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  1. #1
    Piratenschüler Avatar von Tetsukage Kaja
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    Standard Die Prinzessin und ihre Verehrer

    Der würzige Geruch des gerade eben zubereiteten Steaks, welcher sich nun genüsslich auf der heißen Pfanne bratet um anschließend mit mehreren frisch gekochten Kartoffeln auf dem aufgewärmten Teller zu landen, auf welchem bereits der saftig grüne Salat wartet, stieg der Köchin in die Nase. Er sagte ihr, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis das große Stück Fleisch endlich durch ist. Mit vollster Konzentration legte die Rothaarige die gelben Kartoffeln auf den Teller und holte das Steak aus der Pfanne. “Das Steak mit Beilagen ist nun servierbereit.“ Es war die letzte Bestellung des Tages. Der Wirt hatte wie immer seinen Notizblock auf die Kommode gelegt, welche sich in der Nähe der Tür befand. Den Teller mit der linken Hand jonglierend, schaute die Rothaarige auf das oberste Blatt und wunderte sich was da oben stehen sollte. “Ich frage mich langsam wie der Wirt seine eigene Schrift lesen kann.. das kann man doch gar nicht mehr entziffern!“ Auch wenn die junge Frau seit dem ersten Tag hier gestehen musste, dass sie die Schrift ihres Chefs nicht lesen konnte, versuchte sie es dennoch Tag täglich vom Neuen. Die Durchgangstür mit der rechten Hand öffnend betrat Kaja den eigentlichen Teil des Wirtshauses. Es war ein älteres Gebäude welches innen mit dicken Holzbalken verbaut war. Aus demselben massiven Holz wurde die Theke erstellt, sowie die fünfzehn Tische mit den dazugehörigen Stühlen und Bänken. Mit einem flüchtigen Blick über die Tische erkannte die Köchin einige bekannte Gesichter. “Ah, Marc mit seiner Bande sind wieder einmal hier.“ Ihr Blick suchte nach dem Wirt, welchen sie hinter der Theke wiederfand. Ein kurzes Nicken reichte dem Mädchen aus um zu wissen, dass sie den Teller zu einem der Stammgäste bringen sollte. Mit einem Lächeln stellte sie den warmen Teller vor den Mann hin. “Na, Kage? Bringst du wieder das letzte Gericht?“ Der stärker gebaute Mann grinste die Rothaarige an, welche das Lächeln nur erwiderte und ein kurzes: “Wie immer.“ von sich gab. Kaum waren ihre letzten Dienste als Koch erledigt, kehrte die junge Frau an die Theke zurück. “Ich bin dann weg.“ Kaja nahm noch einen letzten Schluck von der vor Stunden stehen gelassener Bloody Mary, bevor sie aus dem Wirtshaus ging. Sie hörte noch einige „Bye“-Rufe von den Stammgästen, war aber schon bei der Tür und ließ es also sein ihnen zu antworten. Stattdessen hob sie nur ihre linke Hand und winkte ihnen kaum merkbar.
    Die Sonne bereitete sich gerade am Horizont unter zu gehen. Die Straßen der Stadt leerten sich von Minute zu Minute. Während die junge Frau in Richtung Hafen mit gemütlichen Schritten ging, ließ sie den Wind mit ihren langen Haaren spielen. Er brachte ihr den salzigen Geruch des Meeres, welchen sie schon als kleines Kind mochte. Mit ihren Gedanken kehrte sie an die schöne Zeit zurück, als sie noch mit ihren Schwestern und ihrer Mutter zusammenlebten und an die Zeit, als sie mit Kei und der restlichen Crew ihres Vaters durch die weite Welt des Wassers reiste. “Vater.. Kei.. ihr wolltet doch nur die Freiheit genießen..“ Mit ihrer Hand griff sie nach ihrem Katana, das sie von Kei bekommen hatte. Es war das letzte Geschenk, dass sie von ihrem Meister bekommen hat; und in ihr wurde dessen Ziel eingeprägt. Der Weg von dem Wirtschaus, in welchem sie seit einiger Zeit als Köchin aushalf, und der Bar, welche in der Nähe des Meeres stand, war nicht sonderlich weit. Mittlerweile kannte sich die Rothaarige auch einigermaßen gut aus und wusste wo die verschiedenen kleinen Gassen versteckt waren, die einem so manche Zeit ersparten. Knappe zehn Minuten später war die junge Frau am Hafen angelangt. Das Meer war ruhig und die glühend rote Sonne ging am Horizont hinunter. “Ein weiterer Tag zu ende.. Es wird wohl noch etwas an Zeit andauern, bis ich genügend Geld beisammen habe um wieder weiterreisen zu können.“ Auch wenn sie sich nun nicht mehr als eine Piratin nennen konnte, verblasste jedoch nie das Ziel vor ihren Augen ihre geliebte Zwillingsschwester wiederzufinden. Mit einem kaum hörbaren Seufzen betrat Tetsukage die Bar. Wie üblich nickte sie dem Barkeeper zurück und ignorierte die Blicke einiger Männer, die es wohl noch immer nicht sein lassen konnten, sie anzugaffen. Einen Fuß vor den anderen setzend stolzierte die Frau bis zur Theke und setzte sich auf einen der leeren Stühle. “Was darf’s denn diesmal sein, Kage?“, fragte der Barkeeper den Stammgast. Kaja lächelte den Mann nur an und bestellte mit einer ruhigen Stimme: “Eine gekühlte Bloody Mary.“ Der Keeper musste grinsen. Es war seit die Rothaarige das erste Mal in diese Bar gekommen war, das einzige Getränk, dass sie bestellt hatte. Seither kommt sie Abend für Abend um eine Bloody Mary zu bestellen, welche sie langsam austrank. Die Gäste haben sich wieder in ihre Gespräche vertieft, sodass sich das Mädchen nun endlich in Ruhe umschauen konnte. Die meisten Gesichter kamen ihr bekannt vor, da sie jene Tag täglich hier wiedertraf. Einige kamen ihr auch vom Wirtshaus her bekannt vor. Nur die ein oder andere Person war ihr fremd. Als der Mann ihren Cocktail vor sie hinstellte, wandte sich die Frau ihm wieder zu. Mit einem freundlichen Lächeln bezahlte sie ihn und nippte genüsslich an dem roten Saft. Die gekühlte Tomatensoße ließ sie sich in ihrem Mund leicht zergehen, bis sie den Tabasco wie auch die Worcestersoße spürte. Der Wodka-Geschmack wurde hauptsächlich vom Tomatensaft übertrumpft, sodass Kaja manchmal wirklich überlegte ob der Barkeeper ihr nicht gleich die alkoholfreie Variante auftischte. Nachdem der erste Schluck mit einem Lächeln als ‚akzeptabel‘ beziehungsweise ‚gut‘ kommentiert wurde, beugte sich der Barkeeper wieder zu der jungen Frau hin. “Da war vor einigen Minuten so ein Jüngling da, der suchte nach jemanden, der nach einer gut bezahlten Arbeit sucht.“ Der Mann hielt kurz inne und deutete mit dem Kinn an einen Tisch, wo ein Mann saß. “Die Männer gaben’s auf, da es nichts für sie ist, aber..“ Kaja verstand was der Keeper sagen wollte. “Verstehe.“ Sie nippte ein weiteres Mal an ihrem Drink, ehe sie weitersprach. “Dann werde ich einmal sehen, was der werte Herr mir anzubieten hat.“ Geld konnte die Rothaarige nur zu genüge brauchen. Man wusste ja nie, wann man es ausgeben musste. Die Bloody Mary in ihrer rechten Hand haltend stand die junge Frau von dem Barhocker auf und schritt langsam zu dem abgelegenen Tisch. Ohne wirklich darauf zu achten, ob der Herr alleine sein wollte oder nicht, setzte sich Kage ihm gegenüber, nippte noch einmal an ihrem Cocktail, bevor sie ihn abstellte und den Mann ansprach: “Der Barkeeper meinte, dass sie eine gutbezahlte Arbeit im Angebot haben?“, fragte Kaja offen drauf los. Sie konnte sich nicht erinnern, dass sie den Jüngling schon einmal gesehen haben sollte. Wusste daher auch nicht, ob er ein hohes Tier war oder auch nicht. Deswegen sprach sie ihn mit einer ruhigen Stimme an und scheute nicht davor höflich zu klingen, was ihr Lächeln nur noch bestärkte.
    Geändert von Tetsukage Kaja (16.07.2010 um 14:06 Uhr)
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  2. #2
    Bewerbungsabteilung Avatar von Nemo
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    Herold hatte heute schon mit vielen starken Männern über sein fast schon kriminelles Anliegen gesprochen - das heißt, der junge Mann versuchte es zumindest. Denn viele der potenziellen ''Geschäftspartner'' winkten schon nach den ersten zwei, drei Sätzen des verzweifelten Herold ab. Dabei hatte er so sehr darauf gehofft, dass er in einem Laden wie diesem, der immerhin angesagtesten Bar ganz Akademias, Hilfe auftreiben könnte - schon viele verrückte Deals wurden Herolds Wissen nach hier verabschiedet: So wusste er aus zuversichtlicher Quelle, dass erst vor kurzem ein berühmt berüchtiger Kapitän in dieser Bar Leute anheuern konnte, um eines seiner inhaftierten Crewmitglieder aus dem Marinegefängnis der Insel zu befreien... Aber wie es aussah, hatte Herold nicht einmal halb so viel Erfolg, wie eben jehne verwegenen Draufgänger. Sein Plan, die arangierte Hochzeit seiner großen Liebe zu verhindern, konnte er unmöglich alleine in die Tat umsetzen, bzw. selbst ausführen...
    Der junge Bursche hatte die Hoffnung schon beinahe aufgegeben, als er gegen Abend ein letztes Mal angesprochen wurde, was er denn angeblich für eine bezahlte Arbeit anbieten würde. Ganz zu Herolds Überraschung handelte es sich dieses Mal bei dem Fragenden nicht um einen raubeinigen Seemann, nein, sondern um eine junge Frau mit rotem Haar. Sie lächelte nur leicht, aber freundlich und schien tatsächlich interessiert daran, was Herold so in Petto haben mochte!
    "Hallo! Ich meine, hallo.", begrüßte der aufgeregte junge Mann das Mädchen und stellte sich vor, "Mein Name ist Herold. Ja, ich brauche ganz dringend Hilfe bei einer Sache, die ich nicht alleine durchziehen kann..." Herold blickte sich verschlagen und dennoch zugleich unsicher in der Bar um, ehe er seinen Kopf senkte - und als Tetsukage Kaja es ihm gleich tat, flüsterte er: "Ich brauche jemanden, der für mich den Sohn des Kanzlers entführt - nichts kriminelles, nur bis morgen Abend!? Ich würde es ja selber machen, aber der Bodyguard des Kanzlerohnes kennt mein Gesicht und... naja... ich kann dich bezahlen!"
    Die junge Frau schien nachzudenken und schließlich, ganz entgegen Herolds Erwartungen, fragte sie ihn etwas, was bisher noch keiner seiner heutigen Gesprächspartner wissen wollte (da sie ja eh sofort das Weite suchten): Nämlich, wieso Herold denn eigentlich jemanden bis morgen Abend Kidnappen wollte; und wieso gerade den Sohn des Kanzlers?
    Darauf hin senkte Herold seine Stimme noch mehr und erklähte betrübt: "Die Prinzessin von Akademie und ich, wir sind, nunja, wir sind zusammen, allerdings im Geheimen... Und nun soll sie den Sohn des Kanzlers heiraten, aber das heißt, wir können uns niemals wieder sehen!? Aber der Vater der Prinzessin hat ein Ultimatum gestellt: Wenn die Hochzeit nicht bis morgen Abend vollzogen ist, dann darf die Prinzessin sich einen anderen Mann aussuchen! Verstehst du - darum muss der Sohn des Kanzlers daran gehindert werden, vor den Traualtar zu treten! Ich brauche nun jemanden, der den Knilch festhält oder was-weiß-ich-was, bis die Frist abgelaufen ist. Ich bezahle auch gut dafür!"
    Herold sah die rothaarige bitter flehend an, als er ein pralles, klimperndes Säckchen aus seiner Hosentasche zog und Tetsukage Kaja präsentierte. Er hoffte, dass sie, wenn es nicht schon seine ehrliche Geschichte hatte getan, das überzeugen könne, ihm zu helfen.
    Geändert von Nemo (12.07.2010 um 12:47 Uhr)

  3. #3
    Piratenschüler Avatar von Tetsukage Kaja
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    Gelassen hörte sich die Rothaarige Herold’s Geschichte an. Er wirkte ziemlich aufgeregt, was die junge Frau nicht wirklich nachvollziehen konnte. Bei der ein oder anderen Bemerkung des Jünglings musste Kaja etwas Schmunzeln; wie zum Beispiel, bei der Tatsache, dass eine Entführung des Kanzlersohnes als nicht kriminell anzusehen wäre oder dass jener kleine Kerl die heimliche Liebe der Prinzessin von Akademie sei. Auch wenn sie nicht wirklich große Ahnung von der Politik in diesem Lande hatte oder gar wie sich der Adel zu vermählen gedachte, konnte sie sich ein nobles Mädchen nur sehr schwer an der Seite dieses Schwächlings vorstellen. “Nun gut, vielleicht hat der Junge auch versteckte Talente… auch wenn jene wohl sehr tief versteckt sein müssten..“ Trotz ihrer kuriosen Gedanken hörte die junge Frau Herold aufmerksam zu und lächelte ihn freundlich an, während sie genüsslich sich an ihrer Bloody Mary delektierte. “Bis morgen Abend muss also Kanzlers Sohnemann spurlos von der Erdoberfläche verschwunden sein.. sodass die Hochzeit nicht stattfinden wird.. Ganz ehrlich.. der Vater der Prinzessin ist entweder sehr optimistisch, dass eh nichts schieflaufen wird, oder eben das Gegenteil..“ Ein halblautes klimpern von Münzen riss das Mädchen aus ihren Gedanken und wandte ihren Blick auf das prall gefüllte Säckchen. Kaja begutachtete das braune Stoffding, welches mit einem gefärbten Lederband zugeschnürt war. “Ist das die ganze Bezahlung?“ Der Jüngling schien etwas irritiert zu sein. Doch bevor er auch nur nachfragen konnte, wie sie es meinte, sprach die Rothaarige weiter: “Wir sprechen hier wohl von Kanzlers Sohnemann. Sie glauben wohl nicht wirklich, dass der sich von einem einfachen Muskelkerl beschützen lässt, oder?“ Abermals nippte sie an ihrem Glas und lächelte ihr Gegenüber freundlich an. Diesmal konnte man in ihrem Lächeln jedoch die pure Verhandlungsfreude wiedererkennen. Genau dieses Geschick, dass sie von Kei erlernt hatte, benutzte das Mädchen überall dort, wo sie es nur konnte. Es verschaffte ihr schon oft genug einen guten Kaufpreis, aber man konnte es ja auch in diesem Zusammenhang verwenden - um mehr Geld an sich zu reißen. “Um die Aufgabe ihren Wünschen gerecht auszufüllen, benötige ich die Bezahlung für zwei Leute“, sie zwinkerte dem nun blass aussehenden Herold vergnügt zu. “F-für Zwei?“, stammelte dieser etwas verwirrt. Die Frau wusste noch nicht einmal wie viel er ihr zahlen würde und jetzt schon wollte sie die doppelte Summe? “E-es wären ja 100.000 Berry für dich.“ Kaja nickte nur zustimmend, deutete allerdings sogleich mit ihrem Kinn auf das auf dem Tisch liegende Säckchen. Es war eine eindeutige Geste, dass er noch ein zweites hinzulegen sollte. “Ich werde ja auch die Arbeit für Zwei erledigen müssen. Den Sohnemann entführen und dessen Beschützer auszuschalten, sodass er uns bis morgen Abend nicht mehr in die Quere kommt.“ Die lächelnde Maske der jungen Frau und ihre gelassene Haltung waren in gewisser Hinsicht etwas was Herold umstimmte. Der Cocktail war schon fast leergetrunken, dennoch schien die scharfe Mixtur dem weiblichen Geschöpf nichts auszumachen. “N-nun gut..“, begann letztendlich der Jüngling und holte noch ein zweites, fast identisch aussehendes, Säckchen hervor. “Aber der Kerl soll bis morgen Abend nicht da sein“, gab der Junge letztendlich, noch immer über den Tisch gebeugt, nach. Sein Ton war fast schon flüsternd. “Die Aufregung?“
    Mit einem letzten Zug schluckte Tetsukage den roten Saft hinunter, stellte das Glas ab und schob die prallen Säckchen zu sich. “Wie vereinbart, wird der Sohnemann nicht zur Hochzeit erscheinen.“ Ein zufriedenes Lächeln erschien auf dem Gesicht der jungen Frau. “200.000 Berry… so leicht verdient.“ So sehr sie auch den Drang in sich verspürte die Münzen nachzuzählen, zwang sie sich es zu unterlassen, da sie es als Unhöflich empfand. “Er wird mich schon nicht belügen.. wenn er es doch tut, dann werde ich ihn finden und mir meinen Anteil holen!“, versuchte sie sich das Missvertrauen dem Fremden gegenüber etwas geradezurücken. Der Job war nun angenommen und Kaja schmiedete bereits in ihrem Kopf die Pläne, wie sie weiter vorgehen sollte. Währenddessen beachtete sie den Jüngling kaum, der irgendetwas von Dankbarkeit und Leben retten erzählte. Viel eher machte sie sich sorgen, wie sie unbemerkt an den Sohn des Kanzlers kommen könnte, ohne dass dessen Wächter Wind von ihr bekommt. Sollte sie einen der Stammgäste hier fragen? Sie wusste genau, dass einige Männer ihr bestimmt auch ohne Bezahlung helfen würden; dennoch war dies auch ein Fakt, der sie für ungeeignet einstufte. Ihr Blick schweifte nochmals durch den nun teilweise leicht verdunkelten Raum und blieb unerwartet an einem Tisch hängen, an welchem ein Junge saß und die Anwesenden beobachtete. Die Rothaarige hat ihn bisher noch nie gesehen. Jetzt wo sie ihn bemerkt hat, zog er ihre Aufmerksamkeit auf sich. “Er sieht jung aus.. wie lange er wohl schon da ist? Ich habe ihn gar nicht hereinkommen gesehen.. geschweige denn als ich hereinkam bemerkt..“
    “Ich.. gehe dann nun wieder. Ich verlasse mich auf dich!“, abermals riss Herold die Rothaarige aus den Gedanken. “Natürlich“, antwortete diese jedoch nur kurz und schnappte sich die zwei Geldbeutel. Flink an ihrem Gürtel befestigt und mit dem Glas in der Hand kehrte sie an die Theke zurück, von wo sie den Jungen genauer im Auge haben konnte. “Dasselbe nochmals“, sagte die junge Frau zum Barkeeper, der ihr ohne Widerworte eine zweite Tomatensaftmixtur erstellte. Das Getränk wieder vor sie stellend, erkundigte er sich mitunter wie sie nun weiter vorgehen wollte. Abermals antwortete sie kurz: “Planen.“ Mit diesen Worten nahm sich das Mädchen auch wieder ihren Cocktail und wanderte zu dem Unbekannten. Wie immer lächelte sie auch jenen freundlich an, als er sie ansah. “Ist da noch ein Platz frei?“ Ihre linke Hand hatte bereits ihren Halt auf dem Stuhl gefunden, welchen sie wenige Zentimeter beiseiteschob. Mehrere Männer schauten verwundert auf Kaja. Fast die gesamte Aufmerksamkeit lag nun auf ihr und vor allem auf dem Jungen, den vorher wohl kaum jemand bemerkt hatte. Die junge Frau wunderte sich nicht, dass die anderen wissen wollten zu wem sie sich setzte, da sie so gut wie jeden kaum eine Chance gab ihr näher zu kommen, und jetzt wollte sie sich ausgerechnet an den Tisch eines unbekannten Jungen setzen?
    Geändert von Tetsukage Kaja (16.07.2010 um 14:08 Uhr)
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  4. #4
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    Nemo, ein Schnurrbärtiger, rau aussehender Mann, war einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige, im Lokal, der nicht zu dem jungen Mädchen schaute, wie es sich an die Theke setzte - so nötig hatte er es nun wirklich nicht. Viel mehr interessierte es ihn, was Herold mit der rothaarigen zu besprechen hatte...
    Im Laufe des Tages war Nemo zu Ohren gekommen, dass ein junger Bursche in einer hiesigen Kneipe eine Unmenge an Berry verschenken möchte, würde man ihm einen ''unmoralischen'' Gefallen tun. Bei der ersten Meldung tat er dieses Geschwätz als allgemeinen Bevölkerungsplausch (oder Ähnliches) ab. Allerdings wurde der rechtschaffene Mann dann doch hellhörig, als sich das Gerücht immer wieder aufs neue, wenn auch in leicht abgeänderten Versionen, an seine Ohren drang. Als persönlicher Leibwächter des Sohnes des Kanzlers von Akademia hätte Nemo ein schlechtes Gewissen haben müssen, wäre er diesem potenziellen Gefahrenherd nicht nachgegangen - also sucht er die ominöse Kneipe auf, in welcher ein zwielichtige Typ sein Unwesen treiben sollte...
    Aber siehe da: Die kriminelle Geldschleuder war in Wirklichkeit niemand anderes als der schüchterne Herold, ein Junge, den Nemo schon oft und zu meist auch gewaltsam, vom Sohn des Kanzlers vernhalten musste. Nemo persönlich hatte nichts gegen den jungen Herold, musste aber in einer Funktion als Bodyguard den Befehlen seines Schutzbefohlenen folge leisten - Und nachdem Herold den Kanzlersohn schon viele Male auf Knien angefleht hatte, die Prinzessin nicht zu heiraten, hießen diese meistens nur noch ''weg mit dem Kerl''. Oder so etwas in der Richtung.
    "Sehr verdächtig also...", murmelte Nemo daher und stand von seinem Platz auf - festen Schrittes durchquerte er die Kneipe und legte schließlich seine Hand auf die Schulter von Tetsukage Kaja: "Wir müssen reden!"
    Nicht brutal, aber unsanft, zerrte Nemo das Mädchen vor die Tür. Natürlich wehrte sie sich sofort, wollte sich aus dem Griff des fremden Mannes befreien, doch bevor sie dies schaffte, waren die beiden schon die Schwenktür getreten und hatten das Lokal verlassen. Kaum aus der Kneipe, baute sich Nemo in seiner vollen Größe vor dem Kind auf und mit Nachdruck in der Stimme: "Ich warne dich, ich weiß nicht, was Herold mit dir zu schaffen hat. Ich will es auch garnicht wissen... aber halte dich von ihm fern und vergiss, was er dir vorgeschlagen hat. Verstanden?"
    Ohne eine Antwort abzuwarten stapfte Nemo an Tetsukage Kaja vorbei und machte sich auf den Rückweg zum Haus des Kanzlers...

  5. #5
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    Die Rothaarige lächelte ihr Gegenüber weiterhin freundlich an und wollte sich auch gerade auf den Stuhl setzen, als ihr jemand auf die Schulter griff. Im Augenblick erstarrt, wandte die junge Frau ihren Kopf zu der Gestalt und musste feststellen, dass sie jene noch nicht kannte, geschweige denn schon einmal zu Gesicht bekommen hatte. “Wer ist das nun wieder?“, wunderte sie sich, lächelte aber auch jenen an. Als dieser plötzlich darauf bestand, dass sie mit ihm reden müsse, wurde das Mädchen leicht irritiert und versuchte sich mit “Kann jenes nicht etwas warten? Wie Sie sehen bin ich mitten in einem Gespräch.“ zu retten. Vergebens. Der robust gebaute Mann schnappte sich Kaja an der Hand und zog sie bis vor die Tür. Anfangs versuchte sie sich zu wehren, indem sie sich ihm gegenstemmte, doch nützte jenes nichts. Letztendlich versuchte sie zumindest ihre Bloody Mary vor dem Verschütten zu bewahren. “Einfach etwas strampeln und brav mitgehen.. Wer zum Teufel ist dieser Kerl? Und was will er von mir?“, diese und andere Fragen schossen Tetsukage durch den Kopf, verflogen jedoch sofort, als die Zwei die Bar verließen und der Schnurrbartträger ihre Hand losließ. “Ich warne dich, ich weiß nicht, was Herold mit dir zu schaffen hat. Ich will es auch garnicht wissen… aber halte dich von ihm fern und vergiss, was er dir vorgeschlagen hat. Verstanden?“ Seine Stimme war schroff und wirkte, wenn man die Größe des Mannes auch noch in betracht zog, einschüchternd. Leicht irritiert lächelte die junge Frau weiter, wollte gerade antworten und sagen, dass sie nicht vorhabe sich mit jenem jemals wieder die Wege zu kreuzen, war aber zu langsam. Der Typ wandte sich von ihr ab und verschwand in der Dunkelheit der Nacht ohne auch nur eines ihrer Worte zu würdigen. Einige Sekunden lang blieb Kaja noch so auf der Straße stehen. Den Cocktail in der einen Hand, ihre zweite ruhte sich auf den Geldbeuteln aus. “Wer war dieser Typ?...“ Sie dachte zurück und konnte sich beim Betreten des Lokals erinnern, dass er schon da war. Er saß ebenfalls an der Theke, doch sie habe nicht wirklich auf jenen geachtet. Genauso wie sie auf kaum jemanden in der Kneipe geachtet hatte. Wäre es nicht der Barkeeper, der sie auf den Jüngling aufmerksam gemacht hätte, würde sie wohl weiterhin an der Theke sitzen und genüsslich ihre Bloody Mary trinken. Bei dem Gedanken nippte das Mädchen automatisch an dem Getränk und musste schmunzeln. “Wie es aussieht muss jener Kerl etwas mit meinem kleinen Job zu tun haben. Desto mehr benötige ich einen Komplizen, da er ja schon auf mich aufmerksam wurde.“ Ihre Augen leuchteten in dem hellen Mondschein auf. “Möge das Duell beginnen..“ Noch ein letztes Mal ließ sie die sanfte Briese des Meerwindes durch ihre Haarpracht streichen, ehe sie sich auf dem Absatz umdrehte und die Bar wieder betrat. Natürlich galten nun all die Blicke dem Mädchen. Was nicht weiter verwunderlich war, immerhin wurde sie von diesem Gorilla hinaus gezerrt. Abermals lächelte die Rothaarige alle auf sie gerichteten Gesichter an und wandte sich wieder an den Tisch mit dem Jungen zu. Doch weit kam das Mädchen nicht. Kaum hat sie den Weg eingeschlagen kam schon der nächste Mann auf sie zu. “Was ist denn heute nur los? Steht irgendwo geschrieben, dass alle Seeleute zu mir kommen sollen?“ Trotz ihrer Gedanken und der größten Lust auch diesem aus dem Weg zu gehen, blieb die junge Frau stehen und nippte abermals an ihrem Cocktail, bis der Herr, welcher sie locker einen halben Meter überragte, erreichte. “Ey Süs-ze, isch hoffe, dass du nichtsch mitz Nemo zu tun hascht.. ersch ein harter Kerl..“ Die Redensweise des Mannes war sehr eigen, so dass Kaja im ersten Augenblick nicht wirklich wusste, ob er nun betrunken sei oder wahrlich so sprach. Sie entschloss sich für beides, nachdem er über seine eigenen Füße stolperte und das Lokal verließ ohne auf dem Boden zu landen. “Seltsamer Kerl.. Nemo.. Meinte er also den Schnauzbart-Kerl?“ Den Kopf leicht schüttelnd ging sie nun weiter an ihr eigentliches Ziel. Dem Tisch, an welchem noch immer der Junge saß. Erneut betrachtete sie diesen mit einem freundlichen Lächeln und setzte sich auf den Stuhl ihm gegenüber. “Verzeiht die Unannehmlichkeiten.“, sprach sie jenen an und nippte erneut an ihrer Bloody Mary. Der süßliche Tomatengeschmack mit dem dezent scharfen Nachgeschmack beruhigte ihr inneres Gemüt, welches durch die vorige Aktion doch etwas aufgebraust wurde. Ruhig stellte Kaja ihr Glas auf den Tisch ab. “Sitzen Sie schon schon lange hier?“, versuchte sie erneut ein Gespräch zu beginnen und hoffte, dass es diesmal ohne sonderliche Unterbrechungen auch gelingen würde. Sie hatte wenig Zeit. Bis morgen Abend musste sie einen Komplizen finden, der ihr den Bodyguard des Kanzlers vom Leib schaffen sollte und womöglich auch diesen Nemo, falls es nicht die ein und dieselbe Person war. Ihr Gefühl sagte ihr aber, dass sie auch noch einige Nachforschungen machen sollte. Auf den Jüngling konnte sie schön verzichten. Die Rothaarige zweifelte stark, dass jener ihr behilflich sein konnte. Hingegen diese Junge ihr Gegenüber; sie hatte ihn erst Minuten später bemerkt, erst nachdem sie schon x-Mal über ihn hinweggesehen hat. “Er besitzt eine schöne Gabe.. Nicht leicht zu erlernen und noch schwerer sie mit der Zeit beizubehalten.“ Wie sehr wusste sie jenes. Immer in der Anwesenheit ihrer Zwillingsschwester war sie ein nichts gewesen. Aber andererseits waren sie doch gleich, oder? Es änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass sie nun hier ohne Ajane war und somit es auch alleine hinbekommen musste die Aufmerksamkeit von sich zu reißen.
    Kaja redet ~ Kaja denkt

  6. #6
    Piratenschüler Avatar von Shiro Belphegor
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    Die Sonne war gerade dabei langsam am Horizont zu verschwinden, als der junge Mann die Anlegestellen entlang ging in Richtung Bar. Der kühle Abendwind strich ihm sanft durch die tiefschwarzen Haare. Shiro war erst vor wenigen Stunden auf der Insel Akademia angekommen, leider war ein Grossteil seines Vermögens für die Überfahrt draufgegangen. Die paar Berry welche noch in seinem Besitz waren würden gerade noch knapp für ein Zimmer und eine warme Mahlzeit reichen, er brauchte also dringend Geld. In Gedanken versunken schlenderte er die Strasse entlang ohne gross darauf zu achten wem er begegnete. Als die Bar in Sichtweite war liess der Junge die Vergangenheit ruhen und konzentrierte sich wieder auf die Gegenwart.
    Lautlos und möglichst unauffällig betrat Shiro die Bar. Als er sich umsah fiel ihm auf das ein nicht unschönes Mädchen gerade aufstand und mit einem roten Getränk in der Hand zu einem abgelegenen Tisch schritt. Ohne das Mädchen das sich gerade zu einem Nervös wirk
    enden Mann setzte aus den Augen zu lassen, bewegte er sich leise weiter. An der Theke setzte er sich auf einen der vielen leeren Stühle. Shiro blick strich langsam von der einen Seite der Bar zur anderen wobei er aufmerksam die Gäste musterte "Was darf's sein, Junger Mann?", fragte eine Stimme hinter ihm. Sichtlich erschrocken drehte sich der junge Mann um und antwortete dann: "Ein Glas Wein bitte." Kurz darauf stand vor ihm ein volles Glas teuer aussehender Rotwein. Aus dem Augenwinkel sah er dass sich bei dem Mädchen etwas in Bewegung setzte. Der nervös wirkende Mann stand auf und flüsterte dem Mädchen etwas zu, bei dem Lärm war aber nicht zu verstehen war, wenige Augenblicke später verschwand der Mann aus der Bar. Das Mädchen nahm unterdessen ihr Getränk und kam auf ihn zu. Mit einem freundlichen Lächeln fragt sie ihn: "Ist da noch ein Platz frei?" Mit einem Schlag lag alle Aufmerksamkeit im Raum auf Shiro.
    Keine zehn Sekunden später stand ein grosser stämmiger Mann von seinem Tisch auf und Marschierte mit festen Schritten auf die unbekannte zu, legte ihr die Hand auf die Schulter und sprach: "Wir müssen reden." Unsanft zog er das Mädchen vor die Tür, wo sie einige Minuten blieben, auf dem Rückweg wurde sie abermals von einem Typ welcher deutlich grösser war als sie angesprochen: "Ey Süs-ze, isch hoffe, dass du nichtsch mitz Nemo zu tun hascht.. ersch ein harter Kerl" Danach kam sie wieder auf Shiro zu "Verzeiht die Unannehmlichkeiten, „ nach einem Schluck des roten Getränkes sprach sie weiter "Sitzen Sie schon lange hier?" Shiro legte sich kurz einige Sätze zusammen bevor er antwortete: "Nein ich bin erst hier kurz nachdem Sie sich zu dem nervös wirkenden Mann gesellt haben angekommen. Warum interessiert Sie das?" Mit beunruhigend ruhiger Stimme antwortete das ihm gegenübersitzende Mädchen "Weil ich Sie beim hereinkommen nicht gesehen habe." "Das ist auch kein Wunder" Ein leichter Anflug von Zufriedenheit überkam Shiro, dieser schob diese Gedanken aber schnell beiseite und konzentrierte sich wieder auf das Gespräch mit dem Unbekannten Mädchen. Nach einiger Zeit trug sie ihm ihr Anliegen vor.
    Geändert von Shiro Belphegor (26.07.2010 um 14:08 Uhr)

    Shiro redet / Shiro denkt / Npc redet

  7. #7
    Piratenschüler Avatar von Tetsukage Kaja
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    Nach dem kurzen Wortwechsel verfiel das Gespräch wieder ins Schweigen. Diese Zeit nutzte die Rothaarige aus um sich ihr Gegenüber nun deutlicher unter die Lupe zu nehmen. Im Allgemeinen wirkte der Junge nicht wirklich nach etwas Besonderem. Seine schwarzen Haare wie auch dunklen Augen stachen nicht so wie die Haarpracht des Mädchens ins Auge. Seine Haut schien keine sonderliche Bräune hervor zuweisen. “Ein simpler kleiner Junge“, dachte sich Kaja und nippte abermals an ihrem Cocktail. Jetzt wanderte ihr Blick an der Kleidung entlang zu seinen Händen und dem Glas mit der roten Mixtur. Als Köchin und Genießerin in Einem wusste die junge Frau sofort um welches Gemisch es sich hier handelte. “Rotwein also“, ein weiteres Mal musterte sie das Gesicht des jungen Mannes und lächelte freundlich, als sich ihre Augen trafen. "Er weiß also was gut ist, jedoch wundert es mich, dass er keines der billigen Alkohole genommen hat. Für einen Reichen sieht er mir nicht wirklich aus." Mit noch einem kleinen Schluck an ihrem Tomatensaftgetränk entschloss sie sich das ewige Schweigen zu unterbrechen. “Sie suchen nicht zufällig einen kleine Arbeit, wo Sie etwas Geld verdienen könnten?“ Kaja lächelte den Jungen an und wandte ihren Blick von jenem um sich wieder im Lokal etwas umzusehen. Bis auf einige Trunkbolde, die angefangen haben laut herum zu lallen, als sie den Versuch starteten eines der bekannten Matrosenlieder zu singen, und dem üblichen Geschwätze der Leute, war wieder die Stille in das Haus zurückgekehrt. Die Männer haben ihre Blicke von der Rothaarigen abgewandt und schienen kein Interesse mehr an ihr zu zeigen. Natürlich schaute das ein oder andere Auge unbemerkt zu ihr, doch als die hübsche Nichte des Barkeepers den Raum betrat, konnte sich die junge Frau sicher sein, dass sie nicht mehr im Mittelpunkt stand. Die Gäste haben sich halt an ihre Anwesenheit gewöhnt. Und Kaja war es gewöhnt, dass jenes immer etwas Zeit benötigte. Desto mehr interessierte sich die Rothaarige an der Kunst des Fremden. Sie war nicht perfekt, aber das Mädchen war sich dessen bewusst, dass er jene mit der Zeit verbessern würde. Ihre Bloody Mary war bereits fast wieder ausgetrunken, als ihre Augen wieder den Jungen fixierten. “Er müsste in Erins Alter sein… aber mit Sicherheit um einiges flinker und stärker als sie…“ Die Erinnerung an ihre süße kleine Schwester holte die junge Frau für einen Bruchteil der Sekunde in die Vergangenheit. Schnell sammelte sie sich jedoch und fütterte dem n Neugierigen mit einigen Informationen. “Das Ziel des Ganzen wäre den Sohnemann des Kanzlers zu entführen.“ Sie nahm einen weiteren Schluck am Drink. Ihre Aufgabe wäre dessen Bodyguard… abzulenken…“ Eigentlich wollte Kaja „auszuschalten“ sagen, doch mit einem misstrauischen Blick änderte sie jenes um. “Auch wenn er sich unbemerkt in das Lokal einschleichen kann, zweifle ich dass er einen Kerl wie Nemo.. - warum fällt mir jetzt dessen Name ein? - ausschalten könnte… geschweige denn die Leibwache des Sohnemanns…“ Auch wenn Kaja es nicht aussprach, weder mit dem Mund noch in Gedanken, so ahnte die Frau, dass dieser raue Kerl von vorhin und der Wächter ein und dieselbe Person Sein könnten. “Ich werde wohl noch den Keeper ausfragen müssen“, dachte sie sich und hörte dennoch ihrem Gegenüber höflich zu, ohne auch nur ein einziges Mal das Gesicht zu verziehen, was ihre Lächelnde Maske zerstören könnte. Zum Abschluss fügte Kaja noch hinzu, dass die Bezahlung je nachdem, wie er sich anstelle erfolgen würde.
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  8. #8
    Piratenschüler Avatar von Shiro Belphegor
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    "Eine kleine Arbeit also, das kämme nicht ungelegen", gab Shiro in Gedanken zu. "Vermutlich hat es etwas mit diesem nervösen Mann zu tun." Er folgte ihrem Blick als dieser sich von ihm abwendete und zu einigen Männern die versuchten ein Lied zu singen dass er noch nie gehört hatte abschweifte. Inzwischen war wieder der normale Betrieb eingekehrt und keiner schenkte dem jungen Mann neben dem rothaarigen Mädchen etwas Beachtung. Dagegen hatte Shiro nichts einzuwenden, vermutlich weil er es vorzog nicht im Mittelpunkt zu stehen. Seine Aufmerksamkeit galt momentan ganz dem rothaarigen Mädchen ihm gegenüber. Die langen roten Haare waren das auffälligste an ihr aber bei weitem nicht so interessant wie die scheinbar sorgfältig ausgewählte Kleidung. Aus dem Gesicht stachen ihm besonders die violett wirkenden Augen, welche einen Kontrast zu der makellosen hellen Haut bildeten. Das rote Getränk war ihm nicht bekannt für Wein hatte es das falsche rot, und ein anderes rotes Getränke kannte er nicht, was noch möglich wäre ist ein Cocktail. "Vom Alter her müsste sie einige Jahre älter sein als ich.", dachte Shiro "Alles in allem ein Mädchen das sich ziemlich von der Allgemeinheit abstösst." "Das Ziel des ganzen wäre den Sohnemann des Kanzlers zu entführen.", nach einem weiteren Schluck ihres Drinks sprach sie weiter "Ihre Aufgabe wäre dessen Bodyguard abzulenken." Zum Schluss merkte sie noch an das die Bezahlung davon abhängt wie gut er sich anstellt. "Naja, ein paar zusätzliche Informationen würden nicht schaden. Zum Beispiel, wie sieht er aus, wie lange soll ich ihn ablenken, wann genau, muss ich auf etwas spezielles achten?" Nachdem auch das geklärt war trank Shiro seinen Wein aus, erklärte ihr das er wenn sie ihn braucht in einem Gasthaus am Hafen zu finden sei. Danach wendete er sich dem Wirt zu: "Herr Wirt die Getränke dieses Mädchen gehen auf mich, was macht das ganze?" zur Antwort kam lediglich "1400 Berry junger Mann." Als das Geld den Besitzer gewechselt hatte, verliess Shiro die Bar aber nicht ohne vorher noch zu sagen: "Ich heisse übrigens Shiro Belphegor."
    Geändert von Shiro Belphegor (30.07.2010 um 09:45 Uhr)

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  9. #9
    Piratenschüler Avatar von Tetsukage Kaja
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    “Bekannt ist mir nur, dass der werte Sohnemann eine Leibwache hat. Wie jener Herr oder Dame aussieht, ist mir Zurzeit unbekannt.“ Unwillkürlich dachte sie abermals wieder an diesen Nemo-Typen. Von einer Sekunde auf die andere lächelte sie den Jungen wieder an und meinte, dass sie gleich wieder zurückkommen würde. Den Cocktail nun wirklich zu Ende trinkend stolzierte die Rothaarige abermals zum Barkeeper und begann ein kurzes Gespräch mit jenem zu führen, während sie ihr leeres Glas wieder zurückstellte. Das Gesprächsthema war voraussehbar. Natürlich handelte es über den rauen Kerl, der sie gezwungener Maßen beglückt hatte hinauszugehen. Erstaunlicherweise wurde ihr ungutes Gefühl sofort bestätigt. “Da hast du dir `nen schönen Fisch geangelt Kage. Der Typ von vorhin ist nicht nur Nemo, sondern auch die persönliche Leibwache des Kanzlers Sohnes.“ Mehr wollte und musste das Mädchen nicht mehr wissen, hörte aber dennoch seinen Erzählungen zu. Sie sind also noch immer in des Kanzlers Haus.. und wollen morgen also zu der Prinzessin ziehen.. Wenn das nicht die perfekte Gelegenheit wäre!, grinste sie in sich hinein und orderte noch einmal das Übliche.

    Zurück am Tisch mit dem Unbekannten, erklärte sie ihm die Lage. Es war kurz und bündig, aber dennoch müsste er auf dem selben Stand der Dinge nun sein wie sie. Von der Bezahlung von dem Jüngling hatte die junge Frau natürlich kein einziges Wort verloren. Sie war ja nicht dumm. Auch erklärte sie ihren vorläufigen Plan den Sohnemann zu kidnappen. “Das Haus, wo der Sohnemann haust, ist so einige Kilometer von dem Palast entfernt. Dazwischen liegt ein längeres Waldstückchen.“, begann Kaja dem Schwarzhaarigen davon zu erzählen. Das Fazit des Ganzen war, dass er diesen Nemo ablenken sollte und sie in der Zwischenzeit sich den Sohnemann schnappen würde. Falls etwas schief gehen sollte, solle er sich den Adeligen holen und nicht vor dem übermorgigen Sonnenaufgang wieder frei lassen. Mittlerweile sollte auch dem Jungen klar geworden sein, dass sie danach nicht mehr auf der Insel bleiben könnten. Sie würden mit Sicherheit als Verbrecher abgestempelt, aber der Rothaarigen war jenes egal. Wenn jemand wüsste, dass ich zu den Eisenschatten-Piraten gehörte, dann würden sie mich sowieso jagen…

    Die Diskussion schien ihr Ende gefunden zu haben. Es war bekannt, wo sie sich wieder treffen würden und wann. Auch war beiden Parteien klar, dass sie heute noch auf eigene Faust genügend Informationen zusammensuchen müssen, damit die morgige Aktion nicht ungeplant verlief. “Das Wichtigste ist, dass der Sohnemann nie zu seiner Braut gelangt, so dass die Hochzeit beginnen könnte.“, sprach Kaja abschließend. Anschließend sagte der Junge ihr wo jene ihn wiederfinden könnte und sie musste schmunzeln, als sie erfuhr, dass es genau das Gasthaus war, welches sich überhaupt nicht mit dem Ihrigen vertrug. Beiläufig erwähnte sie dann, dass sie wohl heute ihren letzten Arbeitstag im Wirtshaus in der Mitte hatte. Der Name selbst war eigen, aber passend, wie sie fand. Immerhin lag das Wirtshaus auch in der Mitte des Marktplatzes. Was wohl zuvor in dem Gebäude war? Doch die Rothaarige schob ihre Gedanken schnell wieder beiseite. Der Junge, der ihren Namen noch immer nicht wusste, ging zum Wirt und bezahlte die Getränke. Von dieser netten Geste geschmeichelt, fiel ihr auch ein, dass sie ja das Letzte Getränk gar nicht bezahlt hatte, so wie die anderen. Nun heißt es wohl an die Arbeit gehen? Mit einem stets lächelndem Gesicht verfolgte die Rothaarige ihren vorläufigen Arbeitskollegen, der an ihr vorbei ging, sich als Shiro Belphegor vorstellte und anschließend die Bar verließ. Die junge Frau nickte nur kurz und stellte sich als Tetsukage vor. Ihren Vornamen ließ sie vorerst unerwähnt, meinte aber, dass er sie wie die meisten einfach Kage nennen konnte.

    Kaum war also Shiro hinaus gegangen, fing Kaja an nachzudenken, wo sie nun die nötigen Informationen sich beschaffen konnte. Des weiteren musste sie die 200.000 Beri gut verstecken, sodass sie sie während der morgigen Aktion nicht stören würden. Langsam trank sie ihren Cocktail aus und entschloss sich zu der ein oder anderen Gruppe in der Bar und anderen Lokalen um sich aus den betrunkenen Mäulern etwas gefragtes Wissen anzueignen.
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  10. #10
    Piratenschüler Avatar von Shiro Belphegor
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    "Mein Ziel ist also dieser Nemo, das wird interessant", dachte sich Shiro und ein flüchtiges lächeln umspielten seine Mundwinkel. Wohl weniger weil er etwas lustig fand sondern eher aus Vorfreude auf den Kampf der unausweichlich stattfinden wird. Unterdessen war es draussen dunkel geworden, die spärliche Strassenbeleuchtung leuchtet so wie sie es jeden Abend tat, aus den verschiedenen Kneipen am Strassenrand drangen laute Rufe und Gesang. Während des Gespräches war ihm klar geworden das es eine lange Nacht werden würde da er noch einige Informationen auftreiben musste. Zusätzlich wollte er sich noch den Wald ansehen um einen geeigneten Platz für die Entführung zu suchen und das Gelände zu inspizieren. Und das alles vor morgen früh um halb acht. Denn um diese Zeit musste er sich mit diesem Mädchen namens Tetsukage auf dem Marktplatz treffen. Zeit zum schlafen wird da nicht viel bleiben. "Also los."

    Das Haus des Sohnemanns war nicht besonders schwer zu finden da es das grösste weit und breit war und deshalb vom Wald aus gut sichtbar. Hinzu kam das keines der anderen Häuser von so vielen Wachen bewacht wurde. Bis auf einige schwache Lichtscheine in inneren der Vila war momentan alles ruhig und dunkel. Die Drei Meter hohe Mauer war aussen glatt und machte es einem Eindringling schwierig in den Innenhof vorzudringen. Das Kunstvoll gefertigte Tor musste eine rechte Stange Geld gekostet haben vermutete Shiro. Als er genug gesehen hatte, drehte er sich um und machte sich auf den Weg in Richtung Wald. Der Waldweg war breit, an den Wegrändern waren grosse alte Bäume mit vielen Ästen die wie dazu geschaffen waren jemanden aus dem Hinterhalt zu attackieren. Der Weg verlief mehr oder weniger gerade was einen Frontalen angriff erschwerte. Eine gute Möglichkeit würde sich bieten wenn sich entweder er selbst oder Kage von Vorne nähert und der andere sich unter dem Blätterdach versteckt und dann zwischen diesen Nemo und den springt, diese trennt und den einen so verwundbar machen. Eine andere Möglichkeit wäre das sich Shiro Frontal auf Nemo stürzt und dieser dann von dem Sohnemann trennt.

    Auf dem Rückweg begegneten ihm einige finstere Gestalten welche jedoch wenig Interesse an ihm zeigten und ihn in Ruhe liessen. Da er gerne mehr Informationen über diesen Nemo gehabt hätte beschloss er in seinem Gasthaus jemanden zu fragen. Auf dem Rest des Weges passiert nicht besonders, einige sturzbetrunken Matrosen kreuzten seinen Weg, ansonsten war er je nachdem ob man die Diebe mitzählte oder nicht ganz allein unterwegs. Im Gasthaus waren zum Glück nicht alle so Betrunken das sie keinen vernünftigen Satz zusammenbrachten. Zu einem dieser Männer setzte er sich und begann ihn auszufragen, leider nicht sehr erfolgreich. Zwei Stunden später beendete er die Aktion da er nicht ganz auf den Schlaf verzichten wollte und es nichts mehr brachte. In seinem Zimmer Ordnete er nochmal alle Gedanken und wiederholte die spärlichen Ergebnisse seiner Befragung: "Also, Nemo ist schon ziemlich lange persönlicher Beschützer des Sohnes des Kanzlers, desweiteren ist er stark genug mit gewöhnlichen Dieben fertig zu werden. Er hat viel Kraft vermutlich um einiges mehr als ich, dürft aber durch sein Gewicht und Muskelmasse nicht so schnell und wendig sein wie ich. Alles in allem müsste er Schlagbar sein auch wenn es nicht einfach wird." Mit dessen Gedanken im Kopf zog sich Shiro um und schlief wenige Minuten später ein.

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