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1. Kapitel: Dragons Awakening

Dieses Thema im Forum "Banana-Split" wurde erstellt von Undine Rusalka, 14. Dez. 2013.

  1. Vierce

    Vierce Kopfgeldjäger

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    Mit müden Augen überblickte Vierce, was vom Friedhof übrig geblieben war. So gut wie alle Gräber waren zerstört, Grabsteine standen schief and es war kaum noch ein Fleck Gras zu sehen. Es würde sicher Tage, wenn nicht Wochen dauern, bis hier wieder der Frieden einkehren würde, der den Toten eigentlich zustand. Aber die ganzen regungslosen Handlanger, die um sie herum lagen waren Zeichen genug, dass es das wert war. Sie würden diesen Ort nicht nochmal heimsuchen. Und auch ihr Anführer war gefangen genommen worden. Der Rotäugige spürte zwar das innerliche Verlangen danach, den Mistkerl sein Schwert in die Kehle zu rammen, doch hielt er es zurück. Er war es nicht wert, und er würde nicht so tief sinken. "Solange Ihr dafür sorgst, dass er für seine Verbrechen bezahlt, könnt Ihr mit ihm machen was Ihr wollt", gab er der geflügelten Dame kund, bevor er sich mit einer Verbeugung verabschiedete und langsam zum Friedhofstor marschierte. Der Tag war lang geworden, er war müde und wer wusste wie lange ihn die Kräuter des Alten noch auf den Beinen halten würden? Er wollte einfach nur in sein Bett fallen, und morgen hoffentlich seine Planungen wieder aufnehmen...

    Am nächsten Tag musste Vierce feststellen, dass der alte Mann nicht gelogen hatte. Es war längst später Nachmittag, er wusste nicht wann und wie er in sein Zimmer gekommen war, und jeder Versuch seine Beine aus dem Bett zu bekommen war hoffnungslos. Mit einem heiseren Grummeln musste er sich eingestehen, heute wohl wirklich den ganzen Tag in seinem Bett zu verbringen. Genervt schloss er erneut die Augen und versuchte zumindest es positiv zu sehen. Er war noch am Leben! Und man konnte das hier als Schönheitsschlaf bezeichnen!
    "Ok, lass mich das zusammenfassen: Du, und einige Leute die du vor ein paar Tagen noch nie getroffen hast seit sowohl dafür verantwortlich dass unser Friedhof wie ein Schlachtfeld ausschaut, sowie den Anführer der Piratenbande gefangen zu nehmen. Danach bist du so erschöpft gewesen, dass aus den einem Tag den du im Bett verbringen wolltest zwei wurden und nun bist du so planlos, dass du mich besuchst, obwohl du vorhattest dich erst wieder bei mir blicken zu lassen, sobald du weiß Gott was auch immer du vorhast vollbracht hast..." Vierce nahm sich einen Moment um Erwins Zusammenfassung im Kopf nochmal durchzugehen, bevor er nickte "Kommt ungefähr so hin, obwohl es ja eigentlich nur eineinhalb Tage waren, wenn man genau ist" Der Schmied schüttelte den Kopf, während er seinen blassen Freund so ansah. Die Spuren des Kampfes waren noch gut an Vierce erkennbar. Schnitte und blaue Flecke hier und da, seine Kleidung immer noch verdreckt von Erde und Blut. "Ok... Nicht dass ich nicht glücklich bin dass dir sonst nichts passiert ist und ich dich noch ein weiteres Mal sehe, aber was hast du jetzt vor?" "Ich bin mir nicht sicher. Vermutlich mich weiter auf meine Reise vorbereiten, schauen ob ich die anderen vom Friedhof nicht irgendwo in der Stadt finde und mich bei ihnen für ihr Eingreifen und ihre Mithilfe bedanke. Klingt doch nach einem Plan, oder nicht?" Erwin lachte kurz, bevor er sich ein frisch geschmiedetes Stück einer Rüstung schnappte, um es zu polieren. "Dich kann wirklich nichts aus der Fassung bringen, oder? Ob das wohl gut oder schlecht ist? Dann wünsche ich dir erneut alles beste, bei deinem Glück wirst du es brauchen können" Vierce nickte seinem Freund zu, stand auf und wollte schon wieder gehen, als Erwin ihn mit einer Hand noch aufhielt.
    "Moment, das habe ich ganz vergessen! Gestern ist ein Brief für am Morgen vorm Laden gelegen. Eigentlich wollte ich ihn verbrennen, da du ja eigentlich schon fort sein wolltest, aber hier, vielleicht ist es was wichtiges" Der Rotäugige nahm den Brief mit einer gehobenen Augenbraue in die Hand, schüttelte Erwin zum Abschied die Hand und machte sich wieder auf dem Weg zum Gasthaus, wobei er den Brief vorsichtig öffnete. Ort und Zeit für ein Treffen? Wer würde sich mit ihm Treffen wollen? Die Einwohner der Stadt würden ihn sicher einfach so ansprechen, vielleicht einer der anderen vom Friedhof? Aber wie konnten sie bitte von Erwin wissen? Vielleicht ein Überbleibsel der Piratenbande das auf Rache auswahr? Möglich.
    Nach kurzem Überlegen steckte Vierce den Brief in seine Hosentasche und machte sich auf zum Treffpunkt. Egal wer dort auf ihn warten würde, ob Freund oder Feind, er würde damit sicher schon fertig werden. Zum Glück hatte er nicht wie anfangs geplant sein Schwert im Gasthaus gelassen, dass ersparte ihm jetzt einen Umweg, für den Fall dass er es brauchen würde.
     
  2. Lydia

    Lydia Pirat

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    Es war vorbei, doch Chiko war sich nicht sicher was sie davon halten sollte. Hier hatte sie auf jeden Fall nichts zu suchen, sie sollte sich lieber fürs erste Zurückziehen und ihre Wunden lecken gehen. Derselben Meinung schien auch Saki zu sein, da er sich auf den Ausgang zu bewegte. Die Explosion war erstaunlich gewesen, doch war weder dem Vogel noch der Künstlerin Schaden zugefügt worden, also konnte es ihr eigentlich egal sein. Kurz hob das junge Ding ihre Hand in Richtung Doiz ein stiller Gruß ehe sie schnell und beinahe lautlos den Kampfplatz verließ. Doch wo sollte sie jetzt hin? In der Stadt wollte Chi nicht bleiben, dazu war sie zu verwundet. Aber gab es hinter der Stadt nicht auch noch die großen Grünflächen? Dort war bestimmt auch ein Wald in den sie sich zurück ziehen könnten und da konnte sie sich eh am besten aus. Wenn es irgendwo einen Ort gab wo sie zu Hause war, dann waren es die Wälder der Welt. Dort war sie aufgewachsen und in den meisten fand sie sich auch von Nautr aus sofort zurecht. Ja dort würde sie ihre Wunden in Ruhe lecken können. Langsam ließ das Adrenalin nach und Chiko spürte deutlich den Schmerz ihrer Wunden. Sie sollte sich wirklich sobald wie möglich ein Lager suchen. So eilten der Vogel und die junge Frau aus der Stadt, auf das Landinnere zu. Über all anders würden sie nur leichte Beute sein und das wollte keiner der beiden riskieren.

    Schließlich nach einem schier unendlichen Marsch kamen sie an einen recht friedlich wirkenden Ort. Neben einer Quelle stand ein großer alter Baum unter welchen die junge Frau ihr Lager aufschlug und aufgrund der Schmerzen und der Erschöpfung durch den Kampf, in einen tiefen ruhigen Schlaf abdriftete. Saki selbst zog sich in das Geäst des Baumes zurück und ließ sich dort nieder, auch ihm war ein tiefer Schlaf beschert. Eigentlich wenn man es genau nahm schliefen die beiden viel zu gut, denn sie bemerkten nicht, wie eine ältere Dame des Weges kam und die Verletzte erblickte. Ein sanfter Ausdruck lag auf dem Gesicht der Alten, denn sie sah in den Zügen des Mädchens eine alte Gefährtin wieder. Eine Priesterin mit der sie vor langer Zeit gemeinsam die Welt bereiste. Dementsprechend konnte sie nicht anders, als die Wunden der Kleinen zu versorgen. Dabei war die Fremde so geschickt, dass sie es nicht schaffte Chiko zu wecken, wobei wenn diese einmal schlief konnte eigentlich eh eine Herde Elefanten an ihr vorbeirennen und sie bemerkte es nicht. Doch das auch Saki nichts davon mitbekam war bemerkenswert. Schließlich, als die Wunden des Mädchens verbunden waren, erhob sich die Frau wieder und verschwand zwischen den Bäumen. Sollte das junge Ding doch ruhig glauben, dass es die Götte gut mit ihr gemeint hätten.

    Shou erwachte als erstes und sah, dass sie beide wohl einen ganzen Tag verschlafen hatten. Doch Chiko machte noch immer keine Anstalten sich zu bewegen. Das war an und für sich nicht verwunderlich, dass was das Tier eher verwunderte war die Tatsache, dass Die Wunden seiner Gefährtin versorgt waren. Es war doch niemand an diesen Ort gekommen, oder? Es war seltsam und auch irgendwie verwirrend doch recht lange dachte der Vogel nicht darüber nach, denn sein Magen knurrte und verlangte nach Nahrung. Mit einem letzten Kontrollblick auf seine Gefährtin kam es, dass sich der Sakerfalke in die Lüfte erhob. Ruhig glitt er über den blauen Himmel und das Jagdglück war auch auf seiner Seite, er verschlang gerade ein Stücken von seiner Partnerin entfernt eine Maus, als ihm ein Mann auffiel, der sich Chiko zu nähern schien. Der Fremde hatte einen Zettel in der Hand, das leuchtendes Weiß war für den Falken nicht zu übersehen und so beschloss er sich den Mann genauer an zu sehen und ihn nach Möglichkeiten von seiner Partnerin fern zu halten. Er flog direkt auf den Mann zu und jener schien ihn zu erkennen. „Bist du nicht das Viech von der kleinen blonden Göre? Schau mal, dass ist für sie. Bring es ihr oder ich suche sie weiter.“, sagte der Mann. Er schien einfach mal zu hoffen dass Saki ihn verstand und natürlich war Saki ganz klar was der Fremde von ihm wollte, die Worte waren für ihn zwar nicht klar, aber der Inhalt war verständlich. So schnappte er sich dem Zelte mit den Klauen und schrieb den Mann an. Er sollte sofort verschwinden. Als der Fremde wirklich in Richtung Stadt ging, machte sich auch der Falke wieder auf den Rückweg zu seiner Chiko. Er kreiste für kurze Zeit über ihr und ließ den Zettel fallen, der so direkt auf der Brust der jungen Frau landete ehe er sich selbst auf einen der Bäume nieder ließ.

    Schließlich einige Stunden später erwachte auch Chi und blickte den zettel an. Ein Treffpunkt und eine Uhrzeit stand darauf, doch was sollte das? Sie kannte doch niemanden hier und Saki hatte auch dazu nichts zu sagen? Es wäre wahrscheinlich vernünftiger gewesen nicht dorthin gehen zu wollen, doch nachdem sie fast zwei Tage lang geschlafen hatte, wollte sie nun etwas tun und da bot es sich ja fast schon an, nachzusehen von wem denn der Zettel stammte. So faltete sie ihn und packte ihn wieder ein, ehe sie sich auf den Weg machte. Bei ihrem Orientierungssinn konnte es eh noch Stunden dauern bis sie den Treffpunkt finden würde. Zumindest wenn man von den Erfahrungswerten ausging. Saki hatte als sie los gingen wie immer Platz auf der Schulter der jungen Frau genommen.
     
  3. Noah

    Noah Kopfgeldjäger

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    Während der Staub sich legte rappelte Dioz sich fluchend auf. Der überraschend starke Kinnhaken des Piraten hatte ihn aus seiner Balance gebracht und die Explosion darauf hatte den Hünen zu Boden gerissen. Die ganze Sache hatte seinen Stolz mehr angeschlagen, als seinen Körper, wobei beides von vornherein nicht in der besten Verfassung gewesen war. Die Fledermausfrau ignorierte er einfach; Dioz sammelte seine Waffen auf, die ihm bei dem Sturz entglitten waren und sah sich nach Chiko um. Sie schien in noch relativ guter Verfassung zu sein und da sie den Friedhof verließ, war sie wohl fertig mit den Piraten hier. Damit war das Versprechen des Teufelsmenschen zu seinem Wolfsschwein erfüllt. Er erwiderte den stillen Gruß der blonden Frau nicht.
    Dioz machte sich auf den Weg. Der Tag war zwar noch nicht vorüber, aber der Hüne hatte genug erlebt um jetzt besonders lang schlafen zu wollen. Zuvor musste er jedoch noch ein paar Dinge erledigen. Seinen ersten Zwischenstopp legte er am Friedhofstor ein. Bertram kauerte hinter der Friedhofsmauer, welche das gewaltige Tier jedoch nur minimal zu verdecken mochte. Der Lärm hatte das arme Wesen vollkommen verängstigt. Dioz klopfte seinem Freund sanft auf die massige Schulter. "Bertram." Das Wolfsschwein lugte vorsichtig unter seinen großen Pranken hervor. "Lass uns gehen." Bertram schleckte seinem Gefährten über die Hand um zu testen, ob es auch wirklich er war und nachdem er Dioz Geschmack für widerlich genug befunden hatte um echt zu sein stand das Tier auf, fragend quiekend. "Versprechen gehalten." antwortete der Hüne und ging los, das Schwein zuckelte hinterher. Jetzt brauchte Dioz nur noch Zigaretten und Bier. Vor allem Bier.


    Der Teufelsmensch wachte zwei Tage später in einer Nebenstraße auf; bedeckt von Bierflaschen und mit ein paar neuen Brandlöchern im Mantel. Zudem schmerzten seine Verletzungen immer noch und Dioz war sich fast sicher, dass sich mindestens eine Wunde entzündet hatte. Kurz gesagt, der Tag fing Scheiße an. Hätte Bertram nicht über dem Mann gestanden und ihm hypnotisch in die Augen gestarrt, der Hüne hätte sich einfach umgedreht und auch diesen Tag noch verschlafen. Eine Weile lang sahen sich die ungleichen Wesen stumm in die Augen, dann wurde es Dioz zu blöd. "Was?" Bertram grunzte und stieß seine Schnauze gegen die Brust des Teufelsmenschen. Der Hüne sah das Schwein verwirrt an. Bertram grunzte ein zweites Mal, diesmal energischer. Dioz verstand immer noch nicht, was das Tier ihm sagen wollte. "Drück dich verständlicher aus!" Bertram stieg von seinem Freund, bevor dieser jedoch aufstellen konnte begann es ihn durch die Nebenstraße zu rollen. Nach ein paar Metern stoppte das Wolfsschwein und grunzte ein drittes Mal. Dioz rappelte sich auf und stieß prompt mit dem Kopf gegen eine Holzstange, die irgendein Idiot zwischen die Häuserwände gesteckt hatte, als wollte er hier Limbo spielen. Den Fluch des Teufelsmenschen hörte zum Glück niemand außer Bertram und soll an dieser Stelle auch nicht wiedergegeben werden. Nur so viel, er beinhaltete Mütter und frittierte Gurken.
    Wenngleich nun auch noch sein Kopf brummte, so wusste Dioz doch wenigstens, warum zum Teufel Bertram ihn aufgeweckt hatte. Die Stange hing genau auf Augenhöhe des Schweins und machte es deswegen nervös. Knurrend packte er das dämliche Teil und riss es aus seiner Verankerung; dabei zerbrach er einen Blumentopf der auf einem Fensterbrett gestanden hatte. Im Hintergrund jubilierte Bertram.
    Dioz wollte die Stange eigentlich wegwerfen, doch er entdeckte einen zusammengefalteten Zettel, den jemand ans Ende der Stange geheftet hatte. Normalerweise wäre ihm dies egal gewesen, allerdings stand in großen Buchstaben sein Name darauf. Der Hüne schnappte sich das Papier, entfaltete es - dabei ließ er die Holzstange achtlos auf den Boden fallen - und las die kurze Nachricht an ihn. Ein Treffpunkt und eine Uhrzeit....Das hörte sich verdächtig nach einer Falle an, vermutlich gestellt von den restlichen Piraten dieses Zombies. Dioz hätte den Zettel gerne weggeworfen und die Sache gleich wieder vergessen, nur leider versprach ihm die Nachricht Alkohol. Und die Chance auf Gratis-Alk wollte er sich nicht entgehen lassen. "Bertram, komm. Tenemos una cita."
     
  4. Undine Rusalka

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    Es war geschafft. Nachdem sich niemand der Anderen mit ihr um ihre Beute streiten wollte, hatte auch sie schnell den Friedhof hinter sich gelassen, allerdings mit dem ohnmächtigen Jim, den sie alles andere als sanft hinter sich her zog. Das zog natürlich einige Blicke auf sich, denn das ganze Chaos, das sie auf dem Friedhof angestellt hatten, war nicht unbemerkt geblieben. Auch wenn es sie im ersten Moment nicht störte, so wollte sie es dennoch nicht riskieren, dass sie für die Zerstörung Ärger bekam. Nicht, weil sie unbedingt als Held dastehen wollte, sondern eher, weil ihr ansonsten das Geld für die Belohnung flöten gegangen wäre. Bei der nächstbesten Gelegenheit wurde ihre Beute also fachgerecht verschnürt, ein kleiner Bollerwagen besorgt und die Fracht verladen. Obwohl sie sich nun am liebsten in ihr Zimmer zurück gezogen und geschlafen hätte, um sich von ihren Wunden zu erholen, so blieb dafür gerade keine Zeit. Sie musste sofort los, wenn sie nicht riskieren wollte, dass ihr doch noch jemand das Kopfgeld abluchste. Nur wenige Stunden nachdem der Kampf auf dem Friedhof geendet hatte brach sie auf, um ihre Beute in die Marinebasis in Grave-Town zu bringen. Der Weg war weit und zwischendrin musste sie mit einer Fähre übersetzen, um auf die andere Insel von Banana-Split zu gelangen. Im Großen und Ganzen verlief die Reise jedoch ohne Probleme oder Zwischenfälle. Nur kurz nachdem sie Birth-Town verlassen hatte geschah etwas seltsames. Sie kam an einer Weide vorbei, die voll war mit Pferden. Nichts ungewöhnliches, doch interessanterweise verfolgte eines der Pferde sie über die gesamte Länge der Weide und selbst als sie jene schon weit hinter sich gelassen hatte, glaubte sie das Pferd noch manchmal zu sehen. Nach einer Weile hörten jedoch auch jene Sichtungen auf.

    Schlussendlich kam sie an ihrem Ziel an und begab sich auch augenblicklich zur Marinebasis. Sie hatte es sich schwerer vorgestellt rein zu kommen und ihr Geld zu kriegen, als es letztendlich war. Schneller als gedacht stand sie wieder vor der Tür, mit einem Batzen Berrys in der Tasche. Zusätzlich hatte sie sich auf dem Weg nach draußen einen neuen Steckbrief mitgenommen und sich auch gleich ein wenig darüber erzählen lassen. Scheinbar trieb sich gerade noch eine weitere gesuchte Person auf der Insel herum und wartete nur darauf, dass man ihn zur Sau machte. Dabei war sie doch eigentlich hier, um sich Mitglieder für eine Mannschaft zu suchen, die nötig sein würden, wenn sie auf die Grandline und in die Neue Welt wollte. Nun, die würden sich schon noch an finden. Wey begab sich daraufhin, nun allein, wieder zurück nach Birth-Town, wo sie ihre Sachen zurück gelassen hatte. Dort angekommen ging sie sofort zu dem Gebäude, indem das Zimmer lag, in welchem sie sich einquartiert hatte.
    Kaum hatte sie jenes betreten verharrte sie jedoch in ihrer Bewegung. Auf ihrem Bett saß die Frau, welche sie in dem Lokal angesprochen hatte, bevor sie auf diese rothaarige Klette gestoßen war. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. „Was tust du hier?“, zischte sie. Noch griff sie nicht zu ihrer Waffe, war jedoch bereit dazu jederzeit die Pistole zu ziehen. „Ich habe auf dich gewartet.“ Ein Lächeln begleitete diesen Satz, während die Frau sich erhob. „Warum?“ Ihre Hand wanderte langsam zu ihrer Hüfte, wo ihre Waffe befestigt war. „Ich hab dich beobachtet in der letzten Zeit. Du suchst nach Leuten, oder?“ Wey wurde misstrauisch. Zu hören, dass sie beobachtet worden war, gefiel ihr nicht. „Und wenn es so wäre?“ Die andere Frau kam ein paar Schritte näher, noch immer lächelnd. „Es gibt da so einige Personen, die ich gefunden habe, die perfekt geeignet wären. Natürlich obliegt es dir, ob du sie letztendlich einstellen willst.“ Interessant. Ihr Gehirn verbrachte einige Sekunden damit abzuwägen, ob es das Risiko wert war die Männer einzustellen, die ihr von einer Wildfremden vorgeschlagen wurden. „Wo könnte ich diese Personen treffen, wenn ich Interesse daran hätte?“, fragte sie die Andere. Das Lächeln der Frau schien noch ein wenig breiter zu werden. „Ich habe sie alle zu einem Treffpunkt gebeten. Ich könnte dich hinführen.“

    Letztendlich war sie mit der Fremden gegangen. Über mehrere Seitenstraßen hatte sie die Geflügelte geführt, bis sie auf einem kleinen abgeschiedenen Platz mit einem Brunnen ankamen. Außer ihnen befand sich niemand dort, obwohl es mehrere Zugänge gab. „Und wo sind diese Personen nun?“ Das Misstrauen hatte sie den gesamten Weg nicht in Ruhe gelassen und tobte nun wie nie zuvor an diesem Tag. „Geduld. Sie sollten bald hier sein.“ Kaum hatte sie dies gesagt zeichnete sich auch bereits die erste Silhouette ab, die aus einer der Gassen kam.
     
  5. Ignazius

    Ignazius Kopfgeldjäger

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    Tief in Gedanken versunken wanderte Ignazius durch die Straßen und Gassen der Stadt. Immer noch waren hier und dort ein paar Erdklumpen zu sehen, die vor ein paar Tagen durch die Explosion weit im Gebiet verteilt wurden. Auch die ein oder andere zersplitterte Glasscheibe war keine Seltenheit.
    Er ertappte sich außerdem dabei, dass er im Verlauf der vergangenen Tage das erste Mal wieder einen gewissen Funken in sich gespürt hat. Wahrscheinlich war auch genau dieser Funken dafür verantwortlich, dass der alternde Mann mit dem Rachedurst seit langem über etwas anderes nachdachte als den Tod seiner Peiniger. Seine Gedanken drehten sich um diese ganzen Gestalten, die er auf dem Friedhof hat kämpfen sehen, und ob diese Leute gleich am Treffpunkt auf ihn warten würden. Überhaupt war es interessant zu erfahren wie dieser eine Typ mit den spitzen Ohren – der Name war ihm doch tatsächlich entfallen, sofern er überhaupt genannt wurde – auf das Kraut reagiert hatte, was Iggy ihm gegen die Schmerzen zugesteckt hat. Zudem war der Verbleib des Flügelmädchens, die mit dem Bandenboss abgedampft war, unklar. Vielleicht hatte der knochige Gegenspieler einfach nur genug Grips, um zu verstehen, dass diese Schlacht verloren war, aber der Krieg noch nicht. Vielleicht war ihm bewusst, dass es sich hierbei keineswegs um einen gezielten Angriff gegen ihn handelte, sondern vielmehr einen unglücklichen Zufall. Und vielleicht, ja, vielleicht war er clever genug sich besiegt zu geben bis die Gruppe aufgesprengt war. Dann würde er die Flügellady ausschalten und seine Rache einzeln austragen. Wenn dem so sein sollte, dann würde der alte Iggy sicher am ersten Eindruck der Situation erkennen können, was Sache war. Je nachdem wer gleich dem Hünen entgegen trat, würde alle Anspannung sofort vom Häuptling abblättern und – und das mochte er sich nicht so richtig eingestehen – in eine Art Freude umschwenken.
    Mit den letzten, langen Schritten trat er aus dem Schatten einer Gasse und ihm offenbarte sich das Bild zweier Frauen. Die eine war die Flügellady, was seine Theorien über den Bandenboss glücklicherweise als falsch brandmarkte, und die andere war… fremd.
    Entgegen seiner inneren Gefühlslage fiel die Begrüßung recht kalt aus, denn mehr als ein Nicken kam dabei nicht heraus.
    Jetzt, wo er stillschweigend auf einem Holzfass platzgenommen hatte, erwartete er sehnsüchtig die Erklärung für alle dieses mysteriöse Getue. Er wollte wissen, warum er nochmal her zitiert wurde und wie es überhaupt gelungen war ihn aufzuspüren, aber ungeduldig war er nicht, denn es schien nicht fernzuliegen, dass er der erste Ankömmling war und noch weitere Gäste den Weg durch die Gasse finden würden. Und genauso stillschweigend, wie er sich in die kleine Runde gesetzt hatte, würde er Wey’nari folgen, was auch kommen möge. Aber davon wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nichts…
     
  6. Vierce

    Vierce Kopfgeldjäger

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    Langsam ging Vierce durch die Gassen der Stadt, während er in seinem Kopf grübelte. Die Angaben aus dem Brief waren einfach zu folgen und er wusste schon, wo er ankommen würde, wenn sich seine Erinnerungen nicht täuschten. So achtete er kaum auf den Weg vor sich und ging nun, da er die Gelegenheit hatte das bisher Erlebte nochmal in seinem Kopf durch.
    Wären all diese Personen nicht auf dem Friedhof erschienen, wer weiß was die Piraten mit ihm angestellt hätten, wenn er ermüdet zu Boden gegangen wäre? Ohne die Hilfe des alten Mannes, der Geflügelten, des Rotschopfs und dem Hühnen und dem blonden Mädchen wäre er jetzt vermutlich tot, ob er es sich eingestehen wollte oder nicht. Dafür war er ihnen schuldig, bis er ebenfalls ihr Leben gerettet hatte, so gehörte es sich nun mal. Aber er kannte keinen bei Namen, und wer wusste ob sie noch in der Stadt oder auf der Insel waren? Innerlich hoffte er darauf, dass dieser Brief wirklich von einen von ihnen kam, um so seine Schuld einzulösen. Natürlich hoffte er, dass keiner von ihnen in nächster Zeit in Lebensgefahr geraten würde, aber vielleicht konnte er ja ihnen dennoch mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen etwas aushelfen. Zudem...er war sich nicht sicher wieso, aber er hatte, da auf dem Friedhof, während er neben ihnen kämpfte und den Sprengstoff vorbereitete das Gefühl...dass er ihnen vertrauen konnte? Der Rotäugige legte den Kopf schief. Wenn er so zurückdachte ja, er hatte die Kräuter des Alten und auch den Plan der Geflügelten ohne Widerworte akzeptiert, und sein bestes gegeben ihnen zu helfen, ohne jetzt auf sich selbst und sein Image zu achten. Oder war sein Gehirn in diesem Moment schon von dem Adrenalinrausch und Luftmangel schon so sehr benebelt?
    Es blieb nicht mehr viel Zeit darüber nachzudenken, um die nächste Ecke war schon der Treffpunkt. Mit einer Hand griff er nach seinem Schwert, für den Fall dass er es gleich brauchen würde, doch kaum war auf dem Platz, lies er sie wieder sinken. Er konnte sich nicht helfen als doch erfreut zu lächeln, als er beim ersten Blick sowohl den Alten in seiner Rüstung, als auch die geflügelte Dame sah. Erst beim zweiten erkannte er jedoch auch die junge Dame, die er kurz vor dem einem Gasthaus gesehen hatte. Kannten sie und die Geflügelte sich?
    Er wurden von den Anwesenden nur mit einem Nicken begrüßt, und er erwiderte mit einer stummen Verbeugung, bevor er sich gegen die nächste Wand lehnte. Fragen hatte er zwar, aber die konnten später auch noch gestellt werden, da er vermutete, dass wohl noch mehr Bekannte vom Friedhof bald auftauchen würden. Es sah nicht so aus, als würde ihn jemand aufhalten, sollte er versuchen wegzugehen, aber etwas in seinem Inneren sagte ihm, zu bleiben und das ganze hier abzuwarten.
     
  7. Aaron

    Aaron Pirat

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    Aaron hatte es nicht für nötig gehalten, sich umzuziehen. Seine Jacke, welche er wohl im Kampf mit dem riesigen Kerl verloren und wieder gefunden hatte, war unversehrt. So entledigte er sich des zerfetzten T-Shirts - zur Freude von ein paar kichernden Weibern, welche in der Nähe standen. Er warf es ihnen zu, zwinkerte und machte sich somit auf den Weg zum besagten Treffpunkt.
    Schon seit er aus seinem komaartigen Schlaf erwacht war, versuchte sich der Feuerkünstler daran zu erinnern, was überhaupt alles geschehen war. Er konnte sich an den Riesen, mit dem roten Umhang und sein Haustier erinnern. Und an einen weiteren großen Kerl, welcher sogar im Gesicht tätowiert gewesen war. Und an einen Vogel.
    Und an Feuer.
    Ganz viel davon, erinnerte er sich und lächelte dabei vergnügt, während er durch die Straßen schlurfte.
    Das war ein Anblick gewesen, als dieses Inferno all seine Ketten gesprengt hatte. Egal wie sehr ihn diese feurige Liebe ihn auch verbrennen, verletzen oder weiter in den Tod stürzen würde - Aaron würde es für immer lieben. Mehr als alles andere. Obwohl es ihm doch so viel genommen hatte....
    Seine Finger bewegten sich leicht, zuckten, als diese altbekannte Melodie aus alten Zeiten durch seinen Kopf streifte und somit seine musikalische Art berührte. Doch kaum hatten die ersten Noten begonnen, unterdrückte er dieses Gefühl und konzentrierte sich auf etwas anderes. Auf die Straße. Die Menschen. Und...
    Er war um eine Ecke gebogen und hatte seine Herzensdame sofort erkannt. Wie konnte man diese Schönheit auch übersehen, mit ihren eleganten Flügeln? Und ihrem schwarzen Haar, dass so sehr zu ihren hübschen Augen passte...
    Schon wollte Aaron seinen Charme-Schalter umlegen, da erblickte er noch eine Frau und sein innerliches Grinsen wurde ein Stück breiter.... bis er den rotäugigen Kerl erblickte, der so unglaublich höflich ihm und Wey seine Hilfe angeboten hatte. Und sogar Riese Nr. 2 war da. Warum er sie alle sofort erkannte blieb ihm ein Rätsel. Eigentlich vergaß er Namen und sogar Gesichter sofort. Jedenfalls hatten sie hier nichts verloren. Er war verabredet... jedoch schien das ein Missverständnis gewesen zu sein.
    Mit verstimmter Miene zündete sich der Rotschopf eine Zigarette an, die er zuvor noch jemanden aus der Hosentasche geklaut hatte und gesellte sich wohl oder über zu seiner Herzensdame, der er einen intensiven Blick zuwarf.
    Er lehnte sich in ihrer unmittelbaren Nähe gegen die kühle Hauswand und blies einen perfekten Kringel Rauch in die Luft.
    "Ich weiß was du vor hast. Aber das wird dich was kosten... Und ich spreche nicht von glitzernden Klunkern."
     
  8. Lydia

    Lydia Pirat

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    Eigentlich wollte Chiko ja direkt zu dem Treffpunkt gehen, eigentlich doch sie hatte auf den Weg dorthin einen Fluss entdeckt und nicht wiederstehen können. Ohne lange nachzudenken hatte sie ihren Rucksack und die Flöte am Ufer zurück gelassen und war vollbekleidet in dem Gewässer schwimmen gewesen. Dadurch war sie auch den Geruch nach Blut, Eiter und Schießpulver losgeworden war ein angenehmer Nebeneffekt war. Auch wenn es nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass die Wund an ihrer Seite nach dem Bad noch mehr schmerzte und auch ihre Sachen nun zerrissen waren und an ihrer Haut klebten, doch da gab es bei weitem Schlimmeres. Ruhig schulterte sie ihren Rucksack wieder und packte ihre Flöte nur um dann weiter zu gehen. Shou flog etwas vor ihr voraus.

    Die Sonne schien vom Himmel und begann die Kleidung der jungen Frau zu trocknen als sie schließlich wieder in der Stadt, oder eher Dorf ankam. Der Falke blickte sich dabei noch immer hoch in der Luft nach möglichen Feinden und Gefahren um, immerhin war sein Mädchen verletzt und er wollte nicht zulassen, dass man sie nun als leichte Beute ansehen konnte und sie vielleicht auch noch tötete, nachdem es diese dummen zweibeinigen Wesen schon gewagt hatten sie zu verletzten. Sie seine Gefährtin! Sie den einzigen Menschen den man respektieren und akzeptieren konnte!

    Wie immer hatte Chiko eigentlich keine Ahnung wo sie lang musste und das bei ihrer Nachricht eine kleine selbstgezeichnete Karte dabei gelegen hatte machte es nicht gerade besser. Es war zwar ganz nett anzusehen, aber wenn man auch nicht fähig war Karten zu lesen, war das wirklich vergeudete Liebesmüh. Wenn die junge Frau in einem wirklich richtig schlecht war, dann war es Orientierung und Karten lesen. Im Vergleich dazu war sie in fast jedem anderen Gebiet selbst bei denen wo sie sich nicht so unbedingt gut auskannte kompetent. Eigentlich war es sowieso ein Irrsinn ihr einen Treffpunkt zu nennen und dann zu erwarten dass sie irgendwie pünktlich kommen würde und wenn man das nur ansatzweise dachte, dann kannte man sie schon nicht oder nur ganz flüchtig. Obwohl, selbst wenn man sie nur flüchtig kannte so wusste man sofort das mein eine chaotische und orientierungslose Frau vor sich hatte. Sie schaffte es ja auch immer wieder links und rechts durcheinander zu bringen und das war wirklich eine Meisterleistung.

    Circa eine Stunde lang suchte die junge Frau den Treffpunkt, dabei hatte sie auf dem Weg etwas gepökeltes Fleisch gekauft und begonnen es mit dem Falken zu teilen. Chiko machte sich zwar nicht so viel daraus aber ihr Magen hatte nach etwas zu essen verlangt und das war zumindest etwas essbares was auch ihr Gefährte mochte, nicht dass der Falke noch vom Fleisch fiel. Immer wieder warf sie ihm ein Stückchen hoch und Saki fing es im Sturzflug auf. Doch so langsam wurde die Zeit knapp. Woher Chi das wusste? Naja für sie war das ganz logisch, da sie sich am Stand der Sonne schon vor langer Zeit zu orientieren gelernt hatte. Schließlich beschloss Chiko etwas wohl für die meisten Menschen recht seltsames zu tun. Mit Hilfe von ein paar Kisten kletterte sie auf das Dach eines Hauses und da die Häuser eng zusammenstanden war es kein Problem für sie sich nun eben über jene fortzubewegen. Bis sie schließlich den Platz fand, natürlich war Sakie wie immer vorrausgeflogen und schneller an dem Treffpunkt angekommen. Dort ließ sie sich im Schatten eines größeren Hauses auf dem Rand des Daches nieder und fragte mit genervter Stimme: „Was gibt’s, Fledermaus? Hattest du Sehnsucht?“ Jap heute war Chiko wieder unbestechlich freundlich unterwegs, ob vielleicht auch das süße Schwein wieder da sein würde?
     
  9. Noah

    Noah Kopfgeldjäger

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    Natürlich sorgte das Glück des Hünen dafür, dass sich der Treffpunkt am anderen Ende von Birth Town befand. Missmutig stapfte er durch die Straßen der Stadt, den Blick stur gerade ausgerichtet. Wie üblich gingen die Leute ihm aus dem Weg, entweder, weil der Gestank sie zum Übergeben brachte, oder weil sie den riesenhaften Kerl mit dem noch größeren Schwert fürchteten. Und dass ein gewaltiges Schwein mit schwarzem Fell und gewaltigen Hauern, das wohl nur aus der Hölle entsprungen sein konnte, hinter ihm her trottete tat das Übrige. Dioz genoss diesen Eindruck, den er vermittelte. Nach menschlichem Kontakt sehnte er sich sowieso nicht und auf diese Weise stand ihm niemand im Weg, was ein besonders großer Vorteil war um Bertram irgendwo hin zu bewegen, vor allem in einer Stadt. Der Hüne bewegte sich zügig voran, zielstrebig. Unter keinen Umständen wollte er zu spät kommen, schließlich war ihm Alkohol versprochen worden. Nur einen kurzen Zwischenstop erlaubte sich Dioz um sich neue Zigaretten zu besorgen. Der Verkäufer fragte nicht mal nach einer Bezahlung; er kannte den Teufelsmenschen nun schon ein paar Jahre und wusste, dass der Tag wesentlich entspannter verlief, wenn er ihm einfach ein paar Packungen schenkte. Zudem setzte sich dann der Geruch nicht im Geschäft fest, was eine große Erleichterung sowohl für ihn, als auch für jene Kunden war, die ungern ihr Frühstück wieder hoch würgten.

    Trotz dem Versuch pünktlich zu sein kam Dioz als letzter am Treffpunkt an. Bertram hatte es geschafft sich auf der Flucht vor sich merkwürdig im Wind wiegenden Grashalmen zwischen zwei Häuserwänden einzuklemmen und es hatte den Hünen gut eineinhalb Stunden gekostet, bis er das Schwein befreit hatte. Ohne die unglaublichen Mengen an Schmalz, die ein Metzger dem Teufelsmenschen "geschenkt" hatte, wäre es vermutlich unmöglich gewesen Bertram aus seiner misslichen Lage zu erlösen, ohne die Wände einzureißen.
    Sein Dunst kündigte ihn an; wie ein unsichtbarer Bote schwappte er auf den Platz und erfüllte ihn, bis jeder der Anwesen anhand des beißenden Gestankes ahnen konnte, dass jemand oder Etwas geradewegs auf sie zusteuerte. Dioz trat mit einem grimmigen Gesichtsausdruck aus einer der Gassen hervor. Bertram robbte hinter ihm über den Boden, wohl darauf bedacht, sich immer hinter dem Hünen zu verstecken. Was gar nicht so einfach war, da das Schwein selbst jetzt noch etwas größer war als sein Beschützer. Der Raucher atmete eine Rauchwolke aus und blickte sich um. Alle waren da. Die lästige Kleine mit dem hässlichen Suppenhuhn; der komische Opa mit ungleichen Augen; der Typ, der gestern noch von den Piraten verdroschen worden war; der Pyromane und sogar die kleine Kopfgeldjägerin, die Chiko so treffend als Fledermaus bezeichnete. Nur die Frau neben der Fledermaus war ihm absolut unbekannt. "Alle Pendejos vom Friedhof. Was für eine Freude." knurrte er missmutig und richtete seinen Blick auf die Kopfgeldjägerin und ihre Begleiterin. Ein unbestimmtes Gefühl sagte ihm, dass sie für diese Zusammenkunft verantwortlich waren. "Mir wurde Alkohol versprochen." Die Fremde lächelte, holte drei Flaschen hervor und warf sie dem Hünen zu. Behände fing er sie auf, stellte zwei der Flaschen sofort ab und begutachtete die Aufschrift der Dritten. Langsam und sorgfältig fuhr er mit dem Finger darüber, eine Fälschung würde er sofort erkennen. Doch alles schien seine Ordnung zu haben. Er öffnete die Flasche und trank sie mit einem Schluck zur Hälfte aus, das wohlige Brennen im Rachen genießend. Das war guter Stoff, weit besser als der Fusel, mit dem Dioz sich sonst zufrieden gab. Die unbekannte Frau hatte sein Wohlwollen kaufen wollen und es war ihr gelungen. Er hob die zwei anderen Flaschen auf und lehnte sich an die letzte freie Häuserwand; Bertram kauerte sich neben ihn und warf angstvolle Blicke in die Runde. "Ich höre."
     
  10. Undine Rusalka

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    Wie von der mysteriösen Fremden prophezeit fanden sich nach und nach immer mehr Menschen auf dem kleinen Platz ein – keiner von ihnen war der Geflügelten unbekannt, zumindest was das Aussehen anging. Sie alle hatten sich mit ihr auf dem Friedhof aufgehalten, hatten mehr oder minder freiwillig Seite an Seite mit ihr gekämpft und sich als gute Kämpfer erwiesen. Schließlich hatten sie offensichtlich alle dieses Massaker überlebt. Mehr als das noch. Sie waren allem Anschein nach dabei beobachtet worden, denn ansonsten wäre es nur sehr schwer zu erklären, wie diese tätowierte Frau dazu in der Lage gewesen war sie alle hier zu versammeln. Wey warf ihrer fragwürdigen Unterstützerin einen misstrauischen Blick zu, für alle gut erkennbar, ehe sie ihren Blick noch einmal über alle anderen Anwesenden streifen ließ. Sie alle waren dem Aufruf der Fremden gefolgt. In der Erwartung auf sie zu treffen? Die Schwarzhaarige wusste es nicht und es war ihr auch egal, was die Gründe dieser Personen waren. Sie alle würden ihr sowieso erst noch ihre Loyalität beweisen müssen, ehe es sie auch nur ansatzweise interessierte, was deren Grund dafür war, dass sie hier erschienen waren und ihr vielleicht folgen würden.
    „Mein Name ist Wey'nari'tiaz'zawari. Wey, der Einfachheit halber.“ Der erste Schritt war getan, die erste Grenze überschritten. Sie hatte ihren Decknamen abgelegt, indem sie diesen Menschen preis gab, wie sie hieß. Hoffentlich war das Risiko es wirklich so viel wert, wie sie es gerade einkalkulierte. „Ich jage Verbrecher. Piraten, entflohene Gefangene, Alles – solange ich Geld dafür kriege. So, wie für den Kerl vom Friedhof.“ Es brachte nichts zu verheimlichen, was ihre Ziele waren. Das würde nur dazu führen, dass man sie anzweifelte und auch in Zukunft all ihre Aussagen in Frage stellte, sobald heraus kam, dass sie gelogen hatte. Also konnte sie es sich gleich sparen und auf derartige Komplikationen verzichten. „Mein Ziel ist die Grandline und die Verbrecher, welche sich dort rum treiben. Aber alleine komme ich dort nicht hin und suche deswegen nach Personen, die gewillt sind als meine Mannschaft zu dienen.“ Wenn sie Glück hatte, dann war ihre Suche hiermit beendet und sie konnte bald den Weg zur Grandline antreten. Vorausgesetzt natürlich, dass sie zuerst einmal in den Besitz eines Schiffes kamen und überhaupt heraus kriegten, wie man auf die Grandline gelangte. Doch ein Schritt nach dem anderen. Mannschaft, Schiff, Übergang. „Ich habe gesehen, wie ihr gekämpft habt. Teilweise Seite an Seite, obwohl anzunehmen ist, dass ihr euch zuvor nie gesehen habt. Falls ihr noch mehr als nur Kampffertigkeiten zu bieten habt und bereit seid unter mir zu dienen, so erscheint morgen bei der Fähre, die auf die andere Hälfte dieser Insel führt. Wie ihr dort hin gelangt ist mir egal, von denjenigen, die nicht da sind, werde ich annehmen das sie kein Interesse haben.“ Nach diesen Worten, ohne auch nur die Möglichkeit für eine Frage offen zu lassen, schritt die Frau davon, die anderen Personen an Ort und Stelle zurück lassend. Sie würde ja am nächsten Tag sehen, wer von ihnen sich dazu entschlossen hatte ihr zu Folgen.
    Jedenfalls war es das, wovon Wey ausging. Das sie selbst niemals zu diesem Treffen erscheinen würde konnte selbst sie in diesem Moment nicht ahnen. Erst einige Stunden später, gerade als sie durch eine Menschenmenge auf einem der belebteren Plätze lief, wurde ihr dieser Umstand bewusst. Das Geräusch eines Schusses, der den Lärm der Masse übertönte, war das Letzte, was sie wahr nahm. Unter dem panischen Geschrei der umstehenden Menschen stürzte ihr Körper zu Boden, mit einem Loch, das ihre Stirn und alles dahinter liegende durchzog. Man sollte niemals heraus finden, wer diesen tödlichen Schuss abgefeuert hatte, doch von einer nahe gelegenen Gasse aus war dieser Vorfall beobachtet worden.
    „Was für eine Schande. Dabei hatte das Mädchen so viel Potenzial!“ Ein Kichern war zu hören, ehe sich die Gestalt der tätowierten Frau abwandte und im Schatten der Gasse verschwand. Nur noch ihre Stimme war zu hören. „Won't you play a simple melody~“

    The End