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Ebony Claves

Dieses Thema im Forum "Beubos Bande" wurde erstellt von Ebony Claves, 22. Jan. 2016.

  1. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

    Beiträge:
    173
    Alter:
    21 Jahre
    Größe:
    1,68 m Meter
    Steckbrief:
    Link
    Teufelsfrucht:
    Link
    Charakterdatenblatt

    Persönliche Daten

    Name: Claves
    Vorname: Ebony
    Spitzname: Teesieb, Täubchen

    Geburtstag: 12. Februar
    Alter: 21 Jahre
    Größe: 1,68 m
    Gewicht: 55 kg

    Augenfarbe: grau
    Haarfarbe: violett

    Blutgruppe: B +

    Aussehen: Ebony ist eine Schönheit, so könnte man ihre Gestalt wohl am besten beschreiben. Ihr Körper ist sehr feminin geformt und nicht durch irrsinnig trainierte Muskeln definiert. Noch dazu hat sie eine sehr weiche und gepflegte Haut. Auf den ersten Blick scheint es so, als wäre sie einer Fantasie entsprungen! Ihre weichen Gesichtszüge und diese zarten Wangenknochen gleichen denen einer Puppe. Ihre schmalen Augenbrauen lassen Ebonys helle, grauen Augen noch größer wirken und verleihen ihrem Blick eine gewisse Wärme. Die langen, leuchtend violetten Haare hat sie stets zu 2 Zöpfen am Hinterkopf zusammen gebunden. Die Strähnen, welche vorne ausgespart wurden, umrahmen ihr schmales Gesicht nahezu perfekt. Nichts an ihren Haaren überlässt sie dem Zufall: Der gerade Pony tut sein übriges, um ihr etwas Mystisches und Begehrenswertes zu verleihen. Alles in allem ist ihr Äußeres wohl das, was sich viele Männer gerne anschauen würden und wohl auch ein bisschen mehr. Wenn man jedoch einen genaueren, längeren Blick riskiert, machen ihre drei Piercings auf dem Nasenrücken und ihr schelmisches Lächeln diesen ersten Eindruck gleich wieder wett. Offenbar scheint sie einen Drang zur Körperkunst zu haben, denn die Piercings auf ihrem Nasenrücken und ihre durchlöcherten Ohren sind offensichtlich bei weitem nicht aller Körperschmuck: Wenn man den Blick von ihrem Gesicht abwendet und seine Aufmerksamkeit auf ihr Dekolleté wirft, erkennt man ein großes Tattoo. Es sind 2 zerschlissene Pfauenfedern, in dessen Herz sich ein Mond und eine Sonne befinden. In der Mitte der beiden Federn, direkt an ihrem Brustbein, befindet sich ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Ein Symbol das oft für Planeten verwendet wird. Diese verschlissenen, alten Pfauenfedern sind durch ein paar Perlen mit 2 wunderschönen Eulenfedern verbunden, die direkt über ihrer Brust sitzen. Es sollte alles in allem schwer sein, für all jene, die dieses Gebilde das erste Mal sehen, eine Bedeutung darin zu erkennen. Für solche jedoch, die Ebony besser kennen oder aus denselben Kreisen stammen, ist wiederum klar, dass es sich um ein Schutzsymbol gegen alles Böse handelt, welches ihr bei Tag oder Nacht auflauern könnte.
    Lässt man den Blick weiter über Ebonys Körper gleiten, würde man auch schon an ihrer Hüfte erneut ins staunen kommen, da dort schon das nächste Kunstwerk auf ein neugieriges Augenpaar wartet: Es reicht vom Saum ihrer Hose bis hinauf zu ihrem Top. Wunderschön schattiert und detailliert gearbeitet, ziert ihren Körper eine Knochenhand. Es scheint, als wäre die Hand direkt aus ihrem Hüftknochen gewachsen, so als würde sie unbedingt ihre Botschaft verbreiten wollen. Der Zeige- und Mittelfinger der Knochenhand sind nach oben gestreckt, während die übrigen zwei vom Daumen teilweise verdeckt werden. Eine eindeutige Botschaft: Frieden!
    Ebonys zierliche, fast schon Porzellan artigen Hände, die augenscheinlich noch nie harte körperliche Arbeit verrichtet haben, bilden in Sachen Tattoo auch keine Ausnahme: Auf beiden Händen hat sie sich Buchstaben auf die Fingerknochen Tätowieren lassen. ~Live~ und ~Evil~. Lediglich 4 Buchstaben, die verkehrt herum gelesen entweder etwas Gutes oder schlechtes beschreiben... Es ist eben alles eine Sache des Blickwinkels. Selbst auf ihrem Fuß hat sich ihre Körperkunst in Form von einer Perlenkette entfaltet, die mehrfach um den Knöchel gebunden und auf dem Fußrücken endet. Ja, auf den zweiten Blick ist sie doch recht speziell, aber das ist schon okay. Sie will eben optisch kein aller Welt Mädchen sein, oder gar gewöhnlich Aussehen. Sie trägt mit Vorliebe ihre selbst geschneiderte Kleidung, da sie so keine Kompromisse eingehen muss. Immerhin liebt sie ihre Kurven und die Körperkunst! Wieso also verstecken? Sie trägt eine schwarze Bluse, mit weißer spitze, die lediglich ihre Brüste bedeckt. Die Spitze verläuft über den gesamten oberen Rand und verleiht diesem Kleidungsstück durch die saubere Verarbeitung doch noch irgendwie soetwas wie einen eleganten Touch. 2 silberne, schmale Ketten sind jeweils an beiden Ärmeln der Bluse eingenäht und hängen in einem leichten Bogen herunter. Ebony liebt Silberschmuck und so ziert sie auch ihren Oberarm mit einem breiten silbernen Reif. Ihre Beine sind vollends in eine weiche Stoffhose gehüllt. Die schwarze Hose hat einen breiten Schlag und auf dem rechten Bein sind liebevoll weiße Punkte aufgestickt. An den Knöcheln sind die Hosenbeine eng zusammen gebunden. Doch das hat Ebony nicht getan, um ihrer Hose den letzten Schliff zu geben, sondern hat viel mehr etwas mit uneingeschränkter Bewegungsfreiheit zu tun. Sie geht nämlich barfuß durch's Leben und will einfach nicht über ihre eigene Hose stolpern, das wäre Ebony nämlich überaus peinlich und würde ihr skurriles Auftreten sofort zerstören. Anders als ihre Füße jedoch, bedeckt sie ihre Hände nahezu komplett. Ihre Handschuhe lassen nur den tätowierten Teil ihrer Finger unbedeckt, der Rest ihrer Hand und ihr Handgelenk wird von dem dunklen Stoff überzogen. Ihre Handschuhe gehen an ihren Handgelenken bündig in ihre beiden silbernen, breiten Armringe ein. Um ihren Körper vor der Kälte des Winters zu schützen oder auch vor zu vielen neugierigen Blicken, hat sie zu jeder Zeit ihren Poncho im Gepäck. Ja, der Poncho ist eins ihrer Lieblingsstücke, aber er ist sehr stark gefüttert, sodass sie ihn im Sommer nur selten tragen kann. Er hat einen hohen Stehkragen und ist aus schneeweißem, dicken Stoff gefertigt. Auf der rechten Seite verlaufen vom Hals an abwärts ein paar schwarze Punkte, die durch ihre Form an Schneeflocken erinnern.

    Besondere Merkmale: Bei Ebony ist es relativ einfach besondere Merkmale zu finden, da sie nicht einmal in Erwägung zieht diese zu verstecken. Einmal hat man sie aufgrund ihrer Piercings, die ihren ganzen Ohrkranz auf der linken Seite bestücken, dem langen Stab im rechten Ohr und den 3 Metallstäben die untereinander durch den Nasenrücken gestochen wurden, als Teesieb bezeichnet. Wahrscheinlich würde sie auch genau so Aussehen, wenn sie jegliches Metall entfernt. Anders als bei andere Körperkünstler, achtet sie aber peinlichst genau darauf, das sie reinen Silberschmuck verwendet. So kann man sie nämlich nicht mit einem Magneten in den Wahnsinn treiben, da sich Silber nicht magnetisch anziehen lässt. Ihre Haare haben auch einen hohen Wiedererkennungswert. Nicht nur die Farbe, sondern auch der akkurat geschnittene Pony unterstreichen das Gesamtbild der mystischen Frau, denn nichts überlässt sie an ihrem Aussehen dem Zufall. Die schmal gezupften Augenbrauen z.B lassen Ebonys helle, grauen Augen noch größer wirken und verleihen ihrem Blick eine wohlige Wärme und die zwei Zöpfe an ihrem Hinterkopf unterstreichen nur nochmal ihr außergewöhnliches auftreten. Sollten ihre leuchtend violetten Haare und ihr Blick nicht ausreichen, so wird man spätestens an ihren vielfältigen Tattoos hängen bleiben. Die zwei größten und damit auffälligsten, befinden sich auf ihrem Dekolleté und ihrer Hüfte. Auf ihrem Dekolletee befinden sich 2 zerschlissene Pfauenfedern, in dessen Herz sich ein Mond und eine Sonne befinden. In der Mitte der beiden Federn, direkt an ihrem Brustbein, befindet sich ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Die Pfauenfedern sind durch ein paar Perlen mit 2 Eulenfedern verbunden, die direkt über ihrer Brust sitzen. An ihrer Hüfte ziert , eine Knochenhand ihren Körper und es scheint, als wäre die Hand direkt aus ihrem Hüftknochen gewachsen. So als würde sie unbedingt ihre Botschaft verbreiten wollen, denn Zeige- und Mittelfinger der Knochenhand sind nach oben gestreckt, während die übrigen 2 vom Daumen teilweise verdeckt werden: Frieden! Das einzige Tattoo, was sie bewusst unter ihren Handschuhen versteckt, befindet sich unter ihrem Daumen in der Handfläche. Es sind 3 senkrechte Striche die durch einen waagerechten durchgestrichen werden. Dieses merkwürdige Symbol lässt den Buchstaben ~M~ erahnen und ist das Erkennungszeichen der Modi´s. Eine weit verstreute Gruppierung von Bodymodifikatoren, die sich untereinander ohne Bedingungen Hilfe zusichern... Unter Gleichgesinnten hilft man sich! Diese Gruppierung wird aber leider oft mit Banditen oder Schmuggler Gruppen verwechselt, daher verstecken viele, wie auch Ebony, dieses Tattoo vor der Allgemeinheit um keine unnötigen Probleme zu bekommen. Auch ihre nackten, blassen Füße würden einem ins Auge fallen, denn entgegen der weitläufigen Meinung, empfindet sie Schuhe als unnötig! Ebenso wirkt auch ihre Statur nicht gerade kräftig , denn ihr Körper ist nicht durch Muskeln definiert, sondern durch feminine Kurven. Alles in allem wirkt sie eher zierlich und selbst hartes Training hat daran nichts ändern können. Ihre Kleidung ist für normale Mädchen ihres Alters wahrscheinlich auch nicht direkt die erste Wahl, doch sieht man solche Pumphosen öfter als man denkt. Besonders jedoch sind die Punkte aus weißer Spitze, die sie liebevoll auf ein Hosenbein gestickt hat. Das einzige womit sie leider nicht auftrumpfen kann, sind große oder auffällige Narben die von Kämpfen, oder gar schwerer Arbeit erzählen. Hier und da hatte sie zwar kleine Narben an den Handflächen und Füßen, doch sie rühren lediglich von kleinen Schnitten her, die sie sich durch Entdeckungstouren und Kletter Manöver zugezogen hat.


    Herkunft und Familie

    Verwandte:

    Vater Henry Claves (verstorben im Alter von 30 Jahren): Der große Zauberer des Orshey Zirkus. Er verzückte die Zuschauer mit einer atemberaubenden Zaubershow. Egal, ob er eine Jungfrau in 2 Teile schnitt, oder sich selbst aus einer Kiste befreite um mitten im Publikum wieder aufzutauchen, niemand konnte ihm das Wasser reichen! Er war ein sehr liebevoller Vater, doch seine Familie blieb öfter als er selbst zugeben wollte auf der Strecke, da er mehr Zeit mit Planungen und seinen eigenen Vorführungen verbrachte. Ungeachtet des Käuzchens was auf einem Ast krächzte, wollte er seinen neuen Entfesselungstrick weiter üben. Niemand aus der Zirkusgemeinde verließ nach dem Krächzen dieses Tieres, an diesem Tag mehr seine Behausung aus Angst vor diesem Todesomen. Am nächstem Morgen fand man Henry aufgedunsen und leblos in seinem Wassertank. Ebony selbst hatte nie die Gelegenheit ihren Vater kennen zu lernen, da sich dieses Unglück noch vor ihrem 1 Geburtstag ereignete.

    Mutter Rouche (41 Jahre, verwitwet): Eine äußerst liebevolle Mutter, die Ebony und Steve ihren Freiraum ließ damit beide ihre eigenen Erfahrungen machen konnten. Ein Kind braucht Regeln, keine Grenzen. Sie ist im Gegensatz zu ihrem Mann, der die Sache mit den Zeichen nicht so ernst nahm, eine abergläubische Person und nach seinem Ableben verstärkte sich dieser Charakterzug noch um einiges. So brachte sie auch ihrer Tochter bei auf die Zeichen zu achten und sich dementsprechend zu verhalten. Wir wollen das Schicksal ja nicht Herausfordern! Rouche ist einfach eine atemberaubende Frau und Ebony´s großes Vorbild in der Kunst des Wahrsagens. Diese Schönheit verstand es einfach von je her, alles und jeden in ihren Bann zu ziehen ohne dabei aufdringlich zu wirken. Genau wie alle anderen Zirkus Mitglieder war sie eine Person, die einem im Alltag auffiel. Nicht durch ihre hervorstechende Kleidung oder ähnliches, es war einfach ihre Ausstrahlung. Sie hatte etwas Mystisches an sich. Genau das war es auch was Ebony immer an ihrer Mutter faszinierte und genau das war es auch, was Rouche ihrer Tochter in den Jahren des Trainings beibrachte. ~Wir Claves sind etwas Besonderes, denn wir können die Zukunft sehen~ ist der Leitsatz den Rouche ihrer Tochter mit auf den Weg gab, als sie ihre Tarot-Karten bekam. Den Aufbruch ihrer Tochter, hat sie durch ihre Karten schon vorher kommen sehen und sieht daher die Sache viel entspannter als ihr Sohn. Hin und wieder legt Rouche jedoch die Karten, um sich über das Wohl ihrer Tochter zu erkundigen...

    Bruder Steve (26 Jahre, ledig): Ebonys Bruder Steve ist auf seine Art etwas Besonderes. Er fällt nicht durch seine Optik auf, wie die meisten anderen der Truppe, sondern mit seinem Charakter. Anders als die anderen gehört er nicht zu dem abergläubischen Haufen, sondern betiteltes liebevoll mit ~Humbug!~. Steve lässt sich weder von Rüpeln, noch vom Schicksal den Schneid abkaufen und das versucht er auch seiner Schwester beizubringen. Vor nichts schreckt er zurück um seine kleine Schwester zu beschützen und lässt sie daher selten aus den Augen. Ihr großer Bruder ist für Ebony eine Konstante, auf die sie immer bauen kann. Es gibt einfach nichts worüber sie nicht mit ihm reden kann oder was ihm verborgen bleibt. Er bestärkt sie nach und nach, das diese ganzen Zeichen nicht immer der Wahrheit entsprechen müssen und sie immer die Wahl hat, sich danach zu richten oder nicht. Auch als seine kleine Schwester sich für die Körperkunst entschied und sich nahezu wahllos Metall in Ohren und Nase stößt unterstützte er sie dabei... Dann war der Tag, an dem sie von ihm das erste Mal als Teesieb bezeichnet wurde, und irgendwie gefiel es ihr sogar! Als er von den Plänen seiner Schwester erfährt den Zirkus zu verlassen ließ er sich für sie eine Eulenfeder auf den Arm Tätowieren als Zeichen immer an ihrer Seite zu stehen. Innerlich hofft Steve jedoch, dass seine kleine Schwester irgendwann zu ihm zurückkehren wird und nach Hause kommt. Er lässt daher des Öfteren kleine Annonce in der Zeitung aufgeben, zwar nur in der ''Klatsch Spalte'', doch so würde sie immer wissen wo sie sich aufhalten.

    Bekannte:

    Martha (45 Jahre, verwitwet): Diese gebeutelte Frau lernt Ebony im Winter, gut 2 Jahre nach ihrem Aufbruch vom Zirkus kennen. Sie lässt sich von der jungen Wahrsagerin täglich die Karten legen und schließt sie gleich in ihr Herz. Die Schneiderin nimmt sie den gesamten Winter über in ihrem Heim auf ,da sie den Gedanken nicht ertragen konnte wie das arme Mädchen Nachts in der Kälte schläft. Sie gibt ihr Unterkunft und Nahrung dafür, das sie dafür sämtliche Botengänge für die schwächelnde Frau erledigt. Für die junge Wahrsagerin ist Martha in dieser Zeit zu einer Art Mutterersatz geworden und sie versucht ihr auf ihre Weise ihre Dankbarkeit zu zeigen, indem sie ihr Haus mit Salz vor dem Bösen abschirmt und ähnliches. Ebony wusste, sie würde nicht ewig bei der liebevollen Schneiderin bleiben und will sie nicht völlig Schutzlos ihrem Leben überlassen! Von Martha hörte Ebony auch so einige Grusel- oder Geistergeschichten die sich in der Umgebung zugetragen haben sollen, denen sie unbedingt nachgehen möchte. Über den besagten Winter brachte Martha ihr auch die Grundlagen des Schneiderns bei und gab ihr als Abschiedsgeschenk den Poncho, welchen sie jetzt immer bei sich trägt. Gerührt von dieser Geste, gab sie Martha ihrer Seits ihren bislang wichtigsten Besitz: Eine Hasenpfote. Praktisch als Versprechen, eines Tages wieder zurückzukommen und ihr von all ihren Abenteuern zu erzählen, die sie bis dahin erlebt haben würde!

    Charlotte (23 Jahre, Ledig): Dieses süße, blonde Mädchen ist der Spross der Akrobaten und seit ihrer Geburt im Zirkus Orshey. Charlotte und Ebony sind seit Kindertagen befreundet und haben auch die ein oder andere Mutprobe zusammen bestanden. Von ihr lernte sie viele Akrobatische Basics und den ein oder anderen Überschlag. Charlotte ist sehr zielstrebig und hat einen überaus starken Willen. Sie gibt nicht auf und übt so lange weiter, bis sie 100 % zufrieden mit ihrer Leistung ist. Das ist der Charakterzug an ihrer Freundin, der die junge Claves schon immer beeindruckte, denn sie selbst hätte dann und wann bestimmt geschummelt um das ganze zu beschleunigen oder um etwas anderes anzufangen. Das blonde Mädchen war, anders als zum Beispiel Steve, nicht besorgt oder niedergeschlagen, als sich ihre Freundin aus dem Staub machte. Charlotte glaubt an Ebony, denn sie weiß, ihre Freundin ist keineswegs Schutzlos. Auch ohne Fäuste kommt man durchs leben und sie hatte dazu auch noch eine Teufelsfrucht gegessen...
    Charlotte lebt ihr Leben weiter wie bisher, ist aber stehts eine der ersten die, Rouche ausfragen, wenn sie ihre Karten für Ebony gelegt hat!

    Barin (24 Jahre , Ledig): Dieser charismatische Pyromane macht das 3er Gespann aus Ebonys Kindertagen komplett. Er ist der jüngste der Vouches Brüder und lernt auch von seinen beiden älteren Brüdern sein Handwerk. Er ist ziemlich überheblich, da er anders als Ebony und Charlotte mit Feuer hantiert, eben was richtig beeindruckendes und männliches! Seine Überheblichkeit sank aber mit dem Sammeln von Brandnarben und nun ist er zwar noch immer mutig und dergleichen, aber nicht mehr so leichtsinnig... Die 3 haben in Kindertagen so viele Mutproben und Wetten untereinander ausgetragen, das man damit bestimmt schon Bücher füllen könnte und das hat sie nur umso mehr zusammen geschweißt.

    Nicolai (29 Jahre, Unbekannt): Ein grün haariger Mann, welchem sie auf dem Steg als Eule begegnet ist. Ebony weiß nicht, wie er heißt und er wiederum weiß nicht mal das sie existiert, doch ist er dennoch der Grund, weshalb sich die junge Claves so verändert hat. An seinem Körper sah sie zum ersten Mal richtige Bodymodifikation und aus seinem Mund kam auch die erste Geschichte über Geister. Selbst wenn sie ihn höchst wahrscheinlich nie wieder sehen wird, wird Nicolai ihr erster Schwarm und der Grundstein ihrem Äußeren Erscheinung bleiben.

    Die "Modis": Eine weit verstreute Gruppe von begeisterten Bodymodifikatoren und Körperkünstlern, die sich durch ein Tattoo in der Handfläche untereinander zu erkennen geben. Die Welt ist hart genug und solch ein Körperkult macht das Leben auch nicht einfacher. Sie helfen ihresgleichen ohne Gegenleistung und je nach beruflicher Situation kann man so kostenlos ein Nachtlager, eine Überfahrt oder sonstiges in Anspruch nehmen. Leider jedoch gibt es auch viele Banditen Gruppen oder sogar Schmuggler und Piraten, die durch ihre Taten die Modis in Verruf gebracht haben und so verstecken sie ihr Erkennungszeichen um, unnötigen Ärger zu vermeiden. Einige hat Ebony auf ihrer Reise bis jetzt schon kennengelernt und verstand sich auf Anhieb mit ihnen und werden ihr bestimmt noch andere Modis auf ihrem Weg begegnen!


    Geburtsort: In einem Planen-Wagen
    Geburtsinsel: Batelira
    Geburtsozean: South Blue


    Charaktereigenschaften

    Interessen: Wenn man einen Blick auf Ebony wirft, sieht man auf ihrem Körper und in ihrem Gesicht schon auf Anhieb eine ihrer Leidenschaften. Mit Leib und Seele ist die charmante Dame der sogenannten Körperkunst verfallen. Ob Piercings oder Tattoos, ist ihr gleich, es könnte auch eine große Narbe sein, das ist in ihren Augen nicht von belang: Ebony liebt einfach jede Art an Kuriositäten am menschlichen Körper und tut ihr Bestes, um auch ihren Körper dementsprechend zu verschönern! Höchst wahrscheinlich bekommt Ebony auch aufgrund ihrer Körperkunst so viele Blicke zugeworfen, wenn sie den Raum betritt. Eine Fügung, die ihr Durchaus zum Vorteil gereicht, denn im Gegensatz zu vielen jungen Frauen in ihrem Alter hat sie nichts an ihrem Körper oder ihrem Aussehen auszusetzen. Die Aufmerksamkeit und die Komplimente, welche Ebony von Fremden bekommt, genießt sie daher immer sehr und es bestärkt sie in dem Glauben, dass ihre Grundidee vom Aussehen einer schönen Frau und dem "Körperkult" als solchem gar nicht so falsch ist.
    Darüber hinaus ist Ebony Mutproben oder Glücksspielen keineswegs abgeneigt. Eine Mutprobe in Kindertagen ist auch der eigentliche Grund, weshalb sich die junge Dame jetzt einen Teufelsfrucht-Nutzer nennen kann. Ob es das alt bekannte „Hütchen Spiel„ ist, bei dem man die Erbse unter 3 Hütchen finden muss oder es sich um eine stupide Wette handelt, durch ihr dank Teufelsfrucht außerordentliches Gehör und ihren ebenso verbesserten Sehsinn kann Ebony fast immer den Sieg für sich verbuchen.
    Die junge Wahrsagerin hat fast ihr gesamtes Leben unter dem Dach des Zirkus Orshey verbracht, daher ist es nicht verwunderlich, dass Ebony selbst nach ihrem Aufbruch noch immer eine Schwäche für diese oder für Volksfeste, etc. hat. Diese großen Ansammlungen von Menschen, diese vielen Lichter und die Musik ziehen sie beinahe so magisch an, wie Licht die Motten! Als Kind des Zirkus ist es auch nicht verwunderlich, dass sie ihre eigenen Künste als Wahrsagerin auf solchen Festen anbietet um die Menschen in Staunen zu versetzen und um den ein oder anderen Berry einzustreichen. Egal, ob sie den umstehenden Menschen die Karten legt um ihnen die Zukunft zu weisen, oder ihnen aus der Hand liest, um sich einen Überblick über deren bisheriges Leben zu verschaffen. Es bereitet Ebony mindestens so viel Freude wie ihren Kunden und genau das macht vieleicht wohl auch den Charme von Ebony aus. Wenn sie sich dann nach getaner Arbeit Entspannung verschaffen möchte, ist in Ebonys Augen nichts besser dafür geeignet, als ein lauschig kuscheliger Platz nur für sie allein. Gebettet in zig Kissen und Decken fühlt sie sich wie die Königin der Welt und entschwindet in diesen Momenten auch sehr schnell ins Reich der Träume.
    Wenn sich Ebony in ihrer Tiergestalt Schneeeule unter Menschen begibt, ist sie der ein oder anderen Streicheleinheit ganz und gar nicht abgeneigt und genießt diese sichtlich. Es passiert zudem öfter, als sie es zugeben würde, das sie sich absichtlich in eine Eule verwandelt, nur um einfach mit jemandem zu kuscheln!
    Unabhängig von all dem hat Ebony, wie jede andere heranwachsende Frau wahrscheinlich auch, eine große Schwäche für Schmuck. Egal, ob eine Kette, ein Ring oder ein Armreif - Solange es aus Silber ist, muss sie einfach zuschlagen! Meistens ungeachtet dessen, was es kostet... und wenn sie es nicht bezahlen kann, wandert es meistens trotzdem in ihre Tasche. Durch den Verzehr einer Zoan-Teufelsfrucht hat sich nicht nur Ebony Körper verändert, sondern auch noch ihr Schlafrhythmus. Vor dieser Zeit, war die junge Frau ein altbewährter Frühaufsteher gewesen. Jetzt gehört sie zur Fraktion der Morgenmuffel und verteufelt innerlich jeden Sonnenstrahl der in der Früh ihr Gesicht kitzelt. Sie bleibt bis Tief in die Nacht wach und dadurch verschläft sie auch sehr gerne mal den halben Tag. Verwunderlich ist es aber nicht, da sie in den späten Abendstunden die Gegend unsicher macht um ihrer mit Abstand größten Leidenschaft nachzugehen: der Geisterjagt! Jedem Seemann und jedem Landstreicher der ihr darüber etwas erzählen kann, lauscht sie freudig und aufmerksam, da allein schon solche Geschichten eine richtige Euphorie in ihr Auslösen. Sobald sie auch nur Ansatzweise von einer Geschichte Wind bekommt, in der es um Unerklärliches, Spukhäuser oder um Menschen geht, die einfach verschwunden sind, juckt es sie bereits in den Fingern diese Orte aufzusuchen.

    Abneigungen: Eigentlich gibt es nicht viele Dinge, die das tätowierte Mädchen nerven oder gar böse Stimmen. Doch wie jeder andere Mensch auf dieser Welt ist auch Ebony keineswegs unbelastet, was Abneigungen betrifft. Menschen mit einem Allerweltsgesicht zum Beispiel oder welche, die sich einfach keine besondere Mühe bei ihrer optischen Erscheinung geben, zählen aber definitiv dazu. Sie versteht einfach den Sinn von Menschen nicht die in der Masse untergehen. In solchen Situationen spielt sie innerlich sehr schnell mit dem Gedanken, ihnen einfach ein paar Piercings zu verpassen, nur um sie zu etwas besonderem zu machen! Schlimmer als die in ihren Augen zu weit verbreitete Rasse der "No name Faces", sind für sie Männer der Unterart "Sunny Boys". Diese sind meistens braun gebrannt, durchtrainiert und sehr von sich überzeugt. Nicht selten sieht sie solche Männer protzend durch die Stadt laufen, mit einer oder gleich zwei Frauen im Schlepptau. Diese überhebliche Art, als wenn ihnen jede Frau zu Füßen liegt nur weil sie ihren Bizeps gut trainiert haben, treibt ihr förmlich die Galle hoch. Darüber hinaus verspührt Ebony wenig Toleranz denen gegenüber, die sie als Hochstaplerin oder ähnliches betiteln, wenn sie ihrem täglichen Geschäft nachgeht. Es ist für Ebony kein Problem, sollte jemand nicht an Wahrsagerei oder das Schicksal glauben, dennoch, wenn sie etwas an den Kopf geworfen bekommt, ist es meistens auch noch lautstark, sodass man ihr damit den Umsatz des gesamten Tages ruiniert. Noch dazu ist sie ein abergläubischer Mensch und es trifft sie ziemlich hart, wenn sie andere vor schlechten Omen warnt und dafür nur Spot und Hohn erntet... Solche Reaktionen erschüttern sie meistens doch viel mehr, als Ebony essich zugestehen möchte, da sie durch ihre Erziehung auf "Zeichen des Schicksals" ganz anders reagiert, als das Gros der Menschen.
    Gewitter zählen leider Gottes auch zu den Abneigungen der jungen Frau, doch das ist ausnahmsweise weder auf Aberglauben oder sonstige Dinge zurückzuführen. Ebony ist in der Hinsicht schlicht und ergreifend ein sensibles Mädchen, was sich die Ohren zu hält und bei jedem Donnerschlag zusammen zuckt.
    Durch die Tatsache, dass sie in einem Wanderzirkus aufgewachsen ist, ist sie keinen festen Wohnsitz gewohnt und bleibt daher nie lange an einem Ort. Sobald sie alle Informationen zusammen hat die sie für ihre Reise braucht oder das erledigt hat wofür sie an diesen Ort gekommen ist, verlässt sie ihn auch schon wieder. Diese Tatsache macht es ihr aber auch schwer Freunde zu finden, weil sie einfach zu schnell wieder verschwindet, als das man sie wirklich kennen lernen könnte... Auch ist sie kein Fan von Leuten die über ihren Traum lachen, oder gar als Kinderfantasie abstempeln, was leider des Öfteren passiert.
    Aufgrund ihrer nächtlichen Aktivitäten, hat Ebony auch eine Abneigung zu Frühaufstehern entwickelt, speziell denen die mit ihrer Glückseligkeit den Raum erfüllen. Sie hat einen völlig anderen Rhythmus und ist daher meistens, wenn nicht immer, erst wenige Stunden am Schlafen, wenn die ersten sich schon wieder aus dem Bett erheben. Da ist es nicht verwunderlich, das sie den ein oder anderen Groll hegt, wenn man sie versucht zu wecken! Meistens äußerst sich dies in zum Beispiel irgendwelchen missbilligenden, unsinnigen Gemurmel, da sie so früh der Muttersprache nicht mächtig ist...
    Anders, als in ihrer Zeit bevor sie sich in eine Eule verwandeln konnte, bereiten ihr nun auch Schusswaffen Unbehagen. Einfach jede Art aus dieser Vogelfamilie wäre von Jägern ungeachtet geblieben, aber sie muss ja unbedingt im South Blue, die Form der Schneeeule ergattern und damit zu einer Rarität werden, die sich ein Jäger gerne vom Baum schoss! Auch eine negative Haltung gegenüber Alkohol hat sich eingeschlichen, allerdings nur bei sich selbst. Die junge Frau fürchtet den berüchtigten Kontrollverlust, der meistens mit dem Genuss von Alkohol einher geht, und da sie einfach nichts verträgt würden auch schon 1 oder 2 Gläser Ebonys sprichwörtlichen Untergang führen!
    Was das Essen angeht, isst Ebony eigentlich alles, solange es nur kein Geflügel ist. Sie fühlt sich mittlerweile mit Tieren die Flügel besitzen, irgendwie verbunden und verzichtet seit jenem Tag gänzlich darauf. Ihrer Meinung nach wäre ja auch der reinste Kannibalismus, oder nicht?!

    Mag: Volksfeste & Zirkus, Ausschlafen, Wahrsagen/Prophezeien (in jeglicher Form), Grusel- & Geister Geschichten, Mutproben & Glücksspiele, Körperkunst, Aufmerksamkeit & Komplimente, Schmuck (aus Silber), einen kuschligen & warmen Schlafplatz, Schmusen (als Eule)

    Hasst: durchschnitts Typen & Sunny Boys, Alkohol, Menschen die über ihren Traum lachen, wenn man Sie (zusammen ihrem Aberglauben) verspottet, lange an einem Ort zu bleiben, wenn man ihr das Geschäft ruiniert, Gewitter, fröhliche Menschen am morgen, Schusswaffen, Geflügel (essen)

    Persönlichkeit: Wenn man Ebony , das erste Mal zu Gesicht bekommt würde man erst einmal stehen bleiben und sich die Augen reiben damit Irrtümer ausgeschlossen sind.
    Die junge Claves hat eine Ausstrahlung die viele Menschen auf Anhieb fasziniert. Es war nichts was sie beeinflussen kann, sie hat einfach diesen mystischen Touch, der an ihr haftet und das weckt natürlich bei vielen Menschen die Neugier. Sie ist daher auch nicht nervös oder verunsichert wenn sie jemand länger ansieht oder sie mit seinem Blick regelrecht fixiert. Das ist nämlich ein Umstand den, sie seit ihrer Kindheit kennt. Sobald ihre Show im Zirkus begonnen hatte, waren so viele Augen auf sie und ihre Karten gerichtet, das sie sobald diese in ihren Händen lagen, gedanklich in eine andere Welt entschwand. So fiel es Ebony leichter, sich zu konzentrieren und ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Und auch heute wirkt sie noch so verträumt und ein wenig Geistesabwesend, wenn sie ihre Vorhersagen trifft. In solchen Situationen, in denen Ebony aber einfach nur begafft wird, setzt sie meistens ein schelmisches lächeln auf und zwinkert demjenigen Flirtend zu.
    Sie ist auch kein Mensch der sich für seinen Körper schämt, daher hat sie eine aufrechte Körperhaltung und den Kopf niemals gen Boden geneigt. Auch ihre Kleider Wahl würde den ein oder anderen Mann die röte ins Gesicht treiben, immerhin lässt ihre kurze Bluse lediglich ihre Oberweite verschwinden. Ihr gefällt es, Männer aus der Fassung zu bringen und wenn nicht schon ein kurzer Flirt dafür ausreicht, hat sie eben den passenden Spruch parat.
    Durch ihre zahlreichen Tattoos und Piercings, die Ebonys Körper zieren, macht sie auf einige Menschen bestimmt einen Eindruck, als wäre sie einer Freak Show entlaufen. Es gibt nämlich nicht allzu viele Menschen, die solch leuchtenden Haaren und so viele Körpermodifikationen ihr eigen nennen, geschweige denn diese gut heißen! Ob Ebony dadurch also einfach nur verunstaltet oder Interessant wirkt, ist selbstverständlich von demjenigen Abhängig, der sie ansieht! Ungeachtet dessen ist sie selbst eher der Typ Mensch, der erst einmal beobachtet bevor er auf jemanden zugeht... Ebony studiert dabei immer zu aller erst in Ruhe die Körperhaltung und die Mimik der Menschen und sofern sie Waffen bei sich tragen auch jene. Durch ihre eher defensive Haltung gegenüber anderen, ist es wichtig sich jedes Detail im Voraus zu merken, denn das könnte ihr später den Hals retten wenn es denn zu einer Konfrontation kommt. Wenn ihr Blick über die Menschen gleitet sucht sie aber auch aus Reflex schon nach optischen Besonderheiten. Wenn Ebony dann auch solche erblickt, schlägt ihr Herz höher und sie kann sich nur sehr schwer beherrschen, diese nicht gleich anzufassen oder vor Begeisterung gar auszuflippen.
    Sie liebt jede Art an ''Kuriositäten'', die mit dem Menschlichen Körper zu tun haben. In solchen Fällen bröckelt meist die Coole, mystische Fassade und der ruhige Beobachter existiert nicht mehr. Übrig bleibt ein charmantes, neugieriges Mädchen und das ist wohl eine der Eigenschaften, die Ebony so sympatisch machen... Wenn ihre Fassade einmal beginnt zu bröckeln trägt, sie wahrlich ihre Emotionen im Gesicht und sie benimmt sich wohl fast schon wie ein Kind an Weihnachten. Ihre Augen leuchten wie ein Sternen feuer und sie kann kaum noch ruhig sitzen bleiben.
    Bei Geistergeschichten, die Ebony zu Ohren kommen kann man dieses Phänomen erneut beobachten und auch wenn sie ausgiebige Gespräche mit fremden nicht sonderlich mag, würde sie dann sogar in den sauren Apfel beißen und ein langes Gespräch führen. Ist sie nämlich einmal von der Neugier gepackt, gibt es kaum etwas was sie nicht tun würde um an die Geschichte ran zu kommen. Der Zweck heiligt schließlich die Mittel!
    Wenn man sich aber von solchen schlagartigen Stimmungswechseln nicht abschrecken lässt, wird man feststellen das nur etwas Fanatisch ist... und nicht total verrückt!
    Ebony ist alles in allem zusammen gefasst ein Freigeist und ein Träumer. Viele schätzen auch ihre unbekümmerte Sicht auf die Welt und ihre Sorglosigkeit. Sie schmiedet keine wirklichen Pläne für die Zukunft oder macht sich großartig über irgendwas sorgen. Die junge Wahrsagerin richtet sich lediglich nach ihrem Tages Orakel und den Zeichen des Universums -Der Rest wird sich schon ergeben, so ihre Devise. Wenn sie aber gerade erst jemanden kennen lernt, spielt sie oftmals die coole, flirtende Frau: Durch dieses Verhalten konzentrieren sich die meisten dann nur noch auf ihr Aussehen und belassen es auch dabei, anstatt sich eingehender mit ihr zu beschäftigen um sie wirklich kennen zu lernen.
    Sie wünscht sich durch ihre Taten den Menschen im Gedächtnis zu bleiben, nicht nur durch das ganze Metall im Gesicht oder ihren Charme. Sie möchte nicht nur gesehen, sondern wahrgenommen werden und sich so den Platz in den Herzen der Menschen sichern! So frustriert Ebony hin un wieder sehr, dass man sie als Scharlatan betitelt, wenn sie von ihre Karten Gebrauch macht oder sich nach den Zeichen richtet, die sie sieht. Auf ihrer Suche nach Geistern und anderen mystischen Kreaturen möchte sich Ebony und der Welt beweisen, das es mehr gibt, als das Auge sehen oder die Hände greifen können!
    Auf ihren Reisen kann sie aber gerade mal auf sich selbst achten, daher würde ihr auch nicht in den Sinn kommen, sich wirklich auf andere Menschen einzulassen. Das ist auch einer der Gründe, weshalb sie sich auch oft ihrer Kräfte bedient. Als Eule fällt Ebony nur dadurch auf, das sie mit ihrer Färbung eher in ein Schneegebiet gehört und nicht in die Stadt. In dieser Gestalt sitzt sie öfter auf erhöhten Plätzen und beobachtet Leute, meist ohne sich dabei zu bewegen. Erblickt Ebonys Auge dann jemand interessantes, fliegt sie auch schon sogleich herab und tapert auf ihren Klauen die letzten paar Meter auf denjenigen zu, um noch süßer zu wirken. Einmal die Aufmerksamkeit dieser Person erlangt, wird sie zum regelrechten Plüschtier und lässt sich nur allzu gerne Streicheln, auf den Arm nehmen und hin und wieder auch füttern. Sie liebt es in dieser Gestalt Menschen zu begegnen. Niemand verurteilt sie wegen ihrem Aberglauben und es gibt keine zweideutigen Sprüche die man ihr hinterher ruft. Mit Federn und Flügeln geschmückt, ist Ebony lediglich süß und kuschelig und kann sich so die Nähe suchen, die sie oft auf ihrer Reise vermisst, ohne sich dabei sonderlich in Gefahr zu begeben... Ihre Teufelskräfte sind nämlich Ebonys größter Trumpf, neben ihrer Menschenkenntnis selbstverständlich, und durch ihre Fähigkeit zu fliegen kann sie immer im schlimmsten Fall die Flucht nach oben antreten, oder hat zumindest das Überraschungsmoment auf ihrer Seite.
    Sollte der Fall eintreten, das Ebony jemanden wider erwartend wirklich in ihr Herz schließt, ist sie weniger achtlos und stehts bemüht diese(n) Menschen vor Leid zu schützen. Öfter als üblich schaut sie dann nach den Zeichen des Universums und versucht ihre Freunde so vor drohendem Unheil zu warnen. Sollte es aber mal geschehen, das jemand in Schwierigkeiten steckt den sie wirklich mag, würde sie einfach alles tun um ihm zu helfen. Ungeachtet ihrer ''Teck renn weg'' Manier würde sie dann auch ohne groß zu überlegen Aktiv in den Kampf ziehen. Wahrscheinlich würde sie auch das ein oder andere schlechte Omen ignorieren, denn jemanden zurück zu lassen, würde für sie dann nicht in Frage kommen!

    Lebensziel: Der absolute Höhepunkt ihres Lebens wäre es, das ultimative Spukhaus zu finden und damit auch den König aller Geister! Immerhin muss es doch bei so vielen Geistern auch einen König geben?!

    Stärken und Schwächen

    Stärken: Eine von Ebonys herausragendsten Stärken ist wohl ihre Menschenkenntnis. Ein kurzer Moment genügt ihr und sie kann einschätzen, ob man ihr wohl gesonnen ist oder nicht. Nimmt sich die junge Dame etwas mehr Zeit, um ihren Gegenüber zu studieren, weiß sie schnell wie er oder sie Tickt und das nur Aufgrund seiner Gestik und Mimik. Das ist für sie eine sehr wichtige Lektion in ihrer Ausbildung als Wahrsagerin gewesen und erweist sich in allen Lebenslagen als äußerst hilfreich...
    Obendrein schafft Ebony es durch ihren Charme und ihre Ausstrahlung schnell, Leute in ihren Bann zu ziehen und kommt dadurch recht schnell an Informationen, oder an Dinge heran, die sie interessieren. Ebonys Fähigkeit, sich viele Sachen auf einmal merken zu können, ist bei ihrer Geistermission ebenfalls eine gute Voraussetzung und hat ihr das ein oder andere Mal schon den Hals gerettet. Des Weiteren kann Ebony Aufgrund ihrer Reisen und den dazugehörigen Geschichten auch ein großes Repertoire an Fachwissen bezüglich finsteren Gestalten und fremden Kulturen ihr eigen nennen!
    Außerdem ist die junge Frau eine sehr gefasste Person, wenn sie einmal in ihrer Umgebung nach Zeichen des Universums Ausschau gehalten hat. Einmal die Zeichen gedeutet, kann Ebony kaum etwas aus der Reserve locken, immerhin ist sie vorgewarnt. Nadel und Faden sind ihr ebenfalls vertraut und mit diesen kann Ebony das ein oder andere Kleidungsstück erschaffen oder flicken.
    Genau wie jeder andere Mensch auch, hat Ebony nicht nur charakterliche sondern auch körperliche Stärken: So ist sie z.B. durch ihre eher wilde Jugendzeit sehr gut darin, in irgendwelche Gebäude einzusteigen oder auch die ein oder andere Mauer zu erklimmen. Kein Spalt ist zu schmal und keine Mauer Hoch genug, um Ebony wirklich aufzuhalten!
    Durch die Tatsache, das Ebony kein Freund roher Gewalt ist, hat sie sich angewöhnt durch gutes Geschick und List ihren Gegnern auszuweichen und sich im Falle eines Falles auch schnell aus dem Staub zu machen. Eben ganz nach der Manier TTV~Tricksen Tarnen und Verpissen.
    Zudem ist Ebony dank der Kraft der Teufelsfrucht in der Lage einige Dige zu tun, welche vielen anderen verwehrt bleiben: Allen voran wäre da das Fliegen, doch noch dazu sind ihre Ohren außerordentlich gut und Ebony kann ohne große Mühe Gespräche belauschen. Ihre Augen sind natürlich auch nicht von schlechten Eltern, sodass weder die Dämmerung noch die Nacht sie daran hindern, Dinge wahr zu nehmen, welche normalen Menschen verborgen bleiben würden...

    Schwächen: So unnahbar und mystisch sich Ebony auch geben mag, so kann sie diesen Schein vor Leuten mit modifizierten Körper kaum aufrecht halten. Umso größer Narben, Tattoos etc, sind, desto schwerer fällt es ihr, nicht in aller Öffentlichkeit vor Freude auszuflippen - geschweige denn, ihren Gegenüber einfach mal so an zu tatschen! Auch ist Ebonys Aberglauben in gewisser Weise Segen und Fluch zugleich. So selbstsicher und Zuversichtlich sie sich bei guten Omen auch gibt, so zerstreut und verunsichert es Ebony selbstverständlich auch, wenn sie einige schlechte Omen erspäht. Sie glaubt zwar längst nicht an jeden noch so kleinen Hinweis, doch das ein oder andere Schlechte Omen kann Ebony durchaus sichtlich Unbehagen bereiten... In solchen Fällen verspürt sie unterbewusst den Drang, diese auch erfüllen zu müssen, immerhin hat man ihr von der Pieke auf beigebracht, die "Zeichen" nicht in Frage zu stellen.
    Ebony hat außerdem noch ein Problem damit, wirklich Freundschaften zu schließen oder zumindest anderen Vollends zu Vertrauen, auch wenn sie das gerne würde. Sie kommt zwar schnell mit Menschen durch ihre flirtenden Art und ihr Auftreten ins Gespräch, doch sobald jemand etwas über ihre Geisterjagd erfährt gehen sie meistens wieder auf Abstand. Menschliche Verluste oder Abschiede erträgt sie nur schwer, was wohl auch ein Grund dafür ist, weshalb sie auf ihren Reisen bisher zwar einige Bekannte, jedoch keinen richtigen Freund gefunden hat...
    Abgesehen davon muss sie immer etwas Salz in ihrer Nähe wissen um sich vor bösen Geistern schützen zu können. Das ist wohl Ebonys am stärksten ausgeprägter Aberglaube, der, leider sehr zu ihrem Nachteil, schon ans zwanghafte grenzen mag. Auch ist ihre Schulbildung durch ihr Zirkusleben doch eher dürftig. Ebony ist keineswegs dumm, doch brauch sie um etwas zu lesen oder zu schreiben erheblich länger als andere und versucht diese Dinge so gut es geht zu umgehen. Auch über Naturwissenschaften oder Technik sollte man ihr besser keine Fragen stellen, denn sie könnte sie sowieso nicht beantworten. Außerdem prüft sie gern mit Gegenständen aus Silber nach, ob Menschen von Geistern besessen sind, womit sie nicht selten Fragwürdige Blicke auf sich zieht. Die junge Claves hat noch dazu eine Art Tunnelblick, wenn sie von einer starken Neugier gepackt wird. Einmal losgebrochen, schaltet sich leider auch ihr Gespür für Gefahren aus und sie gerät dadurch öfter mal in Schwierigkeiten!
    Durch den Verzehr der Teufelsfrucht ist sie leider auch völlig unbrauchbar, wenn sie mit größeren Mengen Wasser in Kontakt kommt. Noch dazu würde sie untergehen wie ein Stein, sollte sie ins Wasser fallen, da ihr schicht und ergreifend die Fähigkeit zu Schwimmen fehlt. Weiterhin bleibt festzuhalten, dass Ebony zwar sehr Flink in ihren Bewegungen ist und eine Beachtliche Ausdauer im wegrennen besitzt, aber ihre Körperliche Kraft eher mäßig ist. Sie ist nicht der Typ Frau, der kräftig austeilen kann und verlässt sich daher sehr oft auf ihr Geschick und ihre Teufelskräfte, um sich eher aus der Aphäre zu ziehen, anstatt zu kämpfen.

    Klassen

    Kampfklasse: Teufelsgauner
    Jobklasse: -

    Biographie

    Ein neues Zirkuskind

    Ebony wurde auf der Insel Batelira im South Blue geboren.
    Ihre Eltern hatten dort jedoch weder ein Anwesen, noch eine feste Arbeit.
    Sie waren lediglich auf der Durchreise, da sie zum Assemblee des Wanderzirkus ''Orshey'' gehörten. Orshey war ein etwas größerer Zirkus, der mit Feuer Show´s, Akrobaten und Zauberei sein Geld machte. Anders als bei anderen Zirkus Gruppierungen, wurden alte Bräuche hier jedoch groß geschrieben! So hängt, z.B an jedem fahrenden Heim, ein Münze um der Familie stehts Glück zu bescheren, oder Salz wurde unter den Matten vor dem Zirkus Eingang verstreut, um böse Geister abzuhalten. Ja, manch einer könnte sagen, es wäre ein abergläubischer Haufen, doch auch wenn nicht jeder von ihnen daran glaubte, beschreien wollte es auch keiner!
    Alles in allem war es eine sehr harmonische Gruppe die versuchte mit so viel Glück wie möglich durchs Leben zu gehen. So bekam auch jedes Neugeborene Kind, welches unter dem Dach der Orshey Manege das Licht der Welt erblickte, einen Glücksbringer, der es beschützen sollte. So bekam auch Ebony ihre Hasenpfote um stehts vom Unglück verschont zu bleiben, als sie in dem Planenwagen ihrer Eltern geboren wurde.
    Sie kam 5 Jahre nach ihrem Bruder Steven zur Welt, der zusammen mit der Mutter stehts darauf achtete, das es ihr an nichts fehlte und wuchs so die ersten Jahre ihres Lebens behütet und geliebt in der Zirkusgemeinschaft auf.
    Ebony hatte wie jedes andere Kleinkind auch eine große Neugier, und wollte unbedingt alles sehen und alles verstehen was da im Zirkus vor sich ging. Das war jedoch nicht immer von Vorteil, da sie dadurch recht schnell abhanden kam. Wenn etwas ihr Interesse geweckt hatte lief sie auch schon los, ungeachtet dessen ob es Mitten in der Nacht war, oder gerade mal wieder alles zusammen gepackt wurde, um in die nächste Stadt aufzubrechen. An den Tagen des Abbaus beobachtete sie auch immer wieder, das 1 Mann an der Leiter stand während der andere die Seile des Zeltes löste. Dies tat er, um ausschau nach schlechten Omen zu halten, die dem anderen auf der Leiter schaden könnten, wie z.B einer Schwarzen Katze oder gar einem Käuzchen!. Ja , wenn man ein Käuzchen sah wurde es sofort vertrieben bevor es einen laut von sich geben konnte. Da verstanden die Leute hier keinen Spaß, immerhin war der Ruf dieses Tieres ein Omen des Todes. Mit dem Talisman den sie immer um den Hals trug, verschwendete sie jedoch keinen Gedanken daran was ihr hätte passieren können, immerhin wurde sie von der Hasenpfote beschützt. Ihr Bruder blieb stehts in ihrer nähe, denn im Gegensatz zu ihr, glaubte er nicht wirklich an die Geschichten der Alten oder gar an Glücksbringer. Er kannte die Gefahren die in der Welt lauern könnten und sorgte stehts dafür das sie unbeschadet zurück kam. Steve nahm seine kleine Schwester meistens mit ins Hauptzelt wenn die Akrobaten ihre Flick-Flaks übten, oder die Vouches Brüder ihre Flammen in die Luft spien. Dort konnte sie ruhig neugierig sein oder umher laufen, denn er hatte sie stehts im Blick. Sie war eben eine kleine Abenteurerin und kaum zu bremsen. Schon im frühen Alter bemerkte Ebony, dass es kaum jemanden gab, der ihren großen Augen widerstehen konnte. Ein jeder hatte sie gern und wollte das sie lächelt, was sie auch gern mal für ihre Zwecke ausnutze, wenn sie mal etwas nicht bekam, wie z.B Süßigkeiten oder noch nicht ins Bett wollte. In solchen Fällen musste sie nur mit ihren Kulleraugen hinauf schauen und eine trauriges Gesicht machen, und schon bekam sie ihren Willen.

    Schulzeit & Wahrsagen

    Die Jahre vergingen und für Ebony war es an der Zeit eine Schule zu besuchen, zumindest solange bis sie wieder ihre Zelte abbauten um weiter zu ziehen. Wirklich große Lust hatte sie jedoch nicht, denn das bedeutete das sie unter lauter fremden Kindern sitzen würde, eingepfercht in einen Raum. Sie wäre viel lieber weiter bei den anderen im Hauptzelt geblieben und hätte den Akrobaten beim Training zugesehen, oder den Geschichten der Alten gelauscht. Ihre Mutter verließ mit ihr zusammen ihren Wagen und begleitete sie zu der Grundschule, die sich eine Wegstunde entfernt im nächsten Ort befand. Auf dem Weg zur Schule war sich Ebony nicht sicher was ihr mehr Unbehagen bereitete, das sie in die Schule musste, oder aber das ihr Bruder nicht an ihrer Seite war. Vor den Toren der Schule blieben beide stehen und das junge Mädchen sah unsicher zu ihrer Mutter hinauf und wollte ihre Hand nicht loslassen, geschweige denn hinein gehen. Sie konnte schon durch die Fenster die neugierigen Blicke sehen, die auf sie gerichtet waren. Ihre Mutter jedoch schmunzelte und gab ihr einen letzten Kuss auf die Stirn und versicherte ihr, dass ihr nichts geschehen würde. Immerhin hatte sie ihre Hasenpfote dabei und sie hatten bisher keine einzige Spinne gesehen. Mit den Worten der Mutter, beruhigte sich das kleine Mädchen zusehends und ging in die Schule hinein. Als sie im Klassenraum ankam , stellte die Lehrerin Ebony der Klasse vor und wies ihr einen Platz zu. Sie spürte die Blicke, der Kinder die hinter ihr saßen und einige drehten sich auch immer wieder zu ihr um.
    Wirklich verwunderlich war es aber nicht, denn niemand von ihnen hatte bisher ein Kind aus einem Zirkus gesehen. Die Kinder in diesem Ort waren alle optisch sehr schlicht und Monoton , helle Kleidung und braunes Haar, nichts was einem im Gedächtnis blieb. Ebony dagegen trug ein knalliges grünes Kleid und dazu noch die violetten Haare, da viel sie wohl oder übel auf. Nach ein paar Stunden Unbehagen, gefiel ihr aber die Aufmerksamkeit, die sie von den anderen Schulkindern bekam. Sie hatte nichts getan außer lediglich zu lächeln und bitte oder danke zu sagen! Offenbar hatte dies aber gereicht, um ihr einige Süßigkeiten einzuspielen und um die Hausaufgaben herum zu kommen.
    Selbst die Lehrerin konnte dem kleinen Zirkusmädchen nicht widerstehen, was ihr oftmals die Hausaufgaben ersparte. In den wenigen Wochen die Ebony in der Schule war, versuchte sie so viel wie möglich zu lernen und so schnell wie möglich wieder zurück nach Hause zu kommen. Es war nicht so, dass sie keinen Anschluss in der Schule fand, das ging sogar recht schnell. Viele sprachen sie auf die Farbe ihre Haare, über ihr Leben im Zirkus an oder gaben ihr einfach Süßigkeiten, nur um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Als sie jedoch die Kinder nach ihrem Leben hier und ihrer Freizeit ausfragte, wurde ihr schnell bewusst das das Leben der Kinder hier vollkommen Ereignislos war. Sie hatte gedacht, das Kinder die einen festen Wohnort hatten, mindestens genau so viel zu erzählen hätten wie sie. Also sah sie auch keinen Grund mit den Kindern nach der Schule zu spielen und lief direkt zurück zum Zirkus. Mittlerweile rückte ihr 7 Geburtstag immer näher und ihre Mutter begann damit, Ebony bei ihrer Wahrsager Show zusehen zu lassen. Eigentlich waren die Kinder der Zirkusgemeinde bei den Show´s im Hauptzelt bei den Alten, und nicht in der Manege. Ebony wusste das ihre Mutter die Wahrsagerin der Truppe war, doch hatte sie ihre Mutter noch nie bei ihren Vorführungen gesehen und wusste nicht einmal annähernd, was es mit Kristallkugeln oder Tarotkarten auf sich hatte. Als sie jedoch den Nebel sah, der sich um den Tisch ihrer Mutter erhob und die Menschen die sich darum versammelt hatten, spürte das kleine Mädchen eine solche Begeisterung, das sie es kaum in Worte hätte fassen können. Die Hände ihrer Mutter glitten um die Kristallkugel, als würde sie diese Liebkosen und der Nebel in der Kugel begann sich zu bewegen. Der Mann der sich genau vor die Kugel gestellt hatte, stellte ihrer Mutter Fragen aus seiner Vergangenheit um zu testen, ob sie nicht irgendeine Hochstaplerin sei. Doch ihre Mutter lächelte nur sanft und sah dem Mann für einen Moment in die Augen , bevor sie ein letztes Mal mit ihren Fingern über die Kugel glitt, und ihm offenbar genau die Antworten gab, die er nicht erwartet hatte. Sein Mund stand offen und die Menge jubelte. Ebony selbst verstand kein bisschen von dem was dort gerade vor sich ging, doch in dem Moment als die Menge jubelte wusste sie, das wollte sie auch können!
    Sichtlich begeistert wartete sie auf das Ende der Show und lief auch schon voller Euphorie zu ihrer Mutter hin. Sie war so fasziniert gewesen und wollte unbedingt wissen wie ihre Mutter das alles einfach so wissen konnte.
    Immerhin waren es vollkommen fremde Menschen gewesen, die um den Tisch herum standen. Die Mutter lächelte ihre Tochter aber nur herzlich an, tätschelte ihren Kopf und entgegnete ihr nur, das sie ihr das alles beibringen würde. So sah sich Ebony jede einzelne Show ihrer Mutter bis zum besagten Geburtstag an, egal ob sie Karten legte , die Kristallkugel benutzte oder einfach aus den Händen der Leute las. Nach ein paar Auftritten, begann das junge Mädchen nicht nur wie verzaubert auf ihre Mutter zu achten, sondern auf die Menschen denen sie die Zukunft deutete. Dabei viel ihr auf das Leute mit einer ausdrucksstarken Körperhaltung oder einer Dominaten Art, meistens eine Ereignisreiche Zukunft hatten, während die mit einer eher schüchternen Haltung, eine friedliche und Ruhige Zukunft von ihrer Mutter weisgesagt bekamen. Offenbar war es nicht nur wichtig das Medium richtig zu verstehen, sondern auch an den zugehörigen Menschen anzupassen. Rouche sah aus den Augenwinkeln während ihres Auftrittes , das Ebony ihre Aufmerksamkeit nicht mehr so sehr ihr, sondern vielmehr den Menschen widmete, die nach ihrer Zukunft fragten. Äußerlich ließ sie es sich nicht anmerken, doch sie war jetzt schon stolz auf ihre Tochter, da sie offenbar jetzt schon bemerkt hatte, wie wichtig die Mentalität und die Körpersprache des Gegenübers war . Sie war wahrlich eine Claves.


    Über Tarot und Körpersprache

    Als sie dann endlich an dem Morgen ihres Geburtstages die Augen aufschlug, warf sie auch sogleich die Decke zur Seite und lief zu ihrer Mutter, in das sehr kleine Wohnzimmer. Sie wartete dort schon zusammen mit Steve auf das Geburtstagskind. Auf dem Tisch waren 7 Kerzen aufgereiht und ein Päckchen lag daneben. Dieses Alter, war im Zirkus Orshey immer schon etwas besonderes gewesen. Im Alter von 7 Jahren war man nun kein Kind mehr, sondern ein richtiges Mitglied der Zirkus-Familie. Das bedeutete, das man entsprechend seiner Talente trainiert und gefördert wurde und Ebony konnte es kaum erwarten, von ihrer Mutter zu lernen. Freudig stellte sie sich vor die Kerzen und mit allem was ihre Lunge hergab, pustete sie die Kerzen auf einen Schlag aus. Kaum waren die Kerzen erloschen, sah sie auch schon mit glitzernden Augen auf das Päckchen, welches auf dem Schoß ihrer Mutter lag. Sie freute sich zwar auch über den Kuchen den ihre Mutter in stundenlanger Arbeit für sie gebacken hatte, doch sie war einfach viel zu gespannt auf das Geschenk, als das sie auch nur einen bisschen vorher hätte essen können. Rouche sah mit Freude, das glitzern in den Augen ihrer Tochter und legte das Päckchen in ihre kleinen Hände, um sie nicht noch länger auf die Folter zu spannen.
    Binnen Sekunden hatte Ebony auch schon ihr Geschenk vom bunten Papier befreit und zum Vorschein kam ein Samt Schatulle, mit einem eingestanzten silbernen Sichelmond. Voller Begeisterung öffnete sie den Deckel und sie konnte ihre Euphorie kaum noch verbergen, als sie die Tarotkarten darin erblickte. Ihr erstes, eigenes Kartenset hielt sie in nun in ihren kleinen Händen. Sichtlich begeistert nahm sie die Karten aus der Schachtel, um sich die Bilder anzusehen, die sie nun eine lange Zeit begleiten sollten. Rouche beobachtete seelenruhig ihre Tochter beim Begutachten ihrer Karten und schwelgte einen Augenblick in Erinnerungen an ihren 7 Geburtstag. Nachdem Ebony sich jede ihrer Karten angesehen hatte, bat ihre Mutter sie, diese noch einmal zu mischen und eine beliebige zu ziehen. Das junge Mädchen verstand zwar nicht weshalb, doch sie gehorchte ihrer Mutter und zog auch nach dem Mischen sogleich eine der Karten. Die Karte die sie ihrer Mutter zeigte, stellte einen Gaukler dar, der auf einem Tisch tanzte. Ihre Mutter konnte sich bei der Karte kaum ein Grinsen verkneifen und strich ihrer Tochter über ihr violettes Haupt. Rouche erklärte ihrer Tochter das die Karte des Narren, für Sorglosigkeit und Lebenslust stand, und wohl auch für ein wenig Leichtsinn. Eben genau das was die kleine Claves ausmachte. Ihre Mutter ließ ihre Stimme erneut erklingen und erklärte ihr, dass man durch das Ziehen einer Karte aus dem Set eine Art vorhersage, für den Tag treffen konnte.
    So wüsste man schon im voraus wie der Hase läuft und man startet nicht unvorbereitet in den neuen Tag. Nach dem Worten ihrer Mutter sah sie sich die Karte des Narren noch einmal genauer an und ein warmes Lächeln lag auf ihren Lippen. Ein solches Vorzeichen für den eigenen Geburtstag, war doch einfach hervorragend!
    Durch dieses Vorzeichen nur noch mehr bestärkt, wollte sie am liebsten gleich mit der Ausbildung bei ihrer Mutter beginnen. Rouche jedoch stellte ihr Erst einmal ein abgeschnittenes Stück Kuchen vor die Nase, immerhin musste sie auch neben der ganzen Aufregung dafür sorgen das ihre Tochter etwas aß. Am nächsten Morgen, so versprach sie ihrer Tochter, würde sie mit dem Training beginnen. Diesen Tag sollte sie aber noch einmal so richtig genießen, die nächsten Jahre würden noch hart genug werden. So vertrieb sich Ebony den gesamten Tag zusammen mit ihrem Bruder bei Barin, dem Sohn eines Feuerspuckers und Charlotte, einer Akrobaten Tochter. Stolz zeigte sie ihnen die Karten die sie bekommen hatte und alle sahen sich voller Begeisterung die Bilder darauf an.
    Charolotte hatte ihre Ausbildung vor ein paar Monaten angefangen und Barin war sogar schon seit 2 Jahren eifrig am Trainieren. Eine richtig große Feuerkugel brachte er aber noch nicht zustande, weswegen er manchmal aufgezogen wurde. Alle freuten sich darüber, das die junge Claves nun auch endlich zu dem Kreis der Lernenden gehörte und alberten ein bisschen herum, wer wohl am schnellsten seine Kunst lernen würde. Siegessicher verzog das Mädchen das Gesicht und ihr Bruder legte ihr ebenfalls zuversichtlich die Hand auf die Schulter. So süß und hinreißend seine Schwester auch war, bei solchen Herausforderungen, gab es für sie nie eine andere Option außer zu gewinnen. Und so schlossen die 3 ihre erste Wette miteinander ab und der Verlierer, müsste dem Gewinner etwas beibringen, ganz gleich wie dumm er sich anstellen würde. Am nächsten Morgen lag Ebony noch gebettet in ihren weichen Kissen und Decken, als sie auch schon von ihrer Mutter geweckt wurde. Heute war der erste Tag des Trainings und ihre Mutter wollte dafür mit ihr in die Stadt gehen. Noch halb verschlafen zog sich Ebony auch schon ihr grünes Kleid über und verschwand zusammen mit ihrer Mutter vom Zirkus. Ihre erste Lektion war es, die Menschen zu beobachten und sich ihre Körpersprache anzusehen. Jeder Mensch hat 2 Körper sprachliche Aspekte, die Gestik und die Mimik, erklärte Rouche während sie sich zusammen mit ihrer Tochter auf eine Bank setzte. Den ganzen Morgen, bis in den frühen Abend hinein beobachteten sie allerhand Menschen die über die Straße liefen. Bei jedem musste Ebony ihrer Mutter sagen was sie sieht und ihr erklären, was sie daraus schlussfolgerte. Meistens konzentrierte sie sich aber nur auf die Körperhaltung und nicht auf das Gesicht, daher lag sie nur selten richtig. Das war schwieriger als sie dachte, denn die Leute gingen in ihren Augen zu schnell vorbei, um sich ein genaues Bild von Körper und Gesicht zu machen. Rouche jedoch war zuversichtlich und gab Ebony dann doch Erst einmal die Aufgabe, sich um die Gestik der Menschen zu kümmern. Immerhin stand das Mädchen noch am Anfang ihrer Ausbildung und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
    Die Wochen vergingen und jeden Tag in der früh, bis zum Abend verbrachten die beiden in der Stadt. Ob in einem Park oder einfach an der Hauptstraße, überall beobachtete Rouche gemeinsam mit ihrer Tochter die Menschen und ließ sie ihre Körpersprache deuten. Je öfter sie das taten, umso sicherer und schneller wurde Ebony in ihren Schlussfolgerungen. Langsam schien sie den dreh raus zu haben, denn die Zeit in der die Menschen von A nach B liefen reichte nun schon aus, um zu erkennen ob ein Mensch selbstsicher, besorgt oder ähnliches war. Nun musste sie nur noch zusätzlich die Mimik in der Zeit deuten können, denn so konnte man feststellen, ob die Körperhaltung desjenigen die Wahrheit Preis gab, oder ob sie gespielt war. Die junge Wahrsagerin war sichtlich bemüht und konnte nach ein paar Wochen auch die Mimik, auf ihre inneren Liste Abhaken. Sie wollte so schnell wie möglich lernen um Barin und Charlotte einzuholen, die doch ein bisschen Vorsprung hatten, weil sie älter waren. Abends wenn die beiden Frauen nach Hause in ihren Wohnwagen kamen, sah sich das kleine Mädchen immer noch mal die Karte des Narren an, bevor sie zu Bett ging. Auch wenn es vielleicht nichts bewirkte, war es für sie ein wichtiges Ritual, damit sie keine Albträume bekam.
    Der Narr war für sie die wichtigste Karte des gesamten Sets, denn sie war es die Ebony als erstes gezogen hatte und sie war sich sicher, er würde sie vor Unheil bewahren. Ihre Mutter beobachtete sie manchmal dabei und immer, wenn sie sah wie behutsam ihre Tochter dabei war, machte sich ein warmes Gefühl in ihrem Körper breit und sie war sich sicher, das ihre kleine Ebony es noch sehr weit bringen würde. Nachdem Ebony ihre Mitmenschen aus dem FF richtig deuten konnte, ging ihre Mutter zur nächsten Übung über und diese Beinhaltete nun auch die erste Form des Wahrsagen, das Handlesen. Dabei nahm man die Hand des Gegenübers und Schlussfolgerte den Charakter und die Zukunft der Person aufgrund der Linien, die sich in der Handfläche befinden. Hierbei war wichtig, auch eventuellen Narben oder Schwielen etc. Beachtung zu schenken, denn es gab nicht nur Menschen die an Wahrsagerei glaubten, wie Ebony dachte. Es gab auch jene die sich dagegen aussprachen und sich einen Spaß daraus machten, Menschen wie Rouche und wohl auch später ihre Tochter, an den Pranger zu stellen. Handgreiflichkeiten waren zwar nicht üblich, kamen aber durchaus vor und daher war es auch ratsam sich die Hände genauer anzusehen, um zu sehen wie viel Kraft einem entgegen kommen könnte. Die Wochen wurden zu Monaten, und die Monate zu Jahren und das kleine Mädchen wuchs zu einer wahren Schönheit heran. Sie war ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten und auch was die Fähigkeiten betraf, stand sie ihr im nichts nach. In der Zeit des harten Trainings, hatte sie nicht selten geflucht oder Rückschläge erlitten, doch am Ende hatte es sich gelohnt. Ihre Ausbildung neigte sich dem Ende zu und sie war nun bereit, auch ihre Tarotkarten zu benutzen. Bewusst hatte ihre Mutter diese Form des Wahrsagen für den Schluss aufbewahrt, denn das war das schwierigste Medium in ihren Augen. Jeder konnte nämlich die Karten anders Interpretieren und daher war es sehr wichtig, das ihre Tochter ausgiebig Zeit hatte sich mit ihrem eigenen Set vertraut zu machen. Was für den einen nämlich etwas schlechtes Darzustellen scheint, ist für den anderen ein wahrer Segen. Wichtig ist was die Karten dir Sagen und nicht welches Bild zu sehen ist, pflegte ihre Mutter immer zu sagen und damit behielt sie auch recht. Ebony´s Karten unterschieden sich z. B. Grundlegend von denen ihrer Mutter. Rouche´s Set war mit lauter Symbolen versehen und nicht mit Bildern wie das ihrer Tochter, so würde Rouche, auch wenn sie eine Meisterin der Karten war, Ebony´s Set nicht richtig deuten können.
    Die anmutige Wahrsagerin zeigte ihrer Nachzüglerin verschiedene Versionen, die Karten zu legen um etwa nur eine Tagesprognose, oder ein Zukünftiges Ereignis zu erfragen. Auch war es möglich, das Befinden eines geliebten Menschen durch die Karten herauszufinden, das aber war etwas, was Rouche erst seit dem Tod ihres Mannes tat. Sie war der Überzeugung das es ihm im Jenseits gut ging, denn die Karten würden sie niemals anlügen und das tröstete sie über den Schmerz hinweg, ihren geliebten nicht mehr bei sich zu haben. So viele unzählige Möglichkeiten lernte sie in den nächsten Monaten von ihrer Mutter, doch ihre Lieblinge waren die 3 Karten Legung und das Kreuz. Bei der 3 Karten Legung, legte man 3 Karten waagerecht, verdeckt nebeneinander und deckte sie nacheinander von links nach rechts auf. So konnte man sich fragen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beantworten, oder sich auch Hilfe bei Entscheidungsfragen holen. Hierbei wäre Karte 1 die pro,- Karte 2 die kontra Seite und die 3 Karte die Konsequenz dessen, wie du dich entscheidest. Die -Kreuz-Formation schafft Hilfe bei wichtigen Entscheidungen, oder weist zumindest eine Richtung, je nach Fragestellung.
    Hierbei deckt man die Karte 1 bei der Frage auf, 2 und 3 geben an was man besser tun sollte und was nicht und die letzte Karte, weist dir eine Tendenz in welche Richtung das ganze verläuft. Immer und immer wieder übte die heranwachsende Claves unter den kritischen Augen ihrer Mutter, das Legender Karten und begann allmählich, eine richtige Show daraus zu machen. Sie mischte die Karten nicht einfach nur, sondern fächerte sie binnen eines Wimpern schlags auf und drehte sie einmal, bevor sie mit ihrer anderen Hand mit einer wellenartigen Bewegung vor die Karten fuhr und sich der Fächer wieder schloss. Die Hände ließ sie des Öfteren behutsam über die ein oder andere Karte gleiten, die verdeckt vor ihr lag, bevor sie diese mit einer anmutigen Bewegung ihrer Hand umdrehte. Sie gab ihrer Mutter die Antworten auf ihre Fragen, die sie aus den Karten las und klang dabei genau so Charmant und voller Hingabe, wie sie es von ihrem Vorbild so oft schon gehört hatte. Am Ende ihrer Show, verstaute sie mit flinken Fingern ihre geliebten Karten in der Schatulle und hob ihre Hand vor ihre Brust, um eine Verbeugung anzudeuten. Ihrer Mutter stand der Stolz ins Gesicht geschrieben und sie fuhr zärtlich mit der Hand über die Wange ihrer Tochter. Sie hatte ihr in den letzten Jahren alles beigebracht was sie wusste und hätte nicht gedacht, das sie das Wahrsagen so verinnerlichen würde und mit so einer Präsenz bei ihrer Show auftrumpfen würde. Nun wahr sie wahrlich eine Claves und bereit der Welt ihre Künste zu zeigen!

    Von Einbrechern und Nachteulen

    Am Tag darauf ging Ebony mit ihrer Hasenpfote im Schlepptau ins Hauptzelt, um bei dem Training ihrer Freundin Charlotte zuzusehen. Sie war voller Vorfreude und Euphorie, denn ihre liebe Freundin wusste noch nichts von dem Umstand, das Ebony´s Ausbildung seit dem gestrigen Tag beendet war. Flinken Schrittes huschte sie durch den Eingang und setzte sich auf eine Bank, von der Barin ihr schon zuwinkte.
    Er selbst war mittlerweile mit der ein oder anderen Brandnarbe versehen, doch das machte ihm herzlich wenig aus. In seinen Augen war das schlicht und ergreifend ein Berufsrisiko. Gemeinsam sahen sie sich die Akrobatischen Leistungen ihrer Freundin an und staunten nicht schlecht als sie sahen, wie schnell Charlotte das Trapez erklommen hatte, nur um dann mit ein paar Überschlägen wieder auf dem Boden zu landen. Doch so atemberaubend es in ihren Augen auch aussah, sahen sie in Charlotte´s Augen die Unzufriedenheit, als sie sich wieder vom Boden erhob. Sie hatte ihre Ausbildung immer noch nicht abschließen können, denn es haperte noch an den Kleinigkeiten. Nach dem Training lief sie zu Barin und Ebony, die ihr auch schon Platz in ihrer Mitte machten. Die 3 verbrachten den ganzen Nachmittag miteinander und die junge Claves versuchte ihrer Freundin Mut zu machen. Ebony legte ihre Hand an Charlottes Wange und versicherte ihr, das sie nur mehr auf die Zeichen achten müsse, dann würde auch schon alles gut werden. Schließlich richtete sie sich fast ausschließlich nach diesen und war die erste der 3, die ihre Ausbildung beendet hatte. Das war ein Fakt der sie nur darin bestätigte, das derjenige belohnt wird der sich nach dem Schicksal richtete. Mit einer Handbewegung zog sie auch schon die Schatulle mit ihren Karten hervor, und bat ihre Freundin eine beliebige zu ziehen.
    Charlotte überlegte ein paar mal hin und her bevor sie eine der unteren Karten aus dem Stapel zog und sie ihrer Freundin übergab. Als die junge Wahrsagerin die Karte erblickte, musste sie ein wenig schmunzeln. Es war die Karte des gehängten Mannes. Diese Karte war ein eindeutiges Zeichen und Ebony erklärte, dass diese Karte für eine Ruhepause und für den Rückzug aus der jetzigen Situation stand. Ihre Freundin legte den Kopf etwas schief, denn sie verstand nicht wieso ein toter Mann an einem Baum für eine Pause stand, doch stellte sie ihre violette Freundin nicht in Frage und nickte. Auch Charlotte war ein abergläubisches Mädchen und schätze Ebony´s Mutter sehr, denn sie war die gute Seele dieses Zirkus. Und wenn sie ihrer Tochter die Kunst des Wahrsagen beigebracht hat, war Ebony´s Vorhersage genau so treffend, wie die ihrer Mutter. Als die Nacht herein brach, gingen Barin und Charlotte zu dem Wohnwagen ihrer Eltern und ließen Ebony auf der Bank im Hauptzelt zurück. Anders als die beiden genoss die junge Claves Narrenfreiheit und konnte solange draußen bleiben wie sie wollte. Ein Umstand den sie ihrem Charme und ihrem Auftreten zu verdanken hatte. Sie konnte einfach alles tun was sie wollte, ohne das sie Konsequenzen zu fürchten brauchte. Das trieb ihr aber so langsam immer wieder ein Unwohlsein in die Glieder, denn sie bekam einfach alles ohne Anstrengung. Wo bleibt da der Reiz ? Fragte sie sich des Öfteren, als sie als einzige noch dort saß und mit den Füßen hin und her wippte, während selbst die Alten schon verschwanden. Meistens konnte sie diese Gedanken jedoch abschütteln, bevor sie im Begriff war etwas Dummes zu tun.
    Nicht aber diese Nacht. Als sie gerade durch die Wiese lief um zu ihrer Mutter in den Wohnwagen zu gehen, packte sie die Neugier als sie sah wie der Zirkusdirektor sein Behausung verlies. Sein Wohnwagen war größer als die der anderen und hatte sogar ein Vorzelt. Schon immer hatte sie sehen wollen, wie es da drin aussah und das war die passende Gelegenheit es heraus zu finden. Sie wartete bis der Direktor weit genug weg war, und schlich auch schon in sein Vorzelt hinein. Dort standen allerhand Möbel herum und auch der ein oder andere Koffer lag an der Seite. Sichtlich von der Neugier gepackt, ging sie die wenigen Stufen hinauf und ergriff den Türknauf. Wider jeder Erwartung war die Tür nicht abgeschlossen und öffnete sich mit einem leisen Klick. Schnell huschte sie durch die Tür und schloss sie langsam hinter sich, um kein Geräusch zu verursachen. Als sie ihre Augen jedoch von der Tür abwandte und in den Wagen hinein sah, traute sie ihren Augen nicht. So viel schillernde Kleidung hätte sie wahrlich nicht erwartet und auch nicht so viele Bierflaschen. Sie legte den Kopf verwirrt zu Seite, denn die Bierflaschen fand sie nun doch etwas Merkwürdiger als die bunten Show Kostüme. Als sie ein paar Schritte weiter in den Raum ging, spürte sie auf einmal etwa Weiches, flauschiges unter ihren Füßen. Der ganze Boden war mit Tierfellen ausgelegt und nicht mit normalen Teppich wie es bei ihr Zuhause der Fall war.
    Ihr gefiel dieser weiche Untergrund und sie lief ein paar Minuten, nur auf diesem Fell herum ohne dabei darauf zu achten, was noch so Interessantes herum stand. Gerade als sie den Raum weiter unter die Lupe nehmen wollte, hörte sie aber schon die schweren Schritte des Direktors. Kurzerhand versteckte sie sich hinter einem Turm von Büchern und einer Kommode die sich direkt neben ihr befanden. Sie hatte keine Zeit mehr um zu verschwinden, also hieß es nun aussitzen und warten! Kaum hatte sie diesen Gedanken gesponnen, trat er auch schon ein und warf seine Jacke über die Kommode.
    Die Jacke landete halb auf der Kommode und zum Leidwesen von Ebony, auch auf ihrem Kopf, doch gab sie keinen Laut von sich. Lediglich ihre Mimik ließ darauf schließen das ihre Nerven zum zerreißen gespannt waren. Sie fürchtete er könnte noch einmal mit der Hand nach der Jacke greifen und dabei Ebony entdecken. Doch nichts davon geschah. Der Direktor setzte sich auf sein Bett, zog sich die Schuhe aus und trank noch einen ausgiebigen Schluck Bier, bevor er sich nach hinten Fallen ließ. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich das erlösende Schnarchen ertönte, welches Ebony die Fluchtmöglichkeit bot. Behutsam setzte sie einen Fuß vor den anderen und öffnete leise die Tür, um durch einen kleinen Spalt hindurch zu huschen. Endlich wieder im Freien spürte sie ihr Herz immer noch in ihrer Brust pulsieren und es schien, als hätte sie etwas Gefunden was ihr den Ausgleich zu ihrem so perfekten Leben gab. An ihrem Wohnwagen angekommen öffnete sie die Tür und schlich hinein, ohne das es jemand bemerkte.
    Ihre Mutter und ihr Bruder schliefen tief und fest. Niemand hatte von ihnen bemerkt das Ebony bis dato nicht Heim gekommen war. Mit einem schelmischen Lächeln legte sie sich in ihre unzähligen Decken und Kissen und spielte schon mit dem Gedanken, als nächstes bei den Jongleuren rein zu schauen.
    In den nächsten Nächten Wochen schlich sie so manchem Zirkus Kameraden ins Haus hinein und wurde von mal zu mal besser darin, sich zu verstecken oder sich lautlos zu bewegen. Auch die gewonnene Wette gegenüber ihrer Freundin Charlotte, gereichte ihr dabei zum Vorteil. Da sie nämlich nun auch eine waschechte Akrobatin von Orshey war, löste sie auch ihre Wettschuld gegenüber Ebony ein. Ein paar mal in der Woche übte sie mit ihr das Klettern auf das Trapez, oder andere merkwürdige Gebilde, die ein normaler Mensch nicht ohne Hilfe erklimmen konnte. Und auch den ein oder anderen Flick Flak war nun im Repertoire der jungen Claves, doch war ihr das Training für ihr Gleichgewicht bei dieser Übung wichtiger gewesen, als der akrobatische Akt an sich. Denn sie hatte vor, sich auch mal in der Stadt die Häuser von innen Anzusehen und um da hineinzukommen brauchte es etwas mehr, als nur leise Sohlen. Charlotte wusste nichts von dem Vorhaben ihrer Freundin, doch Steve schien ein Gespür dafür zu haben, wenn seine kleine Schwester etwas plante.
    An dem Abend als sich das junge Mädchen für ihren nächtlichen Ausflug bereit machte, trat ihr Bruder an sie heran und verschränkte die Arme vor der Brust. Er wusste nicht was seine Schwester vor hatte, doch er war sich ziemlich sicher, das ihre Hasenpfote sie nicht beschützen würde. Wie denn auch? Es war nur eine verdammte Pfote und kein Messer! Er versuchte mit ernster Miene seine Schwester dazu zu bewegen hier zu bleiben, doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und versicherte ihm das sie das tun muss, denn dieser Ausflug würde sie sehr glücklich machen. Sie wusste das ihr Bruder ihr nichts abschlagen konnte, daher war hier Charme, definitiv die richtige Wahl um aus dieser Situation heraus zu kommen, und so war es dann auch. Steve gab wie immer seinem kleinen Engel nach und begleitete sie sogar bis zum Rand der Stadt, um sicher zu gehen das sie keiner Überfiel. Schnellen Schrittes lief sie über das nasse Kopfsteinpflaster und ging zu dem größten Haus was sie finden konnte. Schnell war dieses Haus auch schon erreicht und über die Straßenlaterne stieg sie auch schon durch ein offenes Fenster ein. Sie war nicht verwundert so schnell ein offenes Fenster zu finden, immerhin war es Sommer und auch jetzt noch ziemlich warm. Behutsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, um nicht im Dunkeln gegen irgendwas zu stoßen. Sie kam an dem ein oder anderen Schlafzimmer vorbei, aus dem sie deutlich ein Schnarchen vernehmen konnte. Offenbar war keiner mehr wach, und das gab ihr die Chance sich alle Räume in Ruhe anzusehen. Als sie nach einer ausgiebigen Touren schließlich in einer Art Arbeitszimmer ankam, wurde sie erneut von einer starken Neugier gepackt. Auf dem Tisch stand eine hölzerne Kiste, mit vielen Verzierungen auf dem Deckel. Mit ein paar Schritten stand sie auch schon vor diesem Tisch und öffnete auch schon kurzerhand die Kiste. Dort drin lag eine merkwürdige Frucht mit lauter Windungen auf der Schale. Auch hatte sie eine blassgrüne Farbe und sah nicht so aus als würde sie gut schmecken, das allerdings war Ebony vollkommen egal. Sie hatte so etwas noch nie gesehen und überlegte auch nicht lange, bevor sie die Kiste mitsamt Inhalt einfach unter den Arm nahm und sich aus dem Staub machte. Es dämmerte bereits als sie gemeinsam mit ihrem Bruder wieder am Zirkus ankam, wo Barin und Charlotte auch schon auf die Abenteurerin warteten. Beide konnten es kaum noch erwarten zu sehen, ob Ebony ihr Versprechen wahr gemacht hatte und etwas gestohlen hatte.
    Als sie sich alle gemeinsam in die Wiese setzten, waren bis auf Steve alle total begeistert von dem Fund seiner Schwester. Er konnte es nicht fassen, das seine kleine Schwester eine Diebin war und er sie auch noch begleitet hatte! Resignierend schüttelte er den Kopf und begutachtete die Beute seiner Ebony. Die 3 heranwachsenden alberten herum stachelten sich gegenseitig auf, dieses merkwürdige Ding zu essen. Es ging eine ganze Weile hin und her und schließlich wetteten sie um den Wochenlohn. Kurz nachdem das geklärt war, Griff Ebony auch schon nach der Frucht. Immerhin war es ihre Beute und dann noch einen Bonus zu kassieren war ihr recht. Als sie die Frucht jedoch verschlungen hatte, spürte sie auf einmal eine Art beben in ihrem Körper und zuckte zusammen. Steve stand sofort auf und eilte zu seiner Schwester rüber, doch als sie sich wieder fing, hörte sie nur noch eine Hasstirade aus dem Mund ihres Bruders. Doch es war viel lauter, als sie ihn sonst sprechen hörte und wollte sich die Ohren zuhalten. Er jedoch ergriff ihre Hand und schimpfte immer noch, sie solle im gefälligst zuhören. Als er aber ihre Hand ergriff und seine Stimme durch ihren Kopf hämmerte, begann ihr Puls zu rasen und sie wollte ihrem Bruder kontra geben, doch es kam nur ein Krächzen von ihr und sonst nichts. Plötzlich herrschte Stille und alle 3 starrten auf die kleine graue Eule, die vor ihnen aufgeregt herum krächzte. Spätestens da war allen klar, das es eine Teufelsfrucht gewesen sein muss, die Ebony gestohlen hatte. Als sich alle wieder ein wenig beruhigt hatten, ging auch Ebony´s Puls wieder runter und langsam verwandelte sich das Eulenkind wieder in ein Mädchen zurück. An diesem Morgen versprachen sie einander, niemandem in diesem Zirkus wissen zu lassen das Ebony diese Frucht gegessen hatte, um keine Panik bei diesem abergläubischen Haufen auszulösen. Denn sie wussten das Ebony sich durch die Frucht verändert hatte, aber glauben würde es ihnen wohl keiner.

    Von Körperkult und Geistern

    Langsam aber sicher begann Ebony, sich mit der Gestalt einer Eule anzufreunden und mittlerweile war sie auch nicht mehr grau, denn sie war kein kleines Mädchen mehr. Sie hatte in dieser Form ein prächtiges weißes Gefieder mit schwarzen sprenkeln. Eben genau so, wie es von einer Schneeeule erwartet wird. Gerne flog sie des Nachts in die Stadt hinein und setzte sich auf Laternen oder auch Äste um den Leuten zuzuhören. Sie konnte sich nicht vorstellen, das sie die einzige mit solchen Fähigkeiten war und war fest entschlossen andere Teufelsfrucht Nutzer zu finden.
    Welche Informationsquelle war dafür besser geeignet als eine Gaststätte oder ein Hafengebiet?. Überall wo Menschen ein und aus gingen die auf der durchreise waren, war sie zur Stelle um den Geschichten ihrer Reisen zu lauschen. Viele Monate verbrachte sie damit und kam erst in den frühen Morgenstunden zurück nach Hause, wo ihr Bruder meistens auch schon auf sie wartete. Er befürwortete ihre nächtlichen Ausflüge nicht, aber er verstand ihre Beweggründe und als Eule saß sie ja lediglich irgendwo herum.
    Ihre Show's waren mittlerweile schon Routine geworden und sie hatte somit mehr Freizeit, um sich um andere Dinge zu kümmern. Langsam aber sicher kam Ebony in ein Alter in dem es durchaus üblich war, sich für Jungs zu interessieren. Und so passierte es des Öfteren, das sie bei ihren Ausflügen in die Hafenstadt, in der sie sich zurzeit aufhielten, auch mal den ein oder anderen Jungen hinterher schaute. Nicht aber denen mit sonnen gebräunter Haut und blondem Haar, sondern denen die etwas spezieller in ihrer Optik waren. Auch an sich selbst stellte die junge Wahrsagerin Veränderungen fest die nicht zu übersehen waren. Mutter Natur hatte wahrlich aus Ebony ein Geschenk für jedes männliche Auge gemacht und das spürte sie auch in der Schule, die sie zur Zeit besuchte. Es gab einige junge Männer, die ihr die Aufwartung machten und versuchten sie zu einem Date zu bewegen. Das schmeichelte Ebony zwar sehr und es half ihr auch des Öfteren sich um die Hausaufgaben zu drücken, doch waren diese Jungen so lieb sie auch waren, in ihren Augen einfach zu gewöhnlich und sie ließ sie daher abblitzen. Nach der Schule saß sie meistens immer noch wie in Kindertagen mit Barin und Charlotte zusammen, bevor sie sich spät Abends wieder in die Stadt aufmachte. Sie erzählte den beiden stets von ihren Touren, denn auch die beiden wollten wissen, ob es noch mehr Menschen mit Ebony´s Fähigkeiten gab. Zusammen mit Steve sorgten sie auch meist dafür das niemand bemerkte, wenn die junge Claves sich davon schlich, oder hatten stets eine Ausrede parat wenn doch jemand Fragen stellte. Immerhin durfte niemand verdacht schöpfen was sie wirklich tat, denn dann kämen sie in Erklärungsnot. Auch diese Nacht flatterte die junge Frau ins Hafengebiet und ließ sich auf einer Laterne nieder, die direkt an einem Gasthaus stand. Sie hörte zig Gespräche über fremde Inseln, unfreundliche Marine Soldaten oder über Söldner.
    Eine Geschichte klang schöner als die andere, doch als sie einmal ihren Blick über den Steg gleiten ließ, stockte ihr der Atem. Dort stand ein Mann mit grünem Haar, Lederjacke und etwas merkwürdigem auf der Haut. Sie konzentrierte sich um noch besser sehen zu können und erkannte zahlreiche Tattoos auf seinen Armen und Piercings in seinem Gesicht. Hätte sie kein Gefieder gehabt, hätte man die Röte in ihrem Gesicht schon von weitem gesehen und für einen Moment, schien die Welt still zu stehen. Sie hatte nie etwas Schöneres gesehen als diese Körper Verzierungen und auf einmal kam der Wunsch in ihr auf, so etwas auch auf ihrem Körper zu tragen. Sie beobachtete diesen Mann eine ganze weile und flog ihm auch kurz nach, als er drohte aus ihrem Sichtbereich zu verschwinden. Der Mann ging in ein Gasthaus hinein und gegen die Bitte ihres Bruders, huschte sie ebenfalls ins Gasthaus hinein als sich die Tür erneut öffnete. Oben im Gewölbe des Hauses setzte sie sich auf einem Balken und beobachtete den grün haarigen weiterhin. Sie war so von seiner Erscheinung hingerissen, dass sie schon fast vom Balken fiel als er seine Stimme erhob, um von seiner Reise zu erzählen. Seine Geschichte jedoch unterschied sich von denen, die sie bis jetzt gehört hatte. Er erzählte von mystischen Wesen die ihm auf seiner Reise begegnet sind und von Menschen, die von Geistern besessen waren. Das war das erste Mal das eine Geister Geschichte ihre Ohren erreichte und sie war so viel spannender als die, die sie je zuvor gehört hatte. Als der Mann sein Bier geleert und seine Geschichte beendet hatte, machte er sich auf, die Räumlichkeiten zu verlassen, denn er würde wohl jetzt schon abreisen. Ebony war so hingerissen von ihm, das sie ohne groß zu überlegen auch noch diese Bitte ihres Bruders ignorierte, und dem Mann aus dem Gasthaus hinterher flog.
    Dieser nahm gerade auf einer Bank am Steg platz und zündete sich eine Zigarette an. Sie war sich nicht sicher wohin mit sich, daher trudelte sie ein wenig hin und her, bevor sie sich mit all ihrem Mut ans andere Ende der Bank krallte. Der grün haarige musterte die Eule und schmunzelte etwas, denn er hatte sie schon auf der Laterne bemerkt. Solche Vögel sind im South Blue sehr selten und somit war es für ihn ein leichtes, Ebony im Auge zu behalten. Er wandte sich zu ihr und lächelte, bevor er sie fragte ob sie sich verflogen habe. Die junge Wahrsagerin versuchte so gut es geht ruhig zu bleiben, um sich nicht direkt zu verraten und schüttelte einfach nur den Kopf, ohne einen Laut von sich zu geben. Sie brauchte offenbar keine Angst vor ihm zu haben und so taperte sie näher auf ihn zu, worauf hin er vorsichtig über ihren Kopf streichelte. Er meinte nur das es ihn freut, wenn ihm selbst eine Eule bei seinen gruseligen Abenteuern zuhört. Bei diesen Worten legte Ebony den Kopf schief, um zumindest den Anschein zu wahren, es säße eine richtige Eule vor ihm. Er lachte bei dieser Bewegung und erhob sich um sich aufzumachen.
    Der grün haarige hob die Hand zum Abschied und sagte, das Ebony sich vor Jägern in Acht nehmen soll, immerhin ist sie eine Rarität. Die junge Wahrsagerin schüttelte sich kurz und machte sich auf in die Lüfte um zurück nach Hause zu fliegen. Schon beim halben Landeanflug verwandelte sie sich in einen Menschen zurück und lief schnell in ihr Zimmer, wobei sie vom Tisch ein paar Nadeln mitnahm. Vor ihrem Spiegel blieb sie stehen und begann auch schon die Nadel über einer Flamme zu erhitzen. Ein paar Minuten später war es dann auch schon geschehen und 3 Metallstäbe verliefen über ihren Nasenrücken, und obwohl ihre Nase etwas geschwollen war, fühlte sie sich in diesem Moment, wie das schönste Mädchen der Welt. Auch ihr Bruder hatte bemerkt das sie wieder zurück war und wollte sie begrüßen, doch entglitten ihm jegliche Gesichtszüge als er das geschundene Gesicht seiner Schwester sah. Eigentlich wollte er ihr eine Predigt halten und ihr erklären das so etwas ganz und gar nicht schön war, doch als er das Glück im Gesicht seiner kleinen Schwester sah, brachte er es nicht übers Herz und überließ sie ihrem eigenen Schönheitsideal.
    Einmal angesteckt, ließ auch ihr erstes Tattoo nicht lange auf sich warten und so lief sie mit ihrem erspartem in die Stadt hinein. Am selben Abend, zierte auch schon eine Perlenkette ihren Fuß und so langsam resignierte Steve in seinem bestreben, aus seiner Schwester eine Verantwortungsvolle, normal denkende Frau zu machen. Nun war ihm nur noch das Glück seiner Schwester wichtig und er würde sie unterstützen, auch bei so einem Quatsch wie ihrem Körperkult. Auch in den Jahren darauf häuften sich die Künste auf dem Körper seiner Schwester, doch konnte er sie, für sein eigenes Seelenheil, davon überzeugen mit neuen Tattoo s zu warten bis sie 18 war. Von Piercings war jedoch keine Rede und so stach sie sich zwischen Show's und ihren Nächtlichen Touren, munter Metall durch die Ohren. Ihre Mutter sah das alles aber sehr gelassen, denn sie hatte so etwas durch ihre Karten schon kommen sehen und war der Ansicht, das eben genau das, der Weg für ihre Tochter war.

    Die Geister die mich riefen

    Nun war die Wahrsagerin schon 18 und hatte mehr Geschichten von Geistern und mystischen Wesen gehört, als sie sich je hätte ausdenken können und langsam aber sicher kreisten ihre Gedanken mehr um diese Geschichten, als um den Zirkus. Sie liebte die Menschen dort, diese Familiäre Atmosphäre und ihre Show's, doch irgendetwas fehlte und sie schien langsam zu ahnen was es war. Trotz der ständigen Orts Wechsel mit dem Zirkus, hatte sie Fernweh und eine Neugier stieg in ihr auf, endlich zu erfahren was es mit diesen Geschichten auf sich hatte und vielleicht auch andere Teufelsfrucht Nutzer zu finden.
    Die Tage glitten wie ein Nebel an ihr vorbei und sie war außerhalb ihrer nächtlichen Ausflüge, kaum noch bei etwas 100 % anwesend. Sie hatte diesen drang der sie in die Ferne zog und eines Morgens spürte sie tief in ihrem Inneren, dass sie noch heute den Zirkus verlassen müsste. Die Welt war so groß und sie wollte einfach nicht hinnehmen das sich ihr gesamtes Leben hier, im South Blue abspielte. Viele ihrer Geschichten handelten von Inseln auf der Grandline und für sie stand fest, da muss sie hin! An diesem Tag nutzte sie jeden Moment um sich noch einmal alles ausgiebig anzusehen und sich jedes Zelt, jeden Wohnwagen und jedes Mitglied des Assembles ins Gedächtnis zu brennen. Sie hatte diese Menschen schließlich gern und wollte so viele Erinnerungen wie möglich mit auf ihre Reise nehmen. Am frühen Abend nahm sie ihren bunten Rucksack und packte alles für ihre Reise ein und wollte nur noch abwarten, bis es dunkel war.
    Ihr Bruder jedoch, hatte schon wieder gerochen das sie etwas vor hatte und gerade als sie ihren Rucksack verschloss, stand er in der Tür. Eine ruhige, wenn auch ernste Diskussion zwischen den Geschwistern entbrannte und nach einer gefühlten Ewigkeit schüttelte ihr Bruder resignierend den Kopf und setzte ein schelmisches Grinsen auf. Er wusste spätestens nach diesem Gespräch, das er Ebony nicht aufhalten konnte, jedoch rang er ihr ein Versprechen ab, welches die beiden noch am selben Tag zu einem nahe gelegenen Tattoo Studio führte. Die junge Claves lies sich 2 Worte auf die Finger stechen, ~Live~ und ~Evil~. Diese Worte waren eine Erinnerung an ihren Bruder und ihr Versprechen an ihn, sich mehr auf sich selbst, als auf die Zeichen des Universums zu verlassen. Steve selbst war kein Fan von solchen Körper Verzierungen, doch ließ auch er sich ein Motiv auf den Unterarm Stechen. Eine Eulenfeder, als Erinnerung an seine kleine Schwester und als Zeichen seiner Unterstützung, auch wenn sie sich in ein Omen des Todes verwandelte.
    Es war schon spät in der Nacht als sie beide das Studio verließen und er sein kleines Teesieb, ein letztes mal in die Arme schloss. Nach dieser letzten Umarmung stand Steve noch eine ganze Weile an dem Laden und sah seiner Schwester so lange hinterher, bis sie schließlich in der Dunkelheit der Nacht verschwunden war. Mit Sack und Pack lief die junge Frau zum Hafen hinab um sich dort am frühen Morgen, mit einem Schiff hinaus aufs Meer zu wagen. Direkt beim ersten Schiff hatte sie auch schon das Glück, sich eine Karte für die Fahrt zu sichern um somit auch ihr erstes Ziel anzusteuern. Kolorea! Dort sollte es nämlich ein Haus geben, indem es einen Geist geben soll, der mit Blut, Bilder auf den Boden malte.
    Viele hatten schon versucht diese Kunst weg zu putzen, doch jede Nacht erschien es erneut und das musste sie unbedingt sehen! Es verging fast eine Woche bis sie wieder etwas anderes außer Holz, unter ihren Füßen spürte und fast eine weitere Woche, bis sie sich zu diesem Haus durchgefragt hatte. Das Haus stand wider jeder Erwartung verlassen auf einer Lichtung und der Efeu hatte schon fast das gesamte Mauerwerk umschlossen.
    Sie schlich einmal herum, bevor sie einen Eingang fand und hinein kletterte. Im Erdgeschoss des Westflügels fand sie auch schließlich das besagte Kunstwerk, was eher aussah wie mehrere Flecke, die aneinander gereiht waren. Bevor sie sich versteckte, hatte das junge Mädchen das Kunstwerk weg gewischt um sich das Phänomen anzusehen, wenn der Fleck erneut erscheint. Wie durch Zauberhand entstanden die Flecke im Laufe der Nacht genau an der gleichen Stelle erneut und Ebony staunte nicht schlecht. Ihr Herz klopfte wie wild und sie war sich in diesem Moment sicher, das sie sich richtig entschieden, hatte als sie den Zirkus verließ. In der darauf folgenden Nacht, hatte sie den Fleck noch einmal weg gewischt, doch diesmal hatte sie etwas Salz aus ihrem Rucksack benutzt und ihn auf dieser Stelle verteilt, um ihn vor Geistern abzuschirmen. Wie durch ein Wunder, war am nächsten Morgen kein Fleck mehr zu sehen und sie spürte wie eine Motivation in ihr Aufstieg, die sie kaum noch zu bändigen vermochte. Höchst wahrscheinlich war es eine einfache chemische Reaktion auf den alten Steinen gewesen, doch das wusste Ebony nicht. Für sie stand fest, sie hatte gerade einen Beweis für die Existenz von Geistern gesehen, auch wenn es bestimmt nur ein kleiner Geist gewesen, war den sie von dieser Stelle getrieben hatte, zählte es in ihren Augen.
    In den nächsten Monaten zog es sie von einer Insel zur nächsten und Stück für Stück, gelangte sie so immer näher an ihr Ziel, der Grandline. Auf ihren abenteuerlichen Touren durch die Welt, hatte sie schon so viele Menschen getroffen die ihr schaurig schöne Geschichten erzählten, doch wenn die Leute erfuhren das Ebony diesen Geschichten auch wirklich nachgehen wollte, brachen einige in Gelächter aus. Viele glaubten nicht an solche Dinge wie Geister oder gar dem Boogie-Man und das war auch etwas, dem sie sich stellen musste. Für viele waren das eben nur Geschichten und kaum einer glaubte an die Existenz solcher Kreaturen. Also musste sie sich damit begnügen, dass sie die einzige war, die daran glaubte und reiste weiterhin allein. Auf ihren Reisen ging ihr trotz ihrer Show's die sie auf den Straßen abhielt, öfter mal das Geld aus und sie nächtigte daher des öfteren in ihrer Eulen Gestalt in Bäumen, oder verlassenen Gemäuern. Auch Hunger ist ein oft gesehener Begleiter. Einmal hatte sie der Hunger sogar soweit getrieben, dass sie sich auf die Jagt machte um eine Maus oder ein Nagetier zu fangen, immerhin aßen Eulen doch sowas.
    Doch mehr als eine sehr lange Jagt und eine schlimme Magenverstimmung kam dabei nicht heraus. Durch die Modi´s jedoch überstand sie auch diese Zeiten und ließ sich daher auch von ihnen das ~M~ als Erkennungszeichen stechen, um bei Zeiten sich bei einem der Ihren, zu revanchieren. Auch die überfahrt zur Insel Lumiere konnte sie dank ihrem neuen Tattoo ohne Kosten antreten. Der Kapitän des kleinen Dampfers war ein alt eingesessener Modi und seine Haut war fast vollständig tätowiert. Auf der Insel blieb sie auch eine ganze Weile, jedoch nicht um einer Geschichte auf den Grund zu gehen. Die junge Claves verfiel dem Glücksspiel und verließ die Insel erst, als sie ihre Reisekasse verdoppelt hatte, und ein neues Tattoo ihre Hüfte zierte.

    Und dann, kam Martha

    Als sie auf der Insel Viktor ankam, brach bereits der Winter ein und Ebony wusste durch die 2 Winter die sie bereits im freien verbracht hatte, das sie nun eine Pause bei ihrer Geisterjagd einlegen musste, um sich ein Winterquartier zu suchen. Sie lief in ein Städtchen und versuchte dort mit ihren Wahrsager Künsten so viel Geld wie möglich zusammen zu bekommen, um zumindest hin und wieder ein Zimmer mieten zu können. Eine Dame die fast täglich zu ihr kam, war Martha, eine ältere Frau die sichtlich vom Leben gezeichnet war. Jeden Morgen kam sie zu Ebony um sich von ihr die Karten legen zu lassen und gab ihr meistens mehr Geld als nötig war. Immer wenn Martha an ihren stand trat, lieh sich die junge Claves einen Stuhl von einer Kneipe aus. Die ältere Dame war nämlich durch einen schlimmen Unfall, der auch ihren Mann dahin raffte, auf Krücken angewiesen und konnte sich nur schlecht bewegen. Schnell schloss Martha das Mädchen ins Herz und als sie keine wirkliche Antwort auf ihre Frage bekam, wo Ebony Nachts bleiben würde, überlegte sie nicht lange und bot ihr für den Winter ihr Heim an. Sie konnte den Gedanken einfach nicht ertragen, das dieses Mädchen mit den dünnen Kleidern am Leib in der Kälte schlief. Sie wusste nichts von ihren Fähigkeiten und die junge Claves wollte es so gut es geht auch dabei belassen, immerhin wollte sie Martha nicht verängstigen.
    Um der gebrechlichen Dame nicht zur Last zu fallen, bemühte sich Ebony sämtliche Dinge im Haushalt, sowie die Botengänge für Martha zu übernehmen. Wider jeder Erwartung war sie nämlich eine echte Künstlerin an der Nähmaschine und die beste Schneiderin der Stadt. Ständig lief die junge Wahrsagerin durch die Stadt um Stoffe und Nähgarn zu beschaffen, oder gar Kleider auszuliefern. Die Wochen vergingen und nach und nach schloss sie Martha ins Herz. Sie war so gutherzig und hatte eine fremde einfach in ihr Haus eingeladen, ohne etwas zu hinterfragen. Sie brachte ihr sogar ein paar Grundlagen des Schneiderns bei und auch wenn Ebony einen riesen Respekt vor Maschinen hatte, so war sie nach etwas Übung durchaus geschickt, zumindest bei Handarbeiten. Nach und nach schlich sich das Gefühl ein, diese Dame beschützen zu wollen und so verteilte Ebony Salz, einmal rund ums Haus und verscheuchte sämtliche Käuzchen die sich in Marthas nähe aufhielten, auf Anhieb. Auch eine Münze hämmerte sie über die Eingangstür um dafür zu sorgen, dass Martha stets vom Glück beschienen wurde. Als der Schnee so hoch lag, das man kaum noch aus dem Fenster sehen konnte, kamen sich die beiden noch ein bisschen näher und Ebony nahm allen Mut zusammen, um Martha den wahren Grund für ihre Reise zu erzählen. Als die gebrechliche Frau aber lächelte und ihr gut zusprach das sie ja nicht aufgeben solle, spürte Ebony einen Funken in ihrem Herzen, der sich wohlig warm ausbreitete. Diese Frau gab ihr ein Gefühl von Liebe und Wärme, die sie seit ihrem Aufbruch nicht mehr gespürt hatte. Es gab tatsächlich jemanden der ihr glaubte! Sichtlich gestärkt in ihrem Vertrauen, gab sie nun auch ihre Kräfte preis und saß am selben Abend als Schneeeule auf Martha´s Sessel. Eigentlich hatte sie mit Panik oder dergleichen gerechnet, doch die Frau war schlicht weg erstaunt und strich über das weiche Gefieder ihres Hausgastes.
    Sie nannte Ebony gerne mal Täubchen,wegen ihres Gefieders und wahrscheinlich auch wegen ihrer mangelnden Kenntnis über Vögel, denn sonst wäre ihr aufgefallen das eine Eule auf ihrer Lehne thronte und keine große Taube. So verbrachte die alte Dame nun ihre Abende damit, das Geschöpf zu streicheln und nebenbei Gruselgeschichten zu erzählen, die sie im Gedächtnis hatte. Und bei Gott, Martha kannte wirklich schaurig schöne Geschichten! Die junge Claves genoss die abendlichen Streicheleinheiten und fühlte sich unheimlich wohl bei ihrer Gastgeberin, doch sie wusste sie könnte nicht ewig bei ihr bleiben.
    Als der Schnee begann zu tauen, machte sich Ebony langsam bereit weiter zu ziehen und packte ihren Rucksack für ihre weitere Reise. Am Tag ihres Abschiedes stand die geschundene Frau an der Haustür und übergab Ebony einen weißen, mit Fell gefütterten Poncho, mit einem hohen Stehkragen. Das war ihr Abschieds Geschenk, für ihr kleines Täubchen und der jungen Claves fehlten die Worte als sie ihn auch sogleich anlegte. Nun hatte sie aber nur noch ein schlechteres Gewissen, weil sie nur ihr Haus gegen böses sicher gemacht hatte, sobald Martha aber das Haus verlassen würde, gäbe es nichts und niemanden der auf sie achten würde. Dann aber viel ihr die Hasenpfote ein, die ihr schon so lange gute Dienste geleistet hatte, immerhin war sie bis dato noch nicht unter der Erde. Sie übergab ihr, ihr aller heiligstes und versprach, irgendwann zurückzukommen um ihr von den Geistern zu erzählen, die ihr begegnen würden. Die junge Claves hatte kurze Zeit später, nach ihrem Aufbruch jedoch schon eine Konfrontation mit Banditen auf der Insel Chientranh und war nur mit purem Glück lebendig aus der Sache heraus gekommen. Sie war der festen Überzeugung das es daran lag, das sie ihre Hasenpfote nicht mehr bei sich hatte und völlig Schutzlos wollte sie auf keinen Fall durch die Welt ziehen. So verlief sie sich kurze Zeit wieder zu einem Tätowierer und ließ sich ein großes Schutzsymbol aufs Dekolletee stechen. Zwei alte Pfauenfedern die mit Perlen, mit prächtigen Eulenfedern verbunden waren. In den Pfauenfedern waren Sonne und Mond abgebildet und direkt auf ihrem Brustbein befand sich ein Kreis, mit einem Punkt darin. Ein Schutzsymbol für die Vergangenheit und die Zukunft. Egal ob bei Tag oder bei Nacht, würde dieses Zeichen auf sie acht geben und sie beschützen. Sichtlich gestärkt von diesem Schutz auf ihrem Körper wanderte sie zum Hafen von Chientranh, um endlich ihren Ziel Ozean anzusteuern. Die Grandline!



    Charakterbild

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    Schreibprobe

    Nachdem Ebony endlich ein Fenster gefunden hatte aus dem sie hinaus klettern konnte, war es bereits spät in der Nacht. Sie seufzte und sah noch einmal in den schmalen Korridor aus dem sie gerade gekommen war. 4 Tage hatte sie gebraucht um dieses alte Gemäuer zu finden und dann so eine Pleite. Sie hatte so sehr gehofft hier einen Geist zu finden oder zumindest die alten Knochen irgendwelcher Menschen um auf ihrer Suche endlich ein Stück voran zu kommen. Sie seufzte resignierend und wandte ihren Blick wieder dem eingeschlagenen Fenster zu. Es waren nur noch Bruchstücke des Glases im Rahmen und die kühle Nachtluft kitzelte ihre Nase. Naja was solls , hilft jetzt auch nicht mehr zu bleiben. Hier werde ich keine Hinweise finden murmelte sie in sich hinein bevor sie behutsam ihren nackten Fuß auf den Rahmen setzte um sich nicht zu verletzen. Das Fenster befand sich lediglich im ersten Stock also verschwendete sie keinen Gedanken damit die Außenwand nach Nischen zum klettern abzusuchen sondern sprang einfach ins Freie. Gekonnt landete sie auch sogleich und spürte das weiche Gras unter ihren Füßen. Nachdem sie sich den Staub von ihrer Kleidung geklopft hatte ging sie langsamen Schrittes die Lichtung hinauf. Sichtlich enttäuscht sah sie noch einmal zurück um einen letzten Blick auf das Haus zu werfen. Rein äußerlich schrie dieses Bauwerk förmlich danach Geister zu beherbergen. Die Fassade hatte ihre besten Tage schon längst hinter sich und es gab kein Fenster mehr was nicht kaputt war. Allein durch die Tatsache hätte die junge Wahrsagerin Hals und Bein geschworen , das sie hier endlich einen Hinweis finden würde der sie ein Stück weiter brachte. Die Geschichte zu diesem Haus klang so viel versprechend... Sie schloss ihre grauen Augen für einen Moment und seufzte in die Nacht hinein und dann so eine herbe Enttäuschung... . Sichtlich niedergeschlagen ließ sie für einen Moment den Kopf sinken und schritt durch die nasse Wiese. Ihre Gedanken kreisten für eine Weile um ihre Mutter und ihren Bruder. Sie hatte den Zirkus verlassen um all den Gruselgeschichten nachzugehen die sie immer und immer wieder gehört hatte. Alles hatte sie zurück gelassen , ein sicheres Zuhause, ihre Freunde und ein warmes Bett . Und das nur um offenbar Hirngespinsten nachzujagen und um von der Hand in den Mund zu leben. Nun war sie schon fast 3 Jahre Unterwegs und hatte bis jetzt eher mäßigen Erfolg. Nein nein nein ! Du bist eine Claves, hör auf so zu denken! Komm schon Ebony das bringt Unglück! Sie schüttelte eifrig den Kopf um diese Gedanken wahrlich aus ihrem Kopf zu schleudern und atmete einmal tief durch. Ich dreh noch völlig durch . Die Reise hat doch gerade erst angefangen und irgendwann werde ich auch Erfolg haben . Ich muss nur weitermachen! Solange die Karten meine Niederlage nicht vorhersagen, werde ich mich nicht geschlagen geben Als sie ihre Mandelförmigen Augen erneut öffnete hob sie ihren Kopf etwas an um direkt zum Mond hinauf schauen zu können der gerade aus der Wolkendecke ausbrach. Er erstreckte sich über die gesamte Lichtung und tauchte sie in ein zartes Licht. Ein lächeln legte sich auf ihre Lippen als sie das matte Licht des Mondes in ihrem Gesicht spürte. Mit einem tiefen Atemzug sog sie die kühle Nachtluft in sich auf und ließ diesen Moment auf sich wirken um neue Kraft zu tanken. Ich schaffe das, schon sehr bald werde ich meinen ersten Geist sehen. Mit diesen Gedanken stieß sie die Luft wieder aus ihrer Lunge und ging behutsamen Schrittes auf eine große Eiche zu, die am Rande der Lichtung war. Nach den ganzen Strapazen die sie auf sich genommen hatte um dieses Haus vollständig nach Geistern abzusuchen war sie ziemlich erschöpft und wollte nur noch schlafen. Am Fuß der mächtigen Eiche waren ein paar Wacholder Büsche die Ebony schon von weitem ins Auge gefasst hatte. Mit einer galanten Handbewegung nahm sie ihren bunten Rucksack von den Schultern und schob ihn vorsichtig in den Busch hinein um ihn vor Dieben zu verstecken. So, und jetzt zu meiner Tarnung . Sie schloss ihre Augen und ihr ganzer Körper begann zu zittern. Wie durch Zauberhand begann ihre Gestalt auf einmal zu schrumpfen und Federn wuchsen aus ihrer Haut heraus. Ihre schlanken Arme hielt sie waagerecht von sich gestreckt als sich diese zu Flügeln entwickelten. Die Füße der jungen Frau verformten sich gänzlich und zum Vorschein kamen die Klauen eines Vogels. Ihr Kopf war nun vollkommen mit Gefieder überzogen und ihre Nase und ihr Mund hatten sich zu einem schwarzen leicht gekrümmten Schnabel zusammen geschlossen. Wo vor einem Moment noch im Mondschein eine junge Frau gestanden hatte, hockte nun eine Schneeeule mit gesprenkeltem Gefieder. Sie wippte kurz auf den Klauen hin und her und es wirkte so als würde sie sich für etwas aufwärmen wollen. Chuhu krächzte das kleine Geschöpf , bevor es sich mit ein paar kräftigen Flügelschlägen erhob und in die Krone der Eiche flog. Dort oben umfasste sie mit ihren Klauen einen dicken Ast der direkt im Herzen der Krone entlang wuchs. Das mit dem Fliegen wird ja immer einfacher ! Hier wird mich niemand finden und ich kann mich in ruhe erholen. Morgen werde ich die Karten fragen wie es weitergeht und dann wird sich der Rest schon finden. Mit diesen abschließenden Positiven Gedanken gähnte Ebony noch einmal in die Nacht hinein, bevor sie die Augen schloss und in das Land der Träume entschwand.


     
  2. Ebony Claves

    Ebony Claves Pirat

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    Alter:
    21 Jahre
    Größe:
    1,68 m Meter
    Steckbrief:
    Link
    Teufelsfrucht:
    Link
    Technikdatenblatt

    Technikdatenblatt

    Attribute:

    Stärke: 4
    Schnelligkeit: 8
    Kampfgeschick: 7
    Fernkampfgeschick: 2
    Widerstand: 4
    Willenskraft: 7

    Attributssteigerung:

    Teufelsgauner (Zoan)

    Stärke: 2
    Schnelligkeit: 1
    Kampfgeschick: 1
    Fernkampfgeschick: 3
    Widerstand: 2
    Willenskraft: 1


    Kampf-Klasse:

    Teufelsgauner


    StufeBonus
    1Man erlernt mit dieser Stufe die erste Stufe seines Kampfstils.
    2Das Geschick beim Ausweichen von Angriffen nimmt spürbar zu.
    3Sowohl die Intuition als auch die Fähigkeit, Fallen und versteckte Objekte zu entdecken, nimmt zu.

    Ausrüstung:

    Waffen: -

    Gegenstände:
    - Einen bunten Rucksack
    - Pocho
    - Tarot Karten
    - Piercing Besteck (Braunüle, Zange, Dessinfektionsmittel)
    - Ersatzkugeln & Stäbe für ihre Piercings
    - 2 Decken
    - Eine Gefäß mit Salz


    Geld: 15.000 Berry


    Job:

    Nicht vorhanden

    Jobtechniken

    -



    Teufelsfrucht:

    Tori -Tori no Mi (Vogelfrucht) (S)

    Typ: Zoan
    Modell: Eule

    Beschreibung: Wie jede andere Zoan Frucht auch, verleiht die Tori-Tori no Mi ihrem Anwender die Möglichkeit, sich in ein Tier zu verwandeln oder dessen Attribute nutzen zu können. In diesem Fall einer Eule. Mit der Kraft dieser Frucht kann der Nutzer sich entweder in eine Eule (und wieder zurück in einen Menschen), oder in eine Hybridform aus Mensch und Eule verwandeln. Mit zunehmender Übung und Training ist man in der Lage, ohne große Verwandlungen auf die scharfen Sinne einer Eule zurückzugreifen, die einem ermöglichen, auf eine große Entfernung, gestochen scharf zu sehen oder jedes noch so leises Geräusch wahr zu nehmen. Noch dazu ist man in der Lage den 270 Grad Blickwinkel dieses Tieres anzuwenden, ohne sich dabei selbst das Genick zu brechen. Wenn der Anwender sich in die tierische Form der Zoan-Frucht verwandelt, büßt er erheblich an Größe ein. Anders als bei anderen Typen dieser Teufelsfrucht, passt sich der menschliche Körper der Größe des Tieres an und schrumpft auf 55 cm zusammen. Die Kleidung des Anwenders verschwindet gänzlich im Gefieder. Tattoos und ähnliches verschwinden ebenfalls unter dem Federkleid, sodass man einer völlig normalen Eule gleicht. Der Hals scheint im Oberkörper zu verschwinden und aus Nase und Mund bildet sich ein schwarzer gebogener Schnabel. Die Augenfarbe ändert sich in ein sehr dominantes gelb und die Füße haben sich zu Krallen entwickelt. Ihre Arme behalten im großen ganzen ihre Länge, da Schneeeulen eine große Flügelspannweite von knapp 1,50 m besitzen.
    Als Hybrid-Form kombiniert man die besten Eigenschaften der Eule und des Menschen. Die Körpergröße des Anwenders bleibt erhalten, ebenso wie der Hals und die Länge Beine. Die Arme werden länger und entwickeln sich zu großen Flügeln. Seine Füße verformen sich zu Klauen mit jeweils 4 Krallen, wobei 3 nach vorn gestreckt, und eine nach Belieben positioniert werden kann. Auch Schwanzfedern wachsen aus dem Körper des Anwenders um künftige Flugmanöver zu erleichtern. Die Augen ändern ihre Farben zu einem stechenden gelb und an Oberkörper und Beinen ist ein weicher , weißer Federflaum zu erkennen. Mit der Meisterung dieser Teufelsfrucht, wäre der Anwender genau so todbringend und definitiv nicht zu Unterschätzen.

    Stufe 1: Nun, da du die Teufelsfrucht gegessen hast, bist du in der Lage, dich in eine Eule zu verwandeln. Auf dieser Stufe probiert man sich erstmals an seinen neuen Fähigkeiten. Die Verwandlung in eine Eule geschieht innerhalb einiger Sekunden und die Sinne des Anwenders verbessern sich schon jetzt automatisch. Die Augen sind schärfer und sehen auf Distanz immer noch deutlich gestochener als sonst. Auch das Gehör hat sich Zusehend gesteigert. Gespräche von Personen, die einige Meter entfernt sind, kann der Nutzer nun verstehen, als säße er direkt daneben. Durch etwas Übung sind auch kleinere Flugstrecken machbar, jedoch sollte man darauf achten nicht sofort bei dem ungünstigsten Wetter los zu flattern, da man auf dieser Stufe noch keine große Erfahrung im Fliegen hat.

    Stufe 2: Nach ein wenig Übung, gehen die Verwandlungen in Mensch, Tier oder Hybrid schon weitaus schneller und sicherer von der Hand. Das Gespür für den animalischen Teil ist viel feiner geworden und die neuen Sinne sind viel einfacher zu handhaben. Mäßige Flugstrecken sind nun in der Tier-Form möglich und ein aufkommender Wind wirft einen nicht sofort aus der Bahn. Beim Landen ist die Balance mit den neuen Klauen schon recht schnell gefunden und man ist mit dessen Umgang schon geübter. Die Hybrid-Form wird nun sicherer und man beginnt die Krallen, als Waffen zu gebrauchen aber man ist noch nicht imstande zu fliegen. Auch ist es nun möglich in der Mensch oder Hybrid-Form den Kopf um 180° zu drehen, da man auf dieser Stufe seine Halswirbel verändern kann. Flug-,und Ausweichmanöver auf engem Raum sind ab jetzt in der Tiergestalt ein leichtes und mit den Klauen ist man nun in der Lage ohne Schwierigkeiten Gegenstände zu greifen oder zu bewegen.

    Stufe 3: Nun ist der Nutzer bereit, als Kämpfer in seiner Hybrid-Form an den Start zu gehen. Die Verwandlung gelingt nun schneller als zuvor. In dieser Gestalt ist der Nutzer nun auch im Stande, zu fliegen um dann von oben anzugreifen. Den Augen entgeht kaum etwas und mit den Ohren hört er jedes noch so kleine Geräusch im Umfeld. Im Flug verursachen die Flügel kaum noch ein Geräusch. Die Krallen sind nicht mehr nur eine Standhilfe, sondern äußerst kräftige Waffen, mit denen der Nutzer seinen Gegnern körperlich ganz schön zusetzen kann. Ohne Probleme kann er nun einzelne Vorzüge der Schneeeule für seine Zwecke gebrauchen. So machen einem kalte Temperaturen keine Probleme mehr, da man ein dichtes Federkleid besitzt.


    --- Techniken der Teufelsfrucht ---


    Wing Punsh

    Typ:
    Kampf
    Klassenstufe: 1
    Benötigte Erfahrungspunkte: 100
    Vorraussetzung: Stärke 3, Kampfgeschick 3, Schnelligkeit 4, Tori-Tori no Mi (Modell Eule)

    Beschreibung: Bei dieser Technik geht es um einen möglichst schnellen Konter, bei einem gegnerischen Angriff. Rast die Faust des Gegners auf einen zu, dreht man sich weg um dem Angriff zu entgehen. Erfolgreich ausgewichen, winkelt man den Flügel an, und sucht nach einer ungedeckten Stelle am Körper des Gegners. Ist diese Stelle gefunden, nutzt man den Schwung aus der Ausweichbewegung, um zielgenau und kräftig mit dem ehemaligen Ellenbogen zuzuschlagen!


    Federzirkel

    Typ: Kampf
    Klassenstufe: 3
    Benötigte Erfahrungspunkte: 300
    Voraussetzung: Tori-Tori no Mi; Kampfgeschick 5, Schnelligkeit 6, Stärke 3

    Beschreibung: Bei dieser Technik winkelt man die Flügel leicht an. Einen vor sich und einen hinter dem Rücken. Mit schnellen kreisenden Bewegungen dreht sich der Anwender um die eigene Achse und verpasst so jedem eine Tracht Prügel der ihm zu nahe kommt ! Diese Technik kann sowohl im Flug, als auch auf dem Boden eingesetzt werden.


    Hunter

    Typ: Kampf
    Klassenstufe: 3
    Benötigte Erfahrungspunkte: 300
    Voraussetzung: Tori-Tori no Mi; Kampfgeschick 6, Schnelligkeit 7,

    Beschreibung: Beim Hunter benutzt man die Jagdtechnik der Eule. Der Anwender visiert aus der Luft sein Ziel an und geht im Sturzflug herunter. Die Beine bleiben bis zum Kontakt angewinkelt um die größtmögliche Kraft aus der erreichten Geschwindigkeit zu ziehen. Mit den Krallen vorneweg fliegt man wahrlich in den Körper des Gegners hinein. Die Klauen werden dem Gegner in den Brustkorb oder die Schultern gedrückt und die Beine werden danach ruckartig ausgestreckt, so dass der Gegner wahrlich in den Boden geschmettert wird.


    Kampf-/Schießstil:

    [Stil]

    -

    --- Techniken des Stils ---

    -
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Juli 2017