte oder nicht.
    Sie kaute auf ihrer Unterlippe herum, während sie wie aus vielen Kilometern Entfernung eine ihr wohlbekannte Stimme zwar hörte, aber nicht verstehen konnte, was sie sagte. Nur dadurch, dass sich die übrigen Tänzerinnen in Bewegung setzten, bekam das Mädchen mit, dass sie jetzt auch raus musste, sonst wäre sie vermutlich einfach an Ort und Stelle wie ein Ölgötze stehen geblieben. Das Licht der Scheinwerfer war warm. Sehr warm. Von überall hörte die junge Tänzerin Stimmen, die sich zu einem großen Orchester aus unverständlichem Gegröle vereinten und auf ihre Ohrlöcher einprügelten. Mit der Hitze zusammen war das ein schreckliches Gefühl, dem das Braunhaar zu gerne aus dem Weg gegangen wäre, wenn es irgendwie möglich gewesen wäre. Nur konnte sie sich lebhaft vorstellen, was passieren würde, wenn sie es noch einmal wagen würde, auch nur den Versuch des Verschwindens zu starten. Allein schon bei dem Gedanken daran verspürte sie ein unangenehmes Stechen in ihrem unteren Rücken. Nein, das würde sie nicht ein zweites Mal durchmachen wollen.
    Von einer Sekunde auf die andere drang plötzlich ein weiterer Reiz an ihr Trommelfell. Dieses Mal allerdings einer, den sie sehr wohl verstand, immerhin hatte sie diese Musik nun schon so oft gehört. Synchron zu den anderen fing die junge Tänzerin schließlich an zu tanzen. Für sie kam es fast einem Wunder gleich, dass sie bei all der Aufregung und den ganzen neuen Eindrücken, die auf die einprasselten, nicht die Schritte vergessen hatte. Immer noch verstand die Fischmenschin nicht, was die Menschen auf den Tribünen von sich gaben, erkannte aber, dass sie etwas Anderes, sehr wichtiges, wohl ignoriert hatte. Denn so weit, wie Wavami das erkennen konnte, lächelten die meisten Zuschauer, die in die Manege starrten. Ein kurzer Seitenblick zum Direktor und das Kind war sich mehr als sicher, dass sie es ihnen besser früher als später gleich tun sollte, konnte sie in seinem Blick doch deutlichsten Unmut erkennen, was aber nicht sehr schwierig war, trug er diesen doch gerade sehr offenkundig zur Schau. Allerdings schien das keiner außer der Braunhaarigen zu bemerken, es hätte aber auch keinen Unterschied gemacht. Die Botschaft war klar, sie musste nur noch umgesetzt werden. Und zu der Überraschung und Freude des Mädchens funktionierte es sogar ganz gut! Zwar war ihr Lächeln noch ein klein wenig ungelenk und wirkte etwas steif, aber als sie etwa eine Minute später ein zweites Mal zum Direktor sah war ein Blick vollkommen neutral, ohne auch nur eine kleine Regung, so wie er immer schaute. Es war also wieder alles in Ordnung. Dass er seine Beruhigung nur vortäuschen würde schätzte Wavami als äußerst unwahrscheinlich ein. Sie hatte ihn bisher immer so kennen gelernt, dass er keinen Hehl daraus machte, wenn er schlechte Laune hatte oder etwas nicht gut fand. Und die Verursacher dessen taten gut daran nicht zu protestieren, wenn er ihnen im Anschluss etwas befahl. Außer natürlich, sie wollten wirklich unbedingt die Peitsche zu spüren bekommen.
    Es dauerte nicht mehr lange, dann waren die letzten Schritte getanzt und die Musik klang aus. Ein, zwei Verbeugungen mit den anderen Tänzerinnen und schon war es vorbei. Kaum, dass sie aus der Manege raus war verspürte die Fischmenschin eine unglaubliche Erleichterung. Hier in dem Wagen der Tänzerinnen war es so viel angenehmer als in diesem Licht, dass sich für Wavami so anfühlte, als würde man darunter sehr bald zerfließen. Beim Umziehen nahm sich das Mädchen recht viel Zeit, ehe ihr wieder die Fußfesseln angelegt wurden und sie zurück in ihren Käfig geführt wurde. Als sie darin saß sah das Braunhaar den Direktor direkt an ihrem Käfig vorbeigehen und sie geradewegs ansehen. Ein Blick, den sie so unglaublich hasste, dem sie am liebsten Entfliehen würde. Sie konnte förmlich spüren, wie er zu ihr sagte: „Das war nicht schlecht, aber bilde dir bloß nichts darauf ein! Du gehörst mir, finde dich damit ab.“
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Aug. 2014
  2. Wavami

    Wavami Pirat

    Beiträge:
    169
    Crew:
    Beubos Bande
    Posten:
    Ärztin
    Alter:
    22 Jahre
    Größe:
    1,85 Meter
    Steckbrief:
    Link
    Rasse:
    Link
    Kampfstil:
    Link
    Technikdatenblatt

    Technikdatenblatt

    Attribute:

    Stärke: 5
    Schnelligkeit: 5+1
    Kampfgeschick: 6
    Fernkampfgeschick: 1
    Widerstand: 3
    Willenskraft: 4

    Attributssteigerung:

    Fischmenschenschlägerin:

    Stärke: 1
    Schnelligkeit: 1
    Kampfgeschick: 1
    Fernkampfgeschick: 3
    Widerstand: 2
    Willenskraft: 2


    Kampf-Klasse:

    Schläger


    StufeBonus
    1 Man erlernt mit dieser Stufe die erste Stufe seines Kampfstils.
    2 Das Geschick beim Ausweichen von Angriffen nimmt spürbar zu.
    3 Inzwischen ist man so erfahren, dass man mit nur wenigem festem Grund einen Kampf in der Luft führen kann. Außerdem nimmt die Intuition zu.

    Ausrüstung:

    Waffen: -

    Gegenstände:
    - Ein Wasserdichter Rucksack
    Darin enthalten:
    - Wechselkleidung
    - Ein Beutel mit Sonnenblumenkernen und ein paar Äpfeln
    - Ein Portemonnaie mit ihrem Geld
    - Arztausrüstung (Stethoskop, Reflexhammer, Mundspatel, Einmalspritzen, Verbandstoff-Set, Verbandschere, Haut- und Händedesinfektionsmittel, Fantaschale und Pistill, Kleine Auswahl chirurgischer Instrumente, Nadel und Faden)
    - Ein abgenutztes Buch mit dem Titel Die Kunst des Kickboxens

    Geld: 10.000 Berry

    Job:

    Ärztin

    JobstufeBeschreibung
    1Endlich ist deine Ausbildung vorbei und du kannst auf die Welt losgelassen werden, ohne dass man dich als Gefahr für die Menschheit ansieht. Dir fehlt noch die Routine, um alle Krankheiten mit Leichtigkeit zu bewältigen, aber vielen Seeleuten reicht auch eine Person, die in der Lage ist, einen vernünftig einen Verband anzulegen und du bist weit über diesem Niveau.
    2Du hast schon einiges an Erfahrung gesammelt und bist mit allen geläufigen Krankheitsbildern bekannt. Du kannst problemlos dich irgendwo als Arzt niederlassen und eine ganze Gemeinde gesund halten. Wenn es aber mal schwieriger wird, kannst du nicht nur einen ruhigen Kopf behalten, sondern weißt auch, wo du es nachzuschlagen hast.
    Jobtechniken

    Akupunktur

    Jobstufe: 1
    Erfahrungspunktosten: 50
    Voraussetzungen: Arzt

    Beschreibung: Der Anwender ist in der Kunst der Akupunktur eingeweiht und kann sie für seine Medizin benutzen. Er macht sich die Chakrazentren und Energieflüsse des menschlichen Körpers zunutzen, um diesen besser sich selbst helfen zu lassen. Häufig angewandt kann sie sogar so manches Leiden heilen, was ein normaler Arzt nicht behandeln könnte.

    Effekt: Der Charakter kann mit Hilfe von Nadeln, die er in seinen Patienten hinein sticht, auf die Schnelle alle schmerzmindernden und betäubenden Jobtechniken anwenden, wobei jener ein wenig ruhig halten muss, damit sie sauber gesetzt werden können.


    Alchemie

    Jobstufe: 1
    Benötigte Erfahrungspunkte: 50
    Voraussetzung: Arzt

    Beschreibung: Hiermit lernt man die Grundkenntnisse der Alchemie, man ist in der Lage, fremde Flüssigkeiten zu analysieren um ihre Bestandteile herauszufinden, so fern sie aus mehreren Komponenten zusammengemixt werden. Je nach Komplexität wird verschiedene Ausrüstung gebraucht um eine genaue Analyse durchzuführen.

    Effekt: Der Arzt kann nach einer Untersuchung der Substanz ein Gegenmittel herstellen und somit Gegenmittel und Kontermaßnahmen entwickeln. Dazu ist der Arzt in der Lage Tinkturen und Tränke zu brauen, welche seine Jobtechniken etwas weiter spezialisieren anstatt als bloßes Medium zu dienen, so wie ein Schmerzmittel, was den Schmerz, aber nicht das Gefühl nimmt oder aber ein Narkotika, was in geschwächter Form als Pulver verabreicht werden kann.


    Narkotika

    Jobstufe: 1
    Erfahrungspunktosten: 100
    Voraussetzungen: Arzt, Schmerzmittel

    Beschreibung: Eine Operation kann zur Tortur werden, sowohl für den Patienten, aber auch für den behandelten Arzt, vor allem, wenn dieser einen sehr unruhigen Patienten hat. Also benötigt er zuverlässige Methoden, um diesen für die Dauer der Operation ruhig zu stellen. Diese Technik beinhaltet sowohl das Herstellen von einfachen Narkosemitteln, wie auch das Wissen um die Dosierung bei verschiedenen Patienten. Ein 2m Hüne wird sicherlich nicht von derselben Dosis umfallen, wie ein kleines zehnjähriges Mädchen. Und damit der Patient nicht mitten in der Operation aufwacht, will die richtige Dosierung gefunden werden.
    Die Art des Narkotikas spielt eine untergeordnete Rolle, jedoch richtet sich danach die Applizierung und der Transport: Es ist leichter eine Spritze mit sich zu führen als eine Gasflasche.

    Effekt: Der Arzt kann die Narkotika natürlich auch für Kämpfe verwenden, auch wenn es ziemlich schwer werden mag, seinen Gegner die nötige Dosis zu verabreichen.


    Schmerzmittel

    Jobstufe: 1
    Erfahrungspunktosten: 100
    Voraussetzungen: Arzt

    Beschreibung: Mit ein wenig Wissen über den menschlichen Körper ist der Arzt in der Lage, bestimmte Nervenbahnen und Sinne so weit zu benebeln, dass sie in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt werden, ohne die Kampffähigkeit der Verbündeten zu stark einzuschränken. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob dabei Nadeln, Pillen oder Balsame verwendet wurden.
    Nebenwirkung ist häufig, dass der Patient jedoch jedes Gefühl im Körper verliert.

    Effekt: Wer vom Effekt eines Schmerzmittel betroffen wird, kann trotz starker Verletzungen weiterkämpfen, ohne vom Schmerz übermannt zu werden. Es heilt jedoch keine Wunden und was kaputt ist bleibt kaputt, solange keine größere Behandlung folgt.


    Unfallmedizin

    Jobstufe: 1
    Benötigte Erfahrungspunkte: 100
    Voraussetzung: Arzt

    Beschreibung: Der Arzt ist in der Lage, schwerere Verwundungen vor Ort zu behandeln. Er kann beispielsweise Splitter aus dem Körper entfernen, die Wunden vernünftig nähen, komplizierte Knochenbrüche richten und andere Schritte unternehmen, die weiter als Erste Hilfe reichen, selbst wenn er nicht die nötige Ausrüstung besitzt. Es ist mehr als nur irgendwelche Sofortmaßnahmen, vielmehr soll es den Patienten helfen, nach kurzer Rast sich wieder bewegen zu können.
    Je nach Schwere der Verletzung müssen eventuell Schmerzmittel oder andere Maßnahmen verabreicht werden.

    Effekt: Diese Technik macht Verbündete wieder kampffähig, selbst wenn ihre Körper es normalerweise nicht wirklich wollen. Nach der Behandlung und einer kurzen Rast, ist der Patient selbst nach schweren Verletzungen wieder in der Lage, bedingt zu agieren. Jedoch sollte er, wenn etwas ihm an seiner Gesundheit liegt, sich nicht sofort in den nächsten Kampf stürzen, auch wenn er es könnte.


    Veterinärmedizin

    Jobstufe: 1
    Erfahrungspunktosten: 50
    Voraussetzungen: Arzt

    Beschreibung: Tiere müssen anders als Menschen behandelt werden, das weißt der Arzt nur so gut, weswegen er zusätzlich immer zu all seinem Wissen um die Behandlung von Menschen auch die Behandlung von Tieren immer lernt.

    Effekt: Der Arzt kann bedenkenlos alle seine Fähigkeiten auch auf Tiere anwenden und Medikamente herstellen, die Tiere stärken, heilen oder im Ernstfall auch schwächen.


    Aufputschmittel

    Jobstufe: 2
    Erfahrungspunktosten: 200
    Voraussetzungen: Arzt

    Beschreibung: Der Arzt besitzt fundierte Kenntnisse über die Wirkungsweise von leistungssteigernden Substanzen. Er ist in der Lage diese auf Pflanzen, Tieren und anderen Wegen zu gewinnen und richtig zu dosieren. Er kann somit seine Kameraden im Kampf leistungsfähiger machen, muss sich jedoch immer bewusst sein das es auch Nebenwirkungen geben kann. Eine zu hohe Dosis kann leicht zu gegenteiligen Effekten, oder gar Kampfunfähigkeit führen.

    Effekt: Jemand der unter Aufputschmitteln steht, kann für kurze Zeit seine Grenzen besser ausloten. Er kann länger wach bleiben als normal, seine Reaktionsgeschwindigkeit steigt leicht an und auch sein Körper wird leistungsfähiger. Dies reicht zwar nicht um die Attribute wirklich zu steigern, aber es gibt einen deutlichen Vorteil gegenüber Gleichstarke und vermindert den Abstand gegen Stärkere.


    Chirurgie für Seefahrer

    Jobstufe: 2
    Erfahrungspunktosten: 100
    Voraussetzungen: Arzt, Unfallmedizin

    Beschreibung: Viele Ärzte können auch so Operationen durchführen, jedoch braucht es normalerweise eine Menge Helfer, das richtige Werkzeug und nicht zuletzt noch Ruhe und Konzentration. Auf der harten See ist dies aber selten möglich, wenn man nicht genug abgebrüht ist und einiges an Erfahrung aufweist.
    Doch gerade Seefahrer müssen häufiger mit abgetrennten Körperteilen, großen Löchern im Leib und anderen Leiden sich auseinandersetzen, die ohne eine umfassende und sofortige Behandlung sich permanent auswirken könnten… Oder gar zum Tod führen.

    Effekt: Der Arzt kann normale Operationen auch ohne richtige Ausrüstung mitten auf dem Schlachtfeld ausführen, auch wenn natürlich die Chancen eines Patienten deutlich steigen, wenn alles unter ruhigeren und kontrollierten Umständen stattfindet. Das schließt auch rauen Seegang und Stürme ein, der Arzt hat eine sehr ruhige Hand.



    Unterart:

    Stachelrochenfischmensch:
    Beschreibung: Bei den Stachelrochenfischmenschen handelt es sich um einen recht engen Verwandten der Mantafischmenschen. Aus diesem Grund teilen sie sich auch einige Merkmale mit ihnen, aber es gibt durchaus auch Unterschiede zwischen den beiden Unterarten. Als Erstes sehen wir uns einmal das allgemeine Aussehen dieser Fischmenschen an. Hierbei dürfte auffallen, dass sie nicht wie manch andere Schuppen, sondern eine sehr raue Haut besitzen. Diese weist große Ähnlichkeit zu der auf, die Haie und Rochen ihr Eigen nennen. Die möglichen Färbungen der Haut sind Braun, Blau und sehr selten Schwarz. Außerdem verfügt sie über die Besonderheit, dass sie nicht stur in einer Farbe gehalten ist, sondern die Vertreter dieser Art andersfarbige Flecken auf ihrem Rücken, ihren Schultern und ihrem Nasenrücken besitzen. Unabhängig von der Grundhautfarbe sind sie entweder gelb oder weiß gehalten und von einem dunkleren Farbton ihrer sonstigen Hautfarbe umrandet. Jeder Fischmensch dieser Art ist was seine Flecken in Größe, Anzahl und Form angeht einzigartig. Weiterhin verfügen die Stachelrochenfischmenschen über Flügel an ihren Unterarmen, die flach ovalförmig sind und ihnen einen zusätzlichen Antrieb im Wasser liefern. Ebenso hilfreich im Wasser sind die Schwimmhäute zwischen ihren Fingern und Zehen. Somit sind die Stachelrochenfischmenschen allein schon dadurch schneller und weniger im Wasser als einige andere Unterarten.
    Ein paar von ihnen bringen es sogar fertig ihren etwa 1,5 m langen Schweif als zusätzlichen Antrieb und/oder Ruder Zweck zu entfremden. Jener ist ursprünglich allerdings als Waffe gedacht gewesen, was allein schon die Stacheln an dessen Ende und recht weit am Ursprung bekunden. Diese haben eine Länge von etwa fünf Zentimetern und besitzen alle einzeln eine druckempfindliche Giftdrüse. Bei zu viel ausgeübtem Druck spritzen sie ihr Gift in den betroffenen Stachel. Es kommt auch nicht gerade selten vor, dass einer von ihnen im Opfer stecken bleibt. Für den Fischmenschen selbst ist das aber kein großer Beinbruch, denn ein Stachel wächst je nach individueller Erfahrung schneller oder langsamer nach. Der Fischmensch bemerkt es zwar, wenn einer herausgezogen wird, aber der Schmerz ist etwa mit dem vergleichbar, wie wenn man jemanden ein, zwei Haare ausreißen würde. Die hauptsächlichen Angriffspunkte des Giftes sind Lunge, Herz und Kreislauf des Opfers. Wie stark die Auswirkungen sind und welche überhaupt eintreten hängt davon ab, wie stark der Fischmensch trainiert ist. Zu den Stacheln sei noch gesagt, dass diese nicht von Geburt an vorhanden sind, sondern erst etwa zischen dem zweiten und dritten Lebensjahr anfangen zu wachsen. Das Gift wird erst etwa ab dem sechsten Lebensjahr des Fischmenschen gebildet.
    Weiterhin besitzt der Schweif bei manchen Vertretern die Eigenart in jeder Situation reflexartig die Stimmung des Fischmenschen anzuzeigen. So bedeutet ein Wedeln mit eben diesem Freude, während ein schlaffes herunterhängen Enttäuschung und Traurigkeit ausdrückt. Sollte er einmal recht gerade nach oben gerichtet sein so ist der Fischmensch erschreckt und/oder hat Angst. Als Letztes sollte man sich in Acht nehmen, wenn man sieht, dass die Muskeln des Schweifes durchgängig angespannt sind und allerspätestens, wenn er zittert, sollte man in Deckung gehen, denn dann hat man es übertrieben und den Betroffenen zur Weißglut gebracht. Und dass ein solcher Ausraster äußerst unschön enden kann dürfte inzwischen jedem klar sein.
    Neben diesen individuellen Stärken dieser Unterart besitzen sie selbstredend auch die allgemein von Geburt an zehnmal größere Stärke der Fischmenschen gegenüber normalen Menschen, welche sich natürlich durch Training weiter steigern lässt.

    Stufe 1
    Ist ein Stachelrochenfischmensch ausgewachsen, befindet er sich auf dieser Stufe. Seinen Schweif kann der Fischmensch im Alltag recht gut kontrollieren und dafür sorgen, dass er nicht aus Versehen jemanden damit trifft. Im Kampf hat er aber noch Probleme seine Länge auf die Schnelle richtig einschätzen zu können und es kommt schon vor, dass er den Gegner mit dem Schweif verfehlt. Davon den Schweif im Wasser für Steuerung oder gar zum Antrieb zu benutzen ist man noch meilenweit entfernt.
    Dass dieser Fischmensch Gift produziert merkt das Opfer in den seltensten Fällen und auch nur daran, dass er einen sehr leichten stechenden Schmerz in der Region seines Herzens verspürt. Die meisten Schmerzen verursacht immer noch allgemein die gerissene Wunde. Auch mehrere Treffer verschlimmern diesen Effekt nicht großartig. Ein herausgezogener Stachel braucht etwa zwei Stunden bis er wieder vollständig nachgewachsen ist.

    Stufe 1: Ist ein Stachelrochenfischmensch ausgewachsen, befindet er sich auf dieser Stufe. Seinen Schweif kann der Fischmensch im Alltag recht gut kontrollieren und dafür sorgen, dass er nicht aus Versehen jemanden damit trifft. Im Kampf hat er aber noch Probleme seine Länge auf die Schnelle richtig einschätzen zu können und es kommt schon vor, dass er den Gegner mit dem Schweif verfehlt. Davon den Schweif im Wasser für Steuerung oder gar zum Antrieb zu benutzen ist man noch meilenweit entfernt.
    Dass dieser Fischmensch Gift produziert merkt das Opfer in den seltensten Fällen und auch nur daran, dass er einen sehr leichten stechenden Schmerz in der Region seines Herzens verspürt. Die meisten Schmerzen verursacht immer noch allgemein die gerissene Wunde. Auch mehrere Treffer verschlimmern diesen Effekt nicht großartig. Ein herausgezogener Stachel braucht etwa zwei Stunden bis er wieder vollständig nachgewachsen ist.

    Stufe 2: Es passieren schon weniger Fehler beim Schlagen des Gegners mit dem Wirbelsäulenfortsatz, aber man ist weit davon entfernt mit jedem Schlag den Gegner auch wirklich zu treffen, von einer expliziten Stelle an dessen Körper ganz zu schweigen. Man hat schon den einen oder anderen Gedanken an seinen Schweif im Wasser verschwendet und kann sich theoretisch in etwa vorstellen wie man ihn benutzen muss, praktisch will dies noch nicht so recht klappen.
    Allmählich verstärkt sich der Effekt des Schmerzes beim Herzen des Opfers, wenn das Gift anfängt zu wirken. Dieser schmerzende Effekt tritt auch bei der allgemein schon schmerzhaften Wunde auf. Außerdem kann es je nach Kondition des Opfers dazu kommen, dass es minimal Sternchen sieht. Dies schränkt aber noch nur sehr wenig bis gar nicht ein. Höchstens mehrere Treffer können sie etwas störend werden lassen. Die Zeit, die ein Stachel zum Nachwachsen braucht hat sich auch etwas verkürzt, beträgt sie nun doch etwa eineinhalb Stunden.

    Stufe 3: So langsam wird es doch. Der Versuch den Gegner zu treffen ist jetzt schon immer öfter von Erfolg gekrönt. Außerdem gehen diese Bewegungen mit dem Schweif auch wesentlich schneller vonstatten, was einen Bonus von +1 auf die Schnelligkeit des Fischmenschen bedeutet. Ganz langsam kann man auch davon sprechen, dass man mit seinem Schweif auch zielen kann, welche Stelle man treffen möchte. Außerdem kann man auch schon versuchen den Schweif als Ruder zu benutzen.
    Inzwischen kann man bei dem, was die Giftdrüsen produzieren, auch wirklich von Gift sprechen. Deutlich kann das Opfer nun schon das Stechen bei seinem Herzen spüren, genauso wie die Sternchen nun schon etwas einschränken können. Auch kann es dazu kommen, dass man leichte Krämpfe im Bereich des Treffers verspürt, zusammen mit dem bekannten, erneut verstärkten, Stechen. Durch mehr als einen Treffer ist eine Steigerung der Auswirkungen durchaus möglich, töten kann man sein Opfer durch das Gift allerdings noch nicht. Es stirbt höchstens an den gerissenen Wunden. Ein Stachel braucht nun eine Stunde, bis er wieder nachgewachsen ist.


    Kampfstil:

    Whipping Dance

    Kampfart: Kampf ohne Waffen
    Kampftechnik: Kickboxen, Improvisation
    Klassen: Schläger
    Verfügbarkeit: Privat
    Nutzer: Wavami Nixon

    Beschreibung: Wie der Name dieses Kampfstils schon vermuten lässt, hat der von Wavami Nixon entwickelte Whipping Dance einen Tanz zur Grundlage, bei dem es sich um den Cancan handelt. Dieser wurde mit einigen grundlegenden Elementen des Kickboxens, ein paar eigenen Überlegungen und dem Einsetzen des Schweifs der Anwenderin zu ihrem eigenen Kampfstil weiterentwickelt. Erfunden wurde der Stil von Wavami grundlegend aus dem Grund sich selbst verteidigen zu können, wofür sie zwar auch einen anderen Stil hätte erlernen können, aber sie wollte auf dem Cancan, den sie jahrelang gelernt hatte, aufbauen.
    Dieser Stil bedient sich keinerlei Waffen abgesehen vom Körper der Anwenderin selbst. Genauer gesagt kämpft die Fischmenschin hauptsächlich unter Einsatz ihrer Beine und ihres Schweifs, wohingegen der Gebrauch von Händen verhältnismäßig selten zu beobachten ist. Außerdem lebt dieser Stil davon, dass man sich möglichst schnell um den Gegner herumbewegt, um nicht von dessen Angriffen getroffen zu werden. Denn auf Abwehr wird nicht gerade viel Wert gelegt, weshalb man, wenn man auf diese Art und Weise kämpfen möchte, schon eine recht hohe Schnelligkeit an den Tag legen sollte. Zumindest, wenn man es darauf abgesehen hat mehr als nur einen Kampf in seinem Leben zu führen. Kampfgeschick ist auch sehr nützlich für diese Art zu kämpfen, um zum Beispiel schnell zwischen den Angriffszonen zu wechseln. Außerdem ist bei diesem Stil eine gewisse Stärke vonnöten, um dem Gegner mit seinen Tritten und Schlägen auch wirklich Schaden zuzufügen und ihn nicht nur zu kitzeln. Apropos angreifen, dies kann die Anwenderin bei dem Stil wie bereits erwähnt in drei Bereichen des gegnerischen Körpers.
    Die oberste Zone ist der Oberkörper und selten auch der Kopf des Gegners. Einzig und allein in diesem Bereich wird man, wenn auch relativ selten, dem Einsatz von Schlägen zusehen können. Besagte Schläge werden, wenn sie eingesetzt werden sollten, entweder mit den Fäusten oder dem Schweif ausgeführt und getreten wird ausladend mit durchgestrecktem Bein. Der Schweif der Anwenderin wird in diesem Bereich im besten Fall mit viel Hüftschwung benutzt, um mehr Stärke hinter ihre Schläge mit ihm bringen zu können. Damit eine solche Aktion erfolgversprechend vonstatten geht muss sie ihn selbstredend auch möglichst gut unter Kontrolle haben. In diesem Bereich ist das Ziel denkbar einfach, es geht schlicht und ergreifend darum dem Gegner Schaden zuzufügen.
    Die Zone, die darunter kommt, ist der Bereich um die Knie des Feindes. Wie angekündigt gibt es hier keine Schläge mit den Fäusten mehr und wenn überhaupt noch ein paar ausgeführt werden, dann von Wavamis Schweif. Die Tritte in diesem Bereich sind dazu da den Gegner aus dem Gleichgeweicht zu bringen, im besten Fall sogar zum Zusammensacken oder Umfallen. Um das zu erreichen wird von der Seite oder von hinten angegriffen.
    Auf Knöchelhöhe des Gegners befindet sich die dritte Angriffszone. Hier wird auch der Schweif nicht mehr eingesetzt, das Ziel ist aber dasselbe wie in dem Bereich darüber. Es wird auch aus den gleichen Richtungen angegriffen, damit es zu einer Erfüllung dieses Ziels kommt.

    Stufe 1:
    Voraussetzungen: Schnelligkeit 3, Stärke 3, Kampfgeschick 4
    Auf dieser Stufe tut man alles Mögliche, man tanzt nur nicht erkennbar Cancan. Es erscheint wichtiger seine eigene Haut zu retten, als den Gegner wirklich tanzend zur Strecke zu bringen. Theoretisch sollte man den Angriffen des Gegners lieber ausweichen, als einen Abwehrversuch zu starten, was aber auch nicht immer funktioniert. Auch herrscht bei allen Manövern völliger Stillstand, jeglicher Versuch des Tanzens muss dabei zur Konzentration eingestellt werden. Schläge sind noch kaum vorhanden, man konzentriert sich beim Kämpfen fast ausschließlich auf seine Beine.

    Stufe 2
    Voraussetzungen: Schnelligkeit 4, Stärke 4, Kampfgeschick 5
    Eine Verbesserung ist in Bezug aufs Tanzen vorhanden, nur ist sie kaum sichtbar. Das Ausweichen hat sich auch ein wenig verbessert, funktioniert aber wie gehabt nicht jedes Mal. Außerdem muss man sich immer noch komplett auf seine Manöver konzentrieren und kann dabei nicht weitertanzen. Auch auf dieser Stufe wird man fast nie einen Schlag vonseiten der Anwenderin zu sehen bekommen, dafür aber weiterhin verschiedene Tritte.

    Stufe 3
    Voraussetzungen: Schnelligkeit 5, Stärke 5, Kampfgeschick 6
    Mit Erreichen dieser Stufe beherrscht man den Whipping Dance so weit, dass man sagen kann, man tanzt auch wirklich. Im Gefecht kann es noch manchmal dazu kommen, dass man aus dem Takt gerät, aber man erkennt nun wenigstens, wenn man in der Materie bewandert ist, was dort eigentlich getan wird. Herrschte früher noch Stillstand während man angriff oder auswich, so werden diese Manöver nun immer öfter gesprungen, als wenn man gerade auf der Bühne tanzen würde. Etwas öfter gibt es nun Schläge, gegen die Tritte kommen sie aber auch jetzt nicht an, die zahlenmäßig schlicht und ergreifend überlegen sind.


    --- Stillose Techniken ---

    Axe-Kick

    Typ: Kampf
    Klassenstufe: 1
    Benötigte Erfahrungspunkte: 100
    Voraussetzung: Kampfgeschick 4, Schnelligkeit 3

    Beschreibung: Der Axe-Kick ist ein Tritt, der von oben ausgeführt wird. Das Bein wird ein einer halbkreisförmigen Bewegung nach oben geschwunden und über den Kopf des Gegners hinweg gestreckt. Im Anschluss rast das Bein wie eine Axt in Richtung des Kopfes des Gegners herunter. Das Hauptziel ist hierbei den Gegner am Kopf zu treffen, zu desorientieren oder sogar KO zu schlagen.


    Roundhouse-Kick

    Typ: Kampf
    Klassenstufe: 1
    Benötigte Erfahrungspunkte: 50
    Voraussetzung: Kampfgeschick 2

    Beschreibung: : Bei dem Roundhouse-Kick handelt es sich um einen Tritt, der von der Seite ausgeführt wird. Man versucht dabei den Gegner mit dem eigenen Fußspann zu treffen. Die Punkte, die hier als Ziele dabei bevorzugt werden, sind der Kopf, die Seite und die Kniekehle des Gegners.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. Juli 2016
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