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  1. #21
    Pirat Avatar von Lorenzo Gangitano
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    Ja, zum Hafen sollen wir, nicht das unser Kellner Freund doch noch zurück kommt und uns als Konkurrenten niedermetzelt. das Ungetüm, wie er von Kidd genannt wurde, legte das kleine Stück Brot auf den Tisch und klopfte sich die Hände zusammen, um Brotkrümel abzuschütteln, ein kurzer Blick in den Säckchen von Vlad um sicher zugehen, dass da auch was drin war, eher er sich eine Flasche Rum packte und mit einem Ruck aufstand. Ohne wirklich auf William zu warten ging er auf die Tür des Goldenen Hirschs zu und blickte noch einmal zu William, ob er auch nicht den Sack mit dem Geld einsteckte. Doch als dieser sich neben ihm aufstellte, ohne den Sack anzurühren, gingen die beiden hinaus. Der junge Arzt blickte noch einmal durch die Gasse, ob er Vladimir nicht noch mal sehen konnte, aber der war wohl schon lange Weg, wahrscheinlich kannte er sich in den Gassen gut aus.

    Als sie die belebte Markstraße der Insel wieder betraten, war es wie vorhin, diese Menschen masse die einen fast mit sich, mit riss. Die schreienden Händler und verhandelnden Kunden. Aber anstatt den Weg zurück zu gehen, den sie gekommen waren ging die beiden in die entgegen gesetzte Richtung, da der Hafen am anderen Ende der Marktstraße lag. Immer wieder trank er aus seiner Flasche und die beiden, waren stiller als sonst, Lorenzo ließ sich die Wörter von Vlad noch mal durch den Kopf gehen, er hatte ein leuchten in den Augen als er davon berichtete der richtige zu sein, der König der Piraten werden kann und es auch werden wird. Die Still und Lorenzos Gedanken wurden durch eine liebliche Stimme unterbrochen. Lassen sie dich das nicht entgehen, meine Damen und Herren, die wundervolle Show, des Freakshow und seinem noch wundervollerem Zirkus. Feuerspucker, Messerwerfer, Jongleure, gezähmte Bestien und noch viel mehr erwartet sie am Hafen, wenn sie unsere Zirkusschiff betreten. als er seinen Kopf etwas hob, konnte er eine hübsche junge Frau entdecken, die ein kurzes Bardenoutfit trug und versuchte Kundschaft anzulocken. Sie wurde von einem Clown begleitet den den Leuten irgend ein Flyer in die Hand drückte, als die beiden sich, der Frau um dem Clown näherten fixierte sie den Blick an ihnen. Sie beide meine Herren. Was halten sie von einer Spezialaufführung, in unsere Show? Weib, Wein und Gesang, alles was das Herz begehrt für sie zwei. Noch ehe einer der beiden Antworten konnte, drückte der Clown beiden ein Stück Zettel in die Hand und fing an sich zurück zu ziehen, versäumte es jedoch nicht Süßigkeiten und Konfetti in die Luft zu schleudern. Auch die hübsche Bardin zog sich sofort zurück um legte einige Akrobatische Kunststücke hin. Lorenzo wollte noch etwas sagen, doch das Geschrei der Kinder, die sich auf die Süßigkeiten stürzten übertönten sogar die Händler. Verständnis los Blickten sich Lorenzo und Kidd an, während die umstehenden Menschen die beiden Artisten Applaudierten. Was soll jetzt der Mist? Drückt er mir einfach etwas in die Hand und verzieht sich, wenn ich dem noch mal begegne dann ist der so gut wie Tot.

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  2. #22
    Pirat Avatar von Charles William Kidd
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    „Also der Kleinen dort würde ICH gerne mal etwas in die Hand drücken“ meinte William mit einem anzüglichen Lächeln in Richtung der attraktiven Bardin. Der Alkohol und das gute Essen hatten ihn in eine vergnügliche Stimmung versetzt. Immer noch feixend betrachtete er den kleinen Zettel in seiner Hand. Genau genommen war es mehr eine Karte als ein Zettel. Ein goldener Schriftzug auf glänzend schwarzem Grund verkündete in großen Lettern „EINTRITTSKARTE“ und darunter in kleineren Buchstaben „V.I.P.“. „Na sieh mal einer an. Das sind Freikarten, mein ewig brummiger Kamerad!“ grinste er fröhlich, der Wein Vladimirs hatte es offenbar in sich und in der Tat war der junge Mr. Kidd etwas angetrunken. „Das wäre doch keine schlechte Art den Tag ausklingen zu lassen. Ne Prügelei, gutes Essen und eine Zirkusvorstellung für Lau, nicht die schlechteste Ausbeute würde ich sagen.“ Überschwänglich klopfte der Rotäugige seinem Mitstreiter auf die Schulter und da dieser keine Anstalten machte zu widersprechen fügte er hinzu: „Ich sage: Wir gehen hin! Los komm.“ Mit weit ausgreifenden Schritten marschierte William, der inzwischen auch wieder voll bekleidet war, voraus in Richtung Hafen.

    Das Zirkusschiff war unmöglich zu übersehen, schon wegen seiner immensen Größe nicht. Außerdem wurde es nun, in der einsetzenden Dämmerung, hell und bunt erleuchtet. Auf der ausklappbaren Rampe, welche zum Schiff hinauf führte, drängten sich bereits zwei lange Schlangen mit Besuchern, welche mit leuchtenden Augen dem Beginn der Show entgegenfieberten. Doch kurz bevor sich die beiden zukünftigen Piraten, sehr zu Lorenzos Missfallen, ebenfalls in das Gedrängel begaben, sprang ein kleine Gestallt mitten vor sie hin. Das offenbar kleinwüchsige Männlein trug einen schwarzen, ausgebeulten Zylinder und einen ungeheuer altmodisch angehauchten Frack. Sein Gesicht war weiß geschminkt nur unterbrochen von drei schwarzen Tränen unter dem rechten Auge, dem roten Mund und der übergroßen, ebenfalls roten, Clownsnase. „Meine Herren, meine Herren“ setzte es mit einer Verbeugung an. „Wie ich sehe gehören Sie zu unseren besonderen Gästen heute Abend!“ er wies auf die beiden Karten, welche sie immer noch in der Hand hielten. „Da müssen Sie doch nicht anstehen! Nein, nein, nein! Bitte folgen Sie mir. Ich werde Sie zu Ihrer Loge führen. Kommen Sie nur, kommen Sie nur!“ Viel zu überrascht um irgendwelche Fragen zu stellen folgten Lorenzo und William dem kleinen Mann, der sie Abseits der Schlange an Bord führte, hin zu einem kleinen, aber kunstvoll verzierten Nebeneingang des Zeltes. „Hier entlang werte Herren, nur noch die Treppe hinauf und schon sind wir da!“

    Genauso wie der Seiteneingang durch den sie gekommen waren, war auch die Loge kunstvoll gestaltet. Dunkelrotem Samt sowohl an den Vorhängen, als auch auf dem Geländer aus schwarzbraunem Holz und den beiden bequemen Armsesseln, von denen man einen uneingeschränkten Blick auf die Manege hatte. Dazu noch zwei Beistelltische aus dem gleichen, hochwertigen, dunklen Holz. Und als ob das noch nicht genug wäre, wurden sie bereits erwartet von einem zauberhaften Geschöpf, welches ihnen der Zwerg als Noel vorstellte. Noel hatte langes, dunkelbraunes Haar und trug ein knappes, schwarzes Kleidchen, sowie, um die Taille, eine weiße Schürze. „Willkommen meine Herren. Nehmen Sie doch bitte Platz.“ trällerte sie liebenswürdig, nachdem sich das Männchen unter weiteren Verbeugungen verabschiedet hatte. „Kann ich Ihnen etwas bringen? Einen Wein, oder etwas anderes?“ fragte Noel mit einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen. „Einen Roten. Bitte.“ Brachte William ungewohnt höflich hervor, er befand sich bereits völlig im Bann der jungen Schönheit. „Gerne. Und Sie, Monsieur?“ fragte sie mit dem gleichen Lächeln in Richtung Lorenzo.
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  3. #23
    Pirat Avatar von Lorenzo Gangitano
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    Aus der Loge hatten die beiden Reisekumpanen einen hervorragenden Blick auf die Zirkusbühne. Als sich Lorenzo auf seinen Platzt setzte, blickte er sich einmal Noel genauer an, er betrachtete sie von oben bis untern, wobei das bei ihrer Körpergröße nicht allzu lange dauerte und lächelte zufrieden, die Bardentante hatte wohl nicht zu viel Versprochen als sie sagte das die beiden hier Spaß haben werden. Ich nehme Rum am besten eine ganze Flasche. Auf die ganzen Höfflichkeiten verzichtete Lorenzo vorerst, den in letzter Zeit brachten ihm diese nur Schwierigkeiten und von diese Atmosphäre und dem Zirkus Zeug war er so beeindruckt das er jetzt nur mal entspannen wollte. Kommt sofort die Herren. Lassen sie sich während dessen von unsere Show bezaubern. Mit dem selben lächeln mit dem sich die beiden empfangen hatte verließ Noel die Loge ohne sich umzudrehen. Lorenzo konnte es nicht anders als noch nach ihr umzudrehen und sich noch mal von hinten zu betrachten. Mit einem entzücktem Lächeln widmete er sich dann der Show, die schon angefangen hatte als sie die Loge betraten. Es liefen viele Clowns durch den Zelt und spaßten mit den Zuschauern rum, während Feuerspucker, Jongleure, Domtore und Schlangenmenschen einen atemberaubende Show hinlegten, für die meisten Anwesenden zumindest, Lorenzo konnte es nicht verstehen woran es lag das der Pöbel all die Aktionen der Zirkuspersonals Applaudierten und bejubelten. Im Grunde konnte man das alles auch am Hafen oder in der Stadt sehen Matrosen die mit Kisten jonglierten oder ähnliche Situationen. So was konnte man alltäglich beobachten, wenn man ein Auge für so was hatte, aber applaudiert wurde so was nicht. Für ihn war die Sache klar, es lag an der ganzen Farbe, dass die Leute hier so munter und fröhlich waren.

    Ich wollte ja eigentlich nicht her und deine Voreilige Art mag ich auch nicht so ganz William, aber jetzt wo wir so abgeschottet von all den anderen sind um geben von hübschen Frauen und Alkohol, ist es gar nicht mal so eine schlechte Idee gewesen dir zufolgen. Bevor er sein Wort beendete kramte Lorenzo einige Zigarren aus seiner Tasche und hielt eine gen Kidd, zündete seine an und zog erstmal fünf, sechs mal dran, damit sie auch richtig Feuer fing und genau in diesem Moment betrat Noel wieder die Loge, mit einem Tablett auf dem die Getränke der beiden standen, sie hatte nichts von ihrem Lächeln verloren und reichte den Jungs die Gläser. Obwohl Lorenzo keine Flasche bekam, war er dennoch zufrieden. Ohne zu zögern nahm er einen Kräftigen Schluck aus seinem Glas und es kam ihm irgendwie seltsam vor, er hatte schon jede Menge Rumsorten und Arten probiert, aber der Schmeckte anders. Er verzog sein Gesicht als hätte er in eine Zitrone gebissen, Ist etwas Monsieur? Schmeckt ihnen ihr Rum nicht?Doch, doch es schmeckt nur etwas ungewohnt für meinen Rum Geschmack, aber der hier kommt wohl aus einer andere Gegend. Woher kommt ihr eigentl…. er konnte seine Worten nicht zuende bringen erst hörte er neben sich einen Aufschlag eines Glases, dann wurde sein Kopf schwerer, so das er ihn kaum noch aufrecht halten konnte. Langsam schlossen sich die Augen des Gorillas, sein Glas und seine Zigarre glitten ihm aus der Hand und schlugen auf dem Boden auf, die seine Hände hingen rechts und links neben ihm und er verlor, ohne zu wissen was ihm geschah, das bewusst sein. Das letzte was er hören konnte war ein schadenfrohes kichern von Noel. Lorenzo und Charles William Kidd saßen oder eher lagen bewusstlos auf ihrem Platz ohne zu wissen wie und was ihnen geschah.
    Geändert von Lorenzo Gangitano (31.08.2010 um 20:10 Uhr)

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  4. #24
    Piratenkapitän Avatar von Vladimir
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    „Kyaaaaaashashashasha.“ Wie ein glühender Nagel brannte sich das Lachen in den Schädel des noch halb bewusstlosen Indianer und riss ihn somit immer weiter aus der stillen leeren Schwärze, in der er sich bis gerade eben noch befand. Doch was war geschehen? Er hatte so gut geplant… er war doch der Puppenspieler in diesem Spiel gewesen... Langsam öffnete Vladimir die Augen und erkannte verschwommen die Umrisse von 3 Personen. Ein harter Schlag, verursacht von einem stumpfen Gegenstand, traf das bärtige Gesicht des zukünftigen Piraten. Der Geschmack seines eigenen Blutes füllte Vladko’s Mund, während er langsam sein Gesicht in die Richtung der lachenden Person bewegte. „Kyaaaashashashasha, ist das Tier endlich erwacht?“ begann die lachende Person Vladimir anzusprechen. „Freakshow“ entgegnete Vlad ihn knurrend, bevor ein weiterer Schlag sein Gesicht traf. „Dummes kleines Tierchen, weißt du denn nicht, dass das Tier den Meister nicht ansprechen darf? Jaa du bist immer noch ein Tier, denn auch wenn das Tier gelernt hat wie seine Herren zu sprechen und sich auch so anzieht wie ein Mensch, ist und bleibt es ein Tier.“ Gefühle der Wut, die Vlad schon seit Jahren nicht mehr gefühlt hat, begannen in ihn zu kochen und er fragte sich, wie er in diese missliche Lage gekommen war. Er hatte doch alles so gut geplant, er hatte bis zur Dämmerung gewartet um sich anzuschleichen und trotzdem hatte mein ihn erwischt. „Kyaashasha du dachtest wohl ich bin genauso dumm wie mein Bruder nicht war? Du dachtest wohl, du kannst wie ein Pfau durch diese Stadt stolzieren und niemand bemerkt dich? Du dummes kleines Tier.“ Begann Freakshow seinen Gefangenen zu rügen. „Aber ich danke dir, dank deiner Dummheit hab ich exotische Ware bekommen und eines davon hat sogar Teufelskräfte.“ Nun begannen auch die anderen beiden Anwesenden leise zu lachen, wobei sie Vlad erst jetzt wirklich auffielen. „Ohh wie ich sehe hast du meine beiden Assistenten bemerkt.“ Ein leises Kichern entwich Freakshow als er diese Worte aussprach. „Ich bin kein schlechter Gastgeber, deshalb werde ich auch einen Tier wie dir diese Menschen vorstellen, die von nun an dein Leben zur Hölle machen werden. Diese beiden Männer werden deinen Willen brechen und dich in ein liebes Schosshündchen verwandeln. Zu meiner Linken haben wir Valley.“ Freakshow deutete auf den Mann, der am Entferntesten von Vladimir neben der Tür stand. Sein Gesicht lag vollkommen im dunkeln, er schien eine art Uniform zu tragen und seine straffe Haltung wies militärische Züge auf. „Valley kümmert sich um die Tierchen die nicht spuren wollen.“ Sprach Freakshow mit einem amüsierten Grinsen. „Und die Person zu meiner Rechten ist Kaine.“ Kaine war ein Mann, der mindestens 2m groß war und die Figur eines Profiringers besaß. Die Weste, die sein Oberkörper bedeckte schien aus dem Fell von irgendeinem Tier gemacht worden zu sein und die Augen des Mannes funkelten wie die eines wilden Raubtieres. „Kaine zähmt unsere Ware und macht aus ihnen brave kleine Haustiere.“ Sprach Freakshow nicht weniger vergnügt.

    Etwas Störrisches in Vlad erwachte, er wollte Freakshow keinen Triumph gönnen und blickte ihn deshalb nicht an, er widmete seinen Blick lieber einer Zeitung, auf dem ein Steckbrief lag. Freakshow hingegen, wollte Vladimir mit jeder Kleinigkeit demütigen und nutzte auch diese unbedeutende Tatsache um Vladimir seine Dummheit zu beweisen. Fast schon graziös bewegte Freakshow sich auf seinen Schreibtisch zu und nahm den Steckbrief in seine Hand. „Weißt du wer das ist? Das ist Boris aus dem West Blue…Das Genie, das hinter dem Banana-Split Vorfall steckt. Das ist ein wahrer Pirat… Ein gerissener Denker, der geschickt die Fäden im Hintergrund zieht um dann mit einem pompösen Auftritt die Welt zu erschüttern. Kyaaashashasha, er ist genauso ein talentiertes Genie wie ich… meinst du ein dummes Tier wie du hätte gegen solch einen Piraten eine Chance? Neeein ein dummes kleines Tier wie du sollte sich lieber einen Mann wie Boris oder mir unterwerfen…. Doch mach dir keine Sorgen ich bin nun dein neuer Herr..“ Die Tür öffnete sich auf einmal und ein Mädchen im Clownskostüm trat ein. „Meister Freakshow, es ist endlich fertig und wartet darauf das ihr es abnehmt.“ Sprach das Mädchen in einem unterwürfigen Ton. „ Sehr gut, nun dann lasst es uns abholen…“ Wuum, ein weiterer Schlag, diesmal von Kaine schickte Vladimir zurück in die Bewusstlosigkeit.
    Geändert von Vladimir (03.09.2010 um 01:20 Uhr)
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  5. #25
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    Die Welt verschwamm vor den Augen des Schwertkämpfers. William versuchte sich zu wehren, zu kämpfen, mit aller Macht dagegen an und aufzustehen. Doch es war zwecklos, seine Muskeln versagten ihren Dienst, der Becher glitt ihm aus der Hand. Das Aufschlagen des Bechers, untermalt vom hellen Kichern einer jungen Frau, war das Letzte was er hörte bevor er in absolute Dunkelheit hinabstürzte.

    Eine leichte Brise von Norden wehte den salzigen Duft des nahen Meeres heran. Gemischt mit dem Geruch von Gräsern und Bäumen eine wundervolle Komposition. Leise läuteten von Weitem heran die Glocken der Kühe, welche nahe des kleinen Sees außerhalb von Perio grasten. Charles liebte ihn, er war perfekt. Weit abseits von all dem Lärm und dem Dreck der Stadt. Ein Fleckchen Ruhe. Der junge Mann lächelte verträumt, streckte sich lang aus und betrachtete den Zug der Wolken. Es war wirklich alles perfekt, alles bis auf eins. Es gab diesen Ort auf Perio nicht! Die Insel war eine einzige Stadt, kein Raum für ein solches Fleckchen Erde vorhanden. Diese Erkenntnis schlich sich langsam aber sicher in seine Gedanken. Wie ein schleichendes Gift, das erst kriechend und dann immer schneller zu wirken begann.
    Die Umgebung veränderte sich, erst unmerkbar, dann offensichtlich. Farben verblassten und der betörende Duft verschwand und an seine Stelle trat ein modriger, fast fauliger Gestank. Etwas packte den jungen Mann und riss ihn hinab. Wie in einem Sog wurde er fortgerissen von dem Ort der Idylle.


    Mit einem Keuchen öffnete Charles ruckartig die Augen. Verwirrt blickte er um sich. Der Koch befand sich in einem Raum, welcher keine Fenster besaß und nur von einer kleinen Petroleumlampe in dämmriges Licht getaucht wurde. Die einzige Tür war aus massivem Holz und mit Eisen verstärkt. Und er war nicht alleine hier, sechs oder sieben weitere Menschen, teils sitzend, teils liegend, befanden sich ebenfalls im Raum. Ein instinktiver Griff verriet ihm, dass sein Schwert verschwunden war. Verwirrt versuchte sich der junge Mann zu erinnern was geschehen war, doch es viel ihm schwer. William musste ihn dieses Mal wirklich tief in den Untiefen seines Unterbewusstseins vergraben haben. Er war in letzter Zeit soviel stärker und dominanter geworden, kaum noch aufzuhalten. Charles schluckte bedrückt und verbarg das Gesicht hinter seinen Händen.

    Langsam kam alles zurück, die Ankunft auf der Insel, die Schlägerei in der Kneipe und der Zirkus. Der Zirkus! Aber natürlich. Es musste etwas in den Getränken gewesen sein. Mit Sicherheit stand das im Zusammenhang mit den Matrosen in der Bar. Immerhin war es ein Zirkusschiff, also konnten die Matrosen durchaus von hier stammen. In Gedanken verfluchte er William dafür, das dieser ihn mal wieder in eine solche Lage gebracht hatte. Doch wo war Lorenzo? Suchend blickte sich der Rotäugige um. Das schummrige Licht erleichterte die Suche nicht gerade, denn Gesichter waren wirklich nur sehr schlecht erkennbar. Doch dann entdeckte er seine Gefährten. Angelehnt in eine Ecke, mit geschlossenen Augen und offenbar unverletzt. Erleichtert erhob sich der Koch und wollte gerade zu dem Narbigen hinüber gehen, als eine lauter Knall in der Ferne, gefolgt von einer Erschütterung die Stille durchbrach. Das brachte Charles kurzzeitig aus dem Tritt und führte dazu, dass er unbeabsichtigt über eine am Boden sitzende Gestalt purzelte. „Es tut mir Leid. Das war keine…“ begann er und rappelte sich wieder auf. Doch weiter kam er nicht, denn in diesem Moment holte das Opfer des Zusammenstoßes aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Perplex taumelte Charlie zurück und starrte den Mann an. Etwa einen Meter und neunzig groß mit einem Schnäuzer, schwarzen, kurzen Haaren und einer Narbe über dem linken Auge. Gekleidet wie ein Seefahrer. „Was fällt dir ein du Made?! Jack Ribbon, lässt nicht auf sich rumtrampeln! Von niemandem!“ Charles war nicht sicher ob diese kleine Ansprache wirklich ihm galt, oder ob sich hier nur Wut und Frust entluden. Aber im Grunde war dies auch nebensächlich. Beschwichtigend hob er die Hände. „Bitte Sir, das ist ein Mißverständnis.“ Beteuerte er. Doch es half nichts. Vor Wut schnaubend und Blind vor Zorn stürmte Jack Ribbon mit zum Schlag erhobenen Fäusten auf den jungen Mr. Kidd, welcher inzwischen fast bis zur Wand zurückgewichen war, zu.
    Geändert von Charles William Kidd (03.09.2010 um 12:57 Uhr)
    Charles spricht | Charles denkt | William spricht | William denkt | andere sprechen

  6. #26
    Piratenkapitän Avatar von Vladimir
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    „Hey.“ Eine fremde Stimme durchdrang die Dunkelheit die Vladimir umgab. Sie wirkte so fern, so unnahbar, dass sie nicht real schien. „Hey Boss wach auf.“ Ein leichter Stoß gegen seine Schulter verstärkte die Worte der unbekannten Stimme und brachte Vlad langsam zurück in die Wirklichkeit. Ein breit grinsendes Gesicht, mit einer langen Narbe, die vom seiner Augenbraue bis zum Mund ging. „Da sie nicht gekommen sind und uns auch kein Zeichen gegeben haben dachten wir, wir fangen ohne sie an.“ Das Geräusch von einer Klinge, die durch Seile glitt, signalisierte Vlad, dass er von dem Stuhl befreit war und endlich wieder aufstehen konnte. Wie lang der Zeitraum war, in dem Freakshow weg war, konnte er nicht genau sagen, doch konnte es sich dabei nur um einige Minuten handeln. „Ich muss ihnen danken Mr. Lefair.“ Sprach Vlad mit einem leichten Lächeln und erhob sich von seinem Stuhl. Vladimir hätte nie gedacht, dass Lefair ihn noch so nützlich sein könnte…eigentlich hatte er ihn und seine Söldnerbande angeheuert um ein wenig Chaos für seine atemberaubende Flucht zu schaffen. Doch war Lefair ein Söldner wie er im Bilderbuch stand. Ein Mann, der für die richtige Summe loyaler als ein Bruder sein konnte und auch eine gewisse Nase für das große Geschäft besaß. Wenn er einen Mann traf, der das Potenzial zu einem langfristigen Arbeitgeber besaß, legte er sich gern ein wenig mehr ins Zeug. Es war schließlich der kostenlose Service, der einem im Dienstleistungsgewerbe nach ganz vorne half.
    Vladimir begann hingegen das Büro des Clowns auf den Kopf zu stellen. Auf dem Schreibtisch fand er seine beiden Dolche und die Wurfmesser, die die Lakaien des Freakshows gefunden hatten. Auch der Steckbrief, des ‚großen’ Boris lag noch auf dem Schreibtisch, nur wenige Handflächen entfernt von seinen Waffen. Vladko konnte nicht anders und nahm sich den Steckbrief um ihn sich genauer anzusehen. „Der Mann, der hinter dem Vorfall von Banana Splitt steckt.“ Auch wenn Vladimir den Artikel dazu nicht gelesen hatte, war der Vorfall im Gespräch der Leute gewesen und der Indianer wusste was geschehen war. „Nun denn Mr. Boris, wenn sie wirklich so gut sind, werden wir uns sicherlich auf der Grand Line sehen.“ Vorsichtig faltete er den Steckbrief und lies ihn in seine Manteltasche wandern. „Hey Chef, wir müssen langsam weiter, ich weiß nicht wie lange meine Jungs diese Freaks aufhalten können.“ Begann Lefair ein wenig ungeduldig. „Gleich, gleich Mr. Lefair.“ Begann Vlad mit einem süffisanten Grinsen und näherte sich etwas, dass aussah wie ein Safe. „Ich habe hier noch einen kleinen Bonus für sie.“

    *Bumm* ein lauter knall sprengte die Tür des Safes und präsentierte sein wertvolles Inneres. Sofort warf Vlad einen Blick in den Safe und hoffte den gesuchten Gegenstand zu finden. Gold, Silber, Berrys und andere Schätze befanden sich im Safe, sicherlich war der Inhalt einige Millionen wert, doch sein Schatz war nicht drin. Ein enttäuschtes Seufzen entwich dem Piraten, als er sich desinteressiert von dem Safe entfernte. Mist, der gesuchte Gegenstand war nicht hier.. war das ganze vorhaben umsonst gewesen… nein das konnte nicht sein… er musste Freakshow finden. Vladimir verlies das Büro und betrat das Schlachtfeld. Überall schienen Leute gegeneinander zu kämpfen und das Geräusch von aufeinander schlagenden Waffen und Gewehrschüssen schallte durch die hölzernen Gänge des Schiffes. Vladimir wusste nicht wie, doch nach wenigen Minuten im Labyrinth des Schiffsbauch, vorbei an kämpfenden Leuten, fand er sich vor einer mit Metall verstärkten Tür wieder. Ein kleines mit Gittern besetztes Loch lies die Geräusche des Inneren aus dem Raum und sorgte bei Vlad für amüsante Überraschung. Wie es schien hatte die Kneipenschlägereibekanntschaft mit dem Namen Kidd, gerade ein wenig Ärger mit einem Gefangenen. Doch wie es schien war Kidd dieses mal viel passiver, als bei der letzten Auseinandersetzung. Nun ja vielleicht sollte er ihm helfen. Ein vorfreudiges Lächeln schmückte Vlads Gesicht, als er mit einem Wurfmesser durch das kleine Fenster zielte.

    Ribbon wollte gerade zuschlagen, als ein Wurfgeschoss sich tief in sein Auge bohrte. Ribbon schrie vor schmerz und griff sich instinktiv an die Wunde, wobei er dass Messer noch ein wenig weiter in sein Schädel drückte. Nur einen Augenblick später öffnete sich die Tür und eine Gestalt sprang den verletzten Ribbon an. Vladimirs Dolch glitt mit Leichtigkeit durch die Kehle des Fremden und hinter lies eine lange waagerechte Wunde. „Schade, ich hatte eigentlich beim Wurf schon auf seinen Hals gezielt.“ Sprach der Indianer und betrachtete sein Werk. Irgendwie erinnerte ihn sein Opfer nun an einen menschlichen PEZ Spender. „Mr. Kidd, es ist schön sie wieder zu sehen.“ Sprach der zukünftige Piratenkapitän mit einem Lächeln und fischte sein Wurfmesser aus dem zermanschten Auge.
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